Roland Dürre
Samstag, der 28. September 2013

Noch ein Sponsor für PM-Camp gesucht!

Vor drei Jahren hat das PM Camp in Dornbirn das erste Mal stattgefunden. Das PM Camp war für DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz) gedacht. Das hat vielen so gut gefallen, dass in diesem Jahr schon weitere PM Camps in Wien, Stuttgart, Bad Homburg (Rhein-Main) und Berlin stattgefunden haben.

Dieser tollen Entwicklung sind aber ein paar Sponsoren gefolgt, die jetzt lieber lokale Bar Camps in ihrer Nähe fördern als das weiter entfernte am Bodensee. Eine verständliche Entwicklung, die jetzt aber dazu führt, dass wir noch ein paar Sponsoren für das PM Camp in Dornbirn suchen. Einfach, damit wir den hohen Standard dieses wohl am besten besuchten PM Camp halten können.

PM-Camp
Hier der Appell des Orgateam Dornbirn an potentielle Sponsoren:
Das PM Camp in Dornbirn ist wie alle anderen auch eine Non-Profit-Veranstaltung. Die Eintrittspreise sind bewusst niedrig gehalten (EUR 99 zzgl. MwSt. für 2 Tage Veranstaltung inkl. Verpflegung) und reichen nicht zur Deckung der Veranstaltungskosten.

Deshalb sind wir auf Sponsoren angewiesen, welche die Vision des PM Camps teilen und mittragen wollen. Als Sponsor zeigen Sie unmissverständlich ihre innovative und zukunftsorientierte Positionierung, können im Rahmen der Open Space Sessions aktiv ihre Themen beitragen, viele neue Impulse gewinnen und nicht zuletzt interessante Menschen, ob als Kunden oder Mitarbeiter, kennenlernen.

Werden Sie Teil der PM Camp Bewegung, die in Dornbirn vor drei Jahren ihren Anfang nahm und mittlerweile PM Camps in Wien, Berlin, Stuttgart und Bad Homburg hervorgebracht hat! Zeigen Sie potentiellen Mitarbeitern und Kunden, dass Sie bereit sind, ausgetretene Pfade etablierter Konferenzen zu verlassen und Projektmanagement neu zu denken. Unterstützen Sie aktiv die wichtigste und bekannteste Un-Konferenz zum Thema Projektmanagement im deutschsprachigen Raum!

Die Details unseres Sponsoring-Angebots finden Sie hier. Sprechen Sie uns bald an, denn auch die Sponsorenplätze sind limitiert.

Der Sponsor zahlt übrigens keinen schrecklich hohen Betrag. Ich freue mich auf Fragen!

RMD

Roland Dürre
Freitag, der 27. September 2013

brand eins im Oktober

brandeinsOKT13Vor drei Tagen kam es wieder regulär zu mir, das brand eins. Heute am Ende der Woche habe ich ein wenig Zeit und schaue es mir an.

Im Oktoberheft ist der Schwerpunkt Normal. Auf dem Umschlag steht in großen Lettern:

Alle sind normal.
Nur du nicht.
(kleiner und in rot).

Bevor ich das Heft öffne, lass ich das auf mich wirken. Habe ja vom brand eins des September gelernt, dass man mit dem Titelblatt behutsam umgehen muss.

Ich fühle mich an meine Kindheit erinnert. In der Tat habe ich damals doch einige Menschen beneidet, wie „normal“ sie sind. Und fand mich gar nicht normal …

Dann muss ich an meinen Freund und Lehrer Rupert Lay denken. Der hat erst vor kurzem im hohen Alter einen schönen Vortrag gehalten über die verschiedenen Welten anderer Menschen. Eine Aussage von ihm war:
Jeder Mensch hat seine eigene Welt. Die ganz anders ist und anders sein muss als die eigene.
Er hat auch gesagt, dass man mit dem Anders-Sein der Mitmenschen umgehen können muss. Und den Satz formuliert:

„Toleranz heißt, das Anders-Sein des anderen anzunehmen, Liebe heißt, das Anders-Sein des Partners zu wollen“.

