Roland Dürre
Mittwoch, der 31. August 2011

UTB Griechenland 2011 #5 (Reisetagebuch)

Wie wir am Samstag Morgen die Anhöhe hinauf zum „Vasily“ (auch ein Lokal mit leckerem Essen und schöner Aussicht) radeln, sehen wir, wie auf der Hotelterrasse der „Schönen Helene“ die Tische feierlich geschmückt werden. Das lässt immer auf eine laute Nacht schließen. Diesen Samstag war es also wieder soweit.

Die Schöne Helene ist ein kleines Hotel. Nicht mehr als drei Stockwerke, einem Süßwasserpool, ein paar Sonnenschirme und eine kleine Bar am Strand. Nur ein paar 100 Meter von unserem Zelt entfernt, am selben Strand. So ein richtiges Hotel in Porto Ageranos. Etwas ganz seltenes in dieser Gegend.

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Roland Dürre
Dienstag, der 30. August 2011

Kinder&Geld und SoftResearch

Bei meiner Urlaubslektüre fällt mir auf, dass die Koalition in Berlin wieder mal uneins ist. Diesmal geht es darum, ob man weiter Kindergeld zahlen soll. Wo es doch offensichtlich nichts bewirkt hätte, denn Deutschland läge bei der Geburtenrate immer noch in Europa ziemlich am Ende.

Als Vater von sieben Kindern kann ich da vielleicht ein wenig mitreden. Unsere Kinder sind jetzt zwischen 31 und 15 Jahre alt. Wie das Kindergeld kam, waren die meisten unserer Kinder schon auf der Welt.

So hat das Kindergeld bei uns keinen Einfluss auf die „Familienplanung“ gehabt. Der kleine Zuschuss war aber nicht schlecht. Obwohl die Barbara es geschafft hat, sehr viel bei den Kindern zu sein, haben wir uns immer eine Unterstützung geleistet. Zuerst war es eine Kinderfrau, später hatten wir dann über mehr als ein Jahrzehnt Au-Pairs.

Wie wir die Kinderfrau hatten, gab es noch kein Kindergeld. Dafür hat die Kinderfrau (brutto, mit Sozialversicherung) das Netto-Gehalt der Barbara (Diplom-Mathematikerin univ., halbtags arbeitend) aufgefressen.

Dann hatten wir Au-Pairs aus Frankreich, diversen Ländern Osteuropas aber auch aus Südafrika. Au-Pairs sind nicht billig. Wenn ich in einem Haus in Riemerling ein zusätzliches Zimmer für ein Au-Pair brauche, kostet das Haus schnell 100.000 € mehr. Dazu kommt das Taschengeld, Zuschüsse für Kultur und Anschaffungen und mal eine Heimreise zwischendurch. Da gelangt auch ein großzügiges Kindergeld schnell an die Grenzen.

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Roland Dürre
Montag, der 29. August 2011

UTB Griechenland 2011 #4 (Reisetagebuch)

Was mir hier so richtig gut tut …

Jeden morgen schwimme ich eine Stunde ganz einsam durch die schöne Bucht vor unserem Zeltplatz. Parallel zum Strand hin zu einer noch unsichtbaren Boje.

Der Horizont ist weit, langsam wird meine Ziel-Boje sichtbar. Ich umrunde sie und dann geht es wieder zurück. Ganz gemütlich und ohne Stress. Es gibt keine Strandaufsicht und keinen Bademeister. Ein freies Leben.

Im Wasser bin ich ganz alleine. Auf meinem Wege kommen mir immer ein oder zwei andere Frühschwimmer entgegen. Es sind immer dieselben, wir grüßen uns freundlich.

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Roland Dürre
Sonntag, der 28. August 2011

Unternehmertagebuch #53 “Von Ego- und Alterozentrierten”

Ich bin über 60 Jahre alt und war eigentlich immer recht aktiv. So kenne ich eine ganze Reihe von pensionierten Managern. Da gibt es solche und solche. Ich nenne sie mal die Ego- und die Altero-Zentrierten und erfinde modellhaft jeweils einen Mustermann für die beiden Arten.

Mr. Ego Zentriert verfügt über ausgezeichnete „Skills“ und hat exzellente Fähigkeiten. Er eckt allerdings in der Umwelt öfters an. Und vertraut nur ganz wenigen Freunden. Ich nehme ihn häufig als einsam und ein wenig verbittert wahr.

In der Regel hatte er sein Leben lang immer attraktive Frauen an seiner Seite. Mit diesen hat es mal einen längeren und mal einen kürzeren Abschnitt funktioniert. Kinder hat er keine, wie auch die meisten seiner Lebensabschnittsgefährtinnen. Dafür war er immer ein Mann von Welt, kennt alle Kontinente und jede Megacity dieser Welt.

