Roland Dürre
Dienstag, der 30. Juni 2009

UTB #44 – Die ersten beiden Fjorde!

Jetzt haben wir auch schon die ersten beiden Fjorde gesehen und richtig erlebt. Gestern am Montag waren wir in Flåm und heute in Olden.

Flåm liegt am Aurlandsfjord, der ein Teil des 204 km langen und bis zu 1.308 m tiefen Sognefjord ist. flambahnWenn man in Flåm ist, dann muss man mit der Flåm-Bahn fahren. Also haben wir das aus gemacht.

Und es lohnt sich. Es geht durch eine wunderschöne Landschaft 20 km von 0 nach oben auf 863,6 m. Die Bahn hat auch eine abwechslungsreiche Geschichte.

Dann sind wir runter auf die halbe Höhe gelaufen und in Berekvam wieder eingestiegen. Sechs flotte Kilometer schnell bergab, die mir heute einen Muskelkater beschert haben.

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Bernhard Findeiss

Scrum vs. Kanban (1/2)

In der letzten Zeit höre ich öfter etwas über Kanban. Oft auch verbunden mit der Frage „macht ihr noch Scrum, oder seid ihr schon auf Kanban umgestiegen?“.

Teilweise hat man den Eindruck, Kanban sei so etwas wie der „Nachfolger“ zu Scrum.
Dem ist jedoch nicht so. Ganz im Gegenteil. Beide basieren auf denselben Ideen. Ein ausführlicher Vergleich findet sich z.B. hier. Damit Sie dort nicht alles im Detail nachlesen müssen, hier eine kurze Zusammenfassung.

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Roland Dürre
Montag, der 29. Juni 2009

UTB #43 – Auf „MeinSchiff“ vor Norwegen

🙂 Die diskrete Abkürzung in der Überschrift soll Urlaubstagebuch heißen. Weil ich irgendwie doch recht viel Urlaub mache, traue ich mir es aber gar nicht mehr auszuschreiben und schreibe nur noch UTB.

bild06141Heute (am Sonntag, den 28. Juni 2009)  bin ich mit Barbara auf MeinSchiff von Dänemark nach Norwegen unterwegs. So heißt das Schiff wirklich. In Dienst gestellt wurde es 1996 und im Frühsommer von TUI nach gründlicher Überholung als erstes Schiff des neuen Geschäftsfeldes TUI Cruises in Dienst gestellt.

Gestern Abend sind wir pünktlich um 19:00 in Kiel losgefahren. Heute ist Seetag, morgen um 10 Uhr sollen wir in Flam ankommen.

Das Schiff ist wirklich OK. Es ist ein sehr großes Schiff, fast 264 Meter lang, gut 32 Meter breit und verfügt über 13 Decks. Der Tiefgang beträgt 8,3 Meter. Wir verfügen über die enorme Antriebsleistung von 31.500 kW, damit schafft das Schiff 21,5 Knoten. Zurzeit sind wir aber ganz gemütlich mit nur wenig mehr als 10 Knoten entlang der norwegischen Küste unterwegs.

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Roland Dürre
Sonntag, der 28. Juni 2009

Die Überwindung von Zeit und Raum!

bild0537Vor gar nicht langer Zeit habe ich an einer Diskussion teilgenommen. Thema war: Über Sinn und Nutzen von WEB-Seiten für Rundfunk- und Fernsehanstalten?

Da waren auch kompetente und prominente Zweifler dabei. Ein anderer, der für einen amerikanischen Weltkonzern fast immer rund um den Globus auf Achse ist, freute sich:

„Ich höre überall auf der Welt Bayern 3!“

Heute im Stadion“ (Bundesliga-Reportage, Samstag ab 15:00) wird weltweit „live“ gehört. Deutsche Fußball-Fans lauschen den Reportagen aus den Fußballstadien der Bundesliga: Morgens beim Frühstück, Vormittags beim Wäsche waschen, beim Mittag- oder Abendessen oder auch nachts auf der Schicht. Ganz gleich auf welchem Erdteil sie sich gerade befinden. mehr »

Wessen Leben leben Sie eigentlich?
Ihr eigenes oder das von anderen Menschen?
Manche Leute haben kein eigenes Leben.
Deshalb mischen sie sich ständig in das Leben anderer ein.
Es könnte sein, das so einer sich gerade bei Ihnen einmischt.
Das eigene Leben ist schwer zu erkennen.
Weil so viele andere Leben sich einmischen.
Woran Sie erkennen, dass Ihnen Ihr eigenes Leben fremd ist?
Wenn es um Sie herum ruhig ist.
Und genau diese Ruhe Sie unruhig macht.

