Mein Wunsch für 2017:
Dankbarkeit und Achtsamkeit für uns alle.

Wie wichtig Achtsamkeit im Handeln gegenüber uns selber wie auch anderen Menschen aber auch der gesamten Schöpfung ist, habe ich schon vor vielen Jahren gemerkt. Auch dass Wertschätzung die Basis von Frieden und die eigene Wertschätzung Voraussetzung dafür ist, andere Menschen wertschätzen zu können, ist mir schon länger klar geworden.

Aber um zu entdecken, dass die Fähigkeit zur Dankbarkeit wahrscheinlich die allerwichtigste Voraussetzung für ein glückliches Leben ist, dafür habe ich fast 66 Jahre gebraucht. Heute bin ich unendlich dankbar für all das, was ich in meinem Leben erfahren und erleben durfte.

🙂 So wünsche mir, dass sich in 2017 das Ausmaß meiner Dankbarkeit weiter erhöhen kann und wird. Und genau dasselbe wünsche ich allen meinen Freunden und an dieser Stelle natürlich ganz besonders den Leser*innen von IF-Blog!

Also:
Ich wünsche Euch für 2017 ganz viele Schönes, so dass sich Euer Maß an Dankbarkeit beliebig erhöhe. Und uns allen wünsche ich die Fähigkeit zu großer Dankbarkeit!

Ein wichtiges Gut ist Gesundheit. So wünsche ich dazu ganz viel Gesundheit!

Das kleine Schweinchen soll dagegen nur ein wenig Schwein bringen. Dass uns allen auf allen Wegen immer das Quentchen Glück begleiten möge, dass uns allen so gut tut!

Einen guten Rutsch und ein gelingendes Jahr 2017!

RMD

P.S
Das wunderschöne Bild verwende ich jedes Jahr für meine Silvesterwünsche. Es ist ein Arrangement von einem lieben Freund, dem Fotografen Rolo Zollner. Es steht unter „common licence“, d.h. bei Quellenangabe und Erwähnung des Fotografen kann es von Euch genutzt werden.

🙂 Möge es möglichst vielen Menschen und besonders dem Rolo möglichst viel Glück bringen!

Roland Dürre
Samstag, der 24. Dezember 2016

Frohe Weihnacht

Happy X-Mas from Jamaica!

Der Christbaum in Montego Bay wird gerade aufgestellt.

Roland Dürre
Donnerstag, der 31. Dezember 2015

Meine Anderen Silvester-Wünsche!

 

Liebe Freund*innen!

Alles Gute für 2016!

 


 

Das Bild ist von Rolo Zollner (http://www.rolozollner.de/). Es steht unter Common Licence, Ihr dürft es mit Quellen-/Autorenangabe frei nutzen.

Dieses Schweinchen möge Euch viel Glück bringen!

Einen guten Rutsch!

Genießt den Tag!

Lasst die Sau so richtig raus!

Gönnt Euch alles, was Ihr Euch sonst nicht erlaubt!

Ärgert Eure Mitmenschen nach Lust und Laune!

Aber liebt und respektiert sie alle trotzdem!

Erfreut Euch der Welt und ehret die Schöpfung!

Seit frei!

Lebt in Lust!

Macht all das, was Ihr wollt!

Denkt zuerst an Euch aber dann auch an die Anderen!

In sechs Worten und zwei Sätzen (und in neu-deutsch):

Enjoy life!

and

Be totally happy!

Und das zu 100 % und vor allem dann auch
jeden Tag und jede Nacht des Jahres 2016!


Und immer daran denken:
„Einen Scheiß müssen wir!“

RMD

P.S.
Das Bild und Arrangement ist von meinem Freund Rolo Zollner. Er hat es für IF-Blog erschaffen, es steht unter Common Licence, Ihr dürft es also mit Quellen- und Autoren-Angabe frei nutzen

Roland Dürre
Mittwoch, der 31. Dezember 2014

Einen guten Rutsch und ein gelingendes 2015!

Wie jedes Jahr habe ich Ende 2009 meinen Lesern von IF-Blog und allen Freunden ein „Gutes Neues Jahr“ gewünscht. Das war vor genau fünf Jahren, damals habe ich geschrieben:

Heute Abend feiern wir den Jahreswechsel. Wir verlassen das Jahr 2009 und treten ein in 2010. Ein neues Jahrzehnt wartet auf uns. Die Anzeichen mehren sich, dass sich die Welt in den nächsten Jahren wesentlich verändern wird.

