Roland Dürre
Dienstag, der 29. Dezember 2015

Werbung für das Barcamp #AktMobCmp!

 

Wir STARTEN Anfang nächster Woche und wollen dann etwas Bleibendes BEWIRKEN. Für ZUKUNFT.

 

Ich würde mich noch über ein paar Last-Minute-Anmeldungen zum Barcamp für „Aktive Mobilität im Alltag“ sehr freuen!

 


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Kommt zum ersten Barcamp für Aktive Mobilität im Alltag – #AktMobCmp!

Dies ist ein reiner Werbe-Post! Wirklich nur Reklame.
Wir werben damit für unser Barcamp zu „Aktiver Mobilität im Alltag“ am 4. und 5. Januar 2016 in Unterhaching.

Wir werden uns alle Mühe geben, gute Gastgeber zu sein und hoffen auf eine schöne Teilnehmerzahl. Der Unkostenbeitrag ist mit 75,- € für Förderer und 50,- € als Normalpreis knapp kalkuliert, darin enthalten ist auch die komplette Verpflegung wie die Versorgung der Teilnehmer mit Getränken für beide Tage. Und manches mehr. Die Qualität der Veranstaltung hängt von den Menschen ab, die teilnehmen.

Deshalb bitten wir alle Leser, diese Botschaft zu verbreiten. Damit uns das Barcamp gelingt, die aktive Mobilität dann nicht weiter Restverkehr bleibt sondern genauso respektiert und unterstützt wird wie der Autoverkehr!


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Das schöne Bild ist von VisualBraindump – ein großes Dankeschön an Daniel Reinold und Christian Botta!


RMD

Roland Dürre
Samstag, der 12. Dezember 2015

Klimakonferenz

Die Klima-Konferenz (fast hätte ich Klima-Katastrophe geschrieben) geht heute zu Ende. Angeblich erfolgreich. Wenn ich die Nachrichten höre, verstehe ich allerdings nicht, wo der Erfolg sein soll und was sich ändern wird.

actmobcmp_100-300x86Deshalb nehme ich hier Stellung und schreibe, was ich für dringend erforderlich halte. Nur mal uns in Deutschland betreffend, denn zuerst sollte man immer vor der eigenen Haustür kehren. Ich meine, eigentlich wäre das ganz einfach mit dem Klima. Man müsste nur ein wenig Mut haben und handeln.

Ich beginne mit der Öllampe. Sie ist das beste Beispiel für ein fossile Energien benötigendes Produkt. Sie wird aus Eisen hergestellt. Das braucht Rohstoffe und Energie. Wird sie genutzt, braucht sie laufend Öl.

Deshalb haben die frühen Anbieter schnell begriffen, dass man die Lampe am besten her schenkt und am Verbrauch (Supply) bestens verdient. Ein wunderbares Geschäftsmodell, dass sich bis heute in vielen Branchen bewährt hat.

Die Öllampe ist deshalb so schlimm, weil sie wohl eine der teuersten Techniken ist, um die Nächte ein wenig heller zu machen. Und weil die Ärmsten der Armen ihr Licht wesentlich genau mit dieser kostspieligen Methode erzeugen.

Hier scheint mir auch ein Problem zu liegen. Denn gerade Licht ist wichtig, ermöglicht es doch erst in dunkler Nacht,wenn das Tagwerk vollbracht ist, zu lesen und sich so weiterzubilden.

Man braucht also Energie zur Herstellung und zum Betreiben eines Systems. Bei vielen Produkten muss man also erreichen, dass bei der Herstellung und dann im Betrieb möglichst keine fossilen Energien verwendet werden.

Daraus folgt ganz logisch, dass wir auf den Verbrauch der Systeme genauso schauen müssen wie auf den Erst-Invest von Energie bei der Herstellung. Gehen wir erst zum Verbrauch:

