Roland DürreSonntag, der 21. November 2010
brand eins im Dezember – Unberechenbar!
Die Ökonomie der Familie
Assoziere immer im Leben – so auch bei jedem neuen Titel des brand eins.
Unberechenbar!
Das gefällt mir! Schreibe ich doch gerade an einem Artikel über Operation Research (OR) und Unternehmensforschung. Beides ist laut Wikipedia das selbe. Fordere aber, dass sich Unternehmensforschung mehr mit Führung und Unternehmenskultur beschäftigen und nicht Unternehmen in mathematische Modelle zwängen sollte wie die OR.
Die Ökonomie der Familie
Klar. Familie ist für mich so wichtig, was wäre ich ohne sie? Gerade als Unternehmer finde ich Familie gut: Eine Familie ist auch nichts anderes als ein kleines Unternehmen und für die Gründung einer Familie braucht es besonders bei der Frau ein großes Unternehmerherz.
Aber ich wandere mal durchs Heft:
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Roland DürreDienstag, der 26. Oktober 2010
HITPC, das Männchen und der Wagen
Heute mal ein kurzer Blick in die Vergangenheit von InterFace
Bei InterFace gibt es immer viele Kleinigkeiten mit IF-Logo. Ich glaube, dass auch das ein wenig mit hilft, Identität zu stiften – und weiß, dass viele Unternehmen, die ich schätze, es ähnlich machen. Zudem gibt es bei uns jedes Jahr ein schönes Weihnachtsgeschenk für die Mitarbeiter – natürlich auch immer mit unserem IF-LOGO.
Über die Jahre kommt da viel zusammen. Von der Schachtel mit den Pfefferminztabletten bis hin zur InterFace-Jacke, von den vielen verschiedenen Tassen bis zum Geschirr inklusive Weißwursttopf, von der Sporttasche bis zum kleinen Taschenmesser.
Und so entstand auch mal eine kleine Figur. Die nannten wir
“HITPC-Männchen”
Unser Textsystem gab es nicht nur für Unix, sondern auch für PCs. Und zwar nicht nur in Deutsch sondern z.B. auch in Russisch (kyrillisch)!
Und als Verlängerung der UNIX-HIT-CLOU Werkbanken war der HITPC auch auf DOS ganz schön verbreitet. Und besonders für die DOS-Nutzer haben wir das HIT-PC-Männchen entworfen. Das hat immer eine gute Figur auf den damals noch recht plumpen PCs gemacht.
Die hübsche Werbefigur aus Plastilin wurde von Hildegard Heidecker entworfen. Sie hat unseren Service-Gedanken in Gestalt gebracht.
Damals gab es auch einen (original) Märklin-Wagen von der InterFace Connection, auf dem auch unser HIT-PC-Männchen abgebildet war.
Der Wagen wurde in der kleinstmöglichen Limitierung (ich meine 200 Stück, bin mir da aber nicht mehr so sicher) aufgelegt und unseren Kunden und Mitarbeitern zu Weihnachten geschenkt.
Dieser Wagen hat es dann auch in den Koll-Katalog für Märklin-Werbemodelle geschafft und einen (angeblich) ziemlich hohen Sammlerwert erreicht.
Das ganze ist jetzt schon über zwanzig Jahre her.
RMD
P.S.
In Unterhaching im 2. Stock – gleich neben dem Empfang – kann man ein vergoldetes HITPC-Männchen bewundern. Das hat uns Frau Heidecker zum 25. Jubiläum geschenkt! Und natürlich auch noch einen der Märklin-Wagen bei mir im Zimmer.
Roland DürreSonntag, der 11. Juli 2010
Kontext
1969 habe ich in der Informatik-Vorlesung des großen Professors F.-L. Bauer kurz nach dem Abitur das erste Mal den Begriff “kontextsensitiv” gehört. Vieles im ersten Semester habe ich nicht verstanden, wie auch manche Themen und Bilder in dem die Vorlesung begleitendem Buch “Informatik 1″, dem berühmten gelben “Bauer/Goos”.
Erst viele Jahre später, mittlerweile mit F.-L. Bauer befreundet, in vielen persönlichen Gesprächen mit ihm und gemeinsamen Begehungen der Abteilung Informatik im Deutschen Museum, habe ich begriffen, was Informatik eigentlich ist.
Mit dem Begriff “kontext-sensitiv” war das ähnlich. Der Begriff war für mich relevant, wenn es um Programmieren und Programmiersprachen ging. In meinem Programmierer-Leben ist mir schnell klar geworden, dass geschaffene Software inklusive aller Korrekturen und Änderungen frei von “Kontext-Sensivität” sein muss.
