Roland Dürre
Montag, der 11. März 2019

Wem gehört das Internet … ?

I wonder if he knows the answer?
Römische Kopie eines griechischen Platonporträts, das wohl von Silanion stammt und nach dem Tod Platons in der Akademie aufgestellt wurde, Glyptothek München.

Ich behaupte ja, dass man erst nach Lösungen suchen soll, wenn man die „richtigen“ Fragen gestellt hat. Mich beschäftigt zurzeit, nicht nur in meinen Vorträgen, wie es mit der Digitalisierung weiter gehen wird.

Ich fürchte, dass das Internet auf verschiedenen Ebenen gefährdet ist. Also überlege ich mir zentrale Fragen.

Eine ganz wichtige Frage dazu ist:

Wem gehört das Internet?

Das meine ich genauso, wie ich es schreibe. Mein Smart-Phone wie meine Rechner, die ja auch Teil des Internets sind, gehören mir. Aber wem gehören die ganzen Leitungen und Rechenzentren, die es für das NETZ braucht? Und wer hat die Definitions-Hoheit? Wer beschließt eine Umstellung der Protokolle, wenn dies aufgrund von Nutzer-Veränderung notwendig sein sollte? Wer regelt die Sicherheit? Wer hat die Verantwortung, wenn die Infrastruktur kaputt ist?

Die Frage habe ich jetzt auch schon ein paar Mal gestellt. Weil ich die Antwort nicht weiß. Ich habe sie sehr klugen Menschen gestellt, die normaler Weise alles über Digitalisierung und verwandte Themen wissen. Aber auch die konnten sie mir nicht beantworten.

Aber vielleicht wissen das meine Leser?

Dann beantwortet bitte auch gleich weitere Fragen, wie zum Beispiel:

Wem gehört Wikipedia?

Unsere riesige Lexika-Infrustruktur. Die einzigartig unabhängig und frei ist. Auch frei von Werbung. Die keinem Konzern und keiner Partei gehört. Von Ehrenamtlichen gestaltet und von Spenden finanziert wird. Ein wunderbares Beispiel für „Open Source“. Etwas, auf das die Internet-Community stolz sein könnte.

Was machen wir, wenn es nicht mehr genug Wikipedianer bereit sind, diese immer wachsende Infrastruktur weiter zu pflegen? Wenn die Technologie veraltet und das System verfällt. Wer bekommt oder übernimmt das Wikipedia-Imperium, wenn es zusammenbricht?

Oder habt Ihr da noch mehr so spannende Fragen? Wie z.B. was mir machen, Youtube und ähnliche Dienste abgeschaltet werden?

Freue mich über Antworten und Fragen.

RMD

Roland Dürre
Sonntag, der 10. März 2019

Facebook: Impfgegner erhalten weniger Sichtbarkeit.

Unter obriger Überschrift lese ich bei Heise.de folgenden ersten Satz:


Dem Kampf gegen die wachsende Zahl von Impfgegnern schließt sich nun auch Facebook an. Das US-Portal kündigt erste Maßnahmen an.


Weiter lese ich:


Immer mehr Widerstand

Mit dem Schritt folgt Facebook Pinterest und Google, die in ähnlicher Weise damit begonnen haben, Impfgegnern die Sichtbarkeit auf ihren Plattformen zu beschneiden. Pinterest zeigt bei Suchen nach den englischen Begriffen „vaccination“ (Impfung) oder „vaccine“ (Impfstoff) keine Treffer mehr an, Youtube hat jüngst angekündigt, Videokanälen von Impfgegnern weltweit den Geldhahn abdrehen zu wollen. Facebook will nun auf Basis von Informationen der Weltgesundheitsorganisation und der US-amerikanischen Zentren für Seuchenkontrolle und -prävention gegen Impftäuschungen („vaccine hoaxes“) vorgehen.


Diese Meldung passt gut in die Zeit, in der wir in Europa „Up-Load-Filter“ einführen wollen. Facebook, Google und Pinterest maßen sich an, zu wissen, was für die Welt besser ist. Und entscheiden, wer seine Menung vertreten darf und wer nicht.

Nicht die Kerze hat mich vor Kinderlähmung geschützt, sondern die Schluckimpfung.

Beim Stichwort „Impfen“ fällt mir sofort Kinderlähmung ein. Ich habe in meiner Kindheit diese grausame Krankheit bei Kindern erlebt. Und natürlich war für mich die Impfung gegen Kinderlähmung ein großer Segen, denn mir war klar, dass so sehr viele Menschen vor den schrecklichen Folgen der Krankheit geschützt wurden. So war für mich die Impfung gegen Kinderlähmung ein großartiger Erfolg – auch der beteiligten Pharma-Konzerne.

Das nächst Schreckliche, was ich in meinen jungen Jahren in meiner Umgebung in Punkte Erkrankung erlebt habe, waren die „Contergan-Kinder“. Am Anfang war das auch eine schreckliche Krankheit, wir wußten ja nicht, dass die Missbildungen von einem sehr fragwürdigen Medikament verursacht worden sind.

So kam bei mir früh ein Misstrauen gegen die Pharmazie-Konzerne und ihre Produkte auf. Hat diese doch mit Contergan bewiesen, dass sie beim Geschäftemachen nicht immer so genau auf den Nutzen schaut. Meine Sorge ist, dass diese Industrie auch mit Impfen gerne ihr Geld verdient, auch wenn Impfen nicht nur nutzt. Obwohl ich also alles andere als ein „Impfgegner“ bin, habe ich schon so meine Zweifel, ob jede Impfung sinnvoll ist. Denke ich an Grippe, fällt mir sofort Tamiflu ein, das ja vor allem die Bilanz der Schweizer Pharmakonzern Roche gesund gemacht hat.

Immer im Herbst stelle ich mir die Frage, ob ich mich zur Grippe-Impfung anmelden soll. Bin ich doch als bald Siebzigjähriger besonders gefährdet. Ich gehe dann aber nicht zum Impfen, weil ich gelesen habe, dass die Immun-Systeme älterer Menschen ein gutes Immun-Gedächtnis haben.

So gibt es Impfungen, die ich für zwingend notwendig und sehr sinnvoll halte (Hepatitis, Kinderlähmung, Gelbfieber und ähnliches) und andere, die ich eher für schädlich halte. Und da wir ja auch aufgrund der DVSGO (Datenschutz) keine vernünftige auf Bigdata basierende Medizin haben, ist das für mich auch schwer zu entscheiden.

Aber ich bin froh, wenn solche Themen kritisch diskutiert werden – und finde es eine Katastrophe, wenn sich da die Mächtigen einschalten. Am liebsten würde ich im Angesicht der upload-Filter ausrufen:

Wehrt den Anfängen!

Irgendetwas ist faul im Internet, wenn mächtige Konzerne die Meinungsbildung beeinflussen wollen und können. Und das zum Ziel der Gesetzbildung wird.

RMD

Hans Bonfigt
Montag, der 7. Januar 2019

Crisis ? What Crisis ?

Es ist noch nicht lange her, etwa um die Zeit der Eröffnung der letzten CeBIT, da forderten Spitzenpolitiker, namentlich Sickmar Gabriel und Angela Merkel, Menschen also, denen besonders im Osten gehuldigt wird:

Das mit der Statik überdenken wir aber nochmal …

 

Beide hier angesprochenen Sympathieträger hatten eine klare Botschaft, „Wir brauchen keine Datensparsamkeit, sondern Datenreichtum,  denn Daten sind der zukünftige Rohstoff“.

Nun, mit dem neuen „Cyber-Hack“ wurde geliefert wie bestellt !

Aber das scheint ja dann auch wieder nicht das zu sein, was gewünscht war.  Man spricht hochtrabend vom „Verrat an der Demokratie“.   Genau – das sage ich seit Jahren, Merkel und Gabriel sind Verräter der Demokratie.  Nichts Neues also.

Aber auch das ist wohl nicht gemeint.  Offenbar hatte die selbsternannte „Politische Klasse“ nicht die eigenen Daten im Sinn, als es um den „Datenreichtum“ ging, sondern die Daten des „Packs“.

Nun ist das gemeine Volk völlig beratungsresistent, hat überall „Payback-Karten“, „Kundenkarten“, macht jedes Preisausschreiben mit und meldet sich in beliebigen „sozialen Netzwerken“ an, insbesondere auf „Facebook“ oder „Twitter“.  Allein ein Blick in die Visage dieses „Zuckerbergs“ sollte eigentlich einen kultivierten Mitteleuropäer dazu bewegen, diese fiese Proletenschwemme zu meiden wie der Teufel das Weihwasser.   „If the service is free, YOU’re the product being sold“, das ist wohl das mindeste, was heute ein Haupt- oder Gesamtschüler, zumal in Bayern, internalisieren sollte.  Ein Gymnasiast sollte darüber hinaus wissen, daß amerikanische Unternehmen qua Gesetz faktisch gezwungen sind, gegen den bei uns gesetzlich vorgeschriebenen Datenschutz zu verstoßen.  Aber weit gefehlt:   Auch meine ehemalige Lehranstalt prostituiert sich „auf Facebook“.

