Diesen Film kann ich nur jedem empfehlen, der noch ans Auto glaubt …

Mein Freund Marcus (Dr. Marcus Raitner) schreibt in seinem Blog „Führung erfahren“ regelmäßig zu wichtigen Themen des Projekt Management. Diese Woche ist er einen Schritt weiter gegangen und hat über „Vom Besitzen zum Benutzen“ reflektiert. Wie ich finde ist das wieder ein sehr lesenswerter Post!

Das hat mich auf eine absurde Idee gebracht. Nehmen wir mal an, jeder könnte jedes Auto benutzen, das herum steht. Vergessen wir in dieser Fiktion mal, dass Autos ja auch tankt, gepflegt und gewartet werden müssen. Weil es so eine Art von Heinzelmännchen gibt, die das machen. Zum Beispiel die Millionen Arbeitslosen, die bei uns im Lande nichts zu tun haben.

Vergessen wir unsere persönlichen und so emotionalen Beziehungen zu den Autos (Mein Golf Diesel ist mein bester Freund).

Nein, wir wollen einfach irgendwohin und steigen in das nächste Auto ein. Am Ziel steigen wir aus und lassen es stehen.

Wenn jetzt jemand von Euch Angst hat, dass es irgendwo mal einen Engpass geben könnte, dann schlage ich vor, dass wir die eine Million Autos, die in Deutschland irgendwo auf Halde oder den großen Plätzen der Neu- und Gebrauchtwagen-Händler herumstehen, gedanklich dazu nehmen.

Dann wäre uns doch allen schlagartig klar, welchen absurden „Luxus“ wir uns hier leisten. Wie gigantisch viel Geld, Metall, Verbrauch, Konsum, Energie in all diesen Blechkisten steckt. Wie diese Masse unseren Lebensraum reduziert und die Lebensqualität beschädigt.

Und ich würde weiter mein Fahrrad nehmen und mich durch die Blechlawinen schlängeln. Weil ich den Spaß an der Bewegung brauche, gerne an der frischen Luft bin und nicht in engen Räumen – zur untätigen Aufmerksamkeit verurteilt – eingesperrt sein mag. Das wollte ich übrigens schon als Kind nicht.

RMD

P.S.
So möchte ich an dieser Stelle wieder auf unsere Bewegung #AktMob und seine Camps #AktMobCmp hinweisen.

Roland Dürre
Samstag, der 30. Januar 2016

Mein persönliches Kopfschütteln

rolandswimmingpoolbesserIch versteh’s halt nicht
oder nicht mehr
oder hab’s noch ich nie verstanden,
ganz ehrlich.

  • dass Vater und Mutter sich so oft und so sinnlos gestritten haben,
  • dass ich (auch) in der Schule geschlagen wurde,
  • dass in meiner Jugend ein völlig sinnloser Krieg in Vietnam getobt hat,
  • dass ein Staat wie die BRD die einzigartige historische Chance vergab, ohne Armee zu leben, und das nur aus Angst vor den Russen … (Wiederaufrüstung).
  • dass die Israelis genau so agieren, wie sie es eigentlich gar nicht dürften.
  • dass die Bundeswehr jetzt 130 Milliarden Euro bis 2030 kriegen soll (wo es an vielen anderen wichtigen Ecken wie bei der Bildung fehlt),
  • dass das Gemetzel auf den deutschen Straßen ignoriert und toleriert wird mit dem Hinweis, dass sonst Arbeitsplätze gefährdet werden,
  • dass man beliebig viel Blödsinn rechtfertigt, weil sonst Arbeitsplätze gefährdet wären,
  • dass die Menschen bei uns sich heute nicht darüber freuen, dass man das Wasser aus allen Wasserhähnen trinken und man sich alles kaufen kann, was das Leben schön macht – so wie die frische Vollmilch mit normaler Haltbarkeit und 3,8 % Fett in der braunen Glasflasche (das ist doch ein großes Glück!).
  • dass die alten Herren im Schwimmbad ihre Duschen minutenlang mit warmen Wasser laufen lassen, und dabei im Vorraum stehen und gemütlich ratschen,
  • dass die Menschen sich Joghurts und ähnliches in Plastikbechern kaufen und die Verpackung oft wichtiger als der Inhalt ist,
  • dass es immer noch Menschen in München gibt, die Walnüsse aus Kalifornien essen,
  • dass das Auto zum selbstverständlichen Fortbewegungs-Mittel geworden ist,
  • dass Sex immer noch ein Tabu-Thema ist,
  • dass so viele glauben, Gefängnisse könnten die Welt besser und sicherer machen,
  • dass andere an den „Kreativismus“ glauben, aber meinen, die „Klima-Katastrophe“ gäbe es gar nicht.
  • und so vieles mehr …

