Ende 1985 war die InterFace Connection (gegründet am 1. April 1984 – heute die InterFace AG) gerade 21 Monate alt geworden und hatte das zweite Geschäftsjahr erfolgreich abgeschlossen. Wir hatten schon fast 20 Kolleginnen und Kollegen und HIT/CLOU war auf Erfolgskurs. Es herrschte Gründerstimmung und Heidi Kaindl hatte die InterFace schon exzellent organisiert. Die Administration war effizient aufgebaut und das Schreiben der Rechnungen mustergültig automatisiert. Heidi machte die Buchführung und das Kontrolling. Sie betreute Kunden und Mitarbeiter, erledigte den gesamten Bürokram, organisierte unsere (zahlreichen) Feste und kümmerte sich um vieles mehr. Wolf (Wolf Geldmacher, mein Freund und Mitgründer) und ich waren tagsüber immer als Berater unterwegs und so war die Heidi der unangefochtene Chef im Hause, sowohl Unternehmensmutter wie unser „Hauptfeldwebel“, der für Ordnung sorgte. In ihrer Rolle als Personalchefin bekam jeder Mitarbeiter von ihr zum Jahreswechsel 1985/86 ein persönliches Anschreiben, dass sie natürlich effizient mit HIT/CLOU erzeugte.

Hier das Original eines dieser Anschreiben. Es ist das für Rainer Schaaf bestimmte Exemplar. Rainer war damals ein ganz wichtiger Entwickler, zuständig für die Komponente FORMDOC (dem Formatierer von HIT) und manches mehr.

Wie man dem Schreiben entnimmt, haben wir damals die Regelarbeitszeit von 40 Stunden auf 38,5 Stunden gesenkt. Wir haben das freiwillig gemacht und sind damit dem allgemeinen Trend in 1985 gefolgt.

Dieses Dokument hat mir Heidi Kaindl zu Weihnachten geschenkt. Heute heißt sie Heidi Kaindl-Schaaf, denn sie ist mit genau diesem Rainer verheiratet. Zusammen haben sie zwei Kinder, der Sohn Felix ist schon fast erwachsen.

RMD

P.S.

Weil ich gefragt wurde: Das Schreiben ist übrigens auf einer Brotherschreibmaschine mit Typenrad und seriellem Anschluß gedruckt und auf einer kleinen MX (die erste noch mit Intel-Prozessor) und 64K Speicher für Daten und Programmraum mit HIT erzeugt worden.

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Roland Dürre

Alles Gute für 2009!

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde,

IF-Blog wünscht einen guten Rutsch und ein gelingendes neues Jahr 2009!

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Autoren von IF-Blog ganz herzlich für die vielen und tollen Beiträge bedanken. Ein ganz besonderer Dank gilt unseren Unterstützern im Hintergrund für ihren unermüdlichen Einsatz: Unserem Designer Felix, unserem Ingenieur Mark, unserem Fotografen Rolo und ganz besonders natürlich unserem Übersetzerteam Evelyn und Chris. Besonders die Evelyn hat unendlich viel für uns übersetzt, ohne sie wäre unsere englische Ausgabe sehr dünn!

Mit IF-Blog haben wir einiges vor. In 2009 soll es so richtig los gehen. Wir sind dabei:

  • Neue und ganz besondere Autoren zu gewinnnen.
  • Endlich die Fotogalerie zum Thema Computer Vintage mit Rolo Zollner frei zu geben.
  • Einen neuen Downloadbereich für PodCasts anzubieten.
  • Eine regelmäßig erscheinende Hitliste „best of ethics“ mit im WEB gefundenen und ganz besonders wertvollen Beiträgen zu ethischen Themen aufzubauen, die von unserem neuen Autor Detlev Six gestaltet wird. Detlev recherchiert auch von Berufs wegen viel im großen weiten Internet und wird uns seine „Highlights“ vorstellen. Lieber Detlev, herzlich willkommen bei IF-Blog, eine Vorstellung Deiner Person erfolgt in Kürze.
  • Eine Neustrukturierung von IF-Blog, um besser navigieren zu können und die richtigen Artikel schneller zu finden.
  • Und viele technische Verbesserungen im Detail durchzuführen. Zu diesen und mehr Themen wird uns ab 1. März Robert Kulzer, ein Informatik-Student der TU München, unterstützen. Lieber Robert, herzlich Willkommen bei IF-Blog. Und ein großes Dankeschön an die InterFace AG, die den Robert bezahlt und seine Arbeitsleistung dem IF-Blog spendiert.
  • Mehr Interaktivität zu unserer Leserschaft generieren. Dazu finden spannende Überlegungen statt. Anregungen sind natürlich herzlich willkommen.
  • Und vieles mehr!

