Roland Dürre
Mittwoch, der 25. September 2013

Von Füssen nach Bad Tölz

So ein letztes Mal:

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.

Diesmal drei (fast wortlose) Bilder von unserer heutigen Etappe von Füssen noch Bad Tölz (mehr als 100 km, diesmal mit enttäuschend wenig Höhenmetern).

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Kann man schöner Radeln?

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Ein Blick nach links.

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Die drei Tage durchs Allgäu waren ein großes Glück. Und weil man aufhören soll, wenn es am schönsten ist, sind wir heute um 18:00 Uhr mit der BOB von Bad Tölz dann nach Holzkirchen und weiter nach Unterhaching geradelt. Wenn ich ehrlich bin, dann nicht nur deswegen, sondern wegen der schlechten Wettervorhersage für morgen und weil ich ein wenig Stress im Unternehmen habe.

Aber sobald es wieder passt, heißt es dann: Nach Bad Tölz – und von dort die Tour weiterfahren zum Königssee. Die Hälfte der Strecke vom Bodensee zum Königssee haben wir ja schon.

RMD

Roland Dürre
Dienstag, der 24. September 2013

Von Oberstaufen nach Füssen

oder nochmal

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.

Deshalb wieder ein paar (fast wortlose) Bilder von unserer heutigen Radfahrt von Oberstaufen nach Füssen (fast 80 km, diesmal mit auch ein paar “bösen” Höhenmetern).

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Start in den Morgen.

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Nebel über dem See.

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Flieger im Himmel.

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Barbara am Straßenrand.

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Es ist ein langer Weg!

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Wir hätten es auch einfacher haben können …

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Jedoch war es wieder wunderschön.

RMD

P.S:
Die Bilder sind von mir. Einfach so unterwegs mit S5 aufgenommen und natürlich NULL nach bearbeitet.

Roland Dürre
Montag, der 23. September 2013

Von Rorschach/Goldach nach Oberstaufen …

oder

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.

Deshalb ein paar (wortlose) Bilder von unserer heutigen Radfahrt von Rorschach am Bodensee nach Oberstaufen (gut 80 km mit vielen „guten“ Höhenmetern).

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Es war schön.

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Es war schöner.

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Es war noch schöner.

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Es war am schönsten.

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Es war am schönsten mit der Barbara!

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Es war einfach ein wunderschöner Tag.

RMD

Roland Dürre
Sonntag, der 11. August 2013

Mein Tipp für Hacker – kümmert Euch um Kirchenglocken!

Gestern Abend war ich eingeladen – zum Feiern bei Manfred in Schierling. Manfred ist Unternehmer. Mit seinem kleinen aber feinen Unternehmen MS-Duroplast beherrscht er Teile des Weltmarktes – obwohl dieses ganz bewusst keine (!) Webpage hat. Einmal im Jahre veranstaltet er ein Hallenfest, zu dem wir eingeladen waren. Am Samstag Nachmittag ging es los, so sind wir mit dem Zug nach Eggmühl gereist und dann weiter mit dem Fahrrad nach Schierling gefahren.

gasthausUntergebracht hat uns Manfred im Gasthaus Haslbeck. Da haben wir nach einer schönen mitternächtlichen Radfahrt von knapp 10 km von Schierling nach Semerskirchen ausgezeichnet geschlafen.

Bis um 6:00. Da hämmerten sie los, die Kirchenglocken im Kirchenturm gleich nebenan. Auf dem Bild sieht man die Kirche nicht, sie befindet sich gleich rechts neben dem auf dem Bild auch nicht zu sehenden Gästehaus. Auf dieses schienen die Glocken mit voller Kraft zu feuern. Und ich stand senkrecht im Bett. Sicher, ich war selber schuld, hätte ja früher ins Bett gehen können. Hatte die Party aber nicht als letzter verlassen.

Und da dachte ich mir: Wenn diese Glocke über einen Rechner gesteuert wird, der mit dem Internet verbunden ist (wir reden doch vom Internet der Dinge) und ich ein Hacker wäre, der so etwas kann, würde ich solche PC’s knacken und die Glocken abstellen, wenn ich in ihrer Nähe wäre.

