Werner Lorbeer
Dienstag, der 28. Februar 2012

Desert Tec #014: Zuviel Energie!

Als ich 1992 erstmals vor den vier Windmühlen des Spannbüllhofs stand, kam ich aus dem Staunen nicht heraus. Es war ein windiger Sommer, die Tochter hatte Keuchhusten und ich erlebte die Küste mit ihrer heilenden und windigen Gewalt.

Als Physiker analysierte man automatisch die Funktion und die Energieernte der Mühlen und ich staunte nicht schlecht über die kaufmännische Potenz dieser vier Mühlen à 0,5 MWatt, die sich alleine in diesem Jahr 60% ihrer Investitionssumme verdienten.

Zum Rechnen:
Pro installiertem 1 MW Leistung beträgt die Energieernete etwa 2 – 2,5 GWH/Jahr (Eine wichtige Zahl für die vielen bayrischen Investoren, die derzeit schwachwindige Standorte mit ihrem Investitionskapital beglücken wollen. Merke: Irgendwann ist Schluss mit der Subvention und es zählen die Kosten. Die Abschreibungsobjekte Ostdeutschland schicken ihre grimmigen Grüße an den national begeisterten Investor).

Die Frage des zweiten Tages galt natürlich dem Netz und dem Energiespeicher und bereits 1992 waren zwei Dinge klar:

  1. Die Umschalttechnik konnte das plötzliche „aus dem Wind gehen“ der Windkraftketten bei zu viel Wind nicht verkraften
  2. In Schleswig-Holstein gibt es keine Wasserspeicherkapazitäten für die Abnahme von Überkapazitäten
  3. Und das störte weder die Windbauern noch sonst einen Subventionspolitiker, weil man bei Subventionen eh nie weiß, warum man sie bekommt.

Nun, oh Schreck, 2012 soll die Energie auch noch genutzt werden – damit haben weder die Subventionierer noch die Windanlageninvestoren gerechnet!

Viel besser lebte es sich doch, wenn die Prämie auch weiter fließt, wenn die Anlagen wegen Netzüberlastung bei Wind abgeschaltet werden.

Ja, auch das gibt es: Prämie für das Abschalten wegen Netzüberlastung. Wir haben von der DDR wirklich viel gelernt. Heute (27. 2. 2012) retten wir durch das Parlament den „Euro“ und morgen „die ganze Welt“. Derweil wandert die Produktion von Kohlefasercomposite für den BMW e-Mini wegen hier unbezahlbarer Energiekosten in die USA zum Moses Lake ab.

Gibt es einen Weg raus aus dem Dilemma?

Ja!

Es wird ein Plädoyer werden für „power to gas„.

wl

Chris Wood
Mittwoch, der 12. Oktober 2011

Solar-Diesel

Ich las in einem Artikel, dass die Autos der Zukunft wohl von Wasserstoff angetrieben werden. Daraufhin schrieb ich meine Zweifel daran auf. Obwohl ich kein Fachmann bin, denke ich doch, dass einige meiner Argumente vielleicht für andere Nicht-Fachleute nützlich sein könnten.

Meine jüngere Tochter hat neulich ein (gebrauchtes) Auto gekauft, das mit Erdgas betrieben wird. Sie war stolz darauf, damit etwas für unser Klima zu tun. Als ich ihr mitteilte, dass dieser Sprit kaum besser als Diesel sei, wenn überhaupt, war sie überrascht. Kohlenwasserstoffe haben einen ähnlichen Verbrennungswert pro Gramm – und das Gewicht ist vor allem der Kohlenstoffanteil. Und Dieselmotoren sind ziemlich effizient.

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Chris Wood
Dienstag, der 27. September 2011

Energie Forum

Am 10. 9. 2011 nahm ich von 9.30 Uhr bis 18.00 Uhr an einer Bürger Konferenz im Deutschen Museum (München) über „Energietechnologien für die Zukunft“ teil. Organisator der Veranstaltung, im Auftrag von den Bundesministerium für Bildung und Forschung, war die Universität Bonn. Das ist ein komisches Ministerium, weil laut Verfassung die Bildung eine reine Landessache ist!

Im Voraus hatte jeder Bürger eine vierseitige, gut geschriebene Zusammenfassung zum Thema erhalten. Das einzige daran, was Zweifel aufkommen ließ, war die implizierte Annahme, dass die Deutsche Entscheidung, sich angesichts der Ereignisse von Japan (Fukushima) schnell von Kernenergie zu verabschieden, eine rationale Entscheidung gewesen sei.

