Klaus Küster
Sonntag, der 31. Januar 2010

Sein Wille geschehe.

Loyd Blankfein, der CEO von Goldman Sachs, hat verlauten lassen,
er sei nur „ein Banker der das Werk Gottes“ verrichtet.

Wie sieht das aus?

Goldmann Sachs meldet 28 Milliarden Dollar Gewinn,
davon gehen 16 Milliarden in Form von Boni an die Kollegen.

12 Milliarden an die Share Holder.
Und 2 Millionen an die Erdbeben-Opfer in Haiti.

Wer das zynisch findet: bitte nochmal überlegen.
Es war Gottes Wille, dass Lloyd Blankfein Milliarden verdient.

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001_b1_05_09Diesmal geht es im brand eins um „Die Marke„. Und natürlich um „Werben„. Und letzten Endes um „Verkaufen„.

Ich gebe zu, das sind drei Themen, die mich brennend interessieren – und an denen ich oftmals verzweifle. Also genau das richtige Heft für mich.

Da ich die letzte Woche unterwegs war, bekam ich es erst Freitag Abend zu sehen. Nach dem Theaterbesuch (Von morgens bis mitternachts von Georg Kaiser) kam ich dann am späten Freitag noch ein wenig zum reinschmökern.

Irgendwie hat die Nachtlektüre das Theaterstück ergänzt. Beide (brand eins und das Theaterstück) haben mich nachdenklich gemacht, nachdenklich im Sinne von „Nach denken“. Passt auch zum Kernsatz des Stückes: Geld verschlechtert den Wert.

Loben brauche ich brand eins nicht mehr, die IF-Blog-Leser wissen schon, dass ich immer wieder von brand eins begeistert bin. Deswegen hier nur ein paar Schmankerl:

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Bernhard Findeiss
Samstag, der 30. Januar 2010

Warum Scrum? Gründe für das Management (1/2)

In der Vergangenheit habe ich oft über die Vorteile von Scrum aus Sicht des Teams geschrieben. Aber das ist sozusagen nur die halbe Wahrheit. Ein anderer, wichtiger, Aspekt wird nämlich oftmals übersehen:

Auch für das Management hat Scrum einige handfeste Vorteile!

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Habe ich gerade in Twitter gefunden:

BillBillGates Great meeting w German Chancellor Angela Merkel. Again encouraged by what a stong and enlightened leader she is on intl development.
8:05 PM Jan 27th from Twikini

Originalkopie inklusive der Schreibfehler. Ob das der echte Bill Gates ist!?

BillBuchIch denke schon. Das Buch links von Bill Gates habe ich gelesen (allerdings nicht ganz). Bei Amazon kann man es für 0,01 Cent kaufen. Ich kann nur vermuten, warum es so billig ist. Einfach mal selbst lesen. Die ersten 50 Seiten dürften genügen.

Immerhin hat der Autor eine sehr positive Meinung zu unserer Kanzlerin. Offensichtlich haben sie sich in Davos getroffen und getwittert. Den Tweet von Frau Merkel habe ich nicht gefunden.

Weiß auch nicht, ob sie twittert.

Aber auch etwas Positives: Die Stiftung von Bill Gates stiftet mehrere Milliarden USD zum Zwecke der Impfung von Kindern in Afrika. Steht heute in der Süddeutschen. Finde ich toll.

RMD

P.S.
Es ist der echte – verifizierter Account.

Meadows AugeDie Köpfe von Dennis und Donella Meadows stecken hinter der Veröffentlichung des Club of Rome „Grenzen des Wachstums“ 1972. Vom Ressourcenverbrauch pro Kopf ausgehend und dem bekannten Volumen der Ressourcen errechnet sich für jede Komponente eine Erschöpfung der Lager.

In der Zeit seither trat das „Meadows Paradox“ ein: Die neu explorierten Ressourcen ergänzten die vorhandenen Läger so dass sich die prognostizierte Abnahme der Ressourcen nicht einstellte.

Wie stellt sich die Situation 2010 dar? Kann man auf das Meadows Paradox vertrauen?

CO2 Szenarium 1984
Das Bild zeigt ein eigenes Rechenergebnis, das die Umsetzung der Daten zum CO2 Kreislauf aus dem Scientific American darstellt. Es ist rückwärts validiert bis 1950, hier interessieren die Modellannahmen für die Zukunft von 1984.

Zuerst eine interessante Feststellung: Die Vorwärtsrechnung überschätzte die Entwicklung der CO2 Konzentration. Was könnte geschehen sein?

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Zum Wochenende wieder etwas besonderes: Ein Politik-Wirtschafts-Märchen! Erzählt hat mir diese Geschichte ein Kenner des Beleuchtungsmarkts, ich habe sie dann in Märchenform gebracht. Der Urheber meint allerdings, dass dies kein Märchen sei, sondern wirklich so passiert wäre. Let’s go!

