Roland Dürre
Mittwoch, der 7. Dezember 2016

Abgesagt: #AktMobCmp findet in 2017 nicht statt!

actmobcmp_100-300x86#AktMobCmp 2017 – geplant für den 5. und 6. Januar 2017 in Unterhaching – wird abgesagt. Die Gründe dafür sind:

In 2016 hatten wir knapp 30 Teilnehmer. Obwohl das ein bisschen wenig für ein ordentliches Barcamp ist, war das letzte #AktMobCmp eine gelungene Veranstaltung. Für 2017 haben wir auf an die 50 Teilnehmer gehofft.

Der Grund für die Absage ist einfach: Bisher haben wir so wenig Anmeldungen, dass wir von deutlich weniger Teilnehmern ausgehen müssen als es beim letzten waren. Und ein zweitägiges Barcamp mit wenig Besuchern rechtfertigt den nicht unbedeutenden Aufwand nicht.

Die Absage für 2017 soll aber nicht heißen, dass ich und wir resignieren oder aufgeben. Gerne würde ich es für 2018 wieder versuchen. Die Notwendigkeit, dass Menschen, die für eine bessere Mobilität eintreten, sich über die Institutionen, Vereine und Interessengruppen hinweg vernetzen, ist nach wie vor gegeben. Und es gibt so viele spannende Themen rund um „zukünftige Mobilität“.

In 2017 Themen wollen wir solche Themen gemeinsam mit „Aktiver Mobilität im Alltag“ allgemein in Abendveranstaltungen behandeln. Dazu gibt es schon gute Ideen, die wir mit Partnern realisieren wollen.

Auf viele gute AktMob-Veranstaltungen in 2017

Auf viele gute AktMob-Veranstaltungen in 2017

Zu den Veranstaltungen werden wir zentral in „MeetUp“ einladen und sie über weitere Kanäle kommunizieren. Vielleicht finden wir so genug Teilnehmer für einen zweiten Anlauf des AktMobCmp in 2017, es könnte ja sein, dass die mangelnde Teilnehmerzahl am Termin liegt (Urlaub und Feiertag).

Bei all den Menschen, die gerne zum AktMobCmp 2017 in Unterhaching gekommen wären, möchte ich mich für die Absage entschuldigen und sie bitten, gerade deswegen die Abendveranstaltungen in 2017 zu unterstützen.

RMD

actmobcmp_100-300x86Am 4./5. Januar 2016 haben wir das erste „Barcamp für aktive Mobilität im Alltag“ in Unterhaching organisiert. Wir wollten einen Beitrag zum Thema leisten, wie Mobilität in einer lebenswerten Zukunft wohl aussehen könnte und/oder sollte. Auch um dem gesellschaftlichen Konsens ein wenig näher zu kommen, wie es denn mit dem Verkehr weiter gehen soll. Als Voraussetzung für eine Verbesserung der heutigen Situation. Weil es doch so wie es heute läuft aus verschiedenen Gründen einfach nicht mehr weitergehen kann.

So haben sich damals in Unterhaching gut 30 Menschen zum von Dr. Eberhard Huber exzellent moderierten Barcamp getroffen – und alle sind zufrieden und beeindruckt vom Erarbeiteten am Nachmittag des zweiten Tages wieder heim gefahren. Hier das Video von Friedrich Lehn zur Veranstaltung am Jahresbeginn 2016.

Die Veranstalter kommen ein aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis. Wir waren und sind ein Team von Menschen, die sich schon länger kritische und konstruktive Gedanken über die Zukunft von Mobilität machen. Wir gehen davon aus, dass die heutige Form von Mobilität in „smart Cities“ wie in der kommenden „digitalen Gesellschaft“ keine Zukunft haben wird und kann. Wir möchten, dass die Fortbewegung mit Muskelkraft nicht mehr als Restverkehr verunglimpft wird und stellen uns Fragen, wie man es schaffen kann, dass diese Form von Mobilität – gerne verknüpft mit dem öffentlichen Verkehr – eine gleichberechtigte und bessere Alternative zum individuellen Verkehr wird.

So möchten wir möglichst viele Menschen vernetzen, die aktive Mobilität im Alltag voranbringen, sich austauschen und gegenseitig Erfahrungen berichten, gemeinsam neue Ideen entwickeln und diesen Gehör in der Öffentlichkeit wie in der Politik verschaffen wollen.

Da alle Beteiligten des ersten AktMobCmp Anfang 2016 sich einig waren, dass die Veranstaltung fortgesetzt werden muss, sind wir an einem sonnigen 21. Mai 2016 im Zeughaus zu Augsburg in die zweite Runde gestartet, organisiert von Günter Schütz. Jetzt geht es am 5./6. Januar 2017 in die Runde Nummer 3  – diesmal wieder im KUBIZ in Unterhaching. Es werden auch wieder zwei Tage sein – am Donnerstag und Freitag (Dreikönig). Wir beabsichtigen wieder, eine schöne Abendveranstaltung am Donnerstag Abend zu organisieren.

Gestiftet von VisualBrainddump (Christian Botta & Daniel Reinold) Zum Vergrößern aufs Bild klicken.

Das erste AktMobCmp im Bild. Gestiftet von VisualBrainddump (Christian Botta & Daniel Reinold) Zum Vergrößern aufs Bild klicken.

Wie im letzten Jahr bieten wir 3 Ticketpreise an:

  • 25 € für Auszubildende, Studierende bzw. SchülerInnen,
  • 50 € für alle anderen und
  • 75 € für diejenigen, die uns eine Spende zukommen lassen und so die Organisation erleichtern möchten.

