Roland Dürre
Donnerstag, der 30. Januar 2014

Tweets zum Twittern und Bloggen #204

Hier meine Tweets der letzten Woche zum Thema:
Bloggen und Twitter, Weisheiten und Regeln

140123 Wer nichts begehrt, dem geht nichts ab – so auch beim Twittern und Bloggen! #Twitter #Bloggen #Weisheit

140124 Wer nichts hat, was kann der verlieren? – so auch beim Twittern und Bloggen? #Twitter #Bloggen #Weisheit

140125 Wer nur will, der kann wohl – dran denken, Twitterer und Blogger. #Twitter #Bloggen #Weisheit

140126 Wer nichts verspricht, braucht nichts zu halten – so auch beim Bloggen und Twittern? #Twitter #Bloggen #Weisheit

140127 Wer recht hat, hat niemand zu fürchten – so auch beim Bloggen und Twittern? #Twitter #Bloggen #Weisheit

140128 Wer reich ist, des Wort ist gehört – auch beim Twittern und Bloggen? #Twitter #Bloggen #Weisheit

140129 Wer säet, der mähet – dran Denken, Twitterer und Blogger? #Twitter #Bloggen #Weisheit

Jeden Tag kommt ein neuer Tweet dazu. Siehe unter twitter.com und “follow” RolandDuerre!
Viel Spaß beim Folgen!

RMD

P.S.
Die Sprichwörter habe ich auf Alle deutsche Sprichwörter gefunden.

Immer mehr werde ich zum „aktiven Mobilen“, d.h. bewege ich mich immer mehr aus eigener Körperkraft zu meinen Zielen. Habe auch ein neues persönliches Mobilitätsprogramm in mein Leben gerufen, das ich „Weg vom Fahrrad“ nenne. Einfach weil ich entdeckt habe, dass zu Fuß gehen auch ganz schön sein kann.

Mein (gar nicht so) altes Winterrad (ein Corratec-Alu-Fahrzeug) hat jetzt schon bald 10.000 km auf dem Tacho und ich es noch nie so gemocht. Wie ich jetzt entdeckt habe, dass es bei Utopia mein Traummodell „LONDON“ zu einem einzigartigen Preis als Sonderangebot „Klassik Line“ gibt, bin ich schwach geworden. Und der Konsumteufel hat mich gepackt; ich habe ein mir ein ganz einfaches „Utopia London“ – allerdings mit einer Rohloff-Schaltung – bestellt.

328_Klassik_Line_111003Das gibt es ziemlich komplett inklusive der 14-G. Rohloff zu einem Grundpreis von 2.359,00 €. Das ist für ein Utopia London mit dem schönen Kreuz-Stahl-Rahmen ein fast sensationeller Preis, wobei es das Angebot auch nur bis Ende Januar gibt.

Wie ich die technischen Daten lese, fällt mir das Gewicht des Fahrrades auf: 16,8 bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 180 Kilo, also um die 160 Kilo Nutzgewicht.

Und dann denke ich mir, dass 16,8 Kilo schon ganz schön schwer ist. Aber keine Sorge, voll ausgestattete Tourenräder kommen in der Regel immer in diese Gewichtsklasse.

Ich rechne weiter. Wenn ein Rad 16,8 Kilo wiegt, dann wiegen doch 10 Räder 168 Kilo. Und 10 mal 10 gleich 100 Räder wiegen dann 1.680 Kilo. Und dann fällt mir ein, dass ein normales Mittelklasse-Fahrzeug im auto-mobilen (also nicht aktiv-mobilen Bereich) ziemlich genauso schwer ist wie 100 solcher schöner Utopia-Räder. Und dass mit einem solchen Fahrzeug die meiste Zeit auch nur ein Mensch fährt.

100 Fahrräder sind übrigens ziemlich viele. Um mir das vorstellen zu können, überlege ich mir mal, wie ich 100 solcher Fahrräder auf meinen jetzt kleiner gewordenen Grundstück unterbringen könnte: 10 Fahrräder hier auf die Einfahrt, 10 Fahrräder dort auf die Terasse, 10 Fahrräder neben dem Gartenhaus, 10 neben dem Komposthaufen, 10 auf dem Schachbrett … verdammt es wird eng. Und ich muss immer noch 50 unterbringen. Wahrscheinlich müssen die Gästezimmer dann auch noch daran glauben.

