Klaus Hnilica
Donnerstag, der 26. Februar 2015

Verhängnisvolle Mittagsruhe

Carl und Gerlinde (XLI)

ZZZVimg171Ausgerechnet als Carl seine Gerlinde endlich einmal zu der glanzvollen Lingerie– und Wäschemesse „ 5 Elements“ mitnahm, musste das passieren! Ausgerechnet da! Und dass Gerlinde danach nicht nur verwirrt, sondern enttäuscht und zornig war, war wirklich kein Wunder!

Mein Gott wie oft hatte sie auf Carl eingeredet, sie doch einmal zu dieser berühmten Dessous–Messe mitzunehmen, bei der er jedes Jahr für TRIGA die irrsten Auftritte mit den verrücktesten Einfällen und allem sonstigen Drum und Dran organisierte. Und praktisch auf Knopfdruck, immer lächelnd, zwischen den hysterischen, frierenden, hochbeinigen Wäschegören wie ein Hefekrapfen im heißen Bratfett aufging.

Andererseits war es aber auch so, dass dieses wirklich empörende Vorkommnis ohne Gerlindes Beisein gar nicht passiert wäre. Denn ohne sie hätte er niemals dieses Mittagsschläfchen gemacht und wär’ nie mit dieser mehr als seltsamen Situation konfrontiert worden, die gut und gern auch von der Konkurrenz eingerührt worden sein konnte. Oder von der NSA? Oder dem KGB? Wer wusste das schon.

Aber gut, all diese ‚Wenn’ und ‚Aber’ nützten jetzt, da das ‚Kind in den Brunnen gefallen’ war, auch nicht viel! Wobei das in den ‚Brunnen gefallene Kind’ natürlich metaphorisch zu verstehen war, da es kein Kind gab, das in irgendeiner Form Gravitationskräften ausgesetzt gewesen wäre.

Im Gegenteil, um die Ausspähung und eventuelle Verhinderung der ‚möglichen Entstehung eines Kindes’ ging es ja gerade, bei diesem beispiellosen Eklat in dem bekannten Berliner Viersterne Hotel anlässlich der 11. Fashion Week.

Wobei diese ‚mögliche Kindeszeugung’ selbstredend auch nur virtueller Natur war, da Gerlinde – Gott sei’s gedankt – weit über das Alter hinaus war, in dem ein derartiger Aspekt zur unangenehmen realen Überraschung mutieren konnte.

Doch für die üblicherweise einem derartigen Zeugungssprozedere vorausgehenden Verrenkungen und Durchspeichelungen gab es an diesem späten Vormittag schon jede Menge Bedarf von beiden Seiten. Das schon! Und man sah es auch als ideale Einstimmung zu der von Gerlinde dringend gewünschten Mittagsruhe, an diesem zweiten Tag der Lingerie– und Wäschemesse, da sich der abendliche Empfang der internationalen und nationalen Kunden am Vortag bis in den frühen Morgen hineingezogen hatte und viele Köstlichkeiten des üppigen Buffets überreichlich in sehr kostspieligem Alkohol versenkt worden waren. Durchaus auch vom quirligen Organisator Carl und seiner reizenden Begleiterin Gerlinde…

Da erschienen ein paar ruhige Minuten oder Viertelstündchen um die Mittagszeit für beide wirklich als eine äußerst lockende Versuchung.

Und Gerlinde wär’ nicht Gerlinde gewesen, wenn sie dieser Versuchung nicht nur sofort bedingungslos erlegen wäre, sondern sie im Handumdrehen nicht auch noch gleich um ein paar äußerst aufreizende Fantasien, die jeder Kunstreiterin zur Ehre gereicht hätten, bereichert hätte.

Vermutlich erforderten die gezeigten Dressureinlagen dann auch allerhöchste Konzentration von Ross und Reiterin, denn anders wär’ wohl schwer zu verstehen gewesen, warum beide nicht gemerkt hatten, dass urplötzlich unweit des ‚doppelbettigen Vorführparcours’ ein junger unscheinbarer Hotelangestellter – wie es schien – mit vorgebeugtem Oberkörper und gerötetem Gesicht, nicht nur fasziniert die diversen Dressurkunststücke beobachtete, sondern eifrigst auch sein iPhone betätigte…

Irgendwie musste Carl dann wohl doch einen Schatten im rechten Augenwinkel bemerkt haben, denn er drehte unwillkürlich seinen Kopf leicht nach rechts, aber nur so gering, dass die höchst konzentriert agierende Kunstreiterin in keiner Weise abgelenkt wurde, und blickte plötzlich in zwei neugierige Augen über einem gutmütig lächelnden Mund. Ja – der kräftige blonde Haarschopf des jungen Mannes, der wie ein Krönchen über einem in keiner Weise Angst machenden jugendlichen Gesicht saß, verlieh der gesamten Szene sogar noch einen weiteren Anstrich an Normalität.