Das gemeine Volk denkt natürlich nicht daran, sichere Paßwörter zu benutzen.  Und schon gar nicht mehrere.  Es reicht also die Kompromittierung eines einzigen Kundenportals, und schwupp sind alle Konten auf einem rumänischen Server.   In absolut krimineller Manier kauft die Bundesrepublick Deutschland zudem illegale Werkzeuge, die „dem Pack“ selbstverständlich strafbewehrt verboten sind.  Dumm nur:  Kein anständiger „echter“ Hacker gäbe sich für die Mitarbeit beim „BSI“ oder beim „Cyber-Abwehrzentrum“ her.  Auch der „BND“ bekommt keine Leute.   Das hat seine Gründe.  Es wäre für mich sozialer Selbstmord, für dieses korrupte System zu arbeiten – nicht einmal meine Frau würde mich noch anschauen wollen.   In aller Regel vegetieren innerhalb der „Dienste“ charakterschwache Verlierer, denen wirkliche Fachkenntnis fehlt.  Und in der Hand dieses „Personals“ verkehrt sich Sicherheit ins Gegenteil.

Aber bleiben wir beim dummen Volk:   Der Umgang mit den eigenen Daten ist derart fahrlässig, daß man Kevin Müller oder Chantal Meier nicht mehr als „Opfer“ sehen muß, sondern als Täter oder zumindest „Begünstiger“.

Mit „Facebook“, „Twitter“ und „Payback“ bekommen Kevin und Schantalle genau das, was sie verdienen.  Mögen sie daran verrecken.

 

Erkläre Chimäre

Aber diesmal hat es ja eine ganz andere Species getroffen, die eingangs erwähnte „Politische Klasse“.

Was sind das für Menschen?  Nun, vielleicht erinnert sich der eine oder andere an die  San Franzisko – Reise einer fraktionsübergreifenden Bundestagsdelegation.  Es ging um das amerikanische Gesundheitswesen.  Organisiert wurde dies von einem Mitarbeiter der deutschen Botschaft.   Nun, der schrieb einen geharnischten Brief nach Berlin, denn die Damen und Herren waren allesamt vom Stamme Nimm.  Dreist forderten sie, den Kalender nicht mit zu vielen sachbezogenen Themen zu überfrachten, man wolle sich auf eigene Faust informieren, insbesondere über die Schuhindustrie.  Eine der Teilnehmerinnen ist von Beruf Schuhfabrikantentochter.    Den eigentlichen Termin sagte man kurzerhand ab, weil ein Mitglied der amerikanischen Gastgeber überraschend ausfiel.  Es sei schon sehr wichtig, ließ man die amerikanischen Kollegen wissen, daß man sich „auf Augenhöhe auszutauschen“ gewohnt sei.  Peinlich nur:  Die blasierte Mischpoke befand sich bereits in Freizeitkleidung, bevor sie vom Ausfall der Amerikanerin erfuhr.  Aber schlimmer noch:  Wie müssen sich die amerikanischen Gastgeber gefühlt haben ?   Geht es bornierter, geht es undankbarer, geht es widerlicher ?   Um es vorwegzunehmen:   JA, ES GEHT.  Eine der „Damen“ litt unter einer verletzungsbedingten Gehbehinderung und verlangte am Flughafen forsch nach einem Rollstuhl.  Nun entsprach das auf die Schnelle besorgte Modell nicht den Ansprüchen der Dame und die Delegation forderte „einen Neger an, um den Rollstuhl zu schieben“.  Ja, es sei nicht ausgeschlossen, so ein Delegationsmitglied, daß er in der Hitze des Gefechts diesen Begriff gebraucht habe.  Nun ist gegen den Begriff „Neger“ nun einmal nichts einzuwenden, ganz im Gegenteil, es ist der einzige verwendbare.  „Farbiger“ zielt ja wohl eher auf Punker ab, nicht alle Neger sind „Schwarze“ und „Afrodeutscher“ paßt auch eher selten.  Wenn aber jemand einen „Neger“ anfordert für, aus der Perspektive eines bornierten Möchtegernpolitikers gesehen, „niedere Arbeiten“, dann steckt da eine verräterische, dafür aber umso widerlichere Botschaft dahinter:  „Für niedrige Arbeit ist der Neger vorbestimmt“.   Nun werden Sie fragen:  „Sitzt diese widerliche Mißgeburt immer noch im Bundestag?“.   Aber ja, selbstverständlich.   Aber das beste kommt jetzt:  Die Rollstuhlfahrerin (oder eben Nichtfahrerin) ist jetzt, ganz aktuell, „Die Beauftragte der Bundesregierung für Integration“.    Wer möchte, kann noch mehr Details über diese „Dienstreise“ lesen, aber Vorsicht:  Macht schlechte Laune.

Mit solchen Ersatzmenschen wie hier beschrieben hat man es im Bundestag zuhauf zu tun.  Und wenn sie sich schon in Gastländern so benehmen, daß jedem halbwegs kultiviertem Menschen der Atem stockt, wie sollte man sich dann deren Umgang mit eigenen Mitarbeitern vorstellen ?   Ja, lieber Leser, Sie ahnen es bereits:  Unterirdisch.   Unter IT-Administratoren „kennt man sich“, es gibt da zum Beispiel ein jährliches Treffen auf Schloß Ebersberg, wo man sich in lockerer Atmosphäre austauscht.  Und man bekommt da so einiges zu hören.   Beispielsweise wird IT-Mitarbeitern dreist mit sofortiger Kündigung gedroht, wenn nicht sofort das gewohnte, dreistellige Paßwort für die Frau Abgeordnete wieder eingestellt wird.  Es müssen selbstverständlich auch alle Dinge installiert werden, die sich eigentlich nicht auf den Bundestagssystemen befinden dürfen.  Während die Abgeordneten so technikaffin sind wie ein rosa Pudel, haben sie aber eines begriffen:  Sie lassen sich ein Programm installieren, welches die lokalen Proxyserver des Bundestages umgeht, um so ohne Überwachung Pornographie zu konsumieren oder aber Kanäle zu den Organisationen aufzubauen, von denen sie geschmiert werden.  Wenn Administratoren diesen Nulpen zu erklären versuchen, daß sie damit das gesamte Netz der Bundestagsverwaltung gefährden, gibt es wieder Drohungen und Beschwerden gegen den Mitarbeiter.  Daß ab und zu einmal Politiker-Notebooks als Pfand im Puff landen, ist ja aus der Tagespresse bekannt.

Nun müssen wir festhalten:   Was gibt es Unnützeres als eine Horde gekauftes Stimmvieh, das sich unter gröbster Verletzung unseres Grundgesetzes der Fraktionsdisziplin unterwirft ?  Diese Menschen tun nichts Sinnvolles.  Ergo bräuchten sie auch keinen „Computer“.   Und genau DAS wäre eine effiziente, RADIKALE Lösung eines eklatanten Sicherheitsproblems.  Allen ein „IPad“ zur Bespaßung, das reicht.

Ach, das haben sie schon ?   Na, umso besser !  Dann wäre das ja geklärt:   Genau so, wie man Alkoholikern sinnvollerweise die Fahrerlaubnis entzieht, nehme man den Abgeordneten einfach das restliche elektronische Spielzeug weg.  Man wirft ja auch keine geladene Maschinenpistole in den Schimpansenkäfig.

 

Ein niedliches Frauchen

Es bedarf aber noch anderer Maßnahmen.   Das obige Bild zeigt „Digital – Staatsministerin“ Dorothee Bär.   Bevor ich jetzt wieder lästere:   Ich finde die Dame recht knuffig, mit einem warmen, herzlichen Gemüt, bestimmt ist sie auch fleißig, kann kochen und ist eine gute Mutter.  Und diese leichte Ansatz zur Pummeligkeit steht ihr.  Ich wollte gar keine Frau mit klassischen Model-Maßen haben.   Also, wenn ich mir das Frauchen so angucke, dann komme ich in Versuchung nachzudenken, ob ich vor zwanzig Jahren bei der Frauenauswahl nicht einen gewaltigen Fehler gemacht habe.

Aber diese bayerische Maid, die garantiert wieder so etwas Nutzbringendes gelernt hat wie die Kollegin Sylvana Koch-Mehrin, mit einer wichtigen Aufgabe zu betrauen ?  Wo sie sich, es ist noch keine zwei Wochen her, explizit dafür ausgesprochen hat, bei der „Elektronischen Gesundheitskarte“ den Datenschutz auszuhöhlen ? Was kann da schon schiefgehen ?  Am Arm trägt sie eine „Apple“ – Uhr, das läßt auch auf ein „Apple“ – Mobiltelephon schließen.   Also sind Madames Daten, und natürlich auch die ihrer Kinder, garantiert sicher in der „Apple – Cloud“.  Hätte man da nicht jemanden nehmen können, der sich damit auskennt ?