Das ist für mich eine gigantischer Satz. Ich kann aber das Anders-Sein anderer kaum akzeptieren, wenn ich nicht auch mein eigenes Anders-Sein akzeptiere. Das wird wohl nicht gehen, wenn ich mich als „nicht normal“ empfinde.

Ich glaube, dieses als „nicht normal empfinden“ liegt daran, dass gutwillig wie wir Menschen halt sind, wir die Welten vieler anderer Menschen bewundern. Und unsere eigene gelegentlich als schäbig empfinden, weil wir sie halt gut kennen. Und das ist wohl ein großer Fehler. Denn auch unsere eigene Welt ist eine wundervolle.

Aber genug der Vorrede. Ich schaue ins Heft rein. Und finde da einiges von dem, das mich bedrückt. Nämlich die totale Ökonomisierung unserer Welten. Ob in den Unternehmen, in der Arbeit, bei Gesundheit und Medizin, bei der Altersvorsorge, schier überall. Auch im individuellen Bereich werden die Entscheidungen immer mehr von ökonomischen Überlegungen dominiert, so zum Beispiel bei der Familienplanung und allgemein dem privaten Lebenskonzept.

Diese Ökonomisierung hat ihre Ursache in der wohl offensichtlichen Tatsache, dass alle sozialen Systeme versuchen, ausschließlich zu ihren Gunsten zu optimieren. Jeder Prozess wird so ausgerichtet, dass er vor allem oder gar nur dem System dient. Die Kunden und Mitarbeiter, Teilnehmer und Nutzern, Betroffene und Opfer aller Art spielen hierbei keine Rolle. Und das, obwohl diese ausschließliche Optimierung fürs System letztendlich auch diesem selbst zum Nachteil gereicht.

Und für beide Thesen, nämlich dass diese Ökonomisierung unserer Gesellschaft wirklich stattfindet, aber auch dass sie letzten Endes allen mehr schadet als nutzt (auch den Systemen, für die sie gemacht wurde), habe ich den einen oder anderen Beleg in den Artikeln des brand eins des Oktober gefunden. Wie ich bei der Lektüre auch dieses brandeins wieder entdeckt habe, dass diese Entwicklung die Folge eines doch sehr reduzierten Menschenbildes ist – nicht nur im unternehmerischen Denken – und so zu diesem (Miss-)Erfolg führt.

Aber am besten – selber lesen und selber entdecken.

RMD

Klaus Hnilica
Donnerstag, der 26. September 2013

Männer in Not – oder die lauernde Erotik im Haushalt

Carl und Gerlinde (XXXIV)

„Du warst beim Friseur!“ stellte Gerlinde überrascht fest, als sie das Glas Spätburgunder hob und Carl mit vollem Mund zuprostete; ein  unerklärlicher Heißhunger zwang sie, gleich noch ein Stück Vollkornbrot mit der köstlichen italienischen Mortadella nachzuschieben, obwohl sie den ersten Bissen noch gar nicht vollständig geschluckt hatte..

ZFimg089„Du – ja – auch – vor – zwei – Tagen …“, würgte Carl in letzter Sekunde aus sich heraus, bevor er mit blutrotem Kopf an einem üblen Hustenanfall zu ersticken drohte: er hatte sich verschluckt!

Immerhin brachte er alles noch soweit unter Kontrolle, dass die im Riesling schwimmende ungarische Salami in seinem Mund, nicht gänzlich über den frisch gedeckten Tisch verteilt wurde.