Wenn Sie sich anmelden möchten können Sie uns einfach eine Mail an anmeldung@actmobcmp.org schreiben. Wir melden uns dann umgehend zurück. Alternativ können Sie auf der AktMobCmp-Seite das dortige Anmeldeformular ausfüllen. Auch in diesem Fall werden Ihre Daten per Mail an uns übermittelt und in keinen weiteren Systemen gespeichert.

Wir suchen jetzt wieder Mitstreiter, Partner und Sponsoren. Denn die Pläne sich groß: Vielleicht schaffen wir eine Ausstellung von modernen Mobilitäts-Produkten. Auf jeden Fall wollen wir noch mehr Teilnehmer als beim ersten Mal erreichen.

So findet man uns bei meetup , auf Twitter mit Tag #AktMobCmp und auf FaceBook. Und wer Fragen hat oder gerne mitmachen möchte, wende sich einfach an mich. Danke!

RMD

Roland Dürre
Samstag, der 8. Oktober 2016

Wie das Auto zum Outo wird, mit oder ohne Strom :-)

Gerade lese ich in Facebook, wie toll es wäre, wenn es nur noch E-Autos geben würde. Dass das heute schon möglich wäre und „die Regierung“ neue Fahrzeuge mit Benzin- oder gar Dieselmotoren bis 2030 verbieten will. Und höre dann eigenartige Argumente für die mobile elektrische Zukunft. Das verwirrt mich und mir fallen dazu nur ein paar „schnelle“ Gedanken ein:

  • E-Autos sind vor allem Kohle-Autos – so lange weltweit der meiste Strom mit Kohle produziert wird …
  • Den individuell-mobilen Wahnsinn mit motorisierten Monstern und Sportgeräten auf zu betoniertem Lebensraum beenden sie auch nicht – siehe Tesla …
  • Das Parkproblem ist auch nur eines von vielen auch mit E-Autos ungelösten Problemen – wie Rohstoffverbrauch, reduzierte Bewegung, Konflikt mit Megacities, gefühlte Omnipotenz einer rücksichtslosen Minderheit, Symbol unsere XXL / X-Large – Lebenstyles …
  • Das selbst fahrende Auto macht in manchen Anwendungen Sinn – und ist ja eh nur als E-Fahrzeug vorstellbar …
  • Es wird aber ganz anderes sein – als das was heute über die Autobahnen rast …
  • Wenn ich davon ausgehe, dass so ein großer SUV als Roboter-Auto fahrerlos durch die Gegend fährt – dann fühle ich mich auch nicht viel anderes als wenn so ein Kampfroboter von Boston Dynamics (wie der Atlas) meinen Weg kreuzt …
  • Wenn das selbst fahrende Auto kommt – dann wird man sich keine Status- und Stärke-Symbole in die Garage oder vor die Haustüre stellen – sondern so was bestellen wenn man es braucht und sich davon irgendwohin bringen lassen …
  • Ich fahre gar nicht mehr Auto – und bin so mobil wie noch nie auch …
  • dank modernen Mobilitätswerkzeugen – wie Anhänger, Faltrad und ähnlichen und  …
  • fühle mich sau-wohl – wie  in meinem ganzen Leben noch nie und …
  • weiß gar nicht mehr – für was man ein Auto braucht …

🙂 Eigentlich sollte man Auto in neuer Orthographie nur noch als Outo schreiben – weil es out ist!

Nein – ich werde auch kein E-Auto mehr fahren …

RMD

P.S.
Noch ein paar elektrische Monster …

Digitale Transformation und Neue Mobilität – Paradies oder Hölle?

Oder:
Die schöne neue Welt aus Sicht eines Unternehmers, IT-Pioniers, Bloggers, Familienvaters und Radfahrers Roland Dürre

Wie er noch bei der GLS-Bank war, hat mich Carsten Schmitz öfters zu schönen Veranstaltungen eingeladen. Da durfte ich urgewald kennen lernen, die Katrin Frische beim „Story Telling“ und einiges mehr erleben. Jetzt sorgt Carsten im Vorstandsstab des HOHENFRIED e.V. unter anderem fürs Netzwerken, Fundraising und die Finanzierung.

Unter anderem hat er in Berchtesgaden eine zwanglose Vortragsrunde ins Leben gerufen:
„Zivilgesellschaftliche Themenabende in der Lederstubn“
Und da auch bei mir angefragt, ob ich sein Projekt mit einem Vortrag unterstützen würde. Das mache ich doch sehr gerne. Es ist ja eine schöne Gelegenheit, mich für seine häufige Gastfreundschaft zu bedanken und für etwas Gutes zu wirken.

Plakat13Juli-Lederstubn

Da ich mal davon ausgehe, dass der Kreis der Besucher sehr gemischt sein wird, werde ich zu Beginn die Interessen meiner Zuhörer abfragen und sortieren. Und dann diese der Reihe nach abarbeiten, sozusagen einen OpenSpeech halten. So wird es auf jeden Fall ein sehr offene und interaktive Veranstaltung werden, die auch bestimmt allen Teilnehmer viel Spaß macht – und aber auch zum Nach-Denken anregen wird.

Anreisen werde ich im Zug mit dem Bayern-Ticket. Zurzeit plane ich die Verbindung zu nehmen, die in Neubiberg am 13. Juli um 14:31 mit der S-Bahn S7 startet und mit Umsteigen am Ostbahnhof und in Freilassing dann in Berchtesgaden Hbf um 17:30 ankommt. Die Rückfahrt plane ich am selben Tag von Berchtesgaden Hbf um 20:31, so dass ich wieder vor Mitternacht in meinem Bett liegen kann.

