Ende letzter Woche war ich auf der Konferenz “interPM“. Diese stand unter dem Leitthema “IT-Projektmanagement 2012+ im Spagat zwischen Industrialisierung und Agilität?”.

Was mir dort aufgefallen ist: Vielen Menschen, ich selbst eingeschlossen, ist gar nicht richtig klar, was “agiles” Projektmanagement eigentlich kennzeichnet, und inwiefern es sich vom “klassischen” Projektmanagement unterscheidet. Das wird noch verstärkt dadurch, daß es eigentlich auch keine vernünftige Definition für “klassisches” Projektmanagement gibt.

Eine Abgrenzung ist daher schwierig. Nichtsdestotrotz möchte ich es trotzdem versuchen. Hier also meine ganz persönliche Meinung, was “Agilität” im Kern eigentlich ausmacht:

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Vor einiger Zeit habe ich hier auf dem Blog eine kurze Einführung in das Thema “Agiles Schätzen und Planen” gegeben und als Beispiel das aus vielen agilen “Standardwerken” bekannte Planning Poker verwendet (siehe hier (Teil 2) und hier (Teil 3)).

Doch in der letzten Zeit hat sich, zumindest für mich, gezeigt, daß sogar diese scheinbar einfache Methode in der Realität für mich oftmals zu schwergewichtig ist und somit nicht die erste Wahl darstellt. Deswegen möchte ich heute noch eine zweite Schätzmethode vorstellen, die ich in letzter Zeit immer häufiger in meinem täglichen Alltag verwende:

Das Schätzen in T-Shirt-Grössen.

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Bernhard Findeiss
Mittwoch, der 26. Oktober 2011

PM-Forum – Ein persönliches Fazit *Update*

Der letzte Vortrag des diesjährigen PM-Forums läuft gerade. Zeit, ein Fazit zu ziehen.
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Bernhard Findeiss
Dienstag, der 25. Oktober 2011

Handwerklich gut gemachte Software – für viele ein zu hoher Anspruch?

In den letzten Monaten habe ich mich zusehends mit Software Craftsmanship beschäftigt.  Eine der spannendsten Thesen darin ist die Forderung:

“Not only working software, but also well-crafted software” (siehe hier).

Hinter diesem so einfach klingenden Satz verbirgt sich für mich ein Thema mit einigem Diskussionspotential. Natürlich ist eine funktionierende Software immer besser als ein Schrank voller Ordner mit Spezifikationsdokumenten auf totem Baum.

Jedoch gehen bereits die Vorstellungen darüber, was man unter “funktionierender Software” zu verstehen hat, teils weit auseinander: Der einfachsten Definition nach würde es bereits ausreichen, einen kompilierfähigen Quellcode zu haben. Doch reicht das schon? Besser wäre es, den Quellcode vor der Auslieferung nicht nur zu kompilieren, sondern auch tatsächlich mal laufen zu lassen. Zudem besteht zumindest die entfernte Möglichkeit, daß die allererste Version der Software evtl. nicht der ganz große Wurf ist. Insofern wäre es auch nicht schlecht, sich zumindest im Grundsatz schon mal Gedanken zu den Themen Lesbarkeit, Wartbarkeit und Erweiterbarkeit zu machen.

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Bernhard Findeiss
Donnerstag, der 8. September 2011

Der Software Craftsman auf Wanderschaft *Update*

In meinem letzten Artikel habe ich ja angedeutet, daß hinter dem Thema “Software Craftsmanship” ein eher mittelalterlich inspiriertes Verständnis von Handwerk steht.

Zu einer Handwerksausbildung im Mittelalter gehörte in vielen Berufen auch eine Verpflichtung zur Wanderschaft (schön beschrieben z.B. auf Wikipedia). Gesellen mussten teils für mehrere Jahre auf Wanderschaft gehen, bevor sie sich für die Prüfung zum Handwerksmeister einschreiben konnten. Meistens waren daran auch noch strenge Auflagen geknüpft. So wurde z.B. ein “Sperrgebiet” um den Heimatort vorgeschrieben, und ein Abbruch der Wanderschaft war nur in genau festgelegten Ausnahmefällen möglich. Im Gegenzug waren viele Zünfte dazu verpflichtet, Gesellen auf Wanderschaft aufzunehmen und ihnen Arbeit zu geben.

