Chris WoodMittwoch, der 21. Juli 2010
Eine böse Atmosphäre
Die aktuelle New Scientist enthält einen Artikel über das Einbringen von SO2 in die Stratosphäre. Beobachtungen von riesigen Vulkanausbrüchen haben gezeigt, dass man dadurch die globale Temperatur für eine Dauer von 1 bis 2 Jahren um 1 bis 2 Grad reduzieren könnte.
Das wurde in 1998 in den USA ernsthaft vorgeschlagen. Es sollte die billigste Lösung für das Problem der globalen Erwärmung sein. Gruppen, die bisher meinten, dass es kein solches Problem gibt, unterstützen jetzt diese Idee. Die Russen planen einen großen Test.
New Scientist, mit Bedauern, erwartet dass dieser Albtraum Wirklichkeit wird! Viele Nationen und auch große Firmen sind im Stande, es zu tun. Es gibt keinen internationalen Abkommen oder Gesetz, die es verbieten.
Natürlich muss man dann diese Handlung regelmäßig wiederholen, bis eine bessere Lösung gefunden wird. Aber: SO2 in der Stratosphäre gemeinsam mit dem CO2-Gehalt in der Luft wird die Ozeane sauer machen.
cw
Chris WoodFreitag, der 30. April 2010
Wie wir unsere Welt zerstören
Während der letzten zehntausend Jahre war die Erde geprägt durch recht schöne, stabile Klimaverhältnisse, die es der menschlichen Spezies ermöglichten, sich von einer Million auf 7000 Millionen zu vermehren. Man nennt diesen Zeitabschnitt der Erdgeschichte das Alluvium. Jetzt gehen wir über in das Anthropozän, welches dank uns Menschen wohl nicht ganz so bequem werden dürfte.
In der Ausgabe des “New scientist” von 27.02.2010 steht der Bericht von einer Konferenz mit 28 Umweltexperten, die sich darüber berieten, wie nah wir schon daran sind, alles komplett zu ruinieren. Neben dem Klima haben sie noch acht weitere Aspekte unter die Lupe genommen.
Im Folgenden fasse ich ihre provisorischen Schlussfolgerungen kurz zusammen und gebe ein paar eigene Kommentare dazu ab. Am Anfang steht der einzig positive Aspekt und am Schluss kommt der, wo es am schlimmsten brennt.
Chris WoodMontag, der 26. April 2010
Der Papst Wird England besuchen
Ein behördliche Papier hat vorgeschlagen das der Papst, bei seinen kommenden besuch in England, ein Abtreibungsklinik öffnen, oder ein homosexuelles Paar heiraten soll. Nachdem das Papier in eine Zeitung erschienen ist, hat man den Schreiber versetzt und eine Entschuldigung an den Vatikan ausgesprochen. Ich bin schockiert! Wo ist die große Englische Humortradition, mit seinen Respektlosigkeit für Prominenten (Charlie Chaplin: “The Great Dictator”), für die Kirche (Monty Python: “A Life of Brian”), und für fast alles (Sache Baron Cohen: “Borat”) geblieben? Henry VIII muss in seinem Grab drehen!
Der Vorschlag dass man den Papst festnehmen soll ist aber nicht korrekt. Vielleicht ist sein Einfluss in die Welt genau so schlimm gewesen wie die von Pinochet, (der in England festgenommen würde), aber als aktueller Vatikan-Staatschef ist er laut Gesetz nicht strafbar.
cw
Chris WoodDienstag, der 2. Februar 2010
Buchbesprechung: “The Greatest Show on Earth” – „Die größte Schau der Welt“
Dies ist das vierte Buch von Richard Dawkins, das ich mit Freude gelesen habe (Das Buch ist noch nicht in Deutsch verfügbar).