Zum Spaß rechne ich weiter. Wenn ich die 2.359 € durch 16,8 Kilo dividiere komme ich auf einen Fahrrad-Kilopreis von 140,42 €. Da ist der Auto-Kilopreis richtig billig dagegen, bei einem angenommenen Preis von 30.000 € für einen Mittelklassewagen von 1.680 Kilo kommen da nur 17,86 für das „Kilo Auto“ heraus (und bei einem Daczia zum halben Preis nur die Hälfte!). Eigentlich ziemlich wenig, wenn ich mir überlege wie viel Stahl, Elektronik, Plastik, seltene Erden und was weiß ich noch alles in so einem Auto steckt. Ganz zu schweigen von den 5 – 10 Tonnen Öl (Quelle), die für den Bau des Automobils aufgewendet werden mussten.

Verflixt, Radfahren ist teuer. Wie kann man nur so dumm sein, sich ein Fahrrad zu kaufen?

Aber ich rechne weiter. Unser Auto mit dem Leergewicht von 1.680 Kilo hat eine Zuladung von in der Regel bestenfalls so 500 Kilo. Schon steigt der Nutzlast-Kilopreis auf 60 EURO. Die 100 Utopias dagegen schaffen eine Zuladung von 16.000 Kilo. Macht dann nur noch einen Preis von 14,74 pro Nutzlast-Kilo. Sieht doch schon wieder besser aus.

So könnte man weiter rechnen. Damit will ich Euch aber nicht belasten. Ist ja eh alles nur Spaß.

Das einzige was klar ist: Aktive Mobilität ist schon irgendwie vernünftiger als automobile. Nur: Zu Fußgehen ist noch besser.

RMD

P.S.
Das Bild habe ich von Website von utopia-velo.de.

Roland Dürre
Sonntag, der 26. Januar 2014

Interview für die DOAG

„Da findet eine Evolution statt, die kaum vorhersehbar ist …“

Die Informationstechnologie entwickelt sich schneller als je zuvor. Dr. Dietmar Neugebauer, Vorstandsvorsitzender der DOAG, und Wolfgang Taschner, Chefredakteur der DOAG News, sprachen darüber mit Roland M. Dürre, Vorsitzendem des Vorstands der Interface AG, also mit mir :-). Das ganze anlässlich der großen DOAG-Konferenz 2013 in Nürnberg.

Sie haben die Interface AG gegründet. Was ist deren Geschäftsmodell?
Gestartet im Jahr 1984 als Produkt-Unternehmen sind wir mit der professionellen Textverarbeitungs-Software HIT/CLOU innerhalb weniger Jahre zum europäischen Markführer auf UNIX-Systemen aller Hersteller geworden. Um die Jahrtausend-Wende haben wir uns zum IT-basierten und Branchen-neutralen Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen gewandelt. HIT war das UNIX-Textsystem, CLOU die ergänzende 4GL-Maschine für Textgenerierung. Schon in den ersten CLOU-Versionen gab es die Möglichkeit, SQL-Scripten einzubetten, so dass der Textautomat aus der zugewiesenen Datenbank qualifiziert lesen und bei Bedarf auch in sie schreiben konnte. In vielen Einsätzen war dies die Oracle-Datenbank.

Neben der Interface AG gibt es unter dem Dach der IF-Group noch weitere Unternehmen. Was machen diese?
Unsere Tochter-Unternehmen sind spezialisiert auf Dienstleistung im Umfeld besonderer Hersteller-Technologien wie Microsoft oder allgemeiner IT-Technologien wie Virtualisierung. Ein Unternehmen fällt aus der Rolle, es ist die IF-Localization, die Übersetzungen in alle Sprachen organisiert und interkulturelle Anpassungen durchführt.

In welchem Rahmen setzen Sie bei Ihren Kunden Produkte der Firma Oracle ein?
Fast alle unsere Kunden setzen in den geschäftskritischen Prozessen die Oracle-Datenbanken ein. Diese Datenbanken sind die Basis für IT-Anwendungen aller Art.

