Roland Dürre
Donnerstag, der 2. September 2010

Strandläufer

Am Strand vor mir ist nicht mehr viel los. Die Griechen haben ihr Sommerexil am Meer aufgegeben, nur noch wenige Menschen genießen die immer noch heiße Spätsommersonne der lakonischen Bucht.

Hier ist alles wie vor 10 Jahren. Das macht einen Teil des besonderen Reizes des Ortes aus. Etwas ist in diesem Jahr aber trotzdem anders: Regelmäßig laufen afrikanische Verkäufer über den Strand. Es ist ein wenig Kenia in Griechenland.

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Roland Dürre
Mittwoch, der 1. September 2010

Kriterien fürs Zelten

Ich zelte gerne. Kann mir auch vorstellen, unter nicht immer so schönen Voraussetzungen wie hier im Zelt zu leben. Habe ich auch 18 Monate (unfreiwillig) gemacht.

Da waren wir in allen Jahreszeiten regelmäßig mit dem Zelt im Gelände unterwegs. In Deutschland!

Wenn ich aber jetzt wie im Urlaub zelte, dann bin ich ein Genuss-Zeltler.

Und dann müssen folgende Kriterien gegeben sein:

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In der Süddeutschen vom 28./29 August 2010 unter ESSAY auf der Seite V2/3 lese ich einen Artikel von Norbert Bolz:

Jeder ist seines Clickes Schmied!
Warum uns mit der Privatheit in der Internet-Gesellschaft auch die bürgerliche Freiheit abhanden kommt.

Auf so etwas stürze ich mich natürlich und lese diesen Artikel. Allein schon das schöne Wortspiel mit “seines Glückes Schmied”.

Und bin entsetzt. Ich finde nur intellektuelles Geblödel. Nach der Lektüre des Artikels weiß ich noch weniger als vorher, was denn Privatheit ist (in Wikipedia steht der Begriff übrigens auch nicht, man findet ihn aber indirekt unter privat).

Im Artikel finde ich dagegen Schlüsse, wie dass der Verlust der Privatheit die bürgerliche Freiheit bedroht oder dass Ein Angriff auf den Geheimniszustand stattfindet, der wiederum für die bürgerliche Privatsphäre wesentlich wäre. Oder dass Aus Bürokratie Software wird, die unser Verhalten kontrolliert.

Auch fehlen die so oft gehörten und kritischen Aussagen zum Neuromarketing nicht, wie Amazon es betreiben würde.
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Heute Nacht im Zelt wurde ich neun mal geweckt. Zwischen 3 und 4 in der früh. Durch eine Reihe von SMS, die mich eigentlich am Samstag Nachmittag hätten erreichen sollen. Und das ging so:

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Roland Dürre
Freitag, der 27. August 2010

Nazis im Internet

Wieder mal werden Ängste geschürt. Mit einer verstärkten Internet-Präsenz versuchen die bösen Nazis die Jugend zu beeinflussen. So berichten die Innenministerien Deutschlands.

Ach ist das schlecht, das Internet. Zuerst der böse Riese Google und nun die gemeinen braunen Kobolde.

Ich meine, da wird wieder viel Wind um nichts gemacht. Um vielleicht noch ein wenig mehr Polizeistaat zu kriegen. Oder den Einsatz der Bundeswehr im Inneren vorzubereiten. Oder auch nur, um halt irgend etwas verlautbaren zu können. Ich weiß es nicht.

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Roland Dürre
Donnerstag, der 26. August 2010

Angst vor Google

Jetzt geht sie wieder um in Deutschland, die Angst vor Google. Street View ist das Unwort. Kann dann doch jeder von jedem die Luxusvilla im Internet sehen. Eine Reihe von Argumenten lese ich, wie Street View die Intimsphäre verletzten würde.

:-) Und in jeder Diskussion kommen die Bordellgänger vor. Zwar würden deren Gesichter unkenntlich gemacht, aber sehr wohl wären sie an ihrer Kleidung und Gestik erkennbar. Wirklich schlimm.

Und die Ausspähung der Objekte zur Planung eines Einbruchs würde immer leichter werden. Und nicht zuletzt würde man ja die Farbe der Vorhänge im Küchenfenster erkennen …

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Roland Dürre
Mittwoch, der 18. August 2010

Lebenszeichen aus dem Mittelmeer

Ein kurzes Lebenszeichen vom F/B (Ferry Boat) LEFKA ORI (auf Deutsch “Weißes Gold”). Ja, wir sind auf dem Wege von Venedig nach Patras.

