Roland DürreDonnerstag, der 14. Oktober 2010
Ein Abend im Metropoltheater München
Vorgestern war ich mal wieder im Theater. Diesmal nicht in einer der “großen” Münchner Bühnen. Nein, ich bin Edwins Empfehlung gefolgt und habe das Metropoltheater besucht.
Obwohl es Metropoltheater München heißt, liegt dieses Theater in Freimann. Freimann im Norden von München ist eigentlich nur bei Eisenbahnern so richtig bekannt und gilt bei manchen hochnäsigen Münchnern als Unort. Natürlich völlig zu unrecht, denn in Freimann gibt es noch mehr als nur dieses schöne Theater.
Das Stück hieß THE BLACK RIDER – und hat mich begeistert. Da schafft ein kleines Theater etwas, was den großen etablierten Bühnen (siehe meinen Artikel zu Ein Mond für die Beladenen im Resi) oft nicht mehr so recht gelingen mag:
Mit leidenschaftlichem Theater die Menschen zum Lachen und Weinen zu bringen!
Roland DürreDienstag, der 5. Oktober 2010
Ein Mond für die Beladenen …
Es ist wieder Theaterzeit! So habe ich gestern meine private Theatersaison eröffnet. Und ging ins Residenztheater zu München.
Das Stück hieß
Ein Mond für die Beladenen
von Eugene O’Neill.
Ich hatte mich so richtig gefreut. Umso größer die Enttäuschung.
Das ist ja ganz normal bei einer überhöhten Erwartungshaltung.
Das Theater war nur zu zweidrittel gefüllt. Da kam schon ein wenig Sorge auf. Gab es eigentlich früher im Residenz nie.
Und in der Tat war es ein Stück mit Längen.
Roland DürreSonntag, der 19. September 2010
Elsewhere
Vom Film 7915KM habe ich schon berichtet. Jetzt hatte ich Gelegenheit, mir den mehrfach ausgezeichneten Film “Elsewhere” anzuschauen, auch von Nikolaus Geyrhalter und seinem Team, .
Ich kann nur sagen: Dieser Film ist noch ergreifender als 7915KM. Ganz still und schlicht, aber überragend authentisch erzählt er in Bildern von der Schönheit unserer Welt und in Worten vom Leben der Menschen auf diesem Planeten.
“Elsewehre” ist ein Dokumentarfilm, der Bilder und Worte von einer ganz besonderen Reise in zwei mal 120 Minuten vorstellt. Und trotz der Länge immer spannend bleibt.
Roland DürreFreitag, der 9. Juli 2010
Ritter, Dene, Voss
Das ist der Titel eines Theaterstücks, das Thomas Bernhard 1984 (dem Startjahr der InterFace AG) geschrieben hat.
Für den mysteriösen Titel gibt es eine einfache Erklärung: Er hat mit dem Stück gar nichts zu tun. Thomas Bernhard hat im Titel in seiner ihm eigenen Art und Weise drei Schauspieler geehrt, die in den 80iger Jahren bei Claus Peymann in Bochum engagiert waren: Ilse Ritter, Kirsten Dene und Gert Voss – und so auch mich vor ein großes Rätsel gestellt.
Es ist ein großartiges 3-Personen-Stück, exzellent in Szene gesetzt von Antoine Uitdehaag im charmanten Cuvilliés Theater in der Residenz. Ludwig (Stefan Hunstein) hat eine ältere (Ulrike Willenbacher) und eine jüngere Schwester (Barbara Melzl). Und es ist eine Familiengeschichte, es wird gezankt, geliebt, gesorgt, gestritten, gekämpft, geachtet und verachtet.
Das Stück dringt tief in das Unterbewusste ein. Eigentlich müsste auf den Theaterkarten eine Warnung stehen wie:
Vorsicht, die intensive Wahrnehmung des Stückes besonders in den vorderen Reihen erhöht die Wahrscheinlichkeit von nächtlichen Alpträumen.
Roland DürreMittwoch, der 7. Juli 2010
Liliom
Wer hat nicht ein Herz für den sympathischen Verlierer. Für permanente “loser”, die super nett sind und eigentlich alles gut machen wollen. Für Menschen, die das Glück der Erde ernten könnten, es aber nicht schaffen, weil sie sich selbst immer im Wege stehen.
So einen habe ich vor kurzem kennengelernt. Es ist der Liliom, die Hauptfigur in einem gleichnamigen Stück von Franz Molnár, das zurzeit in der deutschen Übersetzung von Alfred Polgar im Residenztheater zu München gespielt wird.
Roland DürreSonntag, der 21. Februar 2010
Alkestis
Am Samstag Abend war ich mal wieder im Theater, diesmal im Residenz des Bayerischen Staatsschauspiel.
Den Ausflug in die Stadt haben wir mit Shopping verknüpft. Es ist einfach praktisch und macht Spaß, noch kurz vor dem Theaterbesuch durch die Spezialgeschäfte und Kaufhäuser der großen Stadt zu bummeln.