  • Die erste Regel:
    Ab sofort muss der Verbrauch aller fossilen Energien spürbar und in gleichem Maß besteuert werden. Das alle ist wichtig, die Besteuerung muss also auf den Verbrauch auf Kerosin genauso hoch erfolgen wir auf Benzin und Diesel. Hierzu ist dann auch eine Angleichung notwendig, dies bedeutet eine Erhöhung der Besteuerung von Diesel. Und wenn die EU sich beklagt, dass schädliche Deflation entsteht, weil die Ölpreis in den Keller fallen, dann gibt es doch auch nur eins – nämlich das zu billige Öl besteuern.
    Merke:
    Energie muss teurer werden, damit sich die Einsparung durch Technologie und der Verzicht lohnen!
    Und ich bin sicher, dass die Länder, die als erste damit beginnen einen technologischen Vorsprung gewinnen werden.
  • Die zweite Regel:
    Alle Subventionen, die die Anschaffung und den Betrieb von Systemen unterstützen, zu deren Erstellung und Betrieb fossile Energien genutzt werden, müssen sofort ersatzlos gestrichen werden. Das beste Beispiel ist hier die immense Mehrwert-Steuerentlastung für die sogenannten „Geschäftsautos“. Aber auch die auch enorme Subvention des gesamten automobilen Verkehrs, indem unter anderem alle Folgekosten sozialisiert werden.
  • Erste ergänzende Maßnahme:
    Um Bewusstsein für die Veränderung zu schaffen, muss sofort ein drastisches Tempolimit eingeführt werden. Ich bin hier für Modell 200 (Autobahn 100 km/h, Landstraße 70 km/h und innerstädtisch 30 km/h. Diese Maßnahme würde sofort die durch den motorisierten Individualverkehr verursachten Todesfälle drastisch senken wie auch die Feinstaubbelastung wesentlich reduzieren.
  • Zweite ergänzende Maßnahme;
    Flankierend muss den Menschen ins Bewusstsein gebracht werden, dass Bier in Dosen wie Joghurt in Plastik (und ähnliches) alles andere als die Lebensqualität verbessert. Dass „Aktive Mobilität“ eher glücklich macht als das Wochenende in London oder der Kurztrip nach New York oder in die DomRep. Dass es sicher schön ist, mal Australien zu  besuchen, es da aber auch wunderbare regionale Alternativen gibt.
  • Vielleicht müssen als Medizin gegen das Gift der Katzengoldverkäufer und Glückseinflüsterer (genannt die „Marketing-Industrie“) Kampagnen gestartet werden, die aufzeigen, dass es eben kein einfaches „Kauf Dich glücklich!“ gibt. Auch wenn das uns mit filigranen Methoden und Techniken zur Manipulation von Menschen und dem Einsatz von Milliarden-Beträgen beständig suggeriert wird.
  • Wir müssen uns aber uns auch wieder bewusst machen, dass langfristige Nutzung von Dingen auch fossile Energien spart. Gerade bei Infrastruktur-Objekten wird so oft vergessen, dass da eine langfristige Nutzung effizienter ist als der Neubau. So jubelt München über seine neue Konzerthalle, die es gegenüber dem Ostbahnhof bekommen soll. Und vergisst dabei völlig, dass da wieder ein kosten- und energieintensives Großprojekt gestartet wird, das wahrscheinlich auch wieder jeden Rahmen sprengen wird. Wie auch völlig vergessen wurde, dass die Diskussion über den Konzertsaal eigentlich mit der Frage gestartet wurde, wie man mit dem Gasteig weitermachen solle. Wenn der jetzt flach gemacht werden sollte (weil München eben keine zwei Säle für Großkonzerte braucht, dann wäre das endgültig der ökonomische und kaufmännische Unsinn per Exzellenz. Und auch alles andere als fossile Energien schonend. Aber um die weitere Verwendung des Olympia-Stadions – das ja auch saniert werden muss – macht sich ja auch keiner Gedanken außer dem Stadtkämmerer. Vielleicht genügt es ja, wenn dies als Sportruinen-Denkmal in ein paar Jahren an die Zeit erinnert, wo man in Deutschland noch an die einigende Kraft von olympischen Spielen geglaubt hat und alle dafür waren.
  • Investitionen, die den Verbrauch fossiler Energien fördern, müssen natürlich auch sofort gestoppt werden. Es darf eben keine dritte Startbahn in München geben, genauso wie der Ausbau des Flughafens Memmingen nicht nur ökologischer Blödsinn ist.
  • Erste Anmerkung:
    Ich höre oft den Einwand, dass die Probleme durch elektrische Mobilität gelöst werden können. Das ist natürlich auch Unsinn. Elektroautos sind in der Herstellung alles andere als nachhaltig. Im Betrieb brauchen sie uneffizient viel Strom, der weltweit überwiegend und auf Jahre absehbar durch Verbrennung von Kohle produziert werden wird. Der Elektroantrieb hat sicher eine gute Chance als Unterstützer bei aktiver Mobilität und bei Infrastruktur, z.B. bei Lieferfahrzeugen, die die letzte Meile organisieren.  Aber die individuelle Mobilität mit Verbrennungsmotoren durch Batterie-Fahrzeuge 1 : 1 ersetzten zu wollen, das ist schon sehr dümmlicher „Bullshit“. Und Feinstaub durch Reifenabrieb oder der Lärm durch das Ablaufgeräusch verschwinden ja auch nicht, wenn das Auto elektrisch wird.
  • Zweite Anmerkung:
    Auch weitere Einwände sind mir alle bekannt: Die Situation des Bürgers auf dem Land, die Schädigung der Automobil-Industrie, der Wegfall von Arbeitsplätzen und so weiter. Auch da sage ich: Das ist alles Unsinn. Veränderung muss und wird sowieso stattfinden, und meistens gewinnt der, der sich früher anpasst. Zwar erscheint mir eine Senkung unseres Wohlstandes unausweichlich, aber wir haben eine große Wohlstandsreserve. Und wir sollten uns mehr Sorgen über die Zerstörung der Restwelt machen, mit den auch für uns üblen Folgen. Oder über die starke Polarisierung unserer Gesellschaft in Arm und Reich, die mit einer gleichzeitigen Reduzierung des Mittelstandes und einer Verschiebung vieler in den Armutsbereich daher geht. Und uns überlegen, wie wir uns gegen Konzerne aller Branchen wehren, die sich verselbstständigt haben und mit Lobbyismus und anderen Maßnahmen eine feige Staatengemeinschaft manipulieren und ignorieren.
  • Dritte Anmerkung:
    Jetzt sehe ich noch das Argument kommen: Was hilft es, wenn wir es machen und die anderen nicht. Wie die bösen Amerikaner, Chinesen und Inder? Die weiter Kohlendioxid in die Luft blasen. Dazu meine ich, einer muss ja anfangen. Und der Rest sieht ja wo er hin kommt. Und ich vermute, dass die uns ganz schnell folgen werden und wir dabei kräftig verdienen werden können.