Ich freue mich auf 2009!

RMD

Und wie immer ganz großen Dank an Rolo Zollner, der gestern Abend noch schnell das Arrangement „Schweinchen an Klee – Silvester 2008“ für IF-Blog kreiert hat! Möge es uns allen viel Glück, Gesundheit und persönliche Zufriedenheit bringen!

Roland Dürre
Montag, der 29. Dezember 2008

Nachruf: Pierre Mendel gestorben

Eine traurige Botschaft auch für InterFace:

Pierre Mendell (geboren am 17. 11. 1929) ist am 19. Dezember 2008 gestorben. Pierre Mendell hat Anfang der 80iger Jahre das IF-Logo geschaffen. Sein Gesicht im „F“ von IF hat uns viele Jahre inspiriert und uns gemahnt, dass IT und Software dem Menschen dienen sollen. Wir trauern um Pierre Mendell.

RMD

Arbeiten von Pierre Mendel findet man unter anderem auch unter Mendell-Design.

Roland Dürre
Mittwoch, der 24. Dezember 2008

2-Wochen-News – #13

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

wir danken ganz herzlich, dass Sie immer wieder in unseren Blog reingeschaut und den einen oder anderen Artikel gelesen haben. Und wir haben eine kleine (große) Bitte: Wenn Ihnen ein Artikel besonders gut gefällt oder gefallen hat und Sie einen Freund, eine Freundin oder Bekannte haben, von denen Sie glauben, dass diesem der Artikel auch gefallen würde, dann senden Sie diesem doch eine E-Mail mit dem entsprechenden Link zu. Ist zwar noch ein wenig unbequem, wird aber aber demnächst dann auch einfacher gemacht.

Im nächsten Jahr wollen wir noch viel mehr verbessern. Die InterFace AG wird uns ab März einen Werkstudenten „spendieren“, der Technik und Struktur so richtig „auf Vordermann“ bringen wird. IF-Blog wird ja bald 9 Monate, dann soll das Leben so richtig los gehen!

Seit der letzten IF-News sind folgende Artikel erschienen.

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// Kernschmelze
Klaus Jürgen Grün hat uns gleich zwei Beiträge geliefert.
Eine ethisch-philosophische Stellungnahme zur Krise des Spätkapitalismus …
http://if-blog.de/kjg/kernschmelze/

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// Recht auf Leben und Sterben
… und über das Recht auf Selbsttötung am Beispiel von Sokrates.
http://if-blog.de/kjg/recht-auf-leben-und-sterben/

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// Nicht mehr Kind sein – der Zauberstock hilft dabei (Trilogie #1)
Kindheitserinnerungen aus der Zeit des Wirtschaftswunders, 10 Jahre nach dem Krieg:
http://if-blog.de/rd/nicht-mehr-kind-sein-der-zauberstock-hilft-dabei-triologie-1/

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// Gegen die semantischen Verbrechen, für eine neue Redlichkeit
Ulf Posé findet eine neue Redlichkeit…
http://if-blog.de/udp/gegen-die-semantischen-verbrechen-fur-eine-neue-redlichkeit/

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// Benötigen wir angesichts der Finanzkrise eine neue Moral in Wirtschaft und Politik?
… und fragt anläßlich der Weltfinanzkrise nach der Moral in Politik und Wirtschaft:
http://if-blog.de/udp/benotigen-wir-angesichts-der-finanzkrise-eine-neue-moral-in-wirtschaft-und-politik/

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// Also sprach Dr. Zetsche (an der TUM am 26. November)
Ein Bericht von einer Rede von Dr. Zetsche zur Zukunft des Automobils – versehen mit nachdenklicher Reflexion von Roland Dürre:
http://if-blog.de/rd/also-sprach-dr-zetsche-an-der-tum-am-26november/