Ja – da muss man doch mit dem Kopf schütteln …
(Mit Dank an Bert Brecht, abgewandelt aus der Dreigroschenoper).

RMD

Roland Dürre
Montag, der 25. Januar 2016

Demokratische Meinungsbildung und -findung

Bild vom wunderbaren PM-Camp in Zürich.

Bild vom wunderbaren PM-Camp in Zürich.

Seit dem ich denken kann beeindruckt und verwirrt mich meine eigene Spezies. Wie sie liebt und hasst. Wie sie gemeinsam ausgelassen feiert und trauert. Wie sie sich wegen völlig unsinniger Konstrukte bis auf den Tod bekämpft und zu jeder Grausamkeit fähig ist. Wie sie sich streitet und zankt und dann wieder versöhnt. Wie sie sich widerspricht. Wie sie ab und zu ganz gut vorankommt und dann doch wieder zurück fällt. Wie sie an Konstrukte glaubt, die sie selber erfunden hat.

Je mehr ich gelernt habe, desto mehr erstaunen mich die Windungen der menschlichen Geschichte durch die Zeit. Über Jahrtausende ging es kreuz und quer, mal im Zickzack und immer wieder nach vorne und zurück. Es gab auch immer wieder kleine Fortschritte. Aber so richtig vorwärts gekommen sind wir nicht. Und so werden Menschen immer noch eingesperrt, zerstückelt und gequält. Und es wird geheuchelt, dass man es nicht glauben kann. Im Kollektiv wird im Namen Gottes oder des Volkes oder der Sache – wie auch immer – weiter gemordet und gebrandschatzt, so wie schon immer.

Es fasziniert, wie weit wir einerseits gekommen sind (damit meine ich die Aufklärung und ähnliche Fortschritte), was wir technologisch alles für tolle Spielzeuge entwickelt haben und wie absolut rückständig und un-weise (dumm) wir gleichzeitig geblieben sind. Und wie wir es ganz normal finden, dass wir dabei sind, ganz selbstverständlich unseren Planeten (und uns selber) zu zerstören. Obwohl ein anderes Leben wahrscheinlich viel schöner wäre.

Gerade im Kollektiv erscheinen wir mir so dumm, wie es ein einzelner gar nicht sein kann. So kann man getrost mit Gunter Dueck von einer ganz besonderen Schwarmdummheit sprechen. Dummheit als Gegenteil von Weisheit.

Trotz dieser bedrohenden Realität habe ich mir die Utopie einer gerechten Gesellschaft frei von Strafe und ohne Gewalt und Krieg bewahrt. Aber wie könnten wir dahin kommen? Wenn, dann doch nur durch Kommunikation und Verständigung.

Wäre es also nicht schön, wenn wir es schaffen würden, in Teams und Gruppen im Konsens friedlich Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen aller Art zu finden? Und diese dann auch noch gemeinsam umsetzen würden? Nach dem Motto Senecas:

Philosophie heißt nicht Reden sondern Handeln?

Meetings sind ja – wie wir täglich erleben – nicht das probate Mittel um voran zu kommen. Vielleicht geht es noch am besten mit peer-to-peer-Treffen, fixiert auf ein konkretes Thema. Denn alles beginnt zu zweit. Aber da fehlt dann der Gruppen- oder Team-Effekt.

So hat Habermas schon vor vielleicht 50 Jahren den redlichen Diskurs definiert. Den habe ich im Vortrag „Der Wandel im Management“ (am Ende des Artikel) beschrieben. Und dem sind wir hier und da schon ein wenig näher gekommen.

PMCampDOR Intro 2015Auch die Kollegen von Art of Hosting machen mir Mut, so wie auch die PM-Camps, bei denen ich dabei sein durfte.