Mein Wunsch für das neue Jahr ist, dass der sich anbahnende Wandel möglichst frei von Gewalt statt findet.

Dass Kriege uns verschonen.

Dass unsere gesellschaftlichen Werte Toleranz und Freiheit auch in den vor uns liegenden schwierigen Zeiten erhalten bleiben.

Und dass wir nicht die Grausamkeiten einer inhumanen Gesellschaftsordnung in unserem Teil der Welt zu lassen.

Ich finde, dass nichts davon seine Gültigkeit verloren hat und fürchte, dass diese Wünsche für die nächsten 5 Jahre noch wichtiger sein werden! Deswegen füge ich auch nichts dazu und wünsche allen IF-Blog-Leserinnen und -lesern und meinen vielen Freunden und Partnern genau in diesem Sinne:

Ein gesundes und gelingendes Jahr 2015!

Dass Euch immer das Quentchen Glück auf allen Euren Wegen begleiten möge, das
uns allen so gut tut!

SilvesterSchweinDas wunderschöne Bild ist ein Arrangement von Rolo Zollner! Auch das war im Jahr 2009 schon mal dabei.

Danke Rolo!

RMD

Gestern war unsere Weihnachtsfeier. Wir hatten ein volles Haus und tolle Musik. Im Trubel wollte ich die vorbereitete Weihnachtsrede nicht komplett halten und habe nur vom Start der InterFace in 1984 berichtet. Hier die nicht gehaltene Rede in vollem Umfang:

"Mein Leben nach InterFace ?"

„?? Mein Leben nach InterFace ??“

2014 ist/war für mich das letzte Jahr als Vorstand der InterFace AG. So ist dies heute meine letzte Ansprache.

Auf all die Jahre bei InterFace blicke ich gerne zurück, auch auf das Letzte. Obwohl dies sicher nicht das einfachste unserer Geschichte war.

Begonnen hat es Anfang der 80iger Jahre. Wolf Geldmacher und ich hatten uns gefunden und planten 1983 ein Unternehmen zu gründen. Im April 1984 gingen wir nach intensiver Vorbereitung an den Start.

Es war die “InterFace Connection Gesellschaft für Kommunikationssoftware und Datenverarbeitung mbH”.

Wir wussten, dass der Erfolg eines Unternehmens auf drei Voraussetzungen basiert:
“Nutzen stiften”
Unsere Dienstleistungen und Produkte soll der Markt brauchen.
“Bedürfnisse befriedigen”
Die Menschen im Unternehmen müssen mit Mut und Freude arbeiten können.
“Sinn ermöglichen”
Wir alle müssen unserer Arbeit einen Sinn geben können.

Vor mehr als 30 Jahren sind wir im Umfeld UNIX mit der Entwicklung unseres Textsystemes HIT-CLOU gestartet! Und das war ein Volltreffer, alle Menschen im Unternehmen folgten unserem Stern! Nur so konnten wir mit unserem kleinen Team ein großes Wunder vollbringen. Schnell ging es steil bergauf. Ich möchte ich an dieser Stelle ganz besonders die Kollegen der ersten Stunde begrüßen.

Auch nach dem Ausscheiden von Wolf sind wir unserem Leitstern gefolgt. Das war nicht einfach. So ein Stern verschwindet mal hinter den Wolken oder hinter einem Berg. Ab und zu kommt man in den Wald und muss weitergehen, ohne den Himmel zu sehen. Oder der gerade Weg ist versperrt und ein Umwege muss gegangen werden.

Im Lauf der Jahrzehnte ist die InterFace gewachsen. Menschen kamen und gingen. Aufgaben und Geschäftsmodelle haben sich verändert. Die Umwelt wirkte auf das Unternehmen kräftig ein. Die InterFace als (öko-)soziales System wird von Menschen gestaltet. Über all wo Menschen zusammen kommen, “menschelt” es. Systeme verselbständigen sich auch gerne. Auch wenn es nicht immer einfach war, aber wir haben das „System InterFace“ immer wieder auf Kurs gebracht.

