Roland Dürre
Montag, der 26. Dezember 2016

Unterwegs in Mittelamerika

Als „Alien“ unterwegs auf einem großen Schiff.

Seit Heilig Abend sind wir wieder zurück von unserer Seereise und haben schon wieder zwei wundervolle Tage in der „Heimat“ verbracht. Die Reise schwingt noch nach – jetzt reflektiere ich die vielen Erlebnisse von vierzehn sehr intensiven Tagen.

In den vergangenen zwei Wochen haben wir acht Länder besucht. Von La Romana in der Dominikanischen Republik ging es nach Jamaika, dann nach Mexico, Belize, Honduras, Costa Rica, Panama, Kolumbien und wieder zurück über Santo Domingo nach La Romana.

Es war wie erhofft und erwartet angenehm warm in der Karibik. Öfters hatten wir willkommene Wolken, so gab es keinen Sonnenbrand, obwohl wir eigentlich immer an der frischen Luft waren. In der restlichen Zeit haben sich Sonne und Regen haben sich mit Vorteil für Sonne abgewechselt.  Ab und zu war es recht windig.

Die Nacht war fast dreizehn Stunden lang und recht dunkel, so dass es immer genug Zeit gab, sich aus zu schlafen. Bei offener Balkontour haben wir über die Nacht das Rauschen des Wassers genossen. Gut elf Stunden am Tag war es dann so richtig hell – genug Zeit zum intensiven Leben.

Zwar war es eine typische „all inclusive“ Reise auf einem Riesenschiff mit über 2.000 Reisenden. Es gab viel Animation in diversen großen und kleinen Bühnen. Wie oft bei Kreuzfahrten wurde versucht, den Passagieren eine mondäne Welt des Luxus zu suggerieren.

Wir haben die  Schiffsreise für uns ein wenig anders definiert und sie nicht so organisiert wie die große Mehrheit unserer Mitreisenden. So waren wir immer im Freien, haben nicht ein einziges Mal in den großen und kleinen Restaurants unten im Schiff gespeist sondern immer in zwei kleinen Biergarten-ähnlichen Freiluft-Restaurants.

Und fast schon wie selbstverständlich waren wir auch bei keiner der vielen Shows dabei, die viele unserer Mitreisenden tatsächlich begeistert haben. So war es tatsächlich ein einfacher Urlaub ganz allein für Barbara und mich.

Als privater „Kreuzfahrer“ unterwegs in Roatán (Honduras).

Tagsüber waren wir in sechs Ländern jeweils einen Tag, in Jamaika und der Dominikanischen Republik waren es zwei Tage in verschiedenen Orten. Abhängig von der Situation waren wir an sechs von zehn Tagen ganz individuell und privat zu Fuß und einmal mit gemieteten Fahrrädern unterwegs, viermal haben wir das Angebot von Ausflügen genutzt. Nachts waren wir immer auf dem Meer unterwegs wie auch an den vier Seetagen, an denen wir die Seele baumeln lassen und das Erlebte verdauen konnten.

Zwei Schiffs-Giganten treffen sich in Cozumel (Mexiko).

In den nächsten Tagen werde ich in lockerer Reihenfolge berichten, was mir so durch den Kopf ging. Zum Beispiel, dass wir tatsächlich in drei Ländern waren, die keine Armee haben und wie froh und stolz die Menschen dort mehrheitlich über diese Tatsache waren.

RMD

Wie Ihr wisst, weise ich in IF-Blog immer gerne auf die Konzerte der Arcis-Vocalisten hin. Zum einen weil die Evelyn (EG) bei diesem Chor mit großer Leidenschaft dabei ist und zum anderen, weil diese Konzerte für alle Zuhörer immer ganz große Erlebnisse sind!

Mozart

Und das Beste:

Für IF-Blog-Leser, die das Konzert besuchen wollen, gibt es wieder ein kleines Zucker. Einfach bei mir melden mit Stichwort „Mozart“!

RMD

P.S.
Hier noch der Hinweis auf ein weiteres und ganz besonderes Beethoven-Konzert der Arcis-Vocalisten an Silvester!