Auch wie der junge Mann völlig unerschrocken den rechten Zeigfinger an seine Lippen führte und Carl damit bedeutete – bitte – bitte – ruhig zu bleiben, um diese wunderschöne Szene ja nicht durch irgendeine unüberlegte Geste zu zerstören, fügte sich großartig in dieses Bild…

Im Nachhinein schämte sich Carl fast dafür, dass er sich so absolut widerstandslos den Anweisungen dieses seltsamen jungen Mannes gefügt hatte, und Gerlinde auch noch die letzten Schrittchen ihres überirdischen Dressuraktes zu Ende bringen ließ!

Aber für ihn gab es in diesem atemberaubenden Moment schlicht keine Alternative: alles war so ungemein selbstverständlich in diesem harmonischen Ablauf, dass ihm nicht nur jegliche Vorstellung sondern einfach auch die Kraft fehlte, diesen Ablauf abzubrechen!

Und Gerlindes erlösender Jubelschrei, gab ihm ja kurz darauf auch Recht! Einen derartigen Freudenschrei über mehrere Terzen, begleitet von einer nicht enden wollende Kaskade gurgelnder Zwischentöne, hatte er eine Ewigkeit nicht mehr gehört! Ja vielleicht so noch nie?

Der unbekannte junge Mann offensichtlich auch nicht, da er mit funkelnden Augen und einem Gesicht höchster Verzückung alles in sich hineinzusaugen schien und unmittelbar danach genau so lautlos verschwand, wie er gekommen war…

Gerlinde registrierte – noch atemlos – zwar mit einem kleinen Anflug an Befremden, dass Carl sich plötzlich aus dem ‚gemeinsamen Parcours’ hochstemmte zur Zimmertür eilte und diese mit der Bemerkung: sie sei nicht gesichert, verriegelte! Fiel aber kurz danach, schnurrend wie eine Katze, in Carls Armen in einen tiefen, erholsamen Schlaf…

Die unscheinbare Warnung auf dem gelben DIN A5 Blatt entdeckte sie – leider vor Carl – erst danach auf dem Tisch:

Falls Sie auf die widersinnige Idee kommen sollten, bei der Hotelleitung Meldung zu erstatten, steht diese kleine Reiterepisode wenige Minuten später auf You Tube im Netz

Spätestens da musste Carl zu seinem allergrößten Bedauern Gerlinde mit der unschönen Wahrheit konfrontieren – und ihr so die „5 Elements“–Messe ein für allemal vermiesen.

Schade eigentlich, denn auch der Rest der Woche war äußerst glanzvoll gewesen, da der Wäschesektor bei TRIGA nach der vorausgegangenen Flaute, wieder richtig Tritt gefasst zu haben schien…

KH

Roland Dürre
Montag, der 23. Februar 2015

Ich bin dann mal auf der Insel … #noweb

Abstinenz vom Internet! Vom 26. Februar bis 14. März 2015.

Flag_of_Cuba.Am Donnerstag (26. Februar) geht es nach Kuba. Mit einem Direktflug von Air Berlin von München nach Varadero. Und unsere beiden Utopias, die Silbermöwe und Roadster, sind auch dabei.

Barbara und ich werden dann genau zwei Wochen möglichst weit durch die lang gestreckte Insel radeln. Bei der Vorbereitung haben wir gelernt, dass es in Kuba mit dem Internet noch nicht so weit her sein soll. Man kommt wohl nur aus ausgewählten Touristik Hotels ins Netz.

Typische Verkehrsszene auf einer Landstraße zwischen Santiago de Cuba und Holguín (2008)

Typische Verkehrsszene auf einer Landstraße zwischen Santiago de Cuba und Holguín (2008)

Da will ich aus der Not eine Tugend machen und zwei Wochen „web-abstinent“ leben. Das erste Mal seit vielen Jahren in meinem Leben.

Also #nointernet und #noweb. #noTwitter und #noFacebook. Raus aus der virtuellen Welt. Rein in die Reelle.

Ich werde auch keine Pläne machen und mir nichts vor nehmen. Nichts vorhaben. Nur im Jetzt leben und das Leben lieben. Mit den Rädern einfach durch Kuba bummeln, dies mit weit geöffneten Augen und Ohren und vor allem mit einem offenen Herzen. Die Sonne und die warme Luft genießen. Und am Abend schau ich, wo es uns hin getrieben hat und wir Quartier finden.

Das bedeutet auch, dass ich in diesen beiden Wochen keine Artikel für IF-BLog schreiben und veröffentlichen werde. Also auch #noIFBlog!

Havanna – Blick auf das Kapitol

Havanna – Blick auf das Kapitol

Vielleicht mache ich mir ein paar Notizen und Photos von der Reise. Die gibt es dann anschließend zu lesen.