Ziemlich genau 15 Jahre nach der Gründung hatten wir bei InterFace schon mal eine vergleichbare Situation. Das war vor 15 Jahren. Es scheint zu sein, das wir alle 15 Jahre in eine Krise geraten und diese überwinden müssen. So wünsche ich mir, dass die nächste Krise erst wieder in 15 Jahren eintreten möge :-). Ganz ohne Krisen geht es im Leben von Menschen wie von Unternehmen wohl nicht.

Vor ein paar Jahren kam die InterFace vom Kurs ab. Nur ein klein wenig und kaum merkbar. Dann ein wenig mehr. Gegen den Willen der Vorstände. Uns ging es wie dem konzentrierten Arbeiter im Zimmer, der nicht merkt, wie es dunkel wird. Und dann überrascht ist, dass die Dämmerung plötzlich da ist und er das Licht einschalten muss.

So fuhr das Schiff immer ein wenig mehr in eine ungewünschte Richtung. Die Ursachen waren nicht so recht erkennbar. In der Retrospektive hierzu gibt es viele verschiedene Erklärungen, die ich hier nicht strapazieren möchte.

Die Fähigkeit zum Handeln ging verloren, Unzufriedenheit machte sich im und um den Vorstand herum breit, Uneinigkeit führte zur Handlungsunfähigkeit, die für das Unternehmen gefährlich hätte werden können. Daran zerbrach der Vorstand in diesem Sommer, der Aufsichtsrat musste sich einschalten und die Folgen kennen wir.

Jetzt gehen wir wieder auf Kurs! Das ist für all die Menschen, die fürs Unternehmen arbeiten wichtig und natürlich auch fürs Unternehmen. Ich mag die InterFace genau dann wenn es ein Unternehmen ist, das folgende Bedingungen so in etwa erfüllt.

  • Alle Menschen können dort ihre verschiedenen Rollen mit Mut und Freude erfüllen.
  • Einen angstfreien Raum anbietet und die Entfaltung von Leben fördert.
  • In seinen Strukturen einfach bleibt und Überregulierung vermeidet.
  • In dem eine Kultur des Miteinanders auf Augenhöhe gepflegt wird.
  • Die Teams im gemeinsamen Verständnis von Erfolg zusammenarbeiten.
  • In dem jeder seiner Arbeit einen Sinn geben kann.
  • In dem Selbstorganisation gelebt wird.
  • In dem kein hierarchischer Tannenbaum die eigentliche Organisation überdeckt.
  • Das sich vor allem um seine Kunden und Mitarbeiter kümmert und nicht mit sich selbst beschäftigt.
  • Das den richtigen Kompromiss zwischen “Büro-Cracy” und “Holo-Crazy” lebt (und da ist mir persönlich ein wenig mehr “Holy-Cracy” lieber als zu viel “Büro-Cracy”).
  • In dem der gesunde Menschenverstand das Sagen hat.
  • In dem Führung als Dienst gesehen wird und die Führenden sich nicht wie Sonnen-Könige und Fürsten gebärden.
  • In dem Geist und Haltung (Geisteshaltung) stimmen.
  • Das im Sinne von Gemeinwohl-Ökonomie wirtschaftet (wie in der Bayerischen Verfassung gefordert).
  • In dem die Gremien des Unternehmens fürs Unternehmen arbeiten (und nicht für persönliche Zwecke benutzt werden).
  • Das den Menschen dient und nicht zum Selbstzweck wird.

Ich kenne viele Unternehmen im IT-Markt und meine, dass wir im Schnitt gut abschneiden – sogar wenn wir mal schwächeln. Dies wird durch Vertrauen ermöglicht. Vertrauen entsteht aber nicht durch Beauftragung von Rechtsanwälten und Schreiben von Verträgen, sondern durch “Ehrliches Handeln”, “vertrauensvolle Zusammenarbeit” und “Offene Kommunikation”. Vertrauen hilft gegen naive Feindbilder und dumme Unterstellungen.

Die Feinde auch der InterFace sind “interne Politik machen”, “Bürokratie mehren” und “Dogmatik anwenden”. Schlimm wird es, wenn das Gemeinsame aus Eigennutz beschädigt wird, gleich ob vorsätzlich oder leichtfertig. Zu all diesen Auswüchsen sage ich mal NO!