Genau den selben Wunsch hatte ich übrigens bei meinen Radfahrten in Nordafrika, wenn ich in der Nähe einer Moschee schlafen musste, die so einen mit bunten und blinkenden elektrischen Lichtern geschmückten Turm hatte. Von dem ich dann nachts mit der metallischen Stimme des Muzzein vom Band durch mächtige Lautsprecher beschallt wurde.

Nach so verkürzter Schlafzeit bin ich dann heute nach Moosburg geradelt. Die Fahrt durch schöne aber nicht ganz unanstrengende „niederbayerische Hügellandschaft“ hat mich dann wieder mit den Glocken versöhnt.

Das Gasthaus Haslbeck kann ich übrigens nur empfehlen. Es ist ein Familienbetrieb, in dem wir so richtig freundschaftlich aufgenommen wurden. Das Internet hat bestens funktioniert, die Zimmer und das Frühstück waren Klasse. Und total ruhig und idyllisch an einem kleinen See geleden. Nur die Glocken …

RMD

Roland Dürre
Freitag, der 29. März 2013

Zarah Leander – Unverhofft kommt oft!

Vor kurzem hat mir der Andreas folgende E-Mail gesendet:

Hallo Roland,
heute schreibe ich Dir einmal in einer ganz anderen Sache. So nebenbei habe ich angefangen meine Lebensgefährtin zu „managen“ und für sie das eine oder andere Konzert zu organisieren. Als „In diversen Genres wildernde Opernsängerin“ hat sie neben Ihren Opernpartien und klassischen Konzerten auch einen Abend über Zarah Leander im Programm. Da ich weiß, dass Du Dich für Kunst sehr interessierst will ich den Abend am 13. April im kleinen Konzertsaal im Gasteig nicht unerwähnt lassen.
Es würde mich freuen wenn Du Zeit & Lust hast und zum Gasteig kommst!
Andreas

Der Andreas Lehmann ist ein alter Bekannter. Immer wieder haben sich unsere Wege gekreuzt. Vor Jahrzehnten ist das bei IXOS passiert – in den „wilden Zeiten“ der „new economy“. IXOS war ein ganz besonderes DAX- und NASDAQ-Unternehmen. Zuletzt hat uns dann der Zufall des Lebens bei „ISARNETZ – die Münchner Webwoche“ in 2012 zusammen gebracht. In der Jury zur Vergabe des „Isarnetz-Award“ saßen wir uns plötzlich gegenüber.

Natürlich folge ich der Einladung von Andreas! Hier der Text zur Veranstaltung! Finde ich richtig spannend!

Zarah Leander kehrt nach München zurück!

Zugegeben, es ist nicht die Diva selbst, deren Auftritte in München die Zahl 70 deutlich übersteigen dürften – stellvertretend macht sich das „Duo InterMezzo!“ auf, allen voran Tatjana Conrad, Sängerin und Autorin des Stückes, dem großen Stern am deutschen Himmel der 1930er- Jahre nachzuspüren.

Am Samstag, den 13. April 2013 ist die Wahl-Berlinerin als Zarah Leander mit ihrer theatralen Preziose
„Wollt ihr einen Star seh’n, seht mich an! Zarah Leander in Schatten und Licht“
unter der Regie von Philip Lüsebrink im Kleinen Konzertsaal des Gasteig zu Gast. Ihr Partner David Grant ist als Arne Hülphers, dritter und letzter Ehemann der großen Chanteuse, zu sehen und zu hören.

Wer war Zarah Leander? Mythos. Diva. Soviel ist sicher. Täterin? Opfer?

Die beiden Künstler laden Sie ein, diesen Fragen gemeinsam mit ihnen auf den Grund zu gehen und am Ende vielleicht keine Antwort, so doch ein wenig mehr Verständnis für den großen Stern am Himmel des „Dritten Reiches“ aufzubringen, ohne sich der Trübsal hingeben zu müssen – ganz im Gegenteil: Conrad und Grant möchten in Wort und Klang erzählen, wie diese Frau ihr Publikum eroberte und wünschen sich, dass deren Humor, Charme und Klugheit auch ein wenig Schatten und Licht auf diesen Abend werfen möge.

Neben musikalischen Überraschungen sorgen Ohrwürmer wie „Eine Frau wird erst schön durch die Liebe“ und „Yes, Sir!“ ebenso für „Ufa-Nostalgie“ wie der „Waldemar mit dem schwarzen Haar“ und die Evergreens „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehen“ und “Sag‘ mir nicht Adieu“.