Für alle, die sich etwas ganz besonderes zum Jahreswechsel gönnen wollen!

Die Konzerte der Arcis-Vocalisten erwähne ich hier immer sehr gerne – nicht nur weil die Evelyn (EG) da mitsingt. Sondern weil die Aufführungen immer einzigartig sind und die Herzen aller Zuhörer mit großer Freude füllen!

Beethoven

Für IF-Blog-Leser, die das Konzert besuchen wollen, gibt es wieder ein schönes Zuckerl …

Einfach bei mir melden mit Stichwort „Beethoven“.

RMD

Roland Dürre
Freitag, der 12. Februar 2016

Drei Floskeln, die Freude und Mut kaputt machen können.

Und zwar bei einem selber wie auch bei seinen Mitmenschen.

So klein ist der Mensch. Am linken Rand Muhamed, Führer und Freund.

Wieder zurück! So klein ist der Mensch. Am linken Rand Muhamed, Führer und Freund.

Letzte Woche habe ich das erste Mal die Gräber und Tempel der Pharaonen gesehen. Da habe ich viel Neues erfahren und hatte Zeit zum Nachdenken.

Drei Floskeln wurden mir bewusst, die das Leben schwer machen können. Die erste ist das
„JA ABER …“

Früh habe ich gelernt, dass man nicht so oft „Ja aber“ sagen soll. Das war beim Management-Training.

Im unternehmerischen Alltag habe ich unter dem „Ja aber“ meiner Mitmenschen ab und zu gelitten. Gebracht hat es wohl nie etwas.

Wie wir beschlossen hatten

Hurra, wir machen unsere erste Kulturreise an den Nil!

kam sie wieder, diese Floskel.

Ich habe sie oft – auch ein paar mal von mir selber – gehört.

 

Ja, aber der Kohlendioxid-Fussabdruck …
(ein Problem, dass ich sehr ernst nehme)
Ja, aber Kulturreisen sind doch immer so anstrengend …
(Fast jeden Tag einen Tempel und manchmal auch zwei …)
Ja, aber die lange Anreise  …
(es waren fast 13 Stunden, mit dem Zug nach Nürnberg, dann mit dem Flieger nach Hurghada am roten Meer und von dort mit dem Bus nach Luxor – nochmal 380 km).
Ja, aber das geht doch nicht, wegen dem Terror …
(und in München stoßen zwei Züge zusammen)
und so weiter …

Und wie dumm wäre es gewesen, wenn wir diese Reise nicht gemacht hätten!

Die zweite Floskel die ich meine ist das
Dagegen Sein!

Wie oft ertappe ich mich selber, dass ich gegen etwas bin:

Ich bin gegen die gigantischen Subventionen von Geschäftswagen. Ich bin gegen Faschismus. Ich bin gegen Dummheit in der Politik. Ich bin gegen den Kohlehafen im Barrier Reef in Australien. Ich bin gegen die Verschwendung von Nahrungsmitteln. Ich bin gegen Bürokratie. Und so weiter …

Erst vor ein paar Jahren hat mir mein Freund Jolly Kunjappu erklärt, dass „das Dagegen Sein“ etwas Negatives ist, das einen selber runter zieht. Überlegen wir uns doch lieber, was schön ist, was wir mögen und wo wir dafür sind. Das gibt uns Mut und Freude.

Die dritte Floskel hat mir Moslam letzte Woche auf unserer Reise ins Bewusstsein gerufen. Moslam war unser Führer bei unserer Reise auf dem Nil, wir haben uns angefreundet. Er ist regelmäßig in Deutschland. So haben wir auch über seine Erlebnisse in meiner Heimat gesprochen und er hat berichtet, wie es ihn berührt, dass seine deutschen Freunde immer sagen:
„Wir müssen …“

Ich kenne das gut von mir. Ich muss nachher gleich Milch einkaufen gehen. Dann muss ich einen Artikel für IF-Blog schreiben und Business-Pläne bewerten. Und dann muss ich mich mit Barbara beim Artemis (dem Griechen gleich neben an) zum Mittagessen treffen. Und heute Nachmittag muss ich dann mit Freunden von der Uni in der Forschungsbrauerei zum Starkbier-Anstoß treffe. Und morgen muss ich dann zur F.re.e gehen …