In seiner Karriere hat er es nie ganz an die Spitze gebracht. Im großen Konzern war er aber in der zweiten Ebene von großer Wichtigkeit. Das ganze (Berufs-)Leben lang hatte er eine persönliche Assistentin. Sein Spesen- und Reisebudget bewegte sich in Schwindel machende Höhe und natürlich wurde ihm ein Geschäftsauto der Oberklasse zur Verfügung gestellt.

Seinen intellektuellen Zynismus pflegt er auffällig. Emotionen sind ihm hinderlich, rationales Handeln ist sein Ding. Geschäftlich und auch sonst ist bei ihm immer alles klar. Er denkt gerade aus und weiß genau, was Sache ist.  Und wie die Menschen zu funktionieren haben.

Mr. Altero Zentriert ist ein ganz anderer Typ. Auch er ist eine besondere Person mit exzellenten Fähigkeiten.Er scheint aber mit seinem Schicksal versöhnt zu sein. Hört mir gerne zu, gibt auf Nachfrage weisen Rat. Er hat viele Freunde, die ihre Zeit mit ihm gerne verbringen. Auch im Alter ist er bereit, Neues zu erfahren und zu lernen. Ich habe den Eindruck, dass er mit seinem Leben auch im Ruhestand besonders zufrieden ist.

In seinem Leben spielt eine Frau eine wesentliche Rolle. Gemeinsam haben sie Kinder. Seine Enkel haben ihn noch mal so richtig auf Trab gebracht. Mit ihnen hat er all das nachgeholt, was er bei seinen eigenen Kindern aufgrund von hoher beruflicher Belastung versäumt hat.

Denn er stand im Konzern ganz oben. Kam viel in der Welt herum. Hatte auch eine große Limousine, die aber von seinem Fahrer gefahren wurde. Der ihn genauso respektiert und verehrt hat, wie die anderen Mitarbeiter im Konzern.

Nicht vergessen:
Die Geschichte beschreibt scherenschnittartig, wie ich Menschen ab und zu erlebe. Ich weiß aber auch, dass es keine Schwarz oder Weiß gibt. So sind die Charaktere frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind nicht beabsichtigt. Ich
kenne, schätze und mag Menschen beider Kategorien. Nehme von beiden gerne Rat an. Glaube, dass beide glücklich sein können. Vermute aber, dass die „Alterozentrierten“ vielleicht ein wenig zufriedener sind.

RMD

P.S.
🙂 Beim Schreibens des Artikels ist mir aufgefallen, dass ich persönlich keine einzige (!) pensionierte Top-Managerin kenne! Die wenigen, die ich kenne, sind alle noch aktiv. Aber eher vom Muster Mrs. Altera Zentriert.

P.S. 1
Alle Artikel meines Unternehmertagebuchs findet man in der Drehscheibe!

Roland Dürre
Samstag, der 27. August 2011

Was ich nicht mag … #12 Plastikmüll überall!

Wenn ich durchs kleine Wäldchen nahe beim Crema Gelato in Ottobrunn in Richtung des ehemaligen Flugplatzes radele liegen die Plastikbecher des Eis-Cafés am Boden. Wenn ich nach Unterhaching radle liegt der Plastikmüll zwischen Radweg und Straße.

Jetzt bin ich im Urlaub in einem wunderschönen Land am Mittelmeer. Und hier in Griechenland ist es noch viel schlimmer. Vor einem Jahr habe ich von der Vermüllung des Peloponnes berichtet. Und so erleben wir es auch jetzt wieder auf unseren Radtouren. Alle paar Meter finden sich Müll-Exzesse, und immer ist Plastik ohne Ende dabei.

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Roland Dürre
Freitag, der 26. August 2011

Post von Ulf Posé!

Ulf Posé hat mir wieder einmal geschrieben!


udp

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Hallo Roland,

in diesen heißen Tagen hier ein wenig Lektüre zur Entspannung aus managerSeminare.Viel Spaß dabei.

Lieber Gruß – Ulf
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Es geht um das Gewissen. Gibt es da vielleicht ein moralisches Missverständnis?

Ulf Posé - Gewissen (853)

Wie immer sehr lesenswert.

Der Artikel steht auch auf unserer Seite Dokumente.

Viel Spaß beim Lesen!