Ansonsten möchte ich meinen Kopf völlig von den Gedanken des Alltages befreien. Und alles in München lassen, was dorthin gehört. Und zu einhundert Prozent in Kuba leben.

Meine Memoiren werde ich auch nicht schreiben, obwohl es da einiges Interessantes gerade auch aus den letzten Jahren zu berichten gäbe …

RMD

P.S.
Alle Bilder sind aus Wikipedia.
„Flag of Cuba“
„Blick auf das Capitol in Havanna“ – Autor: Breogan67
„Verkehrsszene auf einer Landstraße“ – Autor: Escla
Alle lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons

P.S.1
🙂 Geil wäre es natürlich schon – aus Kuba zu twittern!

Roland Dürre
Sonntag, der 22. Februar 2015

Augenhöhe – der Film über Arbeitswelt im 21. Jahrhundert.

workhard117Ein Team von fünf Menschen hat ein spannendes Projekt gestartet, aus dem ein Film wurde: „Augenhöhe„.

Die Geschichte berichtet folgendes: In einer Session auf dem 12. intrinsify!me Wevent in Berlin über die Werte der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts entstand die Idee, das nicht immer nur in Worten zu beschreiben, sondern zu zeigen. Also einen Film zu machen.

Fünf aus der Session blieben zusammen und taten dann auch was. Sie drehten den Film Augenhöhe. Ich habe von diesem Projekt das erste Mal auf dem PM-Camp 2014 in Berlin durch einen tollen Impuls-Vortrag von Ulf Brandes erfahren und dann Ausschnitte aus dem Film auf dem PM-Camp in München 2014 gesehen. Zwei der Protagonisten von „Augenhöhe“ habe ich persönlich auf PM-Camps kennen gelernt.

Dank enorm guter „social media“-Arbeit machte das Projekt schnell nicht nur im Internet „Furore“. Wie auch das erfolgreiche Crowdfunding zur Finanzierung sehr viel öffentliches Aufsehen hatte und dementsprechend erfolgreich war. Auch die Premiere am 30. Januar in Hamburg war richtig gut besucht. Über 400 (!) Menschen kamen ins Hamburger Museum der Arbeit zur Uraufführung des Filmes.

Der Film behandelt gute Themen. Mit Dokumentarfilmen mit verwandter Thematik wie von Geyrhalter, Wagenhofer (unter anderem die Trilogie We Feed the World, Let’s Make Money und Alphabet) oder Carmen Losmann (Work Hard – Play Hard) kann er von der filmischen Qualität vielleicht nicht mithalten. Das muss er auch nicht – er ist eher eine erfrischende Produktion auf dem Niveau von TV-Reports in ARD oder ZDF z.B. über die Verschiffung von Elektro-Schrott nach Afrika.

Der Film handelt von Menschen in verschiedenen Rollen der Arbeitswelt. Von Unternehmern, Managern und Gründern. Aber vor allem zeigt er Mitarbeiter, die  sich freuen, dass sie bei „guten“ Arbeitgebern arbeiten. Weil sie z.B. dank innovativer Arbeitszeit-Modelle über eine nicht selbstverständliche Freiheit verfügen und ihr eigenes Leben so realisieren wie sie es wollen.

Leider ist auch beim hochgelobten Projekt „Augenhöhe“ nicht alles Gold was glänzt. Kurz vor Vollendung rutschten in den Film noch zwei Beiträge über Adidas und Unilever.

Adidas

Plötzlich erscheint Christian Kuhna im Film, den ich auf dem open-up Camp in Nürnberg kennen gelernt habe. Er ist beim Sport-Giganten für Social Media, Moocs und was sonst noch dazugehört zuständig und steht dort einem kleinen aber feinen Team vor.

Sicher herrscht im Team vom Christian eine gute und moderne Arbeitsstimmung. So wie ich immer wieder von den kompetenten und gut gelaunten jungen Verkäufern in den Adidas-Shops angetan bin. Aber für die überwiegende Mehrheit der für den Konzern produzierenden Menschen gilt das sicher nicht.

So wurde die Aufnahme von Adidas in den Film auch im Kreise der „crowd funder“ sehr unterschiedlich diskutiert.

Unilever

Ganz am Ende der Dreharbeiten kam auch noch Unilever dazu. Schon in München war ich überrascht, dass auch der Food-Gigant als positives Beispiel dabei war. Sven Franke – einer der Protagonisten – hat dort berichtet, dass Unilever wegen des Filmes „WORK HARD PLAY HARD“ von Carmen Losmann auf „Augenhöhe“ zugekommen sei. In diesem Film hatten sie keinen guten Eindruck abgegeben, den sie jetzt wieder wettmachen wollten. Ganz gleich, ob dem so gewesen ist, Unilever passt auch nicht in so einen Film.

