Roland Dürre
Donnerstag, der 13. Juni 2013

Tweets zum Twittern und Bloggen #171

Hier meine Tweets der letzten Woche zum Thema:
Bloggen und Twitter, Weisheiten und Regeln

130606 Was in des Nachbarn Garten fällt, ist sein – auch beim Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

130607 Was jeder sucht, das findet er – so auch beim Twittern und Bloggen? #Twitter #Bloggen #Weisheit

130608 Was klein ist, das ist niedlich – gilt das auch fürs Bloggen und Twittern? #Twitter #Bloggen #Weisheit

130609 Was kümmern uns Wolken und Schnee vom vorigen Jahr – gilt auch fürs Bloggen und Twittern? #Twitter #Bloggen #Weisheit

130610 Was kümmert’s den Mond, wenn ihn die Hunde anbellen – dran denken, Twitterer und Blogger. #Twitter #Bloggen #Weisheit

130611 Was lange währt, wird gut – auch beim Twittern und Bloggen! #Twitter #Bloggen #Weisheit

130612 Was lieb ist, das ist schön – dran denken auch beim Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

Jeden Tag kommt ein neuer Tweet dazu. Siehe unter twitter.com und “follow” RolandDuerre!
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RMD

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Roland Dürre
Donnerstag, der 6. Juni 2013

Tweets zum Twittern und Bloggen #170

Hier meine Tweets der letzten Woche zum Thema:
Bloggen und Twitter, Weisheiten und Regeln

130530 Was früh zeitig wird, fault bald – auch beim Twittern und Bloggen? #Twitter #Bloggen #Weisheit

130531 Was geschehen soll, das fügt sich wohl – so ist es auch beim Twitterer und Blogger? #Twitter #Bloggen #Weisheit

130601 Was grob ist, hält gut – gilt das auch fürs Bloggen und Twittern? #Twitter #Bloggen #Weisheit

130602 Was Hänschen nicht lernte, lernt Hans nimmermehr – gilt das auch fürs Bloggen und Twittern? #Twitter #Bloggen #Weisheit

130603 Was hilft gut bedacht, wird’s nicht gut gemacht – auch beim Twittern und Bloggen? #Twitter #Bloggen #Weisheit

130604 Was ich denk und tu, Trau ich andern zu – auch beim Twittern und Bloggen! #Twitter #Bloggen #Weisheit

130605 Was ich nicht weiß, darf ich nicht verantworten – dran denken auch beim Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

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RMD

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Klaus Hnilica
Donnerstag, der 30. Mai 2013

Schlafen oder Wachen – Carls mühsamer Weg zu Friedrich Schiller

Carl und Gerlinde (XXXI)

Ausgerechnet am Freitagabend wurde Carl von Gerlinde und Hannelore zu Schillers ‚Maria Stuart’ – ins Schauspielhaus – geschleppt!

ZBimg071Schlimmer konnte es der bedauernswerten Maria Stuart auch nicht gegangen sein: denn Carl wurde nicht nur exakt zwischen die beiden bildungshungrigen Theaterenthusiastinnen in einen engen Folterstuhl mit beklemmend geringer Beinfreiheit gepresst, sondern zusätzlich noch wie auf einem mittelalterlichen Pranger einer feixender Schülerhorde als abschreckendes Entzugsobjekt vorgeführt, da deren schnelle Gehirne längst mitbekommen hatten, was Gerlinde und Hannelore nur in homöopathischen Dosen Carl mitzuteilen wagten, nämlich, dass die infernalische Aufgipfelung seiner Qualen ein zweieinhalbstündiger ‚Pilsentzug’ sein würde!

Die unfähige Theaterregie hatte nämlich nicht nur Maria Stuart entgegen allen gewerkschaftlichen Bestimmungen jede Art von Pause auf ihrem Leidensweg zum Schafott untersagt, sondern auch dem zahlenden Publikum! Und damit in einem Aufwasch Carls Entzugsschicksal besiegelt…

Und das am Freitagabend! Nach einer aufreibenden Woche gnadenloser Preisverhandlungen seiner Firma TRIGA mit vietnamesischen Unterlieferanten auf dem Sektor Herrenunterwäsche und Damenslips, an deren Ende sich Carl nichts anderes mehr wünschte, als drei Flaschen Bier, sein Sofa und eine stumpfsinnige Fernsehserie, die das vorabendliche Kurzschläfchen sicher stellte…