Doch während er mit Gerlindes Hilfe die schlimmsten Folgen des ‚Wurst-Wein-Chaos’ beseitigte, rang er immer noch nach Luft und hüstelte unentwegt in einem gedämpften Stakkato vor sich hin; aus seinen geröteten Augen drückten dicke Tränen…

„Ich wundere mich ja, dass du meinen Friseurtermin überhaupt wahr genommen hast“, sagte Gerlinde mitleidig spöttelnd, als Carl wieder ansprechbar war; sie leerte ihr halbvolles Glas nach dem überstandenen Schreck in einem Zug.

„Klaro – so was seh’ ich immer…“, krächzte Carl mit belegter Stimme.

„Dann könntest du ja zur Abwechslung auch einmal etwas sagen, oder?“

„Wieso denn, du weißt doch, dass du mir immer gefällst…“!

„Hm – hättest du bei deinem Friseurbesuch nur einen Blick in die neue ‚Bild der Frau’ geworfen, dann wüsstest du, wie wichtig so kleine positive Anmerkungen in Partnerschaften sind, mein lieber Carl!“

„Das mag sein“, sagte Carl und hüstelte sich erneut die Kehle frei, „dafür kenn ich aber die Probleme, die der Jogi Löw mit dem Mats Hummels hat und weiß, dass der Schweini beim Guardiola immer noch nicht richtig angekommen ist…“

„Apropos, Schweini – hast du auch den Schweinkram im „Stern“ gelesen?“ fuhr Gerlinde dazwischen.

„Nein – aber du wirst ihn mir bestimmt gleich erzählen – euch Frauen interessiert ja so etwas immer“, feixte Carl und nippte nach seinem überstandenen Erstickungstod ein erstes Mal wieder vorsichtig an seinem Riesling.

„Du –  ich weiß gar nicht, wie man darüber reden soll, aber laut „Stern“ passieren angeblich im Nachgang zu der Erotiktrilogie ‚Fifty Shades of Grey’ in London plötzlich die abenteuerlichsten Unfälle…“

„Keine Ahnung, Gerlinde – ich hab nur gelesen, dass sich der Poldi bei Arsenal London verletzt hat“, sagte Carl süffisant – jetzt wieder bei voller Stimme, und füllte Gerlindes leeres Glas aufs Neue mit dem seidigen Spätburgunder, der auch schon eine gewisse Wirkung in Gerlindes Äuglein zeigte, denn sie sagte kichernd: „du mit arsenal oder anal oder so haben die Unfälle in London nichts zu tun, die Feuerwehr hat da echt ganz andere Probleme zu lösen, wirklich peinliche…“

„Wie peinlich?“

„Na – die nackigen, entfesselten Gefesselten wissen offensichtlich nicht nur nicht, wie sie ihre Schlüsselchen für die Handschellen wieder finden, wenn sie sich nackig gefesselt haben, sondern müssen auch immer wieder aus allen möglichen Haushaltgeräten befreit werden, in denen sie sich auf die peinlichste Weise verfangen haben…“

„Aus Haushaltsgeräten?“

„Ja – aus Toastern, Staubsaugern und anderen praktischen Gerätschaften – und natürlich sind’s wieder die Männeken, die da rausgeholt werden müssen, lieber Carl…“

„Wie, die müssen aus Toastern befreit werden? Das glaub ich nicht!“

„Doch, Carl – steht laut „Stern“, alles im Londoner Feuerwehrreport…“

„Oh Gott“, stöhnte Carl, trank endlich das angefangene Glas Riesling aus, fuhr sich mehrfach mit einem Papiertaschentuch über seine tränenunterspülten Augen und sagte: “wieso plagen wir uns eigentlich bei TRIGA jede Saison aufs Neue mit immer raffinierteren Wäschekollektionen ab, wenn nach ‚Fifty Shades of Grey’ nicht nur Handschellen und Reitpeitschen die Leutchen in Fahrt bringen, sondern auch die stinknormalen Haushaltgeräte? Die Toaster und Staubsauger? Irgendetwas stimmt doch da nicht Gerlinde, oder?“