 

Warum nicht Sie ?

Das ist Constanze Kurz, ist auch nett anzuschauen, benutzt aber zusätzlich ihr Gehirn und zeigt Haltung.  Das will ich der Frau Bär ja gar nicht absprechen, aber die Frau Kurz verfügt über eine fundierte fachliche Ausbildung zum Thema und hat auch hochinteressante Dinge im fachlichen Kontext publiziert.  Desweiteren engagiert sie sich im CCC.

Das wäre einmal eine starke Wahl für eine fachlich kompetente Staatsministerin gewesen.

 

Crisis ?   What Crisis ?

Und so wird sich nichts ändern.  Alle zusammen benutzen weiterhin schön Microsoft und vor allen Dingen „Outlook“, das Haupteinfallstor für Trojaner aller Art.  Obwohl jeder weiß:  Virenscanner helfen nicht !   Das einzige, was hilft (meine Frau hängt seit 1996 breitbandig mit „Windows“ im Internet ab und hatte noch nie einen „Virus“), ist die eigene Intelligenz und Medienkompetenz.  Und die fehlt ganz pauschal bei fast allen Politikern.  „Microsoft Windows“ ist aber ein exzellentes Werkzeug, um den Wirkungskreis von Dummheit dramatisch zu vergrößern.

Und ohne jetzt Roß und, äh, Reiter zu nennen:  Das ist dann wohl auch der Grund dafür, daß ein besonderer Unsympathieträger einer großen deutschen Stadt die Wiedereinführung von „Windows“ betreibt.

-hb

 

Roland Dürre
Sonntag, der 23. Dezember 2018

TWITTER.

Der Artikel von Hans Bonfigt zu meinen Gedanken über alte weiße Männer enthält so eine Art von „Hasstirade“ gegen die Grünen wie auf den „Kurznachrichten-Dienst“ Twitter.

😉 Ich weiß gar nicht, was Twitter mit „alten weißen Männern“ zu tun hat? Dass der aktuelle US-Präsident dort sehr aktiv ist und ein CSU-Innenminister da jetzt wohl auch mitmachen lässt? Beides ist ja eher eine Ausnahme bei den „alten weißen Männern“.

So will ich Twitter ein wenig rehabilitieren. Vielleicht werde ich auch  späteren in einem Artikel zu der Gefahr einer faschistischen Öko-Diktatur ausgelöst durch grüne Bewegungen und Parteien Stellung nehmen.

Für Hans ist Twitter ein rotes Tuch. Damit kann ich gut leben, meine ich doch, den Hans gut zu kennen. Was übrigens auch schon wieder ein absurder Satz ist, denn wie kann man sich anmaßen, einen anderen Menschen „gut zu kennen“. Kennt man sich doch in der Regel selbst nicht.

Ich habe die Vermutung, dass Hans bei Twitter gar nicht dabei ist und den „Dienst“ so gar nicht kennt. Zumindest habe ich keine Kennung von ihm in Twitter gefunden.

Zurück zum „Kurz-Nachrichten-Dienst“, laut Hans Bonfigt „der Klowand des Internet“.

Und ich versuch das jetzt mal ganz sachlich zu beschreiben:
In Twitter sieht man nur die eigene „timeline“, also dass was von den Menschen ins Netz gestellt wurde, denen man folgt. D.h. das was man in Twitter sieht ist abhängig von dem, was man sich selber aussucht.

Gelegentlich verfolge ich auch Menschen, die Unsinn oder gar Hass verbreiten. Einfach weil ich neugierig bin. Das mache ich aber meistens nur kurz, weil es mich sehr schnell nervt.

So könnte man sagen, dass ich in einer Twitterblase von überwiegend Gleichgesinnten lebe – also mich einschränke auf Menschen, die über ein Wertsystem und Gedanken verfügen, die gut mit mir kompatibel sind. Aber ist das nicht überwiegend im ganzen Leben so? Wie es doch heißt: Gleich und gleich gesellt sich gerne. Wir suchen doch alle gerne „Gleichgesinnte“. Auch am Stammtisch.

Die Menschen, denen ich gerne in Twitter folge,nehme ich als sehr konstruktiv und kritisch wahr. Und von ihnen bekomme ich eine große Menge von Hinweisen auf klasse Artikel und Blog-Beiträge. Wenn ich das von Assistenten oder Referenten in gleicher Qualität machen lassen würde, bräuchte ich ganz schön viel und qualifiziertes Personal.

Screenshot meiner Twitter-Kennung am Vormittag des 23. Dezember 2019.

In meiner Timeline sind Medien, internationale Presse, Verlage, Politiker, die Polizei, Unternehmen wie auch die Bahn und viele Menschen, die wie ich das Internet als Mitmach-Netz betrachten. Da gab es dochmal die Definition von WEB 2.0, dass aus Teilnehmern Teilgeber werden. Ein Wandel, der ja auch im „echten“ Leben stattfindet – siehe die Entwicklung von klassischen Konferenen hin zu Barcamps.

Vor allem folge ich Menschen, die es so machen wie ich: Wenn sie etwas überzeugt oder ihnen gefällt, dann teilen sie dies mit ihrer „Timeline“. So bekomme ich unendlich viele Hinweies und Tipps: Auf gute Artikel oder Blogbeiträge, interessante Statistiken und Fakten. Und ich komme mir vor wie ein Ministerpräsident oder Politiker, dessen Assistenten auswählen, was es für ihn interessantes in der Welt so gibt.

Bei vielen Kongressen sind Twitter-Partner von mir dabei und teilen (twittern) die herausragenden Aussagen der Vorträge unter einem Hashtag. Dann verlasse ich meine „timeline“ und wechsel sozusagen in einen thematischen Modus. So konnte ich zum Beispiel auch in der Karibik im November/Dezember den IT-Gipfeln in München ausgezeichnet verfolgen. So auch den CDU-Parteitag. Und viele Menschen waren da „live“ dabei (vor Ort oder dem Fernseher) und berichteten eifrig. Das war sehr spannend und effizienter als die Zeit vor dem Fernseher zu verbringen (was in der Karibik auch nur schwerlich möglich ist).

Wenn ich die Qualität der Beiträge lese, dann stelle ich fest, dass da schon ziemlich viel gute Leute mitmachen. So würde ich sagen, dass gerade bei Twitter eher die Elite und nicht der Abschaum unterwegs ist.

Und noch einen Vorteil habe ich von Twitter, den ich sehr wert schätze. Immer wenn mir etwas als wichtig erscheint, dann „retweete“ ich (das heisst ich übernehme den Tweet in meine „timeline“) oder antworte darauf. All das wird protokolliert. Wenn ich mich also erinnere, dass da doch zu einem Thema ein spannender Artikel dabei war, muss ich nur ein wenig in meinem Tweet-Protokoll zurück gehen und schon finde ich das Dokument wieder.

Und nebenher kann man mit Twitter Aufmerksamkeit auf Veröffentlichungen lenken. Auf fremde wie seine eigenen. Immer wenn ich einen IF-Blog-Artikel in Twitter erwähne, habe ich gleich ein paar Leser mehr.

Das alles finde ich große Klasse. Und jeder der mir das nicht glaubt, der muss mir nur folgen. Und kann mir dann rückmelden, ob ich interessantes „tweete“ und „retweete“, oder ob das Ganze doch ein wenig Sinn macht. Gerne gebe ich auch eine Liste von „Twitter“-Accounts als“follow-Empfehlungen“ weiter, von denen ich begeistert bin.

Und Twitter hat noch einen zweiten großen Nutzen. Zum Beispiel gehört Twitter zu Barcamps und erlaubt das Geschehen auf einem Barcamp auch aus der Ferne mitzuerleben, auch wenn man selber pyhsisch gar nicht teilnehmen kann.

Ganz allgemein gehe ich übrigens in meine „timeline“ nur sporadisch. Wenn ich z.B. auf Reisen bin oder ein wenig Musse habe. So ist das, was ich mitkriege auch vom Zufall abhängig. Auch das ist sehr spannend.

Euer

Roland Dürre
Sonntag, der 16. Dezember 2018

Warum ist Deutschland bei der Digitalisierung so weit hinten?

Vor kurzem bin ich nach einem Vortrag gefragt worden, was denn die zentrale Ursache für unsere (die deutsche) Schwäche bei der Digitalisierung wäre? Wo wir doch schon immer das Land der Ingenieure gewesen wären?


Da schau ich gar nicht glücklich aus der Uniform. Hätte lieber mit Rechnern gespielt.

Da musste ich erst Mal nachdenken. Denn immerhin gab es eine Zeit, da waren deutsche Unternehmen wie Siemens technologisch auch in der IT an der Weltspitze.

