Roland Dürre
Samstag, der 31. Dezember 2011

Was ich nicht mag … #19 – Die Nachrichten an Silvester

Jetzt ist die SZ von heute dran!

oder

Ein Jahresrückblick basierend auf der SZ-Titelseite!

Heute habe ich ja ein wenig zu viel Zeitung. Neben der regulären SZ am Wochenende kam auch noch die FAZ von morgen (siehe mein vorher gehender Artikel).

Und bin schon ganz schön verärgert. Pflichtgemäß gehe ich aber erst mal zur SZ auf die Titelseite. Und Ärgere mich weiter. Über die Auswahl der Überschriften, aber auch über die Inhalte dahinter.

Ich zitiere und kommentiere alle Schlagzeilen auf der ersten Seite:

Ganz groß in der Mitte:
Wachsende Zweifel am neuen Wahlrecht
Karlsruhe zieht wohl das System der Überhangmandate in Zweifel. Die einzig gute Nachricht. Aber eigentlich war es doch klar. Oft diskutiert kamen wir immer zum Ergebnis, dass das diese Reform der Bundesregierung doch gar nicht demokratisch sein kann
(so wie manch anderes, was sie in diesem Jahr so getrieben hat!).

Aber dann lese ich die rechte Spalte von oben nach unten:

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Heute ist die FAZ dran!

Es ist heute schon der zweite Mal in diesem Jahr, dass heute (am Samstag) neben der SZ vom Wochenende auch die FAZ am Sonntag bei mir im Briefkasten landet. Das letzte Mal war das natürlich vor einer Woche am Heilig Abend.

Und da macht es sich jemand – so finde ich – einfach zu einfach!

Zeitungen waren mal so wichtig wie Züge. Züge fahren doch noch an Weihnachten und Silvester? Ist dies ein Eingeständnis des Verlages, dass Zeitungen in Papierform gar nicht mehr gebraucht werden? Bei der Aktualität kann Gedrucktes auf Papier nicht mehr mithalten. Und ich finde in den Tageszeitungen eh immer mehr belanglosen Text aus der Konserve.

Will die FAZ vielleicht ihre Mitarbeiter entlasten? Bei den Redakteuren kann ich mir das nicht vorstellen. Die arbeiten doch sowieso Tag und Nacht. Oder die Druckerei und Logistik? Den armen Zeitungszusteller?

Glaube ich nicht. Fürchte eher, dass sie ihren neuen Vertriebsweg weg schützen wollen. Über den ich auch gleich mit nörgele.

Das sind die sogenannten „Backstuben“, vor denen sich Sonntag Vormittags gerne lange Schlangen aufbauen. Innen drin befleißigen sich ein paar Mitarbeiter, tiefgekühlte Backwaren aufzuwärmen, die in unseren östlichen Nachbarnländern für einen Hungerlohn produziert und im LKW nach Bayern geschafft werden. Die fertigen Produkte werden dann lieblos in Regale geschüttet, aus denen dann der Kunde mit Eisenzangen sich die Semmeln und Brezen herausholen und auf sein Tablett legen darf, zur Kasse gehen und dann das Zeug an der Theke selbst einpacken muss.

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Roland Dürre
Freitag, der 30. Dezember 2011

Isar-Netzwerk – ISARNETZ

Am 15. Dezember folgte ich einer Einladung vom Wirtschaftsreferat der Landeshauptstadt und der IHK Oberbayern zu einem Kick-Off-Meeting für die „Münchner Webwoche“ im Mai.

München ist wohl für junge Menschen nicht mehr so attraktiv und zu teuer. Und vor allem zu wenig „sexy“!

Besonders ärgerlich – wenn auch nachvollziehbar – ist, dass uns eine Stadt wie Berlin momentan den Rang abläuft.