„Das ist eine gute Frage, Carl…“ sagte Gerlinde mit flackerndem Blick und unschuldig hochgezogenen Schultern, „aber vielleicht stimmt ja auch mit uns beiden etwas nicht? Vielleicht sind du und ich ja schon so abgestumpft, dass wir überhaupt nicht mehr in der Lage sind, genug Fantasie aufzubringen, um uns solche Dinge vorzustellen?“

„Also bitte – Gerlinde – jetzt gehst du aber zu weit…“

„Wieso zu weit? Hannelore hat schon alle drei Bände der Trilogie durch…“

“Und der Kurt“?

“Der interessiert sich auch nur für die kaputten Sprunggelenke von diesem Grötze oder Grütze…“

“Götze – Mario Götze, liebe Gerlinde… immerhin sind die zierlichen Sprunggelenke dieses ‚Götzen’ mehr als 30 Millionen Euro wert!“

“Na ja, so wertvoll bist du definitiv nicht, lieber Carl, das weiß ich ganz bestimmt – auch wenn ich schon ein bisschen betütelt bin! Aber immerhin könntest du deinen nur geringfügig niedrigeren monetären Wert schnell anheben, wenn du mir noch eines dieser köstlichen Fläschchen Spätburgunder aus dem Keller holst, was meinst du dazu“?

„Aber nur, wenn du mir versprichst, mich nie mit Handschellen zu fesseln – und schon gar nicht nackig…“, insistierte Carl und unterstrich seine Forderung dadurch, dass  er ein weiteres Glas kühlenden Riesling durch seine wieder genese Kehle jagte.

„Versprochen“, flötete Gerlinde.

„Gut, dann mach ich mich vollkommen entfesselt auf den Weg in den finsteren Keller“, grinste Carl.

„Aber vorher musst du mir noch schwören, dass du dich niemals und unter keinen Umständen an meiner Haushaltgerätschaft vergehen wirst! Schwöre das, Carl…“ lallte Gerlinde, schob mit großer Geste ihren schmutzigen Teller samt Besteck weit von sich, und bettete vorsichtig ihr schwer gewordenes Köpfchen auf den Tisch…

„Ich schwöre…“, intonierte Carl laut und sichtlich zufrieden, dass seine Stimmbänder wieder intakt waren.

Aber da Gerlinde bereits deutlich hörbar durch Worte nicht mehr zu erreichen war, sagte Carl auf dem Weg in den Keller zu sich selbst, dass die Alten vormals schon ihre guten Gründe gehabt hätten, darauf zu achten, dass Küchenarbeit und Putzen reine Frauensache blieb…!

Schließlich sollten ja ihre triebhaften jungen Männer möglichst unverstümmelt in die Kriege ziehen können…

Nicht so wie heute, wo die armen Männer nicht nur bei jeder Art von  Frauenkram mitmachen müssen, sondern dabei auch noch von Toastern und Staubsaugern attackiert werden…

Schlimme Zeiten sind das, murmelte Carl in den muffigen Keller – konnte sich dann aber am nächsten Morgen definitiv nicht mehr erklären, warum er voll bekleidet in Hose und Pullover auf seinem Bett lag – und die schlafende Gerlinde mit pinkfarbenen Handschellen an ihn gefesselt war.

KH

Hier meine Tweets der letzten Woche zum Thema:
Bloggen und Twitter, Weisheiten und Regeln

130919 Wenn man die Gerechtigkeit biegt, so bricht sie – auch beim Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

130920 Wenn man die Treppe scheuert, fängt man von oben an – so auch beim Twittern und Bloggen? #Twitter #Bloggen #Weisheit

130921 Wenn man keine Gelegenheit hat, muss man eine machen – so auch beim Bloggen und Twittern. #Twitter #Bloggen #Weisheit

130922 Wenn man nicht sieht, stößt man leicht aneinander – auch beim Bloggen und Twittern. #Twitter #Bloggen #Weisheit

130923 Wenn man stöbert, fängt man oben an – so auch beim Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

130924 Wenn mit dem Taler geläutet wird, gehen alle Türen auf – auch beim Twittern und Bloggen? #Twitter #Bloggen #Weisheit

130925 Wenn nicht viel im Fass ist, kann man nicht viel daraus zapfen – so auch beim Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

Jeden Tag kommt ein neuer Tweet dazu. Siehe unter twitter.com und “follow” RolandDuerre!
Viel Spaß beim Folgen!

