Gastautor(en)
Samstag, der 2. Februar 2013

Britischer Humor

Multikultur mal ganz anders – Der ist böse (aber gut) …

Last month a world-wide telephone survey was conducted by the UN.

The only question asked was:

“Could you please give your honest opinion about solutions to the food shortage in the rest of the world?”

The survey was a massive failure because of the following:

  1. In Eastern Europe they didn’t know what “honest” meant.
  2. In Western Europe they didn’t know what “shortage” meant.
  3. In Africa they didn’t know what “food” meant.
  4. In China they didn’t know what “opinion” meant.
  5. In the Middle East they didn’t know what “solution” meant.
  6. In South America they didn’t know what “please” meant.
  7. In the USA they didn’t know what “the rest of the world” meant.
  8. In the United Kingdom they hung up as soon as they heard the Indian accent.

-> Danke an Chris (cw), der diesen Text gefunden und mir zugesandt hat.

RMD

Gastautor(en)
Mittwoch, der 26. Dezember 2012

Weihnachtsgruß an alle Sysadmins!

Hier ein Artikel eines lieben IF-Blog-Freundes, der in IF-Blog mit interessanten Kommentaren nicht sparsam ist. Es ist Hans Bonfigt, der für mich völlig überraschend jetzt einmal in die Rolle des Gastautors geschlüpft ist. Hier ist sein:

Weihnachtsgruß an alle Sysadmins

Auf eine ganz bestimmte Art und Weise wurden “wir” EDV-Leute eigentlich schon immer, ja, in unserer Heimat heißt das “veräppelt”. Nein, es hat nix mit den Plagiaten des Herrn Jobs zu tun, sondern es ist aus einem gewissen Unverständnis heraus geboren:
“Erst wenn die Lichter angehen, fangt Ihr an zu arbeiten”, so wurden wir aufgezogen. Na klar, liebe Anwender (ein schlimmeres Schimpfwort kennen wir nicht), wie sollen wir Eure Systeme, die ihr wieder verderkelt habt, denn auch in Ordnung bringen, solange Ihr davor sitzt? Früher ging das gar nicht, denn da hatte man typischer-weise ein Einplatzsystem, an dem halt auch nur einer arbeiten konnte. Irgendwann waren die Maschinen dann ‘multitaskingfähig’, aber die Anwender waren es nicht. Wir sind da wählerischer – wir wollen die Maschine meistens exklusiv für uns.

Und während Ihr spätestens seit vergangenem Freitag auf der Couch liegt, ist eine kleine Minderheit seit Freitagmittag bis jetzt damit beschäftigt, Euren Mist aufzuräumen. Mit maximal zwei Stunden Schlaf in 24 Stunden. Denn wir wissen, was es am morgigen Donnerstag wieder für ein Geblöke gibt, wenn irgendeine Kleinigkeit nicht klappt: “WIR KÖNNEN NICHT ARBEITEN …” !  –  Als ob wir das nicht seit Jahren wüßten.

Ja, jedes Jahr wird der Augiasstall, den Ihr in unseren Systemen anrichtet, fieser und vor allem größer. Und Ihr lernt es einfach nicht. Also, daß Ihr davon ablaßt, Euer Paßwort unter die Mausmatte zu kleben, darauf habe ich eigentlich nie gehofft. Ich weiß ja, was für einen Scheiß Ihr wählt und irgendwo müssen die ganzen facebook-luser ja herkommen. Von Euch so etwas wie ein Minimum an Verantwortungsgefühl zu erwarten – wäre ich so töricht, könnte ich in meinem Job nicht arbeiten.

Aber irgendwie habe ich über die Jahre gehofft, ihr würdet Euch wenigstens die Dinge angewöhnen, die Euch das Leben leichter machen, aber weit gefehlt:

- Keine Leerzeichen und Umlaute in Dateinamen, unsere Rede seit mindestens 20 Jahren. Und vor allen Dingen nicht den ganzen Text Eures Dokuments in den Dateinamen. Gerade Ihr, die ihr nicht einmal den Großbuchstaben ‘O’ von einer Null unterscheiden könnt, solltet doch nicht voraussetzen, daß Umlaute oder auch nur Groß- und Kleinschreibung in Dateinamen plattformübergreifend interoperabel implementiert wären. Schon gar nicht unter Euren geliebten Windows, welches intern nämlich nur die “8.3″-Nomenklatur kennt, die unter DOS schon zum Himmel stank.

