Hans Bonfigt
Montag, der 7. Januar 2019

Crisis ? What Crisis ?

Es ist noch nicht lange her, etwa um die Zeit der Eröffnung der letzten CeBIT, da forderten Spitzenpolitiker, namentlich Sickmar Gabriel und Angela Merkel, Menschen also, denen besonders im Osten gehuldigt wird:

Das mit der Statik überdenken wir aber nochmal …

 

Beide hier angesprochenen Sympathieträger hatten eine klare Botschaft, „Wir brauchen keine Datensparsamkeit, sondern Datenreichtum,  denn Daten sind der zukünftige Rohstoff“.

Nun, mit dem neuen „Cyber-Hack“ wurde geliefert wie bestellt !

Aber das scheint ja dann auch wieder nicht das zu sein, was gewünscht war.  Man spricht hochtrabend vom „Verrat an der Demokratie“.   Genau – das sage ich seit Jahren, Merkel und Gabriel sind Verräter der Demokratie.  Nichts Neues also.

Aber auch das ist wohl nicht gemeint.  Offenbar hatte die selbsternannte „Politische Klasse“ nicht die eigenen Daten im Sinn, als es um den „Datenreichtum“ ging, sondern die Daten des „Packs“.

Nun ist das gemeine Volk völlig beratungsresistent, hat überall „Payback-Karten“, „Kundenkarten“, macht jedes Preisausschreiben mit und meldet sich in beliebigen „sozialen Netzwerken“ an, insbesondere auf „Facebook“ oder „Twitter“.  Allein ein Blick in die Visage dieses „Zuckerbergs“ sollte eigentlich einen kultivierten Mitteleuropäer dazu bewegen, diese fiese Proletenschwemme zu meiden wie der Teufel das Weihwasser.   „If the service is free, YOU’re the product being sold“, das ist wohl das mindeste, was heute ein Haupt- oder Gesamtschüler, zumal in Bayern, internalisieren sollte.  Ein Gymnasiast sollte darüber hinaus wissen, daß amerikanische Unternehmen qua Gesetz faktisch gezwungen sind, gegen den bei uns gesetzlich vorgeschriebenen Datenschutz zu verstoßen.  Aber weit gefehlt:   Auch meine ehemalige Lehranstalt prostituiert sich „auf Facebook“.

Das gemeine Volk denkt natürlich nicht daran, sichere Paßwörter zu benutzen.  Und schon gar nicht mehrere.  Es reicht also die Kompromittierung eines einzigen Kundenportals, und schwupp sind alle Konten auf einem rumänischen Server.   In absolut krimineller Manier kauft die Bundesrepublick Deutschland zudem illegale Werkzeuge, die „dem Pack“ selbstverständlich strafbewehrt verboten sind.  Dumm nur:  Kein anständiger „echter“ Hacker gäbe sich für die Mitarbeit beim „BSI“ oder beim „Cyber-Abwehrzentrum“ her.  Auch der „BND“ bekommt keine Leute.   Das hat seine Gründe.  Es wäre für mich sozialer Selbstmord, für dieses korrupte System zu arbeiten – nicht einmal meine Frau würde mich noch anschauen wollen.   In aller Regel vegetieren innerhalb der „Dienste“ charakterschwache Verlierer, denen wirkliche Fachkenntnis fehlt.  Und in der Hand dieses „Personals“ verkehrt sich Sicherheit ins Gegenteil.

Aber bleiben wir beim dummen Volk:   Der Umgang mit den eigenen Daten ist derart fahrlässig, daß man Kevin Müller oder Chantal Meier nicht mehr als „Opfer“ sehen muß, sondern als Täter oder zumindest „Begünstiger“.

Mit „Facebook“, „Twitter“ und „Payback“ bekommen Kevin und Schantalle genau das, was sie verdienen.  Mögen sie daran verrecken.

 

Erkläre Chimäre

Aber diesmal hat es ja eine ganz andere Species getroffen, die eingangs erwähnte „Politische Klasse“.

Was sind das für Menschen?  Nun, vielleicht erinnert sich der eine oder andere an die  San Franzisko – Reise einer fraktionsübergreifenden Bundestagsdelegation.  Es ging um das amerikanische Gesundheitswesen.  Organisiert wurde dies von einem Mitarbeiter der deutschen Botschaft.   Nun, der schrieb einen geharnischten Brief nach Berlin, denn die Damen und Herren waren allesamt vom Stamme Nimm.  Dreist forderten sie, den Kalender nicht mit zu vielen sachbezogenen Themen zu überfrachten, man wolle sich auf eigene Faust informieren, insbesondere über die Schuhindustrie.  Eine der Teilnehmerinnen ist von Beruf Schuhfabrikantentochter.    Den eigentlichen Termin sagte man kurzerhand ab, weil ein Mitglied der amerikanischen Gastgeber überraschend ausfiel.  Es sei schon sehr wichtig, ließ man die amerikanischen Kollegen wissen, daß man sich „auf Augenhöhe auszutauschen“ gewohnt sei.  Peinlich nur:  Die blasierte Mischpoke befand sich bereits in Freizeitkleidung, bevor sie vom Ausfall der Amerikanerin erfuhr.  Aber schlimmer noch:  Wie müssen sich die amerikanischen Gastgeber gefühlt haben ?   Geht es bornierter, geht es undankbarer, geht es widerlicher ?   Um es vorwegzunehmen:   JA, ES GEHT.  Eine der „Damen“ litt unter einer verletzungsbedingten Gehbehinderung und verlangte am Flughafen forsch nach einem Rollstuhl.  Nun entsprach das auf die Schnelle besorgte Modell nicht den Ansprüchen der Dame und die Delegation forderte „einen Neger an, um den Rollstuhl zu schieben“.  Ja, es sei nicht ausgeschlossen, so ein Delegationsmitglied, daß er in der Hitze des Gefechts diesen Begriff gebraucht habe.  Nun ist gegen den Begriff „Neger“ nun einmal nichts einzuwenden, ganz im Gegenteil, es ist der einzige verwendbare.  „Farbiger“ zielt ja wohl eher auf Punker ab, nicht alle Neger sind „Schwarze“ und „Afrodeutscher“ paßt auch eher selten.  Wenn aber jemand einen „Neger“ anfordert für, aus der Perspektive eines bornierten Möchtegernpolitikers gesehen, „niedere Arbeiten“, dann steckt da eine verräterische, dafür aber umso widerlichere Botschaft dahinter:  „Für niedrige Arbeit ist der Neger vorbestimmt“.   Nun werden Sie fragen:  „Sitzt diese widerliche Mißgeburt immer noch im Bundestag?“.   Aber ja, selbstverständlich.   Aber das beste kommt jetzt:  Die Rollstuhlfahrerin (oder eben Nichtfahrerin) ist jetzt, ganz aktuell, „Die Beauftragte der Bundesregierung für Integration“.    Wer möchte, kann noch mehr Details über diese „Dienstreise“ lesen, aber Vorsicht:  Macht schlechte Laune.

Mit solchen Ersatzmenschen wie hier beschrieben hat man es im Bundestag zuhauf zu tun.  Und wenn sie sich schon in Gastländern so benehmen, daß jedem halbwegs kultiviertem Menschen der Atem stockt, wie sollte man sich dann deren Umgang mit eigenen Mitarbeitern vorstellen ?   Ja, lieber Leser, Sie ahnen es bereits:  Unterirdisch.   Unter IT-Administratoren „kennt man sich“, es gibt da zum Beispiel ein jährliches Treffen auf Schloß Ebersberg, wo man sich in lockerer Atmosphäre austauscht.  Und man bekommt da so einiges zu hören.   Beispielsweise wird IT-Mitarbeitern dreist mit sofortiger Kündigung gedroht, wenn nicht sofort das gewohnte, dreistellige Paßwort für die Frau Abgeordnete wieder eingestellt wird.  Es müssen selbstverständlich auch alle Dinge installiert werden, die sich eigentlich nicht auf den Bundestagssystemen befinden dürfen.  Während die Abgeordneten so technikaffin sind wie ein rosa Pudel, haben sie aber eines begriffen:  Sie lassen sich ein Programm installieren, welches die lokalen Proxyserver des Bundestages umgeht, um so ohne Überwachung Pornographie zu konsumieren oder aber Kanäle zu den Organisationen aufzubauen, von denen sie geschmiert werden.  Wenn Administratoren diesen Nulpen zu erklären versuchen, daß sie damit das gesamte Netz der Bundestagsverwaltung gefährden, gibt es wieder Drohungen und Beschwerden gegen den Mitarbeiter.  Daß ab und zu einmal Politiker-Notebooks als Pfand im Puff landen, ist ja aus der Tagespresse bekannt.

Nun müssen wir festhalten:   Was gibt es Unnützeres als eine Horde gekauftes Stimmvieh, das sich unter gröbster Verletzung unseres Grundgesetzes der Fraktionsdisziplin unterwirft ?  Diese Menschen tun nichts Sinnvolles.  Ergo bräuchten sie auch keinen „Computer“.   Und genau DAS wäre eine effiziente, RADIKALE Lösung eines eklatanten Sicherheitsproblems.  Allen ein „IPad“ zur Bespaßung, das reicht.

Ach, das haben sie schon ?   Na, umso besser !  Dann wäre das ja geklärt:   Genau so, wie man Alkoholikern sinnvollerweise die Fahrerlaubnis entzieht, nehme man den Abgeordneten einfach das restliche elektronische Spielzeug weg.  Man wirft ja auch keine geladene Maschinenpistole in den Schimpansenkäfig.

 

Ein niedliches Frauchen

Es bedarf aber noch anderer Maßnahmen.   Das obige Bild zeigt „Digital – Staatsministerin“ Dorothee Bär.   Bevor ich jetzt wieder lästere:   Ich finde die Dame recht knuffig, mit einem warmen, herzlichen Gemüt, bestimmt ist sie auch fleißig, kann kochen und ist eine gute Mutter.  Und diese leichte Ansatz zur Pummeligkeit steht ihr.  Ich wollte gar keine Frau mit klassischen Model-Maßen haben.   Also, wenn ich mir das Frauchen so angucke, dann komme ich in Versuchung nachzudenken, ob ich vor zwanzig Jahren bei der Frauenauswahl nicht einen gewaltigen Fehler gemacht habe.

Aber diese bayerische Maid, die garantiert wieder so etwas Nutzbringendes gelernt hat wie die Kollegin Sylvana Koch-Mehrin, mit einer wichtigen Aufgabe zu betrauen ?  Wo sie sich, es ist noch keine zwei Wochen her, explizit dafür ausgesprochen hat, bei der „Elektronischen Gesundheitskarte“ den Datenschutz auszuhöhlen ? Was kann da schon schiefgehen ?  Am Arm trägt sie eine „Apple“ – Uhr, das läßt auch auf ein „Apple“ – Mobiltelephon schließen.   Also sind Madames Daten, und natürlich auch die ihrer Kinder, garantiert sicher in der „Apple – Cloud“.  Hätte man da nicht jemanden nehmen können, der sich damit auskennt ?

 

Warum nicht Sie ?

Das ist Constanze Kurz, ist auch nett anzuschauen, benutzt aber zusätzlich ihr Gehirn und zeigt Haltung.  Das will ich der Frau Bär ja gar nicht absprechen, aber die Frau Kurz verfügt über eine fundierte fachliche Ausbildung zum Thema und hat auch hochinteressante Dinge im fachlichen Kontext publiziert.  Desweiteren engagiert sie sich im CCC.

