Roland Dürre
Mittwoch, der 31. Mai 2017

Kleftiko – und am Abend dann im Hospital von Plaka …

Vor zwei Tagen hatte ich meinen Artikel „Nomaden in den Kykladen“ veröffentlicht. Es ging um ein von mir in Milos gefundenem Buch mit dem Titel:
DER ARZT HANS LÖBER
Briefe aus Milos, 1943-1944

Dieser hatte in den Kriegsjahren ein Hospital auch für die einheimische Bevölkerung auf Milos in Plaka begründet. Seine Briefe hatten mich sehr beeindruckt.

Und schon vorgestern war ich dann als „Opfer“ im Hospital zu Plaka. So schnell geht es – und es ging so:

Bist Du in Milos, so ist der Ausflug nach Kleftiko immer ein lohneswertes Ziel.

Am Morgen nach meinem Post ging es per kleinem Schiff zum Ausflug nach Kleftiko. Wir hatten nach unserem Erleben von Griechenland diesmal ziemlich schlechtes Wetter – und sehr starken Wind. So war die Fahrt heftig – wahrscheinlich die heftigste Seefahrt meines Lebens. Auf der Hinfahrt nach Kleftiko ging alles gut. Nach einem schönen und längeren Aufenthalt in der stillen Bucht dort ging es am Nachmittag zurück nach Adamas, dem Haupthafen in Milos.

Die See schien auf dem Rückweg ein klein wenig ruhiger. Dafür fuhr das kleine Schiff jetzt gegen den von der Seite kommenden Wind. Da wir mittags doch einiges getrunken hatte, riskierte ich den Weg zur Toilette im Bug des Bootes. Die Bewegung des Schiffes hatte ich völlig unterschätzt – und so kam es wie es kommen musste, der Seegang liess mich ziemlich heftig im Boot stürzen. Wie man sagt: „Leichtsinn kommt vor dem Fall.“

Dabei verletzte ich mich an der linken Hand, die Kapsel des Ringfingers war wohl ziemlich beschädigt und schwoll heftig an. Eigentlich ist das kein großes Problem – desgleichen ist mir schon öfters passiert und meistens mit nur wenig bleibenden Schäden dann wieder geheilt.

Allerdings trage oder besser trug ich an diesem Finger meinen Ehering. Der ist mir im Laufe der Jahre eh ein wenig eng geworden, so dass er auch bei gesundem Finger nicht mehr abging. Am Abend wurde der Finger dann immer dicker und trotz eines köstlichen Abendessens bekam ich es dann doch mit der Angst zu tun, weil der Ring tief einschnitt.

Jetzt war nicht weit weg von unserem Restaurant ein Goldschmied, bei dem ich Hilfe suchte. Die Chefin dort bemühte sich redlich, mit einer Zange meinen Ring auf zu knipsen, hatte aber keine Chance. Gleich kamen dann noch mehr Griechen dazu und wollten mir helfen. Weil der Finger ein wenig übel aus sah, mussten die meisten Damen ihren Blick mehr oder weniger entsetzt abwenden.

Da die Runde nicht so erfolgreich war, wurde ich dringend ermahnt ins Hospital zu gehen! Ich war skeptisch, war es doch schon deutlich nach 22:00 Uhr. Die fürsorglichen Griechen beruhigten mich aber. Mit dem Taxi wären es nur 5 Minuten nach Plaka, der Arzt dort wäre sehr nett und würde mein Problem ganz schnell lösen.

Da ich irgendwie keinen anderen Ausweg sah, handelte ich wie mir empfohlen und fast befohlen. Ein Taxifahrer brachte mich mit viel Anteilnahme zum Hospital und wartete dort auf mich. Ich wurde von einer freundlichen Krankenschwester empfangen und in zwei Minuten war der Arzt da.

Er war mir schon auf dem ersten Blick hoch sympathisch. Sein fachmännisches Urteil war, dass man den Ring unbedingt öffnen sollte, er machte sich an die Arbeit und nach zwei weiteren Minuten war das Problem gelöst. Dann wurde der Finger noch untersucht und „getaped“ und ich wurde wieder entlassen.

Wie immer in Griechenland war die Gesundheitsvorsorge frei. Da ich gerade das Buch „Der Arzt Hans Löber“ gelesen hatte, das ja in Plaka geschrieben wurde, wollte ich eine kleine Spende machen. Ich erwähnte das Buch meinem Arzt – und er war so erfreut, dass ich dieses Buch kenne, dass er mir gleich ein weiteres schenken wollte. Nur mit großer Mühe gelangt es mir meine Spende los zu werden.

Ich bekam dann das Buch mit einer persönlichen Widmung meines behandelnden Arztes.

Genau so habe ich es Griechenland oft erlebt. Die Menschen sind immer außergewöhnlich freundlich und hilfsbereit. Es gibt Krankenhäuser, die zumindest für die Grundbedürfnisse freie Heilvorsorge anbieten und sich explizit keine Bezahlung erwünschen, weil Helfen sozusagen Ehrensache ist. So war das vor 20 Jahren und ist es Gott sei Dank auch noch heute.