KJG/SIX

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Sitze am Samstag Vormittag im ICE 882 (München – Hamburg) kurz vor Fulda mit Ziel Kiel, aktuelle Verspätung 40 Minuten wegen Brand auf der Strecke und lese das Informatik-Spektrum. Da finde ich tatsächlich Artikel zu den „neuen“ Themen der IT wie „Social Networks“ und „Cloud-Computing“!

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Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) ist übrigens „die größte Vereinigung von Informatikerinnen und Informatikern im deutschsprachigen Raum. Sie versteht sich als Plattform für Informatikfachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft, Lehre und Öffentlicher Verwaltung und versammelt eine geballte Konzentration an Wissen, Innovation und Visionen“ (O-Ton GI).

Ich hätte mir immer gewünscht, dass die GI sich auch ein wenig als „Lobby“ der Informatiker verstanden hätte. Macht sie aber nicht. Das Informatik-Spektrum ist das „Organ der Gesellschaft für Informatik e.V. und mit ihr assoziierter Organisationen“ und erscheint im Springer Verlag.

Ich lese die neueste Ausgabe: Band 32, Heft 3 im Juni 2009. Der Artikel über Social Networks steht im FORUM auf Seite 267. Bedauerlicherweise konnte ich den besagten Artikel nicht online finden. Zu gerne hätte ich ihn verlinkt. Das Informatik Spektrum ist Online wohl nicht verfügbar. Ganz witzig bei einer Informatiker-Zeitschrift. Wie sagt man: „Die Schuster haben die schlechtesten Schuhe“. Aber vielleicht war ich auch nur zu ungeschickt.

Zum Artikel selber: mehr »

Als Blogger hat man es wirklich gut. Man lernt im Internet immer wieder sehr sympathische Menschen kennen, wird laufend mit interessanten News versorgt, bekommt interessante Bücher zu geschickt usw. Ab und zu gibt es mal einen bösen Kommentar, aber meistens ermutigen die Rückmeldungen durchaus zum weitermachen.

bild0589Jetzt habe ich sogar eine Tasche geschenkt bekommen! Freches Design, schönes Logo und vor allem sehr praktisch. Ist sogar eine echte Crumpler – wohl die „In-Marke“ aus Australien (wie mir junge Mitarbeiter gesagt haben).

Geschenkt hat mir die Tasche der Andreas Bruckschlögl. Der wurde 2001 gemeinsam mit Martha Bruckschlögl Teilhaber eines kleinen Lederwaren-Ladengeschäftes in einer kleinen Stadt in Bayern. Zuerst haben sie mal die Produkte von Eastpak eingegliedert, um die Umsätze zu verbessern.

Angeregt durch den Ebay-Boom kamen sie dann auf die Idee, ihre Waren auch übers Internet zu verkaufen. Der Erfolg war verblüffend! So wurde dann nach und nach der eigene Online-Shop Rucksack-Center.de aufgebaut. Mittlerweile ist das Unternehmen darauf spezialisiert, Rucksäcke und Taschen aller Art über das Internet zu verkaufen.

Und aus dem kleinen Ladengeschäft ist ein gut laufendes selbständiges Unternehmen mit zufriedenen Kunden geworden.

🙂 Und dass man Bloggern einen Rucksack schenkt, finde ich auch eine sehr gute Marketingidee.

Ich freue mich aber nicht nur über den Rucksack, sondern besonders weil ich wieder ich ein schönes Beispiel für ein Unternehmen gefunden habe, dass ganz ohne die überragende Geschäftsidee, ohne Gründungssubventionen und wahrscheinlich auch ohne den großen Businessplan erfolgreich aufgebaut und entwickelt wurde.