Aber ist es nicht wunderschön, dass ich Milch einkaufen kann. Als ob es selbstverständlich wäre, dass man gleich um die Ecke so gute Milch in der braunen Flasche mit 3,8 % Fett bekommt. Die noch wie Milch schmeckt! Und ins Artemis gehe ich immer sehr gerne, weil das Essen dort so gut schmeckt und die griechischen Wirtsleute so freundlich sind. Die Forschungsbrauerei ist immer einen Besuch wert und auf der F.re.e warten so viele Impulse auf mich, was ich alles so machen kann, dank der Vielfalt von Kulturen und Landschaften unseres so schönen Planeten.

All das mache ich doch gerne, es ist doch wunderschön – warum muss ich dann das machen?

Zusammenfassend würde ich sagen:
Es lohnt sich „positiv“ zu reden und zu schreiben, dann wird man auch immer mehr so fühlen und denken!

Luxus pur von Luxor nach Assuan. Das Leben ist schön!

Luxus pur von Luxor nach Assuan. Das Leben ist schön!

RMD

Heute ein wenig Werbung fürs Torturmtheater in Sommerhausen.

Dort läuft vom 8. Oktober bis zum 20. Dezember 2015 – immer Dienstag bis Freitag 20.00 Uhr, Samstag um 16.30 und 19.00 Uhr und zusätzlich an den Adventssonntagen ebenfalls um 16.30 Uhr und 19.00 Uhr ein wunderbares Theaterstück.

Es heißt
Unsere Frauen
und ist von
Eric Assous

Unter der Regie von Christine Neuberger spielen
Joachim Bauer, Alexander Diepold und Armin Hägele.

„Unsere Frauen“ ist ein Stück, in dem keine einzige Frau auftritt. Und dennoch sind die Frauen (mehr als) omnipräsent.

Das Torturmtheater wird von Angelika Relin geleitet. Sie schafft es immer wieder, auf die kleine Bühne wunderbare Stücke zu bringen. Ich durfte bei der Premiere des aktuellen Stücks am 8. Oktober dabei sein – und es war wieder wunderbar. So kann ich den Kurzurlaub ins Theater mit Übernachtung in Sommerhausen nur empfehlen. Und ein „Geheimtipp“: Die Anreise geht am besten mit der Bahn nach Winterhausen. Von dort sind es nur noch 800 Meter über die Main-Brücke zum kleinen Theater in Sommerhausen.

Hier ein paar Bilder, die gut die ungeheure Dynamik des Stückes wiedergeben.

Torturmtheater-unsereFrauen1

Die Kartenrunde der drei Freunde beginnt schon übel – einer kommt zu spät und gesteht einen Mord.

Torturmtheater-unsereFrauen2

Eine lange Nacht mit vielen Geschichten und der Alkohol fordern ihren Tribut.

Torturmtheater-unsereFrauen3

Die Solidarität unter Freunden gewinnt die Oberhand.

Torturmtheater-unsereFrauen4

Doch dann passiert etwas, dass alles wieder ins Wanken bringt.

Wer Tipps zum Theaterausflug nach Sommerhausen (Anreise, Unterkunft, Speisung, Sehenswürdigkeiten …) benötigt, darf sich gerne an mich wenden. Und die Karten kann man hier vorbestellen.

RMD

Roland Dürre
Montag, der 23. Februar 2015

Ich bin dann mal auf der Insel … #noweb

Abstinenz vom Internet! Vom 26. Februar bis 14. März 2015.

Flag_of_Cuba.Am Donnerstag (26. Februar) geht es nach Kuba. Mit einem Direktflug von Air Berlin von München nach Varadero. Und unsere beiden Utopias, die Silbermöwe und Roadster, sind auch dabei.