Es ist halt wie immer. Das Abkommen von Paris zu unterschreiben, mag ja ganz nett sein. Nur – wir dürfen darüber das Handeln nicht vergessen und müssen STARTEN. Und zwar jeder ganz individuell!

RMD

P.S.
Im Abstand von ganz wenigen Tagen meine Einwände zu dem angeblichen guten Ergebnis von Paris:

  • Können / dürfen wir wirklich noch 5 Jahre warten?
  • Es gibt keinerlei Verbindlichkeit.
  • Die ersten Staaten machen schon Absetzbewegungen (USA)
  • Notwendige  aber mutige Entscheidungen nationaler Regierungen (siehe meine Liste oben) werden in keiner Art und Weise von den Vereinbarungen befördert.
  • Irgendwie hat sich nichts geändert, außer ein paar schönen Worten als gemeinsame Absichtserklärung.

 

Hans Bonfigt
Montag, der 2. November 2015

Kommunikaze

Hier wird ja viel berichtet von Projektarbeit und -management. Dazu meine ideologisch eingefärbte Sicht der Dinge, zusammengefaßt:

So gut wie jede Kommunikation mißlingt, und je artifizieller sie ist, desto mehr mißlingt sie. Von dieser ganzen Twitteria nehme ich ja Abstand. Denn bei meinen Kollegen sehe ich regelmäßig, wohin das führt: Die „Händis“ geben permanent irgendwelche abstrusen Laute von sich und die Gesprächspartner sind abgelenkt. Die meisten lesen ja doch und beantworten dann dreisterweise auch noch ihre „Post“.

Die Mailerei geht mir zunehmend auf die Nerven, fünf bis zehn Mailwechsel pro einfachem Vorgang sind gar nichts.

Also telephoniere ich lieber, weil erstens im stetigen Wechsel Rede – Gegenrede Irrtümer frühzeitig erkannt werden können und zweitens der Subtext wesentlich besser erfaßt werden kann.

Aber auch für das Telephonieren sind wir eigentlich nicht geschaffen. Menschen müssen einander sehen. Und nun sage mir keiner, „macht eine Videokonferenz“.