Wie ich aus dem Hospital von Plaka wieder unten in Adamas zurück war, habe ich mich bei allen Menschen, die versucht hatten mir zu helfen, noch mal ganz sehr bedankt. Und alle haben sich so herzhaft und ehrlich mit mir gefreut, dass alles so gut geendet ist. Das habe ich sehr genossen,

Griechenland ist ein besonderes Land. Leider habe das viele Menschen in der EU und in der Administration der BRD nicht begriffen.

Am Tag nach meinem Unfall in Milos wieder gut gelaunt am Strand von Paliochori; am Abend ging es dann weiter mit dem Schiff nach Paros.

Wenn ich daran denke, mir wäre Ähnliches in München passiert. Zum Beispiel im Krankenhaus in Neuperlach hätte das bedeutet: Einen unfreundlichen Empfang, eine längere Wartezeit, eine ausführliche Diagnose (wahrscheinlich inklusive Röntgen und ähnlichem Schnickschnack) und eine Behandlung, die keiner braucht. Und natürlich eine beachtliche Rechnung für unser Gesundheitswesen.

RMD

Roland Dürre
Montag, der 29. August 2016

Jolly on Stage – 17. September in München!

Jolly glaubt an den Frieden. So wie ich.

Jolly Kunjappu ist Philosoph und Künstler, Unternehmensberater, Trainer und Redner. Vor allem aber ist er Mensch – und Musiker.

Endlich tritt er mal wieder auf. Gemeinsam mit Roykey Creo und weiteren Freunden!

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Karten gibt es bei München-Ticket. Und hier noch ein paar Informationen zum Konzert.

Natürlich wird Jolly auch ein ganz besonderes Lied für FRIEDEN spielen.

Ich freue mich, wenn ich viele von Euch bei Jolly’s  besonderem Konzert treffe!

RMD

Roland Dürre
Mittwoch, der 6. Juli 2016

Projekt FRIEDEN.

Immer wieder werde ich gefragt, was es denn eigentlich mit unserem Projekt FRIEDEN auf sich hat. Ich antworte dann so (oder so ähnlich):

 


 

 

Weiße Taube auf blauem Grund, eine Variante der Friedenstaube: Seit den 1980er Jahren das verbreitete Symbol der westeuropäischen, vor allem der deutschen Friedensbewegung, entworfen im Kontext des Widerstands gegen den NATO-Doppelbeschluss.

Weiße Taube auf blauem Grund, eine Variante der Friedenstaube: Seit den 1980er Jahren das verbreitete Symbol der westeuropäischen, vor allem aber der deutschen Friedensbewegung, entworfen im Kontext des Widerstands gegen den NATO-Doppelbeschluss.

Danke für die Nachfrage!

FRIEDEN ist für mich das wichtigste Gut, denn FRIEDEN ist die Voraussetzung für alles andere. So will ich dem Projekt FRIEDEN in der mir verbleibenden Lebenszeit höchste Priorität einräumen.

Es geht dabei darum, endlich FRIEDEN zu schaffen. Ganz einfach weil es an der Zeit ist.
Die Menschheit hat schon so viel erreicht,
warum soll ihr nicht auch das gelingen?

Und: Wer für FRIEDEN ist,
der muss sich nicht rechtfertigen!

Das Ziel von Projekt FRIEDEN
ist, dass immer mehr Menschen
willens und fähig werden mit
sich selber, mit unser aller
(Um-)Welt
und im miteinander
in FRIEDEN zu leben.

Das ist eine notwendige und vielleicht sogar die hinreichende Bedingung fürs Glücklich-Sein. Wir wollen unser Ziel ohne Dogmatik und Moral verfolgen und absolut neutral bleiben. Wir werden es nicht wie Greenpeace oder Amnesty International machen und auf Propaganda und Aktionen setzen, die wir mit eingesammeltem Geld finanzieren.

Frei und unabhängig, nur durch Inspirieren und Impulse-Geben, ganz behutsam, in allen Punkten neutral und mit Respekt vor den „Anderen“ werden wir Freunde und „Freundesfreunde“ gewinnen, die auch FRIEDEN wollen. Quasi durch ein „Schneeballsystem“ viele Gleichgesinnte erreichen und so ein wenig mehr FRIEDEN bewirken.

Hier findet Ihr ein paar Artikel übers Projekt FRIEDEN. Auch den Hinweis auf zwei Videos von Jolly und mir. Jollys Video kann ich besonders empfehlen. Es lohnt sich wirklich, wenn Ihr Euch eine Stunde Zeit nehmt und es mit Freunden, Euren Kindern und Partnern – bei einem Glas Wein anschaut.

Alles Liebe!

Roland

 


 

Also mitmachen und Frieden schaffen! Danke!

RMD

Roland Dürre
Montag, der 13. Juni 2016

Projekt Frieden – Roland

In diesem Jahr habe ich das Projekt FRIEDEN gestartet. Bei meiner Einleitung vor dem großartigen Beitrag von Jolly habe ich berichtet, warum ich das Projekt FRIEDEN für so wichtig erachte und mich in Zukunft darauf konzentrieren will.

