Am 2.3.2010 hielt Frau Prof. Dr. Kathrin M. Möslein im Rahmen des IF-Forums den ersten Vortrag im Jahre 2010 zum Thema

Open Innovation
Auf dem Weg zur Mitmachwissenschaft!

und legte die Latte für die folgenden Vorträge ziemlich hoch.

Nicht nur, weil dieser Vortrag als erstmals live ins Internet übertragen wurde, fällt er klar in die Rubrik “Vortrag 2.0″.

Das Plädoyer für einen anderen Wissenschaftsbetrieb war mit viel visualisierenden Folien hinterlegt und regte auf sehr unterhaltsame Weise zum Nachdenken an – ein Mitmach-Vortrag oder zumindest ein “Mit-Denk-Vortrag”!

Das zeigte sich an einer intensiven Diskussion (die sich auch durch ein ausgezeichnetes Buffet nicht stoppen lies, sondern in Kleingruppen weitergetrieben wurde). Auf eine faszinierende Weise entstand so der “rote Faden” in den Köpfen der Zuhörern, was es nicht einfach macht, den Vortrag zusammenzufassen.

Das Beispiel der “Mitmach-Wirtschaft” www.ponoko.com (wo jeder neben Kunde auch Designer, Produzent und Verkäufer sein kann) führte zu verschiedenen “Mitmach-Werkzeugen”:

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Edwin Ederle
Donnerstag, der 4. März 2010

Johnny Cash “American VI: Ain’t No Grave”

Ein Premiere!? Die erste CD-Empfehlung im IF-Blog?

Ich habe in den letzen Tagen mehrere begeisterte Kritiken über das neue Johnny Cash-Album gelesen und habe es gestern gekauft (ganz normal im Laden – denn Amazon hätte 3 Tage gebraucht!). Die CD wurde am 26. Februar (an seinem 78. Geburtstag) veröffentlicht,  steht in Amerika auf Nummer 3 der Album-Charts und erreichte in den meisten europäischen Ländern die Top 10.

Vielleicht erst einmal eine Warnung: Das Album ist nichts für Leute, die depressionsgefährdet sind. Johnny Cash hat es nach dem Tod seiner Frau und kurz vor seinem nahendem Tod in 2003 aufgenommen. Im Bewußtsein des bevorstehenden Sterbens ist das das zentrale Thema aller Lieder. Ich empfinde es als faszinierend, wie jedes Lied gleichzeitig eine tiefe Traurigkeit und doch eine Freude am Leben ausstrahlt – und das mit einer gebrochenen Stimme eines totkranken alten Mannes, der seinen Frieden mit dem bevorstehenden Tod gemacht hat.

Mein Urteil: hörenswert!

E2E

Edwin Ederle
Dienstag, der 12. Januar 2010

Die Null ist das Problem!

Chips auf EC-Karten fehlerhaft! Deutschland in der Krise?

Gestern las ich in der Süddeutschen Zeitung, dass Frau Aigner anscheinend erkannt hat, was das Problem ist: “Spätestens seit der Jahrtausendwende kennen Software-Experten das Datumsproblem mit der Null. Deshalb ist es ein Rätsel, warum der Systemfehler bei den Chipkontrollen nicht aufgefallen ist“. Ein Zitat, das im Internet oft zu finden ist (z.B. Waz ) und anscheinend nicht dementiert wird.

Oder kann es sein, dass die “Software-Experten” zur Jahrtausendwende fälschlich annahmen, es läge an der Anzahl der Stellen und gar nicht erkannt haben, dass die Null das Problem ist?

Wahrscheinlich hat Deutschland zu wenig Minister, die die wahren Probleme sehen!

E2E

Edwin Ederle
Donnerstag, der 31. Dezember 2009

Sicherheit im Flugverkehr

Nach dem versuchten Anschlag auf ein Flugzeug beobachte ich das, was immer nach einem schlagzeilenträchtigem Ereignis passiert: Puren Aktionismus. (Nach einem Jahrhundert-Tsunami baut man ein Tsunami-Warnsystem in Sumatra, nach einem Zugunfall untersucht man die Räder, … als würde die Wahrscheinlichkeit dafür nach einem unwahrscheinlichem Ereignis steigen).