Gerade, wenn ich in Projekten arbeite, stelle ich fest, daß die persönliche Anwesenheit durch nichts zu ersetzen ist. Das fängt damit an, daß der Besuchte Zeit einräumt und der Besucher sich spätestens auf der Hinfahrt vorbereitet. Im Termin kann man, ganz multimedial, an die Tafel gehen und Zusammenhänge skizzieren. Und, quasi hypermedial, Sachen auch gleich ausprobieren. Aber das ist nur eine Seite der Münze: Im Gespräch erfahre ich über neue Vorhaben eines Kunden oder erhalte Rückmeldungen bezüglich des letzten Projektes.

Persönliche Kommunikation sorgt dafür, daß die Zusammenarbeit besser funktioniert. Kommunikation ist daher für mich auch Mobilität.

Und hinsichtlich Mobilität muß ich vor Roland warnen: Wenn jener stets erzählt, wie schön entspannend doch Radfahren sei — lasset alle Hoffnung fahren. Meine Frau und ich bringen pro Jahr über 10.000 Km unter die Räder und dürfen uns als nicht gerade ungeübte Radfahrer bezeichnen. Wir fahren auch sehr gut angepaßte, moderne und effiziente Fahrräder.

Und als Roland vor fünf Jahren hier im Blog eine „kleine, entspannende, erfrischende Tour“ lobpries, haben wir uns erlaubt, die Strecke einmal nachzufahren. Fix und fertig waren wir hinterher. Nein, Roland, so viel steht fest: „Mal eben einen Kunden mit dem Rad besuchen“, das kann man getrost vergessen. Es sei denn, man will sich so richtig beliebt machen.

Eine der großen Entlastungen für Admins und Programmierer sind die mittlerweile sehr handlichen Datenträger. Wenn ich mich an früher erinnere: Da fuhr ich kofferraumweise Bänder, Listings, Peripheriegeräte und Werkzeuge durch die Landschaft. Heute besorgt man sich vor Ort alles per Internet oder hat seine Daten auf einem winzigen Flash-Datenträger.

Warum also nicht, mit leichtem Gepäck, „hybrid“ reisen? Damit meine ich, den Löwenanteil mit der Bahn und den Rest mit dem (Falt-)rad.

Das kann die tägliche Fahrt zur Arbeit sein, aber auch Geschäftsreisen über mehrere Tage sind möglich und machen viel Vergnügen: Denn am Zielort hat man den Vorteil, mit einem Fahrrad mobil zu sein.

Die Fahrt im Zug kann man sinnvoll mit Musikhören, Lesen oder Stift und Papier nutzen – oder sinnlos mit Telephonieren oder Smartphonebedaddeln totschlagen. Eine Reise ist für mich eine Reise, die ich als „Auszeit“ sehe und durchaus dem Kunden widme, den ich besuche. Was nur fair ist, der zahlt ja schließlich die Anreisezeit. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß Kunden es mittlerweile akzeptieren, wenn man mit dem Fahrrad erscheint – obwohl sich das nicht gerade beim Erstkontakt anbietet.

Damit solche „hybriden“ Möglichkeiten häufiger genutzt werden können, müssen Veränderungen stattfinden, insbesondere im Nah- und Fernverkehr der DB. Eines geht ja schon ‚mal gar nicht: In der Münchner S-Bahn sind riesige Panorama-Kinderwagen stets kostenfrei willkommen, aber mit dem Rad darf man zu Berufsverkehrszeiten nicht einmal hinein. Hartmut Mehdorn hat ja die Forderung nach Fahrradmitnahme im Fernverkehr konsequent torpediert, viele Strecken werden nicht mehr bedient.

Es ist also etwas zu tun:

Kreativer Umgang mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist erforderlich. Und obwohl mir „Barcamps“ so gar nicht liegen, möchte ich auch nochmal Werbung machen für das
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Momentane Lieblingsprojekt von Roland
,

im Rahmen dessen man vielleicht etwas erreichen kann. Den einen oder anderen Beitrag, wie man MVV, Ordnungshüter und die deutsche Bahn ausbremst, könnte ich auch liefern.

Das mache ich nicht, weil ich an unsere Umwelt denke. Ich mache das, weil es Unabhängigkeit und Lebensfreude bringt. Und ich mache es, damit Horrortrips wie diese die absolute Ausnahme bleiben.

