Gastautor(en) Samstag, der 31. Juli 2010
Wir hauen auf die Pauke für ein Verbot von Streubomben
Unser lieber Kollege Klaus Lukschik-Painter ist seit mehr als 25 Jahren Mitarbeiter von InterFace und Mitglied der Sambagruppe Münchner Ruhestörung.
Wie die “echten” brasilianischen Samba-Blocos ist auch die Münchner Ruhestörung politisch engagiert. Wenn es um den Einsatz für eine gute Sache geht, sind sie mit besonderer Spielfreude dabei!
So unterstützt Klaus und seine Ruhestörung bereits seit mehreren Jahren die Arbeit von Handicap International e.V. Diese internationale Hilfsorganisation setzt sich unter anderem für ein weltweites Verbot von Landminen und Streubomben ein und betreut deren Opfer.
In München auf dem Marienplatz haut die Münchner Ruhestörung deshalb morgen (1. August ) zum Aktionstag um 12 Uhr so richtig auf die eigentlich im Instrumentarium gar nicht vorhandene Pauke und möchte mit dem Musik-Machen auch noch etwas Geld für Streubombenopfer sammeln.
Für jeden der geschätzten 30.000 Trommelschläge, die die Münchner Ruhestörung an diesem Tag spielen wird, möchten sie an Handicap International gerne einen Cent spenden.
Roland DürreDienstag, der 27. Juli 2010
Nachlese zu meinem Vortrag – Anmerkungen #3 Marktführerschaft
Lehren für Unternehmensführer – das Leben, das Wissen, die Informatik und die Ethik
In dieser Artikelserie nehme ich Stellung zum schriftlichen Feedback, welches mich nach dem Vortrag erreicht hat und beantworte die von Studenten vorher gestellten Online-Fragen, die ich in meinem Vortrag nicht ausführlich behandeln konnte.
„Innovative Unternehmer“ / Sommersemester 2010
Führung von wachstumsorientierten Unternehmen
Eine andere, mir auch sehr wichtige Rückmeldung war
“der Referent hält Marktführerschaft für ein eher negatives Unternehmensziel”
Die These “Das Ziel eines Unternehmens muss die Marktführerschaft sein” basiert nach meiner Meinung auf einem überholten Unternehmensverständnis und folgt dem Glauben …
Roland DürreMontag, der 12. Juli 2010
Danke an alle Spender für Agent-Orange-Kinder
Ein ganz großes Dankeschön, an alle Freunde, die an Agent-Orange-Kinder gespendet haben!
Hinweis zum Erhalt der Spendenquittung:
Die Annahme und Weiterleitung der Gelder wurde von der Don Bosco Mission durchgeführt. Die Don Bosco Mission möchte jetzt die Spendenquittungen verschicken. Aus Datenschutzgründen darf sie mir aber nur die Namen nennen, die mit dem Hinweise Agent-Orange und Geburtstag Dürre eingegangen sind. Für diese Spender kümmere ich mich darum, dass sie eine Spendenquittung erhalten.
Jetzt sind aber viele Spenden eingegangen, die nur “Agent Orange” aber keinen Hinweis auf “Geburtstag Dürre” enthalten haben. So bittet Frau Sauff von der Don Bosco Mission alle Spender, ihre Adresse nachzureichen, damit es ihr möglich ist, auch hier die Spendenquittung auszustellen und zuzusenden. Die Adressen werden für keinen anderen Zweck genutzt und nicht behalten.
Francis van Hoi hat mich gebeten, mich bei allen Spendern noch mal ganz herzlich auch in seinem Namen zu bedanken. Er wird weiter von seinem Einsatz berichten, ich weiß, dass er mit erstaunlich wenig Geld Enormes bewegt.
RMD
P.S.
Hier die Adresse:
Don Bosco Mission
z. H. Frau Sauff
Sträßchensweg 3
53113 Bonn
oder
info@donboscomission.de.
mit Vermerk “für Frau Sauff”
Markus SeidtMittwoch, der 28. April 2010
Notizen aus Vietnam #10 – Gute Nachrichten
… und dies gleich dreifach. Zu allererst und am allerwichtigsten: Francis Van Hoi geht es wieder besser. Er war mehrere Wochen richtig krank, zu schwach auch, um per Email von sich hören zu lassen.
Nun ist er wieder unterwegs – und wir sind sehr erleichtert. Hier sein erstes Lebenszeichen:
Ich bin in Thai Binh mit Frau Hargens aus der Schweiz unterwegs, ich werde einen Bericht schicken. Ich bin noch nicht ganz gesund, habe noch Husten, ich lebe zurzeit ziemlich ungesund, Essen und Schlafen unregelmäßig, in Nord Vietnam essen die leute nicht mehr viel Gemüse wie früher und sehr salzig, Trinkwasser ist sehr teuer, fast wie in München und es gibt kein Leberkäse…
Markus SeidtDonnerstag, der 1. April 2010
Notizen aus Vietnam #9 – Gedanken zur offiziellen Statistik
Hanoi, Ostern 2010 – Das Ministerium für Arbeit, Kriegsinvalide und soziale Angelegenheiten, gab kürzlich in Hanoi bekannt, dass in Vietnam mehr als 5,1 Millionen Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen leben, das macht 7% der Bevölkerung.
Die Folgen des Krieges, häufig auftretende Naturkatastrophen und die oft harten Lebensumstände sind der Grund dafür, dass die Zahl der Menschen mit Behinderungen in Vietnam auffällig groß ist. Hier die Daten im Detail:
Markus SeidtMontag, der 22. März 2010
Notizen aus (für) Vietnam #8 – Kinder helfen Kindern
Max und Vildan präsentieren stolz den Scheck über die Gewinnsumme, die sie bei Tabaluga für Francis Van Hois Projekt erspielt haben.