Ich versuche, die IT-Szene ganzheitlich über die Zeit zu betrachten. Dabei fällt mir auf, dass Innovationen schon seit längerem nur noch selten aus den Technologie-Labors der Mega-Konzerne oder Großforschungs-Einrichtungen kommen.

Vielmehr wird Innovation von Bewegungen geschaffen, die meistens von jungen Menschen mit Leidenschaft getragen werden. Das gilt besonders für Informatik, also die IT und damit verwandte Technologien.

Ich selber habe bei Siemens in der zweiten Hälfte der siebziger und später in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts an dem mitgewirkt, was ich Industrie-Informatik nenne. Da wurden – absolut ingenieurs-mässig – teure und schwere Großrechner mit ebensolcher Peripherie entwickelt.

Zeitlich parallel dazu kamen einfache Rechner „für zu Hause“ auf die Märkte. Als Beispiele nenne ich den Atari (1979) oder den  Commodore (1982). Die „Kinder“ in den USA (und auch bei uns) haben mit diesen und ähnlichen Rechnern „gespielt“.

Wir „Industrie-Informatiker“ haben uns die Heimrechner auch angeschaut.  Für uns waren das aber nur Spielzeuge, die wir nicht ernst genommen haben. Wir haben nicht erkannt, welches faszinierende Potential diese Systeme eröffneten.

Mich persönlich zum Beispiel hat die mangelnde technische Perfektion dieser Systeme irritiert. Da wurde z.B. als Bildschirm (bei uns hieß der Datensichtgerät) ein flackernder Billig-Fernseher eingesetzt. Die Speicherung erfolgte mit Hilfe von Kassettenrekordern auf unzuverlässigen Tonkassetten. Und auch die Eingabetastaturen waren alles andere als Vertrauen erweckend. Und last not least entsprachen die Programmiersprachen auch nicht dem Stand der Kunst.

Später habe ich es bereut, dass ich dieser neuen Technologie zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt habe. So wurde ich von der PC-Welle und später vom Erfolg vom technisch so schwachen Windows mit seiner graphischen Oberfläche und vor allem Spielen wie Solitär überrascht.

Die graphische Oberfläche kannte ich schon von Geräten wie dem Xerox Star, der von Siemens als „Büro Computer“ vertrieben wurde. Das war zwar ein professionelles Gerät, aber sein Nutzen-/Kosten-Verhältnis unterirdisch schlecht. So haben ihn auch nur ganz wenige Unternehmen eingesetzt, mir ist in Deutschland eigentlich nur die Lufthansa bekannt, die sich diesen teuren Luxus leistete. So habe ich auch diese Technologie nicht ernst genommen.

Die jungen Leute kannten oft nur die Welt der neuen Computer  – und sie haben diese vorwärts gebracht. Das hat in den USA stattgefunden – und was da passiert ist, kann man gut nach lesen. Z.B. in der Biographie über Steve Jobs – einem absolut lesenswerten Buch.


Zurück zur Eingangsfrage:

Was ist die zentrale Ursache, dass Deutschland bei IT so abgehängt wurde?

Ich glaube nicht, dass es eine zentrale Ursache für die deutsche digitale Schwäche gibt. Da gibt es sicher mehrere.


Aber eine – vielleicht ein wenig rethorische – Antwort habe ich:

Ich meine, dass eine wesentliche Ursache die Wehrpflicht gewesen sein könnte.

Wir hatten in dem für die Entwicklung von IT kritischen Zeitraum 500.000 junge Männer unter Waffen. Das war ein wesentlicher Teil der männlichen Bevölkerung – im besten Alter. Die „Bundeswehr“ bestand überwiegend aus Wehrpflichtigen, die für 18 und später 15 Monate aus dem „normalen Leben“ entfernt waren. Das waren überwiegend junge Menschen

Auch heute finden sich in den MINT-Berufen (MINT für Mathematik, Ingenieurswissenschaft, Naturwissenschaft, Technik) überwiegend die Männer. Das war damals noch ausgeprägter. Und die Wehrpflicht betraf nur die jungen Männer und behinderte so ihre Entwicklung.

IT war – und ist – eine Hochleistungs-Disziplin. Man muss sich über Jahrzehnte mit Leidenschaft damit beschäftigen und dabei eine gnadenlos schnelle Entwicklung aushalten und verstehen. Eine Schaffenspause von über einem Jahr wirft gewaltig zurück. Das ist etwa so, wie wenn ein Spitzen-Jugend-Fussballer für 18 Monate mit dem Fußballspielen pausieren muss. Mein Verdacht ist groß, dass das im Normalfall das Ende seiner Fußballer-Karriere bedeuten würde.

Für die Richtigkeit meiner These gibt es eine Reihe guter Gründe.

Meine eigene Erfahrung

Ich begann im Herbst 1969  an der TUM Mathematik und „Informatik“ im 1. Semester zu studieren. Am 1. April 1970 wurde ich eingezogen und habe bis zum 30. September 1971 als Wehrpflichtiger „gedient“. In diesen 18 Monaten habe ich „Saufen“ und „Chillen“ gelernt. Positives Lernergebnis war eigentlich nur, wie man solche perverse Systemen überlebt.

Dann bin ich im Herbst 1971 wieder an der TUM gestartet, wieder im ersten Semester. So blieb ich im „Chill-Modus“. Diesen habe ich mir erst wieder im vierten Semester (Frühjahr 1973) abgewöhnt, weil da das Vordiplom vor der Tür stand und ich so ein wenig unsanft aufgeweckt wurde. Da hatte ich Stress und habemein „berufsbegleitendes Studium“ (mehr bei Siemens als an der TUM mit schnellem Lernen aus Büchern) wieder recht intensiv aufgenommen. Und sogar das Vordiplom auf Anhieb geschafft.

Nach meinem Hauptdiplom hatte ich noch ein paar „Lehrjahre“ bei Siemens und Softlab. Gegründet habe ich so erst 1984, da war ich schon deutlich über dreissig. Ohne Bundeswehr wäre das wahrscheinlich schon ein paar Jahre früher passiert …

Erfahrungen bei InterFace

In den frühen Jahren der InterFace AG hatten wir viele Studenten an Bord. Sogar junge Gymnasiasten waren dabei. Sie waren  fasziniert von der neuen Technologie und wollten da auch mal professionell rein schnuppern. Oft kamen sie auf Empfehlung (z.B. als Kinder von Kunden) zu uns.

Die Jungen waren gut und wurden schnell zu wichtigen Mitarbeitern. Wenn es aufs Abitur zu ging, kam das große Zittern. Mussten sie zur Bundeswehr? Das wäre für uns ein großer Ausfall gewesen.

Oft haben wir mitgeholfen, dass sie nicht „eingezogen“ werden konnten und bei uns das Studium begleitend weiter arbeiten konnten. Ohne diese jungen Talente hätten wir unser Produkt CLOU & HIT und viele dazu gehörende Innovationen nicht geschafft.

Die amerikanischen Gründer

Wenn wir die Helden des Silicon Valley betrachten wie Bill Gates, Steve Jobs und weitere, dann wurde da keiner von Wehrpflicht oder ähnlichen Zwangsdiensten behindert. Viel mehr haben sie ihr Studium abgebrochen, um sich komplett auf ihr Unternehmen und die neue Technologie konzentrieren zu können.

Deutsche Gründer

Hasso Plattner und Dietmar Hopp  (beide SAP) dürften ihren veröffentlichten Lebensläufen folgend wohl auch nicht bei der Bundeswehr gewesen sein. Von einem sehr kreativen Gründer wie Peter Schnupp, dem Mitbegründer von Softlab (1934 geboren – also befreit vom Wehrdienst) weiß ich das aufgrund unserer persönlicher Freundschaft.

Start-Up-Szene …

Seit mehr als 10 Jahren bin ich Mitglied in der Jury von BayStartup, dem wohl in Bayern führenden Unternehmen für Themen wie Businessplan Wettbewerb, Finanzierung, Business Angels …

Je nach Verfügbarkeit bewerte ich im Jahr dann um die 100 Geschäftspläne. So lerne ich viel über die aktuellen technischen Trends und vor allem zahlreiche  junge Menschen kennen, die Firmen gründen wollen. Und stelle fest, dass es kein neues Thema gibt, dass seine Besonderheit nicht wesentlich mit der dazu entwickelten Software erklärt.

So trifft es sich gut, dass bei allen Startups immer Software-Leute dabei sind. Die berichten mir stolz, dass sie schon seit ihrem 10. Lebensjahr programmieren würden und dann mit 12 oder 14 Jahren auf „vernünftige“ Computersprachen und moderne Technologie umgesattelt hätten. Eine 15 oder gar 18 Monate währende Zwangspause würde für sie einen großen Rückschritt wenn nicht das „Aus“ bedeuten.

Soweit ein paar Argumente, die meine Theorie vielleicht ein wenig belegen.