- Mindestens genausolange predigen wir Euch, “legt gemeinsam benutzte Dateien zentral ab UND HÖRT AUF, SIE EUCH GEGENSEITIG ZUZUMAILEN”. Und wir sagen Euch auch, “ZITIERT RICHTIG und hängt nicht den ganzen Sarotti von Rede und Gegenrede immer wieder hinten an”. Ja, Jungs und Mädels, und nun sitze ich seit Freitag vor einem 24 TERABYTE großen Mailspool. Den muß ich auf 12 TB zusammenschrumpfen. Und verlaßt Euch drauf, das habe ich getan. Und wo gehobelt wird, da fallen Späne.

- Wie oft haben wir Euch gesagt, ihr sollt Eure Papierkörbe leeren. Aber keine Sorge, auch das habe ich für Euch erledigt. Mit der halstiefen Rasur.

- Bei der Gelegenheit:  Ich habe auch alle Eure Browser-Caches gelöscht.  Denn ich hatte einfach keine Lust, die riesige Pornosammlung, die Ihr euch da zusammengeklickt habt, auch noch mitzusichern und auf das neue SAN zu migrieren, das angeblich erforderlich war.

Ja, die Informationsgesellschaft hat kein schlankes, ebenmäßiges Gesicht mehr, sondern eine aufgedunsene Visage à la Dirk Bach. Wenn ich da so an früher denke:

Das mit den Lochkarten habe ich noch richtig miterlebt, die maximale Sourcefile-Größe lag beim KIENZLE SLM bei 2.780 Zeilen, das paßte in einen handlichen Koffer. Echt lästig, richtig schwer und ‘mal eben eine Kopie ziehen’, das dauerte halt. Mergen war die Hölle. Perfekte Beherrschung der Maschinensprache war Pflicht, denn ein Assemblerlauf mit einer vergleichbaren Anzahl Karten dauerte 2 1/2 Stunden. Wer da nicht manuell patchen konnte, für den war, buchstäblich, “aus die Maus”.

Die ECMA-34 – Kassette war ein Segen. Ja, liebe Anwender, Ihr kennt sie als Musikcassette, aber für Euch war sie eigentlich gar nicht gedacht, sondern für uns. Ein ganzer Lochkartenkoffer paßte nun bequem in die Hemdtasche, 900 Blöcke à 256 Zeichen gingen da drauf und man konnte sie doppelseitig beschreiben. Noch schöner die 8-Zoll-Floppies, da brauchte man die Quelldateien gar nicht mehr zu laden, sondern konnte sie direkt bearbeiten.

Indexsequentielle Dateien auf Disketten, das war erst recht ein Genuß.

Mit den “großen” Festplatten, die nicht mehr alle 14 Tage crashten, gab es eine weitere Revolution: Man brauchte eigentlich gar nicht mehr mit Datenträgern zu hantieren, weil sich ja alles auf dem System befand. Bloß sichern mußte man noch. Die Sicherung mit den Halbzollbändern hatte etwas, die Wartung war durchaus aufwendig, man mußte mit Hilfe eines Oszillographen (ja, so hießen die Dinger früher) die “Katzenaugen” richtig einstellen, die sich aus Schreibkopfsignal und dem um 180° phasenverschobenen Echo des Lesekopfs ergaben. Die Bandmaschinen waren teuflisch schnell und hatten ein schier unendliches Fassungsvermögen.

Mit den Cartridges, ibs. der QIC-Kassette, kamen auch bezahlbare Systeme auf den Markt, unser erstes Schätzchen schaffte 20 MB und brauchte dafür eine halbe Stunde.

Zu dieser Zeit etwa kamen diese unappetitlichen “Commodore” auf den Markt, die aussahen wie ein Brotkasten – wir reden also über die späten 80er Jahre.