In welchem Bereich sehen Sie die Stärken der Oracle-Produkte, wo die Schwächen?
Mein Eindruck ist, dass die Oracle-Produkte in der Regel immer sehr gut im Wettbewerb abschneiden. Bedauerlich ist aus meiner Sicht eher, dass es gerade im Middleware-Bereich keine Übersicht über die Vielfalt der Produkte gibt. Da ist noch viel Platz für Oracle nach oben.

Wie beurteilen Sie generell die Produkt-Strategie von Oracle?
Es steht mir nicht an, die Produkt-Strategie von Oracle zu bewerten. Zumal ich gar nicht in der Lage bin, die Vielfalt ganz zu überschauen. Vielleicht wäre da eine Produkt-Landkarte sinnvoll, die alle Produkte und ihre Möglichkeiten beschreibt.

Würden Sie Ihren Kunden empfehlen, ein Komplettsystem von der Hardware bis zu den Applikationen von einem einzigen Hersteller wie Oracle einzusetzen?
Warum sollte ich nicht? Ich bin schließlich ein alter Fan von Sun-Systemen. Aber im Ernst, eine integrierte und abgestimmte Architektur hat viele Vorteile, die sich wahrscheinlich auch rechnen. Eine Abhängigkeit vom Hersteller besteht ja immer, ganz gleich ob der Anbieter Microsoft, IBM, SAP oder Oracle oder anders heißt.

Was hat Sie damals an Sun so beeindruckt?
Wir waren ja eine UNIX-Firma und ich war mir damals (fälschlicherweise) ziemlich sicher, dass Windows keine Chance im professionellen Einsatz hat. Da habe ich mich freilich gründlich geirrt. Sun war damals neu  und modern – in der grafischen Oberfläche der Sun-Workstations sah ich eine große Zukunft. Zudem waren mir die damaligen Sun-Mitarbeiter auf ihren Veranstaltungen sehr sympathisch.

Was ist Ihnen durch den Kopf gegangen, als Oracle Sun übernommen hat?
Einerseits war ich entsetzt, andererseits hatte ich die Hoffnung, dass diese Akquisition eine große Chance ist. Die große Performance der Oracle Engineered Systems sind ein gutes Beispiel dafür.

Die Interface AG setzt stark auf soziale Medien. Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?
Persönlich nur die besten. Allerdings ist es nicht immer einfach, die Menschen und auch zentrale Abteilungen zum Mitmachen zu bewegen. Witzigerweise erfahre ich oft aus Facebook, Google+ oder Twitter, was unsere Mitarbeiter gerade so machen, auch dienstlich.

Welche Vorteile sehen Sie im Einsatz der sozialen Medien im Unternehmen?
Ich betrachte das heute als ein unbedingtes Muss. Das Management hat sich über die Jahre verändert, an die Stelle des hierarchisch aufgebauten Systems gibt es heute eine vernetzte Struktur. Bei größeren zusammenarbeitenden Gruppen sind deshalb moderne Hilfsmittel erforderlich, um beispielsweise die zahllosen Besprechungen zu vermeiden. Entscheidend ist jedoch, alle Team-Mitglieder von den Vorteilen der sozialen Medien zu überzeugen.

In welche Richtung wird sich die IT in den kommenden Jahren entwickeln?
🙂 Wenn ich das wüsste, würde ich nicht hier sitzen, sondern auf einer schönen Yacht in der Karibik und einem Glas Champagner in der Hand. Seriös: ich gehe davon aus, dass die IT ihren Weg und dies sehr schnell gehen wird. Da findet eine Evolution statt, die kaum vorhersehbar oder gar bestimmbar ist. Ich gehe aber davon aus, dass die großen Impulse nicht mehr aus Europa und auch nicht mehr so stark wie bisher aus den USA kommen werden, sondern aus Asien. In der Pionierzeit von Unix war der große Nachteil für uns deutsche Anbieter, dass der deutsche Markt so viel kleiner als der Englisch-sprechende war. Heute bestimmen China und auch immer mehr Indien, wo es lang geht.

Was erwarten Sie dabei von einem IT-Unternehmen wie Oracle?
Die Kunst wäre, die richtige Mischung und/oder Gewichtung zwischen „open“ und „proprietär“ zu schaffen. Die Märkte in der IT wandeln sich schnell und sind nicht mehr von einem Unternehmen alleine beherrschbar. So sind technologische Offenheit und strategische Transparenz wünschenswert und bestimmt langfristig auch nützlich für IT-Unternehmen.