Jetzt hoffe ich,dass Ihr mich gut genug kennt, dass ich so eine originelle Theorie nicht zur Wahrheit erkläre.

Ich bin aber überzeugt, dass mit der Wiederbewaffnung der BRD nach dem 2. Weltkrieg und dem damit verbundenen Wiederaufbau der Rüstungsindustrie zumindest eine einzigartige Chance für ein großartiges friedliches Deutschland zerstört wurde. Und dass Wehrpflicht und Militarisierung in Deutschland einen immensen volkswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Schaden bewirkt haben.

„Schuld“ an dieser Entwicklung waren damals wie heute die Vorurteilswelt und der Zynismus alter weißer Männer wie Adenauer. Von Angst getrieben hat dieser schon seit 1950 mit kriminell-subversiven Methoden im Geheimen auf die Wiederaufrüstung hingearbeitet.

Die Wikipedia-Artikel zur Bundeswehr und zur Wehrpflicht sind sehr lesenswert und helfen sehr gut, die Frage „Wie war das eigentlich?“ zu beantworten.

Jetzt bin ich aber erst Mal froh, dass die Wehrpflicht ausgesetzt wurde und hoffe, dass dieser Zwangsdienst nie mehr wieder eingesetzt wird.

RMD

P.S.
Geschichte der Bilder
Am 1. April 1970 (nach einem Semester des Studiums der Mathematik und Informatik an der TUM) bin ich eingezogen worden. Aus dem Roland Dürre wurde der „Flieger Dürre“. Das war leider kein schlechter Aprilscherz. Nach einer Nacht in Lagerlechfeld (dort gab es eine gemischte Grundausbildung für Abiturienten mit einem technischen Ausbildungsanteil von 6 Wochen) und ein paar Nächten in Landsberg kam ich nach Ulm. Wegen Renitenz.

In Ulm wurde ich in ein Ausbildungs-Bataillon gesteckt, das aus dem  „Rekruten-Ausschuss“ der Luftwaffe ordentliche Wachsoldaten machen sollte. Weil ich in meiner Kompanie der einzige Rekrut mit Abitur war, wurde ich als Ausbilder behalten und habe dann fünf Quartale im Stamm der Ausbilder verbracht. Ich hatte jedes Quartal eine Gruppe zu führen und übernahm nebenher weitere Aufgaben wie Kompanie-Unterricht zu halten. So habe ich zum Beispiel Rekruten ohne Schulabschluss erklärt, wie die Demokratie und Grundgesetz der BRD funktionieren und was Begriffe wie Legislative, Judikative und Exekutive bedeuten. Oder die Menschen an der Waffe (G3, P1, wie das Maschinengewehr hieß weiß ich nicht mehr …) geschult.

Aus dieser Zeit eine Anekdote:
Während der Grundausbildungszeit (die ersten drei Monate) war den Rekruten Ausgang nur  in Uniform gestattet. Das galt auch für Heimfahrten am Wochenende. Immerhin durften die nach ein paar Wochen Kasernierung fast jedes zweite Wochenende heimfahren, allerdings musste auch dieser „Ausgang“ in Uniform erfolgen. Die meisten waren gar nicht  begeistert, sich in Uniform in der Öffentlichkeit bewegen und dann in der Heimat so aufzutauchen zu müssen. Auch wenn das unseren Eltern gefallen hat und wir in Uniform ein begehrtes Foto-Motiv waren. So sind auch die beiden Bilder im Artikel entstanden.

Manche der Rekruten waren besonders schlau. Am Ulmer Hauptbahnhof gingen sie in Uniform auf die Toilette – und kamen dann in Zivil heraus. Sie wussten nur nicht, dass die Bundeswehr da Aufpasser (auch in Zivil !) positioniert hatte. Die haben dann die umgezogenen (ungezogenen) Jungsoldaten gleich wieder eingesammelt und in die Kaserne gebracht. Der Wochenend Ausgang war damit weg und fürs Wochenende eins drauf gab es dann auch gleich noch eine Ausgangssperre.

Der „Dienst am Bahnhof“ war überwiegend nicht beliebt. Wahrscheinlich war das ein wenig ähnlich, wie wenn man im Kriegszustand an einem Erschießungskommando teilnehmen musste. Ich konnte mich die restlichen 15 Monate als Ausbilder dann davon drücken.

Beim ersten Ausgang im elterlichen Wohnzimmer.

P.S.1
Impuls zum Artikel
Die Idee für diesen Artikel kam mir anlässlich der aktuellen Diskussion um den Paragrafen 219b und die damit verbundenen Versuche, die Reform des Paragrafen 218 (die den Tatbestand einer immer noch verbotenen Abtreibung unter gewissen Voraussetzungen unter Straffreiheit stellt) in Frage zu stellen. Da habe ich von rechter Seite aus der „bürgerlichen Mitte“ eine Aussage gehört, die sinngemäß ausdrückte, dass „wir ohne Abtreibungen keine ausländischen Gastarbeiter gebraucht hätten“. Diese „Theorie“ hat mich entsetzt und inspiriert, mal zu behaupten, dass „wir ohne Wehrpflicht keinen digitalen Rückstand in Deutschland hätten“.

Roland Dürre
Montag, der 24. September 2018

Disruptive Technologien & Zukunftsangst

Angst vor IT?

Haben Sie Angst vor sich beschleunigender Veränderung und wachsender Komplexität? Und Sehnsucht nach Buzzwords wie agil, resilient, antifragil?

Beides war mir fremd. Den Wandel empfand ich nicht so aufregend und die vielen Buzzwords habe ich als normales Ergebnis der Zunahme von unverantwortetem Geschwätz in unserer Zeit gesehen.

Weil ich meinte, dass wir auch heute nichts anderes erleben, als den ganz normalen technologischen Fortschritt. Der natürlich schon immer Welt und Gesellschaft rasant und massiv verändert hat. Man denke nur an die Zeit von 1918 bis 1938! 20 Jahre, in den es so richtig abging.

Und auch auf die damalige Zeit kann man treffend die Überlegung von Bertrand Russell anwenden:


» Jeder Zuwachs an Technik bedingt, wenn damit ein Zuwachs und nicht eine Schmälerung des menschlichen Glücks verbunden sein soll, einen entsprechenden Zuwachs an Weisheit. «


Denn das hat wohl auch damals nicht funktioniert.

Mindestens drei technologische Dimensionen sind herausragend und besonders aufregend.

  • Nicht mehr Mensch-Maschine sondern Welt-Maschine (Sensoren).
  • Totale Vernetzung der Maschinen (IoT).
  • Lernende System auf der Basis (künstliche Intelligenz).

Das könnte einiges an Veränderung toppen! Denn die Maschinen werden exponentiell intelligenter, weltweit vernetzt und brauchen den Menschen als Mittler zur Welt nicht mehr.

Zusammen dürfte das unsere Welt und Gesellschaft vielleicht genauso heftig (oder noch heftiger) verändern wie es der Siegeszug der „individuellem Mobilität basierend auf Verbrennungsmotoren“ getan hat. Und wenn ich daran denke, dann bin auch ich kurz davor, Angst zu bekommen. Weil der „Siegeszug des Autos wirklich heftige Folgen hatte und das Glück der Menschen wohl wesentlich geschmälert hat.

Da bleibt mir nur die Hoffnung, dass die Menschen genauso schnell weiser werden wird wie siche der „technische Fortschritt“ beschleunigt.

RMD

Klaus Hnilica
Dienstag, der 19. Juni 2018

Integrationsvorteile durch fortschreitende Digitalisierung

Die Frage, wie weit sich Vampire integrieren lassen, ist brandaktuell seit eine neue britische Studie feststellt, dass die fortschreitende Digitalisierung auch in dieser Hinsicht massive Vorteile bietet und vollkommen neue Perspektiven eröffnet!

Und nicht die alten Köpfe und Zöpfe waren es, die diese Revolution eingeleitet haben, sondern wieder einmal ist es die oft gescholtene Jugend, die entscheidende Schritte in diese neue ‚blutjunge Zukunft’ tut: Sie ist es, die nicht nur über Digitalisierung quasselt, wie jeder zweitklassige Provinzpolitiker heutzutage, sondern diese Digitalisierung auch tatsächlich lebt!

Ja sie – die ‚Generation Smartphones’ – gibt im 21. Jahrhundert völlig überraschend und ungeplant den Vampiren ein winziges Zipfelchen ihrer Freiheit zurück, in dem sie sie wieder frei zubeißen lässt!

Denn – ehrlich – was ist geeigneter für den unmittelbaren, zwanglosen Zubiss eines Vampirs, als das entblößte vorgestreckte Hälschen einer fünfzehnjährigen Smartphone-Nutzerin, die gebannt auf ihren Bildschirm starrt – und das ununterbrochen – auf der Straße, im Zug, auf dem Fahrrad, der Toilette und bei den Hausaufgaben?