Ich verabschiede mich jetzt aus dem Vorstand der InterFace. IHR bleibt dabei und Ihr seid das Unternehmen! Ihr habt es in der Hand. Sorgt dafür dafür, dass wir die erfolgreichen “Champions im Verbund” bleiben! Dann bleibe ich gerne beim Unternehmen und unterstütze Euch aus der Distanz des Aufsichtsrats mit voller Kraft.

Und bitte die (wenigen) von Euch, die es noch nicht verstanden haben, auch daran zu denken, dass man „den Ast, auf dem man sitzt, nicht absägen sollte“.

Meine Themen im AR werden sein:

  • Eine konstruktive Geisteshaltung zu untersützen.
  • Dafür zu sorgen, dass der “Kunde” im Mittelpunkt unseres Denkens bleibt.
  • Sinnkopplung von Leben und Arbeit für alle Kolleginnen und Kollegen zu ermöglichen.
  • Mein Netzwerk für die Zukunft der InterFace AG einzusetzen.
  • Als Aktionär werde ich nachhaltiges Wirtschaften einfordern.

Die IF braucht in Zukunft weniger “institution&constitution”. Vielmehr brauchen wir mehr Intuition, gesunden Menschenverstand und ein klares Commitment aller zu einem modernen, agilen, schlanken und transparenten Unternehmen. Hierzu ein klares GO!

Der Vorstand besteht jetzt aus Dr. Christof Stierlen, Maximilian Buchberger und Paul Schuster. Die drei Kollegen haben mein volles Vertrauen. Ihnen wünsche ich möglichst oft das richtige Händchen und uns allen das gewisse Quentchen Glück, das man im Leben immer so gut brauchen kann.

Vor allem wünsche ich jetzt aber Euch allen – liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Familien, liebe Freunde und liebe Gäste – und der InterFace nur das Beste. Und uns allen heute ein schönes Fest, ein frohes Weihnachten und ein gelingendes neues Jahr 2015.

🙂 Ja – so ist das Leben. 31 Weihnachtsfeiern habe ich für die IF gemacht, 31 Ansprachen gehalten – und jetzt ist das alles vorbei!

RMD

Roland Dürre
Mittwoch, der 5. November 2014

Festliches Adventssingen

Und wieder mal mache ich Werbung für den wunderschönen Klang der Stimmen der Arcis-Vocalisten. Ich zitiere:

arcisAbseits vom Trubel und Hektik der Vorweihnachtszeit laden Evelyn (EG) und die für ihre Ausdrucks- und Gestaltungskraft bekannten Arcis-Vocalisten München unter der Leitung von Professor Thomas Gropper auch dieses Jahr wieder zu einem Musikerlebnis ein, das den besinnlichen Zauber der Adventszeit und die Vorfreude auf das Weihnachtsfest lebendig werden lässt.

Von traditionellen Weisen über Werke barocker Tonsetzer wie Michael Praetorius; von Chorälen des Bach´schen Weihnachtsoratoriums über festliche Chöre aus Händels „Messias“ bis hin zu Ausflügen in die Romantik in Gestalt des „Gloria“ aus der doppel¬chörigen Messe in Es-Dur von Josef Gabriel Rheinberger.

Mit ihrem Adventssingen bringen die Arcis-Vocalisten eine Auswahl an stimmungsvollen Werken dar, die sich nicht ohne Grund als „Klassiker“ der adventlichen und weihnachtlichen Vokalmusik etabliert haben. Von hoffnungs- und vertrauensvoller Erwartung bis hin zum Jubel über das Wunder der Weihnacht reflektiert diese Musik die prägenden Emotionen und den Zauber dieser ganz besonderen Zeit des Jahreskreises.

RMD

Auf der InterFace 30 Jahre Feier war Gerhard Saeltzer einer unserer Ehrengäste. Als „Überraschungsgast aus Dresden“ hatte er eine wunderbare Rede vorbereitet. Im Trubel und Lärm des Festes fand sich leider keine Gelegenheit, dieser Ansprache den angemessenen Rahmen zu geben. Die Rede beschreibt im ersten Teil ein beeindruckendes Kapitel deutsch/deutscher Geschichte, an dem die InterFace und ich sehr früh teilhaben durfte.

Schön, dass es Euch alle gibt!

Lieber Roland Dürre, liebe InterFace’ler, liebe Gäste!

Heute feiern wir gemeinsam den 30. Geburtstag von InterFace. Für die Einladung danke ich herzlich und bin gleich aus dem fernen Dresden mit meiner Frau hierher geeilt

Schön, dass es Euch alle gibt und dass wir uns alle hier zusammengefunden haben!