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hb

Roland Dürre
Montag, der 5. Oktober 2015

Ein Treffen für unsere Zukunft.

Ist das nicht toll?

So schön können es nur die Kollegen von Visual Braindump
Christian Botta und Daniel Reinold
auf den „graphischen“ Punkt bringen, unser

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Wir versprechen:

AktMobCmp wird ein wunderbares Barcamp an einem ziemlich konkurrenzlosen Termin werden! Wir werden zwei besondere Tage in einem schönen Kreis am 4./5. Januar 2016 in Unterhaching erleben.

Die „Aktive Mobilität im Alltag“ ist die dritte Säule der Mobilität neben dem individuell motorisierten und dem öffentlichen Verkehr. Leider wird sie in Gesellschaft und Politik oft nur als Restverkehr verstanden.

Das tut uns weh und das müssen wir ändern. Denn wir müssen unsere Mobilität in den Griff kriegen, um unsere Zukunft zu bewahren!

Einen ganz großen Dank an Christian und Daniel für ihr großartige Unterstützung!

RMD
(Im Namen des Teams vom AktMobCmp)

P.S.
Hier zwei Links zu Artikel in IF-Blog zu AktMob und AktMobCmp. Und weil das Thema so wichtig ist, bitte ich um eifriges Teilen und Retweeten!

Einladung zu einer Vorab-Veranstaltung zu AktMobCmp am 14. 10. 2015 in Unterhaching

actmobcmp_100-300x86In IF-Blog habe ich ja schon von unserem Vorhaben berichtet: Am 4. und 5. Januar des kommenden Jahres (2016), genau vor Dreikönig, wollen wir ein neues Barcamp starten.

Es ist das AktMobCmp, das erste BarCamp für „Aktive Mobilität im Alltag“. Mit diesem Barcamp werden wir das für unsere Zukunft so wichtige Thema „Mobilität“ angehen.

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, wir haben gut geeignete Räume, eine schöne Website, einen Sponsoren-Flyer und einen Handzettel – und auch schon erste Sponsoren.

Jetzt wollen wir auf die Veranstaltung aufmerksam machen. Dazu laden wir auch zu Vorab-Veranstaltungen ein. Die erste Veranstaltung wird am 14. Oktober im Treff der Agenda 21 in Unterhaching (Rathausplatz Unterhaching, Hofmarkweg 12) von 18:00 bis 20:00 stattfinden. Dort wollen wir das erste Mal öffentlich über unser „Barcamp für Aktive Mobilität“ informieren.

Die Veranstaltung soll folgende Fragen beantworten:

Warum ist die „Aktive Mobilität im Alltag“ so wichtig?
und
Was ist ein „Barcamp und warum ein Barcamp“?

So wird Jörg Schindler an diesem Abend die Frage beantworten, warum Mobilität ein sehr wichtiges Zukunftsthema ist und wir uns mehr um den sogenannten Restverkehr jenseits des „individuellen & motorisierten“ und „öffentlichen“ Verkehr kümmern müssen.

Ich kenne Jörg als sehr kompetenten und überzeugenden aber auch unterhaltsamen Redner. Man findet seine sehr spannenden und wertvollen Vorträge auch in Youtube. Hier ein Beispiel:

Ich (Roland Dürre) werde im Anschluss berichten, was ein Barcamp ist und warum eine solche „Unkonferenz“ viel besser für das Teilen von Wissen und Entwickeln und Anwenden von neuen Erkenntnissen geeignet ist als die üblichen klassischen Formate. Und am Beispiel von PM-Camp schildern, was man mit dem Teilen von Wissen und „Miteinander Reden“ alles erreichen kann.

Nach den kurzen Beiträgen von Jörg und mir werden wir das Gehörte in der Runde diskutieren, vielleicht in Form einer FishBowl.

Auf diese Art und Weise wollen wir für unser AktMobCmp im Januar 2016 werben. Die KollegInnen der Agenda 21-Organisationen im Landkreis München werden wir dazu persönlich einladen. Willkommen sind aber auch alle Menschen, die an dem Thema „Agile Mobilität im Alltag“ interessiert sind und gerne für eine lebenswerte Zukunft denken und handeln wollen. So sind auch Sie herzlich eingeladen. Und besonders freuen wir uns natürlich, wenn uns auch Menschen aus dem Bereich der Medien zu uns kommen.