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Roland Dürre
Donnerstag, der 29. Dezember 2011

Tweets zum Twittern und Bloggen #097

Hier meine Tweets der letzten Woche zum Thema
Bloggen und Twitter, Weisheiten und Regeln:

111222 Mancher droht und zittert vor Furcht – so auch beim Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

111223 Mancher greist, eh er weist – schade nicht nur bei Twitterern und Bloggern. #Twitter #Bloggen #Weisheit

111224 Mancher heischt Schläge wie ein Pferd Futter – gibt es auch bei Twitterern und Bloggern. #Twitter #Bloggen #Weisheit

111225 Mancher kann wohl kochen, aber nicht anrichten – kennt man vom Twittern und Bloggen! #Twitter #Bloggen #Weisheit

111226 Mancher Schüler übertrifft den Meister – auch beim Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

111227 Mancher verbösert und glaubt, er verbessert – Vorsicht Twitterer und Blogger! #Twitter #Bloggen #Weisheit

111228 Mancher verdirbt, eh er stirbt – dran denken beim Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

Jeden Tag kommt ein neuer Tweet dazu. Siehe unter twitter.com und “follow” RolandDuerre!
Viel Spaß beim Folgen!

RMD

P.S.
Die Sprichwörter habe ich auf Alle deutsche Sprichwörter gefunden.

Roland Dürre
Mittwoch, der 28. Dezember 2011

Ois is blues

Auch heuer haben wir uns am Abend des ersten Weihnachtsfeiertags im Lustspielhaus vom Fest erholt.

Seit vielen Jahren tritt dort an diesem Tag der Willy Michl auf. Diesmal waren dabei: Die Barbara, die Sabine und der Basti, die Sophie und der Rolo mit seinem Foto!

Die Geister wollten es, dass Willy kein Mikrofon dabei hatte. Das macht dem Altmeister aber nichts aus. Im Gegenteil: Er singt einfach „unplugged“. Und hat eine Riesenfreude daran.

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Roland Dürre
Dienstag, der 27. Dezember 2011

Neues Video von Rupert Lay

Montag Nacht habe ich wieder einen Vortrag von Rupert Lay nach Youtube hoch geladen. Der Titel ist

Charakter ist (k)ein Handicap

Es war ein wirklich bemerkenswerter Vortrag.

Freue mich, wenn Ihr mal rein schaut!

Auch dieser Vortrag wude für den Ronneburger Kreis gehalten. Bernd Sielaff hat gefilmt, Friedrich Lehn die Aufnahme überarbeitet.

RMD

Stellen Sie sich vor, jeden Morgen stellt eine Bank 86.400 Euro auf Ihrem Konto zur Verfügung. Sie können den gesamten Betrag an einem Tag ausgeben. Allerdings können Sie nichts sparen. Was nicht ausgegeben wird, verfällt.

Aber jeden neuen Morgen eröffnet Ihnen die Bank ein neues Konto mit 86.400 Euro für den kommenden Tag. Allerdings kann die Bank das Konto jederzeit ohne Vorwarnung schließen. Sie kann sagen:

Das Spiel ist aus!

Was würden Sie tun?

Dieses Spiel ist Realität.

Jeder von uns hat ein solches Konto: das Zeit-Konto. Jeden Morgen bekommen wir 86.400 Sekunden Leben für den Tag geschenkt. Was wir an diesem Tag nicht gelebt haben, ist verloren, für immer verloren. Aber jeden Morgen füllt sich das Konto neu.

Was machen Sie mit Ihren täglichen 86.400 Sekunden?

E2E
(Als Weihnachtsgruß bekommen)

Roland Dürre

Treppen steigen

Ich habe einen Freund, der denkt so ein wenig wie ich. Fährt wenn möglich Fahrrad oder öffentlich und lebt ohne Auto. Anders als ich arbeitet er beim Freistaat. Der hat ihm ein tolles Büro zur Verfügung gestellt. Das liegt sehr zentral in einer schönen Gegend der Landeshauptstadt. Sein Zimmer ist im vierten Stock.

Aus Prinzip nimmt er immer die Treppe, wenn er hoch in sein Büro muss. Und auch sonst ist er viel zu Fuß und mit dem Rad unterwegs. Macht aber außer Schi Fahren eigentlich keinen Sport.