Was hat sich eigentlich geändert ?

Ich darf hier über die Feiertage ein komplettes SAN neu aufsetzen, auf dem ALLE, aber auch wirklich alle Daten eines mittelgroßen Unternehmens abgelegt sind. Und ich muß ALLES löschen, natürlich nach vorheriger Sicherheitskopie auf Band und natürlich redundant, und weil es wichtig ist, auch noch dissimilar redundant.

Die Cartridges sind kleiner und schneller geworden. Hier fliegen gerade gut 140 MB pro Sekunde vom Band auf die Platten, pro Sekunde also packt das System also die siebenfache an Daten weg, die man in der 80ern auf eine QIC-20 – Kassette bekam. 3,5 Stunden schrumpfen zu einer Sekunde zusammen.

Eine Produktivitätssteigerung um 1.259 %.

Halt ‘mal, WIRKLICH ?

Das Unternehmen, bei dem ich gerade arbeite, hatte in den 80ern ebenfalls eine QIC-20 – Bandstation, sie hing an einem IBM /38, welches das gesamte Unternehmen mit der notwendigen EDV-Infrastruktur versorgte.

Die neue EDV macht eigentlich nix anderes, sie versorgt genau wie früher 200 Leute mit diversen Programmen. Heute mögen es unwesentlich mehr sein. Eine Migration in den 80ern hat drei Tage gedauert, in der aktuellen Situation komme ich schon jetzt auf fünf. Und vor morgen früh, fünf Uhr, bin ich nicht fertig.
Auf der alten Maschine konnte den Job ein gut ausgebildeter Servicetechniker erledigen, das neue System ist ultrakomplex und vereint so ziemlich alle neueren Technologien in einer Kiste – insbesondere kommt sie nicht mehr ohne Windows und den famosen IBM DRECK-TOR aus – ein in JAVA zusammengestoppelter, atemberaubend stinkender Haufen Sondermüll. Da kommt kein Mensch mehr mit zurecht. Gottseidank bin ich ja auch keiner.

Die alte Maschine war eigentlich nie kaputt, die neue fällt zwar wegen Redundanz auch nicht aus, aber ständig verendet irgendeine Komponente und die dann erforderliche Reparatur treibt einem den Angstschweiß auf die Stirn.

Die alte Maschine war richtig flott, die neue ist es eigentlich auch, aber das JAVA/AJAX/PINGPONG – Neppinterface ist schweinelahm und die Benutzer drehen Däumchen.

Ja, liebe Anwender – KEIN MITLEID !  Ihr wolltet das GUI, Ihr habt es.  Minderwertiger Augenzucker für minderwertige Mitarbeiter, jedem das Seine.

Aber wo ist bloß der Fortschritt geblieben? Irgendwo war er doch?

Die Antwort liefert, und ich zitiere das nochmal, Bertrand Russell:

Jeder Zuwachs an Technik bedingt, wenn damit ein Zuwachs des menschlichen Glücks verbunden sein soll, einen entsprechenden Zuwachs an Weisheit.

Vulgo: Die EDV-Landschaft hat sich vom ‘Tool’ zum ‘Toy’ gewandelt. Mit allen üblen Konsequenzen. Eine Sekretärin der Nordwest AG erzählte mir unlängst, daß sie mit HIT/CLOU, einem Textprogramm der InterFace AG, in etwa zehnmal schneller Briefe erstellen konnte als heute mit einem aktuellen “Word”. Unter Verwendung von etwa einem Tausendstel an Rechnerleistung, Hauptspeicher und Plattenspeicher.

Wir sind träge geworden, fett und degeneriert.

Tja, und es fehlt irgendwie der Spirit. Früher hatte ich Spaß an solchen “Nightflights”, genoß das beruhigende Rauschen der Lüfter und war mir vor allen Dingen sicher, ich würde den Job bis zum Termin hinbekommen.

Dadurch, daß ich überhaupt ein System einigermaßen überschauen kann, bin ich ja erst in der Lage, Verantwortung zu übernehmen.

