Roland Dürre
Dienstag, der 31. Januar 2012

Video vom IF-Forum EXTRA

 

Die Kunst des negativen Denkens!

Der Vortrag von Dr. Klaus-Jürgen Grün im IF-Forum am 25. Januar  2012 hat unsere Gäste begeistert. Jetzt ist er auf Youtube verfügbar.

Aufgenommen und bearbeitet von Friedrich Lehn. Zeitnah werden wir auch einen Bericht mit wie immer herausragenden Fotos von Rolo Zollner veröffentlichen.

RMD

Roland Dürre
Montag, der 30. Januar 2012

ISARNETZ für MÜNCHEN

Letzten Freitag war die erste Beiratssitzung „ISARNETZ„. Vom 7. bis 13.  Mai 2012 wird ISARNETZ die erste Münchner Webwoche organisieren. Die soll helfen, die innovativen Kräfte hierzulande besser sichtbar zu machen und zu vernetzen. Damit der Standort München und Oberbayern wieder für junge Menschen attraktiver wird.

Denn einige Städte in Deutschland und besonders Berlin haben München in der Disziplin „attraktiv für junge Menschen“ ziemlich abgehängt.

So finde ich ISARNETZ gut. Und hoffe, dass die Münchner Webwoche erfolgreich wird. Will da gerne auch ein wenig mithelfen.

Jetzt muss man schnell ein kleines aber feines Team aufstellen, das die Webwoche voranbringt. Nur – wie überall gilt auch hier: „Ohne Kohle nichts los“. Die Initiatoren wollen die „Kohle“ von Sponsoren bekommen. Das ist ja auch in Ordnung.

Hier haben wir ein Henne-Ei-Problem: Sponsoren bekommt man nur, wenn man ein attraktives Angebot hat. Ohne Geld ist es schwer, ein attraktives Angebot zu gestalten.

Als Vorbereitung für das erwähnte Beiratstreffen hat ein Freund von mir nachgeforscht, was denn in Berlin so alles passiert. Ich war überrascht – da passiert sehr viel. Und da passiert nicht nur viel, da wird auch viel gemacht.

Besonders wenn es darum geht, den Boden für innovatives und kreatives Unternehmertum zu bereiten. Die Berliner und Brandenburger geben da so richtig Gas – und Geld aus. Und es trägt Früchte. Schon wandern nicht nur die Venture Capital Unternehmen von München nach Berlin.

Die SZ berichtet von der Gründerszene, aber nicht in München, sondern aus Berlin. Die Ted.com – Konferenz hat natürlich auch in Berlin stattgefunden, re:publica und die Berliner Webwoche gibt es schon lange – dies mit großem Erfolg. Und alles wird kräftig vom Senat und dem Land Brandenburg unterstützt.

Und dann denke ich mir, das macht doch keinen Sinn: Bayern schiebt jedes Jahr einige Milliarden über den Länderausgleich nach Berlin. Und Berlin setzt das Geld dann ein, um sich ins Licht zu setzen. Die Unternehmen und Menschen zieht es auf die große Party in Berlin, die mit dem Geld aus Bayern finanziert ist. Zum Nachteil von München? Und unsere Landeshauptstadt hat kein Geld mehr, um die Webwoche voran zu bringen. So war das doch nicht gemeint.

Es wird schwierig. Deshalb, wer helfen will – am besten gleich eine E-Mail an die Initiatoren von ISARNETZ Thomas Pfeiffer und Wolf Groß senden. Freiwillige Helfer sind genauso erwünscht wie kreative Veranstalter und natürlich auch Sponsoren.

RMD

P.S.
Das Bild der Mauer ist aus dem zentralen Medienarchiv Wikimedia Commons eingebunden, der Urheber ist Noir.

🙂 Hier mein dritter und letzter Versuch, den Begriff Projekt Management zu definieren. Diesmal versuche ich es „philosophisch“.

Im Philosophie-Seminar habe ich gelernt, wie man einen Begriff definiert. Man sucht den nächstliegenden Oberbegriff (Art oder Kategorie) und beschreibt dann den Unterschied zu den anderen Begriffen, die zu diesem Oberbegriff gehören.

