Chris Wood
Freitag, der 30. April 2010

Wie wir unsere Welt zerstören

Während der letzten zehntausend Jahre war die Erde geprägt durch recht schöne, stabile Klimaverhältnisse, die es der menschlichen Spezies ermöglichten, sich von einer Million auf 7000 Millionen zu vermehren. Man nennt diesen Zeitabschnitt der Erdgeschichte das Alluvium. Jetzt gehen wir über in das Anthropozän, welches dank uns Menschen wohl nicht ganz so bequem werden dürfte.

In der Ausgabe des „New scientist“ von 27.02.2010 steht der Bericht von einer Konferenz mit 28 Umweltexperten, die sich darüber berieten, wie nah wir schon daran sind, alles komplett zu ruinieren. Neben dem Klima haben sie noch acht weitere Aspekte unter die Lupe genommen.

Im Folgenden fasse ich ihre provisorischen Schlussfolgerungen kurz zusammen und gebe ein paar eigene Kommentare dazu ab. Am Anfang steht der einzig positive Aspekt und am Schluss kommt der, wo es am schlimmsten brennt.

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Edwin Ederle
Donnerstag, der 29. April 2010

Autofahren 3

Um den Blog hier ausgewogen zu halten 😉 hier mein Bekenntnis zum Autofahren:

Ich hatte letzten Mittwoch um 12:00 einen wichtigen Geschäftstermin in Stuttgart. Obwohl ich Zugfahren gar nicht mag (weil mich Verspätungen stören, weil ich Serviceorientierung bei der Bahn vermisse, weil der Zug entweder überfüllt ist oder die Leute um mich nerven,…) dachte ich an Rolands Plädoyer für den Zug und ging auf Bahn.de:

Wenn ich um 9:08 in München losfahre, bin ich um 11:47 in Stuttgart; mein Kunde ist 10 Minuten vom Bahnhof – könnte also passen – wenn der Zug keine Verspätung hat! Kann ich mich darauf verlassen? Da der Termin wichtig war, hätte ich also um 8:09 fahren müssen und wäre dann wahrscheinlich 60 Minuten in Stuttgart herumgestanden.

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Roland Dürre

Perpetuum Mobile ♫

Wenn ich das mit den Schuldenlöchern, die durch immer neue Schulden gestopft werden sollen, so lese und höre, dann erinnere ich mich an den Drachen, bei dem für jeden abgeschlagenen Kopf zwei neue Köpfe nachwuchsen.

Auch Baron Münchhausen fällt mir ein. Der hat erzählt, wie er in tiefen Problemen steckend sich einfach selber am Schopf packte und sich an diesem mitsamt seinem Pferd aus dem Sumpf zog. Baron Münchhausen wurde allerdings der Lügenbaron genannt.

Mich wundert auch, dass unsere Kanzlerin Physik studiert und in diesem Fach ja promoviert haben soll. Und jetzt versucht sie ein Perpetuum Mobile der Schulden zu bauen. Dabei sollte sie doch wissen, das so etwas nicht geht.

Dafür erzählt sie Geschichten, die Münchhausen zur Ehre reichen würden. Wir aber rasen gemeinsam in einen Abgrund der Schulden und trauen uns nicht zu bremsen, weil wir Angst haben, dass es uns dabei heftig durchschütteln würde.

Irgendwie kann das alles nicht wahr sein. Jetzt hoffe ich, dass ich das alles nur träume. Könnte mich mal jemand zwicken?

RMD

Dem Wolfgang Ambros ging es mal so wie mir, da hat er ein Lied geschrieben …

Zwickts Me

Hier meine Tweets der letzten Woche zum Thema

Bloggen und Twitter, Weisheiten und Regeln:

100422 Ein kluger Kopf, der nicht twittert oder blogt ist nahezu fürchterlich. #Twitter #Bloggen #Weisheit

100423 Auch beim Kaffee holen fallen einem gute Tweets und Posts ein. #Twitter #Bloggen #Weisheit

100424 Bloggen und Twitterer – die Demokraten der neuen Zeit? #Twitter #Bloggen #Weisheit

100425 Um Mitternacht stellt sich die Frage: Twittern und Bloggen auch die Vampire? #Twitter #Bloggen #Weisheit

100426 Auch beimTwittern und Bloggen trennt sich die Spreu vom Weizen recht schnell. #Twitter #Bloggen #Weisheit

100427 Auch beim Twittern und Bloggen stirbt die Hoffnung zuletzt. #Twitter #Bloggen #Weisheit

100428 Nimm beim Twittern und Bloggen keine Rücksicht auf systemische oder sachliche Zwänge. #Twitter #Bloggen #Regel

Jeden Tag kommt ein neuer Tweet dazu. Siehe unter Twitter und “follow” RolandDuerre!

Viel Spaß beim Folgen!

RMD

Markus Seidt
Mittwoch, der 28. April 2010

Notizen aus Vietnam #10 – Gute Nachrichten

… und dies gleich dreifach. Zu allererst und am allerwichtigsten: Francis Van Hoi geht es wieder besser. Er war mehrere Wochen richtig krank, zu schwach auch, um per Email von sich hören zu lassen.

