GRÜNSIX
Sonntag, der 26. April 2009

Radiophilosophie #021 – WASCHZWANG.

Wie erkennt man Leute mit schlechtem Gewissen?
An ihrem Waschzwang.
Sie betonen ihre weiße Weste.
Ihre reine Gesinnung.
Ihre sauberen Methoden.
Vorsicht.
Wer seine Hände ständig in Unschuld wäscht,
hat auch ständig Dreck an den Händen.

KJG/SIX

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Sagen Sie mir mal schnell, was Sie unter Philosophie verstehen?sophie

Wenn’s Ihnen die Sprache verschlägt, kann ich, wie Ian Hunter, nur sagen: „Welcome to the Club.“ Von Plato hab ich keine Ahnung, bei Kant verstehe ich nur Bahnhof, Nietzsche ist mir ein Buch mit 7 Siegeln, Heidegger schreibt auf Chinesisch und von Sartre habe ich keinen blassen Schimmer.

Im Allgemeinen sind Ahnungslose keine Zielgruppe für Werke, die der bildungsbürgerliche Volksmund als „gute Bücher“ qualifiziert. „Sofies…“ und „Wer bin ich…“ nehmen hier jedoch eine Sonderstellung ein.

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bild0104Das war eine Superwoche für den Radfahrer. Montag, Dienstag, Mittwoch – Sonne. Die Kälte des Winters ist vorbei. Die Natur grünt und blüht nur so um die Wette. Eine bunte Farbenpracht verwöhnt uns. Und auch die Vögel jubilieren.

Am Donnerstag (so sagt die Wetterfee im ZDF) ein „Kaltlufttropfen“. Was es doch so alles gibt. Kühler, aber immer noch schön. Ab und zu ein wenig Gischt vom Regen. Aber das schreckt uns nicht – wir fahren weiter!

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Roland Dürre
Donnerstag, der 23. April 2009

23. April: Tag des Deutschen Bieres, Tag des Buches und Girls Day

bild0101Der mittägliche Besuch unseres Forschungsteams in der Forschungsbrauerei St. Jacobus zu Neubiberg (anlässlich des Tages des Deutschen Biers) verlief wie erwartet harmonisch und ohne schwerwiegende Zwischenfälle.

Leider konnten wir dem Bier nur ein wenig zu sprechen, weil wir ja noch arbeiten mussten. Hier ein Teil unser zahlreichen Forschungsergebnisse (und ein Bild der Forscher bei ihrer harten Arbeit):

bild0098Der 23. April ist der 113. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 114. in Schaltjahren), somit verbleiben noch 252 Tage bis zum Jahresende (Quelle Wikipedia) und der Namenstag des heiligen St. Georg.

Mit dem Tag des Deutschen Bieres wird seit 1994 von den deutschen Bierbrauern der Erlass des bayerischen Reinheitsgebots im Jahr 1516 gefeiert. Der Tag des Deutschen Bieres findet jährlich am 23. April statt, dem Jahrestag des Erlasses.

Heute ist auch noch Girls Day! Bundesweit wird jeden 4. Donnerstag im April der „Girls Day“ begangen! Der „Girls Day“ soll „Mädchen Technikberufe“ nahebringen (SZ, S. 65 vom selben Tag). Anmerkung des Verfassers: Vielleicht auch das Biertrinken?

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bild0086Wie man so liest, ist England führend im Bereich der Video-Kontrolle. Und Scotland Yard meint, dass das ganze ziemlich sinnlos wäre. Da werden dann Daten ohne Ende gesammelt. Für die Aufklärung eines Verbrechens ist das aber nur im ganz seltenen Ausnahmefall, also fast nie, hilfreich. Wahrscheinlich profitieren die Verkäufer von Video-Equipment und Speichersystemen von Videoüberwachung am meisten.

Aber auch in Deutschland vermehren sich die Videokameras rasant. Immer öfter sieht man einen dezenten Hinweis auf Überwachung duch Videokameras. In S-Bahn-Zügen, im Theater, bei Unternehmen, im Supermarkt, auf öffentlichen Plätzen usw.

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Roland Dürre

G1 und T-Mobil

1240428294224Am Montag habe ich mein G1 bekommen. Letztendlich hat mein Mitwirken bei „Twitter“ mir den letzten Schubs gegeben, ab sofort auch ein Smartphone zu nutzen (Man sollte Twitter nicht unterschätzen).

Blöd war nur, dass ich es ausgerechnet am Dienstag Nachmittag, als das Netz der T-Mobil „down“ war, starten wollte. Und noch blöder, dass nach dem gescheiterten Versuch, das G1 in Betrieb zu nehmen, auch noch das alte Handy nicht mehr funktionierte. Habe schon IT-Gespenster gesehen.

Hat sich aber alles aufgeklärt. Jetzt läuft das G1 und ich bin nur noch platt, mit wie wenig Computer (in Gramm und Kubikzentimeter) man wieviel IT machen kann. Und das alles basierend auf Unix.

Das Bild ist übrigens mein erstes Foto mit dem G1. Zwar nicht schön, aber historisch. Gestern Abend in der Pause des Pokalthrillers HSV-Werder in den Nachrichten wurde auch vom Netzcrash der Telekom berichtet. Da musste ich einfach mal knipsen. Das Bild hat den Namen „Fernseher im dunklen Wohnzimmer“ (aufgenommen mit G1).

RMD

P.S.