Barcamps sind ganz „einfache“ Veranstaltungen. Die Gastgeber schaffen einen Rahmen, damit ihre Gäste gute Gespräche führen können. Die Menschen, die kommen, sind die richtigen und werden zu Teilgebern. Und bestimmen, wohin es geht. Es ist eine Un-Konferenz, das demokratische Gegenteil der Konferenz.

Barcamps oder ähnliche Formate wie „Open Space“ sind etwas Wertvolles. Tausende finden in Deutschland im Jahr statt. Zu vielen Themen: Mal geht es um die Wiederbelegung des Leben in der Stadt oder um die Lösung sozialer Herausforderungen. Weiter auf Barcamps beliebte Themen sind Arbeitswelt, Bildung, Familie, Forschung, Geschlechter, Gesellschaft, Gesundheit, Innovation, Leben, Mobilität, Unternehmertum, Veränderung, Vielfalt, Zukunft und vieles, vieles mehr.

Oft meine ich, dass es kein wichtiges Thema gibt, zu dem es nicht irgendwo ein passendes Barcamp gibt. Und mir wird immer mehr klar, dass es die Summe von Unkonferenzen wie Barcamps sind, mit denen Menschen Einfluss nehmen Zukunft gestalten können. Denn dort kommen Menschen zusammen, die gemeinsam Wissen und Erfahrung teilen – und sich dabei vernetzen!

Weil die vielen Barcamps so wichtig sind, bin ich froh, dass ich noch von keinem faschistischen oder rechtsradikalen Barcamp gehört habe. Kann es sein, dass die Methodik des Barcamps und „Faschismus“ sich widersprechen und gegenseitig ausschließen? Wäre das nicht wunderschön?

Meinem Freund und Partner Eberhard Huber habe ich diese Gedanken berichtet. Er hat mir dazu geschrieben:

Ich denke, dass sich Faschismus und Barcamp widersprechen. Faschismus ist immer mit einer Lehre verknüpft, die immer einen absoluten Wahrheitsanspruch hat. Lehren mit Wahrheitsanspruch brauchen Propheten, denen man zuhört. Der Status des Propheten könnte bei einer offenem Diskussion wie auf einem Barcamp nur bröckeln.

Das gibt doch Hoffnung. Und vielleicht gelingt es uns so doch eines Tages, die Bedingung von Bertrand Russell zu erfüllen. Der hat mal gesagt:

» Jeder Zuwachs an Technik bedingt, wenn damit ein Zuwachs und nicht eine Schmälerung des menschlichen Glücks verbunden sein soll, einen entsprechenden Zuwachs an Weisheit. «

Vielleicht schaffen wir mit neuer Kommunikation und neuen Formaten, endlich zu der dringend benötigten WEISHEIT zu gelangen. Und dürfen darauf hoffen, dass wenn unsere Generation ausgestorben ist, die nächsten Generationen es besser machen können.

RMD

Roland Dürre

UPDATE: Kreative Zeiten

Leider sind mir im Artikel Kreative Zeiten historische Fehler unterlaufen.

(Mit Dank für die Korrekturen an Barbara Dürre, Dr. Cosima Schmauch, Claus M. Müller – damals Geschäftsführer und Anteilseigner von InterFace Computer GmbH – und Hartmut Streppel).

Hier der aktuelle Erkenntnisstand:

Die von InterFace veranstaltete Konrad-Zuse-Tour ging über vier Etappen. Jeweils im Herbst der Jahre 1982 bis 1985 waren Informatiker aus München drei Tage auf den Rädern unterwegs. Das Ziel war, Konrad Zuse, den Erfinder der elektronischen Rechenmaschine, in Hünfeld an seinem 75. Geburtstag zu besuchen und zu ehren.

TAL_3863Das Plakat ist so wohl von 1982 und nicht von 1986! Auch da waren in Bayern Landtagswahlen, damals war die Legislaturperiode noch 4 Jahre (seit 1998 sind es 5 Jahre).

1982 auf der ersten Etappe von München nach Regensburg war ich nicht dabei. Ich kannte damals zwar die InterFace-Gruppe um Peter Schnupp, den ich bei Softlab sehr zu schätzen und mögen gelernt hatte. Ansonsten gab es noch keine Beziehung von mir zur InterFace GmbH und InterFace Computer GmbH (außer dass ich das Logo sehr schön fand).

