Roland Dürre
Montag, der 31. Mai 2010

UTB #64: Auf geht’s – Von Orvieto nach Bozen

Heute Abend geht es los – 21:03 – Hbf München – Nachtzug nach Rom!

Eigentlich wollten wir in der zweiten Pfingstferienwoche durch die Schweiz radeln. Aber wegen dem sinkenden €-Kurs und einer schlechten Wettervorhersage haben wir letzte Woche umgeplant.

Bella Italia ist das neue Ziel. Pasta und Trüffel.

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Roland Dürre

Otto Normalverbraucher

FDP-Fraktionschefin Birgit Homburger hat gestern übrigens gesagt, dass man über eine Erhöhung bei der einen oder anderen reduzierten Mehrwertsteuer nachdenken könne. Aber auf keinen Fall gäbe es höhere steuerliche Belastungen für Otto Normalverbraucher.

Ich habe recherchiert, und was kommt raus:

Otto Normalverbraucher existiert gar nicht!

Daraus schließe ich, dass man die Steuern jetzt ohne große Bedenken erhöhen kann und wird.

RMD

Roland Dürre

Wirtschaftskrieg

Gerade lese ich, dass Horst Köhler zurückgetreten ist. Diesen Post hatte ich gestern schon vorbereitet und wollte ihn nochmal überarbeiten. Aus aktuellem Anlass veröffentliche ich ihn jetzt unverändert.

Unser Bundespräsident, Horst Köhler hat in der letzten Maiwoche kurz vor seinem Abflug aus Afghanistan ein Interview gegeben. Da hat er Stellung genommen zum Einsatz der Bundeswehr im Ausland.

Und gesagt, dass Auslandseinsätze der Bundeswehr notwendig wären, da

für ein Land unserer Größe mit dieser Aussenhandelsorientierung auch militärische Einsätze für freie Handelswege notwendig seien …

und auch um

regionale Instabilität zu verhindern, die negativ auf unsere Chancen zurückschlagen, um dadurch Handel Arbeitsplätze und Einkommen zu sichern

Jetzt wird er von Opposition und Medien deswegen kritisiert. Und die Regierung hat behauptet, dass er vom Einsatz der Bundeswehr vor Somalia gesprochen hat, obwohl er zweifelsfrei zu Afghanistan befragt wurde.

Ich glaube, dass Horst Köhler einen Anfall von Zivilcourage hatte und einfach die Wahrheit gesagt hat.

Und die ist wohl, dass der militärische Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan natürlich nur vordergründig dazu dient, humanistische Ideale und Menschen- bzw. Frauenrechte zu verteidigen (das wird in diesem Land eh zumindest in diesem Jahrhundert nicht möglich sein) oder den Terrorismus auszurotten (Auch das ist so wie es gemacht wird, garantiert nicht erfolgreich, es wird eher das Gegenteil bewirkt).

Afghanistan dürfte nur ein Schauplatz von vielen in einem hochkomplexen Wirtschaftskrieg sein, mit dem der privilegierte Teil dieser Welt mir einer sehr eigenartigen Aufgabenteilung versucht, mit allen Mitteln seine Vormachtstellung zu bewahren.

Mein Kommentar: Da sagt er einmal die Wahrheit – und wird er so angegriffen, dass er zurücktritt …

RMD

Der Mensch schafft sich keine Probleme,
die er nicht auch lösen kann, sagt Marx.
Und Friedrich Hölderlin meint, wo Gefahr ist,
wächst auch das Rettende.
Die Rettung für die Raucher findet
am heutigen Tag jedes Jahr statt.
Am Weltnichtrauchertag.
Wir freuen uns jetzt auf:
Den Überbevölkerungsverhinderungstag.
Den Religiösenfanatikerbleibaustag.
Den Insteuernundabgabenerstickenverhinderungstag.
Und hoffen dabei stark,
dass Marx und Hölderlin recht hatten.

KJG/SIX

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Roland Dürre
Sonntag, der 30. Mai 2010

Requirement Engineering (Videos sind jetzt hochgeladen)

Nur zur Info – die Videos Terminologie und Erfahrungen meines Vortrags

Eine interdisziplinäre Retrospektive von RE

sind jetzt auch in Youtube verfügbar (Teil 3 Interdisziplinarität habe ich ja schon vor 2 Wochen hoch geladen).

Hier Teil 2:

Terminologie

und Teil 1

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Roland Dürre

Öl

Warum sind wir über die Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko so entsetzt?

Weil wir die Schäden sehen können!

Es passiert aber genauso Schlimmes, das wir nicht sehen können (und wollen). Auch viel näher bei uns.

Ein Beispiel zitiere ich aus der Welt (Wissenschaftsteil):

Die englische Ölfirma Mobil North Sea Limited suchte in der Nordsee 1990 nach Öl und bohrte dabei eine unter starkem Überdruck stehende Gasblase an.“ Der Druck der Blase entlud sich am 21. November 1990. Da das Bohrloch trotz mehrerer Versuche nicht verschlossen werden konnte, ist es seit 16 (heute 20) Jahren offen. Auf den internationalen Seekarten ist es als Gefahrenstelle eingezeichnet.