Dieses Projekt braucht so Vieles:

Ein einzigartiges Logo und ein starkes Manifest.
Ein Konzept, welches das Potential hat, eine Milliarde Menschen zu erreichen.
(Das setzt Google als Kriterium für seine Anwendungen an)
Eine tolle „Community“.
Die besten Partner aus allen Sparten.
(Film, Fotografie, Kunst, Marketing Medien, Musik …)
Ideen für die richtigen Aktionen für Frieden.
Und viele und die richtigen Aktivisten!
Vielleicht auch sehr viel Geld
(Aber das ist bestimmt nicht das Wichtigste)

Zurzeit spiele ich mit Gedanken zum Manifest. Hier ein paar Mosaiksteine mit denen ich so experimentiere. Ist aber alles noch im Ideenstadium:

Ganz einfach

Frieden ist der einzige Weg!
Frieden ist die Voraussetzung für alles!
Frieden muss sich nicht rechtfertigen!

Ein wenig länger

JA!
Frieden ist möglich!
Wir brauchen FRIEDEN!
Wir leben in FRIEDEN mit uns!
Wir leben in FRIEDEN mit der Welt!
Wir setzen uns für FRIEDEN ein!
Wir werden immer mehr!
Frieden ist machbar!
UND!
Wer für Frieden ist, muss sich nicht rechtfertigen!

Oder

Frieden geht immer vor Krieg!
Menschlichkeit geht immer vor Unmenschlichkeit.
Liebe geht immer vor Hass!
Toleranz geht immer vor Untoleranz.

Also

Untoleranz der Untoleranz!
Krieg dem Krieg!
Hass dem Hass!

Sind aber alles nur Ideen und Vorschläge. Freue mich auf Rückmeldungen! Dankeschön!

RMD

Roland Dürre
Sonntag, der 12. Juni 2016

Projekt Frieden – Jolly!

Dieses Jahr haben Jolly und ich das Projekt FRIEDEN gestartet. Ein wunderschönes Ergebnis unseres Kickoffs ist dieses Video.

Es sind gut 61 Minuten, die man nur genießen kann. Die wunderbar positiv inspirieren und viele Impulse geben. Also, nehmt Euch die Stunde Zeit und einen oder mehrere liebe Partner. Macht es Euch gemütlich, schaltet ab und schaut Euch das Video an.
🙂
Vorher ganz entspannen – für die Alkoholiker unter uns gerne bei einem Glas Rotwein.

Denn Jolly ist wirklich ein herausragender Mensch und Mentor der allerersten Klasse. So hat er viele Menschen in seinen Seminaren und durch seine Vorträge glücklicher und erfolgreicher gemacht hat. Auch mich.

Das Projekt Frieden wird ist das ehrgeizigste, an dem ich jeweils beteiligt war. Wir stehen am Anfang und brauchen Freunde, Partner und Unterstützer.

Ich werde laufend auch hier in IF-Blog den Fortschritt über die Ideen, Gedanken und Aktionen des Projektes FRIEDEN berichten. Bisher weiß ich nur, dass es das ehrgeizigste Projekt wird, an dem ich jemals beteiligt war. Und persönlich meine allergrößte Herausforderung.

Als nächstes werde ich dann hier in IF-Blog meinen Vortrag vom Kickoff vorstellen!

RMD

Roland Dürre
Samstag, der 28. Mai 2016

Immer mehr und mehr und mehr … (TTIP)

Wachsen, wachsen, wachsen!

Eine Liliputaner-Parade marschiert durch Gullivers Beine. Illustration von Louis Rhead, 1913.

Eine Liliputaner-Parade marschiert durch Gullivers Beine. Illustration von Louis Rhead, 1913.

Der G7-Gipfel mit US-Präsident Obama und Mrs. Merkel an der Spitze will weltweit “mehr Wachstum”, weil das ja alle Probleme – auch das der Flüchtlinge – lösen würde. Die CDU will mehr und längere Gefängnisstrafen für Wohnungsdiebe, weil angeblich die diesbezügliche Kriminalität zu nimmt. Und mehr und höhere Strafen ja ganz bestimmt die Einbrecher abschrecken.

Die Gewerkschaften wollen mehr sonntägliche Ruhe und stoppen den verkaufsoffenen Sonntag zum Münchner Gründerfest. Die Linken wollen mehr Radikalität und mehr Frische, damit die AfD ihnen nicht weiter Wähler wegnimmt. Die Regierenden in Frankreich wollen mehr „internationale Konkurrenzfähigkeit“, weil sie glauben, dass sie dann wirtschaftlich erfolgreicher wären.

Ich halte das alles für „Bullshit“ und will eigentlich nur mehr Frieden und weniger Konsum. Wenn Wachstum sein muss, dann wünsche ich mir „mehr Weisheit“ und „mehr Vernunft“. Dies nicht nur bei unseren Politikern. Wachstum würde ich auf Bereiche beschränken, wo es nicht schadet. Wie z.B. mehr gutes Theater, dies aber nur dann wenn mehr Menschen auch öfters ins Theater gehen.

Weil wir immer mehr Wachstum brauchen, soll auch das TTIP-Abkommen laut Obama und G7 bis Ende des Jahres zum Abschluss kommen und wirksam werden. Mit allen Mitteln wollen sie die Konjunktur auf unserem Planeten ankurbeln. Es könnte also langsam ernst werden mit TTIP.

