Roland Dürre
Mittwoch, der 30. November 2011

Wetten auf die Zukunft. Großprojekte.

Über den Sinn oder Unsinn von S21 und der dritten Landebahn des Münchner Flughafen muss ich immer wieder nachdenken. Und komm zu Schlüssen, die ich ich in der öffentlichen Diskussion vermisse.

Dazu meine These:

Ein Großprojekte ist immer eine Wette auf die Zukunft.

Ich habe nichts gegen Wetten. Im Gegenteil, ich finde diese notwendig. Im Prinzip ist jede unternehmerische Entscheidung, die für die Zukunft relevant ist, eine Art von Wette. Unternehmer zeichnet aus, dass sie investieren, weil sie an bestimmte Entwicklungen und zukünftige Märkte glauben. Sie wetten und arbeiten für das, an das sie glauben.

Bei den beiden erwähnten (und manch weiteren) Großprojekten hätte ich bei der Wette zwei Probleme:

Das hohe Risiko und die Finanzierung der Wette.

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Roland Dürre
Dienstag, der 29. November 2011

Ein bemerkenswerter Adventskalender

Dieses Wochenende war in der Sonntags-Ausgabe ein sehr kluger Adventskalender. So richtig zum Selberbasteln, mit Bildern, Türchen und Inhalten.

Sie finden ihn unter FAZ.de. Ins Archiv gehen, und dann nach Adventskalender suchen. Vielleicht hilft auch dieser Link. Ist allerdings Inhalt, der kostet. Aber es lohnt sich. Oder Sie ergattern noch eine FAZ vom letzten Sonntag. Wäre auch zu empfehlen

Das Bemerkenswerte sind die Inhalte. Da findet man 24 Meilensteine der technologischen Entwicklung der Menschheit. Und am 24. Dezember gibt es die Bescherung.

Ich beschränke mich in diesem Artikel, die Überschriften zu den Inhalten der 24 Fenster mit der groben Zeit der ersten Realisierung wiederzugeben.

  • 1. Dezember: Faustkeil – vor 2,5 Millionen Jahren
  • 2. Dezember: Beherrschung des Feuers  – vor 1,5 Millionen Jahren
  • 3. Dezember: Ackerbau – vor 11.000 Jahren
  • 4. Dezember: Rad – vor 5.000 bis 6.000 Jahren
  • 5. Dezember: Textilien – vor 29.000 bis 32.000 Jahren
  • 6. Dezember: Metallverarbeitung – vor 7.400 bis 7.400
  • 7. Dezember: Schrift – vor knapp 5.000 Jahren
  • 8. Dezember: Schießpulver – vor 2.500 bis 3.000 Jahren
  • 9. Dezember: Buchdruck – vor knapp 1.000 Jahren
  • 10. Dezember: Linsenoptik – vor 700 Jahren
  • 11. Dezember: Uhr – vor 850 Jahren
  • 12. Dezember: Heißluftballon – vor gut 300 Jahren
  • 13. Dezember: Dampfmaschine -vor 400 Jahren
  • 14. Dezember: Eisenbahn – vor gut 200 Jahren
  • 15. Dezember: Fotografie – vor knap 200 Jahren
  • 16. Dezember: Stromerzeugung (Dynamo) – vor knapp 150 Jahren
  • 17. Dezember: Rundfunk – vor 125 Jahren
  • 18. Dezember: Penicillin – vor 80 Jahren
  • 19. Dezember: Computer – vor 50 Jahren
  • 20. Dezember: Kernkraft – vor 60 Jahren
  • 21. Dezember: Weltraumrakete – vor 40 Jahren
  • 22. Dezember: Antibabypille – vor 50 Jahren
  • 23. Dezember: Internet – vor 20 Jahren
  • 24. Dezember: Gentechnologie – vor 30 Jahren

Auch wenn ich ein wenig andere Meilensteine gesetzt hätte und mir z.B. das Entstehen von Sprache fehlt, finde ich diesen Adventskalender als eine beeindruckende Auflistung, die ein wenig von der Entwicklung der Menschheit und ihrer Technologie zeigt.

RMD

Roland Dürre
Sonntag, der 27. November 2011

Meine kleine Stadt

Im Gymnasium durfte ich beim Schultheater mitspielen. Zwar nur eine (ganz) kleine Nebenrolle. Den Milchmann. Aber es war sehr schön.

Das Stück hat mich tief beeindruckt. Eine sehr sentimentale Geschichte: „Unsere kleine Stadt“ (Our Town) von Thornton Wilder.

In einem Lexikon des Theaters habe ich mal gelesen, dass es kein zweites Stück gibt, in dem „Mensch-Sein“ so gut (im Sinne von Emphatie) wieder gegeben wird.

Heute will ich von der „Kleinen Stadt“ berichten, in der ich lebe. Es ist Riemerling, „Ortsteil“ von Hohenbrunn.

