Detlev Six
Freitag, der 15. Januar 2016

ANTI-RESIGNATION.

2000 vor Christus.
Roland und seine Neubiberger Horde werden von einer Unterhachinger Horde vollständig aufgerieben. Nach einigen Monden nimmt seine Frau Barbara an, dass Roland wohl nicht mehr wiederkommen wird.

Der Rest der Welt erfährt nichts davon.

1. Jahrhundert nach Christus.
Roland fällt als bayerischer Hilfssoldat einer römischen Legion am Limes im Kampf gegen eine Germanentruppe. Nach einigen Monden fragt Barbara in Castra Regina nach. Auskunft: Vermutlich tot.

Der Rest der Welt erfährt nichts davon.

2016 nach Christus.
Roland schreibt RESIGNATION. Leser des IF-Blog lesen das. Fühlen sich bestätigt. Informieren andere, die das genauso sehen. Darunter der Schreiber eines Massenblattes, der daraus Apocalypse Now macht. Ein ausländischer Korrespondent, der sich freut, dass es den Deutschen endlich auch einmal schlecht geht, teilt das seinen Landsleuten mit, denen es prompt noch schlechter geht. Ein Überbietungswettbewerb des Schlechtergehens beflügelt die Medienwelt, denn „only bad news is good news“.

Der Rest der Welt erfährt davon.

Die zunehmende Schlechtigkeit der Welt ist eine Folge überschießender Kommunikationskaskaden.

Oder anders gesagt.

Wir werden mit Wissen zugeschissen.

SIX

Detlev Six
Samstag, der 9. Januar 2016

Regelschule für Flüchtlinge

Viele Flüchtlinge kommen aus antidemokratischen und kulturrassistischen Ländern. Sie treffen hier auf ihr Spiegelbild Pegida & Co, die freudig diese Gelegenheit begrüßen, den Kamm schwellen zu lassen. Dazu kommen Flüchtlinge, die keine ideologischen Vorbehalte gegen unsere Gesellschaft haben, denen es hauptsächlich ums Geld geht. Alle gemeinsam sind sie nicht, was Bill Clinton, als die Voraussetzung für das Funktionieren einer Gesellschaft erachtete: „Those who work hard and play by the rules“. Können sie auch nicht sein, also lass sie uns dazu machen.

Wir sollten nicht mehr über Menschenrechte, Menschenwürde, Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Minderheitenschutz, Gleichheit, Gleichstellung, Pluralismus, Moral, Ethik oder noch schlimmer, in zorniger Würde, ganz allgemein über westliche Werte schwadronieren. Alles, was den Erfolg unserer Gesellschaft ausmacht ist ein Zusammenleben, in dem niemand jemand anders auf öffentlichen Plätzen ungebeten in den Schritt greift und in dem der wirtschaftliche Erfolg einem gemeinsamen Willen zum Fortschritt zu verdanken ist. Aus allen unseren herrlichen Werten lassen sich klare Regeln ableiten, für die kein Mensch 20 Semester Philosophie studiert haben muss. Fangen wir an:

1. Regel: Deutsch lernen.
2. Regel: Keiner Frau ungebeten in den Schritt greifen.
Und, und, und.

Die Regelschule ist Pflicht für alle Flüchtlinge, der Abschluss obligatorisch, die Note fließt mit deutlichem Gewicht in die Aufenthaltsbewilligung ein.

Ich kenne die Einwände: Gibt’s alles schon. Nur, wo überall verstreut? Ist irgendjemand für diese Schule verantwortlich? Ist genug Geld und Personal dafür da? Die CSU wehrt sich seit Jahren gegen ein Einwanderungsgesetz mit dem Argument, passende Gesetze gäbe es schon überall irgendwie  und irgendwo. Ja, himmihergottzakramentnoamoi, es ist doch ein himmelweiter Unterschied, ob ich einen Teller bunte Knete quer durch alle Institutionen habe, oder eine feste Einrichtung, wie ein Einwanderungsministerium mit einem maßgeschneiderten Gesetzespaket.

Der größte Mist jetzt ist doch das Versäumnis klarer, verantwortungsvoller Zuständigkeit. Sei es institutioneller oder personeller Art.