Wie sehen Sie den Stellenwert einer Anwendergruppe wie der DOAG?
Ich habe ja eigene Siemens-Erfahrungen, als Mitarbeiter wie als Lieferant. Bei Siemens gab es die Siemens Anwender-Vereinigung. Ich war immer beeindruckt, wie dadurch sehr konstruktive Beziehungen gerade mit Großkunden und Lieferant möglich waren und welcher Nutzen für beide Seiten entstanden ist.

Welche Erfahrungen aus Ihrem langen Berufsleben können Sie an andere Unternehmer weitergeben?
Vielleicht die wichtigste: Immer fähig sein, sich ein eigenes Urteil zu bilden. Und agil bleiben und dogmatische Entscheidungen und Handlungen um alles in der Welt verhindern. Ansonsten versuche ich die Regeln für modernes Management von Hans Ulrich, dem Erfinder des St. Gallener Management Modells zu beherzigen. Diese sind: Die Unvorsehbarkeit von Zukunft als Normalzustand zu akzeptieren, die Grenzen des Denkens weiter stecken, sich besser vom „sowohl als auch” als vom „entweder oder” leiten zu lassen, mehrdimensional zu denken, Selbstorganisation und Selbstlenkung als Gestaltungsmodell zu begreifen, Managen als sinngebende und sinnvermittelnde Funkton aufzufassen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und Gruppendynamik auszunutzen. Beachtenswert, dass diese Regeln aus den 1980ger Jahren stammen.

Das Interview ist mittlerweile bei DOAG veröffentlicht – so poste ich es auch mal hier.

RMD

Roland Dürre
Donnerstag, der 23. Januar 2014

Tweets zum Twittern und Bloggen #203

Hier meine Tweets der letzten Woche zum Thema:
Bloggen und Twitter, Weisheiten und Regeln

140116 Wer nicht singen kann, mag pfeifen – so auch beim Twittern und Bloggen! #Twitter #Bloggen #Weisheit

140117 Wer nicht traut, dem ist nicht zu trauen – so auch beim Twittern und Bloggen? #Twitter #Bloggen #Weisheit

140118 Wer nicht spinnt, behält seinen Flachs – dran denken, Twitterer und Blogger. #Twitter #Bloggen #Weisheit

140119 Wer nicht verlieren will, der spiele nicht – so auch beim Bloggen und Twittern! #Twitter #Bloggen #Weisheit

140120 Wer nicht wagt, der nicht gewinnt – so auch beim Bloggen und Twittern. #Twitter #Bloggen #Weisheit

140121 Wer nichts an die Angel steckt, der fängt nichts – auch beim Twittern und Bloggen? #Twitter #Bloggen #Weisheit

140122 Wer nichts aus sich macht, ist nichts – dran Denken, Twitterer und Blogger? #Twitter #Bloggen #Weisheit

Jeden Tag kommt ein neuer Tweet dazu. Siehe unter twitter.com und “follow” RolandDuerre!
Viel Spaß beim Folgen!

RMD

P.S.
Die Sprichwörter habe ich auf Alle deutsche Sprichwörter gefunden.

Roland Dürre
Mittwoch, der 22. Januar 2014

Das Geheimnis kluger Entscheidungen …

Gute EntscheidungDieses kleine Büchlein ist nur eines von vielen zum Thema „Entscheidungen“. Mir  hat es geholfen, ein wenig mehr von mir selbst zu verstehen. War ich mir doch selbst immer wieder ein großes Rätsel. Und habe oft nicht verstanden, warum ich so ein Unwohl-Sein bei „rationalen“ Entscheidungen empfinde.

Viele Planungsrunden, in denen scheinbar sehr vernünftige Szenarios in vielen Varianten entworfen, analysiert und dann wieder verworfen wurden waren mir ein Graus. Oft habe ich in solchen Sitzungen gelitten, weil mir das Tun so unsinnig erschien.

Vor lauter Überlegungen und Bedenken wusste ich am Ende solcher langer und harter Zusammenkünfte dann nicht mehr, wo mir der Kopf stand, wurde entscheidungsunfähig und fühlte mich wie gelähmt. Obwohl vor der Übung eigentlich alles ziemlich klar war, war danach alles unklar.