Nun ist er wieder unterwegs – und wir sind sehr erleichtert. Hier sein erstes Lebenszeichen:

Ich bin in Thai Binh mit Frau Hargens aus der Schweiz unterwegs, ich werde einen Bericht schicken. Ich bin noch nicht ganz gesund, habe noch Husten, ich lebe zurzeit ziemlich ungesund, Essen und Schlafen unregelmäßig, in Nord Vietnam essen die leute nicht mehr viel Gemüse wie früher und sehr salzig, Trinkwasser ist sehr teuer, fast wie in München und es gibt kein Leberkäse…

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Roland Dürre

Ehe-Entscheidung

Folgender „inoffizieller Kommentar“ zu meinem Artikel Mut hat mich von einer anonym bleiben wollenden Leserin erreicht:

Deinen Artikel zu „Mut“ fand ich insofern sehr interessant, als ich mich frage, was dann mit den Leuten ist, die nur aus dem Grund jahrzehntelang verheiratet bleiben, weil sie sich zu einer einmal getroffenen Entscheidung „bekennen“. Ich kenne ziemlich viele solche Ehen.

Meine Antwort ist:

Bei den Ehen gibt es (wieder modellhaft und scherenschnittartig vereinfacht) zwei Möglichkeiten:

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Roland Dürre
Dienstag, der 27. April 2010

Öl

Jetzt ist es passiert. Eine Ölbohrinsel ist im Golf von Mexiko nach einer Explosion gesunken. So ein typisches Unglück, wie es theoretisch ja gar nicht passieren durfte. Und statistisch mal wieder passieren musste.

Trotzdem gibt man die letzten Regionen dieses Planeten mit vermuteten Ölreserven zur Exploration frei. Ohne Rücksicht auf Risiko und Kosten. Kaufmännisch wird es sich ja wahrscheinlich lohnen.

Dies machen wir, obwohl wir alle wissen, dass wir damit das Ende des Erdölzeitalters nur ein wenig hinausschieben, dafür aber noch mehr schädliche Gase in die Atmosphäre pumpen werden.

Das tut weh.

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Roland Dürre
Montag, der 26. April 2010

Maut

Zurzeit ist ja wieder mal die Autobahn- oder Straßenmaut auch für den PKW im Gespräch. Den Mautgedanken finde ich insofern richtig, denn es macht Sinn, die Kosten für die Infrastruktur und den Verbrauch von Umwelt abhängig vom Ausmaß der Nutzung zu bezahlen.

Natürlich wäre es billiger und einfacher, indem man zum Beispiel einfach die Kraftstoffsteuer erhöht anstelle des komplizierten und Daten sammelnden Mautsystems. Das wäre auch noch ein wenig gerechter, denn ein SUV oder eine Luxuslimousine sollten mehr kosten als ein Kleinwagen.

Als Gegenargument gegen die Erhöhung der Kraftstoffsteuer kommt oft, dass ausländische Kraftfahrer dann die Kosten nicht mittragen müssten.

Dies sehe ich nicht so. Es wäre eine nette Geste an unsere Gäste. Wir würden unser Image positiv aufwerten und so den Industriestandort Deutschland stärken. Und die Mehrheit der Ausländer tankt  ja sowieso auch in Deutschland.

In diesem Artikel geht es aber nicht um die Straßenmaut sondern um die Biselmaut (peeing fee). Die wird gerade bzw. ist in Deutschland schon großflächig eingeführt worden. Gegen diese Maut wehre ich mich in diesem Artikel!

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Ein behördliche Papier hat vorgeschlagen das der Papst, bei seinen kommenden besuch in England, ein Abtreibungsklinik öffnen, oder ein homosexuelles Paar heiraten soll. Nachdem das Papier in eine Zeitung erschienen ist, hat man den Schreiber versetzt und eine Entschuldigung an den Vatikan ausgesprochen. Ich bin schockiert! Wo ist die große Englische Humortradition, mit seinen Respektlosigkeit für Prominenten (Charlie Chaplin: „The Great Dictator“), für die Kirche (Monty Python: „A Life of Brian“), und für fast alles (Sache Baron Cohen: „Borat“) geblieben? Henry VIII muss in seinem Grab drehen!

Der Vorschlag dass man den Papst festnehmen soll ist aber nicht korrekt. Vielleicht ist sein Einfluss in die Welt genau so schlimm gewesen wie die von Pinochet, (der in England festgenommen würde), aber als aktueller Vatikan-Staatschef ist er laut Gesetz nicht strafbar.

cw

Roland Dürre
Sonntag, der 25. April 2010

Autofahren 2

Ein Freund besucht mich regelmäßig. Er wohnt fast 300 km weit weg und kommt immer ganz alleine mit dem Auto zu mir. Gleich nach unserem Treffen fährt er sofort wieder heim.

Beim Ankommen klagt er regelmäßig zuerst mal über die lange Fahrt, den Ärger auf der Straße, das Fehlverhalten und Unvermögen anderer Autofahrer, durch einen Unfall bedingte Staus, schlechtem Wetter oder Glatteis. Und über die viele Zeit, die ihm diese Fahrerei kosten würde. Man muss wissen, mein Freund ist sehr erfolgreich, hat immer viel zu tun und ist immer unter Dampf.

Er könnte auch mit dem Zug fahren. Die Verbindung von seinem Wohnort zu mir ist gut und dauert kaum länger als die Autofahrt. Im Zug könnte er die Zeit zum Arbeiten oder Erholen nutzen. Billiger wäre die Fahrt auch noch.

Mein Freund fährt trotzdem Auto. Da ist er flexibler, auch sonst wäre das irgendwie einfacher. Im Auto könne er rauchen (eigentlich will er am liebsten das Rauchen aufgeben). Und Züge hätten immer Verspätung.

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