Alexander Große
Freitag, der 21. August 2009

Wunder oder Teufelswerk – Usain Bolt spaltet die Sportwelt

GruenauEs sieht schon aufregend aus, wie der jamaikanische Schlacks Usain Bolt über die Laufbahn im Berliner Olympiastadion fliegt, seinen 200m-Finallauf mit 50 Metern Vorsprung auf die Konkurrenz gewinnt.

Um 11 Hundertstel Sekunden drückt der Jamaikaner und neue Superstar der Leichtathletik seine eigene Rekordzeit (aufgestellt bei Olympia in Peking 2008) über die halbe Stadionrunde. Im Vergleich zu anderen Sportarten sind 0,11 Sekunden sicher nicht viel. Doch für den Bereich der Sprints ist das eine Welt.

Bereits vor einer Woche gewann Bolt den Sprint über die 100m vor seinem großen Konkurrenten Tyson Gay aus den USA. Auch da drückte Bolt den Weltrekord um 11 Hundertstel. Und das auf einer Strecke, die von der Geschwindigkeit her, schon als nahezu ausgereizt galt. Nach 9,58 stoppt die Uhr für den Jamaikaner, Konkurrent Gay bleibt mit 9,71 s zwei Hundertstel über dem alten Weltrekord.

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Alexander Große
Donnerstag, der 13. August 2009

Erfahrungen eines Zeitsoldaten #3 – Zurück bei den Soldaten …

… hatte ich mir nach Ende meines Studiums und anschließender Versetzung zurück in meine Truppengattung gedacht. Jeder kennt wohl das Sprichwort: „Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt“. So auch bei mir. Von der Bundeswehr angedacht ist folgende Verwendungsreihe: Ausbildung zum Offizier – Studium in Hamburg oder München – Einsatz als Zugführer in ein oder zwei Verwendungen – Kompanieeinsatzoffizier – Kompaniechef.

Laut Plan hätte ich also für die restlichen 12 Monate meiner Dienstzeit einen Zug führen sollen. Doch mein erster Diensttag im Badischen belehrte mich sofort eines Besseren. So erwarteten mich nicht 50 „hochmotivierte“ Soldaten, sondern ein Dienstzimmerschlüssel, ein Schreibtisch und ein PC. Mit den Worten „Herzlich Willkommen, Sie werden mein Kompanieeinsatzoffizier!“, begrüßte mich mein Kompaniechef.

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Alexander Große
Donnerstag, der 2. April 2009

Erfahrungen eines Zeitsoldaten #2 – Wehrpflicht überall

Fast sieben Jahre bin ich nun bei der Bundeswehr, immer umgeben von Wehrpflichtigen. 2002 durchlief ich meine allgemeine Grundausbildung zusammen mit circa 160 Wehrpflichtigen. 2003 führte ich eine Gruppe, wieder in der allgemeinen Grundausbildung, wieder ausschließlich aus Wehrpflichtigen bestehend. 2004, stellvertretender Zugführer im Dienstgrad Fähnrich. Und wieder hatte ich es ausschließlich mit Wehrpflichtigen zu tun.

Ich führte einen Wachzug, der ausschließlich zum Ableisten der Wache aufgestellt war und in dem es ausschließlich Langzeitkranke, Außendienstbefreite, anstehende Ausscheider oder diejenigen vereinigt waren, die während ihrer Vordienstzeit nicht gerade durch Leistung überzeugt hatten. 2005 führte ich einen eigenen Zug mit 46 Soldaten – man könnte es ahnen: Wieder nahezu ausschließlich bestehend aus Wehrpflichtigen.

Während dieser Zeit lernte ich das erste Mal das Gesicht der Wehrpflicht in der Truppe kennen. Nach außen und von ministerieller Seite wird immer herausgehoben, welchen integralen Bestandteil die Wehrpflicht einnimmt. Da ist die Rede vom Staatsbürger in Uniform. Da wird heraus gearbeitet, dass durch die Wehrpflicht die Verbindung zwischen Armee und Bürgern geformt und unterstrichen wird.

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Alexander Große
Donnerstag, der 26. März 2009

Erfahrungen eines Zeitsoldaten #1 – Start

Wie einige Mitautoren wissen, bin ich selbst Zeitsoldat bei der Bundeswehr und seit Juli 2002 beim Heer. Nach diversen Lehrgängen, Truppenpraktika und Führungsverwendungen habe ich die Bundeswehr sehr gut kennen gelernt.

Innerhalb der letzten 6 Jahre zeichnet sich ein Wandel innerhalb der deutschen Streitkräfte ab, der mit dem aktuellen Bericht des Wehrbeauftragten des deutschen Bundestages diese Woche vorerst seinen (traurigen) Höhepunkt findet. Insgesamt betrachtet krankt des den deutschen Streitkräften an Grundsätzlichem. Ich werde in meinen kommenden Blog-Beiträgen einfach einen Blick hinter die Kulissen wagen und eine Sicht als Betroffener auf Vor- und Nachteile der Wehrpflichtarmee liefern.

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Alexander Große
Freitag, der 20. Februar 2009

Sportclubs in Deutschland – weitaus mehr als nur Zeitvertreib

Wir begrüßen ganz herzlich unseren neuen Mitautor Alexander Große!

Auf Grund meiner persönlichen Entwicklung, die ich während meiner Zugehörigkeit in der Volleyball-Abteilung in Unterhaching genommen habe, möchte ich zu Beginn meiner Autorentätigkeit gern über dies viel Freizeit in Anspruch nehmende Hobby berichten. Auf Grund von Rolands Engagement als Hauptsponsors unseres Turniers in der 2. Herrenmannschaft vor zwei Jahren kam ein erster Kontakt zu Stande.

Als ich 2005 nach Haching kam, wollte ich eigentlich nur Volleyball spielen, wie so viele der Deutschen (40% sind in Organisationen in der Freizeit gebunden). Nach einiger Zeit ergriff mich die Faszination Volleyball in der Bundesliga. Da damals wie auch heute in Unterhaching vieles ausschließlich über ehrenamtliches Engagement abgewickelt werden kann, weil für hauptamtliche Mitarbeiter die notwendigen Ressourcen fehlen, wollte ich dem Club, der mir so hervorragende Trainingsbedingungen bietet mehr zurück geben als nur den Jahresbeitrag, der noch zum Teil beim Gesamtverein verbleibt.

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