Heute kann ich mir nicht mehr sicher sein, die Komplexität zu beherrschen. Und wenn ich in den letzten Tagen irgendwas verkackt habe, dann können am Donnerstag 200 Leute nicht arbeiten. Am Freitag auch nicht. Die Woche darauf auch nicht. Denn es sind weder Programme noch Daten da. Löhne und Gehälter funktionieren noch, das wird extern erledigt, aber ob sie auch bezahlt werden können, ist fraglich.

Und ich darf gleich unter die Brücke ziehen.

Und JA, es gibt eine ganze Menge Menschen, die auch jetzt viel wichtigere Dinge tun, beispielsweise eigentlich jeder Lokführer, der nicht, wie ich gerade, nur 200 Menschen “im Rücken” hat, sondern 800. Oder die gestreßten Fahrdienstleiter, denen man kaputte Technik hinstellt, und die trotzdem jeden Tag mit höchster Verantwortung handeln müssen. Gemessen am Grad der Verantwortung relativiert sich übrigens auch die Bezahlung. Was hat denn beispielsweise ein Herr Mehdorn “verantwortet”?

In vielen Dingen sehe ich Roland als Vorbild, ich werde mich in den nächsten Jahren wieder mehr bewegen und den Adminjob, aus dem ein Drittel meines Arbeitsgebietes besteht, langsam aber sicher an den Nagel hängen. Denn der Job ist ermüdend, als Heranwachsender habe ich eine Formulierung von Günter Grass aufgeschnappt, “Ohnmacht erprobt an Gummiwänden”.

Meine Grüße gehen an alle Admins dieser Welt, die, ausgestattet mit Pizza, Cola, Junkfood und Zigaretten, unter hohem Risiko, mit unerbittlicher Deadline und schier unerträglichem Streß es doch immer wieder schaffen, daß ihr Unternehmen am ersten Arbeitstag wieder am Netz ist.

Hans Bonfigt

Über diesen Artikel habe ich mich so richtig gefreut. Lieber Hans, ich darf mich bei Ihnen ganz sehr bedanken.

Gastautor(en)
Dienstag, der 24. April 2012

Die Welt der Insekten …

Wieder mal ein Fundstück aus dem Internet.

Seit vielen Jahren kommen die fleißigen Ameisen jeden Tag fröhlich ins Unternehmen. Sie lieben ihren Job, sind selten krank und arbeiten den ganzen Tag gut gelaunt durch. Alle Aufgaben werden schnell und zur großen Zufriedenheit der Kunden erledigt. Da die Arbeit Spaß macht, summen die Ameisen immer wenn möglich ihr Liedchen.

Aber die Zeiten ändern sich.

Der Generaldirektor (ein großer Hirschkäfer) stellt eines Tages fest, dass er nicht weiß, was die Ameisen machen.

“So kann es nicht weitergehen!”

Er schafft eine neue Stelle für einen Supervisor und stellt dafür den Mistkäfer mit seiner großen Erfahrung von vielen Misthaufen ein. Als erstes geht der Mistkäfer das Thema Arbeitszeit an. Er standardisiert die Anfangs- und Endzeiten und erarbeitet eine komplexe Arbeitszeit-Regel. Diverse Reports werden eingeführt, die Art der Tätigkeit muß aufwändig differenziert werden.

Die eingehenden Reports werden ausgewertet und aufbereitet. Das führt zu einer Arbeitsüberlastung beim Mistkäfer. Der Generaldirektor Hirschkäfer stellt einen hübschen Marienkäfer als Sekretärin für den Mistkäfer ein. Der Marienkäfer richtet auch gleich noch ein Archiv ein und kontrolliert das pünktliche Erstellen der komplizierten Berichte.

Die Ameisen arbeiten trotz allem froh und munter weiter, denn ihre Arbeit gefällt ihnen immer noch. Ihr Liedchen summen sie allerdings seltener.