Mein Freund hat einen sympathischen Chef. Der ist überzeugter Autofahrer. Er erledigt alle Wege mit dem Auto. Zu Hause hat er einen Tiefgaragen-Stellplatz. Sein Leben führt ihn sozusagen von Tiefgarage zu Tiefgarage, von Parkhaus zu Parkhaus. Dies Tag ein und Tag aus, das ganze Jahr.

Konsequenter Weise nimmt er auch immer den Aufzug auf den Weg von der Tiefgarage in sein Büro – das sich auch im vierten Stock befindet.

Der Chef lebt sehr bewusst. Er ernährt sich vernünftig und macht regelmäßig Sport. Das nimmt er sehr ernst und besucht regelmäßig zwei mal die Woche ein Fitness-Center. Dort trainiert er gewissenhaft unter wissenschaftlich fundierter Anleitung.

Vor kurzem gelang es meinem Freund, seinen Chef nach dem Mittagessen mal dazu zu bewegen, auf den Aufzug zu verzichten und mit ihm gemeinsam die Treppe vom Erdgeschoss in den vierten Stock zu nutzen.

Schon auf der dritten Etage war der Chef völlig außer Atem …

🙂 Nur so zum schmunzeln.

RMD

Roland Dürre
Montag, der 26. Dezember 2011

Unternehmertagebuch #60 – Der Frust des Managers

In der Welt des Managers gibt es Stress aus zwei Richtungen.

Der eine Stress kommt vom eigenen Unternehmen, dass man „steuern“, „leiten, „managen“ soll. Für das man verantwortlich ist. Dem man Geschichten erzählen muss, an die man tunlichst auch selbst glauben sollte. Weil es sonst keine guten Geschichten sind.

Es ist die eigene Organisation. Sie ist hoch kompliziert. Viele intelligente Menschen im Unternehmen zerren es in die unterschiedlichsten Richtungen. Am Schluss macht die Organisation doch immer wieder, was sie will. Und das ist gelegentlich das Gegenteil von dem, was das Management will. Mal zum Schaden, mal zum Guten.

Ist Veränderung angesagt, beharrt die Organisation. Wenn sie das Unternehmen stabilisieren soll, fängt sie an sich dynamisch irgendwohin zu entwickeln. Es ist verrückt.

Damit müssen wir Unternehmer und Manager klug umgehen. Das ist nicht immer leicht. Besonders, da es noch Druck aus einer anderen Ecke gibt, der Umwelt!

Diese stellt permanent unmögliche und neue Forderungen ans Unternehmen. Verlangt unsinnige Sachen von den Menschen des Unternehmens. Bedrängt das Unternehmen mit Verordnungen, Vorschriften und Steuern. Fordert Preissenkungen und mehr Leistung. Will Risiko abwälzen, schlägt unmögliche Verträge vor, will unendlich lange Zahlungsziele.

Beide – die eigene Organisation und die Umwelt machen dem Unternehmer und Manager das Leben schwer. Er muss damit zurecht kommen. Vermitteln, Ausgleichen, Begeistern. Einen Peil bewahren und versuchen, den Kurs zu halten. Es ist ein Sch…-Job, der Manager ist „eine arme Sau“.

🙂  Glücklicherweise macht es ab und zu richtig Spaß, eine arme Sau zu sein.

RMD

P.S.
Alle Artikel meines Unternehmertagebuchs findet man in der Drehscheibe!

Roland Dürre
Sonntag, der 25. Dezember 2011

Hemd aus Milchsäure?

Die Produktion von Baumwolle verursacht in den Anbauländern große Umweltschäden. Enorm sind die Mengen Wasser, die für die Herstellung eines harmlosen T-Shirts benötigt werden. Und meistens wird dabei in wasserarmen Regionen bestes und vielleicht unwiederbringliches Trinkwasser vernichtet.

Um diesen Missstand zu verändern, wird fleißig geforscht. Und man liest zurzeit in der Presse viel über neue Alternativen zur Baumwolle. Wie bei vielen Themen kann man sich auch hierzu in Wikipedia bestens schlau machen. Am besten beginnt man beim Artikel „Biokunststoff„.

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