Im Vergleich zur menschlichen Kommunikation erscheint die Beschreibung eines Problems in einer formalen Sprache oder die Lösung des selbigen mit einer Programmiersprache geradezu trivial. Aber gerade im echten Leben spielt der “Kontext” die entscheidende Rolle. mehr »
Roland DürreDonnerstag, der 11. März 2010
Neuperlach
Am Dienstag, den 9. März fand im Siemensgelände in Neuperlach die Wahl des Siemensbetriebsrates statt. In den noch von Siemens genutzten Gebäuden im Gelände konnte man aus den Lautsprechern auf Deutsch und Englisch die eindringliche Aufforderung hören, unbedingt an der Wahl teilzunehmen. So laut, dass man sich im Meeting nicht mehr unterhalten konnte.
Obwohl ich in meinem Leben viel Zeit hinter diesen Mauern verbracht habe, war es das erste Mal, dass ich die Anlage bewusst gehört habe. Lautsprecherdurchsagen in Gebäuden berühren mich immer ein wenig, ist irgendwie eine Mischung von Schule, Bundeswehr und Orwell.
Hintern den Zäunen in Neuperlach kursieren immer zahlreiche Gerüchte. Da ich dort immer noch viele Menschen kenne, werde ich bei meinen Besuchen immer frisch mit Informationen aufmunitioniert.
Am Dienstag hat mich ein Gerücht einer besonderen Qualität erreicht. Just an diesem Tag soll beurkundet worden sein, dass die Siemens AG das Gelände Neuperlach an einen “real estate investor” verkauft.
Roland DürreMittwoch, der 23. Dezember 2009
Hommage an Gudrun!
Alle Jahre wieder zu Weihnachten werden Erinnerungen wach. Und oft hat man das Glück, alte Freunde wieder zu sehen.
Da gibt es dann ganz besonders nette Treffen. Längst vergangene Zeiten werden wach, Erinnerungen ausgetauscht und fast vergessene Weggefährten wieder lebendig.
Ein besonderes Treffen habe ich immer mit Frau Dr. Gudrun Falkner. Gudrun und ich haben uns in einer der ersten Informatikübungen vor 38 Jahren an der TUM kennen gelernt. Bis heute gelang uns nicht, die uns damals erklärte zweiwertige Logik zu verstehen.
Es waren gute Jahre. Eines Tages ging die Gudrun über den großen Teich nach Amerika. Zurück in Deutschland machte sie an der TUM ihren Doktor, wurde so zu Dr. Gudrun B. Falkner und arbeitete anschließend viele Jahre bei der InterFace. Ihr Schwerpunktthema war Neuland: Die Entwicklung von technischen Dokumentationen für IT-Systeme.
Dann ereilte sie der Ruf der Wissenschaft. Heute lehrt sie an der Hochschule in Stralsund, wo sie auch als Gleichstellungsbeauftragte wirkt. Das Bild ist von ihrer dortigen Website.
Und einmal im Jahr treffen wir uns in der Weihnachtzeit zum Abendessen beim Thailänder in Neubiberg. Und quasseln über Gott und die Welt, über die Vergangenheit und die Zukunft.
Es war ein schöner Abend!
RMD
Roland DürreDonnerstag, der 13. August 2009
InterFace Geschichte #11 – C++ erreicht Deutschland und GNU die InterFace (1988)
In 1988 war ich auf meiner ersten Uniforum, der zentralen und internationalen Unix-Tagung in den USA. Hier zur Info ein zeitgenössischer Bericht aus der Computerwoche über die Uniforum 1988.
Die Veranstaltung fand in Dallas statt. Es war auch mein erster Besuch in den USA. Gemeinsam mit Jacob Rosendorfer, Rainer Schaaf und Wolf Geldmacher (alle von InterFace) waren wir dort. Wir waren schwer beeindruckt: die riesige Halle mit drei Großleinwänden parallel, Unmengen von Besuchern, selbst organisierte “Birds of the feather”-Veranstaltungen und Parties im 2-Stunden-Rhythmus.
Ein wichtiges Thema auf dieser Messe war C++. Einer der Helden der Messe war Bjarne Stroustrup (hier seine Homepage). Die zweite Auflage “The C++ Programming Language” (Addison-Wesley, first edition 1985) war gerade erschienen und wurde von der Palette weg verkauft. Wir haben ein paar der ganz frischen Bände mit nach Deutschland gebracht.
Und wir haben die Firma “Glockenschlag” entdeckt.