Das wäre einmal eine starke Wahl für eine fachlich kompetente Staatsministerin gewesen.

 

Crisis ?   What Crisis ?

Und so wird sich nichts ändern.  Alle zusammen benutzen weiterhin schön Microsoft und vor allen Dingen „Outlook“, das Haupteinfallstor für Trojaner aller Art.  Obwohl jeder weiß:  Virenscanner helfen nicht !   Das einzige, was hilft (meine Frau hängt seit 1996 breitbandig mit „Windows“ im Internet ab und hatte noch nie einen „Virus“), ist die eigene Intelligenz und Medienkompetenz.  Und die fehlt ganz pauschal bei fast allen Politikern.  „Microsoft Windows“ ist aber ein exzellentes Werkzeug, um den Wirkungskreis von Dummheit dramatisch zu vergrößern.

Und ohne jetzt Roß und, äh, Reiter zu nennen:  Das ist dann wohl auch der Grund dafür, daß ein besonderer Unsympathieträger einer großen deutschen Stadt die Wiedereinführung von „Windows“ betreibt.

-hb

 

Hans Bonfigt
Samstag, der 5. Januar 2019

Die kleinen Freuden …

… machen den Mensch zum Menschen.

Denke ich manchmal.  Und als Nicht-Philosoph eröffnen sich mir  ja auch ganz ganz unzulässige Vergleiche.  Unsere drei Katzen kommen prima miteinander aus.  Sie spielen zusammen, wenn es einer nicht gutgeht, weil sie mit den messerscharfen Krallen einen Weihnachtskalender aufgeschlitzt und geplündert hat (Schokolade ist Gift für Katzen), dann kommen die beiden anderen und „waschen“ und betütteln sie.  Aber wehe, es ist Fütterung!   Da gönnt jeder dem anderen:  Genau NICHTS !

 

Am ersten Arbeitstag dieses Jahres besteige ich in Osnabrück einen Zug.  Es ist noch vor acht, gefrühstückt habe ich noch nicht.  Eine Dame kommt mit einem Tablett Kaffee durch den Gang.  Meine mir am Zweiertisch gegenübersitzende Nachbarin bestellt einen Kaffee, ich will desgleichen tun, gucke aber vorsichtshalber ins Portemonnaie.

Mist – nur noch ein Hunderteuroschein.   Die Dame kann nicht wechseln.

EC/Karte ?  Gern.  Aber:  Oh Mist:  Gültig bis 12/2018.  Frohes neues Jahr ?

Aber ich habe doch Hartgeld ?  Ja, reichlich Sibermünzen.  Leider ging die letzte Dienstfahrt nach Märstetten im Thurgau.  Es sind Schweizer Franken.

„Wissen Sie ‚was ?“, greift die mir gegenübersitzende Dame, die ich heute zum erstenmal sehe, in die Verhandlungen ein, „Ich lade Sie ‚mal ein.  Ohne Kaffee in den Tag  –  das geht doch nicht“.

 

Obwohl ich einen eher unerfreulichen Termin vor mir hatte, habe ich mich den ganzen Tag lang über diese Freundlichkeit gefreut.  Richtig gefreut.

 

Denn manchmal unterscheiden wir Menschen uns doch von den Tieren.

 

–hb

Hans Bonfigt
Mittwoch, der 19. Dezember 2018

Ich bin gern ein weißer alter Mann

Und ja, das ist nicht nur eine Replik auf

Die alten weißen Männer.

Was wären denn die Alternativen ?

 

1. Lieber ein alter weißer Mann als ein junger Neger !

Also, ganz im Ernst:  Ich bin dankbar für das große Glück, hier in Deutschland zu einer Zeit aufgewachsen zu sein, in der es noch nach demokratischem Aufbruch roch, in der die Freiheit der Meinungsäußerung als unverzichtbares Element des täglichen Lebens war.  Meine Jugend verbrachte ich im Wohlstand.  Verdient habe ich den nicht, ich war stinkfaul und versoffen.  Trotzdem haben mir meine Eltern viel Liebe geschenkt.  Und ohne die Hinführung durch meinen Vater wäre mir der Genuß von Musik für immer versagt geblieben.  Denn der gymnasiale Musikunterricht durch Kantor Helmut Gottsacker tötete JEDES Interesse an Musik.   Den fiktiven Kunstprofessor Büren läßt Heinrich Böll sagen, „Ich halte jeden Menschen für fähig, sich ein Kunstwerk zu erschließen  —  außer den deutschen Bildungsbürger“.  Einen solchen evangelikalen Kantor auf junge Menschen loszulassen, das verstößt eigentlich gegen die Genfer Konvention.

Als junger Mensch erkennt man instinktiv, wann eine Zuneigung nur geheuchelt ist und wann eine wirkliche Liebe vorliegt.  Mein Vater hat es geschafft, mich mit seiner Passion für Beethoven anzustecken — ohne bildungsbürgerliche Belehrungen, sondern einfach, indem er selbst Freude, Zuversicht und Entspannung daraus gewann.  Wege entstehen, wenn wir sie gehen.

Wir waren wirklich reich im Sinne von „zufrieden mit dem, was man hat“.  Dazu gehörte auch jede Menge Spielzeug, das aber nie in Form von Fertigprodukten über uns purzelte, sonden buchstäblich in Einzelteilen.  So bekam ich Lötkolben, Schraubenschlüssel, Märklin-„Stabilbaukasten“, Meßgeräte, Taschenrechner (ein unglaublich hohes Gut vor 40 Jahren) und überhaupt alles, was ich mir nur wünschte.

Es gab reichlich Taschengeld, ich konnte mir alle Bücher kaufen, die ich haben wollte.  Und bei meinem Alten klauen, der hatte auch jede Menge davon.  Unbezahlbar aber waren die vielen gemeinsamen Gänge um die Hasper Talsperre.  Mein Vater erklärte mir viele grundlegende Dinge, wie etwa die Unmöglichkeit eines ‚perpetuum mobile‘ oder aber das Wesen einer Kapitalgesellschaft.  „Ich kann Dir nur Wege zeigen – gehen mußt Du sie schon allein“, war eine seiner stehenden Redewendungen.

Zusammengefaßt:  Als Kind bin ich gehegt und gepflegt und gefördert worden.  Vor allen Dingen auch, indem nan sich mir zuwandte und mir Zeit schenkte.  Und viele der mir aufgezeigten Wege bin ich gegangen.

So, und nun gucken wir uns eine traurige Negerfamilie an:  Nix zu fressen, aber trotzdem Nachkommen am laufenden Band produzieren.  Wenn so ein armes Balg vor Hunger im Dreck verreckt, scheiß drauf:  Allah hat es so gewollt und Mamis Bauch ist auch schon wieder dick.

Schulbildung gibt es keine.  Stattdessen werden Heranwachsende mit „Fertiggeräten“ sediert, z.B. mit dem Insignium des technischen Analphabeten, dem „iPhone“.  Und mit Allah.   Eine ganz üble Kombination.  Als Jungneger würde ich auch versuchen, nach Europa zu „flüchten“.   Mir wäre ja gar nicht bewußt, welche starke menschliche Errungenschaft das internationale Hilfsgebot auf See ist.  Und wie abgrundtief widerwärtig es ist, diese Hilfsbereitschaft zu mißbrauchen.  Das einzige, was ich gelernt hätte, wäre, daß Allah stark und die Frau minderwertig ist.  Dumm nur:  In Europa bekäme ich auch kein Bein an die Erde.

2. Lieber ein alter weißer Mann als ein junger „grüner“ Pipijunge

Denn das „grüne“ Verständnis von Toleranz ist:   „Wir tolerieren alles, nur keine Intoleranz.  Und was Intoleranz (oder „Faschismus“, „Rassismus“, „Kolonialismus“) ist, das bestimmen wir“.  Und notfalls brüllen wir auch unseren eigenen Parteikollegen Boris Palmer nieder, denn „wenn er faschistische Thesen ausbreitet, braucht man nicht zuzuhören“.  Eine riesige Menge dummer Schafe formiert sich zu einer diffusen, selbsternannten „Allianz der Anständigen“, die uns allen vorschreiben möchte, wie wir zu leben und zu denken haben.  Gearbeitet im Sinne gesellschaftlich nützlicher Tätigkeiten haben sie selbstverständlich nicht.  Wie war Hendryk M. Broders Kurzcharakteristik von Frau Roth:  „Ein Doppelzentner fleischgewordene Dummheit, nah am Wasser gebaut und voller Mitgefühl mit sich selbst“.

Das wirklich Schlimme ist:  Das war auch schon alles.

Nicht der „Extremismus“ unbedeutender Splitterparteien führt uns zurück nach Auschwitz.  Aber grüner Konformismus geht, im Gleichschritt marsch, genau in die Richtung.   Man kann es gut am inflationären Gebrauch des Begriffes „Rassismus“ durch die grünen Führer sehen:   Indem sie allen Nicht-Grünen „Rassismus“ unterstellen, setzen sie damit implizit die tatsächliche Existenz von „Menschenrassen“ voraus.   Menschenrassen, die es gar nicht gibt !  Die es zum Glück nicht gibt !   Sonst könnte Heinrich Himmler mit seinen kruden Thesen einer „überlegenen“ Rasse ja vielleicht recht haben !

Ich bin gespannt, wann der erste Grüne ein Konzentrationslager für „AfD“ – Mitglieder vorschlägt.  Natürlich nicht nur für Parteimitglieder, sondern auch für deren Kinder.     Das Konzept der Sippenhaft hat sich ja in der Vergangenheit schon oft bewährt.   Privatschulen eilen da schon einmal vor.

Schon in den 80er Jahren soufflierte Heiner Geißler der fetten Birne aus Oggersheim, „Die Grünen sind die neuen Nazis“.  Damals empfand ich das als starken Tobak, aber heute fröstelt es mich, wenn ich sehe, wie recht er hatte.

Wie widerwärtig die „Bewegung“ ist, erkennt man am „Hashtag“ #wirsindmehr.   Was heißt das eigentlich ?   Gucken wir doch einmal in das Schafshirn eines Grünbewegten:

  • Die Mehrheit hat immer recht
  • Die Minderheit hat nichts zu sagen und soll das Maul halten

Ich kann auf die Schwarmintelligenz von Mehrheiten gerne verzichten.  Hatten wir schonmal.  War nicht gut.  Für keinen.   Aber „Grüne“ sind lernresistent.

3. Lieber ein alter weißer Mann als ein vergrätzter roter Spinner

Apropos #wirsindmehr :

Da hat es doch eine sympathische Frau, Sawsan Chebli, tatsächlich einmal zu sagen gewagt,

„#wirsindmehr reicht nicht. Wir sind mehr (noch), aber zu still, zu bequem, zu gespalten, zu unorganisiert, zu zaghaft.  Wir sind zu wenig radikal.“

Tja:  Genau das ist der Punkt.  Wir gehen nicht an „Überfremdung“ kaputt oder an der „AfD“, wir gehen daran kaputt, daß wir keine radikalen Demokraten mehr haben.  Wir haben ja nicht einmal mehr Menschen, die wissen, was „radikal“ bedeutet.

Eine Demokratie, in der man das nicht mehr sagen darf, ist keine Demokratie mehr.

Frau Chebli wurde in Berlin niedergbrüllt und hat den Saal weinend verlassen.  Und keiner merkt etwas.

