In den Siebzigern und Achtzigern  des vergangenen Jahrhunderts erschien bei Ullstein die sehr erfolgreiche Serie „Alfred Hitchcocks Kriminalmagazin“. Etwa 150 Seiten lange Taschenbücher mit Krimi-Kurzgeschichten unterschiedlicher Autoren aus dem angelsächsischen Raum, von Sir Alfred angeblich persönlich ausgewählt.

Ferdinand von Schirach, von Hause aus Strafverteidiger,  präsentiert auf 206 Seiten 11 Geschichten. Auf Grund des Verschwiegenheitsgebotes für Anwälte handelt es sich wohl kaum um präzise Fälle aus seiner Praxis, man darf jedoch davon ausgehen, dass seine Krimi-Short-Stories hochgradig von der Realität inspiriert wurden und letztere stellt sich als haarsträubender heraus als selbst die einfallsreichste Fiktion.

Mit scharfem Blick, glasklarer, knapper, lakonischer, einfacher, intensiver Sprache schildert der Autor, aus betont neutraler, fast gleichgültiger Position, wie meist ordinäre Lebensumstände und Ereignisse Menschen unwiderruflich ins Verbrechen führen. Von Schirach jagt den Leser durch ein Kaleidoskop der Gefühle. Eiskalte Schauer unter der Haut  wechseln mit amüsiertem Lächeln und zum Schluss geht es, in einer wunderschönen Geschichte, auch auf die Tränendrüsen.

Trotz der Tragik seiner Charaktere verfällt von Schirach niemals in Pathos, beschreibt Fakten und überlässt Ausflüge ins Innenleben seiner Personen der Phantasie des Lesers.

„Verbrechen“ ist eine literarische Performance der Sonderklasse.

Unbedingt lesen!!!

HPK

Roland Dürre
Freitag, der 29. April 2011

UTB Sardinien 10 – Civitavecchio nach Riemerling

Heimreise – 2. Teil (Donnerstag auf Freitag 28./29. März)

In Civitavecchio mussten wir uns erst mal ein wenig vom nicht so guten Gefühl der Fähre erholen. Außerdem hatten wir tierisch Hunger, denn auf der Clodia gab es für uns nur „italienisches Frühstück“, sprich eine Tasse Kaffee.

Also vom Hafen ganz schnell zum Bahnhof geradelt, den Fahrplan studiert und einen passenden Zug herausgesucht. Gefunden haben wir einen mit Fahrradmitnahme um 14:41. Dann Proviant für den Schlafwagen ab Rom eingekauft und zurück durch die Volksfeststimmung in der Fußgängerzone zu einem kleinen Restaurant in Bahnhofsnähe. Es gibt die letzten original italienischen Spaghetti und den letzten Fischteller.

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Roland Dürre
Donnerstag, der 28. April 2011

UTB Sardinien 9 – Überfahrt von Caglari nach Civitavecchio

Heimreise – 1. Teil (Mittwoch auf Donnerstag 27./28. März)

So schlimm sieht sie auf dem Foto gar nicht aus

Ein wenig froh bin ich schon, dass wir wieder heil in Civitavecchio angekommen sind. Zwar war die See selten ruhig und die Überfahrt verlief sehr angenehm.

Wir sind aber auf der Clodia mit Heimathafen Cagliari von der Schiffslinie tirrenia gefahren, und das war ein heißes Teil.

Früher hätte man so etwas einen „Seelenverkäufer“ genannt. Der Zustand von Teilen des Schiffs und auch der Rettungsboote war schon bemerkenswert.

So eine Mittelmeerfähre besteht im Prinzip neben der Technik (Tank und Ballasttanks, Maschine und Technik) aus zwei Teilen.

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Hier meine Tweets der letzten Woche zum Thema:

Bloggen und Twitter, Weisheiten und Regeln:

110421 Im Spiel gilt der Narr am meisten – leider auch oft beim Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

110422 Im Trüben ist gut fischen – auch das kennen wir vom Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

110423 In andrer Leute Küchen ist gut kochen lernen – gilt auch beim Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

110424 In armer Leute Mund verdirbt viel Weisheit – so bei manchen Twittern und Bloggern! #Twitter #Bloggen #Weisheit

110425 In den kalten Ofen ist übel blasen – welcher Twitterer und Blogger kennt das nicht? #Twitter #Bloggen #Weisheit

110426 In die Hölle ist es überall gleich weit – auch für Twitterer und Blogger. #Twitter #Bloggen #Weisheit

110427 In eigener Sache ist niemand klug – auch daran sollten Twitterer und Blogger denken. #Twitter #Bloggen #Weisheit

Jeden Tag kommt ein neuer Tweet dazu. Siehe unter Twitter und “follow” RolandDuerre!

Viel Spaß beim Folgen!

RMD

P.S.
Die Sprichwörter habe ich auf Alle deutsche Sprichwörter gefunden.

Roland Dürre
Mittwoch, der 27. April 2011

UTB Sardinien 8 – Von Pula nach Cagliari

Mittwoch, den 27. April 2011, achte und letzte Etappe!

