In der Süddeutschen vom 28./29 August 2010 unter ESSAY auf der Seite V2/3 lese ich einen Artikel von Norbert Bolz:

Jeder ist seines Clickes Schmied!
Warum uns mit der Privatheit in der Internet-Gesellschaft auch die bürgerliche Freiheit abhanden kommt.

Auf so etwas stürze ich mich natürlich und lese diesen Artikel. Allein schon das schöne Wortspiel mit “seines Glückes Schmied”.

Und bin entsetzt. Ich finde nur intellektuelles Geblödel. Nach der Lektüre des Artikels weiß ich noch weniger als vorher, was denn Privatheit ist (in Wikipedia steht der Begriff übrigens auch nicht, man findet ihn aber indirekt unter privat).

Im Artikel finde ich dagegen Schlüsse, wie dass der Verlust der Privatheit die bürgerliche Freiheit bedroht oder dass Ein Angriff auf den Geheimniszustand stattfindet, der wiederum für die bürgerliche Privatsphäre wesentlich wäre. Oder dass Aus Bürokratie Software wird, die unser Verhalten kontrolliert.

Auch fehlen die so oft gehörten und kritischen Aussagen zum Neuromarketing nicht, wie Amazon es betreiben würde.
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Roland Dürre
Sonntag, der 29. August 2010

brand eins im September – Nachfolge ♫

Es muss nicht immer so weiter gehen!

Jetzt dürfte es schon daheim in meinem Briefkasten liegen, das brand eins vom September. Ich bin aber in Griechenland – und diesmal bringt es mir niemand. Dabei hätte ich doch hier so schön Zeit zum Lesen.

Das kleine Gythio, Endpunkt der in Malmö beginnenden Europastraße 65 mit 7.000 Einwohner und einem internationalen Hafen, in dem Yachten aus vielen Ländern anlegen, hat einen gut sortierten Zeitungsladen. Da gibt es auch viele deutschsprachige Zeitungen wie die Süddeutsche, die Frankfurter – für Liebhaber auch die Züricher – und Magazine wie den Spiegel oder den Stern.

Aber kein brand eins. Deshalb kann ich auch keine Rezension schreiben.

So nutze ich ein Gut, dass immer schon wichtig war … mehr »

Urlaub ist gleich Lesen. Nach dem “Pinguin-Prinzip” (Kotter) und den “”Die kreativen Zerstörern der deutschen Wirtschaft” bin ich jetzt bei der “Trilogie des laufenden Schwachsinns” gelandet. Geschrieben wohl Ende der Sechziger wurde es zum Kultbuch der Siebziger.

Das ist ein dickes und schweres Taschenbuch aus dem damaligen Kultverlag 2001, dass drei Bände umfasst: “Die Vollidioten”,  “Geht in Ordnung – sowieso — genau —” und “Die Mätresse des Bischofs”. Und dann noch die “Erläuterungen zur Roman-Trilogie”.

Das Buch ist gar nicht so einfach zu lesen. Aber es macht ungeheuren Spaß. mehr »

Roland Dürre
Mittwoch, der 11. August 2010

Nürburgring

Mein Nachbar wollte das abgebildete Buch auf den Sperrmüll geben. Bei uns in Riemerling gibt es das noch: alle acht Wochen ist “Sperrmüll”. Dann werden in vielen Haushalten die Speicher entrümpelt und viele schöne liegen Dinge liegen herrenlos auf der Straße. Mehrere Kleinlaster mit östlichen Nummerschildern kreisen dann durchs schöne Riemerling und laden kräftig auf.

Das Buch war mir zu Schade für den Sperrmüll, so habe ich meinen Nachbarn gefragt ob ich es mir nehmen dürfe und er hat es mir geschenkt.

Zur Abwechslung liest sich so etwas auch mal ganz gut. Und viele historische Bilder sind auch drin. Immerhin ist die erste Auflage von 1965, es hat also schon so ein wenig Vintage-Charakter. Im Bild ist die dritte (und letzte) Auflage von 1970 abgebildet.

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Roland Dürre
Donnerstag, der 29. Juli 2010

brand eins im November 2008 – Keine Panik

Das ist schon wieder nicht das Ende!

Das war das Heft zum Thema des Vortrages von Frau Fischer in unserem IF-Forum am 21. Juli 2010. Freundlicherweise hatte die Redaktion von brand eins uns einen ganz schön hohen Berg vom roten Heft mit dem grünen “Button” gesendet.

Zwischen November 2008 und August 2010 befindet sich ja eine kleine Welt. Und so ein altes Wirtschaftsmagazin. Bald zwei Jahre alt. Das ist doch schon fast Presse-Vintage.

Denkste.

Erstaunlich wie frisch das Heft ist. Wahrscheinlich könnte man es ohne große Veränderungen auch im kommenden November veröffentlichen. Sollte man vielleicht machen.

Interessant übrigens, dass das Heft im wesentlichen fertiggestellt wurde, bevor die Lehmann Brüder pleite gingen.

Das Heft kann man übrigens auch online im Archiv von brand eins lesen. Und wer es lieber auf Papier hat, kann es meines Wissens auch beim Verlag nachkaufen.

Es lohnt sich!

RMD

Roland Dürre
Sonntag, der 25. Juli 2010

brand eins im August – Mal andere Gesichter sehen.

Schwerpunkt TIERISCH!

oder

Perspektivwechsel.