Dies und einiges „Drunter und Drüber“ erwartet Sie an diesem Abend, der wie ein musikalisch-historischer „Roter Teppich“ sein soll, über den die Erinnerung an die große Zarah Leander das Publikum erreichen kann.

So bin ich am 13. April im kleinen Konzertsaal im Gasteig und freue ich mich auf einen besonderen Abend. Besonders schön wäre es, wenn ich da auch noch ein paar Freunde treffe! Also kommen, es wird bestimmt sehr schön.

RMD

Werner Lorbeer
Mittwoch, der 21. November 2012

Desert Tec #19: Solar, Immobilien, Ehe – Riestern

Heute wieder ein Gespräch mit Freunden, die an der Währungsstabilität verzweifeln. Eine Funktion des Geldes ist der Transport von Werten in die Zukunft – und die ist inzwischen „griechisch“.

Kluge Leute haben das schon lange erkannt und für sich den Solar-Riester erfunden. Der Gutständer ist dabei der deutsche Michel direkt, nicht über den Umweg der politischen Verteilungstöpfe. 20 Jahre Rentengarantie für das eingesetzte Kapital und kein Staat kann mit einem Federstrich sich seiner Schulden entledigen, wie es die Griechen schon vormachen.

Allerdings meine ich, man sollte bloß mit 10 Jahren unbedrängten Einnahmen rechnen und dann auch mit Kürzungen laufender Verträge. Der soziale Druck wird eben zunehmen, ganz im Sinne eines Augsburger Unternehmers gedacht: „Ich kann doch nicht mit dem Dach verdienen und die Leute die drunter arbeiten das bezahlen lassen.“

Immobilien sollte man natürlich ohne den Riester kaufen, weil sie sonst wirklich immobil sind und nicht einmal gegen eine altengerechte Wohnung in der 3. Lebensphase getauscht werden können.

Aber das wirklich Beste ist das Ehe-Riestern. „Investitionen“ in die gemeinsame Zukunft mit Kindern, Wanderungen, Spieleabende, gemeinsame Sorgen und Kinobesuche, eigene Verantwortung tragen und sich auch tragen lassen – Ethik, kein Angstgold im Tresor, kein Katzengold im Rohstoffmarkt.

Zeit für den Partner, Zeit die eigne Entwicklung zu beobachten und die Beobachtung der anderen zu verarbeiten.

Ich habe ein kleines Meditationsbuch geschrieben: „Dehnung der Zeit“. Ich meine das ist der eigentliche Sinn des Riesterns: die Zeit, die man sowieso hat, mit achtsam geführten Leben füllen.

wl

Roland Dürre
Samstag, der 17. November 2012

Rückblick – Wilfried Bommert im IF-Forum

Am letzten Dienstag war Wilfried Bommert vom WDR bei uns in Unterhaching zu Gast. Wildfried Bommert ist ein namhafter Experte für „Welternährung“. Zu diesem Thema hat er auch einige Bücher veröffentlicht. Zurzeit gründet er mit Partnern das „Institut für Welternährung“ in Berlin.

Der letzte Vortrag unserer Reihe „Nach(haltig) überleben“ im IF-Forum des Jahres 2012 war wieder ein weiterer Höhepunkt. Herr Bommert hat seinen Vortrag bewusst sehr kurz und bündig gehalten. Das haben wir so geplant, denn wir wollten ja quasi als zusätzlichen Wert des Tages ein attraktives Video für Youtube produzieren.

Das dürfte uns gelungen sein. Jeder Satz von Herrn Bommert hat gesessen. Verbindlich, ohne unnötige Emotionalität und fragwürdige Wertung, hat er ganz sachlich Fakten berichtet und einfache, sehr nachvollziehbare Schlüsse gezogen.

So hatten wir im Anschluss an den Vortrag eine lange Diskussion. Sehr konstruktiv und leidenschaftlich. Und waren uns einig: Die Botschaften des Herrn Bommert sind wichtig. Er hat ganz schlicht und sachlich demonstriert, an welch dünnem Faden die Ernährung der Welt hängt. Und wie leicht das kippen kann und wohl auch wird.

