In dieser Reihe Beitrag berichte ich von Rednern, die mich in ihren Vorträgen sehr beeindruckt haben. Diesmal erzähle ich von meiner Begegnung mit Augustinus Heinrich Graf Henckel von Donnersmarck.

Augustinus Henckel von Donnersmarck ist mir unvergessen. Das erste Mal habe ich ihn auf einer Kundenveranstaltung von ICL (International Computer Limited) getroffen. ICL ist – im Gegensatz zu Augustinus Heinrich Graf Henckel von Donnersmarck – zumindest im deutschen Wikipedia sehr kümmerlich beschrieben. Die Veranstaltung fand in Wiesbaden im hessischen Hof als Danke Schön für Kunden und Partner statt.  Ich war eingeladen, weil wir (InterFace und ICL) eine sehr erfreuliche und erfolgreiche Kooperation hatten. ICL war damals in England recht erfolgreich, in Deutschland eher ein feiner Nischendarsteller. Das ganze muss schon über 10 Jahre her sein.
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Roland Dürre
Donnerstag, der 26. Februar 2009

Urlaubstagebuch #27 – ein Donnerstag

Von Amalfi nach Neapel

Heute morgen aufgewacht haben wir unsere Fensterläden geöffnet. Die Dame an der Rezeption hatte einen exzellenten „sea view“ versprochen und das Versprechen wurde mehr als gehalten. Ein wunderbarer Blick auf Hafen, Küste und Meer. Dazu eine strahlende Sonne, kein Wind mehr, ein Traummorgen für Radler. Nach dem Frühstück ging es ganz hurtig in die Pedale (das „in“ passt, weil die Pedale „Klickis“ haben). Zuerst sind wir noch 6 km weiter auf unserer „Traumstraße“ gefahren, es war noch schöner als am Vortag. Dann aber der scharfe Ruck nach links. Kurz vor Maiori ging es den Berg hoch. Über Tramonti nach Corbara, das Ziel war Pompei auf der anderen Seite des Berges.

Der Pass hatte eine Höhe von 650 Metern, also 100 Meter höher als München liegt. Für Pkws gab es die Pflicht zur Mitnahme von Schneeketten (wir hatten als Radler keine dabei), das Streusalz lag am Pass höher als in Ottobrunn (obwohl weit und breit kein Schnee zu sehen war). Der Lohn unserer Mühen bergauf war eine wunderschöne Abfahrt ins Tal, auf dem Weg nach Pompei haben wir uns dann ein wenig verirrt. Um 14:00 war trotzdem Ankunft in Pompei. Wir haben 2 Stunden auf den alten Wegen in Pompei verbracht und dabei viel nachgedacht, wie man dort wohl vor knapp 2000 Jahren so gelebt hat. Ein Zuckerlecken war es bestimmt nicht, ich glaube, dass es da ganz schön hart zu ging. Besonders wenn man auch noch das Pech hatte, als Sklave dort leben zu müssen, hatte man wohl nichts zu lachen. Allein die Riesensteine, mit denen die Wege gepflastert waren.

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5. Tag: Von Sorrento nach Amalfi

Das gute Essen am Faschingsdienstag hat uns recht müde gemacht, so ging es früh ins Bett. Um 22:00 ging das Licht aus, dementsprechend war ich früh wach. So konnte ich noch am Morgen vor dem Frühstück die Aschermittwochsreflektionen tippen.

Unser Hotel in Sorrento hieß Eden und ist wirklich sehr zu empfehlen. Das Frühstück war für italienische Verhältnisse außergewöhnlich abwechslungsreich. Nur die vorhandene Internetanwendung über WLAN war vorübergehend außer Betrieb.

So waren wir schon vor neun auf der Küstenstraße nach Alfima. Dieser Abschnitt war der absolute Höhepunkt unserer Tour. Ich bin noch nie so eine aufregende und landschaftlich schöne Straße geradelt. Wir hatten kaum Verkehr, die Küstenstraße war durch eine temporäre Baustelle unterbrochen, wahrscheinlich hat das viel Verkehr abgelenkt. Nach Alfami waren es zwar nur 50 km, aber doch viele Höhenmeter. Gleich nach Sorrento ging es – mit einer Zwischenabfahrt von gut 100 Höhenmetern – rauf auf eine Höhe von knapp 500 Metern. Und dann ging es so weiter, immer rauf und runter. Und zwischendurch gab es einen Sturm, der jetzt abends im Hotel draußen noch so richtig tobt. Aber das alles hat uns nichts ausgemacht, weil die Landschaft so wunderschön war.

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Roland Dürre
Mittwoch, der 25. Februar 2009

Vertrauen 5 von Ulf Posé in IF-Blog

Liebe IF-Blog-Leser!

Gerade habe ich auf unserer Seite Dokumente die Folge 5 (Vertrauen 5) aus der Serie Vertrauen von Ulf Posé für Sie bereitgestellt. Nochmal vielen Dank an Ulf Posé!