Erinnern wir uns an Ereignisse, die 24 Jahre zurückliegen, an das Jahr der Deutschen Wiedervereinigung 1990. Was waren das für spannende und aufregende Zeiten! Und was für frustrierende Zeiten im Osten! Da kamen z.B. zu uns nach Sachsen Deutsche aus Bayern mit einer für unsere sächsischen Ohren so ganz anderen Sprache. Und das zweite Wort, was die Bayern von sich gaben, war eins, was im Osten ausgemerzt worden war: Gott. Überall hörte man „Grüß Gott“ – was die Sachsen nur verlegen und kleinlaut mit einem „Na goodden Taach“ erwidern konnten.

Und wir lernten, dass mit dem göttlichen Gruß auch etwas ganz anderes kam: Die Kirchensteuer übers Finanzamt und häufig schockierend hohe Nachzahlungen für die Ostler. Und dann geschah ganz Erstaunliches: In den Osten strömten scharenweise besondere Ritter – Glücksritter und Raubritter. Dazu überkluge Juristen und Politiker, Berater und Makler, die Funktionäre und Gewerkschaftler, darunter viele, die – sagen wir es deutlich – im Westen überflüssig oder ausgemustert waren. Da rückten im Eiltempo heran die Abzocker: Die Autohändler, die vierrädrigen Schrott als Neuwagen verkauften. Die Textilhändler, die gebrauchte Kleidung als neu verkauften. Die flinken Immobilienjäger, die große marode Ost-VEB‘s für 1 DM kauften, abwickelten und dann die Grundstücke für Millionen verkauften. Und die Vertreter für alles Mögliche und völlig Überflüssige, vor allem Versicherungen. Auch ich habe davon unnötig „genascht“.

Ich lernte im Osten tolle Juristen und Beamte aus dem Westen kennen, die z.B. nicht einmal wussten, dass man eine Klage unterschreibt – bevor man sie beim Gericht einreicht. Und es kamen sogar Showmaster und Zauberer. Einer landete sogar direkt aus dem Himmel – mit einem geborgten Hubschrauber – in Dresden, wie ein Glücksgott. Er baute in einem Sumpfgebiet eine neue Vorstadt von Dresden, verkaufte die besten Fußballspieler und verschwand letztlich hinter Gittern. Und es kamen auch tolle IT-Berater, die von Tuten und Blasen keine Ahnung hatten und nicht einmal wussten, was Software-Engineering und Softwarequalität ist.

Ja, liebe Bayern, so gab es damals nach der Wende im Osten reichlich Frust und negative Kulturschocks. Wir mussten uns total umprogrammieren. Und dann geschah plötzlich ein Wunder, ich erlebte das Umgekehrte, eine Art positiven Kulturschock. Ich lernte in Dresden den Unternehmer Roland Dürre mit Teilen seiner jungen Mannschaft, seine Frau und sogar seinem jüngsten Sprössling Rupi, näher kennen.

Einen Mann, der so ganz anders war. Ein Unternehmer, der nicht nur groß schwätzte, sondern etwas von seiner Sache verstand, mit dem man reden konnte, von Mensch zu Mensch, ohne Arroganz – sondern partnerschaftlich, der nicht erst den Inhalt meines Portmonees prüfte (indem ich sowieso nichts hatte), bevor er mit mir redete. Und der sogar als Präsident ganz familiär in Filzpantoffeln seine Mitarbeiter aufsuchte. Mit einem sportlich bescheidenen Lebensstil, der zur der täglichen Körperpflege Kernseife aus Armeebeständen gewissen parfümierten Chef-Seifen vorzog. Roland Dürre, der Unternehmer, der so aufmerksam zuhören konnte, ein Mann mit dem das Gespräch, die Zusammenarbeit, Teamarbeit richtig Spaß machte, ein flexibler Teamplayer im besten Sinne.

Ich sage es frei heraus: Roland Dürre und sein Team kamen mir als Wende-frustrierten vor wie Außerirdische von einem anderen, positiven Stern. Und Sie haben erfolgreich die letzten 30 stürmischen Jahre gemeistert! Ich bewundere alle Beteiligten von InterFace.

Ihr seid einfach Klasse! Schön, dass es Euch alle noch gibt!