1983 war die 2. Etappe von Kelheim (Befreiungshalle) nach Nürnberg. Da durfte ich als Ehemann der Barbara dabei sein. Die hat damals bei der InterFace Computer GmbH an der Entwicklung eines Syntax-basierten Editors gearbeitet. Sie durfte damals schon Programme in der später von mir geliebten Sprache C schreiben.

1984 wurde die Tour fortgesetzt. Da war dann schon die InterFace Connection gut dabei (als Unternehmen ja erst gestartet zum 1. April 1984).

1985 war das große Finale mit Ankunft bei Konrad Zuse in Hünfeld zu seinem 75. Geburtstag. Ich erinnere mich noch sehr gut an den Empfang in einem Gemeinderaum von Hünfeld und die schöne Rede, die Konrad Zuse für uns gehalten hat. Konrad Zuse hatte uns auch zu sich privat eingeladen und uns bei diesem Anlass eines seiner Bilder geschenkt, das sich heute im Büro der InterFace AG befindet. Das Fahrerfeld war damals schon ganz schön groß und bestand überwiegend aus Mitarbeitern der Unternehmen InterFace Computer GmbH und InterFace Connection GmbH.

Die Rekonstruktion der Geschichte war uns anhand unserer Kinder möglich. Denn 1983 waren wir mit der Sabine (geboren im September 1980) und dem Maximilian (geboren April 1982) unterwegs. 1984 war dann auch noch der kleine Martin dabei (geboren Januar 1984). Wie auch alle drei in 1985 mit auf den Rädern waren.

Man sieht, es gibt noch ein paar Fragezeichen im Artikel – so bin ich für weitere Hinweise und Infos zur Konrad-Zuse-Tour dankbar.

Aber eines bleibt lebendig – die Tour war ein wunderschönes Erlebnis. Sie hat allen Beteiligten viel Freude beschert und so Mut gemacht für weitere Unternehmungen.

RMD

Roland Dürre
Freitag, der 22. Januar 2016

Unternehmertagebuch #113 – Vom Flow und der Wertegemeinschaft

"Mein Leben nach InterFace ?"

„Mein Leben nach InterFace ?“

Auf der Hinfahrt nach Berlin hat mich das Buch K-Working von Bernd Fiedler inspiriert. Bernd betrachtet auch Unternehmen als eine Gemeinschaft und beschreibt, wie der für den Erfolg so wichtige „Flow“ entstehen kann.

Jetzt auf der Rückfahrt nach München habe ich Zeit, über das Gelesene nachzudenken.

Menschen brauchen und bilden Gemeinschaften. Freiwillig und unfreiwillig. Auch ein Unternehmen ist eine Gemeinschaft (ein soziales System), das jedoch einen ökonomischen Zweck hat, sprich die Herstellung von Waren oder die Bereitstellung von Dienstleistungen. Dazu gehört auch die Versorgung der Mitarbeiter mit einem Existenz sicherndem Einkommen und das Erwirtschaften eines angemessenen Ergebnisses.

Gemeinschaft ist nicht gleich Gemeinschaft. Eine Wertegemeinschaft ist etwas anders als eine Interessens- oder Zweckgemeinschaft. In kritischen Situationen entstehen Schicksalsgemeinschaften. Wenn es z.B. ums Überleben geht.

Nur zum Nachdenken: Auch Ehen sind Gemeinschaften. Wann ist eine Ehe eine Werte-, Zweck-, Interessens- oder Schicksalsgemeinschaft?

Bernd geht in seinem Buch jetzt davon aus, dass ein Unternehmen, dessen Teams eine Wertegemeinschaft bilden, vergleichsweise wenig Regeln, einen minimalen organisatorischen Rahmen und auch keine aufwändige Gesellschaftsform braucht. Und das in solchen Unternehmen der gewünschte „Flow“ sich quasi ganz von selbst bildet und immer stärker wird. Und das so ein Unternehmen nahezu spielerisch erfolgreich werden kann. Ein Gedankengang, dem ich nur zu gerne zustimme.