Der Generaldirektor Hirschkäfer ist begeistert von der Arbeit des Mistkäfers. Endlich hat er Zahlen, die er abends vorm Kamin in Ruhe durchlesen kann. Die sind aber unübersichtlich, also wünscht er sich noch grafische Darstellungen und Analysen. Und vor allem eine schöne Quartals-Prognose. So wird es nötig, neben der Sekretärin Marienkäfer eine Assistenzkraft für den Supervisor einzustellen. Eine Brummfliege wird gefunden. Sie bekommt einen eigenen Farbdrucker, damit die Reports auch schön bunt erstellt werden können.

Die fleißigen Ameise summen ihr Liedchen kaum mehr. Sie beschweren sich, dass sie soviel Schreibkram ausfüllen müssen. Überstunden sind angesagt, um das Arbeitspensum zu schaffen. Generaldirektor Hirschkäfer stellt gleichzeitig fest, dass die Kunden unzufriedener werden.

“Es muss ein Administrator für die Abteilung her, in der die Ameisen arbeiten!”

Für diese verantwortungsvolle Aufgabe wird die Grille eingestellt. Die zirpt lauter als die Ameisen brummen. Als erstes verlangt sie, dass man ihr ein besonderes Büro einrichtet. Die Grille bringt ihre persönliche Assistentin mit, die Heuschrecke. Denn die hat schon immer als Sekretärin bei der Grille gearbeitet.

Die Ameisen haben aufgehört zu singen. Sie werden immer unruhiger, nervöser und skeptischer. Zukunftsangst macht sich breit, der Krankenstand steigt. Die Ziele des Unternehmens werden ehrgeiziger, die Vorgaben höher und die Planzahlen nach oben korrigiert.

Der Generaldirektor Hirschkäfer muss aber in seinen Graphiken feststellen, dass zwar die Kosten aber nicht die Umsätze steigen. So fasst er einen aus seiner Sicht sehr schlüssigen Gedanken:

“Wir müssen untersuchen, wie wir produktiver werden können!”

Gesucht wird ein Berater, der die Produktion der Ameisen nach Einspar-Potentialen untersuchen soll. Gesagt, getan. Als Berater wird eine Stechmücke gefunden. Sie vermisst alle Arbeitsschritte und analysiert die Prozesse des Unternehmen. Aufbau- und Ablauf-Organisation wird verändert. Die Aktion ist teuer, der Nutzen gering.

Beim Lesen der Berichte und Prognosen bemerkt der Generaldirektor Hirschkäfer, dass die Kosten steigen, aber nicht die Umsätze. Im nächsten Quartal drohen große Verluste. Also wendet er sich an “Die Glühwürmchen”, eine bekannte und teure Unternehmensberatung. Sie wird beauftragt, das Unternehmen zu analysieren und einen Rettungsplan zu erarbeiten.

Drei Monate leuchten die Glühwürmchen bei Tag und Nacht in allen Abteilungen der Firma herum. Dann präsentieren sie ihren Abschlussbericht. Das Ergebnis ist:

“Das Unternehmen hat zu viele Mitarbeiter”.

Der Generaldirektor folgt dem Rat. Geschäftsfelder werden ab- und aufgegeben, Bereiche ausgelagert und viele Ameisen gekündigt.

Der Autor ist mir unbekannt, ich habe die Geschichte ein wenig verändert.

RMD

Gastautor(en)
Montag, der 16. Januar 2012

Hurra, ich kann IF-Blog auf meinem Kindle lesen!

Eine kurze Anleitung (nicht nur für IF-Blog)

Als begeisterte Nutzerin meines neuen Kindles finde ich es toll, dass ich nun in der S-Bahn auch die Süddeutsche, die Zeit, den Spiegel und vieles mehr lesen und im IF-Blog stöbern kann.

:-) Die “Installation” dauert ein bisschen, aber dann…

Zunächst habe ich mir das Programm Calibre auf meinem Rechner installiert. Es handelt sich um eine kostenlose E-Book Management Anwendung aus der Open Source. Mit ihr ist es möglich, Bücher und Dateien ins “Amazon-Format” zu konvertieren. Aber es gibt auch die Möglichkeit RSS-Feeds abzurufen und an das Kindle zu übertragen.