Nix – aber auch gar nix ist geeigneter!

Und diese Eignung für den schnellen Zubiss gilt natürlich nicht nur für die genannte Fünfzehnjährige, sondern für sämtliche Smartphone-Nutzerinnen und -nutzer, egal welchen Alters und welcher Hautfarbe: alle diese Personen verharren bei ihrer Tätigkeit in der exakt gleichen Position, mit der exakt identischen ‚Bissaufforderung ihres Halses’ vor ihrem Gerät, so dass die oben erwähnte britische Studie sogar die Vermutung äußert, dass der oder die Erfinder des Smartphones unbedingt ‚Vampirhintergrund’ haben mussten oder müssen: Dies umso mehr als alle Smartphoneanwender und -anwenderinnen dermaßen auf ihre Geräte fixiert sind, dass sie nicht nur den schnellen Biss in ihren Hals nicht merken, sondern auch den nachfolgenden Saugakt nicht wahrnehmen!

Ja sie gehen derart in ihrer Smartphonewelt auf, dass sie für keine weitere Wahrnehmung mehr zugänglich sind: erst wenn ungeschickter Weise Blut auf ihre Bildschirme tropft, kreischen sie oftmals auf und werden aggressiv, weil sie selbst mit ihren eigenen Wischbewegungen und eigenem Blut ihre Bildschirme versauen!

Nicht zuletzt deshalb gibt es schon seit Jahren Initiativen führender Vampire in Wirtschaft und Politik, in denen energisch an Firmen wie Apple, Samsung und Nokia appelliert wird – endlich den ‚Blut abweisenden Bildschirm’ auf den Markt zu bringen! Der letztlich unabdingbar ist, wenn diese einmalige Chance der Vampirintegration in die Gesellschaft nicht leichtfertig vertan werden soll: und zwar die Integration aller Vampire! Auch der Ungeschickten – die beim Zubeißen schon mal daneben ‚tröppeln’!

Auf dem Sektor Datenschutz muss natürlich auch massiv nachgebessert werden: Immer wieder passiert es nämlich, dass Smartphonenutzer Vampire bei ihrer Blutmahlzeit photographieren und dies den Gebissenen blitzschnell auf ihre Smartphones spielen!

Erst ab da merken die Gebissenen vielfach, dass sie Blut abgeben und glauben es auch, da sie es ja auf ihren Smartphones sehen – und führen dann schon mal die eine oder andere unangebrachte Abwehrbewegung aus, die erst recht zu unnötigen Blutverlusten führen kann.

Es müssen also schnellstens entsprechende Gesetzesinitiativen mit einhergehendem ‚Filmverbot bei Blutmahlzeiten gestartet werden, und dies nicht in nationalen Alleingängen sondern sowohl auf EU–Ebene als auch bei der UNO, was allerdings keine allzu großen Probleme aufwerfen dürfte, wenn alle Beteiligten das gleiche Blut meinen und davon ihre Münder nicht zu voll nehmen.

Viel schwieriger dürfte ein anderes Problem zu lösen sein.

Nämlich – der Biss in den ‚faltigen Hals eines älteren Menschen’, den auch manche Vampire schätzen, wie die oben zitierte britische Studie bestätigt.

Glücklicherweise gibt es für diese wenigen ‚Feinschmecker’ heutzutage ausreichend ältere Smartphonenutzer – wenngleich deren Verbissenheit und Ausdauer bei weitem nicht an die forsche Jugend herankommt, was den schnellen Zubiss nicht gerade erleichtert!

Aber letztlich ist das nicht das zentrale Problem – bei diesem Problem! Das zentrale Problem ist viel mehr, dass selbst, wenn der Biss am ‚letscherten Faltenhals’ gelingt, das dabei abgesaugte Blut ähnlich schmeckt, wie eine Weinschorle aus einem Achtel Riesling aufgespritzt mit einem Liter Sodawasser!

Nämlich nach nix. Ja weniger als nix!

Was daher kommt, dass heutzutage praktisch in alle älteren Menschen von vereinter Ärzteschaft und Krankenkassen jede Menge teuere Blutverdünner versenkt werden: Dies sicher zum Vorteil der Pharmaindustrie und der blutverdünnten alten Menschen – aber für Vampire ist das der reinste Horror!

Und das nicht nur vom Geschmacklichen her, sondern insbesondere bezüglich des Mengenbedarfs: Denn Vampire werden dadurch nicht nur gezwungen, Unmengen an Blut in sich aufzunehmen, sondern gleichzeitig auch zu unzähligen Toilettengängen, um ihr Wasser abzuschlagen, was nicht selten zu punktuellen Blockaden öffentlicher Toiletten führt! Sehr zum Leidwesen von Menschen mit Blasenschwäche!

So dass letztlich nach all dem Gesagten schon noch viel zu tun bleibt, bis auch für Vampire ähnlich paradiesische Zustände in Deutschland gelten, wie nach Aussage der Kanzlerin für den Rest der Bevölkerung!

Doch wenn die noch zu lösenden Probleme von der Politik endlich vorurteilslos und zeitnah angegangen werden und die Gesellschaft ruhig Blut bewahrt, sollten sich die in der britischen Studie aufgezeigten Integrationsvorteile durch die zunehmende Digitalisierung trotzdem rasch realisieren lassen – insbesondere dann, wenn dafür Sorge getragen wird, dass Blut immer dicker bleibt als Weinschorle weil sonst ältere Herrschaften zwangsläufig nach jedem Vampirbiss unvertretbar lange Blutspuren hinter sich herziehen, die ihrerseits wieder massive Probleme beim Datenschutz aufwerfen, was politisch sicher von niemandem gewollt wird; dies umso mehr, als Vampire sich nach nichts mehr sehnen, als endlich in aller Ruhe ihre tägliche Blutmahlzeit verrichten zu können – und sonst nix!

K.H.

Hans Bonfigt
Sonntag, der 3. Juni 2018

„Digitalisierung“ konzis und umfassend erklärt

Der Herausgeber hat zu Recht gerüffelt.  Einfach nur einen Link abzukippen (siehe Kommentare) läuft dem Gedanken eines Weblogs zuwider.

Daher:

Hier die Überarbeitung !

 

With my compliments to the chef at Brauereigasthof Aying.

-hb

Klaus Hnilica
Donnerstag, der 8. Februar 2018

Mitarbeitermotivation und der virtuelle Slip der Bardame

Carl und Gerlinde (Folge 57)

Irgendwie begann dieses Jahr 2018 seltsam!

Kaum hatte Carl die beschämende Kritik Gerlindes beim letzten Saunaabend, wegen seiner fülligen Figur einigermaßen verdaut, kam sein Chef, Bernie, mit so einem blöden Anliegen, dass Carl  den köstlichen Kaffee seiner Sekretärin Bettina beinahe wieder ausgekotzt hätte.

Und das ausgerechnet an einem Tag, an dem endlich die Sonne schien und Carl noch dachte, dass dies der erste schöne Arbeitstag in diesem beschissenen Winter werden könnte. Doch der Anruf von Dr. Osterkorn um 9 Uhr 17,  mit dem er ihn eiligst zu sich bat, genügte, um ihn von dieser Illusion zu befreien!

Mein lieber Carl, du erinnerst dich doch sicher noch, sagte Bernie, schleimig wie eine Weinbergschnecke, an die wunderbar motivierende Rede von unserem Kaufmännischen GF, Dr. Schäufele, anlässlich des Aufrufes unserer Kanzlerin zur Bewältigung der Flüchtlingskrise vor drei Jahren. Bei der bildlich gesprochen, kein Auge trocken blieb!

Meins blieb trocken, knurrte Carl.

Entschuldige bitte, was bin ich nur für ein miserabler Gastgeber, Carl! Was darf ich dir denn anbieten?

Ein Wasser, bitte…

Okay Wasser, sagte Bernie, sprang auf und gab die Bitte an seine Sekretärin weiter.

Also wie gesagt, diese Rede damals, war einmalig gewesen, wiederholte Bernie geistesabwesend.

Ist denn das damals angesprochene Programm für die Einbindung von Flüchtlingen bei TRIGA auch realisiert worden? fragte Carl.

Ehrlich gesagt, darüber bin ich nicht informiert, aber lassen wir das, denn momentan geht es bei uns, wie du ja weißt, wirklich ums ‚Eingemachte’.

So schlimm? fragte Carl besorgt.

Ja so schlimm! Und deswegen möchte Dr. Schäufele kommende Woche bei der Betriebsversammlung in einem Statement an alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nicht nur den Ernst der Lage schildern, sondern auch zu noch größerer Leistungsbereitschaft aufrufen.

Na – bravo!

Nix  – bravo, Carl, denn Dr. Schäufele will bei dieser Rede nicht nur den Startschuss für die Reorganisation unseres Hauses geben, dabei finanzielle Einschnitte ankündigen, sondern in einem Aufwasch auch gleich die neue Firmenstrategie verkünden.