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Und unser Experte für Agile SW-Entwicklung Bernhard Findeiss war auch sehr fleißig:
http://if-blog.de/bf/agilitat-und-testgetriebene-entwicklung/
http://if-blog.de/bf/was-ist-agilitat/
http://if-blog.de/bf/scrum-und-cmmi-teil-12/

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// NTT kauft Mehrheit an Cirquent (ex-SoftLab)
Softlab wird japanisch:
http://if-blog.de/rd/ntt-kauft-mehrheit-an-cirquent-ex-softlab/

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// Öl wird knapper – hat das Konsequenzen für uns?
Dr. Edwin Eberle zieht wohl die einzig richtigen Schlüsse zur Klimakatastrophe:
http://if-blog.de/ee/ol-wird-knapper-hat-das-konsequenzen-fur-uns/

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// Computer Vintage #7 Kaltes Wasser im Feurichbau
Eine Fortsetzung zur Serie „Computer Vintage“:
http://if-blog.de/rd/computer-vintage-7-kaltes-wasser-im-feurichbau/

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// InterFace-Weihnachtsfeier in der Schmausefalle
Roland Dürre berichtet, wie InterFace Weihnachten feiert …
http://if-blog.de/rd/interface-weihnachtsfeier-in-der-schmausefalle/

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// Dieses Jahr bei InterFace – Kaffee als Weihnachtsgeschenk!
und welches Geschenk es diesmal gab und stellt die InterFace Weihnachtskarte 2008 mit den besten Wünschen für 2009 vor.
http://if-blog.de/rd/dieses-jahr-bei-interface-kaffee-als-weihnachtsgeschenk/

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// Umweltschädliche Subventionen: ungedeckte Wechsel auf unsere Zukunft
Florian Prange, ein ehemaliger Mitarbeiter und guter Freund, heute Unternehmer und Vorstandsmitglied im Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e.V. (FÖS) macht sich in IF-Blog Gedanken über umweltschädliche Subventionen:
http://if-blog.de/fp/umweltschadliche-subventionen-ungedeckte-wechsel-auf-unsere-zukunft/

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// Vorsicht, die Dementoren werden mehr!
Ja – und Roland Dürre hat die Dementoren aus Harry Potter entdeckt und auch in der richtigen Welt welche gefunden…
http://if-blog.de/rd/vorsicht-die-dementoren-werden-mehr/

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// Wie kann man sich gegen Dementoren wehren?
… und versucht auch aufzuzeigen, wie man ihren Einfluß auf die Seele mindern kann:
http://if-blog.de/rd/wie-kann-man-sich-gegen-dementoren-wehren/

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Das ganze Team von IF-Blog wünscht Ihnen ein wunderbares Weihnachtsfest, einen guten Rutsch und ein gelingendes Neues Jahr 2009!

Roland Dürre
Sonntag, der 21. Dezember 2008

Wie kann man sich gegen Dementoren wehren?

Vor kurzem habe ich den Begriff des Dementors aus der Sagenwelt von Harry Potter in einem Beitrag im IF-Blog in unsere Welt projiziert. Jetzt hat mich jemand gefragt, wie ich denn mich der Dementoren erwehren würde?

Wenn die Dementoren in meine Nähe kommen, wird es mir ganz bang, das Herz fällt mir in die Hose, alles erscheint sinnlos und finstere Gedanken bedrücken mich, so dass ich am liebsten aufgeben möchte! Sich dagegen zu wehren, ist in unserer Welt auch nicht leichter als in der des Harry Potter.

Mir hilft in so einem Fall frische Luft und Bewegung. Meistens verlieren die Sorgen nach einer halben Stunde des Fußballspielens, Radfahrens (gegen Dementoren gerne auch im Regen :-)) oder Schwimmens ihre Macht über mich und schon geht besser. Mit dem lustvollen Erleben des eigenen Körpers erwacht das Selbstvertrauen, die Sorgen relativieren sich und es erwächst frischer Mut, den Dementoren entgegen zu treten. Hier also meine Empfehlung für den Fall, dass ein Dementor bei Ihnen erscheint:

Raus aus dem Haus, hinein in die Natur und in frischer Luft Spazierengehen, Bergsteigen, Laufen, Radeln oder Schwimmen!