Zur Installation gibt es den Reiter “Nachrichten abrufen”.

Hier gibt es die Auswahlmöglichkeiten:

  • Zeitgesteuertes Herunterladen von Nachrichten:
    Dahinter verbergen sich unzählige vorgefertigte RSS-Feeds, darunter auch aktuell 68 teilweise kostenlose Zeitungen.
  • Neue individuelle Nachrichtenquelle hinzufügen:
    Dies brauche ich, um IF-Blog künftig auf meinem kindle lesen zu können.

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Gastautor(en)
Montag, der 2. Januar 2012

Rolo’s Lieblingsgeschichte

Auf diese Geschichte und ihren Autor hat mich Rolo aufmerksam gemacht:

Jobbergeschichte

Wir Jobber steckten Drähte und Spiralen ineinander, legten kleine Plastikscheibchen in ovale rot lackierte Teile aus Metall, und am Ende des Bandes saß Mehdi, der bohrte mit der Maschine ein Loch durch die Eier, dann war das Ding fertig.

In den ersten Wochen hatte ich mich noch bemüht herauszufinden, was ich da eigentlich herstellte, um der Arbeit etwas von ihrer Entfremdung zu nehmen oder so ähnlich. Das Teil sei wohl für Automotoren, sagte der eine, ein Politikstudent aus Sierra Leone, es spiele eine wichtige Rolle im Vergaser. Es sei für den Export nach Japan, sagte der polnische Religionswissenschaftler, dort würde es von gewissen shintoistischen Sekten kultisch verehrt.

Klar war nur, dass die fertigen Teile ziemlich teuer waren. Man munkelte etwas von 300, – Mark pro Stück, aber genau wusste es niemand. Die Eier waren unterschiedlich groß, das wechselte von Woche zu Woche. Der Vorarbeiter stellte die Maschinen passend ein, und wir mussten alle Handgriffe exakt so ausführen, wie er es anordnete.

Er genoss es, Anweisungen zu geben. Bald würden diese Studenten die Universität verlassen und mit ihren wirren Theorien im Kopf die Chefs spielen, aber hier, in der Welt der Praxis, hatte immer noch er das Sagen.

Sein liebster Spruch: »Ihr werdet hier nicht fürs Denken bezahlt, sondern fürs Arbeiten.« Einer vom ganz alten Schlag. Kooperativer Führungsstil, das war für ihn irgend so eine schwule Schweinerei.

Eines Morgens, es war kurz nach sieben, rief Mehdi, der Exiliraner, den Vorarbeiter: »Die Maschine ist falsch eingestellt.« Der Vorarbeiter sagte: »Das kannst du gar nicht wissen, du dussliger Türke. Arbeite weiter.«

Gegen acht rief Mehdi wieder nach dem Vorarbeiter: »Guck doch mal, die Maschine ist falsch eingestellt. Der Bohrwinkel ist zu steil. Ich denke, wenn man …«

Der Vorarbeiter sagte: »Du wirst hier nicht fürs Denken bezahlt, sondern fürs Arbeiten.«

Mehdi bohrte. Er bohrte und bohrte, 120 Eier in der Stunde. Er grinste vor sich hin, und manchmal schüttelte er ungläubig den Kopf. »Ausschuss«, sagte er. »Leute, gebt euch keine Mühe«, sagte er zu uns, »ich mach eure Arbeit eh zu Schrott. Das ist alles Ausschuss.« Er gluckste leise. Wir waren gespannt, wann sie es merken würden.

Sie merkten es eine halbe Stunde vor Feierabend. Der Abteilungsleiter brüllte, als wäre er in die Metallpresse gefallen. Mehdi fegte schon seine Maschine, als die Hierarchie sich vor ihm aufbaute: der Abteilungsleiter, der Meister, der Vorarbeiter. Er habe doch gesagt, dass die Maschine falsch eingestellt sei, sagte Mehdi. Woher er denn so etwas wissen wolle, wollte der Vorarbeiter wissen.