Die Teilnahme dieser Vorabveranstaltung zu AktMobCmp ist kostenfrei. Wir freuen uns auf jeden Teilnehmer und möchten nur um eine kurze Anmeldung per E-Mail bitten. Denn – falls die Plätze im Treff der Agenda 21 nicht ausreichen – werden wir die Veranstaltung in einem geeigneten Raum verlegen, der vom Treff aus gut zu Fuß zu erreichen ist. Eine eventuelle Raumänderung werden wir natürlich rechtzeitig bekannt machen.

RMD

Roland Dürre
Mittwoch, der 5. August 2015

Leben erweitern – Gewohnheiten ändern – Radfahren.

AutobahnkleeblattAm 4./5. Januar 2016 werden wir in Unterhaching das erste Barcamp für
Aktive Mobilität
im Alltag starten. Der Hashtag wird #AktMobCmp heißen. Mir ist das Thema sehr wichtig, weil ich meine, dass der motorisierte Individual-Verkehr spätestens in der heutigen Zeit zum großen Irrweg geworden ist.

Nicht nur, dass diese Art von Mobiltät weltweit 1,3 Millionen Verkehrstote im Jahr und dazu ein Mehrfaches an Schwer- und Leichtverletzten als Tribut fordert.

Zudem dürfte dieser Lebensstil gepaart mit (sinnlosen?) Warentransporten und einem exzessiven Flugverkehr einen wesentlichen Beitrag zu den Emissionen darstellen, die den Temperaturanstieg und damit die Klimakatastrophe verursachen und so zumindest das menschliche Leben auf unserem Planeten massiv bedrohen.

Er verursacht also wesentliche Umweltschäden und generiert zusätzlich Lärm ohne Ende. Gerade der Lebenswert in den Städten wird durch die Autolawinen, die sich permanent durch die Straßen wälzen gewaltig geschädigt. Aber das Auto schädigt auch den Körper und die Psyche der Fahrer. Es macht abhängig, dick und bequem, schafft soziale Isolation und generiert schlechte Laune.

Deshalb hier ein paar persönliche und hoffentlich Thesen zum Thema „motorisierter Individualverkehr“.

„Ich habe nicht mehr die Zeit um Auto zu fahren.“

Diese Aussage überrascht viele Menschen. Aber es ist wahr. Ich kann es leicht belegen. Und als älterer Mensch ist die Zeit mein wichtigstes Gut.

„Die meisten Menschen brauchen ihr Auto gar nicht.“

Die Abhängigkeit vom Auto ist nur eine eingebildete. Kritisch hinterfragt gibt es sie nur in ganz wenigen Fällen und wäre auch dort durch eine Änderung der Lebensumstände vorteilhaft für den betroffenen zu beseitigen.

„Wie soll jemand, der  seine Mobilität nicht in den Griff kriegt sein Leben in den Griff kriegen?“

Ein ähnlicher Satz könnte sein: „Wie soll jemand sein Leben in den Griff kriegen, wenn er dies bei seinem Fernsehkonsum nicht schafft“. Zu groß ist die Gefahr, in unserer Gesellschaft ein Leben aus zweiter Hand zu führen. Und das reelle Leben zu verpassen. So geht es auch dem Autofahrer.

„Autos machen immobil und unfrei!“

Das ist die sensationelle Erfahrung eines jeden Menschen, der auf sein Auto verzichtet. Er fühlt sich unabhängiger und freier und ist viel mobiler als vorher. Weil Autos uns genauso wenig mobil machen wie uns der Konsum von Zigaretten frei macht.  So steigen Mobilität und Freiheit nach dem Autoverzicht deutlich und man gewinnt viel Zeit für die wichtigen Dinge des Lebens.

„Autofahren gefährdet den Charakter.“

Am Steuer wird das Gefühl von Omnipotenz suggeriert. Mit geringster Kraftanstrengung werden in kürzester Zeit und mit großer Leichtigkeit körperlich fast unüberwindbare Hindernisse und Entfernungen überwunden. Gleichzeitig wird man faul und bequem, die soziale Isolation und die permanente (bewusste oder unbewusste) Anstrengung ohne körperlichen Ausgleich macht dann oft auch noch aggressiv.