Ab und zu in meinem Leben habe ich auch gemeint, ich müsste mich frei machen von meinen „Bauchentscheidungen“ und der „Vernunft“ folgen. Weil ein „guter Manager“ sich doch frei von Gefühlen machen und der Ratio folgen müsse! Das erwies sich dann jedes Mal als folgenschwerer Fehler.

Bücher wie dieses werden uns Menschen nicht bewahren, in die Ratio-Falle zu laufen. Sie erklären aber zumindest, warum das ganz normal ist. Und dass mein Unwohl-Sein durchaus berechtigt war. Nicht ich bin der Spinner, der sich gegen die Vernunft auflehnt. Vielmehr sind es die „Vernunftler“, die sich das Leben schwer machen.

Das besondere an diesem Buch ist, dass Maja Storch diese anspruchsvolle Kost auf ganz leichte Weise und mit viel Spaß rüberbringt. Man liest das Buch wie einen unterhaltsamen Krimi.

Dank solcher Lektüre konnte ich mich wieder ein wenig mehr mit mir und meinem „eigenartigen“ Management-Stil versöhnen. Und freue mich, dass mein Weg gar nicht so schlecht war, sondern dem entsprochen hat, wie wir Menschen halt wirklich funktionieren. Jetzt weiß ich, dass die strenge (Selbst-)Kritik meines Ratio-Überichs an meinem Entscheidungsverhalten falsch war. Und bin so wieder ein wenig zufriedener geworden.

Hier auch der „affiliate link“ auf Amazon.

Roland Dürre
Sonntag, der 19. Januar 2014

Wie die Zeit vergeht …

InterFace_Icon_30Jahre_01-94

Wolf Geldmacher und ich haben um die Jahreswende 1983/84 ganz mutig beschlossen, gemeinsam mit Dr. Peter Schnupp (InterFace GmbH) und Claus M. Müller (über InterFace Computer GmbH) die InterFace Connection Gesellschaft für Datenverarbeitung und Kommunikationssoftware mbH zu gründen.

Und bis heute hatten wir viel Freude an unserer Gründung. Die aktiven Gesellschafter waren Wolf und ich. Wir waren zum Start mit je 30 % beteiligt. Vor 30 Jahren, genau am 1. April 1984 war es soweit! Die InterFace Connection (die heutige InterFace AG) hat ihren Geschäftsbetrieb aufgenommen.

Das war kein April-Scherz. Immerhin können wir jetzt ein wenig stolz auf 30 spannende und erfolgreiche Geschäftsjahre zurück blicken. Am 31. März hat die InterFace dann auch dreissig Zeitjahre geschafft. Diesen Geburtstag werden wir am 27. Juni 2014 so richtig mit ganz vielen Freunden feiern.

Es lohnt, sich das Datum schon mal vorzumerken und sich an diesem Tag den späten Nachmittag und die Nacht für uns zu reservieren! Auch hier in IF-Blog werde ich dieses Ereignis gebührend berichten. Wir werden unsere Freunde auch über viele andere Kanäle informieren und einladen.

Dreissig Jahre war ich bei der InterFace AG dabei und habe es zum Mehrheitsaktionär und Vorsitzender des Vorstands gebracht. In ganz verschiedenen Rollen war ich für die InterFace unterwegs. Gestartet sind wir als durchaus erfolgreiche Produktfirma und haben uns zum Dienstleister und Berater weiterentwickelt. Und wir gehen davon aus, dass der Weg für die InterFace AG auch jetzt ganz gut weitergehen wird.

Dieses Jahr wird nun mein letztes Jahr im Vorstand der InterFace AG sein. Das ist ein Grund zurückzublicken. Es gibt kein „Heute“ ohne „Gestern“ und kein „Morgen“ ohne „Heute“. Ein Grund, Rückschau zu machen. Und da fällt mir natürlich vieles ein und auf.

Ich muss an die vielen Gefährten denken, die uns und mich in diesen 30 Jahren auf einen Teil des Weges begleitet haben. Ich muss an die vielen Unternehmen denken, die gekommen und gegangen sind. Ich erinnere mich gerne an unsere tollen Kunden, für die wir immer gerne gearbeitet haben. Und wie wir uns immer gefreut haben, wenn unsere Software und Dienstleistung beim Kunden für Erfolg gesorgt hat. So gibt es Kunden, die wir vom Start weg bis heute unterstützen durften!