Die Unfallstelle liegt übrigens auf einem Drittel des Weges zwischen Schottland und Dänemark.

Diesen Artikel in der Welt sollte man unbedingt lesen. Dann erfährt man, dass

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Eigentlich muss die Überschrift heißen:

Entscheiden Sie. Jetzt!

🙁 Aber ich bekomme bei wordpress die rote Farbe nicht in die Überschrift.

Das Junimagazin hat auch wieder einen

Schwerpunkt: Auf Sicht

Und wieder reizt mich beides – Entscheiden und auf Sicht.
Entscheiden ist zurzeit das Lieblingsthema meiner Vorträge.

Verstehe ich doch immer besser, dass eine Entscheidung nur eine Entscheidung ist, wenn man a) die Freiheit hat, zu entscheiden, b) die Folge der Entscheidung wesentlich ist und sie in der Zukunft liegt und c) die Entscheidung unter einem absoluten Maß an Unsicherheit erfolgt.

Das macht es natürlich schwer. Und seitdem hüte ich mich zu sagen, dass ich ein guter Entscheider bin.

Aber nur so auf Sicht fahren – oder gar auf Sicht denken, das will ich deswegen noch lange nicht.

Aber zurück zum Magazin: Dieses brand eins bringt mir wieder viel Stoff zum Lesen mit. Gut das ich am Montag Abend in den Urlaub fahre.

Bei der ersten, schnellen Durchsicht des Hefts sind mir drei Artikel aufgefallen:

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Roland Dürre
Samstag, der 29. Mai 2010

Selbstbetrachtungen

Diese Texte von Mark Aurel habe ich heute am Samstag Morgen in Bayern 2 im „Bayerischen Feuilleton“ gehört. Sie waren – wundervoll gelesen von Martin Hofer – der rote Faden in einer Reportage zu Bayerisch-italienischen Ansichten. Die Texte haben mir aus dem Herzen gesprochen. So habe ich sie mitgeschrieben und veröffentliche sie in der Reihenfolge, wie sie in der Sendung geordnet waren, hier in IF-Blog:

Objektivität, die eine Wahrheit, gibt es nicht. Alles ist subjektiv. Alles ist Anschauungssache. Aber wahrnehmen sollte man alles was es gibt. Man kann nicht sagen, ich will jetzt nur das, was grün ist, dann wäre man ein Fall für den Augenarzt. Auch für alles was man hören und riechen kann, müssen wir empfänglich sein. Wir sollten auf alles, was es gibt, gefasst sein.

Vergiss nicht, Dir bei Delikatessen und ähnlichen Speisen vorzustellen, dass dies die Leiche eines Fisches, jenes die Leiche eines Vogels oder eines Schweines ist. Und dass der Falerme der Saft einer Traube ist. Schau Dir alles, was Du wahrnimmst genau an. Wie ist es, warum ist es so? Was verfolgt es für einen Zweck? Stell Dir diese Fragen auch, wenn Du es mit Menschen zu tun hast.

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Peter Watson gehört zu der exklusiven Kategorie von Autoren, die vor waghalsigen Projekten weder zurückschrecken, noch an ihnen scheitern:

„Dieses Buch hat zum Ziel, all diejenigen Ideen und Erfindungen zu identifizieren und darzustellen, welche eine Langzeitwirkung auf unser Leben und Denken hatten und haben.“

Auf fast 1.200 Seiten bietet der Autor eine Alternative zur konventionellen Geschichtsschreibung, Kaiser, Könige, Dynastien, Feldzüge, Friedensverträge und Eroberungen werden übergangen. Im Mittelpunkt stehen Ideen als treibende Kräfte unserer Historie: Standardisierte Proportionen des steinernen Faustkeils, die beweisen, dass der Frühmensch schon eine Idee davon hatte, was ein Faustkeil überhaupt sein sollte, die Erfindung des Schreibens, der Sprache; Religionen, Reformation, Kapitalismus, Humanismus, Nationalismus, Imperialismus, Naturwissenschaften und Philosophie…

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Willi Streit
Freitag, der 28. Mai 2010

Tief bewegt

Als unsere Vorfahren sich langsam häuslich oder besser höhl-lich einrichteten, konnten sie ihre Ausstattung an Fähigkeiten und Fertigkeiten nicht Schlag auf Schlag ausbauen. Wenn man die letzten 10-tausend Jahre menschlicher Entwicklung fair betrachtet, haben sich die Homines sapienses (wissend, echt witzig, welche Begriffe Wissenschaftler so erfinden) nahezu gar nicht verändert. Weniger Zähne, weil wir nur noch selten rohes Fleisch essen, sind schon fast das Einzige. Selbst optisch tat sich wenig. Wir sind und bleiben es noch lange, dasselbe Bewegungstier, das durch die Wälder und Steppen zog. Und deshalb treibt uns nur an, was uns tief bewegt.

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