“Das egoistische Gen“ macht Schluss mit der weitverbreiteten Irrmeinung, dass genetische Evolution stattfindet um Lebewesen, Rassen und/oder Arten zu entwickeln. Das Buch macht deutlich, dass (nur) Gene am Werk sind, von denen jedes dazu neigt, sich selbst so intensiv wie möglich zu vervielfältigen. Oft, aber nicht immer, „nützt“ dies dem dazugehörigen Lebewesen, der Rasse oder/und der Art
“Der blinde Uhrmacher“ erklärt, wie es, im Gegensatz zur Meinung von Fred Hoyle, möglich ist, dass solche komplexen Strukturen wie das menschliche Auge entstehen können.
“Der Gotteswahn“ zeigt, dass es keinen guten Grund gibt, an Gott zu glauben (obwohl zugegeben wird, dass Glaube möglicherweise zur Natur des Menschen gehört).
“Die größte Schau der Welt“ geht einen Schritt nach Hinten, weg von diesen schwierigen Themen, denn Dawkins musste zu seinem Leidwesen erkennen, wie wenig Leute an Evolution glauben. Die Beweise dafür, dass die Erde ein paar Milliarden Jahre alt ist und dass alle ihre Lebewesen sich allmählich im Laufe des überwiegenden Teils dieser Zeit entwickelt haben, sind erdrückend. Es gibt mehr Beweise dafür, als etwa dafür, dass die Erde keine Scheibe ist und kleiner als die Sonne ist. Ich vermute, dass mehr als die Hälfte aller naturwissenschaftlichen Erkenntnisse die Evolutionstheorie untermauern. Dawkins hebt hervor, dass das Wort „Theorie“ in zwei Bedeutungen verwendet wird. Man kann es entweder für eine Hypothese gebrauchen, oder für eine Tatsache, wie etwa die Evolutionstheorie.
Dawkins erklärt, dass Fossilienfunde nur ein kleiner Teil der Beweismenge sind und dass immer mehr „Glieder der Kette“ entdeckt werden – und es gab noch nicht einen einzigen Gegenbeweis (etwa den Fund eines eine Milliarden Jahre alten fossilen Kaninchens).
Chris WoodSamstag, der 12. September 2009
Soziale “Logik” in Deutschland
Während meiner Jahre in Deutschland, insbesondere seit ich im Ruhestand bin und mehr Zeit habe herauszufinden, wie dieser Staat funktioniert, stoße ich immer wieder auf Verrücktes in der hiesigen sozialen Logik.
Eines davon ist, dass hier Einkommen aus erhöhten Aktiengewinnen nicht besteuert werden. Natürlich würden Leute dadurch ermuntert, damit zu spekulieren, anstatt ihr Geld bei soliden Firmen anzulegen, die eine gute (aber steuerpflichtige) Dividende abwerfen. Dies änderte sich Anfang 2009, Jahrzehnte zu spät. Deutsches “Last Chance”- Investment hat vielleicht ein wenig mit dazu beigetragen, dass es zur Finanzkrise kam. Aber eigentlich möchte ich hauptsächlich Kommentare zu neueren Ereignissen abgeben.
Chris WoodMontag, der 13. Juli 2009
Versicherung und Ethik
Ich lese gerade das Buch “Die Methode des Gedankenexperiments” von meinen Freund Dr. Uli Kuehne. Es geht darin um “Gedankenexperimente“ in Physik. Er macht schnell Schluss mit der Annahme, dass Gedankenexperimente Naturgesetze beweisen könnten, aber diskutiert dann, wie sie benutzt werden können, um Theorien aufzustellen. Er erwähnt, dass solche Methoden auch in der Ethik benutzt werden (und auch im Gesetzgebungsverfahren).
Ethik ist das Ergebnis von Evolution. Man kann sehen, dass viele Lebewesen Ethik besitzen (denken Sie nur an Ameisen und Bienen). Gedankliche Prozesse, mindestens im Fall von Menschen, ändern diese Entwicklung.
Stimmen Sie doch bitte über diesen und andere Artikel ab, damit ich sehe, ob das, was ich schreibe, nicht komplette Zeitvergeudung ist.