Kein Wunder, dass Carl, als er die ‚pausenlose’ Unverschämtheit der Theaterregie endlich auch von Gerlinde links und Hannelore rechts zugeflüstert bekam, aus Protest sofort in eine Art ‚Schlafstarre’ fiel, die darin gipfelte, dass er den gesamten ersten Akt des Schiller-Dramas durchschlief, ohne sich auch nur im Geringsten um die verheerende psychologische Wirkung auf die jungen Menschen um ihn zu kümmern…

Ja – er ließ sich nicht einmal durch die grauenhafte musikalische Untermalung zwischen den einzelnen Szenen beeindrucken, die aus einem ins Wahnsinnige gesteigerte, quietschenden Schabegeräusch von ‚Kreide auf trockener Tafel’ bestand, das nicht nur allen Zuschauern vom Rücken abwärts alles zusammenzog, sondern auch sämtliche Hörgerätträger in den Tinitus trieb… Leider zeigte diese geisterbahnartige Geräuschkulisse mit fortschreitender Dauer dann doch auch bei Carl Wirkung: sein Schlaf gestaltete sich zunehmend unruhiger als daheim vorm Fernseher, mit der Folge, dass er einige Male recht rüde vom Bühnengeschehen gestört wurde! Insbesondere von dieser riesigen, knarrenden, hin und her schwenkenden schwarzen Wand! Ein grotesker Regieeinfall!

Vermutlich um das Bühnenpersonal vorausschauend ausdünnen zu können, wie Carl im Halbschlaf murmelte, indem gezielt alterschwache Schauspieler zwischen Bühnenrand und ‚Schwenk–Wand’ zu Tode gequetscht wurden – oder zumindest verstümmelt, wie dieser Mortimer, der aber trotz seiner korkenzieherartigen Leibesverkrümmung weiterhin zäh am Leben zu hängen schien und der tödlichen ‚Schwenk–Wand’ unermüdlich auswich…

Die bedauernswerte Maria Stuart hatte wohl nicht soviel Glück gehabt: ihr Oberkörper war bereits bei ihrem ersten Erscheinen arg nach vorne gequetscht! Was schmerzhaft gewesen sein musste…Nur Königin Elisabeth war verschont geblieben, sie stolzierte aufrecht und gelassen über die Bühne; ihrem panzerartigen Reifrock konnte die tödliche ‚Schwenk–Wand’ offensichtlich nichts anhaben!

Besonders ärgerlich empfand Carl, dass bei dieser unseligen Freitagabendinszenierung alle Schauspieler plötzlich vom Publikum gehört und verstanden werden wollten! Denn entgegen der bisherigen Gepflogenheiten sprachen sie nicht mehr mit dem Rücken zum Publikum in den hinteren Bühnenraum hinein, wo kein Mensch war, sondern ratterten ihre Schillertexte wie Maschinengewehrsalven derart laut ins Publikum, dass sie Carl bis in den Schlaf hinein verfolgten…

Nur die böse Königin Elisabeth, hatte Mitleid: sie flüsterte hartnäckig in Richtung Beleuchtung. Natürlich tat sie das nicht aus Respekt vor Carls Schlaf, sondern bestimmt aus Scham wegen ihres giftgrün geschminkten Gesichtes. Vermutlich hoffte sie unentdeckt zu bleiben? Eine folgenschwere Fehleinschätzung: denn Mortimer erspähte sie in ihrem pinkfarbenen Reifrock blitzschnell zwischen der hin und her schwenkenden Wand und machte sich nach ein paar hübsch gereimten Frechheiten auch sofort über sie her. Rücksichtslos griff er ihr trotz Geflüster und Reifrock ohne lang zu Fackeln dreist in den Schritt!

Das war unerhört, wie Carl in einem der wenigen wachen Momente, im Gegensatz zu Gerlinde und Hannelore, fand; eine skandalöse Schweinerei! Schließlich saß viel junges Volk vor ihm, das bei dieser Szene recht irritiert kicherte! Der Bursche schräg vorne grinste sein Nachbarmädchen besonders dreckig an!