Herr Bommert hat uns aber auch Wege aufgezeigt, wie man die Dinge ändern kann. Und dass man sich durchaus für die Zeit nach dem Kollabieren unserer dummen und langfristig schädlichen Art von Wirtschaft vorbereiten kann. So kam es trotz vieler sehr nachdenklich machender Fakten und Bewertungen zu einem schönen und optimistischen Abschluss.

Bei Wienern und Leberkäs (natürlich vom Metzger Schlammerl aus Ottobrunn) wurde so noch kräftig in vielen kleinen Runden weiter diskutiert. Und spätestens beim Glühwein mit köstlichen Lebkuchen – auch aus der Region vom Bäcker Götz in Taufkirchen – war die Stimmung getragen vom Mut zum Aufbruch und die Freude über den lehrreichen und nahrhaften Abend bei allen groß.

Ich freue mich schon auf das Video vom Vortrag, das Friedrich Lehn aufgenommen hat. Sobald es fertiggestellt ist, werden wir es auf unsern diversen Kanälen in Youtube zum Anschauen bereit stellen.

RMD

Hier noch ein paar Bilder als Erinnerung und zum Appetit machen aufs Video.

Wilfried Bommert im Gespräch mit Familie Gerlach. Thomas Gerlach ist Mitarbeiter beim Bayerischen Rundfunk und hat den Kontakt zu Herrn Bommert hergestellt.

Die Hinführung zum Vortrag, gleich geht es los …

Alle Photos sind wie so oft von unserem Rolo Zollner.

Jörg Rothermel
Donnerstag, der 18. Oktober 2012

Bericht aus Melbourne #2

Einwanderung

Nachdem ich jetzt ja auch Einwanderer bin, habe ich mich etwas mit dem Thema Einwanderung beschäftigt.

Ein guter Start um sich über Australien als Einwanderungsland zu informieren ist das Victorian Immigration Museum. Bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde von der Regierung bei den australischen Bürgern dafür geworben, Freunde oder Verwandte in Europa anzusprechen, ob sie nicht Interesse haben nach Australien auszuwandern.

Die Eroberung des riesigen Landes wäre ohne die Einwanderungswellen vom 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts unmöglich gewesen. (Wie dabei die reichhaltige Kultur der Aborigines fast völlig zerstört wurde, ist ein eigenes Thema)

Inzwischen hat sich vieles geändert – absolut stellen zwar Australier mit Herkunft aus Europa und den USA immer noch die größte Gruppe dar, aber die Einwanderung aus Indien und vor allem China und nimmt stark zu.

In der lokalen Zeitung „The Age“ erschien vor einigen Tagen ein ausführlicher Artikel, der mit dem Aufmacher begann, dass in dem Stadtviertel Glen Waverly die Appartments eines Neubaus an einem Wochenende zur Besichtigung offen standen (das ist hier die übliche Vorgehensweise bei Verkauf und Vermietung: an einem bestimmten Tag können die Objekte besichtigt werden und dann gilt „first come first serve“). Der Makler war völlig überrascht, dass fast ausschließlich chinesische Interessenten kamen, von denen dann auch noch einige bereit waren bis zu 40.000$ über den gefragten Preis zu gehen, um ein bestimmtes Appartment zu bekommen. Aus der Feststellung, dass an diesem Tag 16 Appartments für insgesamt 40 Mio $ verkauft wurden, kann man entnehmen, wie solvent die Interessenten waren.

Mittlerweile ist der Anteil der Australier chinesischer Herkunft (mit ständiger Aufenthaltserlaubnis) in den 15 Stadtteilen Melbournes, die bevorzugt von Chinesen bewohnt werden, zwischen 27% und 16%. Nach einer Studie werden diese Stadtteile ausgesucht, weil sie gute Schulen, guten öffentlichen Nahverkehr und eine aktive chinesische Gemeinschaft haben. Diese Situation stellt die Melbournians kaukasischer Herkunft vor einige Herausforderungen, weil sie sehen, dass sich unter ihren Augen und für alle spürbar, Melbourne verändert – leider führt das auch immer wieder zu rassistischen Ausfällen.