Mir fallen drei Beispiele aus meinem eigenen Erfahrungsbereich ein zum Thema Versicherungsgesetze (und ein weiteres originelles zum Thema Vaterschaft):
Chris WoodMittwoch, der 10. Juni 2009
Beschwipster Spätpubertät
Schön, dass mein Freund Roland mich in Rolands Senf seinen Freund nennt. Er hat so viele Freunde, die wichtiger sind. Er gibt zu verstehen, dass meine Gedanken zur Phase beschwipster Spätpubertät passen. Da fühle ich mich sehr geschmeichelt. Leider fühle ich mich nach Squash oder Tennis nicht so jung. Ich bewundere die Energie und Interessen-Breite von Roland. Ich hätte gern seinen unterhaltsamen Schriftstil und die Geschwindigkeit wie er über alles, was es unter dem Himmel so gibt, schreibt. Leider bin ich zu ernst. Und ja, ich hoffe immer wieder, dass Leute mich für klug halten, (es ist zu spät, dass sie mich “sexy” finden werden). Zumindest stand in meinem letzten “Fortune Cookie”, dass ich interessant und anziehend bin.
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Chris WoodMittwoch, der 3. Juni 2009
Open Source Hardware
Seit kurzem bekomme ich regelmäßig Material von Cambridge_Computer_Lab_Ring zugesendet.
Näheres findet man unter Cambridge_University_Computer_Laboratory.
In 1949 lief dort der erste programmierbar elektronische Computer der Welt, (EDSAC). Als ich in 1964-65 als einer von 17 dort studierte, hieß es noch “Mathematics Laboratory”. Ein Art “Technologie Park” (“Silicon Fen”) ist in der nähe von Cambridge entstanden.
Im Kielwasser von “open source software”, wird auch “open source hardware” wichtig. Ohne sinnvollen Grund gelten andere geistige Eigentumsrechte für sie. Deshalb kann man nicht die gleiche Lizenz verwenden.
Jeremy Bennett hat die allgemeine Situation in “The Cambridge Computer Lab Ring” beschrieben. Im Geist von “Open Source” stellt Jeremy seinen Artikel für uns zur Verfügung. Zu finden unter www.embecosm.com/articles/ear1/open-source-hardware.pdf (in Englisch).
cw
Chris WoodMontag, der 18. Mai 2009
Chris Wood über Darwin
Republished, now in German. Thanks Evelyn!
Lamarck
Bezüglich Roland’s Artikel zu Darwin muss ich betonen wie glücklich ich darüber bin, dass Darwin im Blog zu Ehren kommt. Allerdings wird man Charles Darwin nicht gerecht, wenn man ihn “neben Lamarck” stellt. Schon vor Lamarck schwirrten etliche Evolutionstheorien herum, insbesondere auch vom Großvater von Charles, Erasmus. Mit Sicherheit wurden diese Theorien in der Lunar Society diskutiert. Es war allgemein bekannt, dass Tiere sich von Generation zu Generation ein wenig verändern. Insbesondere der Englische Landadel hatte großes Interesse daran, Hunde und Pferde, die für die Fuchsjagden gebraucht wurden, zu züchten. Frühe Geologen, insbesondere William Smith erkanten, dass die Erde viel älter ist, als in der Bibel angenommen wird und dass es zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Tierarten gab.
Chris WoodDienstag, der 12. Mai 2009
Eine weitere Nachspiel zu “Ethik Jenseits von Humanismus”
Prof. Dr. Nunner-Winkler hat mir weitere Kommentare zu meiner Philosophie “Ethics Beyond Humanism” geschickt.
Diese Posting enthält ihre Kommentare und mein Antwort darauf.
Freundlicherweise schreibt sie mir immer in Englisch. Obwohl sie in England und USA studierte, ist es nicht ganz fair dass ich, ein pedantischer Engländer, ihre Wörter so genau analysiere.
Trotzdem, lese bitte weiter :-
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