Im Foto links sieht man den roten VW-BUS (mit dem Kajak und der weiß-rot gestreiften Warntafel an den Fahrrädern am Heck) in der Warteschlange zur Fähre. Die Barbara am Steuer wartet geduldig auf die Einfahrt in den großen Bauch des Schiffes. Währenddessen sitze ich schon geduldig auf Deck #7 am Swimming Pool und geniesse ein Stella. Das gehört leider auch einem der großen Bierkonzerne, aber davon lasse ich mir die gute Laune nicht verderben.

Das Wetter war bei der Abfahrt ein wenig zweifelhaft. Um so schöner das “Adieu Venedig” knapp vor Sonnenuntergang.

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Roland Dürre
Montag, der 16. August 2010

Ein glücklicher Tag

Am Freitag haben wir Hochzeit gefeiert. Die Anna Barbara hat als erstes meiner sieben Kinder geheiratet – den Patrick Hubatschek. Jetzt heißt sie Anna Barbara Hubatschek. Das Hochzeitsauto war unsere Isetta und ich durfte die Braut zum Standesamt fahren. Das Foto ist von Rolo Zollner, er hat uns bei der Ankunft am Standesamt in Hohenbrunn fotografiert.

Und natürlich hatte ich meine Fahrermütze original aus den Fünfzigerjahren auf – denn die Isetta ist ein Frischluft-Auto.

Es war ein glücklicher Tag.

So möchte ich auch von IF-Blog aus dem jungen Ehepaar alles Gute für ihr Leben wünschen. Es soll den beiden so gut gehen wie mir und Barbara das lange bisherige Leben.

RMD

P.S.
Rolo hat uns übrigens noch beim rückwärts Einparken erwischt (mit offener Tür). Mein Blick ist deshalb konzentriert auf den kleinen Rückspiegel der Isetta und nicht auf den Fotografen gerichtet.

Roland Dürre
Samstag, der 14. August 2010

Man spricht deutsch

Immer wieder fällt mir auf, wie wenig in München im öffentlichen Bereich Deutsch gesprochen wird. Wenn ich mit S-Bahn und U-Bahn unterwegs bin und neugierig den Gesprächen meiner Mitfahrenden lausche, verstehe ich meistens nichts. Die Menschen unterhalten sich in einer mir völlig unbekannten Sprache! Oft bin ich nicht mal in der Lage, festzustellen welche Sprache da überhaupt gesprochen wird.

Im Zug geht es mir ähnlich. Gerne lausche ich zum Beispiel auf der Fahrt nach Nürnberg den Mobilfunkgesprächen der mitreisenden Herren im schicken Business Look. Und freue mich, wenn ich dann interessante geschäftliche Dialoghälften in englisch, französisch oder deutsch mitverfolgen darf. Aber das Vergnügen habe ich immer seltener, denn die genutzte Sprache ist mir immer öfters unbekannt.

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Roland Dürre
Donnerstag, der 12. August 2010

Rentenversicherungsbetrug

Zurzeit ist die Rente wieder viel in der Diskussion. Wie eigentlich laufend in den letzten Jahren. Und manche fordern jetzt schon “Arbeiten bis 70″.

Das ist doch alles Blödsinn!

Die Renten sind zu hoch. Also muss man sie senken. Als erstes müsste man sich von solch einem Unsinn wie dem Rentensicherungsgesetz ganz schnell verabschieden. Dann sollte man einen gerne auch höheren Grundbetrag festlegen, der von der Senkung unangetastet bleibt. Und der Rest wird einfach linear abgesenkt, soweit wie eben notwendig. Und wenn es 50 % sind.

Angst vor den Rentnern sollte man dabei nicht haben. Die aktuellen Rentner in Deutschland gehören einer “goldenen Generation” an. Es war die erste Generation in Deutschland, die ihr ganzes Erwachsenenleben in Frieden verbringen durfte. Und die einen schier unendlichen Zuwachs an Wohlstand hatte. Dafür sollte sie täglich dankbar und auch bereit sein, Besitzstand aufzugeben.

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