Sven erklärte die Entscheidung so: Man hätte zeigen wollen, dass es auch in großen Unternehmen zumindest in Nischen die Arbeitswelt auf Augenhöhe erfolgen könnte.

Ist vielleicht Geschmackssache. Klar gibt es in jedem großen Unternehmen auch „Inseln der Seligkeit“. Und wenn es das Vorstandsteam ist.

Es könnte aber auch sein, dass Adidas und Unilever aufgenommen würde, weil sie doch „big names“ sind. Und so die Zugkräftigkeit des Filmes erhöhen sollten. Ist sicher auch eine akzeptable Entscheidung, dann sollte man sie aber auch so kommunizieren.

Wenn wir bei „big names“ und solchen Gedanken sind, dann fällt mir auch Tomas Sattelberger ein. Auch der taucht – wie zurzeit überhaupt sehr häufig in der Öffentlichkeit – im Film auf. Die Geschichte vom Saulus zum Paulus soll sich ja immer wieder mal wiederholen. Ich kenne Thomas Sattelberger nicht persönlich sondern nur aus der Presse – und habe deshalb keine valide Einschätzung. Aber in seinen Vorstandsrollen bei namhaften DAX-Konzernen schien er mir kein Vertreter von „Augenhöhe“ gewesen zu sein.

Soweit die kleinen Flecken auf der an sonst weißen Weste.

Um nicht falsch verstanden zu werden: Das Thema „Augenhöhe“, so wie es von Sven Franke oder Ulf Brandes formuliert wird, finde ich sehr gut, wie auch die Aktion an sich und das Ergebnis. Ich gönne auch den beteiligten Unternehmen den Image-Gewinn und würde mich freuen, wenn die Initiatoren auch „materiell“ ordentlich für ihr großes Engagement entlohnt werden würden.

Es macht wirklich Spaß, die Filmszenen auch „unternehmerisch“ zu diskutieren. Gerade die gezeigten Gründerunternehmen könnten suggerieren, dass eine ordentliche Firma nur möglich ist, wenn es den „guten Tyrannen“ gibt. Die Frage, die mich bewegt ist, wie man die propagierte Unternehmenskultur auch strukturell in einem sozialen System verankern kann – im Sinne zum Beispiel eines „demokratischen Unternehmens“.

RMD

P.S.
Das Bild ist nicht aus dem Film Augenhöhe sondern aus „WORK HARD PLAY HARD“ von Carmen Losmann.

Roland Dürre
Samstag, der 21. Februar 2015

METAPHER.

Triptychon vom brennendem Dornbusch, Mitteltafel

Triptychon vom brennendem Dornbusch, Mitteltafel

Wie oft fehlen mir die Worte, etwas präzise auszudrücken. So wie ich es gerne möchte. Dann würde die Kraft eines guten Bildes helfen. Denn folgendes Beispiel für eine Metapher kennt ein jeder:

„Ein Bild sagt mehr als 1.000 Wort.“

Jetzt haben mindestens zwei meiner Freunde eine besondere Begabung. Sie verstehen schwierige Zusammenhänge im gemeinsamen Gespräch sehr rasch und können diese blitzschnell mit dem Stift als Graphik auf ein Blatt Papier oder ins Pad abbilden.

Die Thematik wird plötzlich sehr leicht verständlich; die wertvolle und schöne Visualierung hilft ungemein die oft sehr schwierigen Gedankengebäude, Projekte, Planungen, Vorhaben, zukünftigen Entwicklungen und vieles mehr förmlich mit dem Auge zu erfassen.

Leider zeichnet mich diese Fähigkeit zum schönen Zeichnen nicht so aus. Aber ich habe etwas anderes gelernt: Vor gar nicht langer Zeit nahm ich an einem Kolloquium der Philosophie teil, das mein Freund Klaus-Jürgen Grün in München veranstaltete. Dabei ging es um den Wert und die Bedeutung von Worten und der Metapher.

Ich habe dort verstanden, dass wie in Bildern auch in der Metapher eine große Kraft liegt. Und dass die Metapher gut geeignet ist, eine Botschaft überzeugend zu unterstützen. Das nutze ich jetzt bewusst und fühle ich mich so beim Formulieren wohler – unterstützt nach wie vor von ein wenig belanglosem Gekritzel an der Tafel oder auf dem Papier.

Das Gelernte wollte ich im Gespräch mit einem Freund testen. Ich berichtete ihm von dem großartigen Film Alphabet von Erwin Wagenhofer und habe eine Metapher aus diesem Film angewendet:

Als Kinder sind wir zu 98 % Genies, nach der Ausbildung nur noch zu 2 %“.

So wollte ich ihm meine Skepsis gegen unser Bildungssystem näher bringen. Da bin ich aber ein wenig reingefallen, denn der Begriff des Genies kann ja sehr vieldeutig interpretiert werden. Das lenkt von der gewollten Aussage ab und raubte der Metapher ein wenig die Kraft.