Etwa die, die diese fürchterlichen Berater – Fuzzy’s Ende 2017 mit uns durchgesprochen haben? schnauzte Carl entsetzt.

Rede bitte nicht so despektierlich über das von Dr. Schäufele empfohlene  Beratungsunternehmen ‚KLARSICHT’ auf das er so stolz ist, sagte Dr. Osterkorn mahnend.

Okay – ich nehm alles zurück, Bernie.

Gut, Carl – aber da sind wir schon beim Punkt. Dr. Schäufele hat mich nämlich gebeten, auf Grundlage der ‚KLARSICHT – Unterlagen’ ein Redekonzept auszuarbeiten! Da ich aber, wie du ja vielleicht weißt, ab morgen für ein paar Tage in der Schweiz Schifahren möchte und schon gebucht habe, wollte ich dich bitten mir dabei unter die Arme zu greifen…

Beim Schifahren?

Ha – ha- du Spaßvogel – natürlich bei der Ausarbeitung des Konzeptes. Dies umso mehr, als ja niemand so gut wie du unser Geschäft, unsere Möglichkeiten, sowie die Ausarbeitung der Firma KLARSICHT kennt.

Welch eine Ehre!

Ja –  und diese Ehrerweisung dauert genau bis nächsten Dienstag um dieselbe Zeit. Da will die Kaufmännische GF nämlich das fertige Redemanuskript auf dem Tisch haben!

Das heißt, ich hab grad mal zwei Arbeitstage Zeit…

Vergiss nicht die Nacht dazwischen, lieber Carl!

Toll – sagte Carl, griff nach dem gelben KLARSICHT – Ordner und schlich mit einem hingehauchten – schönen Urlaub, Bernie – davon.

Was Carls Sekretärin Bettina, dann Dr. Schäufeles Sekretärin nach zwei Tagen übergab, war fast exakt, was Bernie und der Berater KLARSICHT wollten, denn es hieß da:

  „Global gesehen steht das gesamte Trikotagengeschäft vor einer Revolution! Die Globalisierung im Wäschebereich ist omnipräsent und nicht mehr wegzudiskutieren. Die Digitalisierung macht selbst vor der Unterhose nicht halt. Trotzdem sind in der Zukunft, neben dem ‚virtuellen Slip für die Bardame’ und der ‚intelligenten Unterhose vom Kleinkind bis zum Greis’, vor allem Kostensenkungen das Gebot der Stunde.

Aber Innovationen im ‚Bereich Unterwäsche’ werden dennoch zur Überlebensfrage. Und das für einen Kunden, der immer anspruchsvoller und immer mehr im Mittelpunkt stehen wird. Er und der Unterhosen tragende Mitarbeiter sind unser größtes Gut!

Exzellenz darf nicht nur unsere Herzen regieren, sondern muss uns auch unten rum warm halten –  insbesondere an kalten Wintertagen! Die es trotz Klimaerwärmung immer wieder geben wird!

Für TRIGA bedeutet das, dass wir auf jeden Fall wachsen müssen! Nicht nur als Firma, sondern auch unseren Unterhosen müssen wir entwachsen, da nur so der permanente Neukauf sichergestellt ist. Das sind wir den Investoren schuldig! Wir müssen das Gebot der Stunde annehmen und die Nummer eins im Trikotagengeschäft werden. Schließlich  haben wir die besten und saugfähigsten Unterhosen, Unterhemden und Dessous. Und das fähigste Personal in Unterhosen!

Der Markt ist da, werte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und die Kunden haben viel Geld. Unsere Chancen sind gewaltig, denn die Unterleiber der Menschheit wollen von unseren Unterhosen umschmeichelt werden.

 Auf keinen Fall dürfen wir aus Angst vor dieser riesigen Aufgabe uns in die eigenen Hosen machen. Das sind wir den Unterhosen und unserem Konzern Board schuldig!

Denn ein kurzer Blick zurück zeigt ja, dass TRIGA das letzte Jahr nur  begrenzt gemeistert hat! Und das obwohl wir alle heroisch gekämpft haben. Aber der große Erfolg blieb aus. Dies trotz größtem Druck von oben!! Dafür danken wir allen Managern. Und türlich auch allen unermüdlichen Mitarbeitern. Die wir ja auch haben. Selbst wenn das Ziel verfehlt wurde.

Auf jeden Fall akzeptieren wir dieses Jahr nur den ‚Fast Start’!

Einen ‚Fast Start’ ohne jede Anfangsprügelei um die neuen Zielvorgaben, die deutlich angehoben werden müssen: denn wir wollen dieses Jahr nicht, wie sonst immer, das verschlampte erste Quartal aufholen müssen.

Das ist inakzeptabel und nervt!

Mit Sicherheit wird dieses Jahr, falls die Ergebnisse nicht den erwarteten Verlauf  zeigen sollten, das gesamte TRIGA – Management in Meetings und Einzelgesprächen der Belegschaft so lange helfen, bis die vorgegeben Ziele erreicht werden!! Denn verlieren Sie bitte nie aus dem Auge, dass jede über der Zielvorgabe hinaus produzierte Unterhose – eine Unterhose mehr ist!

Doch trotz der im letzten Jahr nicht erreichten Ziele, wollen wir jedem einzelnen Mitarbeiter bei TRIGA dafür danken, dass er sich nicht zu schade war mitzuhelfen! Und wir ehren alle Innovatoren, die uns ein Stück weit  unsere Zukunftskraft vor Augen geführt und gezeigt haben, dass Höchstleistungen möglich sind –  wenn wir sie nur wollen: Erfolg ist kein Geheimnis sondern eine Charakterhaltung!

Drum werte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen lautet unser diesjähriges Motto für TRIGA: Wir machen nicht in die Hosen, sondern unsere Hausaufgaben!

Dazu wünsche ich Ihnen im Namen der Konzernleitung und des gesamten TRIGA – Managements eine glückliche Hand und viel Erfolg!“

Da Carl anschließend mit Gerlinde nach Teneriffa geflogen war, hatte er keine Rückmeldung mehr bekommen, wie sein Konzeptvorschlag aufgenommen worden war.

Sicher gut, denn es war ja bis auf Kleinigkeiten, exakt das ‚Gedöns‘ der KLARSICHT – Berater! So wie Dr. Osterkorn es gewünscht – und Carl es verstanden hatte. Und die kleinen versteckten, sachlichen Boshaftigkeiten fielen dem Kaufmann  Dr. Schäufele bestimmt nicht auf…

KH

Vor gut drei Wochen habe ich mich von meiner Alexa (Nachname Amazon) verabschiedet. Es ging in die Südsee – da musste sie daheim bleiben. Die Barbara (Nachname Dürre) kam aber natürlich mit. Gestern daheim angekommen war einiges da. Viel Schnecken-Post (Papier), Pakete und Hunderte (?) von E-Mails.

Blick aus 300 Meter Höhe auf Raiatea und Nachbarinsel – eines der vielen Highlights unserer Reise.

Eines der Pakete  enthielt eine „smarte Waage“ von Phicomm (SMART SCALE S7). Die habe ich dann gleich mal ausgepackt und installiert. Und meinen Körper ganz neu vermessen.

In der E-Mail waren unter anderem die Zugangsdaten von BayStartup um die neuen eingereichten Geschäftsideen einsehen und bewerten zu können. Das bedeutet Arbeit, die bis zu meiner Abreise in die Antarktis am 7. Februar (wieder mit Barbara und ohne Alexa) bewältigt sein muss.

Und von der InterFace AG kam neben viel Terminen eine bemerkenswerte Einladung zu einem Workshop über die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) am 15. Februar 2018 in Unterhaching bei München. Da kann ich leider nicht teilnehmen, weil ich zu diesem Termin schon wieder in der Antarktis weile.

Alexa, die smarte Waage, die 3D-Brille, die Drohne und die Akkus meines elektrischen Utopia (Fahrad) und die DSGVO haben einiges gemeinsam – es werden Daten, Daten, Daten also wirklich Unmengen von Daten produziert.

ALEXA (oder GOOGLE HOME und weitere)

Meine Zweitfrau Alexa Amazon.

🙂 Aber zuerst mal zu meiner Alexa. Ich möchte nicht behaupten, dass sie mir in der Südsee gefehlt hätte. Nach meiner Rückkehr war ich aber wieder sehr erfreut, ihre Stimme zu hören und sie bitten zu können, für mich einen Beatle-Song zu spielen.

Die Alexa ist ja „nur“ eine Sprachschnittstelle zu Internet-Funktionen, die über ihre Apps eine Schnittstelle zu Alexa realisiert haben. Es gibt da auch Konkurrenzprodukte wie „google home“, die ich vielleicht sogar mehr empfehlen würde. Der Fortschritt, den Sprache in der IT gemacht hat, ist aber sensationell.