Beispiel:

Wenn ich den Begriff Frau definieren möchte, suche ich die nächst höhere Kategorie und finde Mensch. Mensch ist näher an Frau als zum Beispiel Primat, weil Primat neben Mensch noch weitere Tiere wie Schimpansen bezeichnet. Mensch umfasst Männer und Frauen. Ich muss also nur noch die Unterschiede zwischen Mann und Frau beschreiben und der Begriff Frau ist definiert

🙂 Also, eine Frau ist ein Mensch, der kein Mann ist.

Wahrscheinlich auch nicht ganz korrekt, aber das Beispiel soll ja nur das Prinzip klar machen.

Jetzt nehme ich wieder den Begriff Projekt Management. Ist Management der Oberbegriff von Projekt Management? Fast scheint es mir so. Aber was unterscheidet ein Projekt von anderen Objekten oder Themen die gemanagt werden sollen?

Mir fallen zuerst Mal nur konkrete Dinge ein, die „gemanagt“ werden: Gebäude, Anlagen, Unternehmen, Finanzen, Krisen … Und dann auch noch: Gruppen von Menschen, Mannschaften, Vereine, Gemeinden ….

An abstrakterem denke ich an den Bau eines Hauses oder einer Straße. Oder eine Reise (Erreichen eines Reisezieles?). Oder  einen Urlaub, der viel Spaß und Erholung bringen soll. Oder gar eine Partnerschaft, eine Beziehung. Oder gleich das Leben … Oder eine Krise?

Krisen Management ist gut. Das ist doch nichts für Projekt Manager. Da brauche ich doch einen Krisenmanager?

🙂 Oder sind Krisen auch Projekte? Oder ist das Vorhaben, eine Krise zu lösen, ein Projekt?

All das bedarf doch einer gewissen Ordnung und Steuerung. Sind das also doch alles Vorhaben, die gelingen sollen? Aber das mit den Vorhaben hatte ich ja schon im ersten Definitionsversuch und bin gescheitert.

Aber die gelisteten Vorhaben sind ja alles auch irgendwie Projekte … Das heißt, das Wort Projekt kann ich gar nicht abgrenzen sondern es gilt für alles, was irgendwie geordnet und gesteuert werden muss.

Für alles, was gemanagt werden muss!

Also noch ein misslungener Versuch, Projekt Management zu definieren. Ich höre jetzt damit endgültig auf und untersuche im nächsten Unternehmertagebuch mal, wie denn Projekte in Unternehmen eigentlich so entstehen?

RMD

P.S.
Alle Artikel meines Unternehmertagebuchs findet man in der Drehscheibe!

Roland Dürre
Samstag, der 28. Januar 2012

Wulffen

Das Verbum „Wulffen“ dürfte ja zum Wort des Jahres gewählt werden …

Ich muss gestehen, ich „wulffe“ viel.

Immer wieder werde ich eingeladen. Zu Veranstaltungen von Unternehmen oder Interessensgemeinschaften. Dort bekomme ich gutes Essen und die Übernachtung gratis. Ab und zu ist auch das 1. Klasse-Ticket für die Anreise mit dabei.

Warum eigentlich?

Die Antwort ist einfach: Die Einladenden überschätzen meine Person als Vertreter eines (ein wenig) erfolgreichen Unternehmens. Und wollen dieses (weniger mich) als Kunde gewinnen.

Wahrscheinlich sind das Unternehmen und ich ihnen als Kunde und Mensch aber völlig egal. Sie wollen nur ihren Umsatz mehren, sprich, das Geld haben, über das ich nach ihrer Annahme verfüge. Das soll in ihre Kassen fließen. Und die Einladenden können halt nicht wissen, dass ich sparsam bin und das mir anvertraute Geld nicht zum Fenster heraus werfe.

Ich aber nehme die „verlockenden“ Gratis-Einladungen ab und zu an. Nicht weil ich „for free“ in einem Hotel übernachten und gut essen will. Habe ich doch ein schönes Zuhause und kämpf permanent gegen mein Übergewicht.

🙂 Aber ich verfolge auch ein Ziel! Und drehe den Spieß um.