Pünktlich um 9:30 sind wir heute morgen aus unserem Hotel Flamingo gestartet. Die letzten knapp 40 km mit wenig Steigungen verliefen reibungslos.

Dann haben wir uns Cagliaria angeschaut, mit seinen tollen Terrassen und seiner wunderbaren Aussicht. Die aber zum größten Teil auf Industriegebiete geht. Und dann noch einmal wunderbar auf Sardinien gespeist.

Jetzt sitzen wir im Eis-Café direkt am Hafen in Cagliari und genießen den letzten Cappuccino in Sardinien – und die Tour ist zu Ende.

 

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Dienstag, der 26. April 2011, siebente Etappe!

Um 8:00 geht es zum Frühstück im Nichotel in Carloforte auf der Isola die San Pietro. Die Insel ist zwar Teil von Sardinien, scheint aber mehr zu Ligurien zu gehören. Für den Tag wähle ich die kurze Hose und das kurze Hemd – ich hoffe endlich auf Sonnenschein.

Wir wollen um 9:40 die Fähren nach Calasetta auf der Isola di St. Antioco nehmen. Die nächste fährt erst um 12:40 und das würde unseren Zeitplan gewaltig durcheinanderbringen.

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Ostermontag, 25. April 2011, sechste Etappe

Wir schauen aus dem Fenster unseres Hotels Antica in Guspini. Es regnet zwar nicht, aber es sieht nach Regen aus. Diesmal beeilen wir uns. Schnelles Frühstück um 8:00 und Hurra, kurz vor 9:00 sitzen wir auf den Rädern.

Gleich geht es hoch zum ersten Pass, nach Arbus. Und schon fängt es an zu regnen. Der erste nasse Pass. dann geht es weiter über einen zweiten ziemlich „nassen“ und kalten Pass in Richtung Buggerru.

Mittags um 12 Uhr erreichen wir Buggeru. Mittagspause hier wäre verlockend, aber dummerweise liegt der wunderschöne Ort mit seinem noch schöneren Hafen weit unter uns. Da runter zu fahren haben wir keine Lust, also geht es weiter.

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Roland Dürre
Montag, der 25. April 2011

UTB Sardinien 5 – Von Santa Caterina nach Guspini

Ostersonntag, 24. April 2011, fünfte Etappe

Hey, war das ein schöner Ostersonntag. Nach zwei Tagen Regen scheint schon am Morgen die Sonne. Allerdings wird sie uns nur mit stürmischen Wind geliefert. Leider nicht aus Nordost, wie laut Reiseführer hier üblich, sondern wohl so eher von Südost kommend.

Wir wollen aber nach Süden! Nach ausgiebigem Frühstück bei Angela und Montieren neuer Bremsbeläge an Barbaras Hinterrad geht es los. Wir haben nur ganz wenig Verkehr, der Wind stört noch nicht. Dafür hört man es immer öfter laut knallen. Als ob jemand schießen würde. Komisch. Wir machen uns aber keine Gedanken.

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Roland Dürre
Sonntag, der 24. April 2011

UTB Sardinien 4 – Von Alghero nach Santa Caterina

Karsamstag, 23. April 2011, vierte Etappe

Gestern war tatsächlich nicht der „obligatorische“ Regentag. Heute haben sich die Himmelsschleusen erst so richtig geöffnet. So viel Wasser habe ich auf dem Rad noch nicht erlebt. Wir hatten „nur“ die Strecke bis Cuglieri geplant. Das ist ein kleiner Ort im Landesinneren, in ca. 400 Meter Höhe gelegen und gut so 65 Kilometer weit entfernt von Santa Margherita.

Vorher mussten wir die Teilstrecke von unserem Hotel Santa Margherita in Alghero nach Bosa zurücklegen. Eine wunderschöne Straße, die allerdings ziemlich oft hoch und runter geht. Deshalb die vorsichtige Planung. Und bei Bosa ist man wieder auf der Höhe des Meeres – und es dann geht es nochmals richtig hoch nach Mogomadas und weiter mit vielen Höhenmetern nach Cuglieri.

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Roland Dürre
Samstag, der 23. April 2011

UTB Sardinien 3 – Von Castelsardo nach Alghero

Karfreitag, 22. April 2011, dritte Etappe.

Alghero, das ist die spanische Stadt auf Sardinien. Angeblich sprechen hier immer noch viele Einheimische katalanisch. Dort wollen wir heute hin.

Gegen 10:00 verlassen wir unser Bed&Breakfast in Castelsardo (übrigens zu € 50) und machen uns aus auf zu den erwartetenden 100 km nach Alghero, allerdings mit wenig Höhenmetern (wir schätzen so 700).

Es regnet am Karfreitag. Wird das der obligatorische Regentag auf unserer Tour? Oder der erste von mehreren? In Castelsardo decken wir uns noch ein mit Wasser und Apfelsinen für das Mittagessen ein. Dann Aufbruch. Es hat abgekühlt.

Um ungefähr 12:30 kommen wir in Porto Torres (sardisch Pòrtu Tòrres) an. Weil es so kalt ist, haben wir keine Lust, die Apfelsinen im Freien zu verspeisen, sondern machen Rast in einem Restaurant. Es gibt ein „Touristen-Menü“.

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