Viele namhafte und mächtige Unternehmen haben uns als Lieferant geschätzt. Klangvolle Adressen waren dabei. Sogar welche, die heute verschwunden sind. Mir fällt die Kirch-Gruppe und die WestLB ein. Aber auch ganz aktuell der Weltbild-Verlag. Was für tolle Projekte haben wir gemeinsam mit diesen Unternehmen gemacht. Aber glücklicherweise haben die meisten unserer großen Kunden überlebt.

30 Jahre InterFace heißt auch, dass wir viele Partner- und Konkurrenzunternehmen kommen und gehen gesehen haben. Auch da waren gute Namen dabei, denen wir hohen Respekt gezollt haben. Und dann waren sie weg.

Bei diesen Erinnerungen stelle ich fest, dass wir so etwas wie ein „Surviver“, ein Überlebender sind. Und dass es davon gar nicht so viele gibt. Und es uns dabei auch noch recht gut geht. Was wollen wir mehr?

🙂 Außer noch ein paar Jahre gut leben.

Damit dies so bleibt, planen wir eine große Feier am 27. Juni 2014, auf der wir nicht nur unser Überleben feiern wollen. Dazu werden wir möglichst viele Freunde einladen, die uns begleitet haben, immer noch begleiten und hoffentlich auch in Zukunft begleiten werden.

RMD

P.S.
Ein klein wenig mehr Information zu unserem Fest findet sich schon im IF-Open!

Roland Dürre
Donnerstag, der 16. Januar 2014

IF-Forum am Donnerstag, den 27. Februar, mit Jörg Schindler

Die InterFace AG hat seit dem 1. April 1984 dreißig Geschäftsjahre erfolgreich gelebt. Am ersten April haben wir unseren 30. Geburtstag und wollen dies im Sommer 2014 feiern.

InterFace_Icon_30Jahre_01-94In 2014 gibt es aber noch viele andere Geburtstage, die man feiern kann. Unter anderem feiern wir den 450. Geburtstag von Galileo Galilei (1564-1642). Aus vielen Gründen haben wir uns für ihn als das Gesicht der InterFace AG im Jahre 2014 entschieden.

So laden wir Galileo Galilei zu einem “Besuch in der Gegenwart” in unser IF-Forum sein. Kosmos, Mensch und Zeitenwende werden die Themen der drei Vorträge in 2014 sein.

Am Donnerstag, den 27. Februar starten wir mit einem Vortrag von Jörg Schindler zur Zeitenwende. Thema seines Vortrages wird sein

Der Anfang vom Ende des fossilen Zeitalters
Die große Transformation unserer Welt” und “Resilienz folgt der Effizienz”

Schindler_Foto_FarbeJörg Schindler wurde 1943 in Augsburg geboren und wohnt heute in der Nähe von München.

Er hat in den 1960er Jahren Wirtschaftswissenschaften in München an der LMU studiert. In den 1970er Jahren arbeitete er bei verschiedenen Firmen im Münchner Raum an der Entwicklung neuer Verkehrssysteme.

1984 – im Jahr der Gründung unserer InterFace AG – wechselte er zur Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH (LBST) in Ottobrunn. Dort war er von 1992 bis Ende 2008 Geschäftsführer. Seither befindet er sich im (Un)Ruhestand als Autor.

Darüber hinaus war und ist er in vielen Bereichen aktiv:

  • Von 2000-2003 Miglied der Enquêtekommission des Bayerischen Landtags “Mit neuer Energie in das neue Jahrtausend”.
  • Mitglied im Vorstand von ASPO Deutschland e.V. (www.aspo-deutschland.org) und Vorstand der Solarinitiative München-Land e.V.
  • Mitautor zahlreicher Studien und Bücher zur künftigen Verfügbarkeit fossiler Energieträger: z.B. diverse Studien für die Energy Watch Group (www.energywatchgroup.de) zu Kohle, Erdöl und Uran, die Bücher „Ölwechsel” (München, 2002), „Geht uns das Erdöl aus?” (Freiburg, 2009), „Aufbruch, Unser Energiesystem im Wandel” (München, 2011), „Postfossile Mobilität – Wegweiser für die Zeit nach dem Peak Oil“ (Bad Homburg, 2009) und zuletzt „Öldämmerung – Deepwater Horizon und das Ende des Ölzeitalters” (München, 2011).