Dann kam die zweite Frage: Kann man sich gegen Dementoren immun machen?

Ganz wird dies nie gelingen. Vielleicht können wir finstere Stunden, in denen Dementoren uns den Lebenssinn rauben wollen, besser überwinden, wenn wir versuchen, unser Leben eigenverantwortlich zu führen. Wir sollten zufrieden sein, mit dem was wir erreicht haben. Unser soziales Umfeld mag uns, wir müssen es nur genug wertschätzen und die empfangene Liebe erwidern. Dann steigen unsere Abwehrkräfte gegen Dementorentum jede Art.

🙂 Viel mehr Empfehlungen habe ich leider auch nicht zu Hand.

RMD

Dann doch noch ein Lied – it’s getting better all the time!

Roland Dürre
Samstag, der 20. Dezember 2008

Weihnacht 2008 – Alles Gute!

Für diesjährige Weihnachtskarte der InterFace AG haben wir das Bild „Begegnung“ von Andrea Hillen ausgewählt:

Andrea Hillen – „Begegnung“ Eitempera, auf Leinen

Andrea Hillen (geboren 1962 in Dinslaken) lebt und arbeitet in München. Eine Reihe ihrer farbenfrohen Bilder verschönern unser Büro im 2. Stock rechts in Unterhaching. Das Bild „Begegnung“ haben wir aufgrund seiner fröhlichen Ausstrahlung als Motiv für unsere diesjährige Weihnachtskarte ausgewählt.

Ergänzt haben wir das Bild mit folgendem Zitat von Heinrich Heine:

Jede Zeit hat ihre Aufgabe, und durch die Lösung derselben rückt die Menschheit weiter!

(Heinrich Heine – * 13. Dezember 1797 in Düsseldorf als Harry Heine; † 17. Februar 1856 in Paris)

Was ist die Aufgabe unserer Zeit?

Erst das gegenseitige Vertrauen ermöglicht uns, zu leben. In unseren Beziehungen suchen wir Verlässlichkeit. Beides, Vertrauen und Verlässlichkeit entsteht in der Begegnung zwischen Menschen. Der technische Fortschritt hat unser Leben verändert und menschliche Beziehungen „virtualisiert“. Unsere Interaktionen werden uniformer, unsere Kommunikation funktionaler. Die Flut von Eindrücken und Informationen, die wir empfangen, hat unsere Sensibilität reduziert und uns Abwehrmechanismen entwickeln lassen.

Glück, Freude und Liebe sind elementare Bedürfnisse. In einer virtuellen Welt werden sie nur beschränkt möglich sein. Wir müssen wieder zurück zu unseren menschlichen Wurzeln und brauchen die lebendige und bunte Begegnung, wie sie das Bild von Andrea Hillen zeigt.

Deshalb ist eine wichtige Aufgabe unserer Zeit, wieder mehr miteinander zu sprechen und uns gegenseitig aufmerksam zu zuhören. So wünschen wir (nicht nur) den Menschen, die uns auf unserem Wege begleiten, viele persönliche Begegnungen.

In diesem Sinne wünscht das ganze Team von IF-Blog und von InterFace allen unseren Lesern ein gelingendes Fest!

RMD

Und noch ein besonders schönes Weihnachtslied – XMAS – John Lennon

Kinder wollen von ihren Eltern vorgelesen bekommen. So habe ich dank meiner sieben Kinder viel zauberhafte und wunderschöne Geschichten kennengelernt: Die Lotta (Astrid Lindgren), die fast alles kann, im Notfall sogar einen Christbaum beschaffen, wenn es in der ganzen Stadt keinen mehr gibt, den kleinen Eisbär (Hans de Beer), der am Nordpol wohnt, immer wieder in Schwierigkeiten kommt, (unfreiwillige) Reisen macht und dabei viele Freunde gewinnt, den Räuber Hotzenplotz und die kleine Hexe von (Otfried Preußler) und unendlich viel mehr.