Und als sich Elisabeth – immer noch flüsternd – zu allem Überdruss auch selbst zwischen die Beine langte, wurde die Sache echt oberpeinlich! Die zwei blutjungen Mädels links vor ihm schauten verlegen auf den Boden! Carl war richtig froh, dass sich in dieser peinlichen Situation die rechtwinklig hingequetschte Maria Stuart mühsam für einen Augenblick aufrichten konnte und Königin Elisabeth strafend zuschwallte…

Einige Schüler wurden unruhig! Sie brauchten eine Zigarette! Genau wie Carl sein Pils! Aber nein, die geile Elisabeth wich nicht! Selbst die schwarze Wand war plötzlich bedeutungslos: Elisabeth stand unerschrocken in ihrem Reifrock da, total grün im Gesicht, von allen verlassen und hätte in diesem Moment ihr Gesicht bestimmt auch tief rot einfärben lassen, wenn ihr das irgendwie weiter geholfen hätte, oder auch gelb, oder blau, oder pink getupft…

Nur nicht schwarz! Diese Farbe schien ihr abhanden gekommen zu sein; vielleicht auch wegen der bedrohlichen Wand, die eh ausreichend schwarz war, dachte Carl hellwach, da das kühle Pils quasi schon gegen sein Gaumenzäpfchen schwappte… Beim Pils würde ihm bestimmt auch einfallen an welche aktuelle Politikerin ihn diese vereinsamte Elisabeth erinnerte, sagte er halblaut zu Hannelore, als endlich das Licht anging…

Natürlich bedeutete das Pils im ‚Fundus’ nach dieser Kulturtortur nicht nur für Carl eine Erlösung! Das Lokal war brechend voll und alle labten sich bei Wein und Wasser wie nach einer langen Hungerperiode an den teuersten kulinarischen Leckereien des Restaurants. Schiller und seine Verse waren vollkommen vergessen! Auch die tote Maria Stuart und die böse Königin Elisabeth! Selbst Hannelore und Gerlinde kicherten nur noch über die verschrobenen Paare an den Nebentischen – und Carl genoss unbehelligt bereits sein drittes Bierchen, ja er überlegte sogar, ob nicht wenigstens er Friedrich Schiller seine Referenz erweisen – und eine tüchtige Portion dieser köstlichen ‚Schillerlocken’ bestellen sollte?

KH

Hier meine Tweets der letzten Woche zum Thema:
Bloggen und Twitter, Weisheiten und Regeln

130523 Was du tust, bedenk das Ende – durch Twitterer und Blogger. #Twitter #Bloggen #Weisheit

130524 Was ein Dorn werden will, spitzt sich früh – so ist es auch beim Twitterer und Blogger? #Twitter #Bloggen #Weisheit

130525 Was ein Haken werden will, krümmt sich beizeiten – gilt auch für Blogger und Twitterer! #Twitter #Bloggen #Weisheit

130526 Was einer braut, das muss er auch trinken können – auch der Blogger und Twitterer! #Twitter #Bloggen #Weisheit

130527 Was einer nicht ist, kann er noch werden – so auch der Twitterer und Blogger? #Twitter #Bloggen #Weisheit

130528 Was einer tun darf, dürfen andere sagen – auch beim Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

130529 Was einer wert ist, das widerfährt ihm – dran denken beim Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

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RMD

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Roland Dürre
Donnerstag, der 23. Mai 2013

Tweets zum Twittern und Bloggen #168

Hier meine Tweets der letzten Woche zum Thema:
Bloggen und Twitter, Weisheiten und Regeln

130516 Was dreie wissen, erfahren bald dreißig – durch Twitterer und Blogger. #Twitter #Bloggen #Weisheit

130517 Was du einbrockst, mußt du ausessen- Schicksal der Twitterer und Bloggers? #Twitter #Bloggen #Weisheit

130518 Was du heute tun kannst, verschiebe nicht bis morgen – gilt auch für Blogger und Twitterer! #Twitter #Bloggen #Weisheit

130519 Was du nicht haben willst, das suche nicht – auch beim Bloggen und Twittern! #Twitter #Bloggen #Weisheit

130520 Was du nicht heben kannst, lass liegen – so auch der Twitterer und Blogger? #Twitter #Bloggen #Weisheit

130521 Was du tun musst, das tue gern – auch beim Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

130522 Was du tun willst, das tue bald – dran denken auch beim Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

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Roland Dürre
Donnerstag, der 16. Mai 2013

Tweets zum Twittern und Bloggen #167

Hier meine Tweets der letzten Woche zum Thema:
Bloggen und Twitter, Weisheiten und Regeln

130509 Wart, über eine Weile kommt dein Part – gilt auch für Dich, Twitterer und Blogger. #Twitter #Bloggen #Weisheit

130510 Warum? Darum! – deshalb tun wir Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

130511 Was alt wird, brummt gern – dran denken, Blogger und Twitterer! #Twitter #Bloggen #Weisheit

130512 Was dem einen recht ist, ist dem andern billig – auch beim Bloggen und Twittern! #Twitter #Bloggen #Weisheit

130513 Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht – so auch der Twitterer und Blogger? #Twitter #Bloggen #Weisheit