Bei einer „Schicksalsgemeinschaft“ dagegen sieht es anders aus. Sind dort doch die Mitglieder der Teams einem gemeinsamen Ziel (vielleicht sogar dem des Überlebens) unterworfen und müssen so zwangsläufig die eigenen Interessen hinten an stellen. So braucht es Hierarchie, strenge Regeln müssen eingeführt und durch Sanktionen abgestützt werden. Und vom spielerischen „Flow“ bleibt nicht mehr viel.

Im Unternehmen erscheint die Wertegemeinschaft als Sonderfall. Nur die ersten Jahre nach der Gründung klappt das ab und zu, dann straucheln sie. Die Ursachen mögen Wachstum und Größe sein.

Oft ist der Grund für die Veränderung Misstrauen und negatives Denken. Gerade Führungskräfte werden leicht davon befallen. Der „angstfreie“ Raum wird schmäler, Vertrauen zieht gegen Misstrauen den kürzeren, sprich die hässliche Realität holt das Unternehmen ein. So wird der „Flow“ zerstört und im besten Fall entsteht eine Interessens- oder Schicksalsgemeinschaft.

Führt das negative Denken zum negativen Handeln ist es dann oft „aus mit der Maus“. Schnell wird aus der Wertegemeinschaft eine Schicksalsgemeinschaft. Der „Flow“ ist futsch, die Unternehmenskultur und ihre Werte gehen „hopps“ und die Führung hat ein Problem, die neuen Probleme zu beherrschen.

RMD

P.S.
Alle Artikel meines Unternehmertagebuchs findet man in der Drehscheibe!

Roland Dürre
Donnerstag, der 21. Januar 2016

Bernd Fiedler – K-Working

Ich sitze ich im ICE 1682 von München nach Berlin auf der Fahrt zur Klausur der PM-Camp-Orgateams. Das WLAN im Zug funktioniert mal wieder nicht (no IP) und ich mache nur ab und zu mal ein wenig „tethering“. Die Bahn „wartet“ das WLAN erst wieder morgen früh um 8:00 (Laut eines Tweets von @DB-Bahn als Antwort auf meine Reklamation über Twitter), obwohl ein einfacher „Reset“ wahrscheinlich genügen würde.

Aber ich habe glücklicher Weise das neue Büchlein von Bernd Fiedler eingesteckt. Bernd ist ein guter Freund. Gerne gehe ich mit ihm gemeinsam auf Vortrags-Tour oder treffe ihn in unserr Schafkopf-Runde. Er ist einer der Menschen, die keine Sorgen bringen sondern immer positiv von den Dingen und der Zukunft sprechen. So macht jedes Treffen mit ihm Spaß.

K-Working-FiedlerJetzt hat er ein kleines Büchlein geschrieben.Und dank der DB habe ich Zeit zum Lesen. Das Buch ist konstruktiv wie sein Autor. K-Working ist der Titel, das Buch beschreibt, wie Wissensarbeiter in einer „neuen Welt“ zusammen arbeiten könnten und sollten. Es macht richtig Mut und bringt Freude.

Es ist aber auch ein kritisches Buch mit erstaunlichen und oft sehr treffenden Thesen. Manchem Unternehmen hält Bernd (s)einen unerbittlichen Spiegel vor. Und oft habe eine beschriebene (bittere) Ist-Situationen selber erlebt und kann die Analyse dazu im Buch nur teilen.

Von außen ist das Buch eher klein und unscheinbar. Aber irgendwie seht alles drin, was es zum Thema Wissensarbeit und Führung zu sagen gibt. Und dies in einer ganz einfachen und ungemein verständlichen Sprache. Spannend und leicht zu lesen. Weil es eben nicht mit weit ausgebreiteten und kompliziert begründeten Theorien missionieren will sondern sich nüchtern auf des Wesentliche beschränkt.

Sogar der Font ist angenehm groß – ich lese ja fast nur noch digital und meine alten Taschenbücher sind für mich doch oft mühsam. K-Working dagegen lässt sich auch im Dämmerlicht des frühen Januar-Morgens und der (angenehm) diffusen Beleuchtung im ICE angenehm lesen.