RMD

Klaus Hnilica
Donnerstag, der 25. August 2011

Heurigenschmäh…

Carl und Gerlinde (XIII)

„Oje Carl – ich fürcht’ heut haben wir Pech bei unserem Heurigen! Der ist von der Kronen-Zeitung so hochgejubelt word’n, dass ganz Wien eingefallen ist, wie’s ausschaut!“ sagte Ferdinand Nowotny verärgert zu seinem Freund…

Mist! Carl hatte sich den Abschluss seines Wienurlaubs mit Gerlinde und seinen Freunden anders vorgestellt! Ja, hier in diesem alten Innenhof mitten im wunderschönen Perchtoldsdorf wär er echt gerne gesessen! An allen Tischen wurde gelacht, getrunken und gegessen, herrlich! Da hätte er auch gerne mit Genuss ein paar Vierteln ‚Zweigelt‘ oder ‚Blauen Portugieser‘ mit Gerlinde verkostet. Und bestimmt noch mit zwei, drei  Achterln ‚Grünen Veltliner’ nachgespült!

„Ich hab’ dir’s ja gleich gesagt, Ferdl, dass wir unbedingt einen Tisch reservieren müssen“, motzte Nowotnys bunt bemalte Berta mit sandiger Raucherstimme. „Aber mein goldiger Ferdinand weiß ja immer alles besser“. Berta schaute Verständnis heischend zu Gerlinde und Hannelore, die beide enttäuscht die Schultern hochzogen und sich ein gequältes Lächeln abrangen.

„Ich weiß, Bertaputzi“, fuhr Ferdinand dazwischen, „ich mach immer alles falsch! Aber deswegen sind wir ja seit zwanzig Jahr’ so glücklich verheiratet, stimmt’s, oder hab’ ich recht?“

„Ja, ja red’ nur dummes Zeug, du Scherzkeks“, ätzte Berta und kramte hektisch in ihrer Tasche nach einem Lippenstift…

„Ferdinand sollen wir nicht lieber gehen?“ meinte Carl beschwichtigend. „Es gibt doch sicher noch andere Lokale in der Nähe, oder?“

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Hier meine Tweets der letzten Woche zum Thema:

Bloggen und Twitter, Weisheiten und Regeln:

110818 Leben und leben lassen – so soll es auch beim Twittern und Bloggen! sein #Twitter #Bloggen #Weisheit

110819 Leere Fässer klingen hohl – so ist es auch beim Twittern und Bloggen! #Twitter #Bloggen #Weisheit

110820 Leidenschaft nur Leiden schafft – kenne ich auch vom Twittern und Bloggen! #Twitter #Bloggen #Weisheit

110821 Liebe erwirbt Liebe – guter Rat für Twitterer und Blogger! #Twitter #Bloggen #Weisheit

110822 Lieber biegen als brechen – gilt auch für Twitterer und Blogger. #Twitter #Bloggen #Weisheit

110823 Lieber unhöflich als überlästig – auch ein Thema für Twitterer und Blogger. #Twitter #Bloggen #Weisheit

110824 Liebes geht über Schönes – so sollten es Twitterer und Blogger halten. #Twitter #Bloggen #Weisheit

Jeden Tag kommt ein neuer Tweet dazu. Siehe unter twitter.com und “follow” RolandDuerre!

Viel Spaß beim Folgen!

RMD

P.S.
Die Sprichwörter habe ich auf Alle deutsche Sprichwörter gefunden.

Roland Dürre
Mittwoch, der 24. August 2011

UTB Griechenland 2011 #3

Es brennt!

Das Paradies ist nicht perfekt. Am Montag Vormittag sammeln sich plötzlich Menschen am Strand. Gestikulieren wild und zeigen immer wieder in eine Richtung. Aus der Ferne hören wir leise Sirenen tönen.

Die Erklärung ist einfach. Der Wald brennt. Und diesmal ziemlich in unserer Nähe.

Wir gehen auch raus an den Strand. Und tatsächlich, nicht weit weg von uns sehen wir, wie die Flammen den Berg hoch marschieren. Die Geschwindigkeit ist rasant. Der Wind weht heftig – landeinwärts. Er treibt das Feuer vor sich her. Die Brände breiten sich mit großer Geschwindigkeit aus.

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Roland Dürre
Dienstag, der 23. August 2011

UTB Griechenland 2011 #2

Schon am dritten Tag bin ich in Porto Ageranos so richtig zu Hause. Und fühle mich wohl wie kaum irgendwo.

Vom Breitengrad sind wir südlich wie nirgendwo in Europa. Deshalb brennt der „Planet“ und es ist so richtig heiß. Wir zelten direkt an einer wunderschönen Bucht. Und uns kühlt ein immer angenehmer frischer Wind.

Das Essen „Bei Maria“ ist einfach, aber ehrlich. Nicht nur Tomaten und Gurken, Melone und Weintrauben schmecken noch so, wie sie schmecken sollten. Das gilt auch für das lokale Fleisch und den Fisch aus dem Meer

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