4. Und lieber ein alter, weißer Mann als ein guter deutscher Bildungsbürger

Denn bleiben wir bei Chebli:   Die „Twitter-Community“, sozusagen die Klowand des Internet, spült ein Photo der jungen Frau an die Oberfläche, auf dem sie eine „Rolex“ trägt.

Hier hat mein Feind Matthias Warkus einen ausgezeichneten Artikel geschrieben, der aufzeigt, daß es hier nicht um die üblichen Rückstände von Neid oder „Sozialneid“ geht, sondern daß die Twitter-Kloake hier eine ganz andere, widerlichere Ebene aufspannt.

 

Nein, lieber Roland.   Da bleibe ich doch der alte, weiße Mann.   Der jetzt zur Arbeit fährt.

-hb

Hans Bonfigt
Montag, der 24. September 2018

Erfolgreiche Projekte …

Wann gelingt ein Softwareprojekt ?

Über „Projektmanager“ und ihre Wünsche nach „Resilenz“ und „Agilität“
kann man sich trefflich amüsieren. Vorausgesetzt, man ist nicht darauf
angewiesen, daß die bedeutungsschwangere Gruppe selbsternannter „Indivi-
dualisten“ (mit Google-Einheitstelephon) irgendwann einmal liefert.

Deutlich schwieriger ist es schon, aufzuzeigen, wie man es besser machen könnte. Nun hat mich jemand genau danach gefragt, und warum sollte man nicht einmal die Projekte aus 35 Jahren Berufserfahrung Revue passieren lassen, die gelungen sind ?

Dabei möchte ich mich unterscheiden von üblichen „Ratgebern“, die unreflektiert postulieren, was sie im Herzen bewegt. Ich nehme mir stattdessen reale Projekte und bilde Schnittmengen gewisser Merkmale.

1. Der Sinn eines Projektes muß allen Beteiligten klar sein.
Nur so kann die Unternehmensleitung Rückendeckung geben, nur so erlebt ein Entwickler die Freude an sinnvoller Arbeit, nur so wird das Endprodukt vom Nutzer angenommen.

2. Ein Projekt muß wirtschaftlich erfolgreich sein.
Vor allem aber: Man muß diesen Erfolg auch transparent machen können.

3. Die Einfachheit und die Eleganz eines Entwurfs entscheidet !
– Das zu impementierende Verfahren sollte so einfach sein, daß man es einem Siebenjährigen erklären könnte. Vereinfachen, vereinfachen, vereinfachen.
– Das, was nicht vereinfacht werden kann, wenigstens sauber modularisieren !
– Immer nur EINEN Standard für einen bestimmten Schnittstellentyp auswählen !
– Lieber die Aufgabenstellung reduzieren als das Team überfordern.
Tatsache ist oft: Erst wenn das Endprodukt unter realen Bedingungen läuft, stellt man fest, was es wirklich leisten kann und welche Funktionen auch tatsächlich genutzt werden !

4. Prototypen bauen !
Viel wichtiger: Wenn sie funktionieren, gnadenlos löschen und neu beginnen !

5. Tote Pferde nicht weiterreiten !
So gut wie jede Entwicklung kommt an den Punkt, wo sich Fehler in der Konzeption zeigen. Gnadenlos zurückbauen.

6. Keine Demokratie und vor allem KEINE KOMPROMISSE !
In der Sache nachgeben mit Rücksicht auf persönliche Empfindlichkeiten (Na gut, Meike, Du kannst Dein Modul auch in JAVA schreiben …) erzeugt eine sprudelnde Quelle von Problemen. EINER leitet das Projekt, genau wie auch nur EINER ein Auto fahren kann. Das ist das Erfolgsrezept der Seefahrt.

7. Mitarbeiter respektieren !
Auch vermeintlich „einfache Codierarbeit“ ist erstaunlich nicht trivial. Der Architekt sollte den Maurer mit Respekt behandeln und umgekehrt. Aber niemals sollte ein Architekt mauern oder ein Maurer planen.

8. Kommunikation standardisieren.
Keine Dokumente und Codefragmente hin- und herschicken. Kein kompromittierendes „WhatsApp“ oder „Twitter“. Schon gar keine „Google-Accounts“ ! Wir müssen Kundendaten treuhänderisch behandeln. Klare, eindeutige Begriffe verwenden ! Die Fachtermini des Kunden verwenden !

9. Anzahl der Mitarbeiter.
Benötigte Externe und Zukaufprodukte reduzieren !

10. Die Werkzeuge müssen sich der Idee unterordnen und nicht umgekehrt.
Haskell, Lisp oder „Clojure“ machen noch keinen genialen Entwurf.

11. Die Chemie im Team muß stimmen !
Die „menschliche“ Komponente ist zu 70 Prozent entscheidend für einen Projekterfolg.

12. Keine „Gnadenhäppchen“ für die Mitarbeiter.
In Form von „kostenloser Maté“ und „Kickerautomat im Flur“. Das ist keine Wertschätzung auf Augenhöhe. ORDENTLICH ZAHLEN ! Das garantiert souveräne Mitarbeiter.

Abgesehen davon: Arbeit kann und soll durch sich selbst schön sein und muß nicht mit albernen Spielereien „aufgepeppt“ werden. Was dabei herauskommt, kann jeder sehen, der ein aktuelles „Windows“ öffnet.

-hb

Hans Bonfigt
Sonntag, der 2. September 2018

Es plappert der Spiegel am rauschenden Bach … (I)

So richtig verstehen kann ich es selber nicht:

Ich habe gute Laune, es ist schönes Wetter, wir haben zwei wunderschöne Jungkatzen bekommen, die sich mit unserem „alten Herrn“ zunehmend besser vertragen, wirtschaftlich geht es uns einigermaßen.  Alles in Ordnung.

Und dann stöbere ich im „Spiegel online“ und meine Stimmung ist zuverlässig im Keller.  Warum gucke ich überhapt dort hinein ?

Soviel Dummheit, Dünkel und Desinformation — ich könnte schreien vor Wut, denn der Spiegel ist ein Meinungsbildner und das pseudointllektualistische Geplätscher kommt lesefreundlich daher.  Um mir meinen Ärger einmal von der Seele zu schreiben, möchte ich einige SPIEGEL – Artikel einmal teilen.

 

Teil I: ENDLICH schafft die EU die Halogenlame ab, und das ist gut so !

Das deutsche Volk ist schließlich dumm und man muß es zu seinem Glück zwingen.   Denn LEDs sind in jedem Fall die bessere Wahl !

Soweit jedenfalls Markus Becker.   Studium der Anglistik, Geschichte und Germanistik in Bochum und Newcastle upon Tyne, Magister-Abschluss 1999.

Ein wahrer Meister der Argumentation:

„Regt sich heute noch jemand über das Ende der Glühbirne auf? Eben.“

Wie, „Eben.“ ?  Also, wenn sich nach sechs Jahren keiner mehr über einen ganz dummen Blödsinn aufregt, dann legitimiert das den Folgeblödsinn ?   O.K., wenn man das als Erklärung für den „Erfolg“ der EU hernimmt, dann wird bestimmt ein Schuh draus:  „Wir verordnen Schwachsinn, das aber regelmäßig und machen alsbald weiter, wenn sich die Aufregung der Bevölkerung gelegt hat“.

Fakt ist, heute kaum noch bestritten:  Der „Glühlampenerlaß“ der EU sorgte für eine europaweite Kontamination fast aller Haushalte mit gefährlichem Sondermüll.  Der gewünschte Einspareffekt trat nicht ein.  Die Lebensqualität in „modern“ beleuchteten Räumen sank.  Also:  Ich rege mich auch heute noch darüber auf.  Und war froh, unseren kompletten Haushalt schon vor Jahren auf Halogenlampen umgestellt zu haben.

Beleuchten wir einmal den EU-Folgeschwachsinn in seinem gesamten Spektrum, ‚mal sehen, ob mir das ohne Magisterabschluß in Newcastle upon Tyne gelingt:

  • Energieeffizienz:   Im überwiegenden Teil des Jahres müssen wir heizen.   Nix gegen Newcastle upon Tyne, aber was man dort garantiert nicht lernt:  „Energie geht nicht verloren„.  Dieser Satz hat als „1. Hauptsatz der Thermodynamik“ eine gewisse Popularität erlangt, ist aber alles andere als trivial.   Die aufgenommene Leistung wird in der Halogenlampe zu etwa 15% in sichtbares Licht gewandelt.  Der Verlust von 85% heizt als Infrarotstrahler die Umgebung.  In den meisten Fällen ist dies willkommen.  Der „Verlust“ sorgt nämlich 1:1 für Energieeinsparung beim Heizen.
  • Lichtspektrum:  Die Halogenlampe erreicht eine „natürliche“, einigermaßen lineare Verteilung der Lichtenergie auf das (sichtbare) Spektrum.  Über meinem Schreibtich hängt ein 300 W – Halogenbrenner, der, in Reflektortechnik, für eine schattenfreie, ideale Lichtverteilung sorgt.  Nun dient ab und zu mein Arbeitsplatz lediglich dazu, um in Intervallen von einer Stunde draufgucken zu können, wie sich ein bestimmter Prozeß entwickelt.  Da vergeude ich nicht sinnlos 300 W.  Es gibt also eine zusätzliche LED-Beleuchtung.  Die, nebenbei bemerkt, so richtig teuer war.  Sobald ich aber längere Zeit bei dieser Beleuchtung arbeite, bekomme ich Kopfschmerzen und meine Konzentration läßt nach.  Zunächst führte ich dies auf Interferenzen zwischen Bildschirm-wiederholfrequenz (60 Hz) und Lichtfrequenz (50 oder 100 Hz) zurück, aber ich habe mir schon seit längerem einen hervorragenden LED-Bildschirm gegönnt.  Nein, die Frequenz ist es nicht, es ist die fiese, die blauen Farbtöne anhebende, spektale Zusammensetzung, die mein Wohlbefinden beeinträchtigt.  „JAAA, aber die neuen Geräte sind doch viiiiiiiiiiiiiel besser“, so überbieten sich die Schreiberlinge.  Wir haben Freunde in Freising, die richtig Spaß haben an der neuesten LED-Technik, aber in deren Wohzimmer bekommen sowohl meine Frau (lichttechnisch desinteressiert) als auch ich zuverlässig Kopfschmerzen.  Ich wette, nach ein paar Laphroaig würde das verschwinden, aber dummerweise saufe ich nicht mehr.
  • Lebensdauer:  Mittlerweile sollte es sich auch in der selbsternannten Akademenz herumgesprochen haben:  Leistungsreduktion um zehn Prozent verlängert die Lebensdauer von Halogen- und sonstigen Glühlampen um den Faktor 10, im Journalisten-Laiendummsprech also um „900 Prozent“.  LED-Leuchtmittel dagegen werden schnell schwächer und fallen in der Praxis früher aus als eine Halogenlampe.  Das ist nun der primitiven, „kostenoptimierten“ Spannungsversorgung geschuldet, die dem VW-Konzern alle Ehre gemacht hätte.   Dazu  komme ich noch.
  • Herstellungskosten:  Selbst wenn wir die absoluten Beträge vergleichen, ohne sie in Bezug zu setzen zur tatsächlichen Lebensdauer, obsiegt hier ganz klar die Halogenlampe.
  • Umweltverträglichkeit und Recycling:  Auch hier ein klares Plus für die Halogenlampe.
  • Lichtfrequenz:  Einer Doppelwendel aus Wolframfaden ist es wumpe, ob sie von einer positiven oder von einer negativen Halbwelle des Netzwechselstroms durchlaufen wird.  Einer Leuchtdiode jedoch nicht!  Die Halogenlampe braucht also keinen Gleichwichter, um eine Lichtfrequenz von 100 Hz zu erhalten.  Dabei glättet die Trägheit des Wolframfadens die Welligkeit.   Das mit der Welligkeit ist so eine Sache, wegen I=U/R ∧ P=U*I ⇔ P=U²/R wächst mit zunehmender Spannung die (Momentan-)Leistung im Quadrat, wir haben es also mitnichten mit einem sinusförmigen Verlauf zu tun.  Gleichzeitig kühlt der Wolframfaden nach jedem Leistungsmaximum wesentlich schneller ab als im Durchschnitt, da die abgestrahlte Leistung (Boltzmann/Stefan) in der vierten Potenz mit der Temperatur steigt (oder abnimmt).  Nicht zu vergessen:  Der ohmsche Widerstand nimmt mit der Temperatur zu.  Wir haben es hier also schon bei einer „einfachen“ Halogenlampe mit einer komplexeren Betrachtung zu tun, die garantiert nicht von Journalisten verstanden werden kann, die berufsbedingt (oder sollte ich besser sagen „berufungsbedingt“ oder „selbstberufungsbedingt“ schon bei der Division zuverlässig scheitern.  Wir können uns aber merken:  Bei einer typischen Halogenlampe variiert der Lichtstrom mit einer Frequenz von 100 Hz um etwa 10 Prozent.  Diesen Wert habe ich als 14jähriger einmal mithilfe eines Fototransistors und eines Oszillographen ermittelt.  Größenordnungsmäßig sollte das stimmen, in diesem Alter war ich schweinegut drauf, soff noch nicht, haßte Sport aller Art und beschäftigte mich ausschließlich mit solchem Krams.  Übrigens:  Seinerzeit, anno 1974, hieß ein Oszillograph halt „Oszillograph“ und nicht „Oszilloskop“ resp. „Scope“.  Vor diesen Geräten hatte ich immer einen Mordsrepekt , da fand und finde ich den altmodischen Begriff einfach angemessener.   Neureiche Spinner reden ja auch von ihren „Chronographen“, wenn sie ihre nutzlosen Breitling-Klunker meinen.  Ein Bekannter, seit seinem 15. Lebensjahr Segel- und später auch Motorflieger, unterdessen Berufspilot, bezeichnet Breitling gern als „Fliegeruhr für Nicht-Flieger“, und so geriert sich der Hersteller auch in der Werbung.  Wobei ich den „Navitimer“ seit 30 Jahren sehr schön finde.  Als Nichtflieger.  Aber ich würde ihn dann „Chronometer“ nennen oder, ganz ehrlich:  Uhr.  Entschuldigung für diese Entgleisung, aber ich finde, die Klarheit von Gedanken muß sich in der Klarheit der verwendeten Ausdrücke manifestieren — und umgekehrt.  Zurück zum Thema:  Lichtfrequenz einer Halogenlampe:  100 Hz und 10 Prozent Modulationstiefe, LED: 50 Hz und 100 Prozent Modulationstiefe.  Und das Geflimmer nervt.   Gut, Herrn Juncker nicht, wenn er ausreichend sediert ist.   Gibt aber Leute, die arbeiten müssen.
  • Regelbarkeit: Für die- oder denjenigen, der es bis hierher geschafft hat:  Lassen Sie mich erstmal den Begriff „Regeln“ durch „Stellen“ ersetzen:  Ein Lichtregler sorgt autooperativ für die Einhaltung der gewünschten Lichtstärke.  Der typische „Dimmer“ ist ein „Stellglied“, mit dem man die Lichtstärke variieren kann (heutzutage typischerweise durch Veränderung des Phasenan- oder abschnittswinkels), der aber keineswegs die Stärke des Lichtstroms erfaßt und ggfs. den Stellgrad ändert.  „Stellbarkeit“ wäre der richtige Begriff, den versteht bloß keiner mehr.  Das primitive „Kondensatornetzteil“ dieser billigen „LED-Chinakracher“ besteht unterdessen aus einem einfachen, vorgeschalteten Kondensator.   Mit einem Kondensator kann man in der Tat bei Wechselstrom eine quasi verlustfreie Strombegrenzung erreichen — in etwa so wie seinerzeit mit der Drosselspule der Leuchtstofflampe.  Hört sich bis dahin clever an.  Dummerweise gibt es in einem typischen Haushaltsnetz immer wieder kurzzeitige, heftige Überspannungen („Transienten“), die die extrem überspannungsempfindlichen LEDs glatt zerstören würden.  Deswegen werden auf einmal zwei Dinge notwendig:  Ein Vorwiderstand, der Adolf Hitler der Energieeffizienz, und, parallel zu den LEDs, ein Spannungsbegrenzer.  Diese „Combo“ sorgt dafür, daß einerseits die Effizienz deutlich gemindert wird und andererseits das Variieren der Helligkeit mit einem klassischen „Lichtdimmer“  unmöglich ist.
  • Häßliche Nebeneffekte:  Während eine Halogenlampe als rein ohmsche Last das Lichtnetz linear belastet, sorgt der Kondensator (s.o.) dafür, daß (wenigstens einigermaßen lineare) Blindlast entsteht.  „Blindstrom“ ist Strom, der beim Verbraucher keine Leistung entfaltet, aber permanent nutzlos zwischen E-Werk und Verbraucher mit der Netzfrequenz synchron hin- und hergeschunkelt wird und überall auf dem Übertragungsweg Verluste verursacht.  So ein typisches Beispiel ist ein Klingeltransformator:  Obwohl die Klingel vielleicht nur zweimal pro Woche betätigt wird, muß der Strom ja Tag und Nacht zur Verfügung stehen, man weiß ja nie … .  Also fluktuiert permanent im Transformator ein Magnetfeld – um dieses zu erzeugen, braucht es definitiv Strom. Und dieser Strom, in Höhe des Nennstroms des Transformators, wird fleißig zwischen Erzeuger und Klingeltrafo hin- und hergeschunkelt.   Zuhause fällt kein Verbrauch an, wenn wir einmal von den typischen „Trafoverlusten“ (Hysterese, Wirbelstrom, Wicklungs-widerstand) absehen, weil Strom und Spannung um etwa 90° phasenverschoben sind, aber tatsächlich fließt ein kräftiger Strom über die komplette Übertragungsstrecke und erzeugt überall Verluste.  Früher, als es noch keine EU, dafür aber verantwortungsvolle Elektroingenieure gab, kompensierte man den Blindstrom, welcher von der Drosselspule einer Leuchtstoffröhre verursacht wurde, mit einem parallelgeschalteten Kondensator, den man heute noch vielfach bei alten Installationen sehen kann.  Um den von den bis weit unter die Schamgrenze primitiv gestalteten „Kondensatornetzteilen“ erzeugten Blindstrom zu kompensieren, bräuchte man jetzt analog eine Drosselspule.  Die ist teuer und baut vergleisweise groß und schwer – also läßt man es.
  • Prinzipielle Schwächen:  Jede Diode, also auch eine Leuchtdiode, hat eine gewisse „Durchbruchspannung“, die auch bei absolut baugleichen Exemplaren minimal variirert.  Deswegen weiß jeder Zwölfjährige, der ein paar Dioden parallelschaltete in der Hoffnung, er hätte damit die maximale Stromstärke vervielfacht:  Die ganze Last gehr zunächst durch die Diode mir der geringsten Durchbruchspannung, danach brennt sie durch, die Diode mit der nächsthöheren Durchbruchspannung übernimmt nach dem Prinzip der „Zehn kleinen Negerlein“, ääääh:  Neun, acht, sieben, sechs …   Je mehr Einzeldioden verrecken, desto schneller geht der Exitus voran.  Man kann das verhindern mit Ausgleichswiderständen, aber das kostet wieder… .  So ähnlich ist es auch mit einer Palette LEDs, die eigentlich jede für sich versorgt werden müßte.   Aus Kostengründen tut man das nicht, sondern billigt es, daß die Geräte nach kurzer Zeit teilweise ausfallen.  Interessanterweise verbraucht eine LED-Lampe, bei der einige Dioden ausgefallen sind, genau das gleiche wie eine im (noch) intakten Status.  Ganz nebenher:  Man könnte einen Siebungskondensator einbauen, um damit die LEDs mit beinahe reinem Gleichstrom zu betreiben und das elende „Geflimmer“ aus der Welt zu schaffen:  Aber:  Der Kondensator baut wieder zu groß und zu teuer.

 .

Technisches Fazit:

Nichts gegen die Halogenlampe, aber:  Eine bestimmte Bauform X einfach durch eine LED-Variante Y ersetzen zu wollen, ist absoluter Schwachsinn, umweltschädlich, viel zu teuer und nicht halb so energieeffizient wie gedacht.

Will man vernünftige Lichtlösungen mit LEDs, dann baut man eigens dafür entwickelte Lampen, in denen ein einziges festeingebautes, stellbares Netzteil möglichst viele LEDs versorgt.  Dann nämlich braucht man auch kein „Flackern“ inkaufzunehmen.

Die „Effizienzverordnung“ der EU ist so unsinnig und kontraproduktiv wie die EU selbst.

 

Was sagt der „Wutbürger“ ?

Das kann ich Ihnen, lieber Leser, ziemlich genau sagen:   Ich zitiere einmal meinen Vetter Bernhard, auf moderne Journalisten angesprochen, aus den frühen 90er Jahren, nach dem Genuß einiger Asbach-Cola:

„Das ist doch ganz einfach:   Die Weiber in den Puff und die Männer ins Arbeitslager, damit denen die Flausen aus dem Kopf gehen!“

So schockiert ich vor einem Vierteljahrhundert über diese Äußerung war, so sehr stehe ich heute klammheimlich dahinter.   Es ekelt mich an, wie sich diese überheblichen Pimpfe als Oberlehrer aufspielen und denjenigen Bürgern, welche sie am Kacken halten, mit erhobenem Zeigefinger vorschreiben, was sie zu tun oder zu lassen haben.   Wie sie zu sprechen oder nicht zu sprechen haben.  Und uns Dummerchen die Welt erklären: Warum ein schwuler Kinderficker unsere Gesellschaft bunt bereichert.   Warum die Rücknahme der absolut sinnlosen Zeitumstellung als deutscher Alleingang Schaden für uns alle bringt.   Warum alle, die sich mit dem Thema zu befassen wagen, schlechte Europäer sind im Sinne von „habt Ihr denn keine anderen Sorgen ?“

Und irgendwann werden nicht nur die primitiven Fußball-Hooligans in der braunen Ostzone die Schnauze voll haben, sondern auch der westdeutsche Michel.   Dann wird der Ruhrpott kochen.  Und wer einmal einen Konverterabstich gesehen hat, der weiß, wie der Pott kochen kann.

Wie war das bei Brecht ?

Da kam einmal ein großer roter Bär daher,
der wußte nix von den Sitten hier, das brauchte er nicht als Bär.
Aber er war nicht von gestern und ging nicht auf jeden Teer —
und der fraß die Vöglein im Walde.

Da schwiegen die Vöglein im Walde nicht,
in allen Wipfeln ist Unruh,
über allen Gipfeln spürest Du
jetzt einen Hauch.

(Bertold Brecht, „Die Liturgie vom Hauch“, etwa 1920)

Und da bin ich doch ganz bei Katrin Göring-Eckhard, als sie von bevorstehenden grundlegenden Veränderungen in unserer Gesellschaft schwadronierte:

Und ja, meine Damen und Herren, ich freue mich darauf !