Es steht alles drin, was wichtig ist. Und das ganz knapp, ohne endlose Wiederholungen, wie ich sie von amerikanischer Management-Literatur gewohnt bin. Da weiß man oft nach den ersten 50 Seiten genau, was noch alles so kommt. Und auf den verbleibenden 300 Seiten wird das dann immer noch ein paar Mal durchgekaut. Ganz anders K-Working!

Das Buch ist als Taschenbuch im epubli – Verlag erschienen, die Sprache ist Deutsch.  Es hat 140 Seiten und die ISBN ist 9783737566599. Und für 14,99 € kann man jetzt schon die 2. Auflage (!) auch bei epubli kaufen.

RMD

Roland Dürre
Dienstag, der 19. Januar 2016

Ein Grund, warum ich mich nicht mehr ans Lenkrad setze.

 

„AUTO KRACHT IN BÄCKEREI (HAAR)“

Dürre_RolandGestern (am Montag) habe ich diese Meldung in der SZ gefunden. Ich veröffentliche das, weil ich doch regelmäßig von solchen und ähnlichen Unfällen – oft mit schlimmerem Ausgang – auch in unserer Region lese. In diesem Fall war der Autofahrer mit 66 Jahren noch ziemlich jung.

Vor gar nicht langer Zeit ist zum Beispiel ein deutlich älterer Autofahrer in das Schaufenster eines Spielzeug-Geschäfts an der Kufsteiner-/Ottostrasse in Ottobrunn/Riemerling rein geschossen – und dies aus dem Stand!

Vielleicht sollte man auch mal darüber nachdenken, ob man wirklich Menschen jenseits der Pensionsgrenze so einfach die Fähigkeit zugestehen soll, eine mehrere 100 PS starke, über 1,5 Tonnen schwere und gefährliche Maschine wie z.B. einen SUV zu steuern?

Wenn es schon sein muss und es zu Fuß oder mit Fahrrad und öffentlichem Verkehr wirklich nicht geht, dann könnte doch zum Beispiel ein leichtes und langsames Elektrofahrzeug auch helfen, die ja oft so geliebte individuelle Mobilität bewahren.

Ich selber werde im nächsten Sommer 66. Und fühle mich noch ziemlich fit. Beim genauen Hinein-Hören in den Körper merke ich aber auch, dass das Alter halt da ist und weiter kommt. Und aus guten Gründen spiele ich seit zwei Jahren keinen Fußball mehr.

So steuere ich nur noch sehr selten und mit absolut abnehmender Tendenz ein KFZ, auch weil ich meine glückliche Auto-Bilanz (ich habe in meinem ganzen Leben keinen einzigen Menschen beim Autofahren auch nur leicht verletzt) nicht am Ende noch verpatzen will.

RMD

Roland Dürre
Montag, der 18. Januar 2016

Kreative Zeiten

TAL_38631986.
Landtagswahl in Bayern.

Die InterFace Connection war schon so richtig auf Erfolgskurs. Das haben wir intensiv gefeiert und deshalb einen richtigen Betriebsausflug gemacht. Drei Tage sind wir quer durch Bayern geradelt. Es war die zweite Etappe unserer Konrad-Zuse-Radtour, die uns nach Hünfeld, dem Wohnort des Konrad Zuse führen sollte.

Die Tour fand in der ersten Oktoberwoche statt. Am darauf folgenden Wochenende (12. Oktober 1986) fanden Wahlen zum 11. Bayerischen Landtag statt. In Stadt und Land, in jedem Dorf, überall hingen wahnsinnig viele Wahlplakate, mit Botschaften, die meistens das Gegenteil von intelligent waren. Das war so schlimm, dass es ab und zu weh getan hat.

Am zweiten Tag der Tour fuhren wir mit den Radeln um eine Ecke und bogen in eine wunderschöne Allee ein. Und an allen Alleebäumen hingen die abgebildeten Plakate: wählt InterFace. Die Aktion hat die eh schon gute Stimmung in unserer Truppe noch weiter verbessert.

Hartmut Streppel, ein lieber Freund, der damals für InterFace Computer gearbeitet hat,  fand das so beeindruckend, dass er zwei von den Plakaten mitgenommen – oder hinterher im Büro von MSV abgestaubt hat. Und die hat der Hartmut jetzt nach fast 30 Jahren wieder gefunden und will sie uns schenken. Da der MSV diese Plakate in Auftrag gegeben hat, bin ich mir sicher, dass sie von einem ganz berühmten Graphiker waren. So war das damals bei InterFace.

