Roland Dürre
Mittwoch, der 24. Juli 2013

Crowd Sourcing & BahnScout

Die „IF-Akademie“ war am letzten Donnerstag auf Reisen und hat an der TUM in Garching gastiert. Am Nachmittag hat dort im Saal Konrad Zuse ein Vortrag zum Thema Crowd Sourcing statt gefunden.

Felix Köbler hat uns vorgestellt, wie das geht und „BahnScout“ als gutes Beispiel vorgestellt.  „BahnScout“ steht für eine Anwendung mit einer APP, die für saubere und funktionierende Bahnhöfe sorgt. Es sind zwei Videos entstanden:

Teil 1: Crowdsourcing

Teil 2: BahnScout

Viel Spaß beim Anschauen!

RMD

Heute am Donnerstag – Veranstaltung von InterFace an der TUM:

Technische Vorträge von InformatikerInnen für InformatikerInnen

18. Juli 2013 – diesmal  schon ab 16 Uhr an der TUM!

Der nächste Vortrag in unserer Reihe IF-Akademie – Technische Vorträge 2013 findet am 18. Juli wie immer an einem Donnerstag statt. Aber diesmal bleiben wir nicht in den Räumen der InterFace AG in Unterhaching, sondern gehen wie ein Wanderzirkus auf Tour und machen die Veranstaltung inklusive der anschließenden Happy Hour an der TU München in Garching. Die TUM stellt uns dazu den Raum „Konrad Zuse“ zur Verfügung.

felis_swReferent ist Felix Köbler. Felix hat einen großen Teil seiner informatischen Ausbildung und Forschung an der TUM verbracht.

Er wird uns berichten, welche ganz neue Denkweisen und Möglichkeiten durch das Internet und die dazu gehörenden moderne Technologien schon Realität sind und wie das weiter gehen könnte. Dazu wird er zu folgendem Thema berichten:

 Crowdsourcing & BahnScout
Einführung und ausgewählte Schmankerl & Crowdsourcing-Lösung für sichere und saubere Bahnhöfe

Abstract von Felix:

Im ersten Teil meines Vortrags werde ich aktuelle technologische und sozio-technologische Entwicklungen skizzieren, wie bspw. die Adoption und Nutzung von ubiquitären und mobilen Technologien, die nicht nur unsere alltägliches Leben durchdringen sondern auch neuartige Anwendungen ermöglichen.

Ein vielversprechender, neuartiger Anwendungsfall stellt dabei das sogenannte Crowdsourcing dar, welches die Ver- und Auslagerung von Aufgaben oder Wertschöpfungsaktivitäten durch ein Unternehmen oder Institution an eine undefinierte Gruppe freiwilliger Nutzer umfasst.

Anhand von verschiedenen Beispielen, die über bekannte Anwendungen und Initiativen, wie Wikipedia und OpenStreetMap hinausgehen, werde ich Möglichkeiten und Problemstellungen dieser neuartigen Konzepte diskutieren. Eine Besonderheit des Crowdsourcing liegt in der Ausdehnung bestehender Arbeitsteilungsmodelle um den Faktor Motivation, der in der sozio-technischen Umsetzung zu meist durch die Anwendung von Gamification – der Einsatz von spielerischen Elementen in nicht-spielerischen Kontexten – bedacht wird.

Der zweite Teil des Vortrags befasst sich mit einer konkreten Lösung und Anwendung „BahnScout“ im Bereich des sogenannten „Mobile Crowdsourcing“, welches durch technische Entwicklungen im Bereich der mobilen Endgeräten ermöglicht wird. Bei „BahnScout“ handelt es sich um eine Smartphone-Applikation mit der Fahrgäste Probleme, wie technische oder bauliche Schäden und Verschmutzungen in Bahnhöfen und öffentlichen Infrastrukturen, direkt an die zuständige Stelle melden können.