Darum meine klare Aussage:

Ich bin gegen TTIP und unbegrenztem Freihandel. Nicht nur weil mit TTIP auf abscheuliche Art und Weise die Demokratie ausser Kraft gesetzt und das Recht der Unternehmen über das von Regierungen und Parlamenten gestellt werden soll. Das allein ist schlimm genug. Auch nicht weil z.B. die Erfahrungen und Folgen in Südamerika mit einem ähnlichen Freihandels-Abkommen alles andere als ermunternd waren. Was ja auch gegen solch ein Abkommen spricht.

Noch viel schlimmer ist für mich, dass der totale Freihandel eigentlich der Vergangenheit angehören sollte und mittlerweile überhaupt nicht mehr im Trend liegt. Weil er den Planeten ruiniert. Und auch zu einem aufgeklärtem Zeitgeist überhaupt nicht passt. Wie vieles andere was wir so produzieren und zum wesentlichen Teil unseres „life style“ gemacht haben ist.

Wer will den noch einen „Raubtier-Kapitalismus“, der einzig dem „shareholder value“ dient? Und unverantwortliche Dinge durchpeitscht, für Profit und Marktmacht. Sind wir mittlerweile nicht schöner Weise wieder auf dem Weg zu regionalen Produkten? Zum „weniger ist mehr“? Haben wir nicht mittlerweile verstanden, dass Konsum nicht glücklich macht sondern eher depressiv? Dass zu viel Trägheit und Vermeidung körperlicher Anstrengung zwar angenehm sein mag aber letzten Endes krank macht? Und zwar ziemlich krank!

Wer will den noch eine weitere Verschärfung der weltweiten Arbeitsteiligkeit, die doch auch nur viele Verlierer schafft, weil sie gute Jobs vernichtet und billige Arbeitsplätze (Ausbeutung) begünstigt. Und den mörderischen Wettlauf zwischen den Völkern fördert, wer am billigsten durch Ausbeutung von Mensch und Natur produzieren kann? Wer will denn noch Konzerne, die mächtiger sind als die Regierungen und die Uno? Lobbys, die alles dominieren? Und Unternehmen, die ihre Kunden manipulieren und betrügen, künstliche Nachfrage generieren und Märkte bestimmen, die Interessen der Menschen aber bestenfalls ignorieren?

Wie wird denn die Konjunktur gemacht? Nicht in dem man Lebensmittel wie Milch immer schlechter und billiger macht. Konjunktur geht nur industriell mit teuren Produkten. Wie Autos und Panzern. D.h. ein Wachstum ist am einfachsten möglich, wenn noch mehr teure Fahrzeuge gebaut und verkauft werden. Dann verdient man doppelt – an den Produkten und weil die Infrastruktur dafür gewaltig ausgebaut werden muss. Also Garagen, Strassen, Brücken, Autobahnen … Oder noch schlimmer: Für die Rüstungsindustrie müssen dann ein paar Kriege gemacht werden!

Aber das wollen wir doch nicht mehr. Wir wollen transparente, schlanke Systeme und durchschaubare Strukturen. Wir wollen starke Regionen in weltweiter Harmonie. Wie die Agenda 21 mal auf ihre Fahne geschrieben hatte:

Think globally, act locally“ or „Think global, act local„.

Und dies bitte mit mehr Menschlichkeit und Rücksicht auf unsere Umwelt.

RMD
Geschrieben heute Abend in Piräus im Hotel Anita beim Anschauen der ersten Halbzeit des Champion League Finales.

P.S.
Eine zynische Hoffnung bleibt ja. Mr. Trump mag das TTIP (aus anderen Gründen als ich) auch nicht. Und mittlerweile sind die Chancen ja gut, dass er der nächste Präsident der USA wird.

Roland Dürre
Freitag, der 29. April 2016

FRIEDEN

Denker, Künstler und vor allem Mensch.

Denker, Künstler und vor allem Mensch.

Das Kickoff gestern Abend zum Projekt Frieden scheint gelungen. Ich glaube wir und besonders Jolly haben die Menschen erreicht. Wir haben auch schönes Video-Material eingefahren und werden uns nun beraten, was wir und wie wir das am besten aufbereiten.

Roland M. DürreGestärkt wollen wir jetzt weitermachen. Wir suchen Verbündete und sammeln verrückte Ideen. Und werden gemeinsam nachdenken und dann neue Aktivitäten angehen.

Bei allen Besuchern möchte ich mich fürs Kommen und die große Unterstützung bedanken.

In meinem Beitrag habe ich in gut 30 Minuten  Jolly vorgestellt, persönlich berichtet, warum ich mich ab mich ab sofort immer mehr auf das Projekt FRIEDEN konzentrieren möchte, meinen Optimismus begründet und versucht darzulegen, dass die Zeit zum Handeln gekommen ist.

Wir werden die Vorträge von Jolly und mir im Internet verfügbar machen. Hier schon mal vorab mein Vortrag in Stichworten ergänzt um ein paar Links zu Videos:

Vorstellung Jolly (Wir sind Partner im Projekt)

  • Kennengelernt bei der Münchner Schach-Akademie
  • Sofort festgestellt, dass wir „Brüder im Geiste“ sind
  • Künstler und Philosoph
  • Moderner Robin Hood
    Mit seiner Lebensphilosophie überzeugt er die Wohlhabenden, ihren Reichtum mit den Bedürftigen zu teilen.
  • Er lebt, wovon er spricht und setzt sich für Miteinander und Frieden ein.