Nun können wir uns auf mehr Sicherheit im Flugverkehr freuen: Man muß in der letzten Stunde vor der Landung angeschnallt sitzen bleiben, darf die Toiletten nicht mehr aufsuchen und kein Handgepäck am Schoß haben. Ich stelle mir all die verzweifelten Terroristen vor, die erfolgreich eine Bombe an Bord gebracht haben und nun die Aktion aufgeben müssen, weil man in der letzten Stunde nicht aufstehen darf (denn dass sie sich als gute Bürger daran halten, ist unfraglich!). Schon vor 3 Jahren fühlte ich mich so viel sicherer als man mir mitteilte, ich dürfte nicht nach USA fliegen, wenn ich nicht die Postleitzahl des Hotels der ersten Nacht kenne.

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Edwin Ederle
Montag, der 30. November 2009

Das Minarett-Verbot ist undemokratisch?

Gerade habe ich in den Nachrichten in Bayern5 gehört, dass Paul Böhm, der Architekt der Kölner Moschee das Ergebnis der Schweizer Volksabstimmung “undemokratisch” nannte.

Völlig unabhängig, was man von dem Ausgang der Abstimmung halten mag, bin ich fassungslos, dass es als Nachricht gilt, wenn jemand das Ergebnis eines basisdemokratischen Prozesses als “undemokratisch” bezeichnet.

Man kann natürlich entsetzt darüber sein, wenn die Geister, die man rief dann plötzlich erscheinen – doch ist das nicht eine fast natürliche Konsequenz der Polemisierung und Verdummung, die die Medien und Politiker dem Volk zumuten? Wie will man vom Volk überlegte Entscheidungen erwarten, wenn man ihm ständig unüberlegte Pauschalisierungen zumutet?

Und eine Volksabstimmung undemokratisch zu nennen gehört für mich in genau diese Kategorie!

E2E

Edwin Ederle
Samstag, der 24. Oktober 2009

Wie kommt man zu einem Artikel in brandeins?

Ederle1Das ist wohl die mir meist gestellte Frage, seit in der Septemberausgabe ein Beitrag über mich veröffentlicht wurde.

Dabei ist die Antwort ganz unspektakulär:

Wie die Jungfrau zum Kinde!

Aber langsam: Nachdem mich Roland eingeladen hatte, sich mit ihm zu einem Frühstück mit Frau Fischer zu treffen, versprach ich mir davon ein interessantes Gespräch – und diese Erwartung wurde mehr als erfüllt. Frau Fischer musste dann zum Flughafen – ich auch und so bot ich ihr eine Mitfahrgelegenheit an. Auf der Fahrt erzählte ich auch davon, was ich so mache.

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Edwin Ederle
Donnerstag, der 27. August 2009

Braucht man in der Krise keine Autos zu verkaufen?

Heute las ich in der Süddeutschen Zeitung, dass der Volvo-Händler Kroymanns, der im März in Insolvenz ging, seinen Geschäftsbetrieb schließen wird. Da wir dort einen Volvo geleast haben, dessen Leasing-Vertrag im Dezember ausläuft, fragte ich mich, ob ich den wohl behalten darf und rief heute bei Volvo an.

Ich erfuhr, dass ich etwa 6 Wochen vor Ablauf des Vertrags von der Volvo-Bank mitgeteilt bekomme, wo ich den Wagen abgeben muß, dass das aber voraussichtlich nicht in München sein wird. Auf meinen Einwand, dass ich wenig Lust habe, dann irgendwo außerhalb ohne Auto zu stehen, bekam ich zur Antwort, dass man bis dahin wahrscheinlich keinen neuen Händler in München haben wird! Nun bin ich natürlich erleichtert, dass ich das Auto wohl nicht in Schweden abgeben muß!

Auf meine Frage, ob ich denn in München einen neuen Volvo kaufen könnte, meinte man, dass es nicht absehbar ist, wann es in München wieder eine Volvo-Niederlassung geben wird, denn man wäre vom Konkurs überrascht worden (der immerhin im März dieses Jahres erklärt wurde) und man verwies mich an einen Händler in Baierbrunn. Als ich sagte, dass ich wenig Interesse habe, für jede Wartung, Reparatur, etc. 30 km zu fahren, um dann irgendwo ohne Auto zu stehen (und es dann wohl am nächsten Tag dort wieder abgeholt werden müsse), meinte man, das würde ja nicht so oft vorkommen. Ich regte an, mir in diesen wenigen Fällen einen Ersatzwagen zu bieten – doch das müsse ich versuchen, mit dem Händler abzusprechen.