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Werner Lorbeer
Sonntag, der 14. August 2011

Desert Tec #013: Tschadsee extraterrestrisch

Der Mars ist weit, der nächste Planet ist immer zu Deinen Füßen!

Die vornehmste Aufgabe der Solartechnologie ist die Urbarmachung dieses Planeten!

Bisher wandert die Menschheit der Verschiebung der Klimazonen nach. Vor 15.000 Jahren war die Sahara grünes, feuchtes, blühendes Land, besiedelt von Mensch und Tier.

Der Tschadsee ist ein Rest eines riesigen Sees von 50m Tiefe und der Ausdehnung eines Binnenmeeres. Heute herrscht die Sahara und an ihren Rändern entstehen periodisch Hungersnöte durch Störungen des Ackerbaus durch Wassermangel.

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Roland Dürre
Mittwoch, der 18. Mai 2011

Plastikmüll

Am Dienstag, den 10. Mai, hat mich der Günther besucht. Günther ist ein alter Freund, Jahrzehnte haben wir gemeinsam Fußball gespielt. Er möchte mir ein paar neue Geschäftsideen vorstellen. Kühne Gedanken, die er mit mir teilt. Eine davon ist, die Meere vom Müll zu befreien.

Ab und zu werde ich in von meiner Familie als schrullig bezeichnet. Sicher zu Recht. Wer ist denn nicht ein wenig schrullig?

Meine Schrulligkeit ist aber eine besondere. Ich verweigere den Verzehr von Joghurts und Buttermilch, wenn diese leckeren Nahrungsmittel aus Plastikbehältnissen kommen.

Auch können meine Familienmitglieder nur beschränkt nachvollziehen, dass ich mir eine Seifenschachtel gekauft habe. Ich reinige meinen Körper im Schwimmbad und auch sonst wieder mit Seife und verzichte auf Shampoo und die vielen sonstigen bunten und wahnsinnig teueren Körperpflegemittel, die in Plastikbehältnissen oder Spraydosen die Regale der Drogeriemärkte meterbreit füllen.

Jetzt habe ich Unterstützung bekommen.

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Werner Lorbeer
Samstag, der 16. April 2011

Desert Tec #012 – Aufstieg und Fall des grün-monetären Komplex

Sie wollen ihr Häuschen renovieren? Über 60? Wir bieten Ihnen 0,75% über dem Marktzins! Aber wieso montieren Sie keine Fotovoltaikanlage aufs Dach? Die finanzieren wir gerne mit Vorzugsdarlehen!

Die Szene erinnert an den Schrottimmobilienboom in Deutschland Ost.

Nun wird offenbar, dass in den letzten 10 Jahren Subventionspolitik vom Teuersten betrieben wurde und die Gegenleistung dafür ein bisschen wie des Kaisers neue Kleider aussieht. Zwangseinspeisung am Markt vorbei. Keine Verpflichtung zum Netzbetrieb. Keine Abgaben zum Aufbau eines Stromnetzes oder gar zur Speicherung.

Es wäre nun an der Zeit, die Erzeuger alternativer elektrischer Energie an den Kosten des Netzbetriebs durch Erhebung von Steuern zu beteiligen. Denn Strom kommt eben aus der Steckdose. Seit 2001 sind 100 Milliarden € umverteilt worden, ohne Beitrag zum Netzbetrieb wie er von EVU selbstverständlich gefordert wird.

Wir werden sicher auch noch lange auf die Smart Grids warten müssen, die es erlauben, Windkrafträder und Solarfelder ebenso herauf und herunterzufahren wie die thermischen- und Wasserkraft Werke.

Da seien die alternativen Medien-Star-Heiligen vor und der heilige Florian. mehr »

Klaus Hnilica
Donnerstag, der 7. April 2011

Schnitzelessen…

Carl und Gerlinde (VII)

Als Carl gut gelaunt aus der Firma heimkam, überraschte ihn Gerlinde mit leckeren, knusprigen Schnitzeln und ihrem legendären Kartoffelsalat!

