Roland Dürre
Samstag, der 24. Januar 2015

#Unternehmensgründung – Hurra, wir schreiben eine App …

Nur:
Wenn es so einfach wäre, würden nicht fast alle scheitern.

Hier eine kleine Geschichte:

Ein Start-up-Team will ein Unternehmen aufbauen, das basierend auf einer APP ein Gewinn bringendes Geschäft realisieren soll. Dahinter steckt ein tüchtiges Team und eine eifrig diskutierte Idee. Idealismus und Schwung sind im Übermaß vorhanden, alle sind bereit sich richtig einzusetzen und materiell einzuschränken, durch Nächte zu gehen und notfalls eigene Lebensziele zu verschieben oder gar zu opfern.

Durch Zufall komme ich dazu. Gerufen, weil das Projekt gefühlt in einer Sackgasse steckt, aber keiner der Teilnehmer sich das eingestehen will. Nach wenigen Sitzungen merke ich, dass das Projekt auf falschem Kurs ist. Das Team steckt schon mitten in der Implementierung, das tut besonders weh.

In meinem Leben habe ich schon einige Gründer zu Grunde gehen gesehen – dies im wahrsten Sinne des Wortes. Also habe ich jetzt eine große Verantwortung. Der kann ich aber nicht gerecht werden, da die Gründer sich in ihren eigenen Gedanken gefangen haben und nicht mehr bereit oder in der Lage sind zu zu hören. Vielleicht verständlich, dass sie schlechte Botschaften gar nicht mehr hören wollen.

Dann warne ich und gehe wieder. Und ein paar Monate später erfahre ich, dass sie „gegen die Wand gefahren“ sind. Deshalb notiere ich im folgenden ein paar allgemeine Empfehlungen an Gründer.

Erste konkrete Empfehlung:
Ohne Blaupause geht es nicht

Was soll man machen, wenn man in einem Projekt merkt, dass es im Team keinen „gemeinsamen Peil“ gibt? Oder noch schlimmer, wenn jeder eine andere Vorstellung vom zu Erreichenden hat?

Admiralty carriage mount for a British 18-pounder carronade

Admiralty carriage mount for a British 18-pounder carronade

Meine Empfehlung ist, in einer solchen Situation die Implementierung sofort zu stoppen und zurück auf Start zu gehen. Also wieder in die Phase des „Requirement Engineering“ einzusteigen. Das schmerzt, ist aber die einzige Chance das Projekt zu retten. Als Trost bleibt, dass man das Gelernte nutzen kann.

Aber es muss diesmal ein modernes, agiles, empathisches und lernendes Requirement Engineering sein! Bei dem Finden der Anforderungen für neue und innovative Lösungen geht es um das „experimentelle Erlernen einer fachlichen Situation“. Wer in Innovation bestehen will muss die richtigen Fragen stellen. Und bevor man diese stellen kann muss man sie erst mal finden! Und das ist nicht einfach.

Erst dann darf das „Requirement“ starten. Und erst danach darf man über Lösungen nachdenken. Lösungen findet man durch das Zerlegen des Zieles in die „richtigen“ Anwender-Stories (user story). Mit einer davon beginnt man und betrachtet die zu Grunde liegenden Geschäftsfälle (use case). Die kann man analysieren und beschreiben. Aber bitte mit der „Weisheit der Vielen“ und nicht aus der „Einfalt des Einzelnen“. Gerade, wenn es um Zukunft und Innovation geht!

„Markt erlernen“ geht nur mit „technisch-fachlicher Empathie“. Aber den Markt müssen wir kennen, soll er doch das Produkt letztlich kaufen und einsetzen. Gerade der Markt der Zukunft muss durch Ausprobieren und Experimentieren erkundet werden. Gegen die dogmatischen Vorstellungen im Kopf eines Einzelnen. So muss man andauernd dazu lernen. Im redlichen und optimalen Diskurs, offen und agil.

Wenn diese wichtige Vorarbeit unterlassen wird, werden Dinge programmiert (oder gebaut), die keiner haben will. Die Gedanken des Teams kreisen dann um ein zumindest im Markt fragwürdiges Produkt, das mit seinen technischen und sonstigen Problemen vom wesentlichen Ziel ablenkt und die Kräfte des Teams auffrisst.

Der Misserfolg des Produkts wird oft auf fehlende Funktionalität geschoben. Man müsse nur noch mehr Programmieren, dann käme der Erfolg schon. Das ist ein Irrtum. Wenn dann die vermeintlich so wichtigen Funktionen vorhanden sind, wird es nicht besser. So wird der Misserfolg auf fehlenden Vertrieb und Marketing begründet. Man bräuchte doch nur noch ein paar Millionen für Vertrieb und Marketing … Die man aber nicht bekommt, weil man keinen Geldgeber mit dem vorhandenen Ergebnis überzeugen kann.

Das oder Ähnliches passiert immer dann, wenn der „start up“ nicht schon am Start über eine valide und flexible Blaupause verfügt. Man hat keinen gemeinsamen Nenner, den man lebt und kann so nicht überzeugen. Man braucht also eine Blaupause. Früher hat man die Blaupause „Pflichtenheft“ genannt. Aber die Blaupause beschränkt sich im Gegensatz zum Pflichtenheft auf das Essentielle. Und sie bleibt lebendig.