Herzlichen Dank InterFace und Roland Dürre für diesen erlebten Lichtblick, diesen positiven deutsch-deutschen Nach-Wende-Kulturschock! Lieber Roland Dürre! Wir waren damals beide verwegen und mutig und organisierten die erste deutsch-deutsche Fachtagung für moderne Software und Anwendungssysteme SoftSys 9/90 in Dresden. Wir waren beide – mit unseren bescheidenen Ressourcen – sogar schneller als die großmächtige Politik.

Schon 9 Tage vor der Wiedervereinigung, am 3.10.1990, fand unsere Ost-West-Deutsche Wiedervereinigung als Fachtagung in Dresden statt! Gute Kommunikation zwischen uns zeigte deutlich messbare Wirkung: Es lief alles schneller. Die Verbindung zwischen uns riss leider ab.

ComputerweltUmso wunderbarer war es, dass wir uns nach 24 Jahren plötzlich wieder fanden. Ich fand InterFace im Internet, als ich nach mir selbst suchte und zufällig eine Buchbesprechung über mein Informatikbuch für Kinder und späteres Schulbuch in Sachsen „Erstaunliche Computerwelt“ entdeckte.

Lieber Herr Dürre, liebes InterFace Team!

Wenn ich so zurückblicke, bin ich etwas traurig: In Deutschland und Europa gibt es gegenwärtig zu wenige, leider viel zu wenige Unternehmen mit einer so angenehmen, kommunikativen und fairen Kultur wie InterFace. In diesen Zeiten der Firmen-Insolvenzen und -Übernahmen bewiesen, wo so manches Unternehmen den Bach hinunter ging, konntet Ihr Euch erfolgreich am Markt behaupten. Wunderbar! Viele können von Euch lernen.

Ich bewundere Euch!

Es ist wirklich schade, dass die Wissenschaft heute etwas Wichtiges noch nicht beherrscht. Das perfekte Klonen. Es würde Deutschland und Europa und der Welt besser gehen, wenn man Sie und Ihr Unternehmen klonen würde, sagen wir 5mal oder etwas unbescheidener 20mal! Und weil das leider noch nicht klappt, müsste man wenigstens ganz schnell ein Denkmal oder wenigstens eine Denktafel für InterFace hier in Unterhaching setzen. Auch wenn es noch nicht so schnell klappt: Wenigstens schnell noch meine herzlichen Glückwünsche, etwas angelehnt an Theodor Fontane:

„Kummer sei lahm! Sorge sei blind!
Weiter 30 gute Jahre in bester Gesundheit
wünschen wir dem Geburtstagskind!“

Und lieber Roland Dürre, noch eine kleine Bitte für die Zukunft – weil Zusammenarbeit mit Ihnen so großen Spaß macht, habe ich eine hübsche Idee für ein neues gemeinsames Projekt mit weltweitem Wirkungspotential mitgebracht. Doch darüber möchte ich noch gerne mit Ihnen reden.

Allen wünsche ich beste Gesundheit und viel Glück auf allen Wegen!

Grüß Gott! Godden Taach, und bis bald – vielleicht in der Session mit heiteren Anekdoten aus meinem Leben mit dem Computer im Osten! Herzlich lade ich alle ein!
Dr. Saeltzer, Unterhaching am 27.6.2014

Hochzeit im FlußDie Einladung erging zur Session „Faszinierendes und Anekdotisches rund um Gegenwart und Zukunft der Computeranwendung“ von Dr. Saeltzer auf unserer 30 Jahre Feier. In dieser Session berichtete er lustige Anekdoten vom Start der IT in der DDR in den sechzigern Jahren. Er betätigte sich auch als Mutmacher und zeigte mit kleinen Lesungen aus seinem Buch „Hochzeit im Fluss“ (einer „Anleitung zur Resilienz) wie Menschen selbst in schwierigen Situationen wie bei der Dresdener Hochwasser-Katastrophe Zuversicht bewahren können.

Beim Lesen dieses Textes habe ich rote Ohren bekommen, mich aber umso mehr sehr gefreut.

Einen ganz großen herzlichen und lieben Dank an Dr. Saeltzer.