Hier ein paar Thesen von Herrn Schindler

  • BAU (Business as usual) kommt „jetzt“ an ein Ende.
  • Konkret: Mit Peak Oil kommt die kurze Ära der reichlichen und billigen Energie an ein Ende. Sie hat begonnen in der „großen Akzeleration“ in den 1950er Jahren mit dem zunehmend reichlicher und billiger fließenden Öl aus dem Mittleren Osten. (Der Historiker Christian Pfister hat diese Entwicklung als das „1950er Syndrom“ bezeichnet.) Die Folge war die Massenmotorisierung der industrialisierten Staaten und der Einstieg in die Konsumgesellschaft nach amerikanischem Vorbild. Diese Phase hat in den entwickelten Ländern ab Mitte der 1970er Jahre ihre Dynamik verloren und ist weltweit Mitte der 2010er Jahre global zum Halten gekommen – ungeachtet der noch weitergehenden nachholenden Entwicklung in den großen Schwellenländern Brasilien, China und Indien.
  • Damit steht die Welt an einem revolutionären Wendepunkt, nämlich dem Übergang von einem fossil getriebenen Kapitalismus zu einer postfossilen Gesellschaft – die Große Transformation. (Das Ende des Kapitalismus, wie wir ihn kennen.)
  • Billige und reichliche Energie als Voraussetzung des Wirtschaftens: Mit Karl Valentin könnte man sagen, dass sich das jetzt als ein „falscher Irrtum“ herausstellt.
  • Es gilt, die unvermeidlich anstehende große Transformation verträglich zu gestalten. Das ist insbesondere auch eine Aufgabe für die Unternehmen. Nach innen eine Überlebensfrage, nach außen ein Lösungsbeitrag.
  • Für diese Transformation gibt es keinen Masterplan (und kann es auch keinen geben).
  • Da man nicht weiß, wie die Zukunft sein wird, muss es das Ziel von Unternehmen sein, mit möglichst vielen unterschiedlichen möglichen Entwicklungen fertig zu werden (das ist auch das Prinzip der Natur).
  • Was bedeutet das für unsere Unternehmen? Es bedeutet vor allem, dass Effizienz als leitende übergeordnete Maxime nicht mehr taugt. Effizient kann man immer nur in einem wohldefinierten Kontext sein. Vielmehr muss das Ziel die Resilienz sein.
  • Dabei wissen wir, dass Effizienz und Resilienz gegenläufig sind…
  • Aber auch Resilienz muss gemanagt werden. Nach außen durch einen kritischen Blick auf die Welt und das Erkennen von nicht nachhaltigen Voraussetzungen in der eigenen Welt. Nach innen durch Vielfalt der Qualifikationen, durch flexible Organisationsstrukturen und durch Selbstorganisation.

Anmeldung:

Dieses IF-Forum findet wieder bei der InterFace AG in Unterhaching in der Seminarzone im Dachgeschoss statt. Empfang ist ab 18:00, die Hinführung beginnt um 18:15. Im Anschluss an den kurzen Vortrag gibt es viel Raum für Kommunikation in angenehmer Atmosphäre.

Die Anmeldung auch zu diesem IF-Forum geht wie immer ganz einfach per E-Mail. Wir freuen uns schon auf wie immer spannende Diskussionen und schöne Gespräche!

RMD

P.S.Ich kenne Herrn Schindler persönlich recht gut und bin immer beeindruckt über die Menge seines Wissens. Als Leiter eines “Thinktanks”hatte er in seinem beruflichen Leben die seltene Chance viele Jahre praxisnah zu forschen. Besonders angenehm empfinde ich, wie sachlich er über oft sehr emotionale Themen berichtet. Ich gehe davon aus, dass es wieder ein sehr schönes IF-Forum werden wird.