Das Wort „requirement engineering“ führt leicht in die Irre. Wie der Begriff des „Pflichtenhefts“ nicht zeitgemäß ist, besonders wenn er den Gedanken des „V-Modells“ folgend verstanden wird. „Pflichtenhefte“ von heute müssen agil sein und sich inkrementell iterativ verbessern!

Wenn man eine kleine aber feine Blaupause hat, dann kann man sie im Markt testen. Eine gute Blaupause ist einfach. Sie entwickelt Leben und wird so immer belastbarer. Mein Plädoyer für die „Blaupause“ soll nicht missverstanden werden. Keinesfalls will ich dem Vorgehen im überholten Wasserfall-Modell das Wort reden.

Im Gegenteil, auch die Implementierung muss frühzeitig beginnen. Aber nur mit einer einfachen und wichtigen, vielleicht winzigen User Story, die der Blaupause folgt. Mit etwas Glück kann so schnell der erste „quick win“ eingeheimst werden, der in die weitere Zukunft trägt.

Das Gründen eines Unternehmens bedeutet so eine in mehreren Dimensionen vernetzte Gratwanderung.

Weitere Empfehlungen für Start-ups einfach mal in lockerer Reihenfolge:

Die richtigen Zielgruppen suchen

Anwendersoftware (wie viele andere Produkte auch) hat modellhaft immer mindestens zwei Zielgruppen – die „Fachabteilung“ und die Nutzer. Das unterscheidet Anwendersoftware übrigens auch von einer rein technischen Softwareentwicklung wie z.B. den Bau eines Compilers.

Die Fachabteilung will mit dem Produkt eine Vereinfachung und Verbesserung notwendiger Prozesse erreichen. Der Nutzer soll diese Lösung positiv annehmen, das Produkt muss ihm spürbar helfen, dass er auf angenehme Art und Weise seinen Job besser machen kann.

Business Case

Der ist von herausragender Bedeutung. Wir brauchen eine Story. Wenn man die richtigen Zielgruppen gefunden hat und über eine schöne Blaupause verfügt, dann lässt sich der Business-Case entwickeln. Eingepackt in eine gute Story, die faszinieren kann. Um die potentiellen Partner, die möglichen Vertriebs- und Vermarktungswege, die Multiplikatoren und weitere zu begeistern. Und kann dann die vielen Chancen des Marktes angehen.

Technologie

Erst wenn eine wirklich gute Blaupause vorhanden ist (eventuell unterstützt von Attrappen vulgo „dummies“ genannt), erst wenn man die Oberfläche und die Funktionen „begreifbar“ machen kann, erst wenn Zielgruppen und der Business Case festgelegt sind, erst wenn Prototypen einzelne Funktionen zeigen, dann macht es Sinn den ersten „Erlkönig“ zu bauen. Dieser Erlkönig muss dann zielstrebig und schnell entwickelt werden, direkt zum Ziel ohne viel „Wenn und Aber“.

Und dann kann das agile Rad anfangen sich zu drehen. Der Hauptzweck eines solchen „Erlkönigs“ ist, von und mit ihm zu lernen – und zwar auf allen Ebenen. Und die Idee, das Produkt zu bewerben. Perfektion zählt hier nicht. Entwickler und Ingenieure müssen hier aufpassen, denn sie denken gerne viel zu früh in Technologien. Das kann man später machen, wenn man weiß, was die Evolution denn wirklich annimmt.

Design

Mit dem Logo muss man ganz früh anfangen! Es wird zum Symbol des Teams und strahlt seine Botschaft aus. Als gemeinsames Symbol des Teams. An der Auswahl des Logos sollten so alle beteiligt sein.

Bei der Design-Findung auch für Gebrauchsmuster oder Prototypen orientiert man sich an den modernen Anwendungen. Bilder und Fotos werden bei den Oberflächen der Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Schönheit schadet nicht ist aber zweitrangig, die Vermittlung der Botschaft des Produkts steht im Vordergrund. Das hilft auch den Gründern selber ihre Konstrukte abzugleichen.

Finanzierung

Viel zu früh wird oft über die Finanzierung nachgedacht. Wenn ich finanzieren will, muss ich etwas haben. Nicht nur einen Business-Plan, der in der Regel nur ein schlechtes Glaubensbekenntnis darstellt. Ich brauche all das Beschriebene, die Blaupause, den Business Case, das Muster, ein schönes Design, all das muss die Idee vermitteln und die Menschen faszinieren. So kann ich externes Geld eigentlich erst für den Bau des Erlkönigs erwarten. Und das ist auch noch sehr schwierig – in der Regel helfen da nur besondere Verbündete.

Und vor allem: Das Team muss stark sein. VCs, SCs, staatliche Finanzierungen aber auch Partner-Unternehmen oder Privatinvestoren schauen nicht so sehr auf das Produkt. Wichtig ist diesen der „business case“, die Story und vor allem „das Team“. Stark ist ein Team übrigens nur dann, wenn es selber von seinem Produkt so richtig und trotzdem realistisch überzeugt ist.

Allgemeine Anmerkungen

Die „geniale Idee“ gibt es nicht. Sie ist und bleibt „Saga“. Die geniale Idee ist ein Traum der nur zu schnell zum Alptraum wird. Wie Visionen oft zu Halluzinationen führen.

Der Erfolg von start-ups und Innovationsmachern hat viele Väter. Die Entwicklung eines erfolgreichen Produkts ist ein Stück harter Arbeit. Der Weg beinhaltet viele Rückschläge und Irrungen. Den Erfolg kann man nicht herbei zwingen. Man muss versuchen, die Voraussetzungen zu schaffen, damit er sich eines Tages einfindet.

So kann es durchaus Sinn machen – besonders wenn man nicht vom Start weg mit Kosten deckenden Umsätzen operieren kann – durch das Fegefeuer eines Business Plan Wettbewerbs zu gehen. In der Regel bringt das viel. Auch die Erkenntnis, dass das Projekt keinen Sinn macht, ist ein großer Wert. Das spart viel Geld und Zeit. Die Teilnahme an solch einem Wettbewerb kann auch helfen, die „wichtigen“ Netzwerke und die „richtigen“ Mentoren zu finden.

Aber vor allem!

Ein Start-up ist keine schicke Selbstverwirklichung sondern eine sehr riskante und massive Herausforderung. Dazu braucht es ein begeistertes Team, das bereit für die Aufgabe und offen für Veränderung ist. Wenn das nicht gegeben ist, dann Finger weg! Denn wenn Gründen so einfach wäre wie viele denken, würden nicht so viele Gründer auch im Segment der IKT und Welt der schicken APPs scheitern.

RMD

P.S.
Das habe hier meine persönlichen Gedanken aus meinem subjektivem Erleben berichtet. Sie erheben keinen Anspruch auf Wahrheit. Ich glaube, dass jede Gründung anders ist und ihr eigene Geschichte hat.

So gibt es nach meiner Meinung kein allgemeingültiges Kochrezept für „erfolgreiches“ Gründen. Dem folgend was ich beschrieben habe könnte es aber gehen, anders wird es aber nicht gehen!

P.S.1
Die Daten zum Bild: Es ist von 1808 und heißt „Admiralty carriage mount for a British 18-pounder carronade“.
Quelle: Scanned from Chappelle, Howard I., The History of the American Sailing Navy: The Ships and Their Development, New York: W. W. Norton and Company, Inc., 1949, ISBN 1-56852-222-3, Plate VII, facing p. 152.
Unattributed, apparently from U.S. National Archives

Roland Dürre
Donnerstag, der 12. Juni 2014

Innovation ist kreative Zerstörung

Vielerorts wird die Innovation beschworen. Fürs Wachstum unserer Wirtschaft. Als Rettung vor der Klima-Katastrophe. Um Zukunft zu sichern und die Welt zu retten.

Und wie viele start-ups kenne ich mittlerweile, die alles dafür geben, um innovativ zu sein. Und so reich werden wollen. Und wie viele Unternehmen führen Innovationsprogramme durch. Um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Sie „profilen“ Ihre Mitarbeiter in eine innovative und eine nicht-innovative Klasse. Universitäten, die Politik, Meinungsmacher und Protagonisten aller Disziplinen und natürlich auch die Sonntagsredner, alle gieren nach Innovation.

Und auch ich meine, dass
„Wir haben das immer schon so gemacht!“
ein ganz gefährlicher Satz in unserer Sprache ist. Vor dem man sich hüten sollte. Und lieber immer wieder etwas Neues probieren sollte.

Aber ich weiß immer noch nicht, was Innovation ist. Da fällt mir wieder ein anderer Satz ein:

Innovation ist kreative Zerstörung!

Ein Satz, den ich das erste Mal von Simon Grand in einem seiner grandiosen Vorträge gehört habe. Und ein Satz, der mir einleuchtet.

Denn Innovation ist ein Begriff, der ein wesentliches Geschehen beschreibt. Mit einem relevanten Ergebnis, das Folge eine großen Veränderung ist. Etwas Neues entsteht, Vorhandenes wird zerstört.

Die Zerstörung ist massiv. Wie bei jedem Wandel. Und tatsächlich, wenn ich nach Beispielen für wirkliche Innovation suche, so finde ich immer ein enormes Ausmaß an der Innovation folgenden Zerstörung. Nicht nur in der Technologie.

Veränderung und Zerstörung sind die zwei hinreichenden Bedingungen dafür, dass tatsächlich Innovation stattfindet. Wir können aber nie bewerten, ob der Zustand nach der Veränderung tatsächlich positiver oder negativer als der davor ist. Zu mehrdimensional sind die Komponenten, die ein menschliches Leben gelungen erscheinen lassen können.

Und da fällt mir wieder mein alter Liebling Bertrand Russell ein. Er hat gesagt:

»Jeder Zuwachs an Technik bedingt, wenn damit ein Zuwachs des menschlichen Glücks verbunden sein soll, einen entsprechenden Zuwachs an Weisheit.«

Ich würde den Satz heute so formulieren:

»Innovation bedingt, wenn damit ein Zuwachs des menschlichen Glücks verbunden sein soll, einen entsprechenden Zuwachs an Weisheit.«

Und daraus würde ich schließen, dass eine notwendige Dimension der Innovation der Zuwachs an Weisheit ist.

Und dann bin ich mit dem Begriff der Innovation wieder versöhnt.

RMD

Roland Dürre
Freitag, der 7. März 2014

IF-AGORA und die Knowledge Worker

Seit ein paar Jahren pflege ich die IF-AGORA als einen Marktplatz des Wissens. Dort habe ich Referenten, die mich mit ihren Vorträgen begeistert haben, gebeten ein „Wissensangebot“ einzustellen, um auch andere Menschen an ihrem Wissen und Erfahrungen teilhaben zu lassen. Dies je nach Situation gegen ein Honorar oder gelegentlich auch unentgeltlich.

knowledgeworkercamp-w799

Von links nach rechts: Bernd Fiedler, Thorsten Schlaak und meine Wenigkeit.

Das habe ich so neben her gemacht und alle paar Wochen dann ein neues „Wissenangebot“ eingestellt. Zu mehr hat meine Zeit nicht gereicht.

Zu dritt sind wir jetzt angetreten, um die IF-AGORA auch im realen Leben tätig werden zu lassen. Zuerst mal durch ein Knowledge Worker Camp, an dem sich hoffentlich möglichst viele unserer Wissensanbieter gemeinsam mit vielen anderen Menschen, die bereit sind für Zukunft ein wenig Verantwortung zu übernehmen beteiligen werden.

Bevor wir solch eine Veranstaltung aber planen und terminieren, wollen wir zuerst mal in Erfahrung bringen, was denn uns alle in der heutigen Zeit prior bewegt. Dazu haben wir eine Umfrage veranstaltet – uns sind auf die Ergebnisse sehr gespannt.

Nach Auswertung der Ergebnisse werden wir dann das Format der Veranstaltung planen, einen Termin festlegen und ganz viele dazu Menschen einladen. Nach dem Motto, dass die, die kommen, dann auch genau die richtigen sind.

RMD

Roland Dürre
Mittwoch, der 24. Juli 2013

Crowd Sourcing & BahnScout

Die „IF-Akademie“ war am letzten Donnerstag auf Reisen und hat an der TUM in Garching gastiert. Am Nachmittag hat dort im Saal Konrad Zuse ein Vortrag zum Thema Crowd Sourcing statt gefunden.

Felix Köbler hat uns vorgestellt, wie das geht und „BahnScout“ als gutes Beispiel vorgestellt.  „BahnScout“ steht für eine Anwendung mit einer APP, die für saubere und funktionierende Bahnhöfe sorgt. Es sind zwei Videos entstanden:

Teil 1: Crowdsourcing

Teil 2: BahnScout

Viel Spaß beim Anschauen!

RMD

Heute am Donnerstag – Veranstaltung von InterFace an der TUM:

Technische Vorträge von InformatikerInnen für InformatikerInnen

18. Juli 2013 – diesmal  schon ab 16 Uhr an der TUM!

Der nächste Vortrag in unserer Reihe IF-Akademie – Technische Vorträge 2013 findet am 18. Juli wie immer an einem Donnerstag statt. Aber diesmal bleiben wir nicht in den Räumen der InterFace AG in Unterhaching, sondern gehen wie ein Wanderzirkus auf Tour und machen die Veranstaltung inklusive der anschließenden Happy Hour an der TU München in Garching. Die TUM stellt uns dazu den Raum „Konrad Zuse“ zur Verfügung.

felis_swReferent ist Felix Köbler. Felix hat einen großen Teil seiner informatischen Ausbildung und Forschung an der TUM verbracht.

Er wird uns berichten, welche ganz neue Denkweisen und Möglichkeiten durch das Internet und die dazu gehörenden moderne Technologien schon Realität sind und wie das weiter gehen könnte. Dazu wird er zu folgendem Thema berichten:

 Crowdsourcing & BahnScout
Einführung und ausgewählte Schmankerl & Crowdsourcing-Lösung für sichere und saubere Bahnhöfe

Abstract von Felix:

Im ersten Teil meines Vortrags werde ich aktuelle technologische und sozio-technologische Entwicklungen skizzieren, wie bspw. die Adoption und Nutzung von ubiquitären und mobilen Technologien, die nicht nur unsere alltägliches Leben durchdringen sondern auch neuartige Anwendungen ermöglichen.

Ein vielversprechender, neuartiger Anwendungsfall stellt dabei das sogenannte Crowdsourcing dar, welches die Ver- und Auslagerung von Aufgaben oder Wertschöpfungsaktivitäten durch ein Unternehmen oder Institution an eine undefinierte Gruppe freiwilliger Nutzer umfasst.

Anhand von verschiedenen Beispielen, die über bekannte Anwendungen und Initiativen, wie Wikipedia und OpenStreetMap hinausgehen, werde ich Möglichkeiten und Problemstellungen dieser neuartigen Konzepte diskutieren. Eine Besonderheit des Crowdsourcing liegt in der Ausdehnung bestehender Arbeitsteilungsmodelle um den Faktor Motivation, der in der sozio-technischen Umsetzung zu meist durch die Anwendung von Gamification – der Einsatz von spielerischen Elementen in nicht-spielerischen Kontexten – bedacht wird.

Der zweite Teil des Vortrags befasst sich mit einer konkreten Lösung und Anwendung „BahnScout“ im Bereich des sogenannten „Mobile Crowdsourcing“, welches durch technische Entwicklungen im Bereich der mobilen Endgeräten ermöglicht wird. Bei „BahnScout“ handelt es sich um eine Smartphone-Applikation mit der Fahrgäste Probleme, wie technische oder bauliche Schäden und Verschmutzungen in Bahnhöfen und öffentlichen Infrastrukturen, direkt an die zuständige Stelle melden können.

Der Vortrag soll neben aktuellen Ergebnissen aus dem laufenden Feldversuch diverse Einblicke in die handwerkliche Vorgehensweise (Participatory Design/User-centered Design) und konzeptionelle Herausforderungen im Bereich Gamification während der Entwicklung der Lösung geben.

Der Referent

Felix Köbler ist Doktorand am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der Technischen Universität München. Er erhielt einen B.Sc. und M.Sc. in Information Systems/Wirschaftsinformatik von der Technischen Universität München und studierte unter anderem an der Shanghai Jiao Tong University, Shanghai, China sowie der Technischen Universität Tampere, Finnland und der Universität Tampere, Finnland.

Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Globale Distributed Software Engineering, Social Networking, Gamification, Persuasive Technologies und Ubiquitous und Mobile Computing mit einem starken Fokus auf Human-Computer Interaction. Ergebnisse seiner Forschungsarbeiten werden in internationalen Fachzeitschriften, wie bspw. AIS Transactions on Human-Computer Interaction und International Journal of Human-Computer Interaction (IJHCI) sowie auf internationalen Konferenzen wie International Conference on Information Systems, European Conference on Information Systems und ACM SIGCHI Conference on Human Factors in Computing Systems veröffentlicht.

Neben der Ausgründung zu BahnScout ist er in den Bereichen User Experience Design und strategische Beratung sowie im Business Development bei „FELD M“, einem Beratungsunternehmen für digitales Marketing tätig und verdient sein Geld als selbständiger Berater.

Ein paar Infos zur Veranstaltungsreihe

Alle zwei Monate bieten wir einen Vortrag mit technischen, fachlichen, führungs-spezifischen oder unternehmerischen Themen an. Dazu laden wir alle interessierten InformatikerInnen aus der Region und natürlich ganz besonders die Kolleginnen und Kollegen der InterFace AG ein.

In den Vorträgen wird der Idee von Craftmanship folgend neues Wissen und besondere Erfahrung aus der Praxis für die Praxis weiter gegeben. Schwerpunkt und Inhalte sind Programmieren als deutsche Ingenieurs-/Wertarbeit, modernes Basis-Know-How, Zukunfts-Technologien, Insider-Wissen und Veränderung bei bewährten Technologien, Erfahrung aus Projekten wie aus Management & Führung und vieles mehr.

Die Referenten sprechen in der Regel 30 Minuten, die nächsten 60 Minuten gehören der Diskussion. Und anschließend gibt es immer eine „Happy Hour“.

Die Veranstaltungen finden jeden dritten Donnerstag in den ungeraden Monaten des Jahres statt.

RMD

Roland Dürre
Freitag, der 28. Juni 2013

Alle Videos vom IF-Forum Craftsmanship verfügbar!

Die ersten beiden Vorträge des IF-Forums von Wolfgang Menauer und Kristin Block konnte ich vor ein paar Tagen “live” stellen wie auch den „Softwareentwicklungsblock“ von und mit Bernhard Findeiss und Dr. Elmar Jürgens.

So fehlen nur noch die letzten beiden Vorträge. Hier sind sie:

Bernd Fiedler hat uns auf amüsante Weise vermittelt, was das eigentlich bedeutet, ein Meister zu sein:

Und dann kam Reinhard Büttner! Er hat die Erkenntnisse des Tages zusammen gefasst und mit seiner Erfahrung trefflichst ergänztt.

Das Kunstwerk von Wolf Nkole Helzle, dass an diesem Tage für uns entstanden ist, habe ich schon als “Danke Schön” an unsere Referenten und Besucher veröffentlicht.

Nochmals einen ganz großen Dank an unseren Künstler und alle Referenten. Und ganz besonders möchte ich mich bei unseren Gästen bedanken. Von diesen haben mich so viele tolle Rückmeldungen ereicht, die sagten, dass es eine wunderbare Veranstaltung war. Das macht Mut, weiterzumachen. Ein Thema für 2014 hätten wir auch schon:

Selbstorganisation im Sinne von
„Selbstorganisation und Selbstlenkung als Gestaltungsmodell für Unternehmen und Projekte“!

Rückmeldungen sind wie immer erwünscht.

RMD

Roland Dürre
Mittwoch, der 26. Juni 2013

Bernhard Findeiss und Dr. Elmar Jürgens im IF-Forum (Video)

Das Kunstwerk von Wolf Nkole Helzle, entstanden bei unserem IF-Forum CRAFTSMANSHIP habe ich schon als „Danke Schön“ veröffentlicht. Auch die ersten beiden Vorträge des IF-Forums von Wolfgang Menauer und Kristin Block konnte ich vor ein paar Tagen „live“ stellen.

Heute folgen die beiden nächsten!

Zuerst sehen wir Bernhard Findeiss, „Technologie Evangelist“ bei der InterFace AG. Er berichtet „Von einem Tag im Leben eines Software-Handwerkers“:

Dr. Elmar Jürgens von CQSE berichtet über seine eigene Erfahrungen und die guten Ergebnisse im Team mit Peer2Peer-Reviews im Dienste der Qualität:

Vielen Dank an die beiden Referenten und Friedrich Lehn, der für die Aufnahme und Produktion der beiden Videos verantwortlich war.

Jetzt fehlen nur noch die Vorträge von Bernd Fiedler und Reimund Büttner. Aber die kommen auch bald!

RMD

Roland Dürre
Dienstag, der 11. Juni 2013

B2 Tagesgespräch Datenschutz

Der US-Geheimdienst weiß alles: Können wir uns den Datenschutz sparen?

Das war das Motto des Tagesgesprächs gestern in Bayern2. Ich beginne mit zwei Zitaten von der Website zur Sendung am 10 Juni 2013:


Mit seinem Spähprogramm Internet-Prism hat der US-Geheimdienst den Zugriff auf Milliarden Internetdaten. Apple, Google und Facebook: alle werden angezapft. Können wir uns also den Datenschutz sparen?

Das Tagesgespräch wollte wissen, welche Rolle nationale Datenschutzgesetze in dieser Angelegenheit spielen. Diskutiert wurde auch, ob und wie deutsche und europäische Politiker gegen das Spähprogramm vorgehen können.

Studiogast war der Terrorismus-Experte des NDR Joachim Hagen, die Informatikerin und Autorin Constanze Kurz war wohl zugeschaltet.

sie wies darauf hin, dass sowohl die Politik den Datenschutz sichern als auch der User durch Verschlüsselung seine Daten schützen muss. Darüber hinaus erläuterte die ehrenamtliche Sprecherin des Chaos Computer Clubs, welche Daten zu welchem Zweck ausgewertet werden. Nicht nur die Geheimdienste interessierten sich für die Datenpools, hinter den maschinell ausgelesenen und zusammengefassten Daten steckten auch handfeste wirtschaftliche Verwertungschancen.


Da der Experte auch gegenüber Verschwörungstheorien sehr aufgeschlossen erschien und in der Sendung unter anderen auch zum Kampf für den Datenschutz aufgerufen wurde, dachte ich mir, ich ruf doch mal an!

Das habe ich auch dann getan. Und kam auch dran. Und habe meine persönliche Meinung kundgetan. Die ganz einfach folgende ist:


Der Datenschutz ist in der Praxis gescheitert. Dies unwiderruflich. Und wir sollten nicht für mehr Datenschutz kämpfen, sondern für mehr Transparenz. Denn es könne nicht sein, dass der Bürger immer transparenter wird, die staatlichen und wirtschaftlichen Mächte aber weiter im Geheimen arbeiten. 

Schlüssig habe ich gefordert, dass wir uns nicht für mehr Datenschutz sondern für eine Transparenz der Symmetrie einsetzen sollten.


Leider hat der „Terroristik-Experte“ meine Aussage wohl nicht verstanden. Denn er hat mein Statement kurz damit abgetan, dass die Unternehmen sich bedanken würden, wenn sie ihre Geschäftsgeheimnisse offen legen müssten.

Ich war dann gleich auch wieder draußen.Dabei ging es in der Sendung ja um den Schutz von persönlichen Daten. Nicht um industrielle oder militärische Geheimnisse. Und da eine symmetrische Transparenz zu fordern, ist doch eigentlich selbstverständlich.

Persönlich glaube ich ja, dass auch Transparenz bei den anderen (allen jenseits der persönlichen) Daten das Gemeinwohl eher fördern denn beschädigen würde.

In der zweiten Hälfte dieses Tagesgespräch habe ich einen anderer Anrufer zugehört. Der wie ich Transparenz gefordert hat. Und dies mit einem interessanten Gedanken begründete. Ich gebe ihn sinngemäß wieder:


Heute ginge es uns in Deutschland ja noch sehr gut. Was aber wäre denn, wenn auch bei uns die Zeiten schwieriger werden würden? Und die Menschen in Deutschland wie in Ägypten oder der Türkei in großen Mengen auf die Straße gehen und gegen die herrschenden Mächte protestieren würden? Was würde der Staat denn dann mit den Daten so alles anfangen?


So weit, so gut.

RMD

P.S.
Hier noch die Daten zum Tagesgespräch:

In Bayern2 (Rundfunk) werktags von 12:00 – 13:00
Telefon: 0800 – 94 95 95 5 gebührenfrei ab 11 Uhr erreichbar
E-Mail: tagesgespraech@bayern2.de
Internet: www.br.de/tagesgespraech

Roland Dürre
Dienstag, der 2. April 2013

Vortragseinreichung zum Thema Wissensmanagement

Die „großen Tagungen“ als Veranstaltungen mit Frontalbeschallung mag ich nicht mehr. Bin mehr für freie Formate, auf denen man Wissen auf Augenhöhe austauscht. Deshalb habe ich gemeinsam mit Freunden auch das PM-Camp ins Leben gerufen, das sich zu einer schönen Erfolgsgeschichte entwickelt hat. Allein im Juni haben wir drei lokale PM-Camps in Stuttgart, Wien und Bad Homburg nahe bei Frankfurt. Werde demnächst auch darüber berichten.

Trotzdem habe ich vor kurzen für eine Old-Style-Veranstaltung einen Vortrag  eingereicht. Und zwar für die 9. Stuttgarter Wissensmanagement-Tage 
“Wissen verbindet”, die am 12. und 13. November 2013 in der Stuttgarter Liederhalle statt finden. Der Veranstalter der Tagung ist „wissensmanagement – Das Magazin für Führungskräfte“. Der Verlag kommt aus dem mir aus meiner Jugend gut bekannten Neusäß (ganz nahe bei Augsburg).

Den Vortrag habe ich entwickelt, weil ich glaube, dass Wissen unbedingt geteilt werden muss und wir Transparenz und Klarheit brauchen. Deshalb darf das Wissen nicht in irgendwelche Systeme eingesperrt werden. Sondern muss raus in die sozialen Räume der Menschen in den Unternehmen und Institutionen wie in der Gesellschaft. Nur so werden wir unser Wissen zur Anwendung und Wirkung bringen können.

Um „gutes“ Wissensmanagement zu machen ist die eingesetzte Technik zweitrangig, vielmehr geht es um die Entwicklung von „guter“ Unternehmenskultur“. In diesem Sinne wollte ich mal einen Vortrag vor „Wissensmanagement Profis“ halten.

Also fahre ich meinen letzten MS-Rechner hoch, gehe auf die Website des „wissensmanagement“ den „Referentenfragebogen“, lade ein grässliches Word-Formular herunter und verbringe einen schönen Samstagnachmittag damit, meine Gedanken für den Vortrag in word (!) zu formulieren.

Zuerst lese ich die einzuhaltenden Termine:

30. April 2013 – Ende der Einreichungsfrist
11. Oktober 2013  – Abgabeschluss für endgültige Dokumentation/Vortragsfolien
12. – 13. November 013 – Kongress

😉 Da fängt das Problem schon an. Woher soll ich heute schon Wissen, was mich zum Thema Wissen bis November noch alles bewegen wird? Hätte heute schon Lust, ein paar Dinge am eingereichten Vortrag zu verändern. Hier der am 23. März von  mir ausgefüllte Referentenbogen im Wortlaut:

Referent/in
Name: Dürre
Vorname: Roland. M.
Akademischer Titel: Dipl. Math. Univ.
Position: Vorsitzender des Vorstands
Unternehmen (inkl. Rechtsform): InterFace AG
Postanschrift des Unternehmens: Leipziger Str. 16, 82008 Unterhaching (www.interface-ag.de)
Telefon: 089 – 61049-0
Fax: 089 – 61049-85
Mobil: 0171 48 50 115
E-Mail: roland.duerre@interface-ag.de

Biografie
Kurzlebenslauf, der Ihre berufliche Laufbahn im Überblick darstellt. Veröffentlichung im Internet. (max. 500 Zeichen)

Pionier der 3. Generation Informations- und Kommunikationstechnologie
1969 Studium Mathematik /Informatik bei F.L. Bauer (TUM). Bis 1979 bei Siemens UB D als Student (Entwicklung von IT-Basistechnologien) und in Festanstellung (Betriebssysteme für große „Sonderprojekte“.
Nach 2 Jahren bei Softlab gemeinsam mit Wolf Geldmacher 1983 Gründer der InterFace Connection GmbH, jetzt InterFace AG.
Als Mehrheitsaktionär zuständig für die Zukunft des Unternehmens. Nebenher Blogger und Netzaktivist 
(if-blog.de, duerre.de, pm-camp.org …)

Vortragstitel
„Neues Wissen braucht das Unternehmen“
Untertitel
Wie Werte und Kultur helfen, den Wandel anzunehmen und zu nutzen.

Schwerpunkte
4-6 Unterpunkte, die die Schwerpunkte Ihres Vortrags skizzieren

Menschen sind erfolgreich, wenn sie über Ausbildung & Wissen und Mut & Freude an der Arbeit verfügen.
Der Erfolg eines Unternehmens beruht auf Werten und Vertrauen.
Im Unternehmen sind strategische Klarheit und Kommunikation auf Augenhöhe die Herausforderung!
Das Wissen des Unternehmens darf nicht einsperrt sondern muss befreit werden!
„Social Media“ hilft nicht nur bei Wandel & Veränderung.

Abstract
(max. 500 Zeichen)

Die Welt ändert sich. Innovation wird zur „kreativen Zerstörung“.  Transparenz und Beteiligung werden eingefordert.
Wie wird Führung im Unternehmen 3.0 dieser Herausforderung gerecht?
Wie sieht eine belastbare Unternehmenskultur im „Heute“ aus?
Wie fällt man öfters die „richtige“ an Stelle der „falschen“ Entscheidung?
Wie erkennt man, was „gut“ und was „schlecht“ ist?
Welche Rolle spielt „Social Media“?

Inhalt
Eine ausführliche Inhaltsbeschreibung 
(250 bis 500 Wörter)

„Veränderung und Wandel sind evolutionär bedingt und werden im Unternehmen gemeinsam gelebt und unterstützt. Der immer notwendige kontinuierliche Verbesserungsprozess wird gemeinsam erarbeitet. …
… Die Menschen im Unternehmen wirken in enger Kollaboration zusammen. Die Veränderung wird gespeist aus Ideen, zu denen alle beitragen. Empowering of people ist die Basis für die Zukunft“.
(Zitat aus unseren Unternehmens-Prinzipien):

Problem oder Chance?

Mehr Wissen schafft Veränderung, Veränderung neues Wissen. Diese Entwicklung scheint sich zu beschleunigen. Die Anforderungen der „Welt“ verändern sich rasant. Das Wissen des Unternehmens muss dynamisch bleiben, es darf nicht zum Dogma werden.

Immer mehr Unternehmen werden mit “individueller Hierarchie” scheitern. Am Markt können sie nur mit „neuem Denken“ bestehen,  entwickelt sich aus den Erkenntnissen des Unternehmengesamt. Beliebte und  wichtige Stichworte sind Crowd und Schwarm. Ein „Mergen&Morphen“ des individuellen zu gemeinsamen Wissen findet statt.

Warum ist das so?

Menschen leben in “Sozialen Systemen“. Soziale Systeme können NGOs, Verbände, Vereine, Kirchen oder eben Unternehmen sein.

Unternehmen verfolgen explizit ein ökonomisches Ziel. Dieses besteht darin, den Markt mit Gütern und Dienstleistungen zu versorgen und so seine Mitarbeiter zu ernähren. Sie sind dem permanenten Wandel ihres Umfeldes ausgesetzt und müssen flexibel reagieren.

Mängel sind zu finden, um sie abzustellen. Stärken müssen identifiziert werden, um sie zu nutzen. Risiken und Chancen müssen im Blickfeld bleiben. Ereignisse, die neutral oder nicht  bewertbar sind, können schnell relevant werden.

Erst wenn die wichtigen (richtigen) Fragen gefunden werden macht es Sinn, über Lösungen nachzudenken.“Zukunfts-Management” muss Teil der täglichen Routine werden.

Wie ist das zu erreichen?

Basis ist das gemeinsame Erleben und Erlernen der „Welt  in und außerhalb des Unternehmens“. Informationen müssen von allen gesammelt werden und allen Beteiligten zugänglich sein. Alle dürfen kommentieren, ergänzen, bewerten, und gewichten … Die „Unternehmens-Crowd” bewertet die Relevanz, entwickelt Strategie und entscheidet letzten Endes operative Maßnahmen.

Was brauchen wir?

Gerade in verteilten Welten sind solche Prozesse nur mit unterstützenden IT-Systemen möglich. Diese müssen wie ein “Spiel“ gestaltet sein („Gamification“). Das Spiel muss den Gewinn des Unternehmens und des Einzelnen garantieren. Im Spiel erworbene Credits müssen als echte “EUROs” Teil des Bonus werden. Der Erfolg steigert das Ansehen im Unternehmen und wird zum positiven Beitrag für Laufbahn und “Karriere”.

Natürlich gelingt so etwas nur in einer offenen, transparenten und freien Unternehmenskultur. Das Unternehmen muss angstfreie Räume realisieren. „Teilen von Wissen“ muss für alle Beteiligten sichtbar von Vorteil sein.

Bitte senden Sie uns außerdem ein Photo (Portrait) in digitaler Form (JPEG/GIF, 300 dpi)!
Vielen Dank.

Soweit das ausgefüllte Formular. Ich habe es dann gleich per E-Mail mit Foto an die vorgegebene Adresse gesendet.

Die Antwort kam zeitnah. In Form eines Angebotes, die Stuttgarter Wissensmanagement-Tage zu sponsern.

Das bringt mich ja fast in Versuchung. Denn wenn ich sponsere, könnte es ja sein, dass dies meine Einreichung stützen würde. Man kann ja schlecht einem Sponsor seinen Vortrag absagen.

Jetzt wundert es mich nicht, dass die Vorträge bei solchen Veranstaltungen so oft nach Werbung und Selbstdarstellung klingen. Und deshalb viele Menschen lieber auf barcamps gehen.

Ich werde auf jeden Fall nicht sponsern. Fast tut es mir leid, dass ich eingereicht habe. Wenn der Vortrag trotzdem genommen wird, dann halte ich ihn. Und werde mein bestes geben. Dabei nicht zu sehr frontal zu beschallen, sondern soweit in diesem Rahmen möglich die Zuhörer zum mitmachen einladen.

Und wenn er nicht angenommen wird, dann halte ich ihn halt woanders. Und habe eine gute Story für die Einleitung.

Bei dieser Aktivität habe ich auch die Deutsche Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM) entdeckt. Diese kooperiert mit dem Verlag von „wissensmanagement“. Die Verbands- und Lobbyisten-Strukturen des Wissensmanagement kenne ich noch nicht. Gehe aber mal davon aus, dass es dort ähnlich sein wird wie bei anderen solchen Verbänden im Umfeld Projekt- oder Qualitäts-Management. Da geht es vor allem um Macht und Kohle.

So kommt mir der Gedanke, ein Barcamp für „Wissenteilen!“ (WI-Camp) zu gründen. Damit man sich zu Wissensmanagement genauso schön treffen und Wissen austauschen kann wie beim PM-Camp zu Themen rund um Projekt Management. Mitstreiter melden sich einfach bei mir.

RMD

Roland Dürre
Montag, der 25. März 2013

Bewegt Euch! – IF-Akademie – 21. März 2013

Bewegt Euch! in der IF-Akademie war 21. März 2013 ist vorbei. Es war ein sehr schöner Vortrag von Johannes Schmidt. Sobald das Video fertig ist, veröffentlichen wir es.

Nach „Bewegt Euch!“ kommt
„Ubuntu & Android im Business Einsatz
Der Praxis-Test – Was können die Windows Alternativen wirklich? Features, Probleme und Lösungen im Überblick.

Am 16. Mai 2013 wird uns Alexander Jachmann von der IF-Tech AG über den aktuellen Stand dazu berichten. Es wird sich wieder lohnen, also den Termin vormerken! Und die weiteren Termine stehen dann auch schon auf dem Plakat.

RMD