Die Folge wird dieses Wochenende im ZDF und im Kinderkanal ausgestrahlt. Hier die genauen Termine für alle Interessierten und insbesondere deren Kinder.
Samstag, 27. März, 7:15 Uhr im ZDF
Sonntag, 28. März, 11:45 Uhr bei KIKA
Nochmals ein großes Dankeschön!
MS
Markus SeidtDienstag, der 16. März 2010
Notizen aus Vietnam #7 – Kündigungen
Liebe Freunde,
die Vietnamesen haben ihr Neujahrsfest groß gefeiert. Sie haben viel Geld dafür ausgegeben, mit Recht, sie haben ein Jahr lang hart gearbeitet, besonders die Bauern, die ihren kleinen Grund und Boden bewirtschaften, und ihre Produkte so billig verkaufen müssen, dass sie nicht in der Lage sind, ihren Kinder eine richtige Schulausbildung zu finanzieren oder, wenn sie krank sind, eine ordentliche Behandlung zu bezahlen.

Währen der Feiertage lief mein Handy heiß, ich war fast immer online, weil die Kinder mit mir einfach sprechen wollen, sie fühlten sich einsam und allein, sie möchten einfach nur reden ….
Nur leider bin ich für Telefon Seesorge nicht ausgebildet, so versuchte ich Trost zu spenden so gut ich konnte.
Wir haben 2 Wohnungskündigungen bekommen in Ha Noi und müssen eine Notlösung für die Kinder finden.
Es sind 32 Kinder, die meisten sind Mädchen, sie arbeiten als Schneiderinnen, ohne Festlohn, sondern nach Stückzahl. Es war immer schwer für die Mädchen allein schon wegen ihrer körperlichen Behinderungen die Aufträge rechtzeitig zu liefern.
Roland DürreSonntag, der 14. März 2010
Wirtschaftsflüchtlinge.
Am Sonntag höre ich immer gerne die Sonntagsbeilage von Michael Skasa auf Bayern 2 (Radio). Die Sendung läuft nach den 10:00-Nachrichten und wird dann um 17:00 wiederholt. So gelingt es mir doch öfters, da ein wenig reinzuhören.
Am letzten Sonntag war das Thema “In die Fremde”. Das ging mein “polyglottes Herz” natürlich auf.
Besonders beeindruckend fand ich den Beitrag über “Wirtschaftsflüchtlinge”. Drei Auswanderer-Briefe von (Christian Höning – Luchterhand – Amerika ist ein freies Land) wurden vorgelesen. Ein aktuelles Thema. Die Briefe waren aber 200 Jahre alt – und die Wirtschaftsflüchtlinge kamen aus Deutschland.
Das hat mich wieder an meinen Artikel zur Flüchtlingsbekämpfung erinnert. Ich verstehe immer noch nicht, warum wirtschaftliche Not als Fluchtmotiv so abfällig bewertet wird.
Vor 200 Jahren kamen die Flüchtlinge aus einem armen und hungernden Europa. Heute bekämpft die reiche EU die Wirtschaftsflucht nicht nur aus Afrika. Und sperrt die Flüchtlinge in Lager wie auf der Insel Lampedusa ein und nutzt sie dann für die Ernte z.B. von Pfirsichen als billige Arbeitskräfte.
Jetzt freue ich mich schon darauf, was die Sonntagsbeilage von heute bringen wird.
RMD
Markus SeidtDonnerstag, der 25. Februar 2010
Notizen aus Vietnam #6 – Bauen Sie ein Haus mit uns
Das kleine Haus in der Provinz Nam Dinh hat 50 qm, es war eine Autowerkstatt. Bischof Peter hat das Haus für 7 behinderte Mädchen gekauft und renoviert – es war eine Notlösung für die Mädchen.
Anfangs haben die Kinder nichts verdient, weil keines von ihnen eine Ausbildung hat. Ihre Familien können für sie nicht sorgen, mit ihren körperlichen Behinderungen sind sie praktisch nicht fähig zu arbeiten und niemand will sie haben. Ihr Anblick erschreckt viele Menschen.
Das kleine Haus ist kaputt im Sinn des Wortes. Die Pläne für den Neubbau sind fertig. Etwa die Hälfte der Gesamtkosten von etwa 40.000 € steht schon bereit. Bitte helfen Sie uns dabei, die Restsumme aufzubringen.
Klaus KüsterDonnerstag, der 11. Februar 2010
Partisanen gesucht.
Am 3o.1o. – in der Sendung “Immer noch benachteiligt” – heißt es im Deutschlandfunk:
Aus “ungelernten Arbeiterfamilien” schaffen nur 11 Prozent den Sprung auf die Hochschule. Tendenz: fallend.
Am 18.11.schreibt der Bildungsökonom Ludger Wössmann in der SZ:
Unzureichende Bildung stellt das Kernproblem der deutschen Arbeitslosigkeit dar. Bei zwei Kindern mit unterschiedlichem familiären Hintergrund – aber exakt dem gleichen (gemessenen) Kompetenz-Niveau ist die Wahrscheinlichkeit, ein Gymnasium zu besuchen, bei einem Akademikerkind viermal so hoch wie bei einem Arbeiterkind. Bei Beamtenkindern, die ein Elterteil mit Hochschul-Abschluß haben, nehmen 95% ein Hochschulstudium auf. Bei Kindern aus “gelernten Arbeiterfamilien” 17%.