Natürlich freue ich mich auf Zuhörer aus meinem Bekanntenkreis und nehme sie gerne auf meinem Bayern-Ticket mit.

RMD

actmobcmp_100-300x86#AktMobCmp

Die letzten Wochen habe ich mich zu wenig um das Thema „Aktive Mobilität“ im Alltag gekümmert. Da waren die Themen #FRIEDEN und DIGITALE TRANSFORMATION, meine Enkel*Innen, die Mentées und Startups, die ich ein wenig unterstütze und private Interessen wie Radeln durch Italien. Und manches mehr.

Das tut mir leid, denn laufend erreichen mich Nachrichten und neue Erkenntnisse, die zeigen, dass wir handeln müssen:

  • Die Feinstaubbelastung in allen Städten der Welt steigt auf hohem Niveau weiter.
  • Aufgrund der Verkleinerung der Schadteile durch moderne Technologie (es geht in den Nanobereich) sind diese gesundheitsgefährdender denn je.
  • Die Klima-Katastrophe wird realer, rückt näher und wird immer bedrohlicher.
  • Unser Lebensautonomie ist angeschlagen, unsere Art zu Leben wird immer mehr fremd gesteuert.
  • So opfern wir ferngesteuert das uns Wichtige fremden Instanzen, die uns manipulieren und ihre Interessen über unsere stellen.
  • Die Metrik aus Geld und Profit ist omni-präsent und beherrscht die gesamte Welt und alle Lebensbereiche.
  • Die Manipulationen der uns beherrschenden Großkonzerne werden immer unverschämter.
  • Angst wird immer mehr der wesentliche Treiber von stark zunehmender Irrationalität in Gesellschaft und Politik.

Mein Schluss:
Ich persönlich habe die Nase voll von der neuen Unredlichkeit und schlimmer Doppelmoral. Wir brauchen eine große Transformation, die bei unseren kognitiven Wahrnehmungen beginnt. Mobilität ist eine gute Metapher für die aktuelle Entwicklung und die Notwendigkeit einer Transformation. Sie zeigt auf, was alles falsch läuft und wie wir unsere Einstellungen und Gewohnheiten dringend zu unserem Besten ändern müssen.

Die nächste Chance etwas zu tun ist schon genau in einer Woche! Am 21. Mai 2016 findet in Augsburg das nächste Camp für aktive Mobilität #AktMobCmp statt. Da es in die bayerischen Pfingstferien fällt, hat der Veranstalter das Camp auf einen Tag reduziert. Das Orga-Team freut sich über jeden Besucher …

An diesem Tag wird im Format eines Barcamps ganz intensiv auf die Interessen und Bedürfnisse aller Teilnehmer eingegangen. Die „Teilgeber“ werden ihr Wissen teilen und mit neuen gemeinsam erworbenen Erkenntnissen, Ideen und Plänen und neu gewonnenen Freunden aus dem Tag heraus gehen.

Also meine persönliche Bitte an alle „freundlichen Menschen“, die Verantwortung für Zukunft übernehmen wollen. Probiert das #AktMobCmp in Augsburg aus. Wenn es nur Trägheit ist, die dem entgegensteht, dann überwindet den „inneren Schweinehund“ und kommt! Hier geht es zur Anmeldung.

 

Gestiftet von VisualBrainddump (Christian Botta & Daniel Reinold) Zum Vergrößern aufs Bild klicken.

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Anfang letzten Jahres sind wir mit einem sehr schönen Camp in Unterhaching gestartet.

Das setzen wir in 2017 – wahrscheinlich am 5./6. Januar und wieder im Kubiz Unterhaching fort.

Ab September werden wir mit neuem Schwung in die Vorbereitung starten, kräftig wirbeln und viele uns mittlerweile gut bekannte Menschen und Institutionen einladen.

Und ich garantiere, auch dieses Barcamp wird wieder viele Menschen zusammen bringen, richtig Spaß machen und wesentlichen Erkenntnis bringen.

RMD

Roland Dürre
Donnerstag, der 28. April 2016

Briefkasten-Firmen, Korruption und was so dazu gehört … (Serie) #3

Im Land der Roß-Händler …

Nach mehr allgemein gültigen Überlegungen in den beiden letzten Beiträgen (1 und 2) setze ich meine kleine Serie zur Korruption fort und berichte über zwei konkrete eigene Erfahrungen. Hier der erste Fall.

Wie ja den meisten Lesern bekannt ist, habe ich vor über 30 Jahren ein Unternehmen gegründet und war dort als Geschäftsführer und Vorstand tätig.

Schon in den frühen 80iger Jahren wurden Autos als Geschäftswagen in der BRD genauso wie heute subventioniert. Da es damals noch selbstverständlich war, ein Auto zu fahren, haben wir ganz früh unseren Mitarbeitern wahlweise als Teil des Gehalts ein sogenanntes Geschäftsauto angeboten. Bei einem „Geschäftsauto“ spart man die gesamte Mehrwertsteuer, denn man kann alle (!) Ausgaben wie Anschaffung des Fahrzeuges, Ersatzteile, Reifen, Zubehör, Versicherungen, Wartung und Instandsetzung, dazugehörende Dienstleistung und auch die Ausgaben für den gesamten Kraftstoff als normale Geschäfts-Kosten absetzen und spart so die gesamte Mehrwertsteuer und weitere Unternehmenssteuern (Einkommen, Gewerbe).