RMD

P.S.
Ein paar Stichworte zu unserem „Überraschungsgast“ Dr. Gerhard Saeltzer:
Informatiker, Softwaretechnologe und Simulationsexperte, Autor, Dozent, Trainer (über 10 Bücher, auch ein Bestseller, 100 gedruckte Fachbeiträge, 1000 Vorträge und Kurse, Exposees für das Bildungsfernsehen), ganzseitige Auftritte und Interviews in der Tagespresse, Chairman großer Fachtagungen im Osten, Erfinder von Innovationen wie ProgFox, LEMA, zuletzt angestellt in der Position eines Regierungsdirektors beim Sächsischen Datenschutzbeauftragten in Dresden, jetzt im Unruhezustand, joggt in Dresden seit 45 Jahren täglich 20 Minuten zwischen 6:00 und 9:00 Uhr.

P.S.2
Der Text ist original von Dr. Gerhard Saeltzer. Die Bilder der beiden genannten Bücher habe ich eingefügt.

Roland Dürre
Dienstag, der 13. Mai 2014

27. Juni bei InterFace AG: 30-Jahresfeier mit IF-Forum!

Am Tage unserer 30 Jahresfeier veranstalten wir auch unser viertes fachliches IF-Forum. Hans Ulrich (der „Erfinder“ des St. Gallener Management Modells) hat Anfang der 80iger Jahre in einem Aufsatz „Acht Thesen zum Wandel im Management“ genannt. Eine der Thesen war:

„Selbstorganisation als Gestaltungsmodell für Unternehmen“

Diese These wollen wir in unserem fachlichen IF-Forum 2014 debattieren.

Das IF-Forum startet am 27. Juni 2014 um 13:00 im Alpenbauer Sortpark in Unterhaching statt. Dort feiern wir anschließend unsere 30-Jahr-Feier. Das IF-Forum findet aber nicht im VIP-Bereich statt sondern im Seminarraum der SpVgg Unterhaching im 1. Stock über der Gaststätte im Sportpark noch außerhalb des Stadions.

Hier die vorläufige Agenda:

Ab 13:00 Unsere Gäste treffen ein …
Eintreffen / Welcome

13:15 Wolfgang Menauer, InterFace AG
Hinführung

13:45 Dr. Eberhard Huber, pentaeder
Resilienz vor Effizienz

14:15 Dominik Rose, InterFace AG
Agil, Lean und Open

Pause

15:00 Bernhard Findeiss, InterFace AG
Kanban und Scrum

15:30 Roger Dannenhauer, Turnaround
Geisteshaltung

16:00 Roland Dürre, InterFace AG
Hierarchie oder Netz

Um 17:00 geht es dann weiter zu unserer 30-Jahr-Feier in und um den VIP-Bereich des Alpenbauer Sportparks.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen. Anmeldung ans IF-Forum bitte per E-Mail!

RMD

Roland Dürre
Freitag, der 20. Dezember 2013

Singende Elche ..

Ein besonders netter Weihnachtsgruß hat mich von unserem Autor Klaus Hnlica erreicht. Klaus schreibt für IF-Blog nicht nur die Fortsetzungsgeschichten zu Carl & Gerlinde, über die ich immer recht schmunzeln muss.

Aber ab und zu dichtet er auch – so wie zu Weihnacht 2013:

Ich wurd’ gefragt – und dann gleich welche –
Weihnachtslieder singen Elche?
Ja singen die denn überhaupt?
Und wenn, ist’s Elchen auch erlaubt,
Die „Stille Nacht…“ mit Elchsgeweihen
Brünftig in die Nacht zu schreien!

Das verschreckt doch jeden Bär
Und auch den Jäger trotz Gewehr!
Schon gar nicht mag ich daran denken,
Wie Rehe sich den Hals verrenken.
Und selbst die Kräh’ im kahlen Strauch
Krächzt – ach Gott – so sing’ ich auch!

Doch drin im Stall, dort bei den Föhren
Scheint’s Sepp und Mary nicht zu stören:
Im Stroh davor schnalzt froh ihr Junge
Zu „White Christmas“ mit der Zunge!
Ist per iPhone live verlinkt,
Hört nicht was die Elchkuh singt…

Drum wenn’s Apple echt gelänge,
Dass auch die Elchkuh richtig sänge
Weil im Ohr steckt Knopf samt Kabel,
Wär’ das alles keine Fabel,
Sondern Fakt zu guter Letzt,
Dass Mensch mit Tier ist echt vernetzt!