Mein Gesprächspartner hat das sofort gemerkt und zuerst mal von mir eine präzise Definition des Begriffes „Genie“ verlangt. Und da stand ich auf dem Schlauch und habe etwas von „gegenläufigen Denken“ gemurmelt.

Beim zweiten Mal habe ich es mit einer anderen Metapher probiert. Die hat dann funktioniert. Sie unterstreicht eine Botschaft, die ich fürs ganze Leben für sehr wichtig halte:

„Nicht Wasser predigen und Wein trinken!“

Wir wissen genau, was „Wasser“ und „Wein“ ist. Und auch was „predigen“ und „trinken“ bedeutet.

So ist das eine schöne Metapher, um den Begriff der „Vorbildfunktion“ zu erläutern. Und die ist im Leben nicht nur für die Rolle eines Unternehmers relevant.

RMD

Roland Dürre
Donnerstag, der 19. Februar 2015

DIE OPTIMIERUNG DES MENSCHLICHEN POTENTIALS.

Und noch eine Geschichte, die im Leben auch so passiert hätte sein können.

Meister der Alexanderschlacht

Meister der Alexanderschlacht

Ich leide unter einem Menschen, der gerne ein „Business Coach“ sein möchte.  Der in mein Leben sehr ungerufen eingetreten ist und den ich irgendwie nicht mehr los werde.

Er hat eine penetrante Klappe und nimmt sich ganz wichtig. Er hat ganz viele besondere Fähigkeiten – und eine große Karriere hinter sich.

Er spricht sehr gerne von „gegenseitiger Wertschätzung und gelebten Respekt“. Sein Motto ist „Business Spirit“ und er ruft auf zum „Mut zum Lieben“.

Viele verstehen ihn nicht. Gehen ihm aus den Weg. Aber er will doch nur Gutes tun und das Beste für alle anderen erreichen. Dafür opfert er sich auf. Das Gemeinwohl geht ihm über alles. Dafür setzt er sich knallhart ein. Alles, was er von sich gibt, klingt nach großer Menschenfreundlichkeit. Und so oft wird er von seiner Umwelt nicht verstanden. Auch nicht von mir. Er ist ein einsamer Held.

Im richtigen Leben jedoch nutzt er jeden Vorteil. Und sei er noch so klein. Er selber will möglichst groß sein. Ihm geht es um – und dies formuliert er auch wörtlich – „die Optimierung des menschlichen Potentials“. Damit will er sein Geld verdienen. Das ist die Zukunft. Und das ist genau das, was er kann.

„Die Optimierung des menschlichen Potentials!“

Da werde ich nervös; das kann ich nicht mehr ertragen. Es kommt mir bekannt vor. Wenn ich das höre, beginnt es mir zu gruseln. Menschliches Potential ist doch nichts, das man optimieren und messen kann!

Ich hoffe, dass dieses Denken sich in meiner Welt nie durchsetzen möge. Deshalb habe ich diesen Menschen erfunden und dieses Märchen geschrieben.

RMD

P.S.
Das Bild stellt einen Ausschnitt aus „Meister der Alexanderschlacht“ dar.

Referenz:
The Yorck Project: 10.000 Meisterwerke der Malerei. DVD-ROM, 2002. ISBN 3936122202.
Distributed by DIRECTMEDIA Publishing GmbH.

Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons

Roland Dürre
Mittwoch, der 18. Februar 2015

MENSCHEN ÄRGERN.

Auch das ist ein Ergebnis aus dem Treffen mit Ardalan, von dem ich im letzten Artikel berichtet habe. Er hat mir unter anderem erzählt, dass er gerne andere Menschen ärgert“.

Das „andere Menschen ärgern“ hat mich berührt. Ich habe mir überlegt, was es bedeutet, „andere Menschen zu ärgern“! Und was man damit bewirken könnte.

Da kam ich auf folgende Gedanken:

Viele (wahrscheinlich alle) Menschen meinen sich immer wieder im Besitze der Wahrheit …

Dabei gehen wir davon aus, dass es die absolute Wahrheit nicht geben kann. Wenn, dann sind es unsere Gewissheiten, die wir für wahr halten. Diese „Gewissheiten“ können aber von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein und sich widersprechen.

Besonders gefährlich sind die Gewissheiten, die nicht aus der erlebten Erfahrung entstanden sind sondern aus zukünftigem (und so eingebildetem) Erleben. Wenn Menschen also meine, dass sie etwas wüssten, das sie noch gar nicht erlebt haben, und dies dann auch noch verallgemeinern und ihren Mitmenschen überstülpen wollen, wird es leicht sehr gefährlich.

Solche Gewissheiten könnte man auch „Dogma“ nennen. Mein Beispiel dazu:

Es gibt Menschen, die wissen, wie es nach dem Tode weitergeht – obwohl sie noch nie gestorben bin. Oder die wissen, dass Asylanten schlecht für Deutschland sind. Obwohl sie noch nie mit einem zu tun hatten.