RMD

5. Tag: Sorrento am Morgen

Das Essen gestern Abend war Spitze. Das Ristorante la favorita in Sorrento, CSO Italia 23, erwies sich als wahrer Tempel edler italienischer Esskultur, In den hohen Räumen fand ein kulinarisches Fest statt, ein kollektiver Orgasmus des Genießen. So macht Fasching Spaß.

Heute ist Aschermittwoch. Als Kinder mussten wir Aschermittwoch früh immer mit der Schulklasse in die Kirche und bekamen mit Asche ein Kreuz auf die Stirn gemalt. Ich empfand als Botschaft: Jetzt ist Schluss mit lustig. Und deswegen waren wir immer ein wenig traurig, wenn der Fasching vorbei war.

Die Symbolik der Asche hat mich schon als Kind nicht bedrückt, denn mir war schon früh klar, dass mein Leben erst mit meiner Geburt begonnen hat, deswegen erschien mir der Tod als logische Folge des Lebens. Es ist wie beim Programmieren, ein „begin“ ohne „end“ bringt einen Syntax-Fehler, eine offene Klammer gleich welcher Art „(, [, { oder <“ muss auch wieder geschlossen werden.

Aschermittwoch macht mich trotzdem auch heute noch nachdenklich, Auf unserer wunderschönen Reise sehe ich viel Marodes. Wir sind an großflächigen aufgelassenen Industriegeländen und landwirtschaftlichen Einrichtungen in desolatem Zustand vorbei geradelt. In wunderschönen Lagen haben wir Ruinen von Hotels, Restaurants, Ferienanlagen und -appartments aber auch von ganz normalen Wohnhäusern gesehen. Vorbei ging es an zerfallenen Tankstellen, Werkstätten, Schiffswerften und vielen verrosteten Schiffen. Jedes dieser Objekte hat sicher mal mit großem Tamtam Richtfest gefeiert und viele Jahre seinen Dienst getan. Aber wie bei uns biologischen Lebewesen ist es halt auch in der Welt der Unternehmen und Firmen ein Kommen und Gehen.

An manchen der trostlosen Objekte sahen wir noch ein verrostetes Schild hängen, das uns sagt, dass es zu verkaufen ist. Ab und zu hat der Radler dann Lust, eine besonders schöne Hotelruine zu erwerben und wieder zu beleben. Eine erste Kostenbetrachtung zeigt aber schnell, dass sich so etwas nicht rechnet. Vieles auch in der italienischen Wirtschaft scheint nur zu funktionieren, weil ein Familienbetrieb über Jahre dahinter steht, die Immobilie pflegt und davon halt mehr oder weniger gut lebt.

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4. Tag: Von Neapel nach Sorrento

Am Faschingsdienstag waren wir faul. Wir hatten ein ordentliches Frühstück in unserem preiswerten Hotels „Bella Capri“ im 6. Flur eines Geschäftshauses ganz nahe am Hafen. Die Räder waren bei uns im Zimmer, sie mussten erst wieder mit dem kleinen Aufzug runter gebracht werden (senkrecht auf dem Vorderrad stehend). Jede Aufzugsfahrt zwischen 7:00 morgens und 19:00 Abends kostete übrigens 5 Cent, nachts war das Aufzug fahren kostenfrei.

Um 9:30 ging es dann per Schiff nach Capri. Von Neapel nach Capri beträgt die Entfernung 50 km (Luftlinie), das Schiff braucht dafür 45 Minuten, muss also in der Spitze über 60 km/h schnell sein.

Capri war natürlich eine Schau. Ein wenig fleißig waren wir dann doch. Zuerst ging es mit Rad hoch nach Capri Centro, ungefähr 150 Meter hoch. Dort war wieder mal Faschingstreiben, tolle Kostüme tanzten auf Stelzen, dazu spielte so richtige Karneval-Blasmusik. Der Capuccino kostet in Capri übrigens 4 EURO, ist auch nur noch eine Frage bis wann er dann den neuen Einheitspreis von 5 EURO für ein Getränk kosten wird.

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GRÜNSIX
Dienstag, der 24. Februar 2009

Sondersendung: Radiophilosophie #007 – LUST.

Beatle Paul McCartney in Indien.
Er beobachtet zwei kopulierende
Affen auf der Straße.
Ist begeistert, weil’s so herrlich
unkompliziert abgeht.
Und nimmt spontan den Song auf:
Why Don’t We Do It In The Road.
Warum wir das nicht tun?
Das kam so:
Der Anfang vom Ende der Lust war,
als die Evolution das Bewusstsein erfand.
Dann kam die Kirche mit Scham und Moral.
Seither lautet die Anweisung:
Tausche Orgasmus gegen Flugzeug.
Damit dieser Tausch nicht allzu schlecht aussah,
nannte das Herr Freud Sublimierung.
Endgültig vorbei war’s mit der Lust
nach der Schlagzeile der Bildzeitung:
Lustgreise auf Lustreise.
Menschenskinder, was könnte auf der Straße
los sein, wenn wir nicht so saublöd ins
Bewusstsein gefallen wären.

KJG/SIX

Sondersendung zum Faschingsdienstag!