Der Vortrag soll neben aktuellen Ergebnissen aus dem laufenden Feldversuch diverse Einblicke in die handwerkliche Vorgehensweise (Participatory Design/User-centered Design) und konzeptionelle Herausforderungen im Bereich Gamification während der Entwicklung der Lösung geben.

Der Referent

Felix Köbler ist Doktorand am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der Technischen Universität München. Er erhielt einen B.Sc. und M.Sc. in Information Systems/Wirschaftsinformatik von der Technischen Universität München und studierte unter anderem an der Shanghai Jiao Tong University, Shanghai, China sowie der Technischen Universität Tampere, Finnland und der Universität Tampere, Finnland.

Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Globale Distributed Software Engineering, Social Networking, Gamification, Persuasive Technologies und Ubiquitous und Mobile Computing mit einem starken Fokus auf Human-Computer Interaction. Ergebnisse seiner Forschungsarbeiten werden in internationalen Fachzeitschriften, wie bspw. AIS Transactions on Human-Computer Interaction und International Journal of Human-Computer Interaction (IJHCI) sowie auf internationalen Konferenzen wie International Conference on Information Systems, European Conference on Information Systems und ACM SIGCHI Conference on Human Factors in Computing Systems veröffentlicht.

Neben der Ausgründung zu BahnScout ist er in den Bereichen User Experience Design und strategische Beratung sowie im Business Development bei „FELD M“, einem Beratungsunternehmen für digitales Marketing tätig und verdient sein Geld als selbständiger Berater.

Ein paar Infos zur Veranstaltungsreihe

Alle zwei Monate bieten wir einen Vortrag mit technischen, fachlichen, führungs-spezifischen oder unternehmerischen Themen an. Dazu laden wir alle interessierten InformatikerInnen aus der Region und natürlich ganz besonders die Kolleginnen und Kollegen der InterFace AG ein.

In den Vorträgen wird der Idee von Craftmanship folgend neues Wissen und besondere Erfahrung aus der Praxis für die Praxis weiter gegeben. Schwerpunkt und Inhalte sind Programmieren als deutsche Ingenieurs-/Wertarbeit, modernes Basis-Know-How, Zukunfts-Technologien, Insider-Wissen und Veränderung bei bewährten Technologien, Erfahrung aus Projekten wie aus Management & Führung und vieles mehr.

Die Referenten sprechen in der Regel 30 Minuten, die nächsten 60 Minuten gehören der Diskussion. Und anschließend gibt es immer eine „Happy Hour“.

Die Veranstaltungen finden jeden dritten Donnerstag in den ungeraden Monaten des Jahres statt.

RMD

Roland Dürre
Freitag, der 28. Juni 2013

Alle Videos vom IF-Forum Craftsmanship verfügbar!

Die ersten beiden Vorträge des IF-Forums von Wolfgang Menauer und Kristin Block konnte ich vor ein paar Tagen “live” stellen wie auch den „Softwareentwicklungsblock“ von und mit Bernhard Findeiss und Dr. Elmar Jürgens.

So fehlen nur noch die letzten beiden Vorträge. Hier sind sie:

Bernd Fiedler hat uns auf amüsante Weise vermittelt, was das eigentlich bedeutet, ein Meister zu sein:

Und dann kam Reinhard Büttner! Er hat die Erkenntnisse des Tages zusammen gefasst und mit seiner Erfahrung trefflichst ergänztt.

Das Kunstwerk von Wolf Nkole Helzle, dass an diesem Tage für uns entstanden ist, habe ich schon als “Danke Schön” an unsere Referenten und Besucher veröffentlicht.

Nochmals einen ganz großen Dank an unseren Künstler und alle Referenten. Und ganz besonders möchte ich mich bei unseren Gästen bedanken. Von diesen haben mich so viele tolle Rückmeldungen ereicht, die sagten, dass es eine wunderbare Veranstaltung war. Das macht Mut, weiterzumachen. Ein Thema für 2014 hätten wir auch schon:

Selbstorganisation im Sinne von
„Selbstorganisation und Selbstlenkung als Gestaltungsmodell für Unternehmen und Projekte“!