Warum mache ich das (Motivation fürs Projekt)?

  • Dankbarkeit für so vieles Gutes, was mir im Leben- zurückgeben.
    • Privat (Ehe, Familie Kinder)
    • Immer warm und satt.
    • Wunderbare Lehrer, Kreise und Gemeinschaften.
    • Die Chance gehabt, unendlich viel zu lernen.
    • Geschäftlich und sozial erfolgreich.
  • Erlebnisse
    • Krieg im Elternhaus – 50iger
      (inneren Frieden)
    • Tschernobyl – 80iger
      (Wir waren dabei)
    • Kuba-Krise – 60iger
      (eine immer noch traumatisierte Gesellschaft hat Angst vor dem großen Krieg)
    • Vietnam
      (Mein Erlebnis mit jungen GIs in den 60igern)
    • und viele mehr Kriege!
      (Friede zwischen Menschen, Völkern und Gemeinschaften aller Art)
  • Ärger, dass ich vieles nicht so gemacht habe, wie ich es hätte machen können. Trotz besseren Wissens.
    • Die Aufgabe der Generationen vor mir weiterführen (Vorväter – Vorbilder).
      (Carl Amery, John Lennon, Konstantin Wecker, Willy Michl, Ghandi oder Martin Luther King)
    • Das ingenieurmäßige Wissen, dass wir eine große Transformation brauchen, dies ziemlich schnell und wohl auch radikal – sonst ist in wenigen Generationen Schluss.
    • Bald 66 Jahre – und merke immer mehr, dass der FRIEDE das einzige was zählt in meinem Leben ist

Worauf beruht meine Hoffnung (Optimismus)?

  • Krieg wird immer absurder!
    • 13500 Cyber-Soldaten
      (harmlose Variante – die Vorstellung vom permanenten Cyberkrieg ist erschreckend)
    • Bodyleasing von Soldaten als neue Qualität eines anderen Söldnertums (früher habe sich einzelne Menschen als Söldner verkauft, heute wird zum normalen unternehmerischen Profit-Thema von Kapitalgesellschaften).
      Beispiel: Academi (von 1997 bis 2007 Blackwater USA, bis 2009 Blackwater Worldwide, bis 2011 Xe Services LLC, seit 2014 Teil der Constellis Holdings) ist das größte US-amerikanische private Sicherheits- und Militärunternehmen.
    • Kampfroboter (war robots)
      Atlas entwickelt von Boston Dynamics im Auftrag der US-amerikanischen Defense Advanced Research Projects Agency oder
      Bosten Dynamics war meines Wissens mal Alphabet (Google), mittlerweile wohl verkauft weil militärisch und
    • zur neuen Kriegsführung eine Übersicht.
  • Neues Wissen aus Gehirnforschung und Philosophie
    • Dinge wie persönliche Schuldfähigkeit und den freien Willen haben wir völlig falsch verstanden
    • Der Verstand ist nur ein ganz kleiner Teil von uns
    • Wir sind eben nicht die freien Denker und Lenker sondern gefangen von unserer Sozialisierung, die unser Unterbewusstsein prägt. Könnte ein Grund mehr sein, warum wir letzten Endes doch sehr soziale Wesen sind. Denn unser Unterbewusstsein wurde von der Sozialisierung, sprich von anderen Menschen geschaffen.
  • Das Internet verändert die Welt. Die digitale und sozial Vernetzung der „freundlichen Menschen“ mit der Bereitschaft etwas gemeinsam zu tun nimmt zu.
    • Erfolgreiche Beispiele
      (NextHamburg, Urbanauten, PMCamp.org selbstgemacht, Open Source Communities, NGOs aber auch Unternehmen)
    • Selbermachen von solchen „freien Communities“ wird zum Hauptweg der Zukunft um konkrete Probleme zu lösen (Infrastruktur-Themen in der Smart Cities). Auch weil Vater Staat das alles gar nicht mehr machen kann.

Wie soll es gehen? (Handeln)

  • Wir dürfen nicht Reden sondern müssen Handeln! Aufstehen! Etwas Tun!
  • Wir müssen bei uns selber beginnen
  • Keine Indoktrination, nur Impuls und Inspiration.
  • Freiheit und Frieden.
  • In Liebe leben.
  • Verbindung mit Kunst und Künstlern?
  • Schneeballprinzip?
  • Ideen gibt es genug.

Und dann kam Jolly … 

RMD
(Fertiggestellt am späten Abend im Zug von Stuttgart nach Hause in ein schönes Wochenende und schon ein wenig auf dem Wege am Samstag nach Rom)

P.S.
JOERG ROTHERMEL hat auf Facebook einen schönen Kommentar geschrieben:


„Wir dürfen nicht Reden sondern müssen Handeln! Aufstehen! Etwas Tun!“
da halte ich mal den text einer feministin dagegen:
https://franziskaschutzbach.wordpress.com/…/ich-denke…/
besonders nett finde ich die Überlegung ob „Macker“ von „Macher“ kommt!