Detlev Six
Donnerstag, der 26. Januar 2012

Roland wird 3000

26.Januar 2012, 19 Uhr 39.
Der 3000. Januar – Besucher betritt den IF-Blog.
Das ist neuer Besucherrekord.
Obwohl.
Der Blog keine Idee hat.
Ein miserables Dialog-Design.
Der nur Hartgesottene inspiriert, Kommentare zu schreiben.
Einen Haufen diametral auseinanderstrebender Autoren.
Von denen auch noch viel zu wenig.
Was hat dann der IF-Blog?
Roland Dürre.
Seinen bestialischen Einsatz.
Seine Bandbreite.
Vom der Scrumprojekleitung bis zum Bierprojektmanagement.
Oder war das mit Projektleitung und Projektmanagement umgekehrt?
Sein Netzwerk.
Vom erzmonologischen Lay zum superdialogischen Wood.
Roland, Du hast in Zeiten der fortschreitenden Atomisierung bis hin zur Einser-Crowd, eine veritable Bloggemeinde zusammengebracht.
Ich gratuliere Dir ungebremst!
Und Ihr, da draussen an den Tasten und Mäusen!
Jetzt alle!
Für Roland!
Ein click, click Hurra!

SIX

 

Carl und Gerlinde (XVIII)

Wenn Carl in der Küche die Berge von schmutzverkrustetem Geschirr und ekelerregenden Essensreste sah, spürte er doppelt und dreifach, wie sehr ihm seine geliebte Gerlinde fehlte. Ohne sie drohte schon nach zwei Wochen das Chaos – ja  der Weltuntergang!

Warum tat sie ihm das nur an?

Sie musste doch wissen, wie sehr er sie liebte und wie hilflos er ohne sie war?

Wie sollte er denn ohne sie zu Recht kommen?

Ja – wie überleben – ohne ihre Fürsorglichkeit und himmlischen Kochkünste?

Und ohne ihre flinken ‚Putz – Händchen’? Vor allem aber ohne ihre wunderbaren, weichen, gebügelten Hemden, deren Hals umschmeichelnde Krägen zum ersten Mal in seinem Leben ihm keinen Blutstau im Kopf verursachten und keinen nervösen Ausschlag an Hals und Brust?

Und wer kaufte ihm jetzt, mit sicherem Blick, die passenden Unterhosen, die nicht  zwischen den Pobacken hoch krochen; und die richtigen Socken, die sich nicht in seinen handgefertigten Schuhen zu Faltengebirgen auftürmten?

Wer besorgte ihm die Pflegecreme fürs Gesicht? Und sein Spezialshampoo und seinen Deostift, der nicht juckte?  Er wusste doch gar nicht, wo das alles stand, in den Regalen der Supermärkte…

Und die Nachbarn! Hatte Gerlinde die vollkommen ausgeblendet?

Sie musste doch wissen, dass diese dreiste Siebenerbande sich dumm und dämlich lachte, wenn sie erfuhr, dass Gerlinde von einen Tag auf den anderen abgehauen war. Dieser ‚Solar – Fuzzy’ Konrad, der platzte doch vor Schadenfreude! Und seine Schnepfe Luise, die ihm natürlich nicht wegflog, erst recht! Hoffentlich entblödete die sich niemals, ihm scheinheilig ihre Hilfe anzubieten, sonst rastete er aus…

Trotzdem – allzu lange konnte er sich diese neugkeitsgeile Bande sicher nicht vom Leib halten, das war klar wie sonst etwas!

mehr »

Hier meine Tweets der letzten Woche zum Thema:
Bloggen und Twitter, Weisheiten und Regeln:

120119 Mit der Wahrheit kommt man ins Geschrei – so kann’s gehen beim Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

120120 Mit der Zeit Kommt Freud und Leid – auch beim Bloggen und Twittern. #Twitter #Bloggen #Weisheit

120121 Mit Fragen kommt man durch die Welt – gilt auch für Twitterer und Blogger. #Twitter #Bloggen #Weisheit

120122 Mit fremdem Schaden ist wohlfeil klug werden – auch beim Twittern und Bloggen? #Twitter #Bloggen #Weisheit

120123 Mit frischen Rosen und Jungfern darf man nicht lange scherzen – auch beim Twittern und Bloggen? #Twitter #Bloggen #Weisheit

120124 Mit Gaben fängt man die Götter – auch beim Twittern und Bloggen? #Twitter #Bloggen #Weisheit

120125 Mit Geben wuchert man am meisten – so ist’s auch beim Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

Jeden Tag kommt ein neuer Tweet dazu. Siehe unter twitter.com und “follow” RolandDuerre!
Viel Spaß beim Folgen!