Diesmal hatte ich auch kein Problem, anschließend ins Theater zu gelangen. In München war ja an diesem Wochenende keine Sicherheitskonferenz.
Wir hatten ganz ordentliche Plätze (Balkon, vordere Reihe) und das Stück war „Alkestis“ des großen Euripides mit den Themen: die Gastfreundschaft, die Liebe und der Tod.
Hans-Peter KühnDienstag, der 26. Mai 2009
„Millenium“ – Niels Arden oder „Schwedisches Mittelmass“
Nehmen wir es gleich vorweg, wer das Buch gelesen hat, wird von diesem „auf die Schnelle“ zusammengehauenen Film bitter enttäuscht werden.
Auf der Leinwand geht es erstens um die Aufklärung der Frauenmorde: Blomqists Nachforschungen werden in Zeitraffer abgewickelt und sind ohne die vorherige Lektüre kaum verständlich. Zweitens um die Geschichte der Lisbeth Salander. Die Wennerstroem Affäre und die Suche nach der verschollenen Harriet sind auf bedeutungslose Nebenschauplätze degradiert.
Der Zuschauer muss schliesslich zu seinem grossen Bedauern Erkennen, dass die filmische Wiedergabe des komplexen, vielschichtigen Plots in 2 Stunden und 20 Minuten ein von vornherein zum Scheitern verurteiltes Unterfangen war.
Edwin EderleMontag, der 18. Mai 2009
Theater: Geheimtipp – vielleicht gar nicht geheim?
Am Samstag habe ich mal wieder einen wunderschönen Theaterabend im Metropol-Theater in München erlebt: Aus dem Leben eines Taugenichts von Eichendorff aufgeführt in einer bravourösen Darbietung von Gerd Lohmeyer.
Ich weiß nicht, ob das Theater diese “Werbung” braucht, denn meist ist es recht gut besucht – aber jeder, der Theater mag, sollte einmal hingehen. Das Theater in einem alten 50-er-Jahre Kino hat wenig Plätze und deshalb wohl (trotz guten Besuchs) kein großes Budget. Die wenigen Requisiten und ein sparsames Bühnenbild wird mehr als wettgemacht von Schauspielern, die mit viel Liebe und Engagement spielen im wahrsten Sinn des Wortes. Ich habe dort bisher nur sehr gute Inszenierungen gesehen – viele davon haben Preise bekommen.
Nebenbei ziehe ich dort noch eine Lehre für mein Unternehmertum: Liebe zu dem, was man tut und Begeisterung führt meines Erachtens zu Qualität! Und ist das nicht die Grundvoraussetzung für erfolgreiches Tun?
E2E
Hans-Peter KühnSonntag, der 12. April 2009
« Frost/Nixon: Die Stunde der Wahrheit » – Ron Howard oder « Ein Versprechen, das Erwartung weckt und Enttäuschung bringt »
Das Versprechen:
Das Interview-Duell des britischen Playboys und Talkshowmasters mit dem Expräsidenten der USA ist ein packender Gladiatorenkampf. Worte und Ideen sind die Waffen. Wie bei einer Schachweltmeisterschaft, bei einem Heavyweight-Championship werden Strategie, Taktik, ungestümer Angriff, durchdachte Verteidigung bis ins letzte Detail vorbereitet.
Zwei Stunden Spannung und Dramatik.
Die Enttäuschung:
Zähflüssig wälzt sich die Story über die Leinwand. Der „gnadenlosen“ Konfrontation (4 Fersehabende von je 2 Stunden), werden insgesamt wohl kaum 40 Minuten gewidmet. Die eingeschüchtert zögernden Attacken von Frost versanden in Nixons Spiel auf Zeit. mehr »
Roland DürreMontag, der 30. März 2009
Sinn des Lebens
Die Frage nach dem Sinn des Lebens hat mich mein Leben lang begleitet. Als Heranwachsender war ich oft verzweifelt, weil mir keine vernünftige Antwort auf diese Frage eingefallen ist. Im Lauf der Jahre hat sich das gebessert. Mittlerweile fühle ich oft, dass es doch einen Sinn gibt, ohne diesen definieren zu können.
Mitte der 80iger Jahre war ich mit einer Gruppe von Freunden regelmäßig einmal im Jahr in einem örtlich weit entfernten Seminar bei meinem Mentor Rupert Lay. Ein guter englischer Freund (George Brooke), mit dem ich in München eng zusammengearbeitet habe, fragte mich mal beim Mittagessen, was wir denn auf diesem Seminar so treiben würden. Ich antwortete ihm auf englisch, dass wir auf uns auf die Suche nach dem “The meaning of life” begeben würden.
Das hatte heftige Folgen. George konnte sich vor Lachen nicht mehr halten, denn er musste an Monty Pythons “Meaning of Life” denken. Es gab Spaghetti, er hat sich daran verschluckt – und eine beträchtliche “Sauerei” im Lokal und auf seinem Anzug angerichtet. Zum Glück ist ihm nichts passiert.
mehr »