Eine Besonderheit ist, dass das Dorf Hohenbrunn mehr als einen Kilometer von Riemerling entfernt liegt. Riemerling scheint aber Teil des größeren Ottobrunns zu sein.
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Roland Dürre
Samstag, der 26. November 2011

Verschwendung! #1 Die letzte Meile im Paketdienst

Wie „angedroht“ starte ich mit meiner Serie Verschwendung. Soll auch kein Genörgel sein, sondern mehr etwas zum Nachdenken.

Als Radler ist man nah am Verkehr dran. Und hat Zeit, in Ruhe die Autos zu studieren und die Fahrer zu beobachten.

Da fällt mir z.B. auf, dass erstaunlich viele Autofahrer am Steuer rauchen. Vielleicht weil sie es sonst nirgends mehr dürfen?

Aber lenkt das nicht vom Fahren ab? Besonders wenn man mit dem Handy in der anderen Hand telefoniert?

So ist das bei uns in unserem ruhigen Riemerling. Fast habe ich den Eindruck, dass der motorisierte Individualverkehr leicht ab nimmt. Wäre schön. Ist aber nicht so,  da es eine Sorte von neuen Verkehrsteilnehmern gibt. Und die werden immer mehr.

Das sind die vielen Autos, die uns mit Pizza und sonstigem Home&Fast Food (mich allerdings nie) versorgen. Der Eismann und der Getränkelieferant. Die Caritas und die Zeitungszusteller. Und ganz besonders die Fahrzeuge von DHL, Hermes, UPS, GLS, Südpost und allen anderen neuen privaten Postdiensten.

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Roland Dürre
Freitag, der 25. November 2011

Weil es mir wichtig ist!

Freiheit – Freedom – Libertad – libertà – 自由 – свобoда

Das folgende Zitat von Benjamin Franklin steht aktuell als Motto auch auf meiner privaten Website duerre.de:

» Jene, die grundlegende Freiheit aufgeben würden, um eine geringe vorübergehende Sicherheit zu erwerben, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit. «

» Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. «

Benjamin Franklin (1706-1790)
(Laut wikiquote stammt dieses Zitat tatsächlich von Benjamin Franklin.)

Ich mag dieses Zitat ganz besonders.

Aber: Von ganz vernünftigen Menschen, die nur das beste wollen, muss ich immer wieder hören, dass es keine Freiheit ohne Sicherheit gäbe. Das tut mir nicht nur weh, ich halte das auch für eine gefährliche Aussage. Mit dieser Begründung öffnet man (staatlichem) Missbrauch Tür und Tor.

Deshalb versuche ich noch mal meine These klar machen:

Freiheit ist ein Wert.

Sicherheit ist ein Bedürfnis.

„Wert“ und „Bedürfnis“ haben begrifflich nichts miteinander zu tun.

Werte für Bedürfnisse zu opfern ist immer problematisch.

Wer aber einen grundlegenden Wert für ein gering und vorübergehendes Bedürfnis opfert (oder dies nur fordert oder billigend in Kauf nimmt), ist diesen Wert halt nicht mehr wert (schöne deutsche Sprache!)!

Ich bitte das zu bedenken! Die Bitte richtet sich an alle, besonders an Politiker und Führende.

RMD

Roland Dürre
Donnerstag, der 24. November 2011

Ein Goldener C64 für einen guten Zweck

Das war ein schönes Fest im Café des Müller’schen Volksbades in der Rosenheimerstr. 1 in München.

Unsere Freunde und Partner Dr. Annegret Haffa und Dr. Horst Höfflin feierten dort den 25. Geburtstag ihrer Agentur Dr. Haffa & Partner GmbH!

Das Volksbad war ein würdiger Rahmen für diese schöne Feier. Wir haben uns kräftig zu geprostet und gegenseitig weitere 25 erfolgreiche Jahre gewünscht!

Horst ist leidenschaftlicher Unternehmer. Neben seiner fachlichen Kompetenz im Bereich Kommunikation kennt er sich aufgrund seiner Herkunft auch mit erlesenen Weinen besonders gut aus.

Zusätzlich sammelt er schöne, alte Dinge. Besonders seine Motorrad-Oldtimer sind ein Augenschmaus.

Aus Anlass des Jubiläums trennt er sich von einem lieb gewonnenen und wertvollen Stück seiner Sammlung. Das verfügt allerdings über keinen Verbrennungsmotor, war aber auch ein langjähriger Wegbegleiter.

Es ist ein Commodore 64. Computer von diesem Typ waren vor 25 Jahren ein wichtiges Produktionsmittel in seiner Agentur.

Jetzt geht es um ein ganz besonderes Exemplar aus der ‚Golden Edition‘, die 1986 anlässlich der Herstellung des einmillionsten C64 aufgelegt wurde. Die ‚Golden Edition‘ war auf 200 Stück begrenzt.

Das Exemplar von Horst hat die Serien-Nummer 1000126.

Die Auktion beginnt am Freitag, den 25. November 2011 (Morgen!) um 17:02:52 und endet 10 Tage später am 5. Dezember um 17:02:52. Pünktlich zum Start der Aktion reiche ich den Link auf die Aktionsseite nach.

Und nun das Beste:

Der Erlös geht zu 100% an Reporter ohne Grenzen!