In die Regelschule würde ich übrigens auch die schicken, die sich jahrelang an den Regensburger Domspatzen vergangen haben (Schon bemerkt? In der Tagesschau wird zwischen der Köln-Berichterstattung und den Domspatzen-Meldungen immer ein anderer Nachrichtenblock geschaltet, damit es nicht so auffällt, dass auch im gesitteten Deutschland eine Menge Testosteron-Täter herumlaufen. Ich will an dieser Stelle gar nicht wissen, was heute immer noch in einigen Ehen an Ungewolltem vor sich geht).

Was die Regelschule für Flüchtlinge sofort lösen würde: Die Menschen haben eine Aufgabe, ein Ziel und können selbst ihre Perspektive verbessern. Und so banal es klingt: sie sind beschäftigt.

SIX

Gibt es den Ursuppen-Ungarn?

Antwort von einem Ungarn, der das glaubt:
Klar, uns gibt’s schon immer.

Ungarn sind aber erst um 900 auf das Gebiet des heutigen Ungarn eingewandert.

Quatsch, wir waren immer schon da!

Erst um 1900 ist der Anteil der Ungarn durch Zwangs-Magyarisierung von 45% auf 55% gestiegen.

Lügenblog.

Hab‘ ich aus Wikipedia.

Lügenwikipedia.

Seriöse Zeitungen schreiben das auch.

Lügenpresse.

Die wissenschaftliche Belege sind gut gesichert.

Lügenwissenschaft.

Dasselbe Gespräch könnte auch mit einem Kaczynski-Polen, einem Le-Pen-Franzosen oder einem Pegida-Deutschen so ablaufen.

Der rechte Glaube geht von einer blutreinen Volksgemeinschaft aus und nicht von einer modernen Willensgesellschaft.

Im Gegensatz zu Gott und Gottesteilchen (siehe meinen Post: Neues von Gott und dem großen Bumser), die sich weder beweisen noch verwerfen lassen und dadurch zu den unlösbaren letzten Wahrheiten zählen, geht es bei den  Fragen zur nationalen Reinheit um vorletzte Wahrheiten, die sich dadurch auszeichnen, dass sie sich belegen oder widerlegen lassen.

Sind also Infostände in Ungarn, Polen oder Dresden die Lösung?

Wohl eher nicht.

Oder wie es der geniale Philosoph Dieter Bohlen ausdrückt:

„Das Problem ist: Mach einem Bekloppten klar, dass er bekloppt ist.“

SIX

Sie haben das ganze Jahr geschossen.

Im nahen Osten, um den einzig wahren Gott zu ermitteln.

In Genf auf der Suche nach dem ultimativen Gottesteilchen.

Im nahen Osten soll ein wenig über den Frieden gesprochen werden, der erste maßgebliche Teilnehmer wurde inzwischen erschossen.

In Genf zeigen die Schussmessdaten des Large Hadron Colliders (der große Bumser) eine winzig kleine Erkenntnis-Beule, die möglicherweise in 2016 noch wachsen soll.

Was lernen wir daraus?

Erstens:
Die Suche nach der letzten Wahrheit ist in Wahrheit eine einzige Schießerei.

Zweitens:
Wir sollten statt nach der letzten Wahrheit, nach den vorletzten Wahrheiten suchen.

Möglicherweise gibt es die eine oder andere davon ohne Schusswechsel.

SIX

Detlev Six
Samstag, der 31. Januar 2015

Wir Käse-Glocken-Helden der Freiheit.

In den Nachrichten kam die Meldung, dass der Kölner Satire-Wagen zum Hebdo-Attentat aus sicherheitstechnischen Gründen nicht zum Karnevalsumzug zugelassen werde.

Gleich danach lief die neue Sitcom „Dritter Stock links“. Sitcom ist die Abkürzung von Situation Comedy und sollte (wie von den Machern in der Vorschau verkündet), aktuelle Ereignisse spontan umsetzen.

So weit, so blöd.

Denn nicht die von mir freudig erwartete „Cologne Angst“ (eine Unterabteilung der „German Angst“) war das Thema der ersten 20 Minuten, sondern, ja, es stimmt wirklich, Frau Merkel. Der Käse stänkerte in den Grenzen, die ihm von den Islamisten gesetzt wurde.