Niemand bereitet diesen so köstlich zu, wie sie. Wohl ein Geheimrezept ihrer Mutter – Gott hab’ sie selig! Auf jeden Fall war neben einer kräftigen Prise Zucker auch Senf und Muskat in der Marinade und die Zwiebeln brühte sie kurz in echter Rinderbrühe, bevor sie alles unter die noch warmen, frisch geschnittenen Kartoffel mischte…Soviel wusste Carl! Mehr nicht! Was ihn aber nicht störte, da er sich viel lieber auf den Verzehr dieser Köstlichkeit konzentrierte…

Auf seine Frage, welchem freudigen Anlass dieses Festessen heute Abend zu verdanken sei, ging Gerlinde komischer Weise nicht ein, sondern deckte  geschäftig den Tisch. Mit Frühlingsservietten, frischen Primeln und den neuen Rotweingläsern!

Auch seine zweite Frage überging sie und spülte schnell die Bratpfanne und einen Topf…

Beim dritten Nachfragen, als er lachend beide Arme um sie schlang und an ihren üppigen Lippen knabberte, die köstlich nach Kartoffelsalat schmeckten, errötete sie aber, drehte ihren Kopf weg und wand sich rasch aus seinen Armen…

Jetzt war Carl  neugierig geworden und ließ nicht mehr locker!

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Marc Borner
Montag, der 28. März 2011

Bild in Schwarz

Es ist der 28. März 2011, ein Tag nach den großen Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Zum ersten Mal wird es einen grünen Ministerpräsidenten geben und das nach 58 Jahren ungebrochener Dauerregierung der CDU. Winfried Kretschmann hat dem Erfolg ein Gesicht gegeben. Klar, dass dies im „Volksblatt“ mit vier Buchstaben für Unmut sorgt – sogar für Trauer. Als ich heute deren Internetpräsenz angeklickt hatte, erschlug mich der zunächst fröhlich klingende Titel „Grüne strahlen!“

Wunderbar! Könnte man denken, denn auch die Bildzeitung müsste anerkennen, dass es im Südwesten zu einem politischen Dammbruch gekommen war. Nicht liess sich der Sachverhalt eventuell noch weg reden, wie es in der causa zu Guttenberg versucht wurde, denn dieses Mal hatte das Volk entschieden und gewählt. Das muss die selbsternannten Vertreter von „Volkes Stimme“ ins Mark und Bein treffen, denn das Volk hatte nicht so entschieden, wie es die Bild-Zeitung erwartet hatte. Ich möchte daher die Darstellung der Internetpräsenz von Bild.de als eine Art Kunstwerk sehen und eine Bildinterpretation wagen.

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Edwin Ederle
Samstag, der 12. März 2011

Kernschmelze in Japan?

Gerade meldet das ARD, dass es wohl in Fukushima zur Kernschmelze gekommen ist.

Wenn es nicht so fürchterlich wäre, könnte man erstaunt sein. Erleben wir ja etwas, was es gar nicht geben kann! Denn Unfälle in Atomkraftwerken gibt es nur in alten, schlecht gewarteten AKWs in wenig entwickelten Ländern. Niemals in Anlagen wie unseren in Deutschland, wo es doch kaum AKWs gibt, die höhere Sicherheitsstandards haben – höchstens vielleicht in Japan?

Aber wir können beruhigt sein: Unser Umweltminister Röttgen (ja, der, der immer noch zur Laufzeitverlängerung für deutsche Atomkraftwerke steht) hat erklärt, dass für uns keine Gefahr besteht. „Wir gehen davon aus, dass eine Gefährdung Deutschlands praktisch ausgeschlossen werden kann“. Was heißt eigentlich „Wir gehen davon aus…“? Dass man es doch nicht ganz sicher weiß?

Ganz sicher weiß man aber, dass unsere Kraftwerke sicher sind!

Und wenn das Cäsium 137 auf’s Meer getrieben wird, dann ist das ja unproblematisch. Wenn das stimmt, würde das nicht unsere Endlagerproblem lösen? Ach – nein – wir haben ja kein Endlagerproblem.

E2E

Roland Dürre
Sonntag, der 6. März 2011

Unser kleines und so feines Land …

Gesundheitswarnung: Vorsicht beim Lesen dieses Artikels, er kann Sie depressiv machen!

Jetzt bin ich schon ziemlich weit weg von unserem kleinen und feinen Land. Sehe es im Rückspiegel. Wenn ich daran denke, was da so alles passiert, dann habe ich eine Menge zu berichten.

Von der Art und Weise wie wir in Deutschland leben und wie wir so ticken. Und was ich alles nicht versteh, obwohl ich selber daran mit schuld bin. So formuliere ich einfach ein paar Absurditäten, so zum Nachdenken am Sonntag.

Dann fange ich mal mit dem wohl Alternativlosen an (aber wie geschrieben – Vorsicht beim Lesen!):

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