Über die Laufzeit eines Kraftfahrzeuges macht das schon bei Fahrzeugen der Mittelklasse einen enormen Betrag an Steuerersparnis aus, der die vom Mitarbeiter abzuführende Steuer für den „Geld werten“ Vorteil wesentlich übersteigt. Besonders dann, wenn der Mitarbeiter einen kurzen Arbeitsweg hat. Und „kluge“ Mitarbeiter haben in der Regel einen kurzen Arbeitsweg, wenn auch manchmal nur steuerlich.

Den Subventions-Gewinn (Differenz zwischen ersparter Mehrwertsteuer und der vom Mitarbeiter bezahlten Steuer für „Geld werten Vorteil“) kann man sich trefflich zwischen Mitarbeiter und Unternehmen teilen, so dass beide Seiten von der Subvention für die Automobil-Industrie profitieren. Und da ich damals beim Thema Autofahren noch ziemlich naiv war, habe ich das Argument „Du bekommst einen Geschäftswagen“ kräftig auch bei der Anwerbung von Mitarbeitern eingesetzt.

So wuchs mit der Anzahl der Mitarbeiter auch die Anzahl der Geschäftswagen kräftig. Wir konnten nach kurzer Zeit von einer kleinen Flotte von IF-Autos sprechen, die immer größer wurde (10, 20, 30 …). Wenn man eine Flotte hat, kommt der Autovertreter für die Geschäftskunden und überredet einen mit dem Hinweis auf „die vielen Vorteile“ zu einem Flottenvertrag. Den habe ich dann auch irgendwann mal abgeschlossen.

Auch die Rückseite dieses Scheines hat manches Herz erfreut :-)

Auch die Rückseite dieses Scheines hat manches Herz erfreut 🙂

Jetzt dachte ich, dass wir über so einen Flottenvertrag die Autos günstiger kriegen würden denn als Privatkäufer. Das war aber ein Irrtum, immer wieder erfuhr ich, dass Freunde beim „Privatkauf“ – zwar nach zähem Handeln aber immerhin – einen höheren Einzelrabatt bekamen als ich für die Flotte. Das hat mich geärgert.

Dazu kam, dass die Versprechungen der Flottenvertrags-Händler zwar sehr groß aber der Service unterirdisch schlecht war. So habe ich die Anbieter gelegentlich gewechselt, einmal sogar die Marke. Die Verhandlungen waren immer grauenhaft, denn die Vertriebsleute der Autofirmen haben ihr ganzes, mir sehr unangenehmes vertriebliches Repertoire in penetranter Art und Weise eingesetzt.

Und wie ich partout nicht mehr wollte, kam der Oberverkäufer zu mir. Er beschwor mich eindringlich, dass ich unbedingt bei seinem Hause und seiner Marke bleiben müsse. Alles würde besser werden. Und er könne mir auch ein ganz besonderes Extra anbieten, dass er nur seinen allerbesten Kunden geben würde:

Er würde mir für jedes Fahrzeug, dass das Unternehmen im Rahmen des Flottenvertrages bei ihm kaufen würde, 5 % des Bestellwertes auf ein Konto meiner Wahl überweisen!

Ich war perplex und habe ihm geantwortet, dass ich gar kein Konto für so etwas hätte. Da hat er gesagt, dass er mir bei dem Einrichten eines solchen – gerne auch im Ausland – durchaus behilflich sein könnte. Hat er da eine Briefkastenfirma gemeint?

Zu der Zeit ist die InterFace gut gewachsen. Unsere Autos haben wir immer früh erneuert und so in diesem Jahr gut 10 Autos bestellt. Es war in diesem Jahr sicher ein Einkaufswert von über 250.000 DM. So hätten diese 5 % einen gesamten Zahlungseingang auf das Konto meiner Wahl in Höhe von 12.500 DM bedeutet. Das waren immerhin 12 1/2 Exemplare des abgebildeten Scheines, für den man damals noch sehr viel bekam. Und das Ganze steuerfrei und jedes Jahr mit steigender Tendenz …

Ich habe damals abgelehnt, weil ich ein solches Vorgehen nicht nur als Bestechung sondern vor allem als Betrug an meinen Partnern und Mitarbeitern gesehen habe. Heute bin ich froh darüber, dass ich dieses sehr ernst gemeinte Angebot abgelehnt habe. Marke und Vertriebsunternehmen verrate ich nicht, weil ich davon ausgehe, dass das keine gängige Geschäftspraxis war sondern nur die Machenschaften von Einzelnen. Aber wer weiß?

RMD

P.S.
Der Tausender ist aus Wikipedia.

Roland Dürre
Donnerstag, der 21. April 2016

Grundwissen Verkehrsökologie –

Grundlagen, Handlungsfelder und Maßnahmen für die Verkehrswende

Das ist der Untertitel des Buches Grundwissen Verkehrsökologie von Udo J. Becker. Erschienen ist es im oekom-Verlag, von dem ich ja auch schon das Buch Die digitale Mobilitätsrevolution von Canzler/Knie vorgestellt habe.

Titel_Becker_Verkehrsoekologie_4cWenn es den oekom-Verlag nicht schon gäbe, dann müsste man ihn glatt erfinden. Dort finde ich ganz viele Titel, die mich sämtlich begeistern. Der Verlag gibt Fachbücher heraus – und wie ich ich finde vor allem sehr sinnvolle Fachbücher zu den wirklich wichtigen Dingen unseres Lebens. Zum Beleg meiner These habe ich diesem Artikel im P.S. ein paar Neuerscheinungen zum 4. Mai und eine Liste kürzlich erschienener Titel angehängt.