Bemerkenswert ist der Name der ersten chinesische Schule in Melbourne: „Xin Jin Shan Chinese Language and Culture School“. Xin Jin Shan bedeutet etwa „Neuer Goldener Berg“. Und genau diesen Namen bekamen um 1850 die australischen Goldfelder von den Chinesen in Abgrenzung von den versiegenden kalifornischen Goldfeldern die Jiu Jin Shan („Alter Goldener Berg“) genannt wurden.

Allerdings ist die Mehrheit der modernen Chinesen, die heute nach Australien auswandern, nicht mehr auf der Suche nach der einen Chance in Ihrem Leben; sie sind bereits erfolgreich und wollen ihren Wohlstand sichern oder ausbauen.

Melbournes Innenstadt

Nun ein ganz anderes Thema: zwar wohnen wir außerhalb von Melbourne in Williamstown recht schön, aber die Innenstadt von Melbourne (auch CBD „Central Bussiness District“) hat ein einmaliges Flair, das durchaus mit Paris mithalten kann.

Der Verkehr ist etwa so, wie man ihn sich in einer Stadt von 4.5 Mio. autobegeisterten Einwohnern vorzustellen hat. Selbst ein anständiges öffentliches Verkehrssystem sowie die Tatsache, dass eine Stunde Parken im Parkhaus 16$ und ein Parkknöllchen mindestens 180$ kostet, bringen da offensichtlich wenig Abhilfe. Zwischen den dichtgedrängt schleichenden Autos manövrieren jede Menge Fahrradkuriere, die entweder mit ihrem Leben abgeschlossen haben oder für die nächste Tour-de-France trainieren.

Für den Autofahrer: in der Innenstadt gibt es sogenannte Safety Zonen innerhalb derer man sich beim rechts abbiegen links(!) einordnen muss – dies ist der berüchtigte Melbourner „hook-turn“. Dieser soll bewirken, dass in der rechten Spur zügig durchgefahren werden kann; das funktioniert aber nur, wenn der erste der abbiegen will, einen Formel1 – Start hinlegt; wenn er das nicht schafft, gibt es ein ohrenbetäubendes Hupkonzert weil natürlich keiner hinter ihm in der Kreuzung stehenbleiben will.

Melbourne hook turn

Viele Häuser in der Innenstadt entstanden in der Mitte des 19. Jahrhunderts, als Melbourne die reichste Stadt der Welt war. Das war natürlich ein Resultat des Goldrausches – damals wurde etwa 1/3 des gesamten Goldes in der Welt in Australien gefördert und die ergiebigsten Goldfelder befanden sich dabei in Victoria unweit von Melbourne. Diesen Reichtum kann man noch heute an den noblen Bürger- und Geschäftshäusern sehen.

Royal Arcade Melbourne

Der Flair der Innenstadt ist nicht zuletzt auf die Arkaden und Nebenstraßen (Lanes) mit kreativen (manchmal auch sympathisch skurrilen) Geschäften und 1000en von Bars, Kaffeehäusern und Restaurants zurückzuführen. Die Royal Arkade ist davon die schönste und aufwändigste.

Gog & Magog i. Royal Arcade

Die Royal Arkade wird von den biblischen Riesen Gog und Magog bewacht.

Offensichtlich sind manche Arkaden in einer Nebenstraße einfach entstanden, weil sich die Besitzer der Restaurants und Bars zusammengetan haben und einen Regenschutz über die Straße gespannt haben; dann braucht‘s nur noch ein paar Stühle und (im Winter) Heizstrahler und schnell ist es Mittags und am frühen Abend so voll, dass man nicht mehr durchkommt.

Besonders viel los ist Freitags ab 16:30, weil dann fast alle Mitarbeiter der Büros im CBD gemeinsam in einen Pub gehen, um das Wochenende zu begiessen. Jetzt im Frühjahr sind an fast jeder Ecke Straßenmusikanten zu hören. Meine Empfindung ist, dass die Qualität der Musik deutlich höher ist als z.B. in München. In Australien kommt Blues und Country besonders gut an.

Haigh's i. Royal Arcade

Chocolatiers und Bonbonläden sind zur Zeit in Melbourne besonders beliebt – die Vorlieber der Melbournians für Süßigkeiten nimmt manchmal skurrile Züge an, so gibt es in Carlton sogar einen Italiener mit „Chocolate Pizza“.