Mehdi sagte: »Na ja, ich studiere im achten Semester Maschinenbau.« Der Abteilungsleiter fragte Mehdi mit Tränen in den Augen, ob er sich eigentlich klar darüber sei, dass er heute für eine Viertelmillion Mark Schrott produziert habe? »Ach, doch so viel?«, sagte Mehdi, und wir Umstehenden überschlugen die Rechnung im Kopf. Dann kam das ja in etwa hin mit den 300 Mark pro Stück.

Wie ich finde, wirklich eine schöne Geschichte!

Der Autor ist BOV BJERG
Bov Bjerg, geb. 1965. Der ehemalige Berufskraftfahrer ist Redakteur der Zeitschrift »Salbader« und Kolumnist der Berliner Stadtzeitung »Scheinschlag«. Er liest in der »Reformbühne Heim & Welt« und im »Mittwochsfazit«.
(Im Netz: www.bjerg.de)

RMD

P.S.
Rolo ist Rolo Zollner, ein lieber Freund und toller Fotograf. Er gestattet mir ab und zu, Bilder von ihm in IF-Blog.de zu veröffentlichen.

Gastautor(en)
Samstag, der 24. September 2011

Jowi denkt über Burnout nach!

Der “Jowi” hat schon mal seine Gedanken für IF-Blog freigegeben. Da ging es um den .

Jowi, Werner (IF-Blog-Autor zu Desert tec) und ich treffen uns alle paar Monate vormittags im “Weißen Bräuhaus” im Tal. Dort essen wir Weißwürste und Brezn. Wegen der frühen Stunde trinken wir alkoholfreies Weißbier und pflegen unsere alte Freundschaft.

Beim letzten Treffen haben wir über das Thema Burnout gesprochen. Jowi hatte dazu eine interessante Theorie. Ich habe ihn gebeten, seine Gedanken für mich und IF-Blog auf zu schreiben.

Jowi hat das gemacht. Jetzt habe ich Post vom Jowi zum Thema bekommen:

Zum “Burnout” hab ich noch nichts geschrieben, weil sich das Thema als Beratungsgegenstand eh verflüchtigt, wenn es in den Firmen weniger Arbeit gibt, wenn die Finanzkrise doch noch voll durch schlägt.

Eigentlich wollt ich diesen Text auf Fuerteventura schreiben, aber da war nur Urlaub, schwimmen, nix denken oder lesen oder schreiben. Mit dem Radl sind wir wie die Wilden über die Insel, also nix Burnout, eher Burn-in, oder After-Burner, also mal sehen, wie sich das jetzt die nächsten 6 Monate ausgeht.

Ganz kurz die Grundidee meines Gedankens:

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Gastautor(en)
Mittwoch, der 27. Juli 2011

Blöd

Immer wieder schicken mir Leser eigenartige Geschichten zu. Hier wieder mal eine Kostprobe als hoffentlich unterhaltsamer Blödsinn für die Wochenmitte. Hören wir dem Erzähler zu …

Ich ging mit meinem Vater (66) ins Einkaufscenter um neue Schuhe zu kaufen. Durch das Herumlaufen wurden wir hungrig und beschlossen, etwas zu essen. Wir gingen in den “Food Court” und fanden auch gleich etwas Leckeres (zu essen) und zwei freie Plätze.

Über seine Nudeln starrte mein Vater ein junges Mädchen an, welches in unserer Nähe saß. Das Mädchen hatte ihre Haare wie einen Hahnenkamm frisiert. Der leuchtete grell in bunten Farben – grün, orange, rot und blau – alles war dabei. Mein Vater konnte seinen Blick von ihr und den dazu gehörenden Piercings nicht lassen.

Das Mädchen bemerkte es. Jedes Mal, wenn sie wieder in unsere Richtung schaute, erwischte sie meinen Vater, wie er sie anstarrte. Als das Mädchen genug davon hatte, fragte sie sarkastisch:

“Hey, was ist dein Problem alter Mann? Hast du niemals was Wildes in deinem Leben gemacht?”

Da ich die Schlagfertigkeit meines Vaters kannte, schluckte ich schnell alles was ich gerade im Mund hatte herunter. Ich wollte nicht an meinem letzten Bissen ersticken, denn gleich würde etwas besonderes passieren.