 

-hb, wird fortgesetzt.

Hans Bonfigt
Sonntag, der 8. Juli 2018

Papa, Charlie hat gesagt …

… so hieß eine Radiosendung.  Ein eher konservativ eingestellter Vater wurde von seinem Sohn mit den teilweise recht kritischen Thesen eines Mitschülers konfrontiert und hatte seine liebe Not damit, diese zu widerlegen.

Mir erschien als kleiner Junge die Welt als undeterministisch.  Mir war nicht klar, wie weit sich die Menschen, die sich nicht schämen, sich selbst als „politische Klasse“ zu bezeichnen, vom tatsächlichen Leben entfernt waren.

Und so fragte ich meinen Vater oft nach Ursachen und Wirkungen und erhielt verblüffend einfache Erklärungen, über die meine Mutter sagte, daß ich so etwas nie, nie, niemals in der Schule weitererzählen solle.

 

Auch jetzt noch hätte ich einige Fragen an meinen Vater, und ich weiß verdammt genau, was er gesagt hätte.

Papa, warum werden amerikanische VW-Kunden entschädigt und deutsche nicht ?

„Nun, Junge — weil sich die Bundesregierung wieder völlig unnötig und unqualifiziert eingemischt hat.  Für diejenigen Fahrzeuge, welche ohne Manipulation die Zulassungskriterien nicht mehr erfüllen können, muß die ‚Allgemeine Betriebserlaubnis‘ durch das Kraftfahrt-Bundesamt entzogen werden.

Dadurch entstünde den Kraftfahrzeugbesitzern ein tatsächlicher Schaden, welchen sie umgehend und einfach gerichtlich geltendmachen könnten.  Gleichzeitig hätte man, national wie international, ein starkes Zeichen gesetzt, daß die Politik nicht die Marionette unserer Schlüsselindustrie ist.

Aber Du kennst unsere Bundeskanzlerin, die leider „Richtlinienkompetenz“ hat, die sie häufig bis zum Rechtsbruch überzieht.  Sie hatte nicht das Rückgrat, die Verärgerung der vielen hunderttausend VW – Fahrer auf sich zu laden.  Auf einen Rechtsbruch mehr oder weniger kommt es Frau Merkel nicht an, wenn sie dadurch vermeiden kann, vom Wähler abgestraft zu werden.“

 

Papa, warum bekommt eine „geflüchtete“ Großfamilie 7.000 Euro im Monat ?

„Tja, Junge – die Behörden sagen, die bekommen das gleiche wie eine einkunftslose deutsche Familie.

Und weißt Du was ?  Eigentlich ist das richtig.  Wer sind wir denn, daß wir sagen, ‚für die menschenwürdige Versorgung eines fremden Kindes brauchen wir weniger als für ein deutsches‘ ?   Es gibt keine Menschen erster und zweiter Klasse.  Das ist ein ganz wichtiger Grundwert unserer Kultur, den es zu schützen gilt — auch und gerade vor den respektlosen Sozialschmarotzern, die hier einfallen.

Daß eine große Familie ohne Ernährer zwischen 4.000 und 10.000 Euro vereinnahmt (denke an Krankenkassen, Kosten für Sozialarbeiter, Justiz- und Gefängniskosten für die ältern Kinder usw., usf.), das ist der Siegeszug der möchtegernsozialistischen Verteilungspolitik des Willy Brandt.

Denn das Beipiel der Asyltouristen, über das sich so viele aufregen, zeigt einfach nur, zu welchem Exzeß die vermeintliche ‚Förderpolitik für sozial Schwache‘ geführt hat.   „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht“.  Das haben die grünen Schmeißfliegen genausowenig begriffen wie die Sozis.  Die einen wollen die Kinder in Ganztagsschulen zwangsindoktrinieren, die anderen blasen der asozialen Unterschicht Zucker in den Arsch, um sich eine Stammwählerschaft zu sichern.

Also:  Eigentlich müßte man verantwortungslosen Eltern, die Kinder in die Welt setzen, ohne dafür aufzukommen, die Stütze auf ein Minimum kürzen — dann gäbe es im Falle der Asyltouristen ebenfalls keine Exzesse“.

 

Papa, warum gibt es Streit über den Umgang mit kriminellen Einwanderern ?

„Tja, Junge:  Du glaubst mir ja nicht, daß rot/grün den Untergang Deutschlands will.  Dabei siehst Du doch selbst die Plakate:  ‚Deutschland, Du dreckiges Stück Scheiße‘ hängt direkt neben einem mit ‚Refugees welcome — bring your families‘.  Ist das eine Art, Gäste zu begrüßen — in einem ‚dreckigen Stück Scheiße‘ ?   Hier kannst Du sehen:  Denen gehen die Leute am Arsch vorbei, aber sie wollen die Chance nutzen, um uns zu schädigen.

Ansonsten kann ich nicht nachvollziehen, warum über neue Gesetze diskutiert wird, wo wir doch ein funktionierendes Rechtssystem haben ?  Wenn einer nach einem illegalen Grenzübertritt erwischt wird, besteht zunächst einmal ein Anfangsverdacht einer kriminellen Handlung.   Das rechtfertigt Untersuchungshaft, ohne Mobiltelephone und ohne Möglichkeiten, weiter straffällig zu werden.

Die Polizei müßte einfach nur so aufmerksam gegenüber sogenannten „Migranten“ sein wie gegenüber den Deutschen.  Und wenn die merken, sie können sich hier nicht aufführen wie zuhause, dann kehrt sofort wieder Ruhe ein.

Wir können stolz sein auf unser Asylrecht – aber diejenigen, die es mißbrauchen, nehmen denen, die wirklich auf unsere Hilfe angewiesen sind, dringend benötigte Ressourcen weg und stiften sozialen Unfrieden.  Und da weiß ich gar nicht, wieso wir verpflichtet sein sollen, Betrüger wieder genau dorthin zu bringen, wo sie hergekommen sind.

Aber weißt Du — alle drei Situationen haben eines gemeinsam:

Sondergesetze helfen niemandem — wir müssen nur unserem bestehenden Rechtsrahmen Geltung verschaffen !“

 

Nun war mein Vater strammer CDU-Wähler und ich bin RAF-Sympathisant, insofern glaube ich, daß er zuviel Angst vor den „Sozis“ gehabt hat, welche weder unter August Bebel noch unter Willy Brandt etwas zuwege gebracht haben.  Denen eine ernsthafte Absicht zu unterstellen, und sei es nur eine zerstörerische, halte ich für abwegig.

Ansonsten kann ich meinem alten Herrn nur rechtgeben.

 

Aber vielleicht haben Sie, lieber Leser, plausiblere Antworten für mich ?

-hb

Hans Bonfigt
Mittwoch, der 6. Juni 2018

Digital, bekloppt, banal

Wenn das Herz stockt, Folge # 1337 :

Hallo, ich bin John

Ich bin WiFi-Architect in einer Behörde, mit Fokus auf Schulen und kommunale Einrichtungen in Nordrhein-Westfahlen, Deutschland. Zuvor habe ich als Integrator für Software-Lösungen von Spielberg und als Netzwerk-Architekt für Kunden im Mittelstand gearbeitet. Anfangs war ich Active-Directory und Firewall-Administrator in einer der größten, europäischen Bankunternehmen.

[…]

Für mich ist WiFi für unsere Schulen eine Möglichkeit, unsere Zukunft ein wenig besser zu gestalten. Ich möchte Kindern und Lehrern die Möglichkeit geben, diesen wunderbaren Planeten zu entdecken. Es steckt also auch ein bisschen Idealismus in meiner Arbeit. Ich bin dem lieben Gott dankbar, dass ich diesen Job machen darf.

 

 

Ich bin in Düsseldorf auf die Welt gekommen, habe die erste Hälfte meines Lebens in Meerbusch Osterath verbracht und die zweite Hälfte in Krefeld Königshof.

Na gut, er kommt aus Düsseldorf.  Das gibt mildernde Umstände.

Unser John möchte unseren Schülern und Lehrern ein Mittel an die Hand geben, das diese erstmals in die Lage versetzt, die Welt zu entdecken.  Mir bleibt bei einer solcherart unbeabsichtigt zu Schau gestellten Borniertheit glatt die Spucke weg.

(p * V) / (T * m) = R

Das wäre ein Ansatz, die Welt zu entdecken.

Und die Aufgabe einer Schule wäre es, Menschen zu zeigen, was hinter dieser Gleichung steht und was man damit alles anstellen kann.  Man kann die Gleichung auffassen als Definition der spezifischen Wärmekapazität in J/(Kg*K) (Druck * Volumen ergibt ja Energie).  Sie ist aber auch die Verknüpfung entscheidender Teile der Lebenswerke von Boyle-Mariotte, Gay-Lussac und Ludwig Boltzmann.

Alle drei haben die Grundidee des Arztes Robert Mayer zum ersten Hauptsatz der Thermodynamik weiterentwickelt:  „Energie geht nicht verloren“.  Der hört sich trivial an, aber er hat unser Verständnis unserer Welt erst ermöglicht.  Und über den zweiten Hauptsatz und dessen universelle Relevanz streiten sich bis heute die Gelehrten:  „In einem geschlossenen adiabaten System kann die Entropie nicht geringer werden“.

Die Schule ist nicht dazu da, den Menschen die Welt möglichst einfach und mundgerecht vorzukauen und zu „präsentieren“, sondern dazu, ihnen das Rüstzeug an die Hand zu geben, die Welt auf eigene Faust zu entdecken.

Und dazu braucht man ganz bestimmt kein „WLAN“ oder einen „Computer“.  Ganz im Gegenteil, die Initative „Schulen ans Netz“ kann neben dem Islam als größter Bildungsfeind betrachtet werden.

Hierzu:  Gehirnforscher Prof. Manfred Spitzer

Natürlich gab es haufenweise Verrisse hierzu, allen voran der Sueddeutsche Beobachter und, subtiler, eine Replik von Dieter Kempf, dem Mann also, der die DATEV in eine digitale Sackgasse gefahren hat.

Es gibt nichts peinlicheres als den deutschen Bildungsbürger.  Ich kann mich erinnern, als ich etwa 1976 während des stinklangweiligen, nervtötenden Geographieunterrichts ein Assemblerprogramm schrieb; man tat das früher auf Formularen in A4 quer, und obendrauf stand fett „KIENZLE  Assembler 2200“ — es fiel also durchaus auf, daß ich mich nicht mit einer Landkarte beschäftigte.   „Sag‘ ‚mal Bonfigt“, so störte mich unvermittelt der zweitlangweiligste Pauker des Gymnasiums, „wie willst Du eigentlich später Dein Geld verdienen ?  Doch nicht mit dieser brotlosen Kunst ?“.   Naja, ich war nicht nett damals und entgegnete, „Naja, wie man es nimmt.  Mehr als ein Geographielehrer verdiene ich jetzt schon, aber ich wüßte nicht, wie ich mit den paar Kröten einen angenehmen Lebensunterhalt bestreiten sollte“.  Das war dumm und arrogant, aber genau so dumm war es, Menschen, die sich mit so etwas „exotischem“ wie Computer beschäftigten, als unnütze Spinner zu bezeichnen.  Auch die „Klassenkameraden“ hatten keine Ahnung, was man mit so einem Ding alles anstellen könnte — was daran lag, daß es gottseidank noch keine Hobbycomputer gab.  Dieser widerliche Commodore-Brotkasten befiel die Welt erst in den Achtzigern.