Vor kurzem habe ich mir beim oekom-Verlag zum Beispiel das Buch „Besser leben ohne Plastik“ von Anneliese Bunk & Nadine Schubert gefunden und bestellt – und obwohl ich das Leben mit möglichst wenig Plastik schon lange praktiziere, habe ich da noch ein paar gute Gedanken gefunden. Die beiden Autorinnen werden ihrem Anspruch „zu zeigen, wie es anders geht“ absolut gerecht. So werde ich dieses Buch in meine Liste der zu verschenkenden Werke einreihen.

Aber jetzt zum „Grundwissen Verkehrsökologie“. Oft diskutiere ich mit bekennenden Anhängern unseres Lebensstiles über Themen wie „Aktive Mobilität im Alltag“ oder „Zukunft der Mobilität“ und bin entsetzt, was für Thesen ich da höre. Und stelle fest, wie wenig auch sehr kluge und gut ausgebildete Menschen von dieser Problematik verstehen.

Das hier besprochene Buch könnte da helfen. Es besticht durch Sachlichkeit. Die Fakten sind sehr präzise recherchiert, ein ausführliches Literaturverzeichnis ermöglicht Vertiefung. Es scheint mir sehr vollständig, zumindest habe ich auf alle mich bewegenden Themen eine Antwort gefunden. Da es ein sehr umfassendes Werk ist, muss man es nicht am Stück lesen. Mir macht es Spaß, mir gelegentlich ein neues Kapitel durchzulesen und es dann wieder ein wenig zur Seite zu legen. Bis zum nächsten Kapitel.

Das Buch ist ein MUSS für alle Menschen, die sich ein valides Bild der realen Verkehrs-Situation machen möchten oder gar sich anmaßen, über unsere Verkehrssituation zu sprechen. Für Stadtplaner und Politiker wie Experten in unseren Administrationen sollte es Pflichtlektüre sein. Ich würde es mir auch als Basis-Lektüre für ein Wahlfach „Unsere Zukunft“ in den Abschlussklassen unseres Bildungssystems wünschen.

Ein bisschen Frust habe ich bei der Lektüre auch empfunden: Eigentlich wissen wir alles, besonders auch was wir falsch machen. Wir wissen auch, was uns gut tut und was uns schadet. Nur bei unserem Handeln berücksichtigen wir unser Wissen viel zu wenig.

RMD

P.S.

Zum 4. Mai gibt es auch wieder sehr interessante Neuerscheinungen im oekom-Verlag!

Rudolf Buntzel, Francisco Mari, Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst, Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. (Hrsg.)
» Gutes Essen – arme Erzeuger. Wie die Agrarwirtschaft mit Standards die Nahrungsmärkte beherrscht «
Ca. 368 Seiten, ISBN 978-3-86581-797-6, 29,95 Euro / 30,80 Euro (A). Auch als E-Book erhältlich.

Peter Berg
» Endliche Welt, unendliches Geld. Das wahre Dilemma der Nachhaltigkeit «
190 Seiten, 978-3-86581-803-4, 19,95 / 20,60 (A). Auch als E-Book erhältlich.

Angela Franz-Balsen, Lenelis Kruse (Ed.)
» Human Ecology Studies and Higher Education for Sustainable Development. European Experiences and Examples «
168 Seiten, 978-3-86581-299-5, 29,95 / 30,80 (A). Auch als E-Book erhältlich.

Alrun Vogt
» Wirtschaft anders denken. Vom Freigeld bis zum Grundeinkommen «
200 Seiten, 978-3-86581-805-8, 16,95 / 17,50 (A). Auch als E-Book erhältlich.

Und hier noch der Hinweis auf vor kurzem erschienene und schon verfügbare Fachbücher aus dem oekom verlag:

Ute Dechantsreiter (Hrsg.)
» Bauteile wiederverwenden – Werte entdecken Ein Handbuch für die Praxis «
224 Seiten, ISBN 978-3-86581-786-0, 29,95 Euro / 30,80 Euro (A). Auch als E-Book erhältlich.

Christian Blasge
» Idealtheorie und bedingungsloses Grundeinkommen. Konzept, Kritik und Entwicklung einer revolutionären Idee «
252 Seiten, ISBN 978-3-86581-800-3, 29,95 Euro / 30,80 Euro (A). Auch als E-Book erhältlich.

Günther Reifer, Hans-Ulrich Streit, Evelyn Oberleiter
» Sustainable Companies. Wie Sie den Aufbruch zum Unternehmen der Zukunft wirksam gestalten. Ein Leitfaden «
252 Seiten, ISBN 978-3-86581-795-2, 19,95 Euro / 20,60 Euro (A). Auch als E-Book erhältlich.

Hans Holzinger
» Von nichts zu viel – für alle genug. Perspektiven eines neuen Wohlstands «
232 Seiten, ISBN 978-3-86581-794-5, 18,95 Euro / 19,60 Euro (A). Auch als E-Book erhältlich.

Kirsten Radermacher
» Ökologisch-ökonomische Entscheidungen in Unternehmen. Auswirkungen auf die Produktqualität am Beispiel der Druck- und Verpackungsindustrie «
350 Seiten, ISBN 978-3-86581-793-8, 18,95 Euro / 19,60 Euro (A). Auch als E-Book erhältlich.

Frank Stolze, Anna Petrlic
» Nachhaltigkeit für Einsteiger. Geschichte, Konzepte und Praxis «
116 Seiten, ISBN 978-3-86581-788-4, 12,95 Euro / 13,40 Euro (A). Auch als E-Book erhältlich.