Also Mitsteigern!

Die Versteigerung brachte
€ 3.676,77!!!
Ein Tusch auf den Spender!

RMD

P.S.
In diesem festlichen Rahmen fand das schöne Fest statt! Noch ist der Raum leer, aber im Laufe des Abends wurde er richtig voll.

Die drei Bilder sind von Ingo Weber.

Hier meine Tweets der letzten Woche zum Thema:
Bloggen und Twitter, Weisheiten und Regeln:

111117 Man schießt auch wohl mit schlaffer Sehne – auch beim Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

111118 Man schläft sich nicht gelehrt – Fleiß braucht man auch beim Twittern und Bloggen! #Twitter #Bloggen #Weisheit

111119 Man sieht manchen lachen, der weinen sollte – auch beim Twitterer und Blogger. #Twitter #Bloggen #Weisheit

111120 Man sieht wohl, wes Geistes Kind er ist – der Twitterer und Blogger! #Twitter #Bloggen #Weisheit

111121 Man sieht’s am Schwanz, was es für ein Vogel ist – auch beim Twitterer und Blogger. #Twitter #Bloggen #Weisheit

111122 Man sieht’s dem Kind an, was es für einen Vater hat – Vorsicht, Twitterer und Blogger! #Twitter #Bloggen #Weisheit

111123 Man singt auch nicht alle Liedchen aus – dran denken beim Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

Jeden Tag kommt ein neuer Tweet dazu. Siehe unter twitter.com und “follow” RolandDuerre!
Viel Spaß beim Folgen!

RMD

P.S.
Die Sprichwörter habe ich auf Alle deutsche Sprichwörter gefunden.

 Hier der Bericht von unserem Kollegen Bernhard Maischberger zum Vortrag von Walter Riess im letzten IF-Forum „Mensch&Wissen(schaft)“:

Der letzte Vortrag im IF-Forum in 2011 versprach sehr interessant und informativ zu werden, hatten wir doch mit Herrn Dr. Riess einen Forscher von der vordersten Front der IBM Research zu Gast.

Aus der reichhaltigen Fülle an Informationen und Zusammenhängen kann hier im Artikel nur ein kleiner Teil erwähnt werden.

Die erste Definition war:
Was ist Nanotechnologie?
Alles was sich im Bereich von 1 – 100 nm bewegt!

Diese Definition legt gleich den Bereich fest, in dem wir uns bewegen. Zum Vergleich: ein menschliches Haar fällt da mit seinen 60.000 nm Durchmesser schon gewaltig aus dem Bereich. Am unteren Rand, also bei 1 nm, bewegt man sich „nur“ noch im Bereich einiger (genauer um die fünf) C-Atome „nebeneinander“ aufgereiht.

Seit etwa 1980 kann man in der IT, oder besser in der Chiptechnologie, um die es ja beim Vortrag ging, von Nanotechnologie nach der obigen Definition sprechen.

Der springende Punkt bei der Nanotechnologie ist, dass durch die Verkleinerung der betrachteten Strukturen ganz eigene physikalische Phänomene auftreten. Beispiele aus der Natur sind der viel zitierte Lotuseffekt, bei dem durch die mikroskopisch sehr unebene (= große) Oberfläche der Pflanze nichts daran haften bleibt.

Diese „Technologie“ wird inzwischen auch bei der Beschichtung von Dachziegeln oder andern Werkstoffen genutzt. Oder die „Färbung“ eines Schmetterlingsflügels, der eigentlich gar keine Farbe hat, sondern nur durch den Effekt der Brechung an winzigen Strukturen atemberaubend „farbig“ schillert.

Wieder zurück in die Technik:

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Roland Dürre
Dienstag, der 22. November 2011

„Heute in der Zeitung“ oder „Ohne Kommentar“

Lese SZ. Heute Morgen.

Mir fällt auf:

Die Anzahl der Verkehrsopfer steigt um 5 % in den ersten 10 Monaten von 2011 zu 2010. Die Begründung weiß man nicht.

Der Anteil der Treibhausgase Kohlendioxids und Methan steigt jedes Jahr wesentlich. Die Ursachen weiß man.

Die Staatsschulden steigen. Trotz Schuldenbremse.

Soll ich dazu wirklich noch etwas sagen?

Nein!

RMD

Vor einiger Zeit habe ich hier auf dem Blog eine kurze Einführung in das Thema „Agiles Schätzen und Planen“ gegeben und als Beispiel das aus vielen agilen „Standardwerken“ bekannte Planning Poker verwendet (siehe hier (Teil 2) und hier (Teil 3)).

Doch in der letzten Zeit hat sich, zumindest für mich, gezeigt, daß sogar diese scheinbar einfache Methode in der Realität für mich oftmals zu schwergewichtig ist und somit nicht die erste Wahl darstellt. Deswegen möchte ich heute noch eine zweite Schätzmethode vorstellen, die ich in letzter Zeit immer häufiger in meinem täglichen Alltag verwende:

Das Schätzen in T-Shirt-Grössen.

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