Roland Dürre
Sonntag, der 21. Februar 2010

Alkestis

Alkestis-MoirenAm Samstag Abend war ich mal wieder im Theater, diesmal im Residenz des Bayerischen Staatsschauspiel.

Den Ausflug in die Stadt haben wir mit Shopping verknüpft. Es ist einfach praktisch und macht Spaß, noch kurz vor dem Theaterbesuch durch die Spezialgeschäfte und Kaufhäuser der großen Stadt zu bummeln.

Diesmal hatte ich auch kein Problem, anschließend ins Theater zu gelangen. In München war ja an diesem Wochenende keine Sicherheitskonferenz.

Wir hatten ganz ordentliche Plätze (Balkon, vordere Reihe) und das Stück war „Alkestis“ des großen Euripides mit den Themen: die Gastfreundschaft, die Liebe und der Tod.

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Hans-Peter Kühn
Dienstag, der 26. Mai 2009

„Millenium“ – Niels Arden oder „Schwedisches Mittelmass“

Nehmen wir es gleich vorweg, wer das Buch gelesen hat, wird von diesem „auf die Schnelle“ zusammengehauenen Film bitter enttäuscht werden.

millenium1Auf der Leinwand geht es erstens um die Aufklärung der Frauenmorde: Blomqists Nachforschungen werden in Zeitraffer abgewickelt und sind ohne die vorherige Lektüre kaum verständlich. Zweitens um die Geschichte der Lisbeth Salander. Die Wennerstroem Affäre und die Suche nach der verschollenen Harriet sind auf bedeutungslose Nebenschauplätze degradiert.

Der Zuschauer muss schliesslich zu seinem grossen Bedauern Erkennen, dass die filmische Wiedergabe des komplexen, vielschichtigen Plots in 2 Stunden und 20 Minuten ein von vornherein zum Scheitern verurteiltes Unterfangen war.

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Edwin Ederle
Montag, der 18. Mai 2009

Theater: Geheimtipp – vielleicht gar nicht geheim?

metAm Samstag habe ich mal wieder einen wunderschönen Theaterabend im Metropol-Theater in München erlebt: Aus dem Leben eines Taugenichts von Eichendorff aufgeführt in einer bravourösen Darbietung von Gerd Lohmeyer.

Ich weiß nicht, ob das Theater diese “Werbung” braucht, denn meist ist es recht gut besucht – aber jeder, der Theater mag, sollte einmal hingehen. Das Theater in einem alten 50-er-Jahre Kino hat wenig Plätze und deshalb wohl (trotz guten Besuchs) kein großes Budget.  Die wenigen Requisiten und ein sparsames Bühnenbild wird mehr als wettgemacht von Schauspielern, die mit viel Liebe und Engagement spielen im wahrsten Sinn des Wortes. Ich habe dort bisher nur sehr gute Inszenierungen gesehen – viele davon haben Preise bekommen.

Nebenbei ziehe ich dort noch eine Lehre für mein Unternehmertum:  Liebe zu dem, was man tut und Begeisterung führt meines Erachtens zu Qualität! Und ist das nicht die Grundvoraussetzung für  erfolgreiches Tun?

E2E

Das Versprechen:

Das Interview-Duell des britischen Playboys und Talkshowmasters mit dem Expräsidenten der USA ist ein packender Gladiatorenkampf. Worte und Ideen sind die Waffen. Wie bei einer Schachweltmeisterschaft, bei einem Heavyweight-Championship werden Strategie, Taktik, ungestümer Angriff, durchdachte Verteidigung bis ins letzte Detail vorbereitet.
Zwei Stunden Spannung und Dramatik.