Melanie Groß
» Und plötzlich gärtnern alle. Theoretische, konzeptionelle und methodische Perspektiven für Gardening und Commons in der Jugendarbeit «
122 Seiten, ISBN 978-3-86581-758-7, 19,95 Euro / 20,60 Euro (A). Auch als E-Book erhältlich.

Thomas Hammer, Ingo Mose, Dominik Siegrist, Norbert Weixlbaumer (Hrsg.)
» Parks of the Future. Protected Areas in Europe Challenging Regional and Global Change «
280 Seiten, ISBN 978-3-86581-765-5, 29,95 Euro / 30,80 Euro (A). Auch als E-Book erhältlich.

Markus Große Ophoff (Hrsg.)
» Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement. Green Meetings als Zukunftsprojekt für die Veranstaltungsbranche «
274 Seiten, ISBN 978-3-86581-783-9, 39,95 Euro / 41,10 Euro (A). Auch als E-Book erhältlich.

Sylvia Wölfel
» Weiße Ware zwischen Ökologie und Ökonomie. Umweltfreundliche Produktentwicklung für den Haushalt in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR «
356 Seiten, ISBN 978-3-86581-789-1, 34,95 Euro / 36,00 Euro (A). Auch als E-Book erhältlich.

Holger Petersen, Stefan Schaltegger, Centre for Sustainability Management (CSM) (Hrsg.)
» Nachhaltige Unternehmensentwicklung im Mittelstand. Mit Innovationskraft zukunftsfähig wirtschaften «
224 Seiten, ISBN 978-3-86581-776-1, 29,95 Euro / 30,80 Euro (A). Auch als E-Book erhältlich.

Fred Luks (Hrsg.)
» Rethink Economy. Perspektivenvielfalt in der Nachhaltigkeitsforschung – Beispiele aus der Wirtschaftsuniversität Wien «
186 Seiten, ISBN 978-3-86581-737-2, 29,95 Euro / 30,80 Euro (A). Auch als E-Book erhältlich.

Carsten Kaven
» Transformation des Kapitalismus oder grüne Marktwirtschaft? Pfade zur Nachhaltigkeit bei Altvater, Jänicke, Nair und Rifkin «
210 Seiten, ISBN 978-3-86581-750-1, 22,95 Euro / 23,60 Euro (A). Auch als E-Book erhältlich.

Ernst Weeber
» Weiter gegen den Untergang – Eine Auffrischung. Die Fortschrittskritik des Astrophysikers und Systemtheoretikers Peter Kafka «
176 Seiten, ISBN 978-3-86581-744-0, 19,95 Euro / 20,60 Euro (A). Auch als E-Book erhältlich.

Alle Bücher erschienen im
oekom verlag GmbH
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Roland Dürre
Sonntag, der 20. März 2016

Einladung IF-Forum & AktMobCmp in Augsburg

Liebe Freunde,

mit dieser E-Mail möchte ich Euch zum nächsten IF-Forum am 28. April 2016 einladen und auf mein Projekt #AktMobCmp hinweisen, das am 20./21. Mai 2016 in Augsburg Station macht. Beide Aktivitäten sollen Menschen anregen, persönlich wie kollektiv ein wenig glücklicher und erfolgreicher zu werden.

IF-Forum:

Am  28. April ab 18:00 lädt die InterFace AG wieder einmal in ihre Räume in Unterhaching zum IF-Forum ein.

Die Akteure werden Jolly Kunjappu und ich sein. Wir wollen unseren zentralen und ganz persönlichen Wunsch nach ein wenig mehr Frieden artikulieren. Anlass ist Jolly Kunjappu’s neues Buch „Ask An Answer“, das wir an diesem Donnerstag Abend in den Mittelpunkt unserer Performance stellen werden. Damit wollen wir Impulse geben und so zu ein wenig mehr „FRIEDEN“ inspirieren.

Jolly ist ein guter Freund, Mensch, Philosoph und Künstler. In seinem bewegten Leben hat er viele Spuren hinterlassen; als inspirierender Unternehmensberater hat er Top-Manager fasziniert. Aktuell liefern seine Vorträge wichtige Denkanstöße und bringen viele Menschen zum Nachdenken. Seine musikalische Laufbahn hat ihn mit vielen relevanten Künstlern zusammen geführt, so auch mit Mick Jagger und den Rolling Stones.

Am 28. April wird im IF-Forum das Kick-Off unseres Projektes „Frieden“ stattfinden. Ihr seid ganz herzlich eingeladen, teilzunehmen und mitzumachen. Alle Infos findet Ihr hier:
http://if-blog.de/rd/jolly-roland-am-28-april-2016-im-if-forum-fuer-leben-in-frieden/.

AktMobCmp

Die Mobilität prägt zentral und global unser Leben. Die Entwicklung hat sich auf absurde Art und Weise verselbstständigt und sich unserer Städte wie des ganzen Planeten bemächtigt. Wir selbst sind vereinnahmt worden und handeln oft gegen unsere elementaren Bedürfnisse. Unsere mobilen Gewohnheiten haben sich verselbstständigt und zerstören unsere Lebensgrundlage. Der individuelle Verkehr basierend auf privaten Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor hat eine dominante Position erreicht. Der öffentliche Verkehr rutscht immer mehr ins Abseits und die „aktive Mobilität“ (zu Fuß, mit Fahrrad oder sonstigem wie Skateboards oder Inline-Skates) wird nur noch als Restverkehr betrachtet. Während gerade im letzten Bereich die e-Mobilität eine große Chance sein dürfte, ist die eins-zu-eins Ersetzung des Verbrennungsmotors durch Elektromotoren keine valide Alternative.