RMD

P.S.
Die Sprichwörter habe ich auf Alle deutsche Sprichwörter gefunden.

Jetzt bin ich drei Tage von der Schweiz kommend durch Deutschland geradelt. Und habe bei einem Freund und in zwei Hotels übernachtet. Beim Wolf in Rorschach, dann in Oberstaufen und Füssen in so ganz normalen Touristen-Hotels.

Und jeden Abend im Hotel angekommen musste ich beim Check-In ein Formular ausfüllen. Name, Vorname, Geburtsdatum, Heimadresse, Geburtsdatum und Vorname meiner Frau.

Bei meinem Freund musste ich dies jedoch nicht. Warum da eigentlich nicht? Immerhin habe ich in Rorschach übernachtet. Muss man beim „Privat Übernachten“ nichts ausfüllen? Und kann mir einer sagen, warum eigentlich nicht? Sondern nur im Hotel? Meine Gefährlichkeit ändert sich doch nicht, wenn ich im Hotel übernachte.

Da fällt mir ein, dass ich meine Übernachtungs-Gäste – und ich habe öfters welche – auch kein Formular ausfüllen lasse. Und melden tue ich sie auch nicht. Müsste ich das vielleicht als gesetzestreuer Bürger?

Da ich viel unterwegs bin, muss ich viele solche Formulare ausfüllen. Eine unnötige Arbeit. Dachte immer die Daten sind in meinem Personalausweis. Und auf vielen meiner Plastik-Karten in so kleinen Chips. Also könnte man sie doch auslesen. Dann müsste ich zumindest nicht mehr mit dem Kugelschreiber immer wieder lästig Papier beschmutzen. Mein Geburtsalter und meine Adresse kenne ich doch schon, üben muss ich es doch auch nicht mehr.

Wobei mir das alles eh schon als sinnlos erscheint. Es weiß doch eh ein jeder, wann ich wo ich war und bin. So ist das Ausfüllen doch so eine Art bürokratische Schikane.

Besonders absurd finde ich das Ausfüllen natürlich, wenn ich mein Smartphone am Morgen anschaue. Das begrüßt mich dann jeden Morgen und sagt mir genau wo ich bin, wie das Wetter draußen ist und viel mehr dazu. Und es gibt noch viel mehr Anwendungen, die immer genau wissen, wo ich wann bin.

Trotzdem werde ich wahrscheinlich immer weiter das Anmeldeformular aus füllen müssen. Völlig sinnlos. Wie so vieles in unserer Welt.

🙂 Wobei das jetzt auch nichts ist, was mich so richtig ärgert. Es ist einfach nur blödsinnig.

Also was soll’s. Füll ich halt weiter Formulare aus …

RMD

So ein letztes Mal:

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.

Diesmal drei (fast wortlose) Bilder von unserer heutigen Etappe von Füssen noch Bad Tölz (mehr als 100 km, diesmal mit enttäuschend wenig Höhenmetern).

2013BadTölz

Kann man schöner Radeln?

2013BadTölz1

Ein Blick nach links.

2013BadTölzNachvorne

Die drei Tage durchs Allgäu waren ein großes Glück. Und weil man aufhören soll, wenn es am schönsten ist, sind wir heute um 18:00 Uhr mit der BOB von Bad Tölz dann nach Holzkirchen und weiter nach Unterhaching geradelt. Wenn ich ehrlich bin, dann nicht nur deswegen, sondern wegen der schlechten Wettervorhersage für morgen und weil ich ein wenig Stress im Unternehmen habe.

