Roland Dürre
Freitag, der 28. März 2008

KNÜLLER – KLINSMANN KAUFT KLEINFELD-VILLA (28. 3. 08)

Hi – folgende Meldung hat mich erreicht:

Klaus Kleinfeld hat seine neu gebaute und kaum bewohnte Villa in Grünwald an Jürgen Klinsmann verkauft!

(Man hat so seine Kontakte nach Grünwald 🙂 )

Jürgen Klinsmann, unser Nationalheld, der Deutschland ein Sommermärchen geschenkt hat und der Welt gezeigt hat, das es auch ein lustiges und friedlich feierndes deutsches Gesicht gibt, zieht aus der großen weiten Welt nach Grünwald. Er übernimmt das Steuer als Cheftrainer bei unserem FC Hollywood, dem FC Bayern München. Und Klaus Kleinfeld, der vom 27. Januar 2005 bis zum 20. Mai 2007 der Vorsitzende des Vorstandes der Siemens AG und einer der sympathischen Hoffnungsträger der Deutschland AG war, verlässt Grünwald. Er hat ja zum 1. Oktober 2007 die Aufgabe des Chief Operating Officer des amerikanischen Aluminiumkonzerns Alcoa übernommen. Grünwald liegt übrigens westlich von Unterhaching.

Aber ist das alles nicht schon wieder eine Ewigkeit her: Klinsmann Teamchef der Deutschen Fußballnationalmannschaft und Kleinfeld Vorstandsvorsitzender der Siemens AG?

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Jetzt bin ich seit 35 Jahren in der IT und kein Experte für Verkehrssysteme.

So kann ich nicht beurteilen, ob der Transrapid technologisch Zukunft hat oder nicht. Deshalb kann ich auch nicht sagen, das ich für oder gegen die Einführung des Transrapids bin.

Aber eins macht mich traurig: Die Entscheidung ist aus finanziellen Gründen gefallen. Die Kosten sind wohl von 2 auf über 3 Milliarden EURO gestiegen. Jetzt kann keiner von uns überhaupt nur ermessen, was eine Milliarde ist. Das ist schlichtweg das Geheimnis der großen Zahlen.

Heute morgen höre ich im Radio (Bayern 2), dass eine kleine Rentenerhöhung, die wohl auch aus populistischen Gründen gemacht wurde, uns 9 Milliarden kostet.

Und seit Wochen lese ich, dass Finanzinstitute (Bayern-LB, Sachsen-LB, West-LB oder auch die IKB) im großen „Casino Royal“ der Welt ganz andere Summen in den Sand setzen und diese am Schluss auch noch sozialisieren.

Und dann denke ich mir – dass man so eine wichtige Entscheidung wie Transrapid JA oder NEIN nicht von einer Milliarde Kosten hin und her abhängig machen sollte!

Leider wurde das Thema von der Politik missbraucht. Nötig wäre gewesen, eine Entscheidung zu suchen, die auf objektivem Wissen aufbaut und die natürlich unter Unsicherheit erfolgt wäre und deswegen Mut erfordert hätte. Teil dieser Entscheidung wäre auch die Auswahl der richtigen Strecke gewesen.

Aber das ist ja alles vorbei. Eigentlich schade.

 

RMD

HI ALL,

jetzt fange auch ich (Roland M. Dürre, InterFace AG) an zu „bloggen“!

Warum?

Schon lange habe ich den Eindruck, dass da in unserer Welt so einiges läuft was nicht so sein kann und darf. Und deshalb möchte ich in Zukunft mit vielen kleinen positiven Beiträgen Menschen zum Nachdenken und Mitmachen bewegen.

Auslöser war das GUUG-Frühjahrsfachgespräch 2008 von vorletzter Woche in München. Martin Schulte, der scheidende Präsident der GUUG, hatte mich eingeladen, die Keynote zu sprechen. GUUG ist übrigens die Abkürzung für German Unix User Group.

Die Tagung war super. Wohltuend waren vor allem die Referenten. Jeder von mir besuchte Vortrag war gut vorbereitet und wurde mit Herzblut vorgetragen. Das war ganz anders und viel besser als bei manch einer von mir in letzter Zeit besuchten, vermeintlich hochwertigen und wesentlich teueren IT-Konferenz.

Besonders groß war meine Freude, dass ich auf der Tagung zahlreiche alte Freunde nach vielen Jahr(zehnt)en wieder getroffen habe. Da waren InterFace-Urgesteine dabei, wie Dr. Hans Peter Huber (bekannt durch seine zahlreichen Veröffentlichungen und Übersetzungen rund um UNIX), Wolfgang Jun (der hat mal CLOU von SINIX auf die gesamte UNIX-Welt portiert) und Hartmut Streppel (heute bei SUN). Aber auch „SNOOPY“, der uns an der Seite von Hans Strack-Zimmermann bei IXOS mit seinen intelligenten und lustigen Beiträgen viel Freude gemacht hat, habe ich nach langer Zeit mal wieder gesehen und manche mehr.

In meiner Keynote habe ich die bei börsennotierten Unternehmen verbreitete Anwendung des Shareholder Value Prinzips – oft verbunden mit dem Versuch, das Unternehmens durch komplizierteste Zielvereinbarungen dominant zu steuern – kritisch hinterfragt. Meine Anregung war, Unternehmen besser und erfolgreicher nach dem Prinzip von Freiheit und Klarheit zu führen. Diesem Gedanken folgend habe ich meine Sympathie und Bewunderung für die „OPEN SOURCE WELT“ ausgedrückt.

Die Resonanz war enorm, mich haben viele Anregungen, Ergänzungen und Fragen erreicht. Nicht alles, was ich gesagt habe, wurde so verstanden, wie ich es sagen wollte. Deshalb jetzt hier als Einstieg in IF-Blog das Thema Shareholder Value als Ausschnitt aus meinem Vortrag.

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