Hätte ich damals meinen Mitschülern empfohlen, sich einen Computer anzuschaffen — alle hätten mir einen Vogel gezeigt (taten die getauften Heiden sowieso, ich war der notorische Klassenspinner).  Wenn ich heute sage, „kein Kind braucht einen Computer für seine persönliche Entwicklung“, dann bin ich wieder der Idiot.  Früher war ich ein perverses Schwein, wenn ich sagte, man solle die Schwulen doch in Ruhe lassen, solange sie nicht andere belästigen, heute bin ich ein Rassist/Faschist, wenn ich sage, daß mich öffentlich zur Schau gestellte Homosexualität anekelt.

Zeitgeist ist Kleingeist !

Und je dümmer ein Mensch, desto mehr orientiert er sich an diesem.  Ob das 13jährige Girlie, der widerwärtige Sexualstraftäter oder der peinlichste Schwätzer der Republik  —  alle tragen ein „IPhone“ mit sich herum — wohl wissend, daß sie sich damit freiwillig ihrer informationellen Selbstbestimmung begeben.  Und keinem fällt das auf !

Aber wehe, wehe, jemand vertritt eine Meinung, die dem Mahlstrom der „Allianz der Anständigen“ zuwiderläuft !

Nun ist der oben zitierte „John Lose“ ein ganz netter, hilfsbereiter Kerl.  Und er gehört zu der verlesenen Handvoll von Menschen, die sich wirklich mit Microsoft-Produkten auskennen.

Schlimmer schon steht es mit Digitalproll „Sascha Lobo“, dessen albernen roten Haarschopf eine hochintelligente Informatikerin mit einem einzigen Satz erklärte:  „Stell‘ Dir vor, der hätte ganz normale Haare, dann träte seine Visage anstatt seiner Frisur in den Vordergrund“.  Und genau so albern wie die Frisur des dauerjünglierenden Digitaldebattanten ist dessen schwachsinniges Geseiere vom digitalen Entwicklungsland Deutschland.

Es hat sich viel getan im sogenannten „Breitbandausbau“ und ein „DSL 6000“ mit 6 MBit/s im Down- und 1,2 MBit/s im Upstream sollte für jeden Privatanwender dicke ausreichen.  Hier jetzt herumzuheulen von wegen „gebrochener Versprechungen“ ist Klagen auf allerhöchstem Niveau.  Wenn der Arsch einen Film anschauen will, dann soll er den Fernseher anschalten, dazu ist der nämlich da.  Besondere Ansprüche hat er nicht, es reicht „Eine schrecklich nette Familie“.   Den Dreck muß man nicht qua Unicast über das teure Netz prügeln, dafür gibt es direktabstrahlende Satelliten.

„Es kommt“, so sekundiert mir meine Schwester gern, „nicht darauf an, wie stark oder woher der Wind bläst, sondern wie man die Segel setzt.  Und wenn ich nicht weiß, wo ich hinwill, ist jeder Weg der richtige.  Erst die Standort- und Zieldefinition ermöglichen es mir, einen Kurs zu bestimmen.  Und dann erst beschäftige ich mich mit Wind und Strömung“.  Das weiß nicht nur jeder erfahrene Segler.  Der einzig merkbefreite ist der Möchtegern-Informatiker, der feststellt, daß der von ihm fabrizierte Multimediaschrott immer langsamer läuft und meint, er könnte sein Problem mit immer unmäßigerem Ressourcenverbrauch lösen.

Diese krampfhaften Versuche zeigen die Idiotie der sogenannten „Digitalisierung“.   Und hier habe ich, mehr zufällig, einen interessanten Artikel eines Jugoslaven gefunden und ihn unkommentiert eingestellt.  Das fand Roland unpassend, insbesondere dehalb, weil er argwöhnte, es handele sich um einen recht einfältigen Menschen mit gefährlichem Halbwissen.   Dazu muß man wissen:  Hier schreibt ein Jugoslave.  Die gibt es, soweit mir bekannt, in zwei Ausfertigungen:  Die dummen glauben an Allah, die gerissenen glauben an sich, ihr dickes Auto und ihre dicken Eier.   Der „Kollege“ Jerko ist klar der Gruppe 2 zugehörig und hält sich für einen „hochqualifizierten Spezialisten“, weil er DATEV-Programme auf Windows-PCs installieren kann und auch schon einmal eine „LAN-LAN-Kopplung“ gemacht hat, etwas, das ein Fachmann in der Regel meidet wie der Teufel das Weihwasser.  Er definiert sich nur über Marken, die er trägt oder fährt und läßt keine Gelegenheit aus, mit seinem Reichtum zu prahlen.  Machen Sie sich selbst ein Bild.

Aber diesem Mann fehlen auch die deutschen Scheuklappen und aufgrund seines schlichten Gemütes denkt er erfrischend geradeaus und kommt zu erschreckend richtigen Schlußfolgerungen, etwa zu vergleichen mit denen des kleinen Oskar Matzerath.

So stellt er ganz offen die „Digitalisierung“ als Allheilmittel infrage, indem er feststellt, daß eine „vollanaloge“ MP 5 von Heckler & Koch bis zu 300 Asylanträge pro Minute bearbeiten kann.   Ohne Zweit- und Drittinstanz beim Bundesverfassungs- oder -verwaltungsgericht.  Bevor hier wieder das Theater losgeht:  Man muß soetwas als Fingerzeig verstehen und nicht 1:1 umsetzen.  Aber zum Beispiel die Verbringung aller kriminellen Asylbetrüger auf die Kerguelen-Inseln wäre eine praktische Option.

Nun schreibt mir dieser Mann im bereits zitierten Artikel,

http://www.jerkos-welt.com/schluss-mit-dem-digitalisierungsgeschwaetz-hoert-endlich-auf-uns-zu-verarschen/,

wirklich aus der schwarzen Seele.  Das liegt zum einen daran, daß auch ich ein einfältiger Mensch bin.  Meine Frau und meine „Ex“ kennen sich gut und rätseln noch bis heute, „ist er ein ‚vielschichtiger‘ Mensch oder nicht ?“, aber je mehr ich ihr versichere, ich sei einfach und ehrlich gestrickt, desto mehr zweifeln sie.  Ich bezeichne meinen Intellekt als „schlicht“ und sehe in Schlichtheit seit jeher auch eine gewisse Schönheit.

Unter diesem Aspekt:  Lesen Sie den oben verlinkten Artikel, wenn Sie meinen,

  • daß man mit Geld nicht unsere Bildungsmisere lösen kann
  • daß vermeintliches „Expertenwissen“ oft nichts anderes ist als „Mausklick nach Anleitung“
  • daß nicht die mangelnde „Bandbreite“, sondern die Dummheit der Internetnutzer das Problem darstellen

Und lasen Sie es sich von einem wirklichen „Digital Native“ sagen:  Der Mann hat recht.

-hb

Hans Bonfigt
Sonntag, der 3. Juni 2018

„Digitalisierung“ konzis und umfassend erklärt

Der Herausgeber hat zu Recht gerüffelt.  Einfach nur einen Link abzukippen (siehe Kommentare) läuft dem Gedanken eines Weblogs zuwider.

Daher:

Hier die Überarbeitung !

 

With my compliments to the chef at Brauereigasthof Aying.

-hb

Hans Bonfigt
Samstag, der 26. Mai 2018

Moderne Zeiten

Bekenntnisse eines ewiggestrigen Rassisten

Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht. Aber mir gehen schale Witzchen über den BER auf die Nerven.
Ein schwuler Bürgermeister, eine peinliche Truppe SED-Aktivisten und ein heruntergekommener Restbestand „Sozialdemokraten“ haben sich an einem Flughafenrojekt versucht.  Das MUSSTE schiefgehen.

Nun könnte man sagen, „Berlin ist halt nun einmal Berlin, hier haben kriminelle Veruntreuung von Steuergeldern und schwachsinnige Verordnugen, die stets das Gegenteil dessen bewirken, was beabsichtigt ist, eine jahrzehntealte Tradition“.

Doch aus der Sicht eines Experten für Datenverarbeitung muß ich leider immer wieder feststellen:

BER ist überall. Sogar im schönen Bayern.

Denn junge, unerfahrene Menschen basteln sich Umgebungen zusammen, die immer komplexer werden und selbst von guten Administratoren nicht mehr beherrscht werden können. Gleichzeitig wird der verspielte Klapperatismus immer schwerfälliger und undeterministischer in seiner Antwortszeit — gleichzeitig erhöht sich die Anfälligkeit gegen Angriffe erheblich.
Was ist da eigentlich passiert ?

1. Was der Bauer nicht kennt…

Von Larry Ellison stammt das schöne Bonmot, „Ich würde meinen Kindern eher Drogen geben als DOS“.
Wohl wahr. Aber auch an unseren höheren Schulen werden unsere Kinder ausschließlich mit der kranken, kaputten PC-Architektur konfrontiert – privat sowieso.
Die Folge: Später, im Beruf, setzen unsere „alternativlosen“ Jungspunde das einzige System ein, was sie kennen. Und das ist ein Kretin aus kaputter Hardware und vermurkster Software.
– Das führt zwangsweise zu einer „Monokultur“ mit allen damit verbundenen Nachteilen,
– insbesondere einer fatalen Störanfälligkeit.
– Sinnvolle Alternativen verschwinden vom Markt,
– fatale Abhängigleiten entstehen.
Spätestens seit „Spectre“ und „Meltdown“ muß eigentlich jedermann klar sein: INTEL-basierte Systeme sind außer für Daddelspiele zu nichts zu gebrauchen. Ihr Einsatz ist grob fahrlässig.
„Windows“ und „Office“ telephonieren etwa 20 Mal „nach Hause“, wenn man nur ein einziges „Word“-Dokument öffnet. Über die fatalen Lücken in „Microsoft Outlook“ zu berichten, wäre müßig.
Solche Systeme professionell zur Verarbeitung personenbezogener Daten zu nutzen, ist schlichtweg illegal – das weiß auch die Bundesregierung.  Doch wo kein Kläger, da kein Richter.
Im Transportwesen haben wir die unterschiedlichsten Systeme zur Wahl, aus gutem Grund: Denn ob Kreuzfahrtschiff, Motorrad, A380, Traktor, Schnellzug oder Tieflader: Sie haben alle ihre spezielle Eignung. Bloß in der „IT“ – da arbeitet alles mit den über die Jahre immer wieder marginal aufgerüsteten DOS-Kisten. Ja, selbst die modernsten „Server“, in Wirklichkeit aufgebohrte PCs, booten noch mit „DOS“ – Bordmitteln.
Das war füher anders: Man hatte die „Mainframes“ für hochverfügbare, hochsichere und hochzuverlässige Massendatenverarbeitung, typischerweise im Verbund mit einer Datenbank. Programmiert wurden diese in Sprachen, die einen Programmierer nicht überfordern und es vor allen Dingen ermöglichen, daß mehrere Programmierer konfliktfrei an einem Programm oder Projekt arbeiten können.
Die Bedienung und Dateneingabe erfolgt ergonomisch OHNE Maus, man benötigt unterdessen eine gewisse Einarbeitungszeit. Allerdings ist man nach dieser um Größenordnungen schneller als ein Mausschubser.

Es gab integrierte „Mini-Computer“ für kleinere bis mittelgroße Unternehmen.