Aber sobald es wieder passt, heißt es dann: Nach Bad Tölz – und von dort die Tour weiterfahren zum Königssee. Die Hälfte der Strecke vom Bodensee zum Königssee haben wir ja schon.

RMD

Roland Dürre
Dienstag, der 24. September 2013

Von Oberstaufen nach Füssen

oder nochmal

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.

Deshalb wieder ein paar (fast wortlose) Bilder von unserer heutigen Radfahrt von Oberstaufen nach Füssen (fast 80 km, diesmal mit auch ein paar “bösen” Höhenmetern).

2013Füssen7

Start in den Morgen.

2013füssen5

Nebel über dem See.

2013Füssen4

Flieger im Himmel.

2013FüssenBarbie

Barbara am Straßenrand.

2013Füssen2

Es ist ein langer Weg!

2013FüssenBahn

Wir hätten es auch einfacher haben können …

2013Füssen1

Jedoch war es wieder wunderschön.

RMD

P.S:
Die Bilder sind von mir. Einfach so unterwegs mit S5 aufgenommen und natürlich NULL nach bearbeitet.

Roland Dürre

Belastbar

Eine Anekdote aus dem Manager-Alltag:

Da bekomme ich eine wunderbare Bewerbung. Spitzenmäßig. Und freue mich so richtig.

Und ganz unten lese ich bei persönliche Vorzüge:

Sehr belastbar.

Da erschrecke ich zu erst.

Warum?

Weil ich das doch gar nicht will. Ich möchte Kollegen, die Mut haben. Die über die Kraft verfügen, Freude zu entwickeln und andere mitreißen zu können. Menschen, die sich in gesundem Maße fürs Unternehmen einsetzen. Die aber auch emotional und sensibel sein dürfen und sollen, und die auch „Nein“ sagen können. Mitarbeiter, die sich selbst schätzen und mögen. Weil sie nur dann andere schätzen und mögen kömmen.

Aber ich wünsche mir keine „belastbaren“ Menschen. Das ist etwas für die Mottenkiste des Managements. Hinein damit und Deckel drauf.

Aber keine Sorge – ich weiß, wie das mit dem „belastbar“ gemeint war.

RMD

Roland Dürre
Montag, der 23. September 2013

Von Rorschach/Goldach nach Oberstaufen …

oder

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.

Deshalb ein paar (wortlose) Bilder von unserer heutigen Radfahrt von Rorschach am Bodensee nach Oberstaufen (gut 80 km mit vielen „guten“ Höhenmetern).

2013Oberstaufen1

Es war schön.

2013Oberstaufen2

Es war schöner.

2013Oberstaufen3

Es war noch schöner.

2013Oberstaufen4

Es war am schönsten.

2013Oberstaufen5

Es war am schönsten mit der Barbara!

2013oberstaufen6

Es war einfach ein wunderschöner Tag.

RMD

Das PM-Camp in Berlin ist jetzt auch schon wieder eine Woche her. Ich hatte da eine Session mit einem Beitrag zu „Ethik/Moral & Management heute“ ausgestaltet.

Den ersten Teil meines Vortrages „Moral versus Ethik“ habe ich schon veröffentlicht (LINK). Hier Teil 2 als Versuch, ein „ideal-typisches“ Bild eines modernen Managers zu formulieren.

Welche Eigenschaften und Qualitäten sollten Menschen haben, die für ein soziales System wie ein Unternehmen in überdurchschnittlichen Maße Verantwortung übernehmen, wesentliche Entscheidungen treffen und wirksam handeln? Denn das sind für mich die Manager, Führungskräfte, Unternehmer oder wie immer man sie auch nennen möchte.

Um zu strukturieren, gruppiere ich die Begriffe dazu in drei „Cluster“:

Operativ – Strategisch – Normativ.