RMD

P.S.
Die Sprichwörter habe ich auf Alle deutsche Sprichwörter gefunden.

Detlev Six
Mittwoch, der 25. Januar 2012

Carpe mortem, spiel‘ Tombstone hold’em.

Grabstein.
Oben rund=Herz.
Oben spitz=Pik.
Oben flach= Karo.
Oben mit Statue=Kreuz.

Die Kartenfarbe ist jetzt schon einmal klar. Den Kartenwert liefert die letzte Zahl des Todesdatums. 1935 ist also eine Fünf. 1931 eine Eins für das Ass. Stehen mehr als zwei Namen auf dem Grabstein, hat das den Wert eines Buben. Drei Namen den einer Königin. Vier oder mehr den des Königs.

Das Spiel kann beginnen.

Zu spielen ist es wie Texas hold’em, nur in umgekehrter Reihenfolge. Zuerst werden 5 ganz normale Pokerkarten offen ausgelegt und der Einsatz gebracht. Dann suchen die Spieler die beiden verdeckten Karten in Form von Grabsteinen auf dem Friedhof. Die Spieler sind jeweils ein Tandem, denn nur zwei Partner schaffen folgendes Kunststück: sie können beliebige Grabsteine als Karten aussuchen, wenn, ja wenn es ihnen gelingt eine lebende, vollständige Brücke zwischen beiden Grabsteinen zu bilden. Sollen also zwei Grabsteine zusammen spielen, kann etwa die Hand des eines Partners am Grabstein sein, der Fuß Kontakt zum Fuß des anderen haben, der wiederum wenigsten mit der Fingerspitze den zweiten Grabstein berühren muss.

Darf man so etwas spielen? Ist das nicht nur wieder kalkulierte Tabubrecherei? Ist denn nicht einmal mehr die Würde des Friedhofs heilig?

mehr »

 

Heute ist es mal wieder soweit!

IF-Forum kommt mal wieder ins Wohnzimmer.

Kurz nach 18:00 geht es los! In unserem IF-Forum EXTRA spricht heute, am Mittwoch, den 25. Januar 2012 Klaus-Jürgen Grün.

Dr. Klaus-Jürgen Grün wirkt als Philosoph. Er hat sich die Aufgabe gestellt, die Philosophie aus ihrem Elfenbeinturm herauszuholen und in Gesellschaft und Wirtschaft zu tragen.

Sein ganz besonderen Vortrag hat einen spannenden Titel:

Die Kunst des Negativen Denkens!

mehr »

Roland Dürre
Dienstag, der 24. Januar 2012

Neues Video von Rupert Lay

Von Sonntag auf Montag habe ich wieder einen Vortrag von Rupert Lay nach Youtube hoch geladen. Der Titel ist

Die Neuordnung der politischen und ökonomischen Welt.

Dieser Vortrag wurde am 13. September 1998 in der akademischen Akademie in Bad Boll aufgenommen.

Es ist ein ganz wichtiger Vortrag, denn er erklärt so manches, was uns heute bewegt. Ich empfehle, zumindest mal die ersten fünf Minuten anzuschauen. Rupert nimmt auf die damals zeitgenössischen Probleme Bezug und macht sehr unangenehme Aussagen betreffend der Folgen in der Zukunft. Die scheinen heute alle wahr geworden zu sein. Ein Vortrag mit fast prophetischer Weitsicht.

Freue mich, wenn Ihr mal rein schaut!

Auch dieser Vortrag wude für den Ronneburger Kreis gehalten. Bernd Sielaff hat gefilmt, Friedrich Lehn die Aufnahme überarbeitet.

RMD

P.S.
Jetzt habe ich noch sieben Vorträge von Rupert, die noch nicht veröffentlicht sind. Werde so in vier Wochen den nächsten veröffentlichen. Und besonders freue ich mich, dass ich Rupert morgen in einer Woche (1. Februar) nach langer Pause mal wieder treffe.