Barbara und ich werden dann genau zwei Wochen möglichst weit durch die lang gestreckte Insel radeln. Bei der Vorbereitung haben wir gelernt, dass es in Kuba mit dem Internet noch nicht so weit her sein soll. Man kommt wohl nur aus ausgewählten Touristik Hotels ins Netz.

Typische Verkehrsszene auf einer Landstraße zwischen Santiago de Cuba und Holguín (2008)

Typische Verkehrsszene auf einer Landstraße zwischen Santiago de Cuba und Holguín (2008)

Da will ich aus der Not eine Tugend machen und zwei Wochen „web-abstinent“ leben. Das erste Mal seit vielen Jahren in meinem Leben.

Also #nointernet und #noweb. #noTwitter und #noFacebook. Raus aus der virtuellen Welt. Rein in die Reelle.

Ich werde auch keine Pläne machen und mir nichts vor nehmen. Nichts vorhaben. Nur im Jetzt leben und das Leben lieben. Mit den Rädern einfach durch Kuba bummeln, dies mit weit geöffneten Augen und Ohren und vor allem mit einem offenen Herzen. Die Sonne und die warme Luft genießen. Und am Abend schau ich, wo es uns hin getrieben hat und wir Quartier finden.

Das bedeutet auch, dass ich in diesen beiden Wochen keine Artikel für IF-BLog schreiben und veröffentlichen werde. Also auch #noIFBlog!

Havanna – Blick auf das Kapitol

Havanna – Blick auf das Kapitol

Vielleicht mache ich mir ein paar Notizen und Photos von der Reise. Die gibt es dann anschließend zu lesen.

Ansonsten möchte ich meinen Kopf völlig von den Gedanken des Alltages befreien. Und alles in München lassen, was dorthin gehört. Und zu einhundert Prozent in Kuba leben.

Meine Memoiren werde ich auch nicht schreiben, obwohl es da einiges Interessantes gerade auch aus den letzten Jahren zu berichten gäbe …

RMD

P.S.
Alle Bilder sind aus Wikipedia.
„Flag of Cuba“
„Blick auf das Capitol in Havanna“ – Autor: Breogan67
„Verkehrsszene auf einer Landstraße“ – Autor: Escla
Alle lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons

P.S.1
🙂 Geil wäre es natürlich schon – aus Kuba zu twittern!

Roland Dürre
Montag, der 6. Januar 2014

Die Deutsche Bahn und der Döner in Lindau

Freitag auf Samstag war ich in der Schweiz. Bei meinem Freund und Partner Wolf. Er wohnt in Goldach am Bodensee. Ich fuhr wie immer mit dem Zug.

Am liebsten fahre ich über Lindau. Die Strecke von München über Buchloe, Kaufbeuern, Kempten, Immenstadt, Oberstaufen führt durchs schöne Allgäu. Ich genieße sie immer sehr. Und kann auf der Fahrt auch ein wenig lesen und diverse Themen vorbereiten.

Blöder Weise kann ich in München keine Fahrkarte nach Goldach kaufen. Geht im Internet und auch am Schalter nicht. Ein Ticket nach St. Margrethen gibt es, aber nicht für die kleinen Orte wie Rorschach oder eben Goldach. So war es auch letzte Woche wieder.

Den Fahrplan nach Goldach via Lindau bekomme ich schon in Deutschland ausgedruckt. Es geht zuerst mal mit dem Alex nach Lindau. Also kaufe ich mir ein „Bayern Ticket“. Das ist bis Lindau gültig, dort muss ich umsteigen.

Normalerweise ist die Umsteigezeit zur S-Bahn nach Bregenz oder sogar direkt nach St. Margrethen gut 20 Minuten. Ich habe also in der Regel ausreichend Zeit, um mir in Lindau das Ticket für die Strecke von Lindau nach Goldach zu kaufen.

Auf meinem Reiseplan ist die Umstiegszeit aber diesmal nur 5 Minuten. Und da ein deutscher Zug nie pünktlich ist, wird es knapp. Auch diesmal ist es so. Mein Alex war zwar die ganze Fahrt pünktlich. Vor Lindau Hbf steht er dann 5 Minuten vor dem Sperrsignal.