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Roland Dürre
Montag, der 23. Februar 2009

RMD – Urlaubstagebuch #23 – Rosenmontag ♫

3. Tag: Von Gaeto nach Neapel

Es wurde wieder ein weiter Weg. Die ersten 50 km waren doch recht verkehrsstark, dann ging es rechts weg, an der Küste entlang in Richtung Pozzuoli. Die Verkehr wurde weniger, die Fahrt angenehmer.

Plötzlich waren wir für mehrere Kilometer in Afrika – fast nur noch Menschen mit schwarzer Hautfarbe auf der Strasse. Und wieder viele Mädels mit eindeutigen Angeboten. Hat uns schon ein wenig berührt.

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img_0040Dafür wieder 105 km, diesmal aber den ganzen Tag bei schönsten Wetter. Die Küstenstraße mit dem kleinen Pass von Pozzuoli nach Neapel war wegen eines Erdrutsches gesperrt, so mussten wir umkehren und durch den Berg über die Hauptstraße mit Tunnel überwinden. Und was für ein Tunnel – hoch wie eine Kathedrale. In Neapel haben wir dann endlich ein Hotel (Bella Capri – ein Backpacker) gefunden – und so sitze ich hier und mache schnell die Reiseberichte fertig – allerdings erst nach einem köstlichen Essen mit speziellem neapolitanischen Kuchen zum Abschluss.

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2. Tag: Von Anzio nach Gaeto Schönes Wetter, unterwegs zeigt ein Thermometer 17 Grad. Über 105 km geht es durch wunderschöne Landschaften, Ein Ort ist malerischer als der andere. der Verkehr wird glücklicherweise auch weniger. Dafür tauchen immer mehr Radfahrer, einzeln und in Gruppen auf. 20, 30 Radfahrer oft einheitlich im bunten Dress mit Affentempo auf Rennrädern. Ein freundliches „Salve“. Dann auch Motorradfahrer. Am Straßenrand sehen wir Kränze mit Bildern und Kreuzen. Die drei am Vorabend gekauften Apfelsinen schmecken zum späten Frühstück köstlich. img_0022 Dann rollen die Räder auf dem flachen Weg mit nur leichter Höhendynamik weiter nach Süden. Rechts das Meer, auf der linken Seite Lagunen, ein schmaler Damm durchs Wasser. Wir sehen ein Nuklearzentrum und umfahren ein riesiges Militärgelände. img_0020Zwischendurch wird der Weg sandig. In Porto Badino, Terracina, im Ristorante Il Pirata an der Via Pontina Km 105 gibt es ein wunderschönes Mittagessen, Vorspeisen des Meeres, leckere Spaghetti und Gnocci. Ein halber Liter Hauswein (ein Gedicht), der abschließende Espresso ist eine schwarze Sünde. Dann weiter Richtung Süden. Nasse Straßen, es muss vor kurzem geregnet haben. mehr »

Raus aus Rom, auf nach Anzio

Raus aus Rom ist kein Genuss-Radeln, eher etwas für uns „Härtemässige“. Es geht nach Süden zum Meer. Der viele Müll an den Straßen tut weh. Und die Barbara wundert sich über die vielen Damen, die auf den Parkplätzen stehen. Dann sehen wir das Meer vor uns liegen.img_0009Nur noch wenige Kilometer runter nach Guardapasso. Da gibt es dann zum Mittagessen die erste italienische Pizza in der (Vorfrühlings-)Sonne. Ein paar SMS geschrieben und weiter nach Anzio.

Von Rom bis Anzio waren es knapp 70 km. Wir kommen am Nachmittag In Anzio an. Faschingstreiben: Der Marktplatz ist voller Menschen, ein wunderbares Theater für Kinder spielt auf einfacher Bühne, überall Konfetti. Wir leisten uns ein köstliches Eis, dazu einen exzellenten Capuccino. Über den Marktplatz bewegt sich ein brasilianischer Umzug. Laute Trommler, tanzende und für das Wetter dann doch zu leicht bekleidete Mädchen.

Ein Hotel zu finden ist gar nicht einfach. Es ist Nebensaison total, alle Hotels sind geschlossen. Die Park(verbots)schilder sind ab 1. April gültig. Dann finden wir doch eine alte Albergo mit offener Tür (LA TAVERNETTA – Via Catilina, 7 in Anzio) Der freundlicher Chef hat 3 wunderschöne Salzwasser-Aquarien. WLAN hat er nicht, Internet-Cafés scheint es auch nicht zu geben. Gibt es schon 70 km südlich der ewigen Stadt kein Internet mehr?

Das Zimmer ist nicht aufregend, aber riesengroß. Eine Gasheizung macht das Zimmer warm. Frühstück war dann auch dabei. Die Milch des Milchkaffees schmeckt abscheulich, dazu gibt es zwei Zwieback und zwei eingeschweißte Plastik-Croissants. Bis auf ein anderes Paar waren wir die einzigen Gäste in der Albergo. Aber es war eine schöne und ruhige Nacht, wir haben exzellent geschlafen und sind frisch und munter für die nächsten Kilometer.

RMD