Da trifft er mich natürlich im Herzen. Weil ich da sehr männlich formuliert habe. Nur: Ich meine Frauen und Männer sind halt so. Das ganz wertfrei. Und ich bin halt ein Mann und empfinde so die Frauen als schöne Göttinnen. Der Post hinter dem Link ist übrigens sehr lesenswert.

Ich sehe da aber kein Gegeneinander sondern vielmehr eine große Ergänzung.

Denn in meiner Denke steht
„Wir dürfen nicht Reden sondern müssen Handeln! Aufstehen! Etwas Tun!“
NICHT FÜR: GOCKELHAFTES MACHEN, KÄMPFEN, DEMONSTRIEREN, PROPAGANDA und MISSIONIEREN Fast ärgere ich mich, dass ich unser Unternehmen FRIEDEN als Projekt FRIEDEN bezeichnet habe. Halte ich persönlich ja in meiner Radikalität das allgemeine Projektverständnis schon als typisch chauvinistes Gehabe und Wichtig tue und meine ich doch, dass Teams von Frauen und Männer im Prinzip für tolle Ergebnisse KEINE Projekt Manager brauceh.

Vielmehr ist das für mich die METAPHER

FÜR: „Uns nicht von DAS TUT MAN NICHT unterdrücken, von MARKETING manipulieren, von INDOKTRINATION beeinflussen lassen.“
FÜR: „auf die BOTSCHAFTEN AUS DER ZUKUNFT HÖREN, AUTONOM und FREI LEBEN und nicht mehr JEDEN BLÖDSINN zu schlucken.“
FÜR: „den QUATSCH der POLITIK nicht mehr einfach so zu SCHLUCKEN sondern MUTIG und mit ZIVILCOURAGE darauf zu reagieren.“
FÜR: die WERTSCHÄTZUNG für uns selber und unsere NMITMENSCHEN, die SCHÖPFUNG und unsere UMWELT wieder in uns zu gewinnen, in gegenseitigem RESPEKT zu leben und MENSCHENFREUNDLICHKEIT und in LIEBE leben als die handlungsleitenden ELEMENTE des ALLTAGES zu leben.“
FÜR: „sich mit FREUNDLICHEN MENSCHEN (keine WUTBÜRGER) zu verbünden und konkret mit MUT und FREUDE unser Welt zu verbessern.“ und vor allem
FÜR: „sich zuerst mal selbst ändern und FREUDE und LIEBE in sich selbst finden!“

UND VIELES MEHR IN DIESE RICHTUNG!

Da könnten sich die Geschlechter doch gut treffen!?

Roland Dürre
Montag, der 25. April 2016

Die Meister der Reformen.

Die Vorgeschichte zum Artikel:
Zurzeit habe ich lieben Besuch aus China. Gestern am Sonntag (24. April) will unser Besuch die Bundes-Talkshow mit „Anne Will“ sehen.

Was tut man nicht alles für seine Gäste. Also schauen wir gemeinsam „Anne Will“. Das Thema der Sendung ist die Politik der EU und das Verhältnis zu ihrem Partner Türkei, mit besonderer Aufmerksamkeit auf Erdoğan, den zwölften Präsident der türkischen Republik (den ich eher als Diktator wahrnehme). Die Gäste sind überwiegend die bekannten Gesichter … (zur Sendung).

Recep Tayyip Erdoğan 2015

Recep Tayyip Erdoğan 2015
ein großer Reformer?

Zuerst ist es langweilig wie immer. Dann wird Recep Tayyip Erdoğan von einem Teilnehmer als großer Reformer gelobt.

Mich irritiert, dass diese Aussage von den Gesprächspartnern nicht nur sofort bestätigt wird, sondern dies den Diktator in der Runde aufwertet und als Gegenargument die Frage kommt, warum er denn jetzt „seine eigenen (guten) Reformen“ alle wieder abschaffen würde?

Bevor man über und von Reformen quatscht, sollte man sich zuerst mal überlegen, was denn unter „Reformieren“ zu verstehen ist. Ich schaue zuerst mal die Begriffserklärung für Reform in Wikipedia nach.

Gleich als ersten Punkt in der Aufzählung finde ich, dass der Begriff Reform nichts anderes beschreibt als
„Die planvolle und gewaltlose Umgestaltung bestehender Verhältnisse“.

Das erscheint mir doch schon als eine halbwegs valide Definition. Und siehe da – sie ist völlig wertfrei. Nirgends steht hier, dass eine Reform etwas „Positives“ oder Gutes“ sein müsse.

Die Definition fragt auch nicht nach dem Zweck. So bleibt eine Reform eine Reform, auch wenn sie zum Beispiel der Einführung einer (guten oder schlechten) Diktatur oder einer (vielleicht genauso guten oder schlechten) Demokratie dient.

Den eigentlichen Artikel zu Reform in Wikipedia finde ich schwach. Er beschränkt sich auf Beispiele für Reformen in der Geschichte; Politische Reformen im Deutschland der Gegenwart und Kirchliche Reformen. Er suggeriert auch, dass eine Reform nur dann eine Reform ist, wenn es um eine Umgestaltung geht, die zu einer wesentlichen Veränderung führt. 