Es gab leistungsfähige technische Rechner für Prozeßsimulation, Konstruktion, Bild- und Tonbearbeitung. Diese Systeme verfügten, weitaus früher als beispielsweise Apple oder Microsoft, über eine professionelle Graphik, die bis heute unerreicht ist: Denn das X-Window – System unter UNIX verteilt Programmhaltung, Programmausführung und graphische Benutzerschnittstellen auf unterschiedliche Systeme. So können hunderte Anwender einen Hochleistungsrechner gemeinsam und gleichzeitig nutzen!
Nur zum Vergleich: Unter „Windows“ gibt es so etwas nicht und deshalb will die Münchner Stadtverwaltung wieder einen Intensiv-Oatienten „nach gängigen Standards“ unter jeden Sachbearbeiterschreibtisch stellen.

Es gab spezielle Rechner zum Steuern von Maschinen und Anlagen, die neben erweiterten physikalischen Bedingungen nuch dem Umstand Rechnung trugen, daß spezielle Hardwarefunktionen benötigt wurden, beispielsweise hochauflösende Timer, Pulsweitenmodulatoren, D/A – Wandler etc..

Tja, und es gibt den „PC“ zur Bespaßung „moderner“ Konsumenten: Papi guckt sich Pornos an, der Sohnemann erfreut sich mit dem neuesten „EGO-Shooter“ und knallt Feinde ab, die Tochter postet kompromittierende Bilder ihrer aktuellen Todfeindin auf „Facebook“ und Mami kann jetzt endlich im „Wiki“ nachgucken, was ein „Narrativ“ ist, man will ja schließlich mitreden können.
Der PC bietet also für jeden etwas — und ist damit genau so effektiv und hilfreich wie ein „Schweizer Taschenmesser“: Kann alles, aber nix ansatzweise richtig.
Der PC aber hat uns dominiert. Das blanke Mittelmaß hat uns dominiert.

2. Nicht der Bösewicht ist der Schurke, sondern das Mittelmaß

Der Manager Hans-Jürgen Esser, für mich über Jahrzehnte ein väterlicher Ratgeber, fuhr einmal vor etwa 25 Jahren mit mir als Beifahrer zufällig hinter seinem Chef her.  Hier trafen zwei Fahrstile aufeinander, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten, und so entspann sich folgender Monolog:
„Ah, sehen Sie: Das ist unser Hansi. Also, un-glaublich! Sehen Sie bloß, wie er um die Kurve schlabbert … und hier: Er ordnet sich gar nicht ein, fährt einfach in der Mitte, und so entscheidungsschwach wie auf der Straße ist er auch in seinem Job: Bloß niemendem wehtun, immer schön die goldene Mitte … Hansi ist kein Unternehmer, er ist ein UNTERLASSER !
Der könnte nie mein Freund sein. Und das sage ich Ihnen, mit schlechten Menschen kann ich gut umgehen, verdammtnochmal, ich bin ja selber schlecht, mit guten Menschen ja sowieso, ABER JENEN, DIE GANZ LEISE SCHLEICHEN, DEN MUSST DU AUS DEM WEGE WEICHEN.
Warten Sie, [fährt auf gefühlt 25 cm auf], GLEICH SCHIEBE ICH IHN AN !“
Ich muß dazu sagen, der Chef war immer frendlich zu mir, fand nie ein böses oder ein gutes Wort für mich oder irgendeinen anderen, war stets indifferent. Man muß ihm allerdings zugutehalten, daß er seinem schärfsten Kritiker die operative Leitung seines Unternehmens überließ. Und das gelang jenem mit Glanzbravour. Denn H.J. Esser war das Gegenteil der Mittelmäßigkeit.

Damit der Roland nicht der einzige hier bleibt, der Rupert Lay zitiert:

 Nicht der Bösewacht ist der Schurke, sondern das Mittelmaß, wenn 
 man die politischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Dramen
 unserer Zeit betrachtet oder gar aufzuzeichnen versucht. Schon 
 Platons Vermutung, daß die Demokratie die Herrschaft des Mittelmaßes
 bedeute, hätte uns nach der Einführung demokratischer Systeme 
 in Europa nach 1948 etwas vorsichtiger mit dieser Herrschaftsform 
 umgehen lassen müssen. Nun, das haben wir verabsäumt - und so 
 beherrschen uns in Politik und Wirtschaft, im Sozialen (etwa den
 Gewerkschaften) und im Kulturellen (etwa den Kirchen) das Mittelmaß.
 Wie aber mag es dazu kommen, daß in demokratisch organisierten Sy-
 stemen die Herrschaft des Mittelmaßes tendenziell wenigstens unaus-
 weichlich ist ? Es handelt sich hier wieder einmal um die normative
 Kraft des Faktischen. Und das Faktische demokratischer Systeme ist
 der Kompromiß. Kompromißbildungen sind aber nun einmal die Konflikt-
 lösungsstrategien des Mittelmaßes. 

Quelle: Rupert Lay, Weisheit für Unweise (Hervorhebung von mir)

Lay indes ist ganz und gar kein Antidemokrat, aber Lay verachtet Demokratismus.

Warum ?

Demokratie – Demokratismus – Demokratur – Diktatur.

Die Diktatur des Mittelmaßes nennt sich übrigens heute „Shitstorm“.

Im Rahmen eines Fernsehinterviews wurde der geniale österreichische Verbrecher Udo Proksch einmal gefragt, „Herr Proksch, wenn Sie einen Herzenswunsch frei hätten – was würden Sie bei einer Fee bestellen ?“ — und jener antwortete, ohne auch nur eine halbe Sekunde nachzudenken:
Allen mittelmäßigen Österreichern die Krätze an den Hals !

Heiko Mittelmaaß diene als Warnung, wie fatal sich Mittelmäßigkeit in der Politik auswirken kann – bei der Konzeption technischer Systeme unterdessen sind faule Kompromisse, und nichts anderes ist das Ergebnis des Mittelmaßes, fatal und führen schnurstracks zu BER.

3. „Best Practice“

Früher hat man sich Gedanken gemacht, „optimiere ich hinsichlich Leistung, Stabilität, Ressourcenverbrauch, Modularität, Salierbarkeit“, um wichtige Entwicklugsziele zu benennen.  Und in der Tat ergaben sich höchst unterschiedliche Entwürfe. Die Kunst war, mögliche Zielkonflikte zu vermeiden oder — na, wie heißt das heute im Idiotensprech? „mitigieren“.

Heute interessiert das niemanden mehr. Es wird das gemacht, was alle anderen Idioten auch machen.  Statt „Best Effort“ ist heute die „Best Practice“ das Gebot der Stunde.

4. Wirrtualisierung

Die Entwicklung eines Kindes im Mutterleib dauert bekanntlich neun Monate. Wenn man diese Zeit verkürzen will, ist es evident sinnlos, gleich 9 Frauen zu schwängern. Man erhält zwar „statistisch“ pro Monat ein Kind, aber jedes Kind benötigt minimal neun Monate.

Um einen schwachbrüstigen „PC“ im Servergewand also zu beschleunigen, ist das „Clustering“ vieler Einzelserver womöglich nicht dazu geeignet, einen Prozeß zu verbessern. Klar, wird man entgegnen können, „viele Teilprozesse können heutzutage parallelisiert werden“, aber dummerweise gibt es immer wieder Punkte, an denen Teilprozesse aufeinander warten müssen – allerspätstens dann, wenn auf eine gemeinsam genutzte Ressource schreibend zugegriffen wird.

Die Wirklichkeit unterdessen ist grausamer und schlimmer:

„Clustering“ geht aus administrativen Gründen fast immer einher mit „Virtualisierung“.

Heutzutage entfällt der Hauptteil der Ein- und Ausgabelast eines Servers so gut wie immer auf die Netzwerkschnittstellen. Eine „virtuelle“ Netzwerkschnittstelle kann man jedoch nicht in einen „echten“ Switch stecken. Es muß also mindestens ein „virtueller Switch“her. Der „virtuelle Switch“ simuliert einen „echten“ Switch unter Zuhilfenahme einer Wald- und Wiesen – Universal-CPU. Und so kommt es, daß die „virtuellen Switches“ in Superclustern eines Servicerechenzentrums deutlich langsamer sind als absolut billige Amateurgeräte aus dem Aldi !  Denn schon die billigsten Konsumentengeräte verfügen über Hardwareunterstützung und können alle Ports simultan bedienen !

Apropos Hardwareunterstützung: „Virtuelle“ Netzwerkkarten entlasten den TCP/IP – Stack nicht von zeitaufwendigen Operationen.
Jedes Datenpaket muß, wieder von einer Wald- und Wiesen-CPU, aufwendig mehrfach ineinander verschachtelt, verpackt werden. Nun werden Sie sagen, „dann opfere ich halt zwei CPUs dafür“. Die CPUs aber arbeiten im Hauptspeicher und invalidieren („trashen“) den Cache, wodurch ALLE anderen Prozesse ausgebremst werden. Hinzu kommen, für den Profi, pro Paket in jede Richtung DREI Kernel/Userspace – Übergänge. Und jeder kostet nicht nur CPU-Zeit, sodern verlangsamt ein System durch (bei Taskwechsel notwendige) Locking-Mechanismen.
Aus technischen Gründen mußte ich am letzten Wochenende einen „virtuellen“ Server mit viel Netzlast durch einen „realen“ Server ersetzen. Es war ein Notfall; wir mußten das nehmen, was wir kriegen konnten — und das war ein schedderiger, alter „Windows 95“- PC mit Originalhardware. Eine zweite Netzwerkkarte mit stolzen 100 MBit/s war auch schnell gefunden und der Transfer auf eine gammelige IDE-Platte klappte ebenfalls prima.
Ich hatte die größte Befürchtung, eine erbärmliche Performance abzuliefern, aber am Montagmorgen kam eine Dame zu mir: „Was haben Sie gemacht ? SO SCHNELL lief unser Frontoffice-System noch nie !
Der zuvor eingesetzte Server war ein HP DL380 Gen.6, mithin also ein veritables Schwergewicht in der PC-Welt, mit allem, was die „Entwicklung“ zu bieten hatte.  Die Virtualisierung aber degradierte das System zu einer peinlich-lahmen Ente, die von einem „Pentium 5“ mit 512 MB Hauptspeicher gnadenlos deklassiert wurde.   Wohlgemerkt: Mit der gleichen Software, dem gleichen Betriebssystem und den gleichen Einsatzbedingungen.
Eigentlich wußte ich immer schon, daß Wirrtualisierung im allgemeinen und „VMWare“, die Küchenschabe unter den Virtualisierungs-lösungen im speziellen, ausgemachte Performancebremsen sind — daß es aber so schlimm steht, das hätte ich nicht geahnt.
Aber auch ich habe mich in Sachen Performance zusehr an Mittelmäßigkeit gewöhnt.

5. Besen, Besen, sei’s gewesen …

Miese Leistung ist ja heutzutage „Standard“. Aber mit der „Virtualisierung“ kauft man sich einen Verwaltungsaufwand ein, der einem buchstäblich den Atem raubt:

Jeder normal denkende Mensch würde ja erwarten, daß man ein System von außen direkt administrieren kann — aber weit gefehlt bei Platzhirschen wie „VMWare“ und IBM.

Ich gehe einmal auf die abstruseste, hirnverbrannteste Variante ein, die IBM sich nicht schämt, seinen Benutzern zuzumuten:

– Zur Steuerung eines aktuellen IBM POWER – Servers ist jetzt eine alberne „Hardware Management Console“ notwendig, ein unzuverlässiger Havarist auf der Basis von „Nürnberger Windows“ („SuSE“). Diese besticht vor allem dadurch, daß sie gerne einmal ungefragt und unerwartet die NUMA-Konfiguration des verwalteten Rechners durcheinanderwürfelt, was allerdings nicht weiter schlimm ist, denn die Idioten, die eine „HMC“ benutzen, sind generell merkbefreit.