Und wir kommen (natürlich) mit Verspätung in Lindau an. Der Anschlusszug nach Bregenz/St. Magrethen wartet, allerdings drängt uns die Stimme aus dem Lautsprecher zur Beeilung. Ich habe aber keine Fahrkarte für die Weiterfahrt. In den Zügen in Österreich kann man auch kein Ticket lösen.

Also muss ich mich ganz schnell entscheiden.

Variante 1: Schwarzfahren.
Das Risiko, erwischt zu werden ist nicht groß. Die Fahrt kostet gut 10,- €, die Strafe meines Wissens 40 €. Die Wahrscheinlichkeit, erwischt zu werden ist wesentlich kleiner als 10 %.  Rein spieltheoretisch spricht also einiges fürs Schwarz-Fahren.

Variante 2: Ticket kaufen.
Wenn ich mir ein Ticket kaufe, komme ich 40 Minuten später an. Und habe weitere Unbequemlichkeiten: Ich muss meinen Freund über meine verspätete Ankunft informieren, weil er mich abholen will. Und muss einmal mehr umsteigen. Und habe in Lindau einen ziemlich langen Aufenthalt vor mir.

Entscheidung: Döner-Mann
Mir fällt der Döner-Mann im Lindauer Bahnhof ein. Der hat einen Döner, der mir besonders gut schmeckt. Also spurte ich nicht zur S-Bahn über Bregenz nach St. Margrethen sondern lenke meine Schritte in Richtung Lindauer Bahnhofshalle.

Zuerst besorge ich mir mein Ticket nach Goldach. Dazu muss ich den österreichischen Fahrkarten-Automaten nutzen. Denn der deutsche kann das nicht. Und zahle 10,50 € für die kurze Strecke von Lindau nach Goldach.
Für die Nicht-Bahnfahrer hier eine Erläuterung: Lindau ist wie früher Salzburg (Deutschland/Österreich) oder St. Margrethen (Österreich/Schweiz) ein Grenzbahnhof, da stehen die Fahrkarten-Automaten zweier Bahngesellschaften.
Dann gehe ich zum Dönermann und will mir einen Döner leisten. Ich habe jetzt Zeit und studiere in Ruhe die Preisliste. In Lindau kostet der „normale“ Döner 4 €. Der gute mit Käse 4,50 €. Und der Dürüm Döner sogar runde 5 €!

Irgendwie habe ich ganz andere Döner-Preise im Kopf. Da will ich gar nicht bis in die DM-Zeit zurückgehen.

Jetzt biete ich eine Wette an. In fünf Jahren wird der normale Döner in Lindau Hbf 7,50 € oder mehr kosten. Und das Ticket von Lindau nach Goldach mindestens das doppelte vom Döner.

Wer wettet dagegen?

RMD

P.S.
Am Abend holen wir in St. Margrethen die Barbara ab. Alle Schweizer Züge auf der Anzeige sind pünktlich. Nur für einen Zug – der EC aus Deutschland – ist eine Verspätung angezeigt. Die Ansage auf dem Bahnsteig ist ganz lakonisch: „Wegen eines Ereignisses im Ausland hat der Zug 10 Minuten Verspätung.

Auf der Rückfahrt war es dann ähnlich. Pünktlich in der Schweiz und in Lindau (!) abgefahren, dann in Immenstadt auf den zweiten Zugteil gewartet. In Buchloe dann umgestiegen – glücklicherweise hatte der Anschlusszug nach München auch eine Verspätung …

Roland Dürre
Freitag, der 20. Dezember 2013

Singende Elche ..

Ein besonders netter Weihnachtsgruß hat mich von unserem Autor Klaus Hnlica erreicht. Klaus schreibt für IF-Blog nicht nur die Fortsetzungsgeschichten zu Carl & Gerlinde, über die ich immer recht schmunzeln muss.