Die Bewegung „Aktive Mobilität im Alltag“ (#AktMobCmp) will dieser sich verstärkenden Entwicklung etwas entgegen setzen. Auf Unkonferenzen denken wir gemeinsam nach, vernetzen uns, finden Lösungen und werden aktiv. Die Auftaktveranstaltung Anfang Januar in Unterhaching war richtig ermutigend. Günter Schütz aus Augsburg hat spontan beschlossen, die nächste Veranstaltung am 20./21. Mai 2016 in Augsburg zu organisieren. Sie dauert wieder zwei Tage und wird von Transition Town Augsburg e.V. mit freundlicher Unterstützung der lokalen Agenda 21 der Stadt Augsburg veranstaltet.

Alles weitere steht in diesem Flyer von Günter und auf der Website von AktMobCmp (www.actmobcmp.org oder www.aktmobcmp.de)

Zum #AktMobCmp nach Augsburg möchte ich Euch ganz gerne als Teilnehmer einladen. Meine Bitte geht aber noch weiter: Ihr kennt bestimmt Menschen , die heute schon davon überzeugt sind, dass sich auch bei der Mobilität einiges ändern muss oder die schon heute überwiegend „aktiv“unterwegs sind.

Bitte informiert diese! Und meine Bitte wird noch ein wenig intensiver. Das Barcamp #AktMobCmp ist eine wichtige Veranstaltung. Es braucht nicht nur viele Teilnehmer/-geber sondern auch Unterstützer, gerne auch als Sponsor oder aktive Unterstützer. Wenn Ihr potentielle Kandidaten kennt, bitte informiert diese und gebt den Flyer weiter!

RMD

Roland Dürre
Sonntag, der 13. März 2016

Die digitale Mobilitätsrevolution – CANZLER/KNIE

Kann die digitale Revolution das vorhandene Regime einer auf das private Auto fixierten Ordnung ändern?

Titel_Canzler_Revolution_fbDas ist die zentrale Frage, die im Buch von WEERT CANZLER und ANDREAS KNIE gestellt und in meinem Verständnis auch beantwortet wird.

Aber der Reihe nach. Schon seit längerem schwärmten Freunde von mir vom Oekom-Verlag und seinem Gründer Jacob Radloff. Ich nahm das ernst, hatte aber irgendwie nie die Zeit, mir das mal anzugucken. Bis mich dann ein paar E-Mails von Freunden mit konkreten Buchempfehlungen erreichten.

Da habe ich mich mal gründlich auf der Website von Oekom umgeschaut – und war begeistert, von den Themen und Titeln wie den Autoren, die ich dort gefunden habe. Und gleich ein paar Bücher bestellt, wie z.B. von Anneliese Bunk und Nadine Schubert
Besser leben ohne Plastik
(ISBN: 978-3-86581-784-6, Erscheinungsdatum: 22.02.2016)

Ende Februar 2016 ist dort unter anderem das Büchlein
Die digitale Mobilitätsrevolution
erschienen. Mit dem visionären Untertitel
VOM ENDE DES VERKEHRS, WIE WIR IHN KANNTEN.

Da das Buch in der Papierausgabe nur 128 Seiten hat, war es die ideale Regional-Bahn-Lektüre gestern auf meinem nostalgischen Ausflug nach Augsburg. Ich war im schönen Stadtmarkt, dann in der Innenstadt (auch bei Sina’s Trinkwalder Manomama  – Vom Garn bis zur Naht in Deutschland hergestellt) am Moritzplatz 4 und last not least im ehrwürdigen Rosenaustadion in Augsburg, in dem ich schon in meiner ganz frühen Kindheit so viele für mich wichtige Stunden verbracht hatte.

Und siehe da – der FCA II musste sich mit 0 : 6 der SpVgg aus Unterhaching (meiner neuen fußballerischen Heimat) beugen. Was wir dann noch im Riegele am Hauptbahnhof in Augsburg mit einem Kellerbier gefeiert haben.

Das war schön. Mindestens genauso schön war die Lektüre des Buch auf Hin- und Rückfahrt. Denn da steht ganz einfach drin, wie sehr unsere Mobilität in eine schlimme und die Zukunft bedrohende Schieflage geraten ist. Und wie die „Digitale Transformation“ uns helfen kann und wird, zumindest das Schlimmste abzuwehren.

Nach meiner Bewertung ist das Buch absolut „state of the art“. Es beschreibt die Situation sehr sachlich und räumt mit diversen sehr gängigen Vorurteilen auf. Es zeigt auch Lösungen, die optimistisch stimmen, weist aber auch auf die dringliche Notwendigkeit von Veränderung hin. Sowohl betreffend unsere administrative, gesetzliche und bürokratische Welt – aber auch unsere gesellschaftlich (kollektiven) aber auch persönlichen (individuellen) Gewohnheiten.

Sehr loben muss man die beiden Autoren Weert Canzler und Andreas Knie dafür, dass das Buch trotz anspruchsvoller Materie spannender zu lesen ist, als so mancher moderner Krimi. Und ein paar Anregungen zum Inhalt – vielleicht für die zweite Auflage – hätte ich auch noch.

Für Menschen, die sich Gedanken über unsere mobile Zukunft machen, ist das Buch eine Pflichtlektüre. Wie zum Beispiel auch für alle Menschen, die mit dem Gedanken liebäugeln, zum AktMobCmp zu kommen. Das nächste findet übrigens am 20. und 21. Mai 2016 in Augsburg statt!