– Aber: Neuerdings braucht man ZWEI DAVON, und, dreimal dürfen Sie raten, die installiert man dann: RICHTIG, auf einer „VMWare“ – Wirrtualisierungsumgebung.

– Nur: Auf diese Verwaltungsumgebung kann man nicht zugreifen, es braucht noch ein „Windows 10“ mit „Flash“ und allen Multimedia – Uappetitlichkeiten an Bord, um via „Vschmier“ – Konsole auf den Server zuzugreifen, der wiederum das Verwaltungsprogramm beherbergt, das den eigentlichen Serer verwalten soll, der die einzelnen Serverinstanzen verwaltet.

Wir reden also von einer Verwaltung der Verwaltungsinstanz der Verwaltung einer Verwaltung. Ein größerer Schwachsinn ist für mich bislang nicht denkbar gewesen.
Es sind mindestens fünf(!) unterschiedliche Betriebssysteme beteiligt, mindestens zwei unterschiedliche Rechnerarchitekturen und unzählige Netzwerkschnittstellen.

Wer so etwas bei einem Kunden produktiv installiert, ist für mich ein krimineller Idiot.

6. Des Kaisers neue Kleider …

Der typische „IT-Admin“ ist in seiner Mittelmäßigkeit gefangen wie ein Insekt im Bernstein. Er läßt sich jeden, aber auch wirklich JEDEN Schwachsinn als „innovatives Feature“ andrehen. Und traut sich nicht, STOP! zu sagen, um nicht vor seinen Kollegen als unwissend dazustehen. So kommt es, daß alle mit ihrer primären Arbeitsumgebung hoffnungslos überfordert sind und die Kernaufgabe der Abteilung darin besteht, sich Begründungen für das jeweils aktuelle Versagen im eigenen Projekt auszudenken – zugegebenermaßen keine leichte Aufgabe, das.

Man soll ja eine Betrachtung immer mit einem positiven Aspekt abschließen — kein Problem für mich, bitteseher:  Die modernen IT-Lakaien, durch faule Kompromisse kompromittiert,  durch „soziale Medien“ in Watte gepackt, ohne Ziel, ohne Verantwortung, ohne Achtung vor den Leistungen anderer und schon gar nicht vor der eigenen —

erst im Formulieren ihres eigenen Unvermögens sind sie dann ganz große Klasse !

-hb

Hans Bonfigt
Sonntag, der 31. Dezember 2017

Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann

Und wieder einmal stehen wir unmittelbar vor einem neuen Jahr.

In den vergangenen 12 Monaten hatten wir, meine Frau und das Team, mit dem wir geschäftlich unterwegs sind, eine harte Zeit mit vielen und teileweise unerwarteten Rückschlägen zu kämpfen.  Aber wir sind gestärkt aus der Situation hervorgegangen.  Und wir freuen uns, daß wir die Weichen zu Anfang dieses Jahres richtig gelegt haben.   Und unbeirrt auf Kurs geblieben sind. Viele andere Teams wären unter den Belastungen auseinandergebrochen.  Und daher wäre es für mich völlig falsch, im Zorn zurückzublicken.

Auch der vorsichtige Blick in die Zukunft läßt eine positive Prognose zu.

Bloß die momentane Situation des Staates, in dem wir leben, macht mir zum ersten Mal im Leben Angst und Bange.

Wir gehen nicht daran kaputt, daß wir fast täglich mit bestialischen Verbrechen konfrontiert werden, die typischerweise mit dem Frauenbild islamisch geprägter Immigranten zusammenhängen.  So grausam die Taten sind, so einfach lassen sie sich erklären — Frauen sind keine Menschen, sondern Eigentum und man kann damit machen, was man will.   Das sollte uns jetzt allerdings nicht überraschen, denn es ist noch nicht einmal 100 Jahre her, daß ein „ganz normaler deutscher Familienvater“ morgens seine Töchter liebevoll streichelte und mittags gleichaltrigen Mädchen, die freilich das Pech hatten, jüdische „Untermenschen“ zu sein, den Bauch aufschlitzte und sich daran erfreute.  Die heldenhafte „Deutsche Wehrmacht“ warf über London Teddybären mit einer eingebauten Sprengladung ab, die so ausgelegt war, daß sie das Kind, das diesen Teddy finden sollte, nicht töten, sondern „nur“ schwer verletzen würde.  Man war sich wohl bewußt, daß der „Erzfeind“ deutlich mehr moralische Integrität hatte als die selbsternannte „Herrenrasse“ und ging davon aus, daß die Engländer alles daran setzen würden, das Kind zu retten, auch zulasten der Versorgung der kämpfenden Truppe.

Wenn wir als Deutsche wenige Jahrzehnte später wieder einmal mit dem Zeigefinger herumspazieren und den jungen Abenteurern dozieren, „das macht man aber nicht“, machen wir uns lächerlich.

Und leider:  Wie viele widerwärtige Verbrechen geschehen tagtäglich selbst im schönen Bayern ?  Von „anständigen Deutschen“ begangen ?

Wir gehen auch nicht daran kaputt, daß wir zu viele Schwätzer und Pseudowissenschaftler hochgepäppelt haben, ob die nun „Aneta Kahane“ heißen oder „Aydan Özoguz“.  Die uns erklären wollen, „das ist alles gar nicht so“.  Wir haben seit 30 Jahren Dampfplauderer und Krampfhennen an den höchsten Stellen.

Wir gehen schon eher daran kaputt, daß die „normale“ Bevölkerung merkt:  Wirtschaftswachstum schön und gut, aber die Lebenshaltung wird von Jahr zu Jahr teurer.  Überall Kontrollen, an vielen öffentlichen Orten Ausgehverbote und Beschränkungen, fast in jeder Stadt „Schutzpoller“, welche effektiv die Rettungswagen behindern.  An die unglaublich albernen und peinlichen Flughafenkontrollen habe ich mich immer noch nicht gewöhnt.  Aufstockung des „Bundesnachrichtendienstes“ mit Milliardensummen, vernetzte Videoüberwachung überall,

Fear makes the wolf look bigger

aber vor allen Dingen die ewigen gebetsmühlenartigen Beteuerungen, „Ihr seid hier sicher“.  Will man, kann man in einem solchen Land „gut und gerne leben“ ?  Der SPD-Bürgermeister der Kleinstadt Kandel, wo eine junge Frau islamisch „geschächtet“ wurde, betonte sofort:  „Unsere Gedanken sollten bei der Familie sein.  Wir haben mit jungen ‚Geflüchteten‘ so gute Erfahrungen gemacht und sollten jetzt nicht an Abschiebungen denken“.  Auf die Rückfrage eines Reporters, ob der Herr Bürgermeister denn schon einmal die Familie besucht habe:  Tja, da sei er noch nicht dazu gekommen.

Das ist so zynisch, daß es selbst einem jahrzehntelangen SPD-Stammwähler zu doof ist.   Und die Stimmung wird im Land umso schneller kippen, je mehr Soziologen und sonstige Schwätzer das Gegenteil vom Offensichtlichen predigen.

Und wie auf einmal eine furchtbare Gewalt entsteht und wohin sie führen kann, das wissen wir Deutsche wohl am besten.

 

Ganz sicher aber gehen wir daran kaputt, daß seit einigen Jahren kein Diskurs mehr möglich ist.  Ein Hochschullehrer äußert privat, unsere Gesellschaft schulde den Immigranten nichts, denn sie seien für ihre Situation selbst verantwortlich und nähmen uns benötigte Ressourcen weg.

Und dieser Mann wird seither systematisch ausgegrenzt und verfolgt.  Weil er sein Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen hat.   Leider stimmt diese Meinung nicht mit der der selbsternannten „Allianz der Anständigen“ überein.  Und schon ist er ein „Rassist“, „Faschist“, „Nazi“.

Viele seiner Studenten boykottieren nicht nur die Vorlesungen, sondern sabotieren sie.  Ich habe sogar ein bißchen Verständnis für die jungen Leute, weil sie offenbar diese und andere Äußerungen des Professors „extrapolieren“ und im Ergebnis etwas sehen, das an die „nationalsozialistische“ Sicht erinnert und gleichzeitig dieses Bild auf den Professor zurückprojizieren.  Ich habe aber kein Verständnis dafür, daß, wenn der Professor anbietet, über seine Positionen zu diskutieren, dieser dann abgewiesen wird mit den Worten „Wir wollen Faschisten keine Bühne bieten“.

Und wieder zeigt sich:  Die „Antifa“ ist dreimal so schlimm wie der vorgebliche „Faschist“.  Denn Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden.  Das sollte man, auch wenn man eine Gesamtschule besucht hat, eigentlich wissen, bevor man beginnt, ausgerechnet die Iura zu studieren.

Aber die oberste Dienstherrin von Professor Rauscher, Sachsens „Wissenschaftministerin“ Eva-Maria Stange, stellt sich doch bestimmt schützend vor ihren Professor ?   ‚Mal sehen:

Sachsens Hochschulen sind weltoffen und international. Die ausländerfeindliche Meinung von Rauscher kritisiere ich scharf.“

Tja, wo nun genau die Äußerungen des Professors „ausländerfeindlich“ sein sollen — das ist wohl wieder eine windige Projektion auf das faule Ei der zeitgemäßen Gesinnung.

Wie soll man diese Äußerung  richtig übersetzen ?  Ich versuch’s ‚mal:

„Sachsens Hochschulen haben unmittelbar hintereinander zwei antidemokratischen Terrorregimes gedient und sich stets und erfolgreich um deren Machterhalt und um die Unterdrückung differenzierter Meinungen verdient gemacht.  Edgar Froese verließ unsere Universität in den sechziger Jahren mit der Bemerkung: ‚Der Staub der Universitäten liegt wie ein Leichentuch über der Wahrheit‘.  So peinlich, eklig und frech wie unsere ‚Pegida‘ auf der Straße, so feige, opportunistisch und hinterhältig ist unsere Kaderschmiede des Konformismus.  Wir können kein Hochdeutsch.  Aber außer Sächsich jede Menge anderer Widerwärtigkeiten“.

Ich glaube, das trifft es am besten.

Die Geigenvirtuosin Anne-Sophie Mutter erklärte in einem Interview, wenn man nicht allerspätestens mit dem fünften Lebensjahr anfange, Geige zu spielen, sei „das Rennen schon gelaufen“, gemeint war, daß man nur dann die virtuose Fertigkeit des Geigespielens erlernen könne, wenn man ‚von Anfang an‘ damit begonnen habe.

So ungefähr ist das aber auch mit der Demokratie.  Aus einer ehemaligen FDJ-Sekretärin machen fünf Jahre Nachwendezeit keine Demokratin, da ist unsere Bundeskanzlerin ein besonders widerliches Beispiel.

 

Die „Bundeskanzlerin“ ist hoffentlich bald Geschichte.  Aber wirklich Angst habe ich, wenn junge Leute wieder in Reih‘ und Glied marschieren — egal ob in der „Pegida“ oder im „ASta“.

 

Auf daß uns der Bürgerkrieg 2018 verschonen möge  —  am besten ohne Merkel!

 

Allen denen, denen unser Grundgesetz mit seinen Artikeln 1, 2 und 5 zusagt, ein gutes neues Jahr!

-hb