130514 Was dich nicht brennt, blase nicht – auch beim Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

130515 Was dir zu hoch ist, das lass fliegen – dran denken beim Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

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Roland Dürre
Donnerstag, der 9. Mai 2013

Tweets zum Twittern und Bloggen #166

Hier meine Tweets der letzten Woche zum Thema:
Bloggen und Twitter, Weisheiten und Regeln:

130502 Wahrheit ist der Zeit Tochter – auch beim Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

130503 Wahrheit tut der Zunge weh – auch beim Twittern und Bloggen? #Twitter #Bloggen #Weisheit

130504 Wahrheit wird wohl gedrückt, aber nicht erstickt – da hilft auch Bloggen und Twittern! #Twitter #Bloggen #Weisheit

130505 Wäre kein Links, so wäre kein Rechts – gilt gerade fürs Bloggen und Twittern! #Twitter #Bloggen #Weisheit

130506 Wären keine Sünder, so wären keine Heiligen – auch beim Twittern und Bloggen? #Twitter #Bloggen #Weisheit

130507 Warm ist das Leben, kalt der Tod – auch beim Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

130508 Wärme dich, weil das Feuer brennt – dran denken beim Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

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Roland Dürre
Donnerstag, der 2. Mai 2013

Tweets zum Twittern und Bloggen #165

Hier meine Tweets der letzten Woche zum Thema:
Bloggen und Twitter, Weisheiten und Regeln:

130425 Vorsorge verhütet Nachsorge – auch beim Twitterer und Blogger. #Twitter #Bloggen #Weisheit

130426 Vorteil geht vor Stärke – so ist es auch beim Twittern und Bloggen! #Twitter #Bloggen #Weisheit

130427 Vorteil ist nicht allezeit Gewinn – auch beim Bloggen und Twittern! #Twitter #Bloggen #Weisheit

130428 Vorwitzig ist nicht witzig – gilt gerade fürs Bloggen und Twittern! #Twitter #Bloggen #Weisheit

130429 Wagen ist besser als wägen – so auch beim Twittern und Bloggen? #Twitter #Bloggen #Weisheit

130430 Wahl macht Qual – auch beim Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

130501 Wahrer Spott, schlimmer Spott – dran denken beim Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

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Roland Dürre
Donnerstag, der 25. April 2013

Tweets zum Twittern und Bloggen #164

Hier meine Tweets der letzten Woche zum Thema:
Bloggen und Twitter, Weisheiten und Regeln:

130418 Von Worten wird der Bauch nicht voll – auch nicht beim Twitterer und Blogger. #Twitter #Bloggen #Weisheit

130419 Von Worten zu Werken ein weiter Weg – so ist es beim Twittern und Bloggen! #Twitter #Bloggen #Weisheit

130420 Von zweien Übeln soll man das kleinste wählen – auch beim Bloggen und Twittern! #Twitter #Bloggen #Weisheit

130421 Vor der Tat halte Rat – gilt gerade fürs Bloggen und Twittern! #Twitter #Bloggen #Weisheit

130422 Vorangehen macht Nachgehen – so ist es auch beim Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

130423 Vorrede spart Nachrede – guter Rat auch beim Twittern und Bloggen. #Twitter #Bloggen #Weisheit

130424 Vorsicht schadet nicht – erste Regel fürs Twittern und Bloggen? #Twitter #Bloggen #Weisheit

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RMD

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Klaus Hnilica
Donnerstag, der 18. April 2013

Gartenlust und Frühlingsfrust

Carl und Gerlinde (XXX)

Was ist denn mit dir los, Carl? So wie du zulegst in den letzten Wochen, muss ich ja fürchten, dass du jeden Moment platzt!“ stänkerte der Spartenleiter Dr. Osterkorn, als er nach dem üblichen ‚montäglichen Strategiegelaber’ mit Carl das Besprechungszimmer verließ.

„Wie meinst du denn das, Bernie?“ fragte Carl irritiert.

Na du gehst ja auseinander wie ein Kräppel im heißen Fett: will dich denn deine Gerlinde meistbietend zum Kilopreis verscherbeln?“ polterte Bernie laut lachend.

„Jetzt fängst du auch noch an! Vor zwei Wochen hat mich schon meine vorlaute Sekretärin gefragt, ob ich ein Problem mit der Schilddrüse hätte“, gab Carl kleinlaut zurück.