RMD

bodenheimer„Warum?…“ kommt unscheinbar daher. Im leicht vergilbten Mantel der Reclam Hefte steht es neben „Wilhelm Tell“ und den Cäsar Kladden, die uns, unter dem Tisch, damals durch das kleine Latinum gebracht haben.

Die Franzosen sagen: „Die Kleidung macht nicht den Mönch.“ Die bescheidene Aufmachung umhüllt ein gigantisches Projekt, Bodenheimer hinterfragt das Fragen, in 38 Kapiteln auf 295 Seiten.

Es wird von allen Seiten gründlich observiert, seziert, katalogisiert, sortiert und  schliesslich entlarvt. Fragen kommen mit dem schmeichelnden Lächeln der Offenheit und führen uns, mit der Eisenfaust im Samthandschuh, in die dunklen Gefilde dessen das wir verbergen. Fragen reproduzieren sich selbst, keine Antwort erlaubt ein Ausbrechen aus dem Teufelskreis…  von immer mehr Fragen.

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Am 20. Juni 2009 hatten Bernhard Findeiss und ich das Vergnügen einen Vortrag zum Thema Streitkultur und Retrospektive in Scrum auf der InterPM 2009 zu halten.

Die Konferenz (und damit unser Vortrag) bot gleich in mehreren Aspekten Neuland für uns:

  • Das Publikum der InterPM ist im positiven Sinne recht bunt. Es finden sich Projektmanagement-affine Besucher aus den verschiedensten Fachrichtungen. Mit Sozialwissenschaftlern, Betriebswirtschaftlern, Medizinern, Ingenieuren, Naturwissenschaftlern, Psychologen, Wirtschaftsinformatikern und Informatikern war eine recht vielschichtige Auswahl von Fachrichtungen da.
    Das heißt, wir mussten uns aus dem gewohnten (geliebten?) technischen Kreisen raus bewegen.
  • Um mal die allzu ausgetretenen Pfade der Powerpoint-Präsentationen zu verlassen, haben wir dafür mal eine neue Form ausprobiert.
  • Wir mussten nach Hessen 😉

Um viele Eindrücke kurz zu fassen – ich war recht begeistert, der teilweise durchaus kritische Diskurs der Themen war sehr angeregt, unser Vortrag lief recht gut, die Präsentation hat (nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Beamer) gut funktioniert und Hessen ist auch OK.

Wer Interesse hat, kann sich gerne unsere Präsentation bei Prezi ansehen. Zu der Konferenz gibt es auch einen Tagungsband mit recht lesbaren Beiträgen der Teilnehmer. Unser Beitrag zum Tagungsband steht natürlich auch im  Downloadbereich zur Verfügung. (Tagungsbeitrag InterPM 2009: Retrospektiven und Streitkultur (2737))

Ab und zu muss man der Bildzeitung richtig dankbar sein. Als erste bringt sie ein Thema ins Gespräch, dass doch schon seit Wochen klar ist: die kommende Mehrwertsteuererhöhung. Sie schreibt:

Wie BILD aus Parteikreisen erfuhr, ist eine Erhöhung des niedrigen Steuersatzes von derzeit sieben Prozent auf 19 Prozent im Gespräch. Dieser Satz gilt derzeit unter anderem für Lebensmittel und Schnittblumen. Nach Berechnungen aus der Fraktion könnte diese Anhebung rund 14 Milliarden Euro zusätzliche Einnahmen für die Staatskasse bringen.

Der Spiegel sieht es ähnlich. Die Welt dagegen bahnt schon den Weg zu 25 %. Das dürfte der zukünftige EU-Standard werden.

Und in der Tat ist die Mehrwertsteuererhöhung doch die letzte Reserve, die wir haben. Gerade beim niedrigen Steuersatz z.B. für Nahrungsmittel liegen wir ja wirklich EU-weit sehr günstig. Und kaufmännisch gibt es ja gar keinen anderen Ausweg als die Erhöhung der Mehrwertsteuer.

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