Wie kann ich einen Menschen besser ärgern, als wenn ich es schaffe, an seinen Wahrheiten ein wenig nur zu rütteln? Ihm helfen, seine Gewissheiten zu hinterfragen? Und vor allem ihm seine Sicherheit zu nehmen, die auf meistens sehr schlichten und dummen Dogmen beruht?

Wenn dies auch noch so gelingen würde, dass der Betroffene das nicht gleich merkt, sondern es ihm erst im Nachhall des Gesprächs so langsam bewusst wird, dann aber nachhaltig – das wäre doch meisterhaft. Könnte ein ganz besonderer Weg des „Coaching“ sein?

🙂 Ich will jetzt auf jeden Fall so wie Ardalan auch „Menschen ärgern“! Und fange gleich heute damit an.

Und ärgere zuerst mal Euch!

RMD

Jetzt frage ich Euch: Wollt Ihr mitmachen beim „Menschen ärgern“?

Roland Dürre
Dienstag, der 17. Februar 2015

HALTUNG.

Vor kurzem habe ich Ardalan Ibrahim kennen gelernt. Als Freund eines Freundes. Wie könnte es auch anderes sein.

Wir hatten zwei gemeinsame Stunden. Die waren aufregend und schön. Ardalan hat mich sehr beeindruckt. Besonders wie er zu „Haltung“ gesprochen hat.

Mein Mentor Rupert Lay hat vor Jahrzehnten gelehrt, regelmäßig zurück zu schauen. Keinesfalls im Groll. Einfach regelmäßig am Ende eines Tages oder eines Jahres, als Teil der Lebensroutine. Eben nicht nur nach vorne schauen. Sondern auch das Vergangene durch denken.

Denn es gibt kein Heute ohne das Gestern. Wie es kein Morgen ohne das Heute gibt.

Also einfach überlegen:

Wie war mein Tag denn heute?
Was habe ich alles angestellt?

Das hilft schon ein wenig.

Ich habe mir so über Haltung und Retrospektive viel Gedanken gemacht. Und habe mein Vorgehen des Zurückschauen präzisiert. So überlege ich mir jetzt beim Reflektieren meines Tages, ob die Folgen meines Wirkens überwiegend konstruktiv waren. Und welche davon eher destruktiv?

Ich differenziere die Retrospektive weiter und stelle mir die Frage:

In welchen Rollen war ich heute unterwegs?
Bin ich da meiner „Haltung“ treu geblieben?

Haltung ist wichtig. Eine „gute“ Haltung zu haben, das klingt schön. Und der Haltung „treu zu bleiben“ klingt noch besser.

Es gibt aber nicht nur eine Haltung. Im Laufe eines Tages sind wir in vielen Rollen unterwegs. Und in jeder Rolle leben wir eine ganz spezifische Haltung.

So haben wir viele Haltungen. Sollten die nicht zusammen passen?

Die Retrospektive meiner Rollen und Haltungen hilft mir, meinen Stern „neu zu norden“. Den „eigenen Stern zu norden„, das finde ich eine schöne Metapher. Das regelmäßige „Norden des eigenen Stern“ ist für mich etwas ganz Wichtiges auf der Suche nach einem gelingenden Leben.

🙂 Irgendwie so oder ähnlich könnte „Mensch sein“ aussehen.

Vielen Dank – Ardalan – Du hast mich zum Nachdenken angeregt.

RMD

P.S.
Am 19. März um 15:00 gibt es eine Veranstaltung mit und von Ardalan Ibrahim im Impact Hub München. Ich habe mir den Termin vorgemerkt. Es dürfte wieder sehr spannend werden.

Roland Dürre
Montag, der 16. Februar 2015

Kykladen in München

Schön war der Winter – aber jetzt wird es für ihn Zeit langsam zu gehen. Zumindest in meinem Herzen ist die Sehnsucht nach der Sonne erwacht – deshalb bin ich auch Ende Februar bis Mitte März in Kuba. Dort will ich durch den Sommer radeln – und dann zurück in den Frühling kommen. Das will ich auch zwei Wochen sehr wenig im Internet sein, sondern vor allem die Augen für die Realität weit aufmachen um möglichst viel Schönes und auch Ernstes zu sehen.

Ermoupoli auf Syros

Ermoupoli auf Syros

Aber man muss gar nicht so weit reisen. Denn die Kykladen sind nach München gekommen. In der Archäologischen Staatssammlung öffnete vor kurzem eine wunderbare Ausstellung, die in den antiken Süden Europas führt.