Dabei tat er so, als hätte er sich selbst die Käseglocke aufgesetzt, denn innerhalb dieser Sicherheitszone ging es ordentlich zur Sache. Frau Merkel als harmloses Ersatz-Opfer für die gefährlichen Mörder von Paris, da hatte der Kabarett-Käse ein starkes Aroma.

Rebellierten die Zuschauer der Sitcom wegen dieses durchsichtigen Manövers? Keineswegs, sie lachten pflichtschuldigst. Sie wussten, mehr Mumm hat der westliche Freiheitswille nicht.

Und ich auch nicht, darum steht oben in der Schlagzeile „wir“. Ich bin heute noch froh, dass ich nicht im 3. Reich meine Courage nachweisen musste. Der Gedanke, dass ich ein geschmeidiger Mitläufer gewesen wäre, ist mir einfach zu nah.

Nach 20 Minuten habe ich die Sitcom ausgeschaltet und mir geschworen, im Zusammenhang mit Freiheit und freier Meinungsäußerung jederzeit die Lippen schmal und nicht dick zu halten.

SIX

Detlev Six
Samstag, der 13. September 2014

Sind wir alle Seescheiden?

Die Seescheide ist ein Meeresbewohner, der sich, sobald er einen passenden Platz zum Altwerden gefunden hat, sein Leben lang nicht mehr bewegt. Und da ein Gehirn beim Verharren auf einem Platz nur hinderlich ist, frisst die Seescheide es einfach auf.

Ist der IS-Kämpfer eine Seescheide?

Welches Gehirn könnte überflüssiger sein, als eines, das sich seit 1400 Jahren nicht mehr verändert hat?

Ist Putin eine Seescheide?

Eher weniger. Zwar glaubt er fest an Volk, Raum, Macht, bewegt sich gleichzeitig aber sehr erfolgreich in unseren Hirnen und manipuliert unsere Moral-Linien.

Sind wir Westler Seescheiden?

Leider ja. Wir haben unsere universellen Werte in die Menschenrechte gegossen und wundern uns, warum wir mangels Nachfrage der anderen jetzt alleine auf ihnen sitzen bleiben.

Die anderen denken überhaupt nicht daran, so zu denken wie wir denken. Und wir haben auch nicht immer so gedacht. Zum Beispiel im 30-jährigen Krieg oder bei den Nazis, die vor gerade einmal 70 Jahren dasselbe veranstaltet haben wie der IS, inklusive der Rituale der Machtspiele

Universelles Denken kann provinziell sein – wenn es sich für das einzige hält. Wir sollten schleunigst mit dem Lamentieren über das brutale Vorgehen der anderen, das so gar nicht mit unseren Werten übereinstimmt, aufhören und uns mit den Werten in den Köpfen der anderen beschäftigen.

Und wie wir sie knacken können.

Ohne immer mit unserer Bibel, der Menschenrechtsfibel zu kommen. Wir müssen uns damit auseinandersetzen, dass bei den einen das Wort die Basis für ein Argument ist, bei den anderen das Gewehr

Kurz:
Wir müssen lernen, damit umzugehen, dass wir nicht das Werte-Monopol haben. Wer sich mit strategischer Moral auseinandersetzt, der muss in die Köpfe der Anderen. Dabei aber nicht den Fehler begehen, die Empathie mit Gleichgesinnten mit der Auseinandersetzung mit Feindgesinnten zu verwechseln.

Also, heute Abend für 10 Minuten raus aus dem eigenen Kopf, in den eines fremden, feindlichen.

Sonst gibt’s von mir einen Klaps auf den Hinterkopf.

SIX

Detlev Six
Sonntag, der 24. August 2014

Strategie ist kein Blick in den Rückspiegel.

Sie könnten in die falschen Hände fallen – unsere Waffen.

Mit ziemlicher Sicherheit

Die Waffen, die der Westen an Gaddafi geliefert hat, treiben ihr Unwesen im gesamten nahen Osten.

Mit den westlichen Waffen an Afghanistan feuern die Taliban.

Der IS ist mit gepanzerten Waffen der USA unterwegs.