„Siehst du Carl – ich täusch mich also nicht! Ich find’s ja prima, wenn’s dir schmeckt und gönn’s dir auch von Herzen, aber als ‚Spartenvertriebsleiter’ bei TRIGA mit seinen vielen sportlich orientierten Produkten solltest du schon auch ein klein wenig auf dein Erscheinungsbild achten, oder?“

„Glaubst du denn wirklich, Bernie, dass ich…“

„Betrachte meine Worte als kleinen Tipp, Carl! Du weißt ja, ich bin manchmal etwas direkt!“ wiegelte Dr. Osterkorn mit einem verschmitzten Augenzwinkern ab, donnerte Carl seine durchtrainierte Pranke auf die Schulter und entschwand in das verwaiste Büro von Miriam Braun, die noch immer in der Babypause war, und bestimmt nicht wusste, dass seit vier Wochen eine äußerst attraktive Praktikantin auf ihrem Bürostuhl herumlungerte und schon etliche neue Wäschemodelle für einen gewissen Herrn Dr. Osterkorn vorprobiert haben soll, wie der Buschfunk so trommelte…

Carl war zwar froh, dass er nach dem freundschaftlichen Schulterklaps von Dr. Osterkorn noch aufrecht gehen konnte, spürte aber schon, wie sich eine kleine Unsicherheit in ihm breit zu machen begann …

Und da seine sonst für alle Wehwehchen zuständige Sekretärin Bettina über seinen Kopf hinweg ohne jede Vorwarnung recht dreist von einem Tag auf den anderen ihren morgendlichen Mohnstrudel zu seinem Frühstückskaffee einfach gestrichen hatte, und dieser Mohnstrudel ehrlich gesagt in letzter Zeit eh oft arg trocken ausgefallen war und mit Kaffee manchmal recht unangenehm am Gaumen pappte – konnte  sie natürlich in dieser heiklen Angelegenheit leider nicht mehr wie sonst üblich als Ratgeberin fungieren!

Und Gerlinde kam schon gar nicht in Frage! Die mäkelte ohnehin stündlich an ihm herum, wegen der paar lächerlichen Pfunde an seinen, wie er meinte, immer noch apollinisch schmalen Hüften…

Angesichts dieser verfahrenen Situation musste Carl wohl in bewährter Manier die Sache selbst in die Hand nehmen! Wäre ja auch ein Wunder gewesen, wenn einmal die superklugen Frauchen wirklich helfen hätten können!

Außerdem war das Männersache!

Schließlich gab es doch wirklich nichts Simpleres, als ein paar ‚unnötige Gramm Speck’ wegzuschaffen: er musste sich doch bloß – eigentlich lächerlich – beim Essen etwas einschränken und – Bingo – mehr Bewegung machen! Und zwar viel mehr Bewegung! Klaro! Da musste man gar nicht mehr lange Herumrätseln und Rumlabern, wie Frauen das in solchen Situationen zu tun pflegen!

Nein, gleich nächste Woche – oder übernächste Woche – oder noch besser ab Mai oder vielmehr Juni, wenn es abends richtig hell war, brauchte er sich doch bloß in einem Fitnessstudio anmelden und einen dieser oft angesprochenen Abendtermine buchen! Und schon war die Sache geritzt! So einfach war das…

Außerdem – und das war wohl ein Wink des Schicksals – stand doch jetzt im Frühjahr ohnehin jede Menge Gartenarbeit an: die war doch nachgerade ideal zum Abzunehmen!

Bestimmt freute sich Gerlinde auch tierisch, wenn sie einmal nicht auf Hannelores komischen ‚gärtnernden Polen’ zurückgreifen musste, der im Frühjahr alle Bäume und Büsche in diese peinlichen Rasierpinsel verwandelte! Nein – ab sofort hatte der ‚Pinselzauber im Frühjahr’ ein Ende – und wie von selbst wurde er, Carl, auch noch gertenschlank dabei! Das war doch mehr als fantastisch, oder?

Ernüchternd war allerdings, dass Gerlinde gar nicht so arg strahlte, als er ihr gleich am nächsten Morgen beim Frühstück seinen neuesten Plan entwickelte. Aber vielleicht war sie auch noch nicht richtig wach, als sie recht nüchtern fragte „und warum auf einmal – dieser Garteneifer?“ und ewig lange in ihrem Kaffee rumrührte, obwohl keinerlei Süßstoff drinnen war, wie er ganz sicher wusste…

„Ja weißt du, Gerlinde, ich brauch’ einfach etwas mehr Entspannung und Bewegung – irgendwie bin ich in letzter Zeit durch den Stress in der Firma viel zu träge geworden!“, sagte Carl mit einschmeichelnder, Verständnis heischender Miene.