„Autofahren schadet der Gesundheit.“

Ein Burnout zum Beispiel hat in der Regel viele Ursachen, die zusammen dann eine Art von besonderer Depression bewirken. Dazu können eine starke Unzufriedenheit im privaten wie beruflichen Leben gehören, der falsch gelebte Alltag, die falschen Lebensrituale und manches mehr. Autofahren ist so ein falsches Lebensritual, dass die Unzufriedenheit fördert. Ich kann mir gut vorstellen, dass die schlechte Laune im Stau wie das eingesperrt sein im Blechgefängnis den Frust im Alltag noch verstärken kann.

„Das neue Auto ist die falsche Freude.“

Wie viele Menschen kenne ich, deren größtes Glück die Vorfreude auf das nächste Auto zu sein scheint. Man freut sich auf etwas ein neues Luxusgut und Statussymbol. Und kaum hat man es, kommt wie immer bei solchen Gütern die nächste Depression, weil es jetzt ja da ist.

Ich glaube, ich könnte noch viele solche Thesen finden, will es jetzt aber mal sein lassen.

RMD

Roland Dürre
Montag, der 18. Mai 2015

Wenn man seine Infrastruktur nicht pflegt oder …

Amtrak-Zug auf der Cardinal route fährt ein in die Culpeper Station

Amtrak-Zug auf der Cardinal Route fährt ein in die Culpeper Station.

Warum die Amtrak-Züge so marode sind …

Dieses Wochenende stand in der SZ  ein Artikel, der den schlechten Zustand der amerikanischen Staatsbahn Amtrak beschrieben hat.

Anlass war ein weiterer Bericht über ein Zugunglück, bei dem ein Regionalzug zwischen Washington und New York entgleiste. Bei diesem Unglück starben mindestens sieben Menschen, 200 wurden verletzt, zum Teil schwer.

Der Zug war doppelt so schnell unterwegs wie erlaubt. Und der Unfall hätte vermieden werden können, wenn denn …

Die beiden Artikel möchte ich zur Lektüre empfehlen. Trotz steigender Passagierzahlen wird die Infrastruktur der Eisenbahnen in USA vernachlässigt. Für notwendige Sicherheitsvorrichtungen gibt es kein Geld.

Besonders die Republikaner lässt das kalt. Die können eh nicht verstehen, wozu man eine Eisenbahn braucht: Das wäre doch eine reine Verschwendung in einer Zeit, in der es doch Autos gäbe.

So ist es in „God’s own Country“.

😉 Ach wie gut, dass bei uns alles besser ist.

RMD

P.S.

Das Bild ist aus Wikipedia, der Urheber ist jpmueller99 from Shenandoah Valley of VA, USA.

This image, which was originally posted to Flickr.com, was uploaded to Commons using Flickr upload bot on 22:16, 26 October 2008 (UTC) by TheCatalyst31 . On that date it was licensed under the Creative Commons Attribution 2.0 Generic license.

Roland Dürre
Sonntag, der 17. Mai 2015

Bericht von #AktMobCmp

actmobcmp_100-300x86Im Januar genau vor Dreikönig (Unterhaching, am 4. und 5. 01. 2016 im „Kubiz“) wird es stattfinden, das erste BarCamp für
Aktive Mobilität im Alltag„.

Website, FB-Seite und Google+Community zu #AktMobCmp sind in Betrieb, in Twitter haben wir die Kennungen @AktMob und @AktMobCmp reserviert und nutzen die entsprechenden Tags. Am 1. Juli soll es ernst werden, da wollen wir die Seite zur Anmeldung aktivieren.

Um ein ganz tolles BarCamp hinzukriegen suchen wir jetzt Sponsoren. Hier mein Artikel in ActMobCmp dazu. Da ich meine, dass da unsere Ziele und Beweggründe gut wiedergegeben werden, würde ich mich sehr freuen, wenn Ihr da einen Blick hineinwerfen würdet.

Eine weitere Bitte habe ich auch noch. Bitte besucht unsere Website, unsere FB-Seite und auch unsere Google+Community. Und schenkt uns ganz viele „I likes“. Und wenn Ihr tolle Artikel zum Thema „Aktive Mobilität im Alltag“ findet, dann teilt diese bitte mit uns. Oder sendet den Link vom Artikel einfach an mich.

Und wenn Ihr gar noch einen Tipp habt, wer für uns als Sponsor in Frage käme, dann wäre das besonders schön. Einfach auch an mich senden!

Schon mal ganz vielen und lieben Dank!

RMD