Chris Wood
Mittwoch, der 21. Juli 2010

Eine böse Atmosphäre

Die aktuelle New Scientist enthält einen Artikel über das Einbringen von SO2 in die Stratosphäre. Beobachtungen von riesigen Vulkanausbrüchen haben gezeigt, dass man dadurch die globale Temperatur für eine Dauer von 1 bis 2 Jahren um 1 bis 2 Grad reduzieren könnte.

Das wurde in 1998 in den USA ernsthaft vorgeschlagen. Es sollte die billigste Lösung für das Problem der globalen Erwärmung sein. Gruppen, die bisher meinten, dass es kein solches Problem gibt, unterstützen jetzt diese Idee. Die Russen planen einen großen Test.

New Scientist, mit Bedauern, erwartet dass dieser Albtraum Wirklichkeit wird! Viele Nationen und auch große Firmen sind im Stande, es zu tun. Es gibt keinen internationalen Abkommen oder Gesetz, die es verbieten.

Natürlich muss man dann diese Handlung regelmäßig wiederholen, bis eine bessere Lösung gefunden wird. Aber:  SO2 in der Stratosphäre gemeinsam mit dem CO2-Gehalt in der Luft wird die Ozeane sauer machen.

cw

Roland Dürre
Donnerstag, der 8. Juli 2010

Generationsschuldenschuld

Zurzeit lese ich in den Medien viel zu Themen wie “Bundeshaushalt 2011″ oder “Finanzplan bis 2014″.

Die Staatsschulden werden am Ende des Jahres 2010 die Höhe von knapp 1.800 Milliarden Euro erreichen. Im Laufe des Jahres 2010 beläuft sich der Schuldenzuwachs des Staates voraussichtlich auf rund 141,3 Milliarden Euro.

In 2011 soll alles besser werden. Der Bund will 2011 “nur noch” neue Schulden von 57,5 Mrd EUR aufnehmen und die Ausgaben gegenüber 2010 um rund 3,8% senken. Zwar weiß keiner wie das funktionieren soll und ein jeder weiß, das es gar nicht funktionieren kann.

Zudem ist vieles am Sparpaket unausgegoren und steht auf wackeligen Beinen. Die Schätzung 2010 wie auch die Planung 2011 berücksichtigt viele konkrete Risiken nicht wie Zinssteigerungen (Spiel ist hier vor allem nach oben!) Pflege- und Krankenversicherung, Arbeitsmarkt, weitere Finanzprobleme mit insolventen Banken, Versicherungen, Ländern usw.  Für die Planung wurde zudem ein starkes Wachstum für die nächsten drei Jahre angenommen, die Welt sehr optimistisch betrachtet und allgemeine Risiken wie die demographische Entwicklung oder Folgen der Klimakatastrophe ausgeblendet.

Wobei sich die Frage stellt, ob die ganzen rationalen Überlegungen, Abschätzungen und Planungen überhaupt noch Sinn machen. Oft entsteht der Eindruck, dass das sozio-ökonomische System in der BRD wie weltweit sich schon längst verselbstständigt hat und die Situation kaum mehr zu  steuern ist.

Viele Menschen warnen: Wie können wir unseren Kindern nur so viel Schulden hinterlassen!

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Werner Lorbeer
Samstag, der 3. Juli 2010

Desert Tec #011 Omega Ventus

Alpha Ventus ist am Netz. Geplant sind riesige Windparks in der Nordsee in Größenordnungen von über 2 GW Nennleistung, also in der Größenordnung von 2 Atom-Kraft-Blöcken wie Gundremmingen.

Für Freunde der alternativen Energien sind die Investitionen nur zu begrüßen, ja sie sind wohl sogar notwendige Randbedingungen, wenn die Zivilisation in naher Zukunft das iAuto fahren will.

Im Vergleich zum Projekt Desert-Tec haben diese Projekte zusätzlich den Vorteil, dass die Energieproduktion näher an den zentraleuropäischen Großverbrauchszentren liegt. Davon kann man sich überzeugen durch die Betrachtung der Satellitenkarte (Fotografie von Europa bei Nacht).

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Roland Dürre
Sonntag, der 30. Mai 2010

Öl

Warum sind wir über die Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko so entsetzt?

Weil wir die Schäden sehen können!

Es passiert aber genauso Schlimmes, das wir nicht sehen können (und wollen). Auch viel näher bei uns.

Ein Beispiel zitiere ich aus der Welt (Wissenschaftsteil):

Die englische Ölfirma Mobil North Sea Limited suchte in der Nordsee 1990 nach Öl und bohrte dabei eine unter starkem Überdruck stehende Gasblase an.“ Der Druck der Blase entlud sich am 21. November 1990. Da das Bohrloch trotz mehrerer Versuche nicht verschlossen werden konnte, ist es seit 16 (heute 20) Jahren offen. Auf den internationalen Seekarten ist es als Gefahrenstelle eingezeichnet.