Jetzt sind meine Kinder groß. Sie lesen ihre Bücher ganz alleine. Nur die Maresa liebt es immer noch, wenn ich ihr vorlese. Mit 12 Jahren ist Harry Potter angesagt. So lese ich ihr zurzeit zwei bis drei Mal in der Woche ein paar Seiten aus Harry Potter vor. Immer auszugsweise und dann wieder ein paar zig Seiten weiter (die ohne mich gelesen worden sind). Die ganze Geschichte lerne ich so nicht kennen, aber es reicht aus, dass mich die von Joanne K. Rawling geschaffenen Phantasiewelt immer wieder sehr beeindruckt. Und ich entdecke atemberaubende Bezüge zu unserer realen (?) Welt. Bei der letzten Lesestunde haben mich die Dementoren besonders beeindruckt.

Hier die kurze Wikipedia-Definition (Figuren der Harry-Potter-Romane):

Dementoren sind seelenlose und böse Kreaturen. Sie schweben über den Boden und holen in tiefen und rasselnden Atemzügen Luft. Sie wecken die schlimmsten Erinnerungen in ihren Opfern und saugen das Glück auf, wo immer sie sind. Ist man ihnen zu lange ausgesetzt, wird man seiner geistigen Kräfte beraubt und als Folge dessen wahnsinnig. Aufgrund dieser Eigenschaften entstammt der Name Dementor vermutlich dem lateinischen Wort „dementia“ (Wahnsinn, Verrücktheit; vgl. Demenz).

Ich nehme die Dementoren beim Vorlesen so wahr: Schon ihre Nähe erzeugt Kälte, raubt Mut und führt zu und tiefer Hoffnungslosigkeit und einem totalen Ohnmachtsgefühl. Ein Dementor ist das (totale) Gegenteil eines guten Mentors. Man erlebt Dementoren übrigens nicht, sondern „erfühlt“ sie (Diese Anmerkungen zur Definition bewerte ich aber nicht als relevant genug, um sie in Wikipedia einzutragen :-). Und mit der Quellenangabe hätte ich da auch Probleme).

Schlimmerweise „erfühle“ ich aber immer mehr Dementoren und „Dementorentum“ in meinem täglichen Leben, sei es in meiner kleinen Welt wie in unserer großen Gesellschaft.

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Florian Prange
Mittwoch, der 17. Dezember 2008

Umweltschädliche Subventionen: ungedeckte Wechsel auf unsere Zukunft

Hier ein Gastartikel von Florian Prange!

Die sich zu einer weltweiten Wirtschaftskrise verdichtenden Turbulenzen der internationalen Finanzmärkte führen uns noch einmal eindringlich vor Augen: unser Geld- und Finanzsystem ist eine der Haupttriebkräfte unseres heutigen Gesellschaftssystems. Die grundlegenden Spielregeln der Finanzmärkte prägen dabei maßgeblich unser Handeln und entscheiden letztendlich darüber, ob wir dem kurzfristigen Profitstreben eines spekulativen Zockerkapitalismus erliegen oder einen Entwicklungspfad einschlagen, der langfristiges und verantwortungsvolles Wirtschaften belohnt.

Ähnlich verhält es sich dabei mit der Steuer- und Finanzpolitik, die, neben der direkten Gestaltung der öffentlichen Haushalte, eine Vielzahl von – einander mitunter widersprechenden – starken Lenkungswirkungen auf das Handeln der ökonomischen Akteure entfaltet. Dadurch prägt sie die grundlegenden Entwicklungen unserer Gesellschaft häufig in einem tieferen Maße als die Formulierung und Umsetzung von Zielen im politischen Entscheidungsprozess. Dies wird besonders deutlich, wenn die durch umweltschädliche Subventionen und Steuervergünstigungen geschaffenen Anreize und Steuerungswirkungen im Bundeshaushalt betrachtet werden (es wird bereits deutlich, wenn sich die Subventionen im Bundeshaushalt niederschlagen, nicht erst bei dessen Betrachtung).

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Roland Dürre
Dienstag, der 16. Dezember 2008

InterFace-Weihnachtsfeier in der Schmausefalle ♫

Es war einfach ein schöner Abend, die InterFace Weihnachtsfeier am Freitag, den 12. Dezember 2008 im Saal der Schmausefalle am Maria-Hilf-Platz in München. Fast alle Mitarbeiter waren mit ihren Familien da – und auffallend viele Kinder. Offensichtlich wird InterFace trotz seiner bald 25 Jahre immer jünger!