Roland DürreSonntag, der 14. Juni 2009
Computer Vintage #12 “Wie der Werkschutz den Betriebsrat hopps nahm” oder “Der gehackte Erlkönig” (1980)
Ende 1979 habe ich innerhalb Siemens gewechselt. Von UB D DF 131 ging ich nach UB D VS. Die erste Abkürzung stand für das Labor für Datenfernverarbeitung, das Kürzel VS in der zweiten Abkürzung für Vertrieb Sonderprojekte.
Dort spielte die “IT-Musik”: Projekte wie START (die erste Vernetzung von DB, Reisebüros und Lufthansa), ITS (das integrierte Transportsystem der Deutschen Bundesbahn), SNATCH (SNA-Transdata Coupling of Hosts) oder auch Dispol (ein völlig neues Computernetz für die Bayerische Polizei) waren revolutionär mit bis dahin unvorstellbarer neuer Funktionalität.
Der Wechsel war für mich sehr vorteilhaft, da ich tariflich von bei 6.2 stehend nach 7.2 befördert wurde. Das war damals eigentlich bei Siemens unmöglich, aber bei den Sonderprojekten ging manches, was im normalen Siemens-Leben unmöglich war.
Mein Einsatz war in SNATCH geplant. Transdata kannte ich, aber von der Konkurrenz von IBM (SNA) hatte ich nur rudimentäre Kenntnisse hatte. Auch das wollte ich durch meinen Wechsel ändern.
Aufgrund großer Schwierigkeiten im Projekt Dispol wurde dort dringend ein TRANSDATA-Spezialist gebraucht. So wechselte ich unter Murren ins Projet Dispol, habe das später aber nie bereut.
Was macht man, wenn man neu in eine Abteilung von IT-Spitzenkräften kommt? Man zeigt sein Können, um gleich mal fachlich respektiert zu werden.
Roland DürreSamstag, der 30. Mai 2009
Twitter und die Lochkarte
Ein paar Jahre lang habe ich viel mit Lochkarten gearbeitet. Lochkarten waren damals etwas total Innovatives. Keine blöden Lochstreifen mehr. Und die Flexibiliät. Bei Lochkarten konnte man etwas einfügen (Bei Lochstreifen völlig unmöglich).
Die abgebildete Lochkarte (übrigens aus Wikipedia) enthält 40 Zeichen. Unsere Lochkarten waren moderner und hatten 80 Zeichen (Spalten in unseren “Sheets”, auch Programmierformulare genannt, die wir mit Bleistift ausfüllten und dann als gestanzten Lochkartenstapel zurück bekamen. Das war noch eine Art zu Programmieren!).
Die Spalte 72 mußte man markieren, wenn auf der nächsten Karte die Fortsetzung war. Ab Spalte 73 waren die Zeichenfelder der Nummerierung vorbehalten. Die Spalte 71 war für etwas besonderes reserviert (kann für ein Kommentarzeichen oder so etwas ähnliches gewesen sein – ich weiß es nicht mehr).
Robert KulzerFreitag, der 15. Mai 2009
VCFE Impressionen (Vintage Computer Festival Europe)
Vorm 1. – 3. Mai hat in München das VCFE (Vintage Comuter Festival Europe) stattgefunden. Habe auch in einem Post darauf hingewiesen.
Unten ein paar Schnappschüsse, die Roland Dürre gemacht hat. Solche wunderschöne Gerätschaften wurden dort gezeigt, die meisten absolut lauffähig.
Der Herr auf dem letzten Foto ist Wolfgang Stief, bestens bekannt von der GUUG.
RMD
Roland DürreMittwoch, der 29. April 2009
Vintage Computer Festival Europe in München (1. – 3. Mai 2009)
Es ist wieder soweit! Ab Morgen gleich für drei Tage findet vom 1. bis zum 3. Mai in München wieder das jährliche Computer Vintage Festival Europe statt.
Veranstaltungsort ist wie immer die Mehrzweckhalle des ESV München Ost, Baumkirchner Straße 57 in 81673 München. Öffnungszeiten sind Freitag und Samstag von 9:45 bis 18:30, am Sonntag von 10:15 bis 16:30 Uhr.
Alle Informationen finden Sie hier!
Ich freue mich schon darauf und werde auf jeden Fall vorbeischauen. Bin gespannt, was ich da für Systeme aus meiner IT-Urzeit wieder entdecken werde.
Das Bild ist eine Kostprobe von Rolo Zollners Computer Vintage Photo Galerie, die wir in Bälde in IF-Blog eröffnen werden!
RMD












