Roland DürreFreitag, der 5. März 2010
Von Ottobrunn nach Unterhaching #13 “Ich und mein Regenmantel”
Oder:
Hilfe, es regnet nicht mehr!

Phoenix
Jetzt radele ich schon viele Jahre regelmäßig von Ottobrunn nach Unterhaching und zurück. Und wenn alles klappt, dann kommen noch 3 oder 4 Jahre dazu. Und die letzten 10 Jahre war mein Regenmantel ein treuer Begleiter. Als zwanghafter Mensch habe ich ihn immer dabei, ich will einfach nicht nass werden.
Da fällt mir etwas komisches auf: Ich brauche meinen Regenmantel nur noch ganz selten. Wochenlang fristet er sein Dasein in der roten Satteltasche (Ortlieb) und darf nicht raus. Deshalb habe ich mich heute gefragt:
Wann hast Du denn Deinen Regenmantel das letzte mal benutzt?
Die Antwort war:
“Das ist schon sehr lange her!”
Jetzt sehe ich verschiedene Erklärungen für dieses Phänomen:
Roland DürreFreitag, der 5. Februar 2010
“Die Chinesen oder das Kohlendioxid!” oder “Was wir so alles exportieren?”
So durch Zufall kenne ich auch ein paar Chinesen. Vom Fußball, von der Uni und so. Ab und zu diskutieren wir gemeinsam über die Rolle Chinas in der Welt. Oder über Kopenhagen und die Klimakatastrophe.
Von meinen chinesischen Freunden kam in so einem Gespräch ein interessantes Argument:
Roland DürreFreitag, der 29. Januar 2010
“0,1 Gigawatt pro Familie!” oder “Wir sparen an der Glühbirne”
Ein Freund von mir ist Ingenieur. Und Physiker. Er ist sehr gescheit und rechnet immer präzise die Dinge nach. Ich bewundere ihn. Als Mathematiker kann ich ihm nicht unbedingt immer folgen, bin aber überzeugt, dass er gut und richtig rechnet.
Vor kurzem hat er mich geärgert. Er hat mir vorgerechnet, dass man nicht einmal ein Schnapsglas Benzin brauchen würde, um einen großen BMW von Null auf 150 km/h zu beschleunigen. Das wäre doch gar nichts.
Jetzt hat er aber mal eine ganz andere Rechnung aufgemacht. Und hat zusammengezählt, wie viel Energie seine Familie verbraucht. Sie sind zu viert, die Eltern und 2 schon größere Kinder. Zwar mit 3 Autos, aber sonst ganz vernünftig. Da kam er dann auf 0,1 Gigawatt(stunden) im Jahr. Er war selbst überrascht.
Roland DürreMontag, der 25. Januar 2010
“Immer nur ein kleines bisschen” oder “Silver Sand” ♫
Beim Vortrag von Martin Lees (General Sekretär des Club of Rome) ist es mir noch klarer geworden: Wir pumpen massiv Abgase in die Atmosphäre. Dies in gigantischen, unvorstellbaren Mengen. Und das bringt uns um. Mittlerweile ist allen klar, dass es so nicht weitergehen darf.
Aber wo anfangen? Beim Auto? Die Maschine Auto bläst im Verhältnis zur Gesamtmenge nur eine vernachlässigbare kleine Menge Abgas in die Atmosphäre. Lohnt es sich überhaupt, hier zu sparen?
Dazu fällt mir eine passende Geschichte ein …
Werner LorbeerMittwoch, der 20. Januar 2010
Desert Tec #007 – CCS und der Rohstoff CO2
Sind bionische Lösungen möglich?
Zuerst eine kleine Rechnung für Journalisten und Juristen: Wenn 381 ppm CO2 in der Atmosphäre sind und die gesamte Gasmasse des Planeten auf 5,15 10^18 t Tonnen geschätzt wird, wie viele Tonnen CO2 sind dann jetzt in der Atmosphäre?
Spaß beiseite, eigentlich wollte ich fragen, ob diese Masse ausreichen würde, die Kalkriffe der Dolomiten neu zu erzeugen.
Roland DürreMontag, der 18. Januar 2010
“Technik & Ethik!” oder “Wirtschaft ohne Werte?”
So heißt die Vortragsreihe, die von der Carl von Linde-Akademie gemeinsam mit dem Arbeitskreis “Technik und Ethik” in Zusammenarbeit mit der KHG und EHG an der TU München und der Umwelt-Akademie e.V., München regelmäßig an der TUM veranstaltet wird.