Die Enttäuschung:

Zähflüssig wälzt sich die Story über die Leinwand. Der „gnadenlosen“ Konfrontation (4 Fersehabende von je 2 Stunden), werden insgesamt wohl kaum 40 Minuten gewidmet. Die eingeschüchtert zögernden Attacken von Frost versanden in Nixons Spiel auf Zeit. mehr »

Roland Dürre
Montag, der 30. März 2009

Sinn des Lebens

Die Frage nach dem Sinn des Lebens hat mich mein Leben lang begleitet. Als Heranwachsender war ich oft verzweifelt, weil mir keine vernünftige Antwort auf diese Frage eingefallen ist. Im Lauf der Jahre hat sich das gebessert. Mittlerweile fühle ich oft, dass es doch einen Sinn gibt, ohne diesen definieren zu können.

Mitte der 80iger Jahre war ich mit einer Gruppe von Freunden regelmäßig einmal im Jahr in einem örtlich weit entfernten Seminar bei meinem Mentor Rupert Lay. Ein guter englischer Freund (George Brooke), mit dem ich in München eng zusammengearbeitet habe, fragte mich mal beim Mittagessen, was wir denn auf diesem Seminar so treiben würden. Ich antwortete ihm auf englisch, dass wir auf uns auf die Suche nach dem “The meaning of life” begeben würden.

Das hatte heftige Folgen. George konnte sich vor Lachen nicht mehr halten, denn er musste an Monty Pythons “Meaning of Life” denken. Es gab Spaghetti, er hat sich daran verschluckt – und eine beträchtliche “Sauerei” im Lokal und auf seinem Anzug angerichtet. Zum Glück ist ihm nichts passiert.
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Hans-Peter Kühn
Sonntag, der 29. März 2009

« Slumdog Millionär » oder « Bollywood ante Portas »

Es sei gleich zu Anfang gesagt: Prädikat sehenswert und zwar mit der ganzen Familie.

Ein indisches Märchen vom von einem, der auszog zum Millionenquiz.

Das Erstaunlichste ist die Plotkonstruktion. Wie Perlen an einer Kette sind die Abenteuer der Kindheit und Jugend unseres Helden an den Fragen des eher unsympathischen Quizmasters und den Antworten von Jamal aufgereiht.
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Edwin Ederle
Mittwoch, der 25. März 2009

Das Interview zum Film Grand Torino

Lesenswert:  Clint Eastwood im Gespräch mit der SZ

E2E

Hans-Peter Kühn
Dienstag, der 24. März 2009

« Gran Torino » oder « General Clint’s latest Stand »

Welcome im wilden Westen verkommender amerikanischer Träume… Suburbia 2009:

Filmposter zu Gran Torino

Filmposter zu Gran Torino

Verlassene Strassen, heruntergekommene Häuser, wuchernde Vorgärten, zerschlissener Asphalt, no hope, no present no future… Ein verbitterter, verschlossener, fascho-reaktionärer, fremdenhassender Koreaveteran, ein unnahbares Ekelpaket der Sonderklasse. Eine Jugendbande auf endloser, zielloser, sinnloser suche nach Action in einer Wüste dickflüssiger Langweile. Chinesisches Familienleben im Wartezimmer des Nichts… Ein junger gutmenschlicher Pfarrer.

Es ist eine Geschichte von Gutem, das sich schamhaft versteckt, von Wunden, die nie verheilen, von Schulden, die auf der Seele lasten, von Bösem , das nur böse sein will, von Leid und Vergeltung, Sünde und Redemption.

Es ist ein Film, wie wir ihn schon unzählige Male und doch noch nie gesehen haben, eine urbane griechische Tragödie in der besten Tradition klassischer Western.

Schleichend und zweifelnd dämmert der Showdown… und was wir erwarten kommt ganz anders. Nein, wir sind nicht in „High Noon“, nicht in den „3 glorreiche Halunken“, nicht in „Vera Cruz“ oder „Spiel mir das Lied vom Tod“.

Wir Westerkenner, Besserwisser, Filmkritiker bekommen von Meister Clint „eins auf unsere grosse Schnauze“, uns gehen die Augen über, es stehen die Münder offen, wir kleben am Kinosessel…

Ich kann Ihnen nur eins sagen, auf ins Kino und zwar ein bisschen dalli

HPK