Hier meine Tweets der letzten Woche zum Thema:
Bloggen und Twitter, Weisheiten und Regeln

140109 Wer nicht eifert, liebt nicht – so auch beim Twittern und Bloggen? #Twitter #Bloggen #Weisheit #Twitter #Bloggen #Weisheit

140110 Wer nicht hören will, muss fühlen – so auch beim Twittern und Bloggen? #Twitter #Bloggen #Weisheit

140111 Wer mit Leuten nichts zu tun haben will, muss aus der Welt ziehen – so auch beim Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

140112 Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich – so auch beim Bloggen und Twittern? #Twitter #Bloggen #Weisheit

140113 Wer nicht schreibt, der nicht bleibt – so auch beim Bloggen und Twittern. #Twitter #Bloggen #Weisheit

140114 Wer nicht Schritt halten kann, muss traben – auch beim Twittern und Bloggen? #Twitter #Bloggen #Weisheit

140115 Wer nicht schwimmen kann, gehe nicht ins Wasser – dran Denken, Twitterer und Blogger? #Twitter #Bloggen #Weisheit

Jeden Tag kommt ein neuer Tweet dazu. Siehe unter twitter.com und “follow” RolandDuerre!
Viel Spaß beim Folgen!

RMD

P.S.
Die Sprichwörter habe ich auf Alle deutsche Sprichwörter gefunden.

Roland Dürre
Mittwoch, der 15. Januar 2014

Was ich mag #1 – DuckDuckGo!

Ich mag DuckDuckGo!

Ihr wisst nicht, was DuckDuckGo ist?

Kein Problem, wie immer steht auch alles über DuckDuckGo in Wikipedia. Und ausprobieren kann man es gleich mit diesem Click.

Und schon seht Ihr die auch nicht mehr so ganz neue Suchmaschine. Keine intellektuelle Spinnerei wie Wolfram|Alpha. DuckDuckGo kommt ein wenig im Retrolook daher. Und ist vielleicht funktionell auf dem Stand wie Google vor 10 Jahren. Aber schon verblüffend gut. Und wenn wir alle DuckDuckGo unterstützen, dann wird das schon.

Spätestens nach den „Snowdon-Enthüllungen“ (die im übrigen keine waren, denn unsere Hacker wussten das doch schon seit Jahren) ist DuckDuckGo salonfähig geworden. Denn DuckDuckGo sammelt keine Benutzerdaten.

So kann es auch keine „user bubble“ geben. Die will ich nicht und verzichte gerne auf den angeblichen Komfort, den das „Tracking“ und Sammeln meiner Eingaben liefern soll.

Ich wünsche mir, dass eine Suchmaschine bei derselben Anfrage für jeden Benutzer an jedem Ort immer dasselbe Ergebnis liefert. Denn so schlau sollte der Benutzer schon sein, dass wenn er zum Beispiel ein Restaurant namens Bella Roma in Ottobrunn sucht, er dann neben „Bella Roma“ auch Ottobrunn ein gibt.

Also ganz schnell DuckDuckGo ausprobieren! Auch wenn es uns vor der NSA auch nicht schützt.

RMD

Roland Dürre
Montag, der 13. Januar 2014

„Love it, change it or leave it“

Was für ein schöner Satz! So habe ich ihn in meinem vorletzten Post ans Ende gesetzt, als Empfehlung, wie man mit missliebigen Entwicklungen in Unternehmen umgehen sollte.

Ich mag diesen Satz wie auch die Empfehlung
Cook it, boil it, peel it or forget it!“ oder abgewandelt „Cook it, peal it or leave it!“.
an die man sich in tropischen Ländern streng halten sollte, wenn es ums essen geht und man gesund bleiben möchte:

„Love it, change it or leave it“
aber  ist mir zu martialisch und so möchte ich es ein wenig entschärfen. Denn „Love“ bedeutet hier nicht die heiße und hitzige Liebe eines Fans zu seinem Verein, die schnell mal vom totalen Jubel auch zur großen Verzweiflung umkippt. Nein, in diesem Kontext bedeutet es das „reife, wohlüberlegte mögen“ eines sozialen Systems, mit dem man sich auch im Erkennen der Vor- und Nachteile gesund identifizieren kann.

Auch „change“ fordert nicht das radikale Element der Revolution, sondern umfasst den Prozess der Veränderung und Verbesserung, der auch in kleinen Schritten erfolgen und wertvoll sein kann.

Nur das „leave“ ist digital. Wenn es gar nicht mehr anders geht, dann heißt es sich entscheiden und notfalls auch Abschied nehmen.

RMD