Heute Abend fand der dritte von den vier Vorträgen des WS 09/10 statt. Die ersten beiden Vorträge von Bischof Dr. Dr. h.c. Wolfgang Huber und Dr. Nikolaus von Bomhard habe ich leider versäumt. Diesmal hat es geklappt und mit R. Martin Lees, dem Generalsekretär des Club of Rome, war auch ein ganz besonderer Redner zu Gast.
Roland DürreMittwoch, der 13. Januar 2010
Kirschen im Januar
Am Samstag war ich in der großen Stadt. Es ist immer wieder schön in der City. Die Stadt war weiß vom Schnee. Und vor dem Münchner Rathaus war ein Stand für das Faschingsprinzenpaar aufgebaut – die Lautsprecher liefen auch schon zum Test.
Auf dem Weg vom Marienplatz zum Stachus (Karlsplatz) kam ich dann an den mehreren Obst- und Gemüseständen vorbei. Und was gab es da?
Kirschen im Januar!
Sie sahen zwar appetitlich aus. Zwar schon ein wenig stabil (sie hatten ja bestimmt eine lange Reise hinter sich). Der Preis war 3,99 EURO fürs halbe Kilo. Die Kirschen lagen in großen Mengen an jedem Stand, an dem ich vorbei ging – und überall zum selben Preis!
Da muss wohl eine große Lieferung aus Südafrika in der Münchner Großmarkthalle angekommen sein, dachte ich mir. Und die Preisabsprache funktioniert auch bestens. 8 EURO fürs Kilo ist ja ein stolzer Preis. Wie viel haben davon wohl die Erzeuger und Pflücker abbekommen? Und wieviel von den Kirschen wohl unverkauft in den Abfall wandert?
Gekauft habe ich mir keine Kirschen. Ich finde es gar nicht “geil”, im Schnee Kirschen zu essen. Nein, ich halte das für eine Unsitte. Und hätte mir gewünscht, dass die Händler auf ihren Kirschen sitzen geblieben wären!
RMD
Werner LorbeerDonnerstag, der 7. Januar 2010
Desert Tec #006 – København
Das Ergebnis von Kopenhagen ist ein Desaster, die USA ein ökologischer Schurkenstaat und die Industrienationen sind die Achse des Bösen, meint Christoph Lütgert. Die Politik hat kläglich versagt. Doch nicht nur die: Beim Klimaschutz versagen auch wir täglich. Unsere Nachfahren werden uns verfluchen.
So zu lesen auf Tagesschau.de, Kommentar in den NDR Tagesthemen.
Er hat wohl Recht, weil Cassandra immer Recht bekommt – irgendwann und irgendwie. Ich möchte eine etwas andere Position vorschlagen.
Roland DürreMittwoch, der 30. Dezember 2009
“Mein CO2 Fußabdruck” oder “Danke Werner”
Werner Lorbeer hat in seinem letzten Artikel zu desertec auf mein “Manifest zu Kopenhagen” hingewiesen und mich für meinen CO2 Fußabdruck ein wenig gelobt.
Das Lob ist nicht berechtigt.
Hier mein CO2-Fußabdruck in fünf Kategorien berichtet und jeweils mit einer (mir selbst gegebenen) Verhaltensnote bewertet (1 – 6, sehr gut, gut, befriedigend, ausreichend, mangelhaft, ungenügend), so wie früher in der Schule (Werner ist ursprünglich Lehrer!).
Werner LorbeerDienstag, der 29. Dezember 2009
Desert Tec #005 – Wie handeln?
Desertec.org definiert wohlgemut ein großes Projekt. Es ist ein sehr kapitalintensives Zivilisationsprojekt, um elektrische Leistung aus Sonnenstrahlung zu gewinnen, um sie transkontinental Mitteleuropa zur Verfügung zu stellen.
Ein verwandtes Projekt ist die Idee der baltischen HGÜ (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung), die Mitteleuropa mit Windenergie versorgen soll.
Im Moment scheitert sowohl die Einspeisung der Sonnen- wie der Windenergie an unzureichend ausgebauten Versorgungsnetzen – es ist teilweise schon so dramatisch, dass man für den Verbrauch elektrischer Leistung Geld herausbekommt, weil die Preise an der Strombörse ins Minus gerutscht sind.