Mit einem Glühwein-Empfang im Freien ging es los. Im Saal spielten die Soatnpfeifer, vier junge Damen aus Weilheim mit verschiedenen Zupf- und Blasinstrumenten, einige Lieder spielten sie parallel auf zwei großen Harfen.

Das Essen war exzellent, die Musik angenehm und nicht zu laut, so dass man sich ausgezeichnet unterhalten konnte, ohne schreien zu müssen. Kurz vor 22:00 kamen dann die sechs Pinguine (der sechste spielt Klavier und ist auf dem Bild leider nicht zu sehen) auf die Bühne und sorgten so richtig für Stimmung. Das war ein echtes Highlight, der Beifall entsprechend riesengroß, die gute Laune übermächtig und fast alle blieben bis nach Mitternacht.

Die Weihnachtsfeier war ein gelungener Abschluß des letzten „Blue Fridays“ der InterFace AG im Jahr 2008 (Am Ende eines jeden Quartals treffen sich alle Mitarbeiter der InterFace AG einen ganzen Tag zum „Blue Friday“ in Unterhaching). Diesmal waren die Glanzpunkte am Freitag Nachmittag nach den Teammeetings und der Betriebsversammlung ein kurzes und lustiges Kaffee-Seminar von Herrn Braune, dem Gründer der Kaffee-Rösterei Supremo in Unterhaching (siehe auch unser Weihnachtsgeschenk) und der anschließende Festvortrag unseres IF-Blog-Autors Klaus-Jürgen Grün zum Thema „Angst, Moral und Ethik“.

Die Vorbereitung durch unser FOCS-Team Carola, Doris und Nicole war wie immer phantastisch – ein herzliches Dankeschön an unser Superteam.

Ja – und ich musste eine kleine Ansprache halten, die mir aber sichtlich Spaß gemacht hat :-)!

Riesendank auch an unseren Rolo: Alle Bilder in diesem Beitrag sind von Rolo Zollner. Rolo’s Spezialgebiet ist Mikro- und Detailfotografie sowie Objektstudien. In IF-Blog ist es ganz einfach, die guten Fotos sind von ihm, die anderen dann von mir.

RMD

Bernhard Findeiss

Scrum und CMMI (Teil 1/2)

Eines der Probleme bei der Einführung agiler Methoden, so haben wir schon ab und zu gehört, ist ihre Integration in bereits vorhandene Frameworks und Referenzmodelle. Eines dieser Modelle ist CMMI.

CMMI, bzw. das Vorgängermodell CMM, ist ein 1986 von der Carnegie Mellon University im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums entwickeltes Reifegradmodell.

Es wurde entwickelt, als sich im Rahmen des SDI-Programms (Strategic Defense Initiative, im Volksmund auch als „Star-Wars-Projekt“ bekannt) herausstellte, daß es bei der Implementierung hochkomplexer Software durch externe Lieferanten zu vielfältigen Arten von Problemen kommen kann. Oftmals entsprachen Liefertermin, Umfang und Qualität nicht den vertraglichen Abmachungen.

Um diese Probleme einzudämmen verpflichtete das Ministerium alle potentiellen Auftragnehmer, sich nach dem CMM-Modell zu zertifizieren. So konnte eine bessere Risikoeinschätzung bei der Projektvergabe erfolgen.

Anfangs setzen deswegen auch nur solche Firmen das CMM ein, die vom US-Verteidigungsministerium dazu gezwungen wurden. Es stellte sich aber bald heraus, daß auch die Auftragnehmer einen Nutzen davon hatten, und so begannen in der Folgezeit immer mehr Firmen damit, CMM „freiwillig“ zur Verbesserung der eigenen Prozesse zu nutzen. Heute ist CMM (bzw. das Nachfolgemodell CMMI) in einigen Bereichen zum Standard geworden. So verlangen z.B. einige Automobilhersteller von ihren Zulieferern im Vorfeld einer Auftragsvergabe den Nachweis eines bestimmten Reifegrades.

Die Frage ist nun: Welchen Reifegrad können Organisationen erreichen, die agile Vorgehensmodelle einsetzen, bzw. passen Scrum und CMMI eigentlich zusammen?

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