Willi Streit
Freitag, der 28. Mai 2010

Tief bewegt

Als unsere Vorfahren sich langsam häuslich oder besser höhl-lich einrichteten, konnten sie ihre Ausstattung an Fähigkeiten und Fertigkeiten nicht Schlag auf Schlag ausbauen. Wenn man die letzten 10-tausend Jahre menschlicher Entwicklung fair betrachtet, haben sich die Homines sapienses (wissend, echt witzig, welche Begriffe Wissenschaftler so erfinden) nahezu gar nicht verändert. Weniger Zähne, weil wir nur noch selten rohes Fleisch essen, sind schon fast das Einzige. Selbst optisch tat sich wenig. Wir sind und bleiben es noch lange, dasselbe Bewegungstier, das durch die Wälder und Steppen zog. Und deshalb treibt uns nur an, was uns tief bewegt.

mehr »

Willi Streit
Freitag, der 15. Januar 2010

Unternehmensziel Glück

Die Fachliteratur ist voller Definitionen von Unternehmenszielen.  Irgendwelche Parameter des Erfolgs werden festgelegt, Zielbeschreibungen tausendfach. Das eigentliche, wesentliche Ziel eines jeden Unternehmens (einer jeden Unternehmung) kann kein anderes sein als für jeden Menschen auch: Glück.

Oh Gott! Was kommt Willi Streit wieder mit hochtrabenden, belasteten, schwer definierbaren Ansprüchen daher? Was meint der schon wieder? Er provoziert halt gern! Unternehmen haben doch besseres zu tun, als glücklich zu sein oder gar glücklich zu machen! mehr »

Willi Streit
Sonntag, der 10. Januar 2010

Betriebswellness

Wohl zu sein, bedarf es wenig, doch bei wem wohl ist, der ist König. So könnte das alte Volkslied auf modernes Management übertragen werden. Längst weiß jeder, dass Mitarbeiter, die sich gut fühlen, mehr leisten, weniger Fehler machen und motiviert sind. Doch im Alltag geht dieses Unternehmensziel unter, wird durch Angst, Ärger, Frust und Langeweile platt gewalzt. Doch es gibt einfache Möglichkeiten WELL zur Betriebspsychologie zu machen. mehr »

Willi Streit
Sonntag, der 27. September 2009

Du hast die Wahl!

Nun ist wieder Wahltag! Viele Zeitgenossen genießen es ganz und gar nicht, wählen zu können.  Wären im Laden alle Produkte nur beschriftet und nicht verführerisch aufgemacht, würden wir wohl verhungern. Zögerlichkeit,  Angst vor Fehlentscheidungen, Angst vor richtigen Entscheidungen sind auch in Unternehmen, Familien und Regierungen das Haupthindernis für produktiven Fortschritt.

mehr »

Willi Streit
Sonntag, der 9. August 2009

Low Impact Management – Energie-Arbeit für Führungskräfte

Viele Managementschulen kommen mit Paukenschlägen, Radikalkuren, grundsätzlichen Verhaltensänderungen und zum Teil rigorosen Kontrollmechanismen daher. Ist es wirklich der Hammer, der eine Firma, die nicht rund läuft oder nicht optimiert funktioniert, wieder auf eine Bahn bringt?  Management Training heißt in meiner Praxis „low impact“, kleine, subtile, kaum realisierbare Umstände bewirken viel mehr als die Brachialgewalt einer noch so modernen Doktrin. Und sie erzeugen durch „sanften Einfluß“ auch keine Widerstände. Ein befreundeter Unternehmer aus Wien hat dazu letztes Wochenende die passende Geschichte erzählt. mehr »

Willi Streit
Montag, der 3. August 2009

Was ist WESEN-tlich

Was für das Leben allgemein gilt, ist auch für jeden Betrieb essentiell. Ein Unternehmen kann nur prosperieren – und zwar auf Generationen gedacht – wenn es den Lebensprinzipien der Spezies Mensch folgt. Mir kommen diese Gedanken nicht nur wegen der sogenannten Finanzkrise, aber sie werden dadurch nochmal auf den Punkt gebracht. Wie in der Psychologie geht es auch in der Wirtschaft darum, ein erfülltes und glückliches Leben zu führen, indem wir unser Wesen finden und ihm folgen.  Viktor Frankls Klassiker „…trotzdem JA zum Leben sagen“ hat mich nachhaltig beeindruckt.

mehr »

Willi Streit
Freitag, der 31. Juli 2009

Psychohistorie

Der brilliante, wenn auch kritische Vortrag meines Kollegen Wolfgang Herles im InterFace Forum (IF-Forum) hat mich auf zwei alte Beschäftigungsfelder gebracht.

Zuerst, dass es Wolfgang Herles war, der mich 1983 zu einem Casting für eine lokale Nachrichtensendung des Bayerischen Fernsehens gebeten hatte (das mich zusammen mit den beiden später sehr bekannten Kolleginnen Ramona Leiß und Sabrina Lallinger, später Frau Fox, zu einem Moderatorenteam schmiedete). Und zum zweiten auf meine journalistische Arbeiten zum Thema „Psychohistorie“.

mehr »

Willi Streit
Mittwoch, der 15. Juli 2009

Selbstbefriedigung

„Da tut man und macht man, bis einem das Blut unter den Nägeln spritzt!“ eine meiner Lieblingsszenen aus „Tadellöser & Wolff“ (Walter Kempowski). Mutter Kempowski drückt darin in ihrer nüchternen Rostocker Art ihre Unzufriedenheit mit der aktuellen Lage (im 2. Weltkrieg und in den Nachkriegsjahren) aus. Mir kommt dieser Spruch, über den ich immer schmunzeln muss (nicht weil ich die schwere Zeit der Kempowskis unterschätze), wenn ich ein Werk vollbracht habe oder andere höre, wie sie jammern und unzufrieden sind. Ich denke das wesentliche Ziel jeden Handelns ist ein anderes: schlicht und einfach Selbstbefriedigung.
mehr »

Willi Streit
Sonntag, der 14. Juni 2009

Kommunikation ist überall

Wir kommen ihr nicht aus. Niemand. Zu keiner Zeit und nirgends! Kommunikation ist eben nicht nur der wunderbare Draht von Sender zu Empfänger, sondern auch Schweigen, Ignorieren, Körpersprache, Verwirrung sind Kommunikation. Und das Härteste, was Sie nun zu verkraften haben: es gibt keine Nicht-Kommunikation, keine kommunikationsfreie Zeit, keinen Raum, wo Sie ihr auskommen. Ich vermute selbst im Jenseits (Paradies) wird kommuniziert auf „Teufel komm raus“. mehr »

Willi Streit
Samstag, der 6. Juni 2009

Powerpoint Freuden!

Jeder Staatsanwalt freut sich, dass er es nicht immer nur mit Verbrechen und anderen Straftaten zu tun hat. Und so geht es dem Kommunikationsberater mit Powerpoint. Die verbrecherische Umsetzung der guten Idee, Präsentationen grafisch aufzuwerten, schmerzt. Begeisterung kommt jedoch auf, wenn es dem Coach gelingt, das Team auf neue, kreative und vor allem erfolgreiche Pfade zu setzen. mehr »