Rückmeldungen sind wie immer erwünscht.

RMD

Roland Dürre
Mittwoch, der 26. Juni 2013

Bernhard Findeiss und Dr. Elmar Jürgens im IF-Forum (Video)

Das Kunstwerk von Wolf Nkole Helzle, entstanden bei unserem IF-Forum CRAFTSMANSHIP habe ich schon als „Danke Schön“ veröffentlicht. Auch die ersten beiden Vorträge des IF-Forums von Wolfgang Menauer und Kristin Block konnte ich vor ein paar Tagen „live“ stellen.

Heute folgen die beiden nächsten!

Zuerst sehen wir Bernhard Findeiss, „Technologie Evangelist“ bei der InterFace AG. Er berichtet „Von einem Tag im Leben eines Software-Handwerkers“:

Dr. Elmar Jürgens von CQSE berichtet über seine eigene Erfahrungen und die guten Ergebnisse im Team mit Peer2Peer-Reviews im Dienste der Qualität:

Vielen Dank an die beiden Referenten und Friedrich Lehn, der für die Aufnahme und Produktion der beiden Videos verantwortlich war.

Jetzt fehlen nur noch die Vorträge von Bernd Fiedler und Reimund Büttner. Aber die kommen auch bald!

RMD

Roland Dürre
Dienstag, der 11. Juni 2013

B2 Tagesgespräch Datenschutz

Der US-Geheimdienst weiß alles: Können wir uns den Datenschutz sparen?

Das war das Motto des Tagesgesprächs gestern in Bayern2. Ich beginne mit zwei Zitaten von der Website zur Sendung am 10 Juni 2013:


Mit seinem Spähprogramm Internet-Prism hat der US-Geheimdienst den Zugriff auf Milliarden Internetdaten. Apple, Google und Facebook: alle werden angezapft. Können wir uns also den Datenschutz sparen?

Das Tagesgespräch wollte wissen, welche Rolle nationale Datenschutzgesetze in dieser Angelegenheit spielen. Diskutiert wurde auch, ob und wie deutsche und europäische Politiker gegen das Spähprogramm vorgehen können.

Studiogast war der Terrorismus-Experte des NDR Joachim Hagen, die Informatikerin und Autorin Constanze Kurz war wohl zugeschaltet.

sie wies darauf hin, dass sowohl die Politik den Datenschutz sichern als auch der User durch Verschlüsselung seine Daten schützen muss. Darüber hinaus erläuterte die ehrenamtliche Sprecherin des Chaos Computer Clubs, welche Daten zu welchem Zweck ausgewertet werden. Nicht nur die Geheimdienste interessierten sich für die Datenpools, hinter den maschinell ausgelesenen und zusammengefassten Daten steckten auch handfeste wirtschaftliche Verwertungschancen.


Da der Experte auch gegenüber Verschwörungstheorien sehr aufgeschlossen erschien und in der Sendung unter anderen auch zum Kampf für den Datenschutz aufgerufen wurde, dachte ich mir, ich ruf doch mal an!

Das habe ich auch dann getan. Und kam auch dran. Und habe meine persönliche Meinung kundgetan. Die ganz einfach folgende ist:


Der Datenschutz ist in der Praxis gescheitert. Dies unwiderruflich. Und wir sollten nicht für mehr Datenschutz kämpfen, sondern für mehr Transparenz. Denn es könne nicht sein, dass der Bürger immer transparenter wird, die staatlichen und wirtschaftlichen Mächte aber weiter im Geheimen arbeiten. 

Schlüssig habe ich gefordert, dass wir uns nicht für mehr Datenschutz sondern für eine Transparenz der Symmetrie einsetzen sollten.


Leider hat der „Terroristik-Experte“ meine Aussage wohl nicht verstanden. Denn er hat mein Statement kurz damit abgetan, dass die Unternehmen sich bedanken würden, wenn sie ihre Geschäftsgeheimnisse offen legen müssten.