Das gängige und einzige Mittel zur Umsetzung von Reformen in Demokratien scheint die Gesetzgebung zu sein. Reformieren heißt, ein neues Gesetz zu machen. Woher kommt dann eigentlich der dauernde Ruf „nach neuen Reformen“? Da wir ja nicht die Kraft haben, Gesetze zu streichen, verkommt er zur Forderung nach mehr Gesetzen. Und genau die werden auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene eh schon in inflationärer Art und Weise produziert!

Ein gutes Objekt für eine geschichtliche Betrachtung von Reformen und ihre Folgen ist für mich die Geschichte der deutschen Eisenbahn. Zuerst wurden die Länderbahnen zur Deutschen Reichsbahn (DR) zusammengefasst. Dadurch entstand eines der größten Unternehmen der Welt und der weltweit größte Arbeitgeber. Die Vorteile waren simpel, es war jetzt möglich „Einheitsbaureihen“ in großer Stückzahl zu bauen. Diese „Reform“ hat wohl auch zu einer sehr leistungsfähigen Organisation geführt. Angeblich fuhr die deutsche Reichsbahn sogar in den ersten Jahren des zweiten Weltkriegs pünktlicher als die DB AG und ihre Wettbewerber heute.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die deutsche Bundesbahn (DB) in Westdeutschland die Nachfolgerin der DR. Zur Übernahme der Deutschen Reichsbahn der DDR kam dann die Privatisierung der Deutschen Bundesbahn und die Überführung in die DB AG inklusive einer Zerlegung in viele Eisenbahn-Betriebsgesellschaften und Erweiterung des Betriebes durch „private“ Konkurrenten.

Da kann man jetzt sicher trefflich über den Sinn und Zweck dieser Reformen diskutieren.

Aber zurück zur Talkshow von Anne Will.
Zuerst musste ich bei der Erwähnung der Reformen von Erdoğan an Adolf Hitler denken. War der doch nicht nur der größte Feldherr (GröFaZ) sondern auch der größte Reformer aller Zeiten (GröRaZ)? Sind doch viele Reformen und die daraus resultierende Gesetze, die überwiegend heute noch gelten, im dritten Reich angelegt worden (Arbeit, Mutterschutz, Verhältnis Kirche/Staat inklusive Kirchensteuer, Kulturgutschutz und vieles mehr).

Die türkische Geschichte, wie ich sie gelernt habe:
Als Kinder haben wir in der Schule und im Rahmen der BRD-Sozialisierung gelernt, dass die Türkei und die Türken den Deutschen sehr freundlich gesinnt seien. Militärisch wäre die Türkei immer ein guter Partner gewesen. Die aus dem Mittelalter stammende Angst vor den Türken wäre nicht mehr angebracht. Innenpolitisch wäre die Türkei sicher ein wenig kritisch zu bewerten, da die Trennung von Kirche und Staat naturgemäß in islamischen Staaten nicht so einfach wäre. Das säkulare Erbe von Atatürk (Mustafa Kemal Atatürk), dem Vater aller Türken, würde aber glücklicherweise von den Generälen des starken Militär beschützt, das so auch die Demokratie in der Türkei sicher stellen würde. Und natürlich hat man uns gelehrt, dass die türkischen Gastarbeiter ein wichtiges Moment für die deutsche Wirtschaft wären. Das war es dann schon, was man uns über den Nato-Staat und damals noch baldiges Mitglied der europäischen Gemeinschaft erzählt hat.

Naja, vielleicht hat Erdoğan ja da mit seinen Reformen durchaus etwas verändert.

RMD

Das Bild ist aus Wikipedia Kremlin.ru
Встреча Президента России Владимира Путина с Президентом Турции Реджепом Тайипом Эрдоганом в Баку

Roland Dürre
Donnerstag, der 24. März 2016

Warum das Projekt Frieden?

Weiße Taube auf blauem Grund, eine Variante der Friedenstaube: Seit den 1980er Jahren verbreitetes Symbol der westeuropäischen, vor allem der deutschen Friedensbewegung, entworfen im Kontext des Widerstands gegen den NATO-Doppelbeschluss.

Weiße Taube auf blauem Grund, eine Variante der Friedenstaube: Seit den 1980er Jahren verbreitetes Symbol der westeuropäischen, vor allem der deutschen Friedensbewegung, entworfen im Kontext des Widerstands gegen den NATO-Doppelbeschluss.

Ich beschreibe mal aus meiner Sicht, warum wir dringend etwas für den Frieden tun müssen. Für den großen, alles umfassenden, inneren wie äußeren Frieden.

Den wir mit uns selber und mit der Umwelt schließen müssen. Und zwischen den Menschen und den Völkern. Beides wird immer notwendiger, um Zukunft überhaupt noch zu ermöglichen.

Dazu brauchen wir eine starke Veränderung des Denkens und Bewusstseins.