So ein Zufall. Am Mittwoch Vormittag lag das neue brand eins in meinen Briefkasten – und am Nachmittag war Frau Fischer in Unterhaching, um bei uns ihren tollen Vortrag über Panik zu halten.

Wie immer hatte ich an den Werktagen keine Zeit zum Lesen. Aber gestern am Samstag Abend, zurück aus dem Hachinger Sportpark und ziemlich depressiv vom verlorenen Auftaktspiel in der 3. Liga gegen Wehen-Wiesbaden, habe ich Trost im brand eins gesucht.

Der Kollege auf dem Titelbild sieht übrigens auch so aus, als ob er gerade vom Haching-Spiel gekommen wäre.

Im Augustheft geht es um Perspektive. Ja, die könnten wir im Hachinger Fußball auch gut gebrauchen! Genau genommen geht es im Heft (und auch bei Haching) um einen einen Wechsel der Perspektive.

Aber eigentlich wollte ich ja übers Heft schreiben …

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Ein Freitagabend in Heathrow. Alles war aus unerfindlichen Gründen verspätet, Terminal 4 und die Air France business lounge waren ein menschenwimmelndes Chaos, die Perspektiven für einen gemütlichen Start ins Wochenende auf dem Gefrierpunkt… Dann fiel mir im bookshop „Xenophobe’s guide…“ in die Hände und ich verpasste fast die Ansage meines Fluges!

Angelsächsischer Humor und ausgeprägte Beobachtungsgabe sind die Ingredienzien eines ironisch-mockierend-augenzwinkernden, teilweise ernsthaften Cocktails. Die Autoren lästern ohne Zurückhaltung jedoch auch ohne Überlegenheitskomplex und Agressivität. Zwischen den Zeilen spürt man Verständnis und Zuneigung für das Anderssein.

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Das war der Titel meines Vortrag am 15.7. an der TU München

Schwül war es am Donnerstag im Hörsaal 1100, als ich am späten Nachmittag um 17:30 zum Ende der Vorlesungsreihe „Innovative Unternehmer“ / Sommersemester 2010 - Führung von wachstumsorientierten Unternehmen - angetreten bin. Vermute mal, dass es im Raum wohl so um die 30 Grad hatte. Um so schöner war es für mich, dass sehr viele Zuhörer gekommen waren.

Die Veranstalterin hatte mir als Vortragsthema “Relevanz von IT in Unternehmen” vorgeschlagen. So habe ich den Vortrag mit einem zwar schon ziemlich alten aber immer noch ganz treffenden Witz eingeleitet:

Wie ruiniert man ein Unternehmen?

Es gibt drei Antworten:

Mit Frauen – das ist am Anstrengendsten.

Mit Glücksspiel – das bringt den meisten Spaß.

Mit IT – das ist am Sichersten.

Nein, über den Sinn von IT im Unternehmen zu reden, das wäre ungefähr so wie über den Sinn von IT im Auto zu sprechen. Und da kommt bei mir nichts Gescheites raus.

:-) Deshalb durfte ich über das Leben, das Wissen, die Informatik und die Ethik reden.

Hier die Meilensteine des Vortrages:

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Ich beginn mal mit der Schlussfolgerung: Alle, für die Philosophen, ihr Leben und ihr Werk ein Buch mit sieben Siegeln ist, die bei der Andächtigkeit abstrakter Gedankengebilde nur gelangweilt gähnen, sollten dieses Buch unbedingt lesen! Für verklemmt ernsthafte Philofreaks gilt das Gleiche!

Zittlau skizziert auf 190 Seiten die Portraits von 40 Denkern. In chronologischer Reihenfolge macht Thales den Anfang, den Schlusspunkt setzt Edward Murphy (ja, der mit dem „law“). Es fehlen weder Descartes, noch Kant, selbst Sepp Herberger hat seinen Platz in der humorigen „hall of fame“.
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Roland Dürre
Sonntag, der 11. Juli 2010

Raucherunternehmensgewinne

:-) Sitze im Zug von Verona nach München, bin gerade in Trento. Es ist Sonntag Mittag, 12:05. Die Nacht war kurz, denn Carmen gestern in der Arena lang (und schön) und der Zug hätte heute früh um 9:05 losfahren sollen.

:-( Der Zug hatte (und hat) aber zwei Stunden Verspätung.

So genieße ich, dass ich Zeit zum Zeitung lesen und Twittern und Bloggen darf.

Im Wirtschaftsteil der “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung” lese ich gerade einen Artikel über die Tabakindustrie. Reemtsma kommt da als Paradebeispiel vor. Reemtsma ist übrigens mittlerweile Tochter von “Imperial Tobacco”, einem der großen “Global Player” des Tabaks wie A.-E. Inbev beim Bier. Mit Reemtsma assoziere ich “Ernte” – die habe ich mit 14 eine Zeit lang geraucht, bevor ich dann auf Rothändle und Gauloise (natürlich ohne Filter) gewechselt bin.

Da erfahre ich, dass Reemtsma im letzen Geschäftshalbjahr bei einem Umsatz von 470 Millionen einen Gewinn von 234 Millionen EURO gemacht hat. Das entspricht einer Umsatzrendite von 50 %. Da ist Inbev übrigens harmloser, die machen nur so 30 % Marge … Irgendwie weiß ich, warum ich keine “Global Player” mag, die meinen, sie müssten ganze Branchen und alle ihre Konsumenten weltweit dominieren.

Im gleichen Artikel wird Warren Buffet zitiert:

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