Die Unfallstelle liegt übrigens auf einem Drittel des Weges zwischen Schottland und Dänemark.

Diesen Artikel in der Welt sollte man unbedingt lesen. Dann erfährt man, dass

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Roland Dürre
Mittwoch, der 21. April 2010

SPOF

SPOF – Single point of failure

Gestern wurde uns in den Medien die Abhängigkeit unserer Gesellschaft und Industrie vom Flugverkehr drastisch vor Augen geführt. Dass es keine Rosen aus Kenia und exotischen Früchte mehr gibt, kann ich gut verschmerzen. Versuche ja jetzt schon, den Konsum solcher Dinge zu vermeiden.

Heute haben wir von den ersten Produktionseinstellungen bei BMW gehört – weil die Elektronik auch just in time durch Flugtransport geliefert wird.

Solche Schwierigkeiten werden in Zukunft aus vielen Gründen immer häufiger auftreten und wir werden damit fertig werden müssen und sicher auch fertig werden. Ich bin überzeugt, dass wir mit 10 % des normalerweise stattfindenden Flugverkehrs auch sehr gut und in Wohlstand leben könnten.

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Roland Dürre
Freitag, der 16. April 2010

Palmöl

oder der “Blutige Finger”:

Vor kurzem habe ich in Twitter folgenden Tweet von talkabout gefunden:

#Nestlé Vorstand Peter Brabeck: Allein in UK, Deutschland und Italien wurden in 2009 rund 500.000 Tonnen Palöl zu Biodiesel verarbeitet.

Zur selben Sache finde wir unter http://bit.ly/c5dEhh einen sehr interessanten Beitrag.

Ich finde vor allem bemerkenswert, dass wir unsere Lebensreserven leichtfertig für eine Bequemlichkeit opfern, die unser personales Wohl eher mindert als mehrt.

RMD

Oder:

Hilfe, es regnet nicht mehr!

Phoenix

Phoenix

Jetzt radele ich schon viele Jahre regelmäßig von Ottobrunn nach Unterhaching und zurück. Und wenn alles klappt, dann kommen noch 3 oder 4 Jahre dazu. Und die letzten 10 Jahre war mein Regenmantel ein treuer Begleiter. Als zwanghafter Mensch habe ich ihn immer dabei, ich will einfach nicht nass werden.

Da fällt mir etwas komisches auf: Ich brauche meinen Regenmantel nur noch ganz selten. Wochenlang fristet er sein Dasein in der roten Satteltasche (Ortlieb) und darf nicht raus. Deshalb habe ich mich heute gefragt:

Wann hast Du denn Deinen Regenmantel das letzte mal benutzt?

Die Antwort war:

“Das ist schon sehr lange her!”

Jetzt sehe ich verschiedene Erklärungen für dieses Phänomen:

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So durch Zufall kenne ich auch ein paar Chinesen. Vom Fußball, von der Uni und so. Ab und zu diskutieren wir gemeinsam über die Rolle Chinas in der Welt. Oder über Kopenhagen und die Klimakatastrophe.

Von meinen chinesischen Freunden kam in so einem Gespräch ein interessantes Argument:

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Ein Freund von mir ist Ingenieur. Und Physiker. Er ist sehr gescheit und rechnet immer präzise die Dinge nach. Ich bewundere ihn. Als Mathematiker kann ich ihm nicht unbedingt immer folgen, bin aber überzeugt, dass er gut und richtig rechnet.

Vor kurzem hat er mich geärgert. Er hat  mir vorgerechnet, dass man nicht einmal ein Schnapsglas Benzin brauchen würde, um einen großen BMW von Null auf 150 km/h zu beschleunigen. Das wäre doch gar nichts.

Jetzt hat er aber mal eine ganz andere Rechnung aufgemacht. Und hat zusammengezählt, wie viel Energie seine Familie verbraucht. Sie sind zu viert, die Eltern und 2 schon größere Kinder. Zwar mit 3 Autos, aber sonst ganz vernünftig. Da kam er dann auf 0,1 Gigawatt(stunden) im Jahr. Er war selbst überrascht.

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Roland Dürre
Montag, der 25. Januar 2010

“Immer nur ein kleines bisschen” oder “Silver Sand” ♫

FuerteventuraBeim Vortrag von Martin Lees (General Sekretär des Club of Rome) ist es mir noch klarer geworden: Wir pumpen massiv Abgase in die Atmosphäre. Dies in gigantischen, unvorstellbaren Mengen. Und das bringt uns um. Mittlerweile ist allen klar, dass es so nicht weitergehen darf.

Aber wo anfangen? Beim Auto? Die Maschine Auto bläst im Verhältnis zur Gesamtmenge nur eine vernachlässigbare kleine Menge Abgas in die Atmosphäre. Lohnt es sich überhaupt, hier zu sparen?

Dazu fällt mir eine passende Geschichte ein …

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