Es gab einmal eine Königin. Die hatte ein mächtiges Königreich in einem reichen Kontinent. Wie ihre Untertanen wollte sie immer Europa- und Weltmeister werden. Die Chancen für sie waren gut, denn während ihrer Regentschaft gelang dies bei dem einzigen Thema, das ihre Untertanen wirklich interessierte, nur den Frauen (Stichwort Prinzessin).

Die Königin verteilte das Geld ihrer Untertanen immer sehr großzügig und wurde deshalb von den anderen Königen des Kontinents, den Mächtigen der Welt und der großen Lobby des Wirtschaftsadels gerne gesehen.

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TauscheTauschen und Täuschen liegen so nah beieinander, wie die beiden Punkte auf dem a. Es sind siamesische Zwillinge, sich gegenseitig bedingend, auf Gedeih und Verderb miteinander verbunden.

Gesellschaften sind Überlebensgemeinschaften, ihr konstituierendes Element ist der Tausch, bei dem der Stärkere handfeste Leistungen einbringt, der Schwächere immerhin Lob, Anerkennung und Unterordnung. Im Kielwasser des Tausches kommen dann Kalkül und Täuschungsmanöver…

Soziale Gebilde funktionieren unter personellen Aspekten (Schutz und Hilfe werden getauscht gegen Unterwerfung und Abhängigkeit z.B. Klientelbindung im antiken Rom), unter normativen Aspekten (Erfüllung von Normen, Anerkennung von Werten werden getauscht gegen Geborgenheit im diesseits und jenseits z.B. Theokratie) und schliesslich nutzenorientierten Aspekten (der Nutzen der Gesamtheit ist die Addition der individuellen Nutzenmaximierungen z.B. Kapitalismus).

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Ein Freund von mir ist Ingenieur. Und Physiker. Er ist sehr gescheit und rechnet immer präzise die Dinge nach. Ich bewundere ihn. Als Mathematiker kann ich ihm nicht unbedingt immer folgen, bin aber überzeugt, dass er gut und richtig rechnet.

Vor kurzem hat er mich geärgert. Er hat  mir vorgerechnet, dass man nicht einmal ein Schnapsglas Benzin brauchen würde, um einen großen BMW von Null auf 150 km/h zu beschleunigen. Das wäre doch gar nichts.

Jetzt hat er aber mal eine ganz andere Rechnung aufgemacht. Und hat zusammengezählt, wie viel Energie seine Familie verbraucht. Sie sind zu viert, die Eltern und 2 schon größere Kinder. Zwar mit 3 Autos, aber sonst ganz vernünftig. Da kam er dann auf 0,1 Gigawatt(stunden) im Jahr. Er war selbst überrascht.

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Roland Dürre
Donnerstag, der 28. Januar 2010

„Ab nach Zürich!“ oder „Die Fahrt mit der Eisenbahn“

SchiGondelBahnNach drei wunderschönen Schitagen mit Barbara an der Kanzelwand (Riezlern, Kleinwalsertal) stehen wir heute früh um 7:00 in Riezlern auf. Wie vom Wetterbericht und unserem Wirt angekündigt, hat es geschneit. Der Renault hat eine weiße Haube, zirka 10 cm Neuschnee. Wir frühstücken in Ruhe, dann bringt mich die Barbara zum Bahnhof in Oberstdorf. Denn ich will nach Zürich zum RISE-Treffen.

Mit dem ALX 39555 möchte ich von Oberstdorf um 8:05 nach Immenstadt fahren. Eine ganz kurze Strecke – Fahrzeit 30 Minuten. Die Anzeige sagt: Zug fällt aus. Also fahren wir  – ganz gemütlich, ohne Behinderung, ein wenig Schnee auf der Straße nach Immenstadt.

Dort will ich um 8:43 den ALX 38702 nach Lindau nehmen. Auch eine kurze Strecke – Fahrzeit 55 Minuten. Die Anzeige sagt, Zug zirka 60 Minuten später.
Also fahren wir mit dem Auto nach Lindau. Auch kein Problem. Ein kleiner Pass, zwar nicht geräumt, aber man kommt gut durch. So richtig viel Schnee ist nirgends zu sehen.

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Heute beginnt die Afghanistan–Konferenz.
Es geht um eine neue Strategie.
Es gibt aber nichts Neues.
Alles, was im Vorfeld diskutiert wurde,
war schon da,
wurde schon ausprobiert,
war beschlossen,
wurde aber nicht umgesetzt.
Der Krieg ist nicht mehr zu gewinnen.
Jetzt geht es nur noch um eins.
Möglichst schnell abzuhauen.
Und dafür einen schönen Namen zu finden.
Kriegsverkaufsförderung für die
murrenden Bürger zuhause.
Selbstverantwortungsübergabemandat.
Terrorvermeidungsendeinsatz.
Demokratisierungsschlussinitiative.
Das zündet alles noch nicht bei Ihnen?
Dann machen Sie doch selbst einen Vorschlag.
Schließlich sollen Sie ja daran glauben.

KJG/SIX

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