Ich schlug dann noch vor, den Leasingvertrag einfach zu verlängern, bis man wieder in München Autos verkaufen wolle – aber auch das schien nicht einfach möglich.

In der SZ vom 24.2.09 stand, dass Volvo Staatshilfen bekommen soll. Vielleicht braucht man dann ja keine Autos zu verkaufen? Oder habe ich eine völlig absurde Vorstellung, wie ich gerne als Kunde “umworben” sein möchte?

Jedenfalls sieht es so aus, als wäre dieser erste Volvo auch mein letzter!

E2E

Edwin Ederle
Sonntag, der 26. Juli 2009

Dr. Wolfgang Herles – 60 Jahre Bundesrepublik

Hier der Bericht von Dr. Edwin Ederle zum Vortrag von Dr. Herles bei InterFace. Vielen Dank an Edwin!

Herles2Am 21.Juli hat Dr. Wolfgang Herles im Rahmen des IF-Forums in erster Linie die Probleme unseres Landes beleuchtet.

Ganz anders als viele Jubelreden zur Geburtstagsfeier stellte er 2 falsche Behauptungen aus diesen Lobreden in den Mittelpunkt. Zum einen stimmt es nicht, dass diese 60 Jahre eine durch und durch geglückte Geschichte  sind – wie man an der deutschen Unfägigkeit zur Reform sehen kann; zum anderen ist es nicht so, dass die Bonner Republik nur eine unerhebliche Vorgeschichte zu Wiedervereinigung darstellt. In Wirklichkeit sind bei der Wiedervereinigung 2 Staaten kaputt gegangen und beide Staatsteile leiden heute noch unter dem Trauma diese verunglückten Wiedervereinigung.

So sind viele Ostdeutsche tief enttäuscht, denn sie traten dem Phantom der BRD bei, dass sich ihnen als Konsumparadies mit Rundum-Versorgung darstellte – diese goldene Ära der BRD war aber zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung längst vorbei. Die Westdeutschen waren anfänglich berauscht von der Illusion, die Wiedervereinigung aus der Portokasse bezahlen zu können (Die erste nötige Steuererhöhung war in der Tat die Verlängerung des Telefontakts).

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Edwin Ederle
Montag, der 18. Mai 2009

Theater: Geheimtipp – vielleicht gar nicht geheim?

metAm Samstag habe ich mal wieder einen wunderschönen Theaterabend im Metropol-Theater in München erlebt: Aus dem Leben eines Taugenichts von Eichendorff aufgeführt in einer bravourösen Darbietung von Gerd Lohmeyer.

Ich weiß nicht, ob das Theater diese “Werbung” braucht, denn meist ist es recht gut besucht – aber jeder, der Theater mag, sollte einmal hingehen. Das Theater in einem alten 50-er-Jahre Kino hat wenig Plätze und deshalb wohl (trotz guten Besuchs) kein großes Budget.  Die wenigen Requisiten und ein sparsames Bühnenbild wird mehr als wettgemacht von Schauspielern, die mit viel Liebe und Engagement spielen im wahrsten Sinn des Wortes. Ich habe dort bisher nur sehr gute Inszenierungen gesehen – viele davon haben Preise bekommen.

Nebenbei ziehe ich dort noch eine Lehre für mein Unternehmertum:  Liebe zu dem, was man tut und Begeisterung führt meines Erachtens zu Qualität! Und ist das nicht die Grundvoraussetzung für  erfolgreiches Tun?

E2E

Edwin Ederle
Sonntag, der 17. Mai 2009

Compliance-Regeln …. wo ist die Grenze?

eeIch freue mich sehr auf den angekündigten Vortrag von Herrn Dr.  Herles (und hoffe mal, dass ich wieder eingeladen werde ;-)   )- noch viel mehr freue ich mich, dass es in meinem kleinen Unternehmen keine Compliance-Regeln gibt, die mir das verbieten.

Ich weiß nicht, wie verrückt diese Regeln mittlerweile in Deutschland sind, aber ein Erlebnis, das ich kürzlich in USA machte, hat mich doch verwundert! Und da “alles Gute” ja irgendwann auch zu uns kommt, stellen sich mir schon vorsorglich ein paar Nackenhaare auf.

Wir arbeiten schon seit Jahren (in einem recht kleinen Umfang) für einen großen amerikanischen Konzern, der weltweit deutlich über 100.000 Mitarbeiter beschäftigt.

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