Es geht nach Griechenland, einem Land, das sich im freien Fall befindet (siehe SZ vom 21. Februar 2012). Und nach meiner Meinung sind da nicht nur die historischen Verfehlungen der Griechen schuld, sondern mindestens genauso eine sehr arrogante und vereinfachte Politik der EU in den letzten Jahren. Denn Griechenland hatte in Europa  nach der Einführung des Euro keine Chance mehr – wie übrigens noch ein paar Länder mehr.

So könnte auch die Solidarität ein Grund für den Besuch dieser Ausstellung in der Archäologischen Staatssammlung sein. Da erlebt man in atemberaubender Art und Weise, was da in den letzten 5.000 Jahren alles passiert ist.

Die Venus von Milo, Zeugnis der Prosperität der Inseln in hellenistischer Zeit

Die Venus von Milo, Zeugnis der Prosperität der Inseln in hellenistischer Zeit

„KYKLADEN – FRÜHE KUNST IN DER ÄGÄIS“ 13.02.2015 – 07.07.2015

Ich zitiere ein paar Sätze aus der Vorschau.

Wie an einer Perlenkette aufgereiht liegen die Kykladeninseln in der blauen See der Ägäis. Ein mildes Klima mit konstanten Winden und fruchtbare Böden auf vulkanischem Gestein waren die Grundlagen für die Entstehung einer hochentwickelten Kultur am Übergang von der Steinzeit zur Bronzezeit um 3000 v. Chr.

Bodenschätze bildeten die Grundlage für die technische Entwicklung in der Steinbearbeitung, Metallgewinnung und Töpferei. Mit seetauglichen Langbooten trieben die Insulaner Handel von der kleinasiatischen Küste bis nach Kreta und machten ihre Inselgruppe zur Drehscheibe für Kulturkontakte im östlichen Mittelmeer.

Die Figuren und die mit ihnen zusammen gefundenen Objekte aus Stein, Metall und Ton werden in die von der Forschung gewonnenen kulturellen Zusammenhänge eingeordnet. Es entsteht das Bild einer faszinierenden Inselwelt, die mit uns über einen Zeitraum von 5000 Jahre hinweg in einen Dialog tritt.

Also hingehen. Und anschauen, was ein Land alles vorher gebracht hat, dass im heutigen Europa nur noch schulmeisterlich behandelt wird. Und so gerne an den Pranger gestellt wird, obwohl es gar nicht so viel anderes gemacht hat, als manche anderen Länder im südlichen Europa. In einer EU, in der bei weiten nicht alles Gold ist was das so glänzt – wie auch nicht in der ach so überlegenen und Europa dominierenden Bundesrepublik Deutschland.

RMD

P.S.
Die beiden Fotos sind aus Wikipedia.

Das erste ist ein Bild von Syros:
Syros ermoupolis 140707“ von Hans Peter Schaefer, http://www.reserv-a-rt.de – Eigene Fotografie/own photography. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Das zweite zeigt die „Venus de Milo Louvre“, ein Photo von mzopw. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.

Roland Dürre
Sonntag, der 15. Februar 2015

ICH = BUSINESS ANGEL?

Komisch.
Die Anfragen bei mir mehren sich. Ob ich nicht in einer Rolle als Business-Angel, Mentor, Berater oder ähnlich das eine oder andere Unternehmen ein wenig unterstützen könnte. Das freut mich.
Also.
Ein paar Gedanken, was ich dazu meine.

Hier mit Klaus Hofeditz bei der Klausur von PM-Camp.org

Gemeinsam mit Klaus Hofeditz bei der Klausur von PM-Camp.org im Januar 2015 in Hamburg.

Ich sehe mich nicht als Business-Angel. Ich bin auch kein Berater oder Coach, den man engagieren kann.

Dagegen unterstütze ich meine Freunde gerne als mit denkender und mit suchender Komplize. Das am besten in homöopathischer Dosierung.

Ich möchte mit möglichst wenig Sitzungen den maximalen Erfolg schaffen. Und freue mich, wenn die konstruktiven Gedanken vielleicht erst ein paar Tage (oder Wochen) später kommen.

Gemeinsam mit den klugen Protagonisten des jungen (oder auch älteren) Unternehmens finde ich gerne die wichtigen (und richtigen) Fragen. Denn die brauchen wir, um die passenden Lösungen zu finden und uns kluge Maßnahmen und Aktionen auszudenken.

Gerne unterstütze ich auch dabei, dass nicht zu viel der Kraft der handelnden Personen in die falsche Richtung fließt und so verloren geht. Und bringe die Menschen zusammen, die zusammen gehören. Sprich: Vernetzen und Brücken bauen!

Ich arbeite gerne mit sympathischen Teams zusammen. Aber nicht gegen ein Honorar auf Zeitbasis. Wenn meine „Kunden“ im Projekt oder nach Abschluss des selbigen den Eindruck haben, dass ich Ihnen helfen konnte, freue ich mich über Anerkennung. Die darf im Falle eines wesentlichen Überschusses auch materiell sein
🙂 und in hässlichen Euros, Yankee-Dollars, Schweizer Franken oder Bitcoins gegen Rechnung ausgezahlt werden.