So kam es. Mit Würde und ohne dem kleinsten Zwinkern eines Augenlids antwortete mein Vater:

“Doch! Ich hab mal Drogen genommen und danach einen Pfau gevögelt und jetzt frag ich mich, ob Du das Ergebnis bist.”

Von Herbert (Fußball-Spezi) aus dem Internet, der erzählende Autor ist uns unbekannt. Eine wunderschöne Restwoche!

RMD

Gastautor(en)
Montag, der 4. Juli 2011

Griechenland / Alles kein Problem

Ein ganz lieber Freund aus der Schweiz hat mir folgende Geschichte gesendet:

Es ist ein trüber Tag in einer kleinen Stadt in einem betroffenen Land, es regnet und alle Straßen sind wie leer gefegt. Die Zeiten sind schlecht, jeder hat Schulden und alle leben auf Pump.

An einem Tag fährt ein deutscher Tourist durch die Stadt und hält bei einem kleinen Hotel. Er sagt dem Eigentümer, dass er sich gerne die Zimmer anschauen möchte, um vielleicht eines für eine Übernachtung zu mieten und legt als Kaution einen 100 Euro Schein auf den Tresen.

Der Eigentümer gibt ihm einige Schlüssel und dann geht’s los:

  1. Als der Besucher die Treppe hinauf ist, nimmt der Hotelier den Geldschein, rennt zu seinem Nachbarn, dem Metzger und bezahlt seine Schulden.
  2. Der Metzger nimmt die 100 Euro, läuft die Straße runter und bezahlt den Bauern.
  3. Der Bauer nimmt die 100 Euro und bezahlt seine Rechnung beim Genossenschaftslager.
  4. Der Mann dort nimmt den 100 Euro Schein, rennt zur Kneipe und bezahlt seine Getränkerechnung.
  5. Der Wirt der Kneipe schiebt den Schein zu einer an der Theke sitzenden Prostituierten, die auch harte Zeiten hinter sich hat und dem Wirt einige Gefälligkeiten auf Kredit gegeben hatte.
  6. Die Hure rennt zum Hotel und bezahlt ihre ausstehende Zimmerrechnung mit den 100 Euro.
  7. Der Hotelier legt den Schein wieder zurück auf den Tresen.
  8. In diesem Moment kommt der Reisende die Treppe herunter, nimmt seinen Geldschein und meint, dass ihm keines der Zimmer gefällt und er verlässt die Stadt.

➩ Niemand produzierte etwas.
➩ Niemand verdiente etwas.
➩ Alle Beteiligten sind ihre Schulden los und
➩ schauen mit großem Optimismus in die Zukunft.

So, jetzt wisst Ihr Bescheid. So einfach funktioniert das EU-Rettungspaket.

Der Autor ist uns unbekannt.

RMD

P.S.
Jetzt wissen wir es, Detlev SIX hat es heraus gefunden: Der Autor des Textes ist Cordt Schnibben und die Geschichte stammt aus einem Artikel des vorletzten Spiegels “Die bürgerliche Kernschmelze” (siehe auch seinen Kommentar).

Gastautor(en)
Dienstag, der 7. Juni 2011

To Maintain A Healthy Level Of Insanity

1. At Lunch Time, Sit In Your Parked Car With Sunglasses on and point a Hair Dryer At Passing Cars. See If They Slow Down.

2. Page Yourself Over The Intercom. Don’t Disguise Your Voice.

3. Every Time Someone Asks You To Do Something, ask If They Want Fries with that.

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Gastautor(en)
Mittwoch, der 25. Mai 2011

Aus dem Internet – ganz mathematisch betrachtet.

From a strictly mathematical viewpoint it goes like this:

What Makes 100%? What does it mean to give MORE than 100%? Ever wonder about those people who say they are giving more than 100%? We have all been to those meetings where someone wants you to give over 100%. How about achieving 103%? What makes up 100% in life?

Here’s a little mathematical formula that might help you answer these questions:

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