Weihnachten wär noch viel schöner:
Die Elche äßen mit uns Döner,
Auch die Kirchen wären voller,
Mit Elchen ganz im Weihnachtskoller,
Die da sängen ‚elchisch bieder’
Röhrend alte Weihnachtslieder!

Doch bei uns ist heuer nicht
‚Elch – Bedarf’ wie im Gedicht!
Denn bei uns sind alle da –
Die Enkel und die Kinderschar!
Und wie alle Jahre wieder
Singt Alt und Jung dann Weihnachtslieder!

Fröhliche Weihnachten und ein gutes Neues Jahr wünschen Euch von Herzen,

Brigitte und Klaus Hnilica
Rodenbach, im Dezember 2013

Jetzt frag ich mich nur, ob die Elche auch im bayerischen Dialekt singen könnten.

RMD

P.S.
Und für die Liebhaber von singenden Elchen hier noch Elche 2.0:

Ich wurd’ gefragt – und dann gleich welche –
Weihnachtslieder singen Elche?
Ja singen die denn überhaupt?
Und wenn, ist’s Elchen auch erlaubt,
Die „Stille Nacht…“ mit Elchsgeweihen
Brünftig in die Nacht zu schreien!

Das verschreckt doch jeden Bär
Und auch den Jäger trotz Gewehr!
Schon gar nicht mag ich daran denken,
Wie Rehe sich den Hals verrenken.
Und selbst die Kräh’ im kahlen Strauch
Krächzt – ach Gott – so sing’ ich auch!

Doch drin im Stall, dort bei den Föhren
Scheint’s Sepp und Mary nicht zu stören:
Im Stroh davor schnalzt froh ihr Junge
Zu „White Christmas“ mit der Zunge!
Ist per iPhone live verlinkt,
Hört nicht was die Elchkuh singt…

Drum wenn’s ‚Apple’ echt gelänge,
Dass auch die Elchkuh richtig sänge
Weil im Ohr steckt Knopf samt Kabel,
Wär’ das alles keine Fabel,
Sondern Fakt zu guter Letzt,
Dass Mensch mit Tier ist echt vernetzt!

Weihnachten wär noch viel schöner:
Die Elche äßen mit uns Döner,
Auch die Kirchen wären voller,
Mit Elchen ganz im Weihnachtskoller,
Die da sängen ‚elchisch bieder’
Röhrend alte Weihnachtslieder!

Selbst Franziskus käm’s gelegen,
In einer App gäb er den Segen
Digital an Mensch und Elch –
Feierlich bei Brot und Kelch –
Damit endlich all das Geld
Friede stifte in der Welt!!

Klaus Hnilica

Besonders die Verse der letzten Strophe finde ich wunderschön!

Roland Dürre

Frohe Weihnacht

Jolly Kunjappu
»Jumbo‘s first birthday. Celebrate your life.«
Acryl und Wachskreide auf Leinwand

Jumbos first birthday. Celebrate your life.

Dieses wunderschöne Bild gemalt von meinem Freund Jolly war das Motiv der Weihnachtskarte 2013 der InterFace AG. Wir haben es ausgesucht, weil es bunt ist, eine Botschaft des Muts, der Freude und des Frieden ausstrahlt und so ein religions- und kulturunabhängiges Symbol für „Frohe Weihnacht“ ist.

Jolly wurde 1950 in Madras (Chennai) in Südindien, ich im selben Jahr in Augsburg inBayern geboren. Jolly ist Philosoph, Komponist und Musiker, Maler, Keynote Speaker, Performance Artist. Nebenher hat er ein ganz besonderes indisches Restaurant in der Zweibrückenstr. (Indian Mango – ganz nah beim Deutschen Museeum). Seit 1970 lebt er in München und arbeitet weltweit.

Ich bin Tagelöhner, Freigeist, Unternehmer, Familienvater manches mehr. Ins Indian Mango gehe ich besonders gern zum Essen. Auch heute Mittag wieder.

Jolly und ich sind Brüder im Geiste. Mit seinem Bild wünschen wir Euch und allen Euren Lieben wie der ganzen Welt eine friedfertige, harmonische und ganz frohe Weihnacht. Und dass in 2014 in Eurem Leben die Menschenfreundlichkeit überwiegen und Eure Welt ohne Feindseligkeit sein möge.

RMD