Und jetzt sollen wir Waffen an die Peschmerga liefern, gar an die PKK, die ja in Deutschland immer noch als Terroristen-Vereinigung eingestuft ist? Mit der vagen Aussicht, das noch schlimmere Übel des IS zu verhindern? 

Es gilt der Satz von Kierkegaard: Wir können das Leben nur rückwärts verstehen, müssen es aber vorwärts leben. Mit einer strategischen Entscheidung ist der Blick in die Zukunft verbunden, damit Spekulation und Risiko.

Die Spekulation:

Der kurdische Teil des Irak ist der dem Westen kulturell am ähnlichsten in der Region (von Israel abgesehen). Es könnte in Form eines (irakischen) Kurdistan ein Staat mit halbwegs westlichen Werten entstehen (Pluralismus, Demokratie, Marktwirtschaft). Die Hoffnung steht auf einer haltbaren Verbindung von Peschmerga und PKK mit der Aussicht auf Stabilität des neuen Staates. Der Zerfall des Staates Irak wird in Kauf genommen. In drei Teile. Kurdistan, schiitischer Staat, sunnitischer Staat. Der IS ist besiegt. Die Waffen bleiben in Kurdistan.

Das Risiko:

Der schlimmste Fall wäre der totale Sieg der IS und in Folge ein irakisch-syrisches Kalifat, der intoleranteste Staat unter der Sonne. Die Waffen fallen in die Hände des IS.

Die leichteste Verlust-Variante – die PKK verschwindet nach erfolglosem Kampf mit den westlichen Waffen in den türkischen Bergen oder in Syrien.

Dazwischen gibt es noch jede Menge Zwischen-Varianten.

Soweit der äußerliche Akt der Waffen-Entscheidung.

Für uns (Anmerkung des Verfassers: Die Ansprache richtet sich an die Mitglieder der Community „Strategische Moral“)  ist ja vor allem interessant, welche strategische Moral die einzelnen Spieler verfolgen, um den Waffen-Deal zu beeinflussen und um (im Fall des IS) ein Investment in die Gegenbewegung zu bekommen?

Die kurdischen Nord-Iraker an den Westen:
Wir sind die Hoffnungsträger Eurer Werte.

Die PKK an die Peschmerga und den Westen:
Das Blut der Brüder siegt am Ende immer.

Der IS an Mitstreiter und Geldgeber (Katar):
Nur mit uns könnt ihr die Herrschaft des Westens beenden.

Der Rest-Irak (Schiiten/gemäßigte Sunniten) an die USA:
Sollen alle Eure Opfer vergeblich gewesen sein?

Meine Prognose:
Der Westen liefert jede Menge Waffen, Kurdistan wird gegründet und gerät unter die Herrschaft der PKK.

SIX

Dieser Artikel wurde zuerst in der google+ community „Strategische Moral“ veröffentlicht.

Detlev Six
Donnerstag, der 14. August 2014

Strategische Moral: Putins „ShowDiebStrategie“

StratMor1 Da hat sich Putin aber etwas Nettes ausgedacht. Ein Hilfskonvoi aus Russland mit Nahrung und Medizin soll die Not der Ost-Ukrainer lindern. Gleichzeitig verkündeten die Russen, mit dem begleitenden Roten Kreuz und den Ukrainern sei man sich in allem einig. Panik in Kiew. Mit ihnen hatte niemand gesprochen. Was tun? Den Konvoi verhindern, aufhalten, kontrollieren? Die freundliche Geste der Russen brüsk ablehnen, weil Kiew den Verdacht hat, statt der humanitären Hilfe würden Waffen geliefert? Egal, wie es ausgeht. Die Russen stehen als Hort des Humanismus da – und haben Kiew die Show gestohlen.

Mehr darüber, wie die Strategische Moral funktioniert?
Dann folgen sie diesem Link zur Community „Strategische Moral

Detlev Six
Dienstag, der 8. Juli 2014

Der Gutachter und der Bösachter in uns.

Viele Fussballfans waren gerührt.

Als der brasilianische Verteidiger David Luiz das Publikum aufforderte, den heulenden James Rodriguez des Verlierers Kolumbien zu feiern und zu trösten. Anschließend nahm er ihn sogar noch auf die Siegesrunde der Brasilianer mit.

Was für ein guter Mensch.