Aber ab und zu dichtet er auch – so wie zu Weihnacht 2013:

Ich wurd’ gefragt – und dann gleich welche –
Weihnachtslieder singen Elche?
Ja singen die denn überhaupt?
Und wenn, ist’s Elchen auch erlaubt,
Die „Stille Nacht…“ mit Elchsgeweihen
Brünftig in die Nacht zu schreien!

Das verschreckt doch jeden Bär
Und auch den Jäger trotz Gewehr!
Schon gar nicht mag ich daran denken,
Wie Rehe sich den Hals verrenken.
Und selbst die Kräh’ im kahlen Strauch
Krächzt – ach Gott – so sing’ ich auch!

Doch drin im Stall, dort bei den Föhren
Scheint’s Sepp und Mary nicht zu stören:
Im Stroh davor schnalzt froh ihr Junge
Zu „White Christmas“ mit der Zunge!
Ist per iPhone live verlinkt,
Hört nicht was die Elchkuh singt…

Drum wenn’s Apple echt gelänge,
Dass auch die Elchkuh richtig sänge
Weil im Ohr steckt Knopf samt Kabel,
Wär’ das alles keine Fabel,
Sondern Fakt zu guter Letzt,
Dass Mensch mit Tier ist echt vernetzt!

Weihnachten wär noch viel schöner:
Die Elche äßen mit uns Döner,
Auch die Kirchen wären voller,
Mit Elchen ganz im Weihnachtskoller,
Die da sängen ‚elchisch bieder’
Röhrend alte Weihnachtslieder!

Doch bei uns ist heuer nicht
‚Elch – Bedarf’ wie im Gedicht!
Denn bei uns sind alle da –
Die Enkel und die Kinderschar!
Und wie alle Jahre wieder
Singt Alt und Jung dann Weihnachtslieder!

Fröhliche Weihnachten und ein gutes Neues Jahr wünschen Euch von Herzen,

Brigitte und Klaus Hnilica
Rodenbach, im Dezember 2013

Jetzt frag ich mich nur, ob die Elche auch im bayerischen Dialekt singen könnten.

RMD

P.S.
Und für die Liebhaber von singenden Elchen hier noch Elche 2.0:

Ich wurd’ gefragt – und dann gleich welche –
Weihnachtslieder singen Elche?
Ja singen die denn überhaupt?
Und wenn, ist’s Elchen auch erlaubt,
Die „Stille Nacht…“ mit Elchsgeweihen
Brünftig in die Nacht zu schreien!

Das verschreckt doch jeden Bär
Und auch den Jäger trotz Gewehr!
Schon gar nicht mag ich daran denken,
Wie Rehe sich den Hals verrenken.
Und selbst die Kräh’ im kahlen Strauch
Krächzt – ach Gott – so sing’ ich auch!

Doch drin im Stall, dort bei den Föhren
Scheint’s Sepp und Mary nicht zu stören:
Im Stroh davor schnalzt froh ihr Junge
Zu „White Christmas“ mit der Zunge!
Ist per iPhone live verlinkt,
Hört nicht was die Elchkuh singt…

Drum wenn’s ‚Apple’ echt gelänge,
Dass auch die Elchkuh richtig sänge
Weil im Ohr steckt Knopf samt Kabel,
Wär’ das alles keine Fabel,
Sondern Fakt zu guter Letzt,
Dass Mensch mit Tier ist echt vernetzt!

Weihnachten wär noch viel schöner:
Die Elche äßen mit uns Döner,
Auch die Kirchen wären voller,
Mit Elchen ganz im Weihnachtskoller,
Die da sängen ‚elchisch bieder’
Röhrend alte Weihnachtslieder!

Selbst Franziskus käm’s gelegen,
In einer App gäb er den Segen
Digital an Mensch und Elch –
Feierlich bei Brot und Kelch –
Damit endlich all das Geld
Friede stifte in der Welt!!

Klaus Hnilica

Besonders die Verse der letzten Strophe finde ich wunderschön!