Es gibt im CBD hervorragende Restaurants mit Mittelmeer-Küche (spanisch, französisch, Italienisch, griechisch, türkisch, libanesisch, marokkanisch …). Melbournians sind begeistert von europäischer Küche – abends muss man praktisch überall einen Tisch reservieren.

Für den kritischen Einwanderer aus München bleibt anzumerken, dass das Preis/Leistungsverhältnis mit guten Münchner Lokalen nicht immer mithalten kann. Allerdings haben viele Lokale und Bars das Wohnzimmer-Ambiente eines erstklassigen englischen Pubs.

Bis zum nächsten Bericht – No Worries

JRO

Roland Dürre
Mittwoch, der 22. August 2012

Ich wünsch mir einen Zeppelin :-)

IF-Blog hat sein Sommerloch. Ich bin für zwei Wochen in Griechenland am Strand und pflege duerre.de. Und ergänze die  “Stichworte” um ein paar neue “Stichwort-Artikel”. Heute zum Thema “Zeppelin”:

Ich habe nie von einem Wohnmobil und auch von keiner Yacht geträumt. Obwohl ich das Leben als Nomade sehr schätze. Luxuskarossen sind mir auch egal. Aber etwas gibt es doch, das mir gefiele.

Mein Wunsch wäre ein Zeppelin. Das wäre es: Ein Zeppelin, mit dem ich über das Land, die Berge und das Meer fahren kann. An dem eine Gondel mit einer Wohnung hängt. Mit einer kleinen Küche, einem kuscheligem Schlafzimmer und einem Salon. Der soll mit großen Glasfenstern auf allen Seiten versehen sein. Vielleicht sogar mit einem gläsernem Boden. Und natürlich darf eine schöne große Plattform im Freien nicht fehlen. Genauso wie der Steuerraum für den Piloten.

Ein Zeppelin, der sich ganz langsam bewegen lässt und sich lautlos wie ein Ballon mit dem Wind treiben lassen kann. Der aber auch einen kräftigen Motor hat, der ihn mit 100 km (?) pro Stunde durch die Luft zischen läßt.

Am schönsten wäre es, wenn mein Zeppelin mit Solarstrom betrieben würde. Und natürlich muss mein Zeppelin eine kleine Garage für die Fahrräder haben.

Mit meinem Zeppelin kann ich dann immer auf der „Luftlinie“ reisen. Dann komme ich mit „nur“ 100 km/h auch ganz schön weit. Das wäre die effizienteste Art von „slow travelling“.

Dann müsste mein Zeppelin auch auf Wiesen landen und starten können. Oder auch nur ankern. So dass ich in einer Gondel am Seil hoch und runter komme. Und Lasten und die Räder an einem Haken hoch gezogen und runter gelassen werden können.

Und über den Meeren dieser Welt würde ich mir dann von oben die Luxusyachten der Reichen der Welt betrachten. Und sie ab und zu auf ihren Fahrten begleiten. Und auf Land mir ab und zu mal auf den Autobahnen die tollen Karossen im Stau betrachten.

RMD

Roland Dürre
Sonntag, der 19. August 2012

Meine persönliche Urlaubsstrategie

Seit Freitag bin ich an diesem wunderbaren Platze ganz nah am Meeresufer. Nachts höre ich das Meer rauschen.

Tagsüber sitze ich mal in der Sonne und dann wieder im Schatten. Ich erlebe die Kraft des Windes und der Wellen und genieße die Früchte des Landes. Ein bisschen Radfahren, ein wenig Schwimmen. Das ist es. Und bin so faul und zufrieden.

Nein – ich bin nicht ganz zufrieden und faul. Mir fällt auf, dass ich an duerre.de schon länger nichts mehr gemacht habe. Vor allem meine „Stichworte“ dort habe ich in letzter Zeit vernachlässigt. Das sind die Worte, bei denen es mir aus irgendwelchen Gründen einen Stich gibt.

Also werden ich in diesem Urlaub mich vor allem um duerre.de und die Stichworte kümmern. Und will da wieder ein paar mehr „grün“ machen. Und wenn mir so ein Artikel zu einem neuen Stichwort gut gefällt, dann veröffentliche ich ihn auch in IF-Blog. Und spar mir damit Arbeit.

Weil ich faul sein will …

RMD