🙂 Meine Tochter Anna (stolze Besitzerin eine iPhones) erzählt mir gerade, dass die T-Mobil ihre Kunden am Wochenende zur Wiedergutmachung zum freien Versenden von SMS einladet. Geht natürlich mit dem G1 besonders gut! Werde ich nutzen. Hoffentlich stürzt das Netz dann nicht wieder ab.

Roland Dürre
Mittwoch, der 22. April 2009

Tag der Erde, Tage des Buches und Tag des Bieres.

img_0021Gestern war der „Tag der Erde“. Seit 1970 wird er jährlich begangen, um gegen die Zerstörung der Umwelt zu protestieren. Diesen Tag finde ich wichtig.

Dazu ein Bild von unserer Radtour Rom-Neapel-Amalfi-Pompej im Februar dieses Jahres. Es war auf der schönsten Wegstrecke zwischen Rom und Neapel auf 2/3 des Weges. Das Bild gibt den Müllstreifen, der sich über Kilometer am Strand hinzog, nur unzulänglich wieder.

Am 23. April ist der Welttag des Buches, ein 1995 von der UNESCO erklärter weltweiter Feiertag für das Lesen.  Am Vormittag darf ich Glücksfee für die Gewinner des Lesewettbewerbs am Gymnasium Ottobrunn spielen und ein paar Sätze sagen zum Thema „Macht lesen schöner, reicher, klüger, weiser?“.

Morgen ist auch der Tag des Deutschen Bieres. Den finde ich jetzt nicht so wichtig. Ist aber für mich und Jochen ein Anlass morgen in die Forschungsbrauerein in Perlach zum „Forschen“ zu gehen (ausnahmsweise einmal Mittags – Freunde Willkommen) ! Davon berichte ich dann morgen mit Bild!

RMD

Klaus-Jürgen Grün

Trickster

grun-anzug2Kinder kennen einen ausgezeichneten Trick gegen Angst: Zauberei. Ihre Zauberer sind wahre Kunstwerke. Sie schaffen Illusionen, an die keiner den Anspruch stellt, in Wahrheit aufgelöst werden zu müssen.

Als Harry Potter sein drittes Ausbildungsjahr zum Magier absolviert, erfahren wir aber, wie Zauberei Angst auflöst. Der gefährliche Zauberer Sirius Black ist aus dem Askaban-Gefängnis entkommen. Jetzt sucht er Harry Potter, wahrscheinlich um ihn zu töten: denn schon dessen Eltern soll er getötet haben. Die Zauberlehrlinge lernen unterdessen, sich gegen einen starken Feind zu schützen.

Eine Unterrichtsstunde beginnt daher mit der Frage: „Was ist ein Irrlicht?“ Die kluge Antwort der strebsamen Hermine: „Irrlichter sind Scheinfiguren. Sie nehmen die Gestalt dessen an, was sein Betrachter am meisten fürchtet.“

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siemens_munchen_perlachSiemens ist eine große Firma mit einer beeindruckenden Geschichte. Da gibt es auch eine tolle Seite in Wikipedia. Das Bild hier links ist auch aus Wikipedia, dort unter einer GNU-Lizenz verfügbar.

In einer großen Firma gibt es immer Gerüchte, die sich stabil über viele Jahre halten. Da geht es dann um strategische Partnerschaften oder neue technologische Basen. Ein gutes Beispiel war Unix. Schon kurz nach der Geburt von Unix Ende der 60iger Jahre munkelte man im Unternehmensbereich D, dass es strategische Absicht wäre, mit Unix alle Betriebssysteme, ob BS 1000 oder BS 2000, Kommunikations- oder Prozessrechner, abzulösen. Das Gerücht wurde immer stärker und Anfang der 80iger Jahre ging es dann mit Sinix los.

BS2000 gibt es zwar immer noch (sogar als profitables) Geschäft, aber Unix läuft heute in vielen Rechnern, Systemen und Geräten, und wenn Windows nicht gekommen wäre …

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Gastautor(en)
Montag, der 20. April 2009

Rezension der „Angst“ von „Grün“ durch Michel Friedman

Heute erscheint das Buch Angst von unserem IF-Blog Autor Klaus-Jürgen Grün. Und top-aktuell hier die erste Rezension. Michel Friedman hat für uns vorab das Buch

Angst – Vom Nutzen eines gefürchteten Gefühls

von Klaus-Jürgen Grün, (Aufbau-Verlag Berlin 2009, 314 Seiten, 19,95 Euro) gelesen. Hier seine Anmerkungen zum Buch.

coverangst
Angst vertreibt Vertrauen

Die Krise bestätigt Grüns These: Wenn wir von der Angst beherrscht werden, verlieren wir reale Gefahren aus dem Blick. Und, was viel schlimmer ist, wir lassen es uns Unsummen kosten, um die Angst zu vertreiben. Dabei erzeugen wir Angst vor der Angst und lähmen innovative sowie handelnde Kräfte. Auf der Flucht vor der Angst laufen wir Gefahren in die Arme, an die zuvor keiner gedacht hat.

Das fundiert verfasste Sachbuch des Philosophen und Ausbilders von Managern und Führungskräften ist kein Ratgeber, aber ein aufklärendes Buch. Es ist dem eigenen Anspruch verpflichtet, nicht aus Angst vor Tabubrüchen oder Verletzung der political correctness zurückzuschrecken, sondern auszusprechen, was viele wünschen, in der Verdrängung halten zu können. Aber Angst schwindet nur dann, wenn wir der von ihr ausgelösten Unlust standhalten. mehr »