Also im Sinne eines Wertvertrages – wie Gebhard Borck es vorschlägt (Gebhard ist ein guter Freund von mir und Autor unter anderem des „Affenmärchen“ und auch eines Büchlein mit dem Titel „Dein Preis“ zu „Wertverträgen“).

Vertrauen finde ich etwas wunderschönes – so gehen nach meiner Vorstellung Wertverträge auch ohne Vertrag! Und ganz gleich wie es läuft, mir bleibt immer das neu Gelernte.

Ich mag nur noch mit Menschen zusammenarbeiten, die ich als verantwortlich, konstruktiv und fürs „miteinander“ stehend wahrnehme. Die Mut haben und ihr Thema mit Freude vertreten. Es ist schön, wenn Geist und Haltung wie die Werte des Teams passen. Denn ich will dabei auch Spaß haben.

Die Gedanken der Gemeinwohl-Ökonomie schätze ich. Wobei ich betonen möchte, dass Gemeinwohl und angemessenes Erwirtschaften von Gewinn kein Widerspruch sind. Im Gegenteil, Gemeinwohl und wirtschaftlicher Erfolg ergänzen sich gegenseitig hervorragend.

Apropos Erfolg:
Der Erfolg ist mir wichtig. Deshalb mag und kann ich diese Rolle nur dann ausüben, wenn ich persönlich an die handelnden Menschen und das zu erzielende Ergebnis glaube. Wenn ich überzeugt bin, dass es funktionieren kann, dann bin ich gerne dabei.

Und mein Beitrag darf nicht überschätzt werden. Ich bin auch nur ein Mensch. Und den Erfolg kann man nicht erzwingen. Also wünsche ich mir keine große Erwartungshaltung.

Das wären so meine Vorstellungen, wie man zusammen arbeiten kann.
🙂 Das könnte man ja fast schon meine AGB nennen.

RMD

P.S.
Das Foto hat Franziska Köppe (madiko) auf der PM-Camp-Klausur am 30. Januar in Hamburg-Altona aufgenommen. Neben mir sitzt Klaus Hofeditz, der das erste internationale Projekt Management Camp (PM-Camp) in Barcelona #PMCampBar voranbringt. Und ich habe die Freude, der Pate des #PMCampBar zu sein und so den Klaus zu unterstützen. Auch eine schöne Form von „Engelei“.

Roland Dürre
Samstag, der 14. Februar 2015

Sein Leben ändern – aber wie?

Lebenskunst nach Rupert Lay, Hermann Schmitz und Wilhelm Schmid

Der wichtigste Mentor in meinem Lebens war Rupert Lay. Noch vor Gründung der InterFace AG durfte ich das erste Mal zu Anfang der 80iger Jahre an einem Seminar von Rupert Lay in Frankfurt teilnehmen. Das ist jetzt mehr als 30 Jahre her. Dieses Treffen war der Beginn einer langjährigen Zusammenarbeit, die zu einer tiefen Freundschaft führte, über die ich sehr glücklich bin.

Carsten Lange (auch ein Freund aus dem über Rupert entstandenem Netzwerk) von Lange Kommunikation hat mich auf diese Doktorarbeit hingewiesen. Ich habe dann mit dem Autor Stephan Thiele Verbindung aufgenommen und mit ihm einen sehr schönen Dialog gehabt.

Hier ist die Doktorarbeit von Stephan Thiele auch über Rupert Lay zum Download:

Sein Leben ändern - aber wie? (513)

Von der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig zur Erlangung des Grades eines Doktors der Philosophie – Dr. phil. – genehmigte Dissertation von Stephan Thiele, geboren am 3. Juli 1966 in Zeven.

Es ist mir sehr wichtig, Materialien von oder zu Rupert Lay für möglichst viele Menschen verfügbar zu machen. Besonders natürlich auch für meine vielen Freunde, die ich über Rupert kennen gelernt habe. Deshalb findet man in meinem Youtube-Channel (Roland Dürre) auch viele Videos mit Vorträgen von Rupert Lay, manche davon aus der Zeit des „Ronneburger Kreises“.

Mir scheint diese Doktorarbeit ein sehr wichtiger Beitrag für alle Menschen zu sein, die bereit sind über die Ausrichtung ihres Leben nach zu denken. Und man darf auch immer anderer Meinung sein, sogar der Autor hat mir berichtet, dass er heute einige Thesen und Themen anders formulieren würde.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Carsten Lange (dem Hinweisgeber) und Stephan Thiele (dem Autor).

RMD

P.S.
Weil der Zustand der Menschheit heute kritischer denn je ist, gilt der absolute Imperativ: „Du musst dein Leben ändern“ (nach Rilke)
(These von Peter Sloterdijk)