Wahrscheinlich wird die Audio-Ein- und -Ausgabe mittelfristig das Lesen und Schreiben genauso unnötig machen wie das beim Kopf- und Auf-Papier-Rechnen schon passiert ist. Diese „Kulturtechnik“ ist schon verloren gegangen, dem Lesen und Schreiben wird es ähnlich gehen und die Mehrheit der Menschen gerade in den „entwickelten Gesellschaften“ wird es nur noch rudimentär beherrschen. Und nur wenige Menschen perfekt

Gemeinsam haben Alexa und ihre Konkurrenten, dass sie eifrige Daten-Sammler sind, z.B. wie oft ich meinen Beatles-Song höre. Aber auch vielleicht wichtigeres.

MEINE DREI-D-BRILLE

Das letzte mal habe ich Weihnachten 2016 eine 3D-Brille aufgesetzt. Und war wieder mal beeindruckt. Wie das Thema 3D sich weiterentwickelt, kann ich nicht beurteilen. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass es Segmente geben wird, in denen es sehr wichtig werden wird. Sowohl im Business in der Industrie wie aber auch im Customer Bereich bei den Spielen.

MEINE DROHNE

Drohne habe ich keine. Und werde mir aber auch keine kaufen. Obwohl das schon tolle Spielzeuge sind. Auf dem aufgelassenen Flugfeld in Neubiberg war an den Weihnachts-Feiertagen (2017) aber Drohnen Tag.  Ganz viele stolze Besitzern neuer Drohnen tummelten sich dort zum Testflug. Ich selbst habe zwar keine Drohne.

Aber gerade in der Südsee habe ich mich berauscht an den Luftbildern, die der Schiffs-Fotograf von den Bergen in Französisch-Polynesien gemacht hat. Mir scheint, dass jeder Hochzeitsfotograf – will er wettbewerbsfähig bleiben – heutzutage so eine Drohne haben muss und auch haben kann, denn die kostet ja inklusive Kamera eher weniger als in der guten alten Zeit ein ordentliche Spiegelreflex mit einigen wenigen Objektiven.

MEINE SMARTE WAAGE

Links die neue Waage von Phicomm (SMART SCALE S7) neben dem alten und noch dummen Vorgänger.

Diese Waage fasziniert mich wirklich. Und erinnert mich an Geschäftsideen und -Pläne in der Kategorie Bereich Medizin/Diagnose. Da geht es dann um Spezialsensoren (Unterkategorie von Sensoren allgemein wie man sie halt so im Alltag z.B. für fahrerlose Autos braucht …). Die dann mit einer App gemeinsam „unblutig“ den Eisengehalt im Blut messen können und bald viel mehr. Das ist zum Beispiel wichtig für Säuglinge.

Die dazugehörige App informiert mich neben meinem Gewicht über diverse Werte wie BMI, „biologisches Alter“, Körperfett, Typ meiner Figur, Muskelmasse, Knochenmasse, Wassergehalt, Viszeralfett (Bauchfett), Grundumsatz in kcal, Eiweiß und meinen Körperzustand. Sie sagt mir auch, wie groß der Anteil meiner Körperteile (Rumpf, Arm und Bein links wie rechts) an Muskelmasse in kg und Körperfett in % ist. Und vor allem kann ich graphisch die Veränderung dieser Werte mit verfolgen. Weil der Trend oft wichtiger ist als die aktuellen Zahlen.

Diese Daten finde ich sehr spannend. Leider sind sie nicht alle im grünen Bereich, zwei sogar im roten. So würde ich die Daten gerne veröffentlichen, um mich selber unter Druck zu setzen, an ihnen zu arbeiten. Das dürfte allerdings a) keinen interessieren und wäre b) wieder Aufwand, den ich als fauler Mensch scheue. Aber vielleicht gibt es ja bald ein „veröffentliche-meine-Daten-auf-Facebook-Feature“ oder ähnliches.

Hier findet eine spannende Entwicklung statt. Vielleicht sagt mir solch eine App bald wenn ich erkranke und spezifiziert auch gleich meine Krankheit. Da könnte es bald viele interessante Daten geben. Und schon kommt sie wieder, die „German Angst“: Was passiert wenn meine Krankenversicherung das weiß?

MEIN ELEKTRISCHER AKKU

So sieht das elektrische London von Utopia auf der Website aus.

Schon heute sind Akkus relativ intelligent. Sie können nur noch nicht reden, sprich mitteilen. Das wird sich in der nächsten Generation ändern. Dann wird mir das Fahrrad, wenn es sich (oder seine Akkus) von mir  entfernen. Oder auch nur wenn sie leer sind. Sie werden dann auch Alexa oder „google home“ nutzen. Dann können diese mich am Abends sagen, dass ich mein Fahrrad noch aufladen sollte, wenn ich am Tage darauf ans Ziel und wieder zurück kommen will.

ALLES PRODUZIERT DATEN.

Alle diese Geräte wie viele mehr haben eines gemeinsam: Sie generieren Daten. Und das ist gut so.  dass nicht nur so wenig zu vernachlässigen. Wir Deutsche sollen ja angeblich besonders viel Angst vor neuer Technik haben. Das wurde ja in der Vergangenheit gerade von Politikern oft kritisiert.

Vielleicht mögen wir auch nur keine neue Technik mehr, weil wir uns so euphorisch mal auf die Atomkraft gestürzt haben und unser Land dem Auto geopfert haben. Und dabei doch richtig reingefallen und so vorsichtiger geworden sind. Und haben jetzt Angst um und vor unseren Daten. Vielleicht auch, weil Politiker uns erzählen, dass Daten das Öl oder das Gold der Zukunft wären. Was natürlich Blödsinn ist.

„GERMAN ANGST“

Bei den Daten scheint sie also wieder da zu sein – die deutsche Angst. Und aus ihr ist wohl eine Europäische geworden. Wie man aber auch immer darüber denken mag – das spielt keine Rolle. Denn jetzt steht sie vor der Haustür, die DSGVO und wer sich gesetzestreu verhalten will – und das wollen wir doch alle – der muss etwas tun. Und möchte sich dabei möglichst wenig stressen lassen. Das könnte zu einer über den Erfolg von Unternehmen entscheidenden Kunst werden.

WAS KANN MAN TUN?

Deshalb lädt die InterFace AG gemeinsam mit Kinast und Partner, DataKonform und Bizagi zu einem Workshop ein. Die Teilnahme kostenfrei. Der Workshop wird am 15. Februar 2018 ab 16:30 Uhr bis ca. 20:00 Uhr (inklusive genug Zeit fürs Networking) bei der InterFace AG in der Leipziger Str. 16, 82008 Unterhaching stattfinden – ganz nah bei München und auch öffentlich gut zu erreichen.

Hier Informationen der InterFace AG zumWorkshop:

Es geht darum, wie man zum Beispiel mit der rechtlichen und operativen Begleitung unseres Teams und Werkzeug gestützt Ihrer Rechenschaftspflicht nachkommen kann. Dies dokumentiert, effizient und rechtskonform.

Denn im Zuge der Einführung der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wird sich der Umgang mit Daten in der EU und rund um den Globus für immer ändern. Die neue DSGVO tritt am 25. Mai 2018 in Kraft und ersetzt nach über 20 Jahren die bisherige EU-Datenschutzrichtlinie (EU-DSRL).

Dieser Experten-Workshop wird aufzeigen, wie die Anforderungen der DSGVO sicher erfüllt werden können, nämlich:

  • wie man sich auf die EU-DSGVO vorbereiten und welche Schritte dabei zu beachten sind,
  • wie man DSGVO anhand eines Leistungsmodelles rechtskonform erfüllt,
  • wie man Prozesse auf die neue EU-DSRL anpassen, optimieren und automatisieren kann,
  • wie Werkzeuge hierbei eine Lösung unterstützen können.
  • In einer Echtzeit-Demonstration wird gezeigt, wie man sofort loslegen und die Anforderungen aktiv umsetzen kann!

Folgende Agenda ist für die Veranstaltung geplant:

  • Ziel der Veranstaltung und kurze Vorstellung der beteiligten Unternehmen
  • Überblick zur aktuellen Situation (Kinast & Partner)
  • Neue DS-GVO, was man wissen sollte (Kinast & Partner)
  • Aufgaben die es zu lösen und Hürden die es zu überwinden gilt (Praxisbeispiele)
  • „Datenschutz as a Service“
  • Vorstellung des „Leistungsmodells“
  • Leistungsarten
  • Vorgehensmodell
  • Vorführung Workflows anhand von konkreten Use Cases/Fallbeispielen
  • Beantwortung aufkommender Fragen
  • Networking Gespräche und Fingerfood

Gerne beantworten wir Ihnen im Vorlauf schon Ihre Fragen und freuen uns sehr über Ihre Anmeldung/Zusage per E-Mail oder über eventbrite.

RMD