Ich war dann gleich auch wieder draußen.Dabei ging es in der Sendung ja um den Schutz von persönlichen Daten. Nicht um industrielle oder militärische Geheimnisse. Und da eine symmetrische Transparenz zu fordern, ist doch eigentlich selbstverständlich.

Persönlich glaube ich ja, dass auch Transparenz bei den anderen (allen jenseits der persönlichen) Daten das Gemeinwohl eher fördern denn beschädigen würde.

In der zweiten Hälfte dieses Tagesgespräch habe ich einen anderer Anrufer zugehört. Der wie ich Transparenz gefordert hat. Und dies mit einem interessanten Gedanken begründete. Ich gebe ihn sinngemäß wieder:


Heute ginge es uns in Deutschland ja noch sehr gut. Was aber wäre denn, wenn auch bei uns die Zeiten schwieriger werden würden? Und die Menschen in Deutschland wie in Ägypten oder der Türkei in großen Mengen auf die Straße gehen und gegen die herrschenden Mächte protestieren würden? Was würde der Staat denn dann mit den Daten so alles anfangen?


So weit, so gut.

RMD

P.S.
Hier noch die Daten zum Tagesgespräch:

In Bayern2 (Rundfunk) werktags von 12:00 – 13:00
Telefon: 0800 – 94 95 95 5 gebührenfrei ab 11 Uhr erreichbar
E-Mail: tagesgespraech@bayern2.de
Internet: www.br.de/tagesgespraech

Roland Dürre
Dienstag, der 2. April 2013

Vortragseinreichung zum Thema Wissensmanagement

Die „großen Tagungen“ als Veranstaltungen mit Frontalbeschallung mag ich nicht mehr. Bin mehr für freie Formate, auf denen man Wissen auf Augenhöhe austauscht. Deshalb habe ich gemeinsam mit Freunden auch das PM-Camp ins Leben gerufen, das sich zu einer schönen Erfolgsgeschichte entwickelt hat. Allein im Juni haben wir drei lokale PM-Camps in Stuttgart, Wien und Bad Homburg nahe bei Frankfurt. Werde demnächst auch darüber berichten.

Trotzdem habe ich vor kurzen für eine Old-Style-Veranstaltung einen Vortrag  eingereicht. Und zwar für die 9. Stuttgarter Wissensmanagement-Tage 
“Wissen verbindet”, die am 12. und 13. November 2013 in der Stuttgarter Liederhalle statt finden. Der Veranstalter der Tagung ist „wissensmanagement – Das Magazin für Führungskräfte“. Der Verlag kommt aus dem mir aus meiner Jugend gut bekannten Neusäß (ganz nahe bei Augsburg).

Den Vortrag habe ich entwickelt, weil ich glaube, dass Wissen unbedingt geteilt werden muss und wir Transparenz und Klarheit brauchen. Deshalb darf das Wissen nicht in irgendwelche Systeme eingesperrt werden. Sondern muss raus in die sozialen Räume der Menschen in den Unternehmen und Institutionen wie in der Gesellschaft. Nur so werden wir unser Wissen zur Anwendung und Wirkung bringen können.

Um „gutes“ Wissensmanagement zu machen ist die eingesetzte Technik zweitrangig, vielmehr geht es um die Entwicklung von „guter“ Unternehmenskultur“. In diesem Sinne wollte ich mal einen Vortrag vor „Wissensmanagement Profis“ halten.

Also fahre ich meinen letzten MS-Rechner hoch, gehe auf die Website des „wissensmanagement“ den „Referentenfragebogen“, lade ein grässliches Word-Formular herunter und verbringe einen schönen Samstagnachmittag damit, meine Gedanken für den Vortrag in word (!) zu formulieren.

Zuerst lese ich die einzuhaltenden Termine:

30. April 2013 – Ende der Einreichungsfrist
11. Oktober 2013  – Abgabeschluss für endgültige Dokumentation/Vortragsfolien
12. – 13. November 013 – Kