Roland Dürre
Sonntag, der 26. Mai 2019

Zeitenwende: Das Ende der digitalen Welt?

Am 16. Mai 2019 war ich von der Regionalgruppe von GChACM und GI eingeladen zu einem Vortrag zum Thema „post-digital“ in München im Hotel Eden-Wolff, ganz nahe beim Hauptbahnhof. Es ging um die Frage, ob und wie das Ende der digitalen Welt möglich sein könnte.

Ich versuche bewusst keine „vertrieblichen Vorträge“ mehr zu halten, mit denen ich irgendjemand von irgendetwas überzeugen will. Deswegen nutze ich auch keine manipulativen und die Zuschauer wie den Referenten einengenden Folien mehr.

Als Vergleich für meine Vortragsart nehme ich gerne die Malerei: Früher war es die Kunst, möglichst gegenständlich zu malen und naturgetreu abzubilden. Dann kamen neue Ausdrucksformen, die sich Impressionismus oder Expressionismus nannten und die zur „abstrakten Kunst“ führten. So ähnlich ist es mit meinen Vorträgen. Ich versuche Farbtupfer dynamisch zu servieren, die inspirieren und zum Nachdenken anregen sollen. Allerdings wird das nicht immer von allen Zuhörern verstanden.

Die Frage: „Wem gehört das Internet“ ist so ein Farbtupfer. Weil für mich das Internet etwas ganz besonderes ist und war. Auch das Internet ist eine Infrastruktur, die man mit Anlagen der Eisenbahn oder den Straßen für den MIV (Motorisierte Indiviual-Verkehr) und LKWs vergleichen kann.

Heute müssen wir akzeptieren, dass es das Internet nicht mehr gibt, das wir gemocht und geschätzt haben. Und dass es jetzt erst richtig los geht, mit Steuerung und Einflussnahme aufs Netz. Die Gangster stehen Schlange, die das Internet „shanghaien“ wollen.

Den Vortrag haben wir – Florian Sesser und ich spontan zu zweit gehalten. Und haben uns gesagt: Hi – wir machen eine Chautauqua :-). Das Wort spricht man so aus.

Als Form der Lehrrede kombiniert die Chautauqua unterhaltende wie auch bildende Elemente in einer miteinander verschränkten Form, die auch die ästhetischen Ansprüche des Leserkreises abdecken und zur Teilnahme motivieren sollte.

Eröffnung:

Vorstellung – Ich sehe mich als auch als “digital evangelist”, so wie die “technologischen Evangelisten von Sun – dieses Jahr feiere ich offiziell “50 Jahre digitales Jubiläum” – und bin ein wenig stolz, dass ich mich als Pionier der 3. Generation bezeichnen darf.

Vorträge, die ich an selber Stelle gehalten habe:
Unternehmer-Sketche (vor um die 20 Jahre, mit Norbert Weinberger und Alois Wolferstetter) und

Ethik und Informatik (vor 11 Jahren)
Heute war genau das das Schwerpunkt-Thema im aktuellem Informatik-Spektrum (Mitglieder-Zeitung der Gesellschaft für Informatik). Das habe ich gelesen – ich hätte Lust zu dem dort Geschriebenen mal kritisch Stellung zu nehmen.

Ich war übrigens mal im Präsidium GChACM – gemeinsam mit Wolf-Rüdiger Gawron. Er lässt sich entschuldigen, weil er in Spanien urlaubt. Höhepunkt in meiner Amtszeit war für mich die lokale Jubiläumsveranstaltung zum 50-jährigen Jubiläum der großen ACM (1998) mit Besuch von Charles “Chuck” House in München, der hier von der großen Veranstaltung in USA berichtet hat (1998). Großer Dank dafür geht an den damaligen GChACM-Präsidenten Wolf-Rüdiger Gawron, der dieser Veranstaltung mit Unterstützung der BMW AG organisiert hat (Siemens wollte nicht) einen herausragenden Rahmen gegeben hat!

1997 in USA habe ich es nicht geschafft, bei diesem Jubiläumsfest des ACM dabei zu sein. Bei unserer Veranstaltung in München bei BMW habe ich das von Chuck signierte Buch mit allen Vorträgen von “beyond computing” geschenkt bekommen und konnte das Ereignis nachlesen.

Wie leben wir in 1975 – Hobby Titelblatt im November 1955

Das Buch „beyond computing“ wollte ich zum Vortrag mit bringen, aber leider habe ich es nicht mehr gefunden. Wichtig war, dass bei der Jubiläumsveranstaltung auch (mindestens) drei renommierte Science Fiction Autoren (neben vielen ganz Großen der SW-Entwicklung) dabei waren und über die Zukunft von IT und Software gesprochen haben.

Beim Übersetzen von “Beyond computing” ins Deutsche sollte man immer aufpassen! Habe ich doch gerade von Professor Oliver Kretzschmar (Uni Stuttgart) gelernt, dass “künstliche Intelligenz” in Deutschland anders verstanden wird als “artificial intelligence”, einfach weil “intelligence” im Englischen eine andere Bedeutung hat als “Intelligenz” im Deutschen. Und dies ein Grund für so manches Missverständnis wäre.

Folgende Bücher/Hefte zum Anschauen habe ich mitgebracht.

  • Lexikon der Datenverarbeitung von Siemens in der 7. (und letzten Ausgabe) von 1978. Die erste Ausgabe war übrigens von 1969! Die war so schnell weg, dass es im selben Jahr noch eine zweite und verbesserte gab.
  • 30 Hobby-Hefte von 1955 – 1967 (nach dem Prinzip des Zufalls ausgewählt).
    Absolut faszinierend, Technik, Ingenieursdenke und -wissen werden volkstümlich erklärt. Lauter tolle Hefte, zwei aus heutiger Sicht besonders erwähnenswert:

    • Ausgabe November 1955. Dort finden wir eine präzise Vorhersage, wie wir in 1975 leben werden.
    • Ausgabe August 1956: “Kommt ein Auto geflogen” … aus aktuellem (Was ist wohl der Anlass, dass ich da an Flugtaxis denken??? 😉
  • Und noch ein paar Science Fiction (Issac Asimov im Heyne-Verlag) wie z.B. „ich der Robot“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Ich,_der_Robot – veröffentlicht auf englisch in meinem Geburtsjahr!)

Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie in der Zukunft liegen (Karl Valentin).

Kommt ein Auto geflogen … Hobby August 1956

Bitte beachten, sogar in den tollen Hobby-Heften geht überwiegend um Autos. Das zeigt auch, wie wir auf den MIV (Mobilen Individual Verkehr) seit einem Jahrhundert geprägt worden sind. Digital kommt wenig vor – wenn dann Morse-Code und ähnliches. Irgendwo habe ich auch mal einen kurzen Beitrag über Verschlüsselung gefunden.

Was habe ich damals gelesen? Nach meinem Wechsel ins Gymnasium (1960) war Karl May out. Und Bravo fand ich auch nicht so aufregend. So wurden SF-Romane (nben Existenzialisten wie Alber Camus) zu meiner Lieblingslesestoff. Die Taschenbuch Edition von Heyne war damals herausragend.

Vielleicht habe mich die SF-Romane zur IT gebracht.  Und da hatte Asimov schon zwanzig Jahre vorher “Ich der Robot …” geschrieben, und in die Gesetze der Robotik beschrieben, die langsam “reality” werden könnte.

Florian Sesser – Junger Unternehmer, der für eine bessere Welt kämpft.

Und den Florian Sesser habe ich auch mitgebracht. Er hat mir das Buch geschenkt, in dem ich die Chautauqua entdeckt habe. Robert Pirsig – Zen and the art of Motorcycle Maintenance (Nachruf NPR)

Dann hat sich der Florian in seiner bescheidenen aber sehr frechen Art vorgestellt. Hier erzähle ich von ihm,

Florian Sesser, Jahrgang 1983, ist ein kreativer Kopf. Er liebt es, simple und elegante Lösungen für schwierige Probleme in der Informatik zu finden. Er programmiert seit seit er acht Jahre alt ist. 2014 war er einer der Gründer des Unternehmens accu:rate, das durch Computersimulation Großveranstaltungen und öffentliche Gebäude sicherer macht.

🙂 Wir wollen die Chautauqua gemeinsam jammen, ich bin (überwiegend) der Vocalist und der Florian spielt die Instrumente. Unsere Lernrede gliedern wir in zwei Blöcke mit je zirka 30 Minuten. Mit “biologischer Pause”. Weil es sonst zu anstrengend werden könnte.

BLOCK 1„Postdigital“

BLOCK 2 “Digital und Gesellschaft”

Wenn es anders läuft – z.B. aufgrund hoher Zuhörer-Beteiligung, dann ändern wir das. Wir können dann z.B. den zweiten Block heute streichen und falls Ihr das wünscht (und Wolfgang einverstanden ist) diesen ein anderes Mal auch hier fortsetzen.

Jetzt zum Inhalt des Vortrages. Ich erspare mir, das Gesagte hier auszuformulieren sondern kopiere die Struktur des Vortrages in Stichworten. Sozusagen als Stoffsammlung in 2 Blöcken. So könnt Ihr Eurer Phantasie freien Lauf lassen!

Gliederung BLOCK 1:

  1. Postdigital
    1. Begriff (Assoziation)
      1. Postfaktisch 🙂
      2. Zeitalter des unverantworteten Geschwätzes (R. Lay)
    2. Digitalisierung: buzzword, also auch „post digital“. Nachschlagen im Internet bringt Ergebnisse.
      1. Definition von “Digitalisierung” (geht für mich mit der Verschriftung von Sprache los). Heute meint man mit dem Begriff so etwas wie Automatisierung basierend auf Algorithmen. Ein buzzword.
      2. In Wikipedia (ziemlich neuer Artikel)
        https://de.wikipedia.org/wiki/Postdigital
      3. Accenture (Berater: Bullshit)
        https://www.accenture.com/us-en/blogs/blogs-paul-daugherty-digital-transformation
    3. Digital ist nicht reversibel? Irreversibel?
  2. Was könnte die “Digitalisierung” zerstören? Frage – Versuch, Antworten zu finden.
    1. Einstieg mit Wikipedia
      1. Wikipedia ist toll (open source, total ehrenamtlich unabhängig, keine Werbung …)
      2. Abfrage ans Auditorium: Wer nutzt, (be-) zahlt, schreibt, administriert …
    2. Infrastruktur des Wissens (2001 gegründet)
      1. Alterssituation und Gender ???
      2. Die Welt alter weißer Männer (Frauen sind die Ausnahme)
      3. Was wäre, wenn Wikipedia zerfällt?
        https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wikipedistik/Soziologie
    3. Wikipedia ist das beste Beispiel, dass “Innovation kreative Zerstörung” ist.
    4. Wikipedia hat alle Lexika und Enzyklopädien zerstört.
      1. Wie geht es weiter mit der Infrastruktur des Wissens, wenn die Ehrenamtlichen nicht mehr wollen?
      2. Wer bekommt dann Wikipedia?
        (BRD, UNO oder Privatisierung …)
    5. Folgen für Verlage waren schlimm
      1. Verlust von profitablen Geschäftsmodellen und Unternehmen
      2. Im Gegensatz zum Internet vergessen Konzerne.
      3. Rache (Urheberrecht)
        (befreit, weil gemeinnützig).
      4. Wie man Gemeinnützigkeit NGOs entzieht, wird von Politik und Lobbies gerade geübt
  3. Weitere Beispiele von Gefährdung
    1. Überregulierung und Einflussnahme
      1. Facebook/Google-Beispiel “Impfgegner werden ausgegrenzt”
      2. Upload-Filter
      3. Kommerzielle Veränderung (Vorfahrt für zahlende Nachrichten)
    2. Moorsches Gesetz (1965)
      https://de.wikipedia.org/wiki/Mooresches_Gesetz  Es geht zu Ende! Die Zukunft braucht aber vielleicht weiter exponentielles Wachstum (KI, BIG Data, Blockchain …)

      1. IT hatte die Kraft des Quadratischen
        (Getreidekörner auf dem Schachbrett)
      2. Dreifaltigkeit der Informatik gelangt an Grenzen. Schluss mit exponentiellem Wachstum.
        1. Speicher  – Wir befinden uns im Nanobereich.
        2. Kommunikation – Auf Glasfaser senden wir mit Lichtgeschwindigkeit.
        3. Rechenwerk – Sind Quantenrechner wirklich die Lösung?
    3. Aus Ingenieuren werden Priester
      1. Asimov (Trantor-Trilogie)
      2. Manche Programmiere heute erinnern mich schon an so etwas. Ab und zu habe ich das Gefühle „denn sie wissen nicht, was sie tun“.
      3. Digitalismus – eine Religion. Schmunzeln oder Ernst nehmen?
        Way Of The Future Church ?
    4. Die Infrastruktur zerfällt! Dann könnte schnell Schluss sein mit “weltweiter” Kommunikation.

In diesem Zusammenhang mcht es Sinn, dumme Frage zu stellen. Hier zwei davon:

  1. Wem gehört das Internet – so ganz physisch?
  2. Wie funktioniert es eigentlich?

Ich habe die Fragen gestellt! Das Ergebnis war exemplarisch für die heutige Welt – Inkompetenz aller Orten. Sogar die digitalen Top-Berater der Regierung können solche eigentlich einfache Fragen nicht beantworten!

Bei anderen (alten) Infrastruktur ist das einfacher. Zum Beispiel Straßen-Infrastruktur: Da weiß man, bei jeder Straße wem sie gehört. Und ist in der Regel für die Straße auch verantwortlich.

  1. Gliederung BLOCK 2:
    1. Mit der Kulturzwiebel als Modell kann man Gesellschaft und Kultur beschreiben. Siehe auch http://if-blog.de/rd/die-kulturzwiebel-oder-auf-heldensuche/). Zur „Zwiebel“ gehören auch Produkte, Sprichworte und Witze, Aussehen, all das und viel mehr ist Teil von Kultur.
    2. Welche Rolle spielen die Menschen in sozialen Systemen?
    3. Wie sehen extremen Ränder von sozialen Systemen aus (Familie, Unternehmen, Staaten …)? Dazu definiere ich zwei Pole:
      1. HORG (Abkürzung von @Büronymus für hierarchische Systeme) versus AUTOnom 
      2. Hierarchie (Organigramm-Baum von oben nach unten) versus Netzwerk (vernetzte Teams, die zusammenarbeiten)
      3. Gruppen-basiert (Modell der Reichswehr – Siemens) versus Team-basiert (Micro-Organisation mit Selbstorganisation)
      4. Geheimhaltung versus Transparenz
      5. Bürokratie versus Subsidiarität
      6. Taylorismus (die detaillierte Vorgabe der Arbeitsmethode „one best way“, exakte Fixierung des Leistungsortes und des Leistungszeitpunktes, extrem detaillierte und zerlegte Arbeitsaufgaben, Einwegkommunikation mit festgelegten und engen Inhalten, detaillierte Zielvorgaben für den Einzelnen mit nicht erkennbarem Zusammenhang zum Unternehmensziel sowie Qualitäts-Kontrolle) versus Involviertheit (als Summe von Einbezogensein, Eingebundensein, Aufgabenintegration …).
      7. Prozesse (Henry Ford – Die Kaste der Ingenieure als Vorläufer der Kaste des Management) versus Selbstorganisation
        und erweitert:
      8. Feudalismus versus Selbstbestimmung
      9. Fremdgehörigkeit (Sklaverei) versus Eigengehörigkeit.
        Vielleicht gehören auch dazu
      10. Ratio versus Gefühl
        und
      11. Gewalt versus Gewaltlosigkeit
  1. Bewertung
    1. Das ist Teil des “Betriebssystems”, welches soziale Systeme organisiert.
    2. Rein BLAUE oder ROTE Unternehmen gibt es nicht. Ich weiß auch nicht, was “besser” ist und vermute mal, die Mischung machts. Für mich selber sympathisiere ich aber mit BLAU.
      1. Mafia und Kriegswirtschaft des 3. Reichs im 2. Weltkrieg waren BLAU
      2. Buurtzorg ist ein, vielleicht das Beispiel für ROT.
        (https://www.buurtzorg.com/)
      3. Sklaverei und Leibeigenschaft wurde nur abgeschafft weil unwirtschaftlich und nicht effizient.
      4. Durchsetzen wird sich das effizientere System.
    3. Digitalisierung kann BLAU und ROT unterstützen (Prozesse wie Wissensaustausch / gewaltfreie und offene Kommunikation)
      1. Beispiele BLAU:
        1. Zwangsjacke MS/SAP bei Unternehmen oder
        2. DB: Implementierung des Fahrpreis-Systems (unsinnig aber kaum änderbar)
      2. Beispiele ROT:
        1. Anwendungen zum Wissen teilen.
        2. „Open Source“ …
  2. Die “Agilen” nutzen VUCA (Akronym für die englischen Begriffe volatilityVolatilität, uncertainty – Unbeständigkeit/Unsicherheit complexityKomplexität und ambiguityMehrdeutigkeit) als Begründung für die Notwendigkeit von ROT, weil BLAU nach ihrer Annahme den Anforderungen der Komplexität der heutigen Welt nicht genügen kann. Weil wir neue Qualitäten generieren müssen:
    1. Resilienz
    2. Antifragilität
    3. Meine Meinung ist, dass Schwarz-Weiß-Denken immer unteroptimal ist und die Zukunft auch hier hybrid sein wird.
    4. Meine Sorge: Vielleicht kann man die Probleme der Menschheit nur mit BLAU lösen?
  3. Jetzt treffen wir für ein Gedankenexperiment folgende Annahme:
    Die sozialen Systeme werden von digitaler Organisation beherrscht. Was passiert, wenn künstliche Intelligenz dazu kommt?

    1. Was ist künstliche Intelligenz? Vorschläge:
      1. Selbstlernendes System.
      2. KI ist “die Welt jenseits von Algorithmen“?
      3. Betrachten wir dazu Spiele wie Schach und Go!?
      4. Besteht KI aus banalen Anwendungen wie ALEXA? Eher nicht.
      5. Die schon erwähnten Spitzen-Berater der Politik glaubten zum Teil, dass der englisch sprechende chinesische Nachrichtensprecher-Roboter, ein androides System ist!?

Sehenswertes zu KI (AI)!

Und denkt mal an TAY, der Microsoft soviel Ärger gemacht hat (und den die digitalen Top-Berater oft auch nicht kennen!):

    1. Tay als ein Beispiel für KI-Experimente: https://de.wikipedia.org/wiki/Tay_(Bot)
      1. Was bedeutet das, wenn Künstliche Intelligenz in digitalen sozialen Systemen mitspielt?
      2. Hat Microsoft bei KI schon aufgegeben (Nebenfrage)?
        1. Einstellung Cortana
        2. Wie will Bayern oder Deutschland im Thema KI stark werden, wenn das sogar Microsoft sich nicht mehr zutraut?
        3. Wir schwätzen von Bayern FIRST.
        4. Meine Erfahrung aus Vorträgen bestärkt mich da nicht:
          Ich kenn Leute, die am laut über KI reden (und Leute beraten, die in der Poltik dauernd darüber reden), kannten TAY und den Chinesischen Nachrichtensprecher ROBOT nicht.
        5. China kommt ins Spiel. (Spätestens) seit selbstlernende Systeme die chinesischen GO-Meister vernichtend geschlagen haben, kam der chinesische Aufbruch in die KI. Mit großer Macht und unvorstellbaren Summen an Geld und Forschern.
    1. Was bedeutet die Einbindung von KI in dominierende digitale Steuerungssysteme ethisch (Tay hat gezeigt, dass das übel enden kann)?
      1. Literatur-Hinweis dem Publikum (Prof Bayer): Leben 3.0 – Menschsein im Zeitalter Künstlicher Intelligenz
      2. Asimov (Gesetze der Robotik 1950)
      3. Deutsche Ethik-Konferenz zu künstlicher Intelligenz (Dobrindt 2018), eine Wahlkampf-Aktion, die dokumentieren sollte, wie  vorausschauend und verantwortungsbewusst die Bundesregierung für ihre Bürger in die Zukunft vordenkt denkt.
        Aber

        1. Beschränkung auf autonomes Fahren
          (das Auto steht im Mittelpunkt)
        2. Gedankenexperimente in der Ethik werden zur Spieltheorie. Diese ist seit 1945 als Hilfswissenschaft der Ethik. Am besten wird das bei #filosofix https://www.youtube.com/watch?v=MhOJp1DcabM vom SRF erklärt.
          (Auch hier gibt es Ärger mit Urheberrecht: Auf der Ursprungsseite vom SRF – Schweizer Rundfunk waren Videos für Deutschland gesperrt, die ich dann in Youtube trotzdem sehen konnte. Ärgerlich, so wie das GEZ-Problem (ich kann viele Inhalte im Stream von ARD und CO außerhalb Deutschland auch in Europa nicht sehen, aber schon wenn ich über einen Proxy gehe. Was für ein ärgerlicher Quatsch).
        3. Ethisches #filosofix-Zeug führt nach meiner Meinung zu nichts. Da kann man prächtig rumschwafeln, aber es kommt halt nichts raus. Für mich ist das geistige Onanie.
        4. So war das Niveau auf der Ethik-Konferenz vom Herrn Dobrindt. Es ging nicht um KI allgemein sondern nur um selbstfahrende Autos in Konflikt-Situationen. Anstelle eine Ethik-Architektur in Systemen der KI/AI zu fordern oder überlegen ging es um viele Fallbeispiele wie z. B das 2-Radfahrer-Problem:
          1 Radfahrer mit Helm, 1 Radfahrer ohne Helm. Einer von beiden muss der Situation folgend vom selbstfahrenden Auto überfahren werden. Welchen nimmt das autonome Auto?
          Die Lösung war, dass das Auto den mit Helm nimmt, weil der mehr Überlebenschancen hat. Nette Idee, bringt aber nichts.
        1. Zum Abschluß unserer chautauqua betrachten wir die von Vergabe “social credits in China”.
          1.  Siehe dazu Gerechtigkeitsthorien oder Ausgleichende Gerechtigkeit. Zumindest die Chinesen glauben daran, so Gerechtigkeit generieren zu können. Gutes soziales Verhalten wird belohnt, falsches bestraft. Wie es eine angemessene Gerechtigkeit ein fordert. Das geht nur mit totaler digitaler Überwachung.
          2. Mobilität
            Überqueren der roten Ampel gibt Minuspunkte auch für Fußgänger, Schwarzfahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln und falsches Parken … ebenso
          3. Aussagen in Multimedia
          4. Regelverstöße aller Art und Meinungsverstöße
          5. …?
        2. Ist das möglich? JA!
          1. Notwendige Voraussetzung:
            Das geht nur mit IT (social media, Video-Überwachung, big data), die eine totale Transparenz der Bürger schafft und so ermöglicht, das soziale Verhalten jedes einzelnen zu messen und “gerecht” rückzumelden.
          2. Nur: Wer bestimmt, was gerecht ist? Wer programmiert oder “customized” das System? Wer gibt die Regeln vor. Wie entsteht der Konsens dazu?
          3. Meine Sorge: China kommt zu uns.
            Die IT-Produkte kommen aus China. Sie werden das Denken beeinflußen. Der Trend, dass in BRD und EU Freiheit eingeschränkt und Überwachung eingeführt wird, ist bei uns auch schon angekommen.
          4. So haben wir noch eine Variante, wie wir das post-digitalen Zeitalter kommen könnte:
            Die Menschen stümen und vernichten alles, was digital ist. Um sich zu befreien. Ein „digitaler Bildersturm“ fegt alles digitale weg!
          5. Ergänzender Gedanke zu KI/AI:
            Aktuell sind die Sensoren das technologische Thema.

            1. Beispiel aus China: Baby-Überwachung (kleine Box am Kinderwagen meldet, wenn und wie voll die Windel ist).
            2. Beim Angeln gibt uns der „Beißalarm“ Bescheid, wenn ein Fisch angebissen hat und informiert uns über die Eigenschaften des Fangs.
            3. Autonomes Fahren
              Viel diskutiert. Haben wir keine anderen Probleme?
            4. „digitale Fabrik“
              Immer mehr, vielfältiger und billiger produzieren …

Florian mal ganz anders.

Eine neue Definition von KI könnte sein, dass es bei KI nicht mehr um Mensch-Maschine-  sondern um Welt-Maschine-Kommunikation gehen.

Mein Leben als Informatiker war ein Arbeiten wesentlich an der Mensch-Maschine-Schnittstelle (Benutzer- oder Bediener-Oberflächen).

Heute wird an der Welt-Maschine-Schnittstelle gearbeitet.

Das könnte vielleicht auch eine vernünftige Definition für KI sein;

“KI ist, wenn die Software oder das System direkt mit der Welt zusammenarbeiten”.

Und nicht mehr mit dem Menschen.

Oder:

„KI ist, wenn das System nicht mehr determiniert arbeitet (wie neuronale Netze das heute schon tun?)?“

Und wir nicht mehr wissen, was es tun wird.

Zwei WARNUNGEN:

Perfekte Manipulation pro Auto:
Hobby 1957 – 1965

» Jene, die grundlegende Freiheit aufgeben würden, um eine geringe vorübergehende Sicherheit zu erwerben, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit. «

» Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. «

Benjamin Franklin (1706-1790)

» Jeder Zuwachs an Technik bedingt, wenn damit ein Zuwachs und nicht eine Schmälerung des menschlichen Glücks verbunden sein soll, einen entsprechenden Zuwachs an Weisheit. «

Bertrand Russell

Das war es dann.

RMD

 

Ich möchte Euch ganz herzlich zu folgender Veranstaltung einladen!

 

„Mein Leben nach Digitalisierung und InterFace“.

Am 6. Mai bin ich geladener Redner auf der monatlichen Veranstaltung der Regional Gruppe München der GI und des GChACM im Hotel Eden-Wolff.

Hier der Link zur Veranstaltung. Der Vortrag wird um 19:30 starten, vorher gibt es Zeit für Gespräche sowie Speisen und Getränke.

Es ist das dritte Mal, dass ich dort auftrette. Einmal hatten wir einen wunderbaren Sketch zu den Erlebnissen von Unternenhmensgründern mit und bei Banken. Gemeinsam mit meinem Unternehmerfreund Norbert Weinberger und meinem geschätzten Banker Alois Wolferstetter haben wir da „wahre Geschichten aus dem Unternehmerleben“ gespielt. Das hat damals (vor zirka 15 Jahren) richtig Spaß gemacht, alle haben gelacht.

Mein letzter Vortrag im Hotel Eden-Wolff bei Gesellschaft für Informartik und German Chapter of the ACM hat am 6. April 2009 stattgefunden, das ist jetzt mehr als 10 Jahre her. Damals war das Thema ernster
Das Leben, das Wissen, die Informatik und die Ethik.
In IF-Blog findet man eine kurze Zusammenfassung des Inhalts.

Jetzt freue ich mich, dass im letzten Informatik-Spektrum – dem fachlichen Organ der GI – das Schwerpunkt-Thema „Informatik und Ethik“ war. Nur 10 Jahre später.

Wenn ich mich richtig erinnere, hat dieser Vortrag den Zuhörern wie auch mir viel Freude gemacht. So soll es auch diesmal wieder sein.

So ist der Vortrag angekündigt:


Zeitenwende: Das Ende der digitalen Welt?
Gedanken zur post-digitalen Gesellschaft

Zusammenfassung:
Der Vortrag rund um Digitalisierung wird inspirieren, Impulse geben und zum Nachdenken anregen:

Was ist das, Digitalisierung und digitale Transformation? Was nutzt uns das? Wem gehört das Internet? Welchen Einfluss hat Digitalisierung auf unser Leben? Was passiert, wenn das digitale Zeitalter zu Ende geht? Was bedeutet Digitalisierung für unser Arbeitsleben und unsere Gesellschaft? Was sind KI (Künstliche Intelligenz) und AI (artificial intelligence)? Wo steht Bayern (Deutschland, Europa)?  Wer regiert die Welt in Zukunft?

Sprecher:
Roland M. Dürre (Ex-Programmierer, IT-Unternehmer, Blogger, Business Angel)

Geboren: 20. Juni 1950 (verheiratet, Vater und Großvater)


Ich werde versuchen, den Vortrag wieder sehr offen und interaktiv zu gestalten. Vielleicht gelingt es und gemeinsam, die eine oder andere der oben gestellten Fragen gemeinsam zu beantworten. Ansonsten wird wie immer mein Ziel sein, zu Inspirieren, Impulse zu geben und zum Nachdenken anzuregen. Und natürlich auch ein ganz klein wenig zu provozieren.

Es wäre schön, wenn ich viele von Euch wiedersehen würde. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht notwendig. Wenn der Saal voll werden sollte, hat das Hotel genug Stühle in Reserve.

Ich freue mich sehr über jeden, der gerade auch von Euch kommt.

RMD

P.S.
der Vortrag wird als Chautauqua gehalten.

:-). Florian Sesser, ein junger IT-Unternehmer aus München wird mich dabei am Rechner unterstützen. Wir freuen uns beide schon sehr auf Montag Abend!

Roland Dürre
Mittwoch, der 2. Januar 2019

2019 – Ich habe Jubiläum: 50 Jahre Digitalisierung

 


Heute: Warum die Lokomotiven ihr „E“ und „V“ verloren haben.

Im Jahre 1969 habe ich nach dem Abitur im Juni im Herbst angefangen an der THM (Technische Hochschule München – heute TUM Technische Universität München) Mathematik und Informatik zu studieren. Informatik war ein ganz neuer Studiengang, den man erstmals – auch nur als Nebenfach – studieren konnte. So nehme ich mal 1969 als offiziellen Beginn meiner „informatischen“ Karriere und feiere deshalt dieses Jahr mein 50-Jähriges Jubiläum der Digitalisierung.

Das ist aber nur das offizielle Start-Datum. Denn ich habe mich schon früher mit Informatik beschäftigt. Damit meine ich nicht, das ich Lesen & Schreiben gelernt habe. Obwohl die Verschriftung von Sprache zweifelsfrei ein informatisches Thema ist. Mit Schrift konnten Gedanken, Geschichten oder andere Inhalte (heute auf Neudeutsch „Content“ genannt) zweifelsfrei „digital“ gespeichert werden. Also Informatik.

Nein, der erste wirkliche Kontakt mit Informatik entstand in einem Kinderbuch. Ich meine, es war eine der Geschichten der „5 Freunde“ von Enid Blyton. Da ging es immer um Bösewichte, die am Schluß von einer Gruppe Kinder/Jugendlicher ertappt werden. Und in einem der Bücher waren die Bösewichte Schmuggler, die mit ihren Komplizen auf einer Schmuggler-Insel von Land aus mit Licht über Morse-Signale kommunizierten.

So waren die Morse-Zeichen der erste Code, den ich schon in jungen Jahren kennen gelernt habe. Informatisch gesehen ist der Morse-Code etwas besonderes, weil er keine feste Wortlänge hat. Wenn ich heute einen Vortrag über Codes halte, starte ich gerne mit diesem so pragmatischen Morse-Code.

Einfaches Stellpult für drei Gleise und eine Bahnhofslampe.

Auch beim Modelleisenbahn-Spielen (mit meiner Märklin-Eisenbahn) habe ich viel gelernt. Mein Vater hat mir für die Modelleisenbahn ein eigenes Stellpult gebastelt. Das bestand aus zwei Sperrholzplatten, vier Schrauben und Muttern aus dem „Stabil-Baukasten“, einem Verteiler mit drei Ausgängen, 4 Steckdosen und einem Schalter. Dürfte noch vor 1960 gewesen sein.

Damit konnte man Strom z.B. auf eines von drei Gleisen (1,2 und 3, die von den Kreisen isoliert waren) in einem Bahnhof geben. Und ausserdem das Licht im Bahnhof ein- und ausschalten (macht man heute mit IOT). Es gab sogar einen Fehler, den wir als „Feature“ betrachtet und genutzt haben. Wenn der Stellhebel nicht präzise geschaltet wurde, hatten sogar zwei der drei Gleise Strom! Natürlich nur die Ausgänge für 1 und 2 oder 2 und 3.

Mein Vater hat mir das gebastelt, weil ihm die Märklinschalter als unverhältnismäßig teuer vorkamen. So bekam ich auch nur manual zu bedienende Weichen und keine elektrischen. Das hat meinen Automatisierungsdrang eingeschränkt, aber auch so ging einiges an „Informatischen“.

Schon 1962 habe ich mit Freunden einen Pfiff-Club gegründet, das haben wir auch viel „Informatisches“ ausprobiert. Und haben eine gemeinsame Anlage dann auch richtig automatisiert. Von der DB gab es auch eine Zeitung mir spannenden Themen dazu, die der Klub sechs mal im Jahr von der Bundesbahn bekam.  Und die immer sehnsüchtig erwartet wurde.

Von meinem Vater habe noch mehr „Digitales“ gelernt. Der war bei der Bundesbahn und brachte die alten graphischen Fahrpläne (von Schwaben und Bayern ) mit nach Hause. Gedacht war das als Nutzpapier (auch für die Schnittmuster von zu nähenden Kleidern) – aber für mich wurden diese Pläne mit ihrer einmaligen Darstellung der Zugläufe auf den Strecken dann gemeinsam mit Kursbüchern zum spannenden Lesestoff. Das war absolute Informatik.

Noch besser waren die technischen Magazine von der DB (deren Titel ich vergessen habe, leider sind sie auch alle verschwunden), die mein Vater, ich meine einmal im Vierteljahr, aus der Arbeit mitbrachte. Das war so „Pfiff-Club für die Erwachsenen“. Für mich war die spannende Lektüre, da stand vieles zum echten Eisenbahnbetrieb drin.

Es ging über neue Stellwerke und Rangierbahnhöfe und immer um kommende Technologie. Um neue Lokomotiven und Wagen. In jedem Heft war ein besonders wichtiges Thema der Glanzpunkt. Ich erinnere mich da an die Eröffnung der Vogelfluglinie (das muss so um 1963 gewesen sein), an Roll-In-/Roll-Out-Fähren, neue Schlafwägen, einem Versuch mit Zwitterfahrzeugen, die auf Straße und Schiene fahren sollten, über neue Signal- und Sicherheitssysteme und vieles mehr durchaus mit informatisch-logistischem Hintergrund.

Und in einem Heft wurde die Einführung der neuen Technik EDV bei der Deutschen Bundesbahn gefeiert. Dazu eine kleine Erläuterung:

In Deutschland gab es früher nur Länderbahnen. Die hatten zum Teil ihre eigenen Lokomotiven. Eine Berühmtheit hierzulande ist die bayrische S3/6, von der auch ein Exemplar im Deutschen Museeum steht. Mit dem Zusammenschluß der Länderbahnen zur Deutschen Reichsbahn wurden die Typen vereinheitlicht. Da Ziel war, durch höhere Stückzahlen die Beschaffung und den Betrieb effizienter zu gestalten.

Da am Anfang der Eisenbahn die Dampflokomotive stand, hat man festgelegt, dass die Kategorisierung der Typen von 0 bis 99 geht. Man sprach da von Baureihen. Berühmte Baureihen sind die 01, die 03 (beides Schnellzugloks), die 18 (das war im übrigen die alte bayerische S3/6) oder die 50 (eine Lok für die Güterzüge). Die letzte Dampf-Neukonstruktion, die in Betrieb ging, war in meiner Erinnerung die BR 10, die es aber nicht mehr auf viele Einheiten brachte.

Mit dem Aufkommen anderer Antriebe hat man dann einen  Buchstaben vorne hin gesetzt. Elektro-Lokomotiven bekamen ein E und die mit Verbrennungsmotor (die Diesellokomotiven) eine V vor der Nummer ihre Gattung. Die E-Loks hiessen dann E10 oder E18 (Schnellzug), E44  (Personenzug) oder E63 (Rangierlok) und die Dieselloks V200 (Mehrzwecklok) oder V60 (Rangierlok). Es gab auch weitere Fahrzeugtypen wie VT (Dieseltriebwagen), ET (Elektrotriebwagen) und ETA (Elektrotriebwagen mit Akku) – und mehr.

UND DANN KAM DIE EDV …

Die Gattungen waren so etwas wie KLASSEN und die einzelnen Loks dann die OBJEKTE einer Klasse. Wie bei technischen Großgeräten üblich, hatte jedes OBJEKT einer KLASSE Unterschiede, die im Lauf der Zeit immer mehr wurden. Die Klassen wurden in dieser Logik durch die ersten beiden Ziffern beschrieben, dann kamen – mit einem Abstand (heute würde man das ein „Blank“ nennen) die Objektbezeichnung: Eine Nummer der einzelnen Lokomotive meistens in der Reihenfolge wie sie gebaut worden sind. Diese war je nach Anzahl der produzierten Einheiten meistens drei-, bei sehr erfolgreichen Baureihen auch schon mal vierstellig.

Den Lokomotiven (Objekte) waren verschiedenen BWs oder BAs zugeordnet. Dort wurden sie gewartet oder ausgebessert. Solche Infos wurden mit Schildern auf der Lok (also inkrementell) dokumentiert, wie auch techische Besonderheiten, wie eine besondere Bereitstellung z.B. von Wärme für die Wägen oder der Bremsluft (die die Bremsen mit Luftdruck von den Rädern fern hielten).

Ein wesentlicher Unterschied von (Dampf-)Lokomotiven einer Baureihe war z.B. die Befeuerung – ob mit Kohle oder Öl. Das war natürlich wesentlich für den Betrieb, weil eine mit Öl betriebene Dampflok mit Kohle nichts mehr anfangen konnte. Der Lokspäher aus dem Pfiff-Club konnte das mit dem bloßen Auge auch aus der Ferne erkennen, so bin ich mir nicht sicher, ob die Befeuerungsart an der Lok auch mit einem Schild dokumentiert wurde. War ja selbsterklärend.

Und es gab es ein zentrales Register für alle Loks. Ich stelle mir das wie eine große Sammlung von sehr dicken Hängemappen vor. Für jede Lok eine – und alle wurden immer dicker. Diese Daten sollten auf EDV umgestellt werden.

Und so war eines Tages das Highlight im Magazin, dass nach der Einführung der EDV die „Nummerschilder“ der Lokomotiven keine Buchstaben haben durften sondern nur noch Nummern. So bekammen alle Loks neue Nummerschilder – und die alten wurden zum beliebten Sammlerstück für Pfiffclubs und Eisenbahnfreunde.

Anscheinend war die Nummer der Schlüssel für die Loks in der damals wahrscheinlich noch sequentiellen Datenbank. Ich meine, das war so 1965 – und ich fand es schon damals ziemlich schwach von der EDV (Informatik), dass die keine Buchstaben konnte.

🙁 Und so wurde aus der E10 die 110 und aus der V200 die 320. Ein Jammer.

RMD

P.S.
Nach meinen Lehrjahren bei Siemens durfte ich dann an der Ausschreibung für ein X25-Netz aufbauend auf dem eigenen BASA-Leitungsnetz der DB bei Bundesbahnzentralamt (BZA) in München mitwirken. Das war wohl Anfang der 80iger Jahre und ein Klasse-Projekt! Allerdings mit einem unrühmlichen Ende …
(aber dazu ein anderes Mal)

Roland Dürre
Sonntag, der 28. Oktober 2018

1969 bis 2019 – 50 Jahre Informatik.

Herbst 2018 – das bedeutet, dass 2019 vor der Tür steht. 2019 minus 50 ergibt 1969. Im Herbst 1969 hatte ich meine erste intensivere Berührung mit „Informatik“. Ich startete im 1. Semester an der Technischen Universität München (TUM) als Student der Mathematik mit Nebenfach Informatik. Die TUM hieß damals noch Technische Hochschule München (THM). Was ich sogar schöner fand als TUM, aber damit war es dann schnell vorbei

Das bedeutet, ich feiere im kommenden Jahr ein besonderes persönliches Jubiläum – 50 Jahre Beschäftigung mit Informatik. Vielleicht ein Beleg für meine Aussage, dass ich mich als IT-Pionier der dritten Generation fühle. Die erste Generation sehe ich vertreten z.B. durch Konrad Zuse, den ich im Jahr 1985 auf der InterFace-Zuse-Radtour nach Hünfeld (dem damaligen Wohnort von Konrad Zuse) kennen lernen durfte.

In der zweiten Generation sehe ich Menschen wie meinen Lehrer Friedrich L. Bauer, der auch die erste Informatik-Vorlesung im Jahre 1969 an der THM (jetzt TUM) gehalten hat. Bei der ich dabei sein durfte.

Ich meine, dass 50 Jahre Beschäftigung mit IT schon etwas besonderes ist. So habe ich viel zu erzählen. Wobei mir der aktuelle Hype um die Digitalisierung auf den Keks geht. Für mich gibt es Digitalisierung spätestens seitdem man Sprache „verschriftet“ hat. Und dass das, was wir mit Digitalisierung bezeichnen, eigentlich nur der „normale“ technische Fortschritt ist.

Und ich nehme mir vor, dass ich in 2019 von diesen 50 Jahen erzählen werde. In Form von selbst erlebten Anekdoten, an denen ich gut klar machen kann, wie das damals war. Ohne Internet und Wikipedia. Und welchen Einfluss unser Treiben auf die Unternehmenskulturen und auf die Gesellschaft hatte. Und wie wir selber beeinflusst worden sind und uns verändert haben.

Das ganze als Potpourri von einzelnen zeitgenössischen Geschichten (ein wenig „story telling“), die gut zusammen passen und  die verschiedenen Aspekte der Verändung beschreiben. Da es viele spannenden Geschichten sind, werde ich sie in zwei Vorträge aufteilen. Teil 1 wird die ersten 25 Jahren von 1969 bis 1994 berichten, in Teil 2 geht es dann  um die Zeit von 1995 über die Jahrtausendwende bis heute. Ich werde aber nicht nur vom „Gestern“ und „Heute“ erzählen, ein wenig vom „Morgen“ wird auch dabei sein :-). Darauf freue ich mich schon und werde bei den Vorträgen dafür sorgen, dass Publikum und Referent viel Freude und Spaß haben.

Ein paar der Geschichten habe ich ja schon in IF-Blog.de erzählt. So in 2017 berichtet Werkzeuge machen Werkzeuge …  oder in 2015  geschrieben Mein erstes Projekt oder von 1981 (geschrieben in 2008) Meine schönste Folie … – das alles nur beispielsweise. Freilich werde ich mich im Vortrag dann kürzer halten als in IF-Blog geschehen.

Und die eine oder andere der noch fehlenden Geschichten werde ich dann auch im IF-Blog.de nachtragen. Und natürlich berichte ich hier auch, wo und wann ich die Vorträge halten werde.

RMD

Roland Dürre
Montag, der 24. September 2018

Disruptive Technologien & Zukunftsangst

Angst vor IT?

Haben Sie Angst vor sich beschleunigender Veränderung und wachsender Komplexität? Und Sehnsucht nach Buzzwords wie agil, resilient, antifragil?

Beides war mir fremd. Den Wandel empfand ich nicht so aufregend und die vielen Buzzwords habe ich als normales Ergebnis der Zunahme von unverantwortetem Geschwätz in unserer Zeit gesehen.

Weil ich meinte, dass wir auch heute nichts anderes erleben, als den ganz normalen technologischen Fortschritt. Der natürlich schon immer Welt und Gesellschaft rasant und massiv verändert hat. Man denke nur an die Zeit von 1918 bis 1938! 20 Jahre, in den es so richtig abging.

Und auch auf die damalige Zeit kann man treffend die Überlegung von Bertrand Russell anwenden:


» Jeder Zuwachs an Technik bedingt, wenn damit ein Zuwachs und nicht eine Schmälerung des menschlichen Glücks verbunden sein soll, einen entsprechenden Zuwachs an Weisheit. «


Denn das hat wohl auch damals nicht funktioniert.

Mindestens drei technologische Dimensionen sind herausragend und besonders aufregend.

  • Nicht mehr Mensch-Maschine sondern Welt-Maschine (Sensoren).
  • Totale Vernetzung der Maschinen (IoT).
  • Lernende System auf der Basis (künstliche Intelligenz).

Das könnte einiges an Veränderung toppen! Denn die Maschinen werden exponentiell intelligenter, weltweit vernetzt und brauchen den Menschen als Mittler zur Welt nicht mehr.

Zusammen dürfte das unsere Welt und Gesellschaft vielleicht genauso heftig (oder noch heftiger) verändern wie es der Siegeszug der „individuellem Mobilität basierend auf Verbrennungsmotoren“ getan hat. Und wenn ich daran denke, dann bin auch ich kurz davor, Angst zu bekommen. Weil der „Siegeszug des Autos wirklich heftige Folgen hatte und das Glück der Menschen wohl wesentlich geschmälert hat.

Da bleibt mir nur die Hoffnung, dass die Menschen genauso schnell weiser werden wird wie siche der „technische Fortschritt“ beschleunigt.

RMD

Wann gelingt ein Softwareprojekt ?

Über „Projektmanager“ und ihre Wünsche nach „Resilenz“ und „Agilität“
kann man sich trefflich amüsieren. Vorausgesetzt, man ist nicht darauf
angewiesen, daß die bedeutungsschwangere Gruppe selbsternannter „Indivi-
dualisten“ (mit Google-Einheitstelephon) irgendwann einmal liefert.

Deutlich schwieriger ist es schon, aufzuzeigen, wie man es besser machen könnte. Nun hat mich jemand genau danach gefragt, und warum sollte man nicht einmal die Projekte aus 35 Jahren Berufserfahrung Revue passieren lassen, die gelungen sind ?

Dabei möchte ich mich unterscheiden von üblichen „Ratgebern“, die unreflektiert postulieren, was sie im Herzen bewegt. Ich nehme mir stattdessen reale Projekte und bilde Schnittmengen gewisser Merkmale.

1. Der Sinn eines Projektes muß allen Beteiligten klar sein.
Nur so kann die Unternehmensleitung Rückendeckung geben, nur so erlebt ein Entwickler die Freude an sinnvoller Arbeit, nur so wird das Endprodukt vom Nutzer angenommen.

2. Ein Projekt muß wirtschaftlich erfolgreich sein.
Vor allem aber: Man muß diesen Erfolg auch transparent machen können.

3. Die Einfachheit und die Eleganz eines Entwurfs entscheidet !
– Das zu impementierende Verfahren sollte so einfach sein, daß man es einem Siebenjährigen erklären könnte. Vereinfachen, vereinfachen, vereinfachen.
– Das, was nicht vereinfacht werden kann, wenigstens sauber modularisieren !
– Immer nur EINEN Standard für einen bestimmten Schnittstellentyp auswählen !
– Lieber die Aufgabenstellung reduzieren als das Team überfordern.
Tatsache ist oft: Erst wenn das Endprodukt unter realen Bedingungen läuft, stellt man fest, was es wirklich leisten kann und welche Funktionen auch tatsächlich genutzt werden !

4. Prototypen bauen !
Viel wichtiger: Wenn sie funktionieren, gnadenlos löschen und neu beginnen !

5. Tote Pferde nicht weiterreiten !
So gut wie jede Entwicklung kommt an den Punkt, wo sich Fehler in der Konzeption zeigen. Gnadenlos zurückbauen.

6. Keine Demokratie und vor allem KEINE KOMPROMISSE !
In der Sache nachgeben mit Rücksicht auf persönliche Empfindlichkeiten (Na gut, Meike, Du kannst Dein Modul auch in JAVA schreiben …) erzeugt eine sprudelnde Quelle von Problemen. EINER leitet das Projekt, genau wie auch nur EINER ein Auto fahren kann. Das ist das Erfolgsrezept der Seefahrt.

7. Mitarbeiter respektieren !
Auch vermeintlich „einfache Codierarbeit“ ist erstaunlich nicht trivial. Der Architekt sollte den Maurer mit Respekt behandeln und umgekehrt. Aber niemals sollte ein Architekt mauern oder ein Maurer planen.

8. Kommunikation standardisieren.
Keine Dokumente und Codefragmente hin- und herschicken. Kein kompromittierendes „WhatsApp“ oder „Twitter“. Schon gar keine „Google-Accounts“ ! Wir müssen Kundendaten treuhänderisch behandeln. Klare, eindeutige Begriffe verwenden ! Die Fachtermini des Kunden verwenden !

9. Anzahl der Mitarbeiter.
Benötigte Externe und Zukaufprodukte reduzieren !

10. Die Werkzeuge müssen sich der Idee unterordnen und nicht umgekehrt.
Haskell, Lisp oder „Clojure“ machen noch keinen genialen Entwurf.

11. Die Chemie im Team muß stimmen !
Die „menschliche“ Komponente ist zu 70 Prozent entscheidend für einen Projekterfolg.

12. Keine „Gnadenhäppchen“ für die Mitarbeiter.
In Form von „kostenloser Maté“ und „Kickerautomat im Flur“. Das ist keine Wertschätzung auf Augenhöhe. ORDENTLICH ZAHLEN ! Das garantiert souveräne Mitarbeiter.

Abgesehen davon: Arbeit kann und soll durch sich selbst schön sein und muß nicht mit albernen Spielereien „aufgepeppt“ werden. Was dabei herauskommt, kann jeder sehen, der ein aktuelles „Windows“ öffnet.

-hb

Roland Dürre
Samstag, der 26. Mai 2018

Die lieben Kinder und das böse Internet …

Selfie in Greece, entspiegelt mit griechisch & englisch.

Es gibt um die sieben Milliarden Menschen. Weniger als die Hälfte haben Internet, die Mehrheit der Menschen hat es nicht. Es scheint klar zu sein, dass die Menschen und Nationen, die Internet haben, reicher werden. Und die, die keinen Zugang zum Netz haben, werden ärmer. Man spricht schon von einer neuen Armut, die durch fehlende Digitalisierung verursacht wird.

Bei Kindern ist es ähnlich. Lernen Kinder früh mit dem Internet umgehen, haben sie in der Regel bessere Chancen als wenn sie davon ferngehalten werden.

Bei uns brauchen Kinder unter 16 Jahren jetzt die formale Genehmigung ihrer Eltern, wenn sie z.B. Social Media machen wollen. Zu Social Media gehören sicher FB, Twitter, Instagram, MeetUp, LinkedIn und viele andere oft sehr nützlichen Systeme, die die Welt verändern.

Wenn ich mir eine Kennung in Wikipedia einrichte, dann bin ich Mitglied in einem riesigen Social Media System. Auch bei Wikipedia ist die Gefahr groß, dass es mich verschlingt. Und was da gemobbt wird – da kann ich mit eigenen Erfahrungen glänzen.

Jetzt frage ich mal die Juristen und schlauen Gesetzgeber:
Braucht ein 13-jähriges Jugend-Forscht-Genie die Erlaubnis seines Vaters um bei Wikipedia mitzumachen?

Und Euch:
Wird ein überzeugter Mormonen-Vater (kleine Religion mit vielleicht 20 Millionen Menschen) oder der Islam-Vater (große Religion mit zirka 2 Milliarden Gläubigen noch knapp hinter dem Christentum aber mit besserem Trend) seinem Kind die Zustimmung geben?
Ich weiß nicht. Die Mutter wird es nicht dürfen.

Aber jetzt weg von generellen Überlegungen zu meinen eigenen Erfahrungen und Gedankenexperimenten.

Wie mancher weiß haben wir sieben Kinder. Ich bin mir sicher, dass ich von keiner Lebens-Instanz soviel Positives und Wichtiges gelernt habe wie von meinen Kindern. Da schließe ich meine Eltern genauso ein wie meine besten Mentoren und Lehrer, vielleicht sogar die Barbara. Von der ich auch viel gelernt habe. Im Gegensatz von der Schule, die ich mal ganz vergesse.

Das galt im Leben allgemein wie auch besonders im digitalen. Das obwohl ich der IT-Profi (und -Pionier) in unserer Familie war, der das Ganze ja ein wenig selbst mitgebaut hat.

Wenn heute ein Enkel von mir bei Facebook oder Twitter mitmachen will, dann bekommt er meine Unterstützung. Ich würde ihm Tipps geben und ihn fragen, ob er es mag, wenn ich ihm folge. Und von ihm lernen, was er mir an Neuem bringt. Sorgen würde ich mir nur machen, wenn er einen „privaten Modus“ wählen würde. Dann würde ich der Tat an seiner Sozialisierung zweifeln.

Jetzt ein Gedankenexperiment:
Was würde ich machen, wenn er mit dem „darknet“ experimentieren würde?
Zur Erläuterung: Das darknet ist der Versuch, sich im Internet – durch Maskierung  – in absoluter Anonymität bewegen zu können. Also man versteckt seine Authentizität (das und was man wirklich ist) um sich unter einer Identität zu bewegen, die nicht zurückverfolgt werden kann!

Pfui! Das genau will ja das Finanzamt abschaffen und hat deshalb die Nummernkonten in der Schweiz verboten …

Dieses Ziel ist aus technischen Gründen der IT genauso unmöglich wie die absolute Sicherheit von Daten – auch wenn sie mit sehr archaischen Methoden unterstützt wird, kann sie letzten Endes nicht gewährleistet sein. Sonst wären die Erfolge der Armeen des Cyberspace im darknet ja gar nicht möglich. Glaubt mir, man muss nur wissen, wie es programmiert ist. Und gut und fleißig sein. Vielleicht noch ein wenig geschickter als der Gegner. Aber Wege gibt es immer.

Mein Enkel wird mir – wenn er ein wenig im Internet dazu gelernt hat – da bald widersprechen und auf „blockchain“-Technologien und Bitcoin verweisen.

Ist doch dort theoretisch gewährleistet (auch wenn zu einem sehr hohen Preis), dass man mit einer gewählten Identität einen gesicherten Anteil an einem Bruchteil einer total virtuellen (und begrenzten) Menge „hat“, ohne seine Authentizität preisgeben zu müssen bzw. die Rückverfolgung zu dieser unmöglich macht (was übrigens nur für den gilt, der selbst erfolgreiches „mining“ betreibt).

Ein normaler Käufer muss sich sehr wohl „outen“, und dass immer wieder (zumindest so lange bis seine bitcoins wertlos geworden sind).

Wenn der Enkel – oder natürlich die Enkelin – also mit darknet oder bitcoin  anfangen, würde ich mir vielleicht ein wenig Sorgen machen, aber abraten würde ich ihnen bei ihren Experimenten nicht. Beim darknet würde ich zu großer Vorsicht raten, bei bitcoin hätte ich Angst, dass sie verrückt werden, kenne ich doch persönlich viele, die daran geglaubt haben und zum Teil tragisch geendet sind (oder im besten Fall nur verrückt geworden sind).

Jetzt könnte ich mir aber vorstellen, dass Kinder auch unter 16 Jahren rein gesetzlich betrachtet sehr wohl versuchen dürfen einen Bruchteil eines bitcoin zu generieren und das ohne Erlaubnis ihrer biologischen Erzeuger. Müssen sie doch nur ein paar Asic-Systeme geschickt zusammen bauen – Jugend forscht ja gerne.

Und wenn sie bitcoins erfolgreich generieren, dann haben sie welche. Obwohl das wahrscheinlich gar nicht ihr Eigentum ist sondern nur ein „durch Rechenleistung und Algorithmen hergestellter Besitz“ – witziger weise ein ganz kleines Stück an einem virtuellen und begrenzten Zahlenraum. An dem irgendwelche Analysten glauben und Spekulanten dafür Geld geben. So wie bei den Tulpen in Holland vor langer Zeit war.

Denn die spannende Frage, ob Bitcoin virtueller Besitz oder virtuelles Eigentum ist, konnte meines Wissens bisher nicht geklärt werden. Die Tulpenzwiebeln zumindest waren real – angeblich konnte man sie sogar essen, wie sie nichts mehr wert waren.

Das war jetzt schwere Kost. Ich weiß, dass das sogar viele, die regelmäßig über bitcoin und blockchain reden und schreiben nicht verstehen. So verzeiht mir bitte meine Abschweifung.

Ich könnte noch soviel von spannenden – und auch einfacheren – Dingen erzählen, die im Internet passieren und mache das bei Gelegenheit vielleicht auch hier demnächst. Und so überschätzte Themen wie Pornographie oder auch das „Mobben in Facebook“ sind garantiert nicht das Wesentliche, auch wenn viele Erwachsene ganz gerne ab und zu mal einen Porno anschauen (und dies selbstverständlich leugnen). Und auch nicht „Parship“, Elite-Partner und Tinder. Da gibt es schon noch mehr wirklich Aufregendes – und das in vielen Dimensionen.

Aber unsere Kinder müssen jetzt Pappi & Mammi fragen, wenn sie eine neue Social Media Plattform im Internet ausprobieren wollen. Wo diese doch so viel Wichtigeres zu tun haben, wie Geld verdienen und am Wochenende Erst- und Zweiwagen putzen müssen.

Aber zurzeit bin ich in Griechenland und die Sonne scheint – und das ist mir irgendwie wichtiger! Bis dann.

RMD

Roland Dürre
Freitag, der 15. September 2017

Mein USP :-)

 

Was ist mein Wert?

Als ich jung war haben mich manche „Erwachsene“ einen Taugenichts genannt, aus dem niemals etwas werden würde. Eine davon war meine Mutter, die das wörtlich ab und zu mir gesagt hat. Das hat mich schon geärgert und verletzt. War mir aber letztendlich doch nicht so schlimm, wollte ich doch viel lieber ein Taugenichts sein als so werden wie manche erwachsenen Menschen um mich herum, die aus Sicht meiner Mutter bestimmt keine Taugenichtse waren. Und so schlimm ist es dann mit mir als dem schwarzen Schaf in der Herde (wie ich mich öfters gefühlt habe) ja auch nicht gekommen.

Friedlich sein Bier trinken können ist ein großer Wert.

Heute schwätze ich bei vielen Themen mit, halte öfters Vorträge, gebe Impulse und inspiriere junge und ältere, weibliche wie männliche Menschen. So will ich diesen helfen, ein wenig glücklicher und erfolgreicher werden.

Bei einigen jungen „start-ups“ und auch gestandenen Unternehmen bin ich aktiv dabei und helfe dort, die richtigen Fragen zu finden. Denn diese sind die Voraussetzung für Veränderung und Innovation.

Laufend vernetze ich Menschen miteinander (wenn ich meine, dass die zusammen passen) und freue mich, wenn es allen zu Gute kommt.

Da stellt sich mir schon gelegentlich die Frage:
Hast Du eigentlich die Kompetenz dazu?
Die Frage kann ich selber nicht beantworten.

Aber zumindest habe ich beim darüber nachdenken mein „persönliches USP“ gefunden (USP kommt aus dem englischen und ist die Abkürzung für „Unique Selling Proposition“).
🙂 Auf Deutsch könnte man das ganz einfach als
Alleinstellungsmerkmal bezeichnen.
Mein „Alleinstellungsmerkmal“ habe ich der Kombination dreier Besonderheiten meines Lebensweges zu verdanken:

  • Erstens: Seit 1969 arbeite ich mit, an und für Computer. Die Deutschen nennen das Informatik. Die ersten zehn Jahre (die siebziger) habe ich vor allem „Industrie-Informatik“ gemacht – so habe ich die „Spielzeug-Computer“ wie Commodore und Atari ein wenig verpasst. Wie dann UNIX zu mir (oder ich zu UNIX) kam, habe ich im PC-Bereich aufgeholt. Das war in den 80igern. In diesen Jahren habe ich viele Verschiedenes gemacht. So war ich bei einigen Betriebssystemen intensiv dabei wie Prozessrechner, Kommunikationsrechner, Mainframes und der Mittleren Datentechnik. Die hieß damals MDT und kam von Firmen wie Kienzle, Nixdorf,  Olivetti und natürlich auch Siemens. Weiter habe ich Software für Datenfernverarbeitung, -speicherung, -banken, Transaktionsmonitoren und vielen Anwendungen mitgewirkt. Und dabei einige Reihe von verschiedenen Assemblern und höheren Sprachen genutzt und zum Teil auch mitentwickelt.
    Für mich der Höhepunkt war die Entwicklung eines Window-Manager, bei der dabei sein durfte. Der lief sowohl auf graphischen wie zeichenbasierten Endgeräten und hieß Collage. Collage war auch ein Produkt der Siemens AG, das aber im Markt keine Chance hatte. Wie das so oft in der Phase des allmählichen Untergangs des Unternehmensbereich Datenverarbeitung der Siemens AG leider der Fall war.
    So ging das weiter und so habe ich eigentlich alles hautnah mit erlebt, was im digitalen Leben wichtig ist. Deshalb nenne ich mich – nicht nur scherzhaft – einen IT-Pionier der zweiten Generation. Die Ehre, bei der ersten Generation dabei gewesen zu sein, überlasse ich den Urvätern der elektrischen Rechensysteme wie Konrad Zuse und meinem ersten Informatik-Lehrer in 1969, Professor F. L. Bauer von der TH München (die sich heute TUM nennt).
    In den 90igern habe ich meine Programmierschuhe nicht nur symbolisch ausgezogen und an den Haken gehängt. Der IT bin ich treu geblieben – das ging ja auch gar nicht anders – und habe versucht, soweit wie möglich bei der Digitalisierung immer auf Augenhöhe dabei zu sein.
  • Zweitens: Ich hatte mein Leben lang großes Glück und habe immer viel gelernt,
    🙂 besonders in den Lebensphasen nach Schule und Studium (aber eben nicht an der Uni)! Die Mathematik hat mir sicher geholfen, ein kritischer Geist zu bleiben. Jedoch habe ich in vielen Disziplinen das wertvollste Wissen von am Anfang älteren und später auch gleich alten und jüngeren Meistern beigebracht bekommen.
    Mancher Lehrer auch außerhalb der fachlichen Arbeit ist mir zum Freund geworden. Beispielsweise möchte ich hier Klaus-Jürgen Grün und Rupert Lay nennen. Es gab noch mehr tolle Menschen, die mich als Lehrer begleitet haben. Das ging los in meiner Zeit bei Softlab – da hatte ich einen sehr klugen Chef. Und musste „persönlichkeits-fördernde“ Seminare besuchen, weil das dort eine Voraussetzung für eine Management-Karriere war (und ich wollte damals noch Karriere machen). Ich erinnere mich aus dieser Zeit an ein Unternehmen namens TPM (Training psychologische Management) aus Frankfurt und seinem Gründer namens Uhlenbrock (oder ähnlich). Bei ihm hatte ich mein erstes Seminar am schönen Starnberger See, in dem ich so richtig viel persönlich profitiert habe. Gelernt habe ich da in solchen Seminaren nicht nur von den Trainern sondern besonders auch von den Teilnehmern, die ich dort getroffen habe.
    Auch bei den vielen Kollegen, zu denen ich fachlich empor geschaut habe und von denen ich unendlich viel fürs Handwerk gelernt habe, will ich mich bedanken.
    Später (in den 90igern) war ich 10 Jahre regelmäßig bei Workshops mit Simon Grand von RISE, einem Institut an der Hochschule St. Gallen. Da habe ich wieder viele großartige Menschen und tolle Unternehmen kennen gelernt und einen wunderbaren Austausch mit diesen gehabt.
    Die letzten zehn Jahre habe ich mich vor allem auf Barcamps herum getrieben und ja selber auch am Entstehen und Verbreiten des PM-Camps mitgewirkt. Das war eine wunderbare Zeit und ich habe noch mehr großartige Menschen kennengelernt als in den Jahren davor.
    Nicht zuletzt muss ich mich bei meinen Kindern bedanken. Es war ein ganz großes Glück, dass ich sieben haben durfte. Oft meine ich, dass ich von und durch meine Kindern noch mehr gelernt habe als vom ganzen Rest.
    So weiß ich, dass Leben und Lernen ein Synonym sind.
    Solange Du lebst, lernst Du.
    Und so lange Du lernst bist Du am Leben!
  • Drittens: Ich war immer ein „Revolutionär“, der für seine „komischen“ Meinungen deutlich mehr gerügt als gelobt wurde. Heute erkläre ich mir das positiv und meine, dass bei mir die Total-Dressur, die man auf Kinder auch schon in den 50iger Jahren anwendet hat, doch nicht alles ausradiert hat und mir so ein Rest von Autonomie, Lebensfreude und Urvertrauen verblieben ist. Und manche Indoktrination abgeprallt ist.
    So habe ich als Angestellter bei Siemens wie bei Softlab schnell gemerkt, dass dies nicht meine Welt ist. Und hatte den Willen  Unternehmer zu werden und das Glück, dass es funktioniert hat.  So konnte ich meine eigene Welt gründen, die InterFace Connection GmbH.
    Die ersten 10 Jahre waren wie ein Traum. Wir waren spielerisch erfolgreich und haben alle Grenzen gesprengt. Leider habe ich später eine Reihe von unternehmerischen und menschlichen Fehler gemacht. Und auch ein paar mal ein wenig Pech gehabt. Das Unternehmen hat es ganz gut überstanden – und ich habe jetzt ein paar Erfahrungen mehr von der Art „wie man es nicht machen soll“, die ich gerne weitergebe.

So mache ich noch ein paar Jahre weiter und fühle mich gut dabei. Und freue mich immer, wenn ich Rückmeldungen bekomme.
🙂 Besonders natürlich über positive.

RMD

Roland Dürre
Mittwoch, der 5. April 2017

IT Oberland BarCamp am 12. Mai 2017 in Holzkirchen!

Das BarCamp zur digitalen Transformation und ihren gesellschaftlichen Auswirkungen

Damals dachte der Autor noch in Hardware 🙂

Momentan schlägt das „buzzword“ DIGITALISIERUNG hohe Wellen. Es gibt ein Zentrum-Digitalisierung.Bayern (ZD.B) und in den bayrischen Ländern entstehen geförderte Digitalisierungs-Zentren.

Nur Digitalisierung war doch gestern. Das war damals, als die Uhren, Tachometer und Thermometer plötzlich eine digitale Anzeige bekamen. Das war vielleicht 1985, als Apple 2 und MacIntosh fröhlich Urstand feierten und die deutschen Informatiker in ihrer Industrie-Nostalgie mit BS2000 und ähnlichem noch viel Geld verdienten.

Internet und Google sind mittlerweile ein alter Hut. Von selbst lernenden Systemen haben wir schon vor ein paar Jahrzehnten geträumt – in unserer Euphorie zu KI (künstliche Intelligenz). Die modernen unter uns haben schon 1980 die KI dann AI (artificial intelligence) genannt, weil wir wussten, dass es damit in Deutschland nichts wird. Damals haben wir von Lisp und Prolog geträumt. Jetzt kommen die denkenden Systeme und lernen schnell von selbst – in Bereichen wie Übersetzung oder Verkehr – weil die Hardware halt so leistungsfähig ist, dass es zu funktionieren beginnt. Auch ohne Lisp und Prolog.

Immer noch passiert viel Neues. Dies in einem oft nicht mehr nachvollziehbarem Tempo. Und es scheint erst jetzt so richtig los zu gehen. Eine unvorstellbare Welle von Produkten rollt auf uns zu, die die Welt nochmals radikal verändern werden. Viele Gesetze und Regeln werden in Zukunft nicht mehr funktionieren. Da stellen sich viele Fragen:

  • Heute wird viel über „das selbst fahrende Auto“ diskutiert. Aber ist das nicht nur die Spitze des Eisbergs einer Veränderung des Lebens? Und wird schon viel früher viel mehr sich merklich und unmerklich verändern?
  • Leben wir nicht im Zeitalter der Sensorik, die eine völlig neue Verbindung und Interaktion von „Informatik“ zur Welt schafft? Und es bald nicht mehr um die Mensch-Maschine-Schnittstelle gehen wird sondern um die „Welt-Maschine-Schnittstelle“.
  • Ist Datenschutz wirklich sinnvoll machbar? Oder nur so eine Chimäre der ewig gestrigen? Was bedeutet das für unsere Gesellschaft?
  • Welche technischen Elemente brauchen „Smart Solutions“ in einer modernen IoT-Architektur? Was heißt „smart“ überhaupt – und was verstehen wir tatsächlich unter IoT?
  • Wie ist denn das mit den Regeln für Roboter (selbst fahrende Autos)? Was sagt die „Ethik-Kommission“ der Bundesregierung dazu?
  • Wie gehen wir mit Kampfrobotern und Drohnen um? Was bedeutet das für Krieg und Frieden?
  • Müssen wir nicht viele Elemente unserer gesellschaftlichen Ordnung als Folge der technischen Entwicklung umdenken oder gar neu definieren?
  • Was bedeutet das für unseren gesellschaftlichen Rahmen? Wird Politik Gestalterin des Selbigen bleiben oder haben das schon Maschinen übernommen?

Solche und weitere Fragen werden auf dem Oberland BarCamp in Holzkirchen offen, redlich und achtsam diskutiert werden – wie das auf Barcamps meistens so üblich ist.

Deshalb habe ich mich zum BarCamp zur digitalen Transformation und ihren gesellschaftlichen AuswirkungenOberland BarCamp genannt – angemeldet. Es wird am 12. Mai in der RSC Factory – Trainings- und Coachingzentrum für Digital Business & Innovation in Holzkirchen stattfinden.

Und ich freue mich schon darauf, dort viele Freunde wieder zu sehen!

RMD

P.S.
Das Oberland barcamp wird über Meetup organisiert. Wenn Ihr Euch da anmeldet und mit diskutiert, macht das dem Veranstalter das Leben ein wenig einfacher!

 

Roland Dürre
Donnerstag, der 16. Februar 2017

1985 objektorientiert – heute agil digital lean open social.

Dieses Buch habe ich im Herbst 1985 auf der Uniforum druckfrisch erworben und als erster nach München gebracht.

Vor kurzem habe ich dieses Buch wieder gefunden. Das hat mich daran erinnert, dass ich im Februar 1985 (Dallas, Texas) und 1986 (Anaheim, California) gemeinsam mit Freunden auf Uniforum-Konferenzen war. Es war großartig, die Uniforum war damals die UNIX-Konferenz in USA. Diese hatte Tausende von begeisterten Besuchern, die aus aller Welt kamen. Dort habe ich eine riesige Aufbruchstimmung erlebt.

Es gab damals auch eine kleine Sensation. Druckfrische Exemplare des ganz neuen Buches zu C++ von Bjarne Stroustrup (siehe Foto links) wurden mitten hinein die Konferenz geliefert und direkt von der Palette weg verkauft. Ich habe ein paar Exemplare erworben und mit nach Hause genommen. Das dürften die ersten Bücher zu C++ gewesen sein, die Münchner Boden erreicht haben.

Da ist mir wieder eingefallen: In den 80iger Jahren habe ich immer wieder Vorträge zu Software-Entwicklung gehalten. Ein zentrales Thema war damals der Wandel in der Programmierung, das zentrale Schlagwort immer wieder OBJEKTORIENTIERT.

Ich habe auch als Auftragsarbeit für IT-Manager diverse Vorträge zum Thema „OBJEKTORIENTIERTE Programmierung“ verfertigt. So auch für ein „hohes Tier“ der Siemens AG im UB D bei D AP (oder war das damals schon SNI?). Er hatte den Auftrag, seinem „Führungskreis“ zu erläutern, was OBJEKTORIENTIERTHEIT denn überhaupt so wäre. Der Vortrag kam laut Rückmeldung gut an – genutzt hat es freilich nichts.

🙂 Heute programmiert die ganze Welt „objektorientiert“. Für meinen Geschmack sogar einen Tick zu sehr.

Später habe ich „meine Programmierstiefel“ an die Wand gehängt und bin so etwas wie ein „Unternehmer“ geworden.

Jetzt war ich nicht mehr als Technologie-Evangelist unterwegs sondern habe über Führung und Management gesprochen. Und besonders das „smarte“ Pentagramm der Begriffe „agil“, „digital“, „lean“, „open“, „social“ und deren Zusammenhänge „gepredigt“.

So habe ich berichtet, warum Mut und Freude der Menschen in den Unternehmen eine zentrale Voraussetzung auch für den wirtschaftlichen Erfolg ist. Und begründet, wie notwendig gegenseitiger Respekt und Wertschätzung untereinander (nicht nur) im Unternehmen sind. Warum Augenhöhe und gemeinsames Teilhaben und Verantworten die Voraussetzung für Innovation sind. Und warum Menschen keine „Resourcen“ sind. Und wie man den Wandel nur agil schaffen kann.

„Pro Agil“ auf dem Podium der DOAG Jahreskonferenz in 2013.

Ich habe erklärt, warum Prozesse, Regeln  und Bürokratie die notwendige Veränderung verhindern. Welch hoher Schaden durch „Tayloristische Entwicklungen“ in der Organisation entsteht und wie viel Verschwendung (waste als Gegenteil von „lean“) eine überbordende Verwaltung und die daraus folgende Verbürokratisierung des Unternehmens verursachen. Und dass es keinen Sinn macht, sich in endlosen Besprechungen zu tummeln.

Und dass Abteilungen wie „human resource“, „customer relation ship management“, „marketing“, „legal service“ etc. den Erfolg des Unternehmens eben nicht absichern sondern eher gefährden.

Und dass die jungen und guten Leute lieber für Unternehmen arbeiten, bei denen Vertrauen das zentrale Element ihrer Kultur ist.

Das kann ich alles gut begründen. Habe ich doch selber miterlebt, wie wir Software-Entwickler einen (nach meiner Meinung wesentlichen Beitrag) zu einem neuen Verständnis von Arbeit geleistet haben, der jetzt immer mehr auch in ganz anderen Branchen um sich greift (#newwork). Und so die Welt mit verändert hat.

Ob mein Trommeln für „agil, digital, lean, open, social“ als „smartes“ Pentagramm etwas nutzt? Ich bin mir nicht sicher.

Ich habe auch den Eindruck, dass meine Zuhörer das überwiegend genauso sehen. So würde ich mich freuen, wenn wir in der Deutschen Wirtschaft nicht so viel von Industrie 4.0 sondern mehr von Unternehmenskultur sprechen würden. Ganz gleich ob 2.0 oder 5.0.

Auch die großen Bosse müssen verstehen, dass unsere Unternehmen und wir nur dann gut überleben werden, wenn wir bereit sind unsere Gewissheiten in Frage zu stellen und unsere Gewohnheiten zu ändern.

Ich verstehe ja, dass es weh tut, Hierarchien wie lieb gewonnene Pfründe und gewohnte Strukturen in Frage zu stellen. Besonders wenn man Boss ist. Aber ich bitte zu bedenken: Wir leben nicht mehr in der Welt der Fließbänder von Henry Ford und auch die hohe Zeit der Schlachthöfe von Chicago geht zu Ende.

RMD

P.S.
Den Stern habe ich aus dem zentralen Medienarchiv Wikimedia Commons eingebunden.