  • Operativ
    Hier möchte ich die „normalen“ Qualitäten erwähnen, die so ein „Manager“ heutzutage wohl haben sollte oder sogar muss. Also über eine gute fachliche und kaufmännische Kompetenz zu verfügen, bewusst Zuhören zu können, die aktive Kommunikation in Wort und Schrift beherrschen. Aber auch als intelligenter, schlagfertiger und souveräner Mensch auftreten zu können, eben verhandlungssicher und mit einem guten Instinkt ausgestattet. Also über das richtige Maß an Extrovertiertheit und Gewandtheit zu verfügen. Auch eine halbwegs gute Kinderstube und ein gesundes Maß an Gesetzestreue wäre mir wichtig.
    All diese Qualitäten sind sicherlich nützlich. Welche wirklich notwendig sind, mag ich nicht beurteilen, aber ich mir sicher, dass wir hier keine hinreichende finden.
  • Strategisch
    Hier sehe ich das Führungsmoment. Der Anspruch wächst: Begriffe wie „Innere Freiheit“, „Emphatie“, Konfliktfähigkeit, Vorbildfunktion fallen mir ein. Eine gesunde Identifikation mit den Werten und der Kultur des Unternehmens erscheint mir sehr wichtig. Ich würde mir ein gesundes Maß an Demut vor der Aufgabe wünschen. Und besonders sollte eine Führungskraft auch den Unterschied zwischen Moral und Ethik (siehe Teil 1 meines Vortrages) verstehen und in der Lage sein, „ethisch“ verantwortet zu entscheiden.
  • Normativ
    Auch hier sehe ich eine weitere große Herausforderung. „Unternehmerische Qualitäten“ sind gefragt Es geht darum, sich ganz bewusst „Jenseits der Beliebigkeit“ und in „Verantwortung“ zu begeben. Man muss in der Lage sein, sich mit den Werten des Unternehmens und der Kultur (einer sehr mächtigen Welt, die sich quasi automatisch gebildet hat) konstruktiv und kritisch auseinandersetzen. Den Willen zur „Veränderung“ aufzubringen. Dazu braucht es Primärtugenden wie „Zivilcourage“ (Bürgermut) und „Konstruktiven Ungehorsam“.

Ein Mensch und/oder Manager, der mit solchen Qualitäten ausgestattet ist, würde ich als „agil“ bezeichnen. E r sollte in der Lage sein, zu unterscheiden, was „gut“ oder „schlecht“ für seinen Verantwortungsbereich iar und so freie Entscheidungen fällen zu können, die öfter zu den richtigen denn falschen Handlungen führen.

Bei einem meiner Vorträge zum Thema Führung kamen wir in der Diskussion auf das Thema „Charisma“ zu sprechen. Ist „Charisma“ eine notwendige Eigenschaft, um „führen“ zu können? Ich glaube, dass „Charisma“ ein Missverständnis ist. Denn nicht die Menschen sind „charismatisch“, sondern ihre Handlungen werden als solche wahrgenommen.

Aber zurück zu meinem Bild. Es ist natürlich ein ein wenig willkürliches Modell. Auch kann man sicher noch weitere Anforderungen dazu fügen und auch anderes ein zu gruppieren. Auch die Dreiteilung, die ich vorgenommen habe, könnte man erweitern oder verändern. Und wie immer, darf man auch in meinem Modell nicht „schwarz-weiß“ denken.

Natürlich kann ich mir keinen Menschen vorstellen, der über all das was ich so beschrieben habe, verfügt. Das finde ich auch sehr tröstlich für unsereins. Aber vielleicht hilft mein Bild, sich mal auf den Linien des Dreiecks oder auch im Innenbereich zu bewegen, sich zu fragen, „wo man steht“, wo man hin will und was man tun kann, um dies zu erreichen.

RMD
(Translated by EG)