„Sieh mal an, welch eine überraschende Selbsterkenntnis – und die schon im Morgengrauen – um acht Uhr dreißig, das ist beachtlich!“ frozzelte Gerlinde.

„Nenne es wie du willst, Gerlinde, ich bin jedenfalls fest entschlossen, mich mehr zu bewegen und mich viel aktiver in unsere heimische Gartenarbeit einzubringen“, sagte Carl lächelnd und tätschelte liebevoll über den Frühstückstisch hinweg Gerlindes linke Hand, die gerade nach dem Brombeermarmeladenglas griff!

Gleich danach schaute Carl aber abrupt auf die Uhr, sprang auf, drückte Gerlinde einen schnellen Kuss auf ihre nach Kaffee schmeckenden Lippen und eilte mit den Worten „heute Abend sprechen wir noch genauer über mein ‚Gartenprogramm’, gell“, davon…

Nur – wie das dann ablief, war typisch – Gerlinde!

Denn als Carl am Abend hundemüde von der Arbeit heimkam, konfrontierte ihn seine fürsorgliche Gerlinde mit einem ‚gärtnerischen Arbeitsprogramm’ das sich nicht nur gewaschen hatte, sondern in dem – voll unfair – tatsächlich alles drinnen stand, was getan werden musste! Ganz obenauf natürlich die riesige Trauerweide, die jedes Jahr radikal geschnitten werden sollte, was nicht nur viel Arbeit in luftiger Höhe auf der Leiter bedeutete, sondern auch mehrere Tage „Zerkleinerungsarbeit“! Aber wer konnte denn bei dieser vollkommen unerwarteten ‚Zwischeneiszeit’ schon so lange im Garten herummachen – schließlich war er kein Eskimo in Thermounterwäsche, oder?

Und die Trauerbirke musste auch zurück geschnitten werden!

Und die zehn Büsche entlang der Gartengrenze auch, und der Lorbeerbaum, die zwei Weigelien, der Perückenstrauch, der Raketenwacholder auch und im Vorgarten die Korkenzieherhasel, der amerikanische Hartriegel und die Zierkirsche – von den dreißig Erikastauden, den viel zu üppigen Gräsern und sechs Wacholderbüschen ganz zu schweigen…

‚Gerlindeschen Gartenprogramms’: denn bereits beim amerikanischen Hartriegel war die erste Bierflasche leer, und als die zweite offen war, hatte er nach dem heutigen mörderischen Unterwäschevertriebstag in der Firma wirklich keinen Bock mehr auf weitere ‚gärtnerische Korinthenkackereien’…

Offensichtlich hatte Gerlinde – typisch Frau – nicht die leiseste Ahnung, was die von ihr aufgeschriebenen Arbeiten eigentlich bedeuteten – und noch dazu bei diesen arktischen Temperaturen! Von Frühling und lauen Lüften war doch weit und breit nichts zu spüren! Das war doch der absolute Horror, was dieses Jahr abging! Man musste sich ja wirklich ernsthaft fragen, wann denn nun endlich diese beknackte Klimaerwärmung einsetzte, mit der ständig in den Medien herumgefuchtelt wurde. Das war doch unfassbar, wie diese ‚Katastrophenaposteln’ daneben lagen?

Die Einzige, die nicht daneben lag, leider auch nicht jetzt neben ihm, war echt wieder einmal Gerlinde! Auf die war in dieser Hinsicht hundert Prozent Verlass, dachte Carl, als er endlich trotz aller Abgeschlafftheit – selbst die dritte Flasche Bier aus dem Keller hochhievte: bei diesem höchst einfühlsamen Persönchen, Gerlinde, brauchte man wirklich nur ein winziges Bisschen Bereitschaft signalisieren, sich an der hauseigenen Gartengestaltung aktiv beteiligen zu wollen – und schon bekam man ein ‚Gartenprogramm’ um die Ohren geknallt, bei dessen Verwirklichung er nicht nur in kürzester Zeit als wandelndes Skelett durch die Gegend trabte – sondern am besten auch sofort Frührente beantragte…

Wollte ihm das Gerlinde wirklinch antun – nur wegen der paar lächerlichen Pfündchen zuviel auf den Rippen? Oder den Hüften? Oder wo auch immer? War es das wirklich wert?

KH