MSV – das war Maximilian Schulze-Vorberg. Gemeinsam mit Dr. Peter Schnupp war er Begründer der InterFace-Idee. MSV war unser kreativer Kopf und hatte laufend solche Ideen, von denen wir viele dann auch umgesetzt haben …

😉 Ja die guten alten Zeiten …

RMD

Leider enthält der Artikel historische Fehler. Hier geht es zum UPDATE: Kreative Zeiten

 

Roland Dürre
Sonntag, der 17. Januar 2016

Video vom #AktMobCmp

In IF-Blog habe ich regelmäßig über unser Projekt „Aktive Mobilität im Alltag“ (#AktMobCmp) berichtet. Das Barcamp hat am 4. und 5. Januar 2016 in Unterhaching statt gefunden und war ein sehr schönes Erlebnis. Ich habe viele sympathische Leute neu kennen gelernt und die Veranstaltung hat viele Menschen mit ähnlichen Beweggründen zusammen gebracht und vernetzt.

Friedrich Lehn (fhlcinema.com) hat gefilmt. Der Trailer zur Veranstaltung ist jetzt verfügbar:

Viel Spaß beim Anschauen, es geht knapp 5 Minuten.

Die Ergebnisse der Unkonferenz finden sich auf unserer Website www.actmobcmp.org, dort gibt’s auch einen Link zur Twitterwall (für den Tag #AktMobCmp). Und die gute Nachricht:

Es geht weiter!

RMD

Roland Dürre
Samstag, der 16. Januar 2016

ASK AN ANSWER.

Jolly Kunjappu

ist ein guter Freund. Kennengelernt haben wir uns auf einer Veranstaltung zugunsten der Münchner Schachstiftung. Die Münchner Schachstiftung kümmert sich um die ärmsten Kinder Münchens. Gemeinsam mit Schulen versucht sie diesen verlorenen Kindern das Schachspiel zu lehren. Ein erfahrener Münchner Streetworker hat mir berichtet, dass man an manche Kinder, die geistig verwahrlost sind und außerhalb jeder Gesellschaft leben, mit Schach noch am besten ran kommt.

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Jolly hat einen wunderbaren Vortrag für die Stiftung oder besser gesagt für die von der Stiftung betreuten Kinder gehalten. Ich war eingeladen, durfte ihn hören und anschließend kennenlernen. Mir war sofort klar, dass wir Verbündete im Denken, Geist und auch im Handeln sind. So sind wir Freude geworden.

Ask-an-Answer_1m-185x300Jetzt hat er ein Buch geschrieben. Es ist zweisprachig (in Deutsch und Englisch) und heißt ASK AN ANSWER. Kurz vor Weihnachten lag es mit lieben Grüßen des Autors bei mir im Briefkasten. Im Buch sind Jolly’s Gedanken aus vielen Jahren, mal kürzer und mal ein wenig länger.

Und ähnlich wie bei Seneca finde ich alle Gedanken sehr bemerkenswert. So ist ASK AN ANSWER eine ganz feine Botschaft für eine bessere Welt, in der sich Jolly mit viel Respekt und doch recht  klar äußert.

Es war ein wunderbares Weihnachtsgeschenk, in dem ich über die „ruhigen Tage“ gerne geblättert und gelesen habe. Und das mir Mut und Freude beschert hat.

Und besonders freut mich, dass wir gemeinsam im kommenden Frühling ASK AN ANSWER bei InterFace vorstellen werden. Jolly wird im Mittelpunkt stehen und ich hoffe, für einen würdigen Rahmen sorgen zu können.

Und wer den April nicht erwarten kann und das Buch schon jetzt lesen möchte, darf sich gerne per E-Mail an mich wenden.

RMD

P.S.
Kann gut sein, dass man das Buch auch im Indian Mango erwerben kann. Das ist Jolly’s indisches Restaurant in München in der Zweibrückenstraße. Dort kann man sehr lecker speisen und gleich dabei ein wenig quer lesen. Das ist dann doppelter Genuss!