RMD

P.S.
Hier der Link und Infos zum Buch.
Weert Canzler, Andreas Knie
Die digitale Mobilitätsrevolution
Vom Ende des Verkehrs, wie wir ihn kannten
144 Seiten, oekom verlag München, 2016
ISBN-13: 978-3-86581-754-9
Erscheinungstermin: 22.02.2016

Die Nutzung von Mobilgeräten nimmt stetig zu. Wie wir von A nach B kommen, entscheidet immer häufiger unser Smartphone. Wer ein Taxi braucht, benutzt seine Taxi-App und bucht bei Onlinediensten wie Uber. Was zukünftig zählt, ist die digitale Präsenz: Was digital nicht erscheint oder verfügbar ist, existiert schlichtweg nicht mehr. Mit der Digitalisierung werden die Karten der Verkehrsmittelwahl neu gemischt. Weil Mietsysteme immer attraktiver werden und das Auto mit Bahn, Bus und Rad auf gemeinsamen digitalen Plattformen um Kunden konkurriert, wird sich das Machtgefüge innerhalb der Verkehrsbranche drastisch verändern. Die technischen Eigenschaften von Autos verlieren dadurch an Bedeutung. Die Autoren skizzieren Wege und Chancen dieser vernetzten, postfossilen Mobilität.

Roland Dürre
Donnerstag, der 3. März 2016

Wie ich auf der f.re.e schwach wurde.

Ich versuche mich mit Einkäufen zurückzuhalten. So gibt es für mich ein neues Hemd nur noch, wenn ich drei alte aussortiert habe. So leere ich Kleiderschrank und Schuhfach immer mehr. Das ist schon ein sensationelles Gefühl, wenn es in den Schränken immer lichter wird.

Auf unnötige Elektrogeräte und allen möglichen sonstigen Schnickschnack versuche ich auch zu verzichten. Weil ich nicht mehr so viel unsinnige Dinge kaufen will …

mobi-tableAber auf der f.re.e vor drei Wochen bin ich dann doch mal wieder zum Shopping-King geworden. Schuld war, dass da plötzlich ein wunderbarer Fahrradanhänger vor mir stand. Schon lange habe ich da einen kräftigen gesucht, den man auch so richtig beladen kann. Wo man auch ein paar Tragl Bier und dazu eine wirklich gescheite Brotzeit unterbringen kann.

Gefunden habe ich ein echtes Multitalent. Seine Erfinder Hans-Jürgen und Hubert haben ihn Mobi-Table genannt.

mobi-table1Mobi-Table hat mich sofort durch seine vielseitigen Funktionen und Einsatzmöglichkeiten überzeugt. Als Transportbox mit einer Länge von 101 cm passt er in die meisten Mittelklasse-Pkws. Und – er ist ganz einfach zu handhaben. Alle beweglichen und abnehmbaren Teile sind nicht verschraubt und können ohne Werkzeug verstellt werden.

mobi-table-autoEin spezieller Federbolzen-Mechanismus ermöglicht genauso, dass einfach per Knopfdruck die Höhenverstellung der Rahmenteile vorgenommen und die Räder abgenommen werden können.

Bei einem Eigengewicht um die 20 kg kann das Transport-Genie eine Zuladung von 150 kg transportieren! Wird der hintere Querbügel hochgezogen kann er als Handwagen für schwere Transporte zusätzlich geschoben werden. Lange und oder sperrige Teile können zwischen die beiden hochgezogenen Querbügel gestapelt und so auch sicher transportiert werden.

mobi-table5Der Mobi-Table ist auch ein wunderbarer Bollerwagen, bestens geeignet für die Enkel – oder die Vatertagstour an Christi Himmelfahrt. Da kann man mit den Kleinen wie den Großen wunderbar auf Tour gehen.

Leider wird das bei uns in der Familie erst im Mai möglich sein – dann kommt unserer zu uns, denn so lange ist schon jetzt die Lieferfrist. Aber vielleicht können wir ja schon an Christi Himmelfahrt damit auf Tour gehen.

mobi-table3Am Ziel angelangt, ist der Anhänger mit wenigen Handgriffen in eine Tisch/Sitzkombination für vier bis fünf Personen umgebaut! Sogar eine Halterung für den Sonnenschirm gibt es.

Mich hat auch erfreut, dass alle Rahmenteile hochglanzverzinkt und aus Edelstahl und Aluminium gefertigt sind. Das verwendete Dreischichtholz erweckt das volle Vertrauen, dass es auch heftigem Wind und Wetter trotzt.

mobi-table4Hergestellt wird das Wunderteil in Kleinserie in Dasing/Friedberg bei Augsburg. Und alles, was man hier auf den Bildern sieht, habe ich ganz genau so auf der Messe begutachtet und ausprobiert. Ich kann versichern: Alles ist wahr, es ist kein Apil-Scherz und eine wirklich sehr beeindruckende Innovation für eine alternative mobile Zukunft.

Auch der Preis ist vertretbar. Ab 379,00 €  ist man dabei und den Fahrradanhänger mit Deichsel und Kupplung bekommt man für um die 500,- €. Wie ich finde, sehr anständig für gute Handwerksarbeit. Hier noch der Link zur Website von Mobi-Table. Dort wird das Produkt und seine Technik beschrieben; eine PDF-Gebrauchsanweisung gibt es dort auch.

Zum #AktMobCmp am 20. und 21. Mai in Augsburg werde ich dann meinen Anhänger für die Ausstellung mitbringen!

RMD

P.S.
Einem Paar Barfußschuhe von Leguano in grellem Kanariengelb konnte ich auf der F.re.e dann auch nicht wieder stehen.