Roland Dürre
Mittwoch, der 30. Oktober 2013

“A serpant in thy bosom warmed”

 Händels packendes Oratorium SAUL

IF-Blog ist einer der wenigen Münchner ja deutschen Blogs, den es überwiegend in Deutsch und Englisch gibt. Das verdanken wir unserer Evelyn (EG), die die meisten unserer Artikel zeitnah ins Englische übersetzt. Sie macht das aus Freundschaft und aus Freude an der englischen Sprache. Und vielen von uns gefällt ihre englische Übersetzung oft besser als der ursprüngliche deutsche Text.

Ich persönlich kann mich bei Evelyn nur immer wieder ganz herzlich nicht nur dafür bedanken!

Ein zweites und ganz besonderes Interessensgebiet der Evelyn habe ich hier ja schon vorgestellt. Das übt sie mit großer Leidenschaft und hoher Professionalität aus. Gemeinsam mit ihrem Sohn singt sie bei den

arcis vocalisten

unter Leitung von Thomas Gropper.

Da das Bild ein wenig älter ist, findet man unsere Evelyn und ihren Sohn Martin leider nicht.

Die ARCIS-VOCALISTEN realisieren jetzt wieder ein ganz besonderes Projekt als dritte Zusammenarbeit mit Regisseur Dieter Reuscher und Gerrit Jurda (Licht) in der Himmelfahrtskirche München-Sendling, Kidlerstr. 15. Am Samstag, den 9. November und am Sonntag, den 10. November jeweils um 19 h bringen sie

“A serpant in thy bosom warmed” – Händels packendes Oratorium SAUL

zur vollszenischen Aufführung. Es musizieren außergewöhnliche Solisten, das herausragende Originalklangensemble „L arpa festante“ übernimmt den Orchesterpart, die Leitung hat Thomas Gropper.

Zum Stück:

FlyerSaul1739 – noch während seiner Opernkarriere, wandte sich Georg Friedrich Händel dem berühmten Stoff aus den Büchern Samuel im AT zu. Der jüdische König Saul holt den Hirtenjungen David, der sich mit dem Sieg über Goliath als großer Held und Feldherr erweist, an den Hof und versucht, ihn durch Heirat in seine Familie einzubinden.

Mit wachsender Eifersucht erkennt er den Charme und die Beliebtheit Davids beim Volk und seiner Familie. Er versucht, den verhassten Emporkömmling zu töten, auch seinen Sohn Jonathan will er dazu verleiten, doch dessen Freundschaft zu Saul ist größer. Wir werden Zeugen davon, wie der Verstand Sauls sich verwirrt und der Zorn ihn zernagt.

In theatersinnlichen prachtvollen Bildern und rascher musikalischer Folge zeichnet Händel diese Herrschertragödie, den Triumph der Freundschaft und das Schicksal Israels – eines seiner größten Oratorien. Kaum je hat Händel einen solchen musikalischen Reichtum aufgeboten – Pauken, Trompeten, Posaunen, Carillion, Flöten und Oboen treten zum Streichorchester hinzu.

Jetzt heißt es ganz schnell den Terminkalender prüfen und dann Karten bestellen!

RMD

Roland Dürre
Mittwoch, der 25. September 2013

Von Füssen nach Bad Tölz

So ein letztes Mal:

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.

Diesmal drei (fast wortlose) Bilder von unserer heutigen Etappe von Füssen noch Bad Tölz (mehr als 100 km, diesmal mit enttäuschend wenig Höhenmetern).

2013BadTölz

Kann man schöner Radeln?

2013BadTölz1

Ein Blick nach links.

2013BadTölzNachvorne

Die drei Tage durchs Allgäu waren ein großes Glück. Und weil man aufhören soll, wenn es am schönsten ist, sind wir heute um 18:00 Uhr mit der BOB von Bad Tölz dann nach Holzkirchen und weiter nach Unterhaching geradelt. Wenn ich ehrlich bin, dann nicht nur deswegen, sondern wegen der schlechten Wettervorhersage für morgen und weil ich ein wenig Stress im Unternehmen habe.

Aber sobald es wieder passt, heißt es dann: Nach Bad Tölz – und von dort die Tour weiterfahren zum Königssee. Die Hälfte der Strecke vom Bodensee zum Königssee haben wir ja schon.

RMD