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Bernhard Findeiss
Freitag, der 2. September 2011

Software Craftsmanship – Was soll das eigentlich?

Aus gegebenem Anlass (die SoCraTes 2011 ist gerade in vollem Gange) möchte ich gerne mit dem Thema “Software Craftsmanship” beschäftigen: Was ist das? Was steht dahinter? Warum ist dieses Thema wichtig?

Dazu möchte ich ein klein wenig ausholen und einen Ausflug ins “echte” Handwerk machen:

Im Mittelalter war die Produktion von Gütern noch in Manufakturen organisiert. Meistens mit sehr wenigen Mitarbeitern. Geleitet wurde die Manufaktur üblicherweise von einem Meister, der in langjähriger Ausbildung alles über sein Handwerk gelernt hat. Die Qualität der von der Manufaktur gefertigten Waren hing damit auch direkt mit den Qualitäten und Fähigkeiten des Meisters zusammen.

Dann kam die Industrialisierung. Die komplexen Produktionsprozesse der Manufakturen wurden nun in ganz viele Einzelschritte aufgeteilt. Am besten so klein, daß sie auch von Menschen ohne grosse Ausbildung durchgeführt werden können. Meistens waren es tatsächlich nur wenige Handgriffe, die man in relativ kurzer Zeit lernen konnte.

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Wie mittlerweile garantiert auch der letzte Fussballmuffel mitbekommen hat, findet zur Zeit in Südafrika wieder die Fussball-WM statt. Neben der Möglichkeit, viele mehr oder weniger spannende und interessante Fussballspiele in einem kurzen Zeitraum zu sehen, bietet sie auch wieder die passende Gelegenheit, die Arbeitsweise verschiedener Teams zu vergleichen und gegenüber zustellen.

Fussballmannschaften sind ja selbstorganisierende Teams im besten Sinne: Alle Teammitglieder arbeiten auf ein gemeinsames Ziel hin (dem Gewinn des Spiels bzw. des Turniers), und es gibt einen Coach, bzw. (im Falle einer Nationalmannschaft) einen ganzen Trainerstab.

Dieser Coach sorgt dafür, daß das Team die Regeln des zugrunde liegenden Prozesses – hier natürlich ein Fussballspiel – versteht und alles dafür tut, sich stetig zu verbessern. Eine ganz ähnliche Aufgabe also wie ein ScrumMaster hat.

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Bernhard Findeiss
Mittwoch, der 21. April 2010

Gestrandet…

Nun hat die Aschewolke aus Island also auch uns erwischt.

Dabei war der Plan eigentlich ganz einfach:

Meine Frau und ich wollten zum Ende meines auf 2,5 Wochen angesetzten Urlaubs noch für 1 Woche in den Badeurlaub fahren. Ganz egal wohin. Hauptsache warm und nicht allzuweit weg (d.h. nicht mehr als 2-3 Stunden Flugzeit).

Im Unterschied zu sonst wollten wir dieses Mal aber nicht schon ewig im Voraus buchen, sondern kurzentschlossen, also “Last Minute”, uns ein gutes Angebot schnappen. Das erste Mal nach fast 10 Jahren Individualtourismus also wieder eine Pauschalreise.

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Bernhard Findeiss
Samstag, der 30. Januar 2010

Warum Scrum? Gründe für das Management (1/2)

In der Vergangenheit habe ich oft über die Vorteile von Scrum aus Sicht des Teams geschrieben. Aber das ist sozusagen nur die halbe Wahrheit. Ein anderer, wichtiger, Aspekt wird nämlich oftmals übersehen:

Auch für das Management hat Scrum einige handfeste Vorteile!

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Bernhard Findeiss
Mittwoch, der 13. Januar 2010

Sind nur selbstorganisierende Teams echte Teams?

Beim letzten Agile Tuesday, dem Stammtisch der Münchner Scrum-Community, hatte ich eine interessante Diskussion zum Thema “Was ist eigentlich ein Team?”.

Meiner Meinung nach darf man eine Gruppe von Personen nur dann zurecht “Team” nennen, wenn es sich dabei um ein selbstorganisierendes Team handelt. D.h., das Team darf frei über seine (interne) Organisation entscheiden. Der Preis dafür ist jedoch Verantwortung, v.a. für das Erreichen des (gewünschten) Projektergebnisses.

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