Der Sportreporter meines Heimatblattes wunderte sich. Er hatte David Luiz aus dem Supercupfinale 2013 als einen Typen in Erinnerung, der fies foult und provoziert. Irgendwie brachte er das nicht zusammen.

Vermutlich kommt das von der ewigen und elenden Frage, ob der Mensch von Natur aus gut oder böse ist.

Richtige Antwort: Er ist von Natur aus nix, fängt aber an zu lernen, gut und böse strategisch einzusetzen. Er entscheidet, ob er gut oder böse handeln will. Je nachdem, womit er seine Ziele besser erreicht. Das Böse ist der Preis der Freiheit unseres Entscheidens.

Natürlich gibt es Hirn-Deformationen, bei denen „böse“ nicht gelernt, sondern angeboren ist. Aber auch dann ist das Hirn nicht böse, es weiß noch nicht einmal, was das ist, sondern der hirnbedingte Mangel an Alternativen und Optionen führt immer zu der einen „bösen“ Handlung.

Was lernen wir daraus? Es gibt weder gute noch böse Menschen, es gibt nur Menschen, die gut und böse sind. Dass dies nicht eine so üble Binse ist, wie es sich jetzt anhört, zeigt der überraschende Erfolg der Serie „Unsere Väter, unsere Mütter“. Darin waren die Nazis genauso gut und böse wie ihre Gegenspieler. Das war für das deutsche Fernsehen neu. Normalerweise stecken die einen in der bösen und die anderen in der guten Schublade fest.

Jeder von uns kann jederzeit von gut nach böse wechseln, wenn der Kontext danach ist. Wenn David Luiz heute Abend gegen Deutschland spielt, ist im Spiel eher wieder der fiese Verteidiger zu erwarten. Aber vielleicht gibt er dem Verlierer Neuer anschließend generös ein Trost-Küsschen auf die Stirn.

Aufruf!

Dies ist ein post aus der google+ Community „Strategische Moral
Wir suchen noch Autoren (Roland Dürre ist schon einer) und Kommentatoren.

Wer will an der neuen Moral mitschreiben?

six

Detlev Six
Montag, der 17. Dezember 2012

Weihnachtswunsch der Drogenbarone an die Politiker.

Bitte, liebe Politiker, haltet am Drogenverbot fest.
Wir leben davon.
Womit sonst sollten wir eine halbe Billion Dollar verdienen?
Das Drogenverbot ist unser Geschäftsmodell.
Gut, es gibt ein paar Nebenwirkungen.
Die Todesquote im mexikanischen Drogenkrieg ist 24-mal höher als im Afghanistan-Krieg.
Nicht schön.
Oder die in Guatemala sogar 240-mal höher.
Auch nicht schön.
Es gibt in mehr Ländern Tote im Drogenkrieg als im 2.Weltkrieg.
So nicht von uns geplant.
Aber dafür schaffen wir Arbeitsplätze.
In den Banken, die unsere Milliarden waschen.
Allein 10.000 Jobs bei der DEA.
Der amerikanischen Drogenbehörde.
Täglich hunderte neue Jobs bei der CCA.
Dem Gefängnis-Konzern.
Ja, wir machen sogar eure Städte sicherer.
Nur wegen uns sind doch 108.000 von 660.000 Einwohnern
von Baltimore gleichzeitig im Gefängnis gesessen.
Nie waren ihre Straßen für Baltimorer liebenswerter.
Bitte liebe Politiker,
wenn ihr über unseren bescheidenen Wunsch nachdenkt,
bedenkt auch unsere kleinen Zuwendungen, die bei euch landen.

Mein Weihnachtswunsch:

Bitte, liebe IF-Blog-Leser, hört nicht auf die Drogenbarone.
Tut etwas gegen das Drogenverbot.
Der Drogenkrieg ist nicht zu gewinnen.
Drogen kann man nicht erschießen.
Und Drogenkrieger und Drogenbarone wachsen
nach wie der Mohn auf den Opiumfeldern.
Beendet den Drogenkrieg!
Beendet das Geschäft mit den Drogen!
Unterschreibt die Petition zur Aufhebung des Drogenverbots!

Hier die Website von „Breaking the Taboo

SIX