Weil es nicht sein darf, dass die „Denkhoheit“ von Menschen beherrscht wird, die zum Beispiel fest daran glauben, dass:
Ein böser Mensch mit einer Waffe nur von einem guten Mensch mit einer Waffe gestoppt werden kann.
(NRA-Vizepräsident Wayne LaPierre 2012)

Auf Staaten umgemünzt würde das heißen, dass
„Ein böser Staat mit einer Armee eben nur von einem guten Start mit einer Armee gestoppt werden kann!“

Man erkennt doch sehr schnell, dass solch eine Denke in moralischen Kategorien wie „gut“ und „böse“ uns nicht wirklich weiter hilft und es besser ist, wenn wir den Weg von Aufklärung und Demokratie weiter gehen.

Das heißt unter anderem, dass wir das Gewalt- und damit das Waffenmonopol eben der Gemeinschaft (dem Staat) überlassen, in der wir leben und dem wir es ja schon als Teil unseres zivilisatorischen Fortschritts schon abgetreten haben.

Dazu muss die Gesellschaft in der Lage sein, einen Unrechtsstaat oder gar eine Diktatur durch öffentliche Kontrolle, unter anderem durch eine klare Gewaltenteilung zu vermeiden. Und ebenso Lobby-Strukturen zurückdrängen können , die nur zu leicht zu einer Diktatur des Kapitals und im schlimmsten Fall zu einem Militär-Wirtschafts-Komplex führen.

Die Voraussetzung für einen solchen Frieden im Staat und zwischen Staaten und Völkern und Ethnien (auch unter Einbeziehung der problematischen Religionen) ist, dass wir ein Bewusstsein entwickeln, dass dies nur gelingen kann, wenn wir auch für uns ganz individuell einen inneren Frieden gewinnen.

So ist Voraussetzung für kollektiven Frieden der innere Friede der Individuen des Kollektivs. Wir müssen also mit uns selber ins Reine kommen. Das mag schwer genug sein, dürfte aber die einzige Chance sein, ein neues Verständnis von Strafe und Gerechtigkeit zu entwickeln. Das uns gesellschaftlich wirklich weiter hilft.

Denn sind Gefängnisse wirklich die einzige Möglichkeit, eine im Inneren friedliche Gesellschaft zu erreichen. Oder bewirken sie nicht eher das Gegenteil? Wie kann eine Gesellschaft zu einem sozialen Frieden gelangen, wenn Armut und Reichtum in einer unzulässigen Polarisierung unterliegen?

So geht es einerseits darum, unsägliche Philosophien wie z.B. die von Ayn Rand (eine der wichtigen Vordenker der Republikaner in USA) zu widerlegen und eine „neue“ Aufklärung 2.0 auf den Weg zu bringen. So müssen wir uns gegen jede Art von Indoktrination wehren, denn eine solche ist der schlimmsten Gegner einer aufgeklärten Gesellschaft.

So versuche ich gemeinsam mit Jolly Kunjappu mit unserem Projekt Frieden einen kleinen Beitrag zu leisten, um den fragilen Spagat von Freiheit und vermeintlicher Sicherheit zugunsten der Freiheit zu stabilisieren.

Ich persönlich möchte die Menschen auch daran erinnern, dass in Konfliktfällen immer der Weg ohne Morden und Töten, Folter und Vergewaltigung der für alle bessere ist und nur dieser Weg in der Regel für stabile und nachhaltige Lösungen sorgt. Und den Optimismus und die Zuversicht stärken, dass dies ganz normal möglich und realistisch ist.

Eher also der Metapher eines „Ghandi“ folgen als der eines Gewaltherrschers.

(Geschrieben in Peking)

RMD

P.S.
Noch mal zusammengefasst:
Die „innere Aufrichtigkeit“ (die uns selbst gegenüber) ist Voraussetzung für „inneren Frieden“, der wiederum Voraussetzung für den „großen Frieden“ ist. So brauchen wir Inspiration und Impulse für „innere Aufrichtigkeit“. Das ist ein Grund, warum Jolly und ich am 28. April zum Kickoff für FRIEDEN ins IF-Forum einladen.

Roland Dürre
Sonntag, der 13. März 2016

Für FRIEDEN.

Auf der Suche nach nach meinen Helden habe ich schon in frühen Jahren Boris Vian gefunden. Es hat ein radikales Friedenslied in 1954 geschaffen und gesungen – Le Déserteur. Das war ein großer Song und für mich Anfang der 60iger Jahre eine wahre *Hymne für Freiheit und Frieden.*

2012 habe ich darüber geschrieben und mich über die #GEMA wegen ihrer Sperren in Youtube geärgert.

Hier ist das Lied:

Ein weiterer großer Sänger von Friedensliedern ist Jacques Brel. Auch er war einer der Helden meiner Jugend.

Terry Jacks hat in 1974 Seasons in the Sun produziert. Dieser Song basiert auf dem Chanson Le Moribond („Der Sterbende“) von Jacques Brel.

Aber hören wir den Meister im Original:

Das war aber damals vielleicht ein wenig kitschig aber auch nicht so ganz schlecht:

Jetzt überlege ich mir, wer denn heute so meine Vorbilder sein könnten. Ich meine, dass Carl Amery und José Saramago da ganz gut geeignet wären.

Für Frieden!

RMD

P.S.
Zu John Lennon, Barbara und vielen anderen kommen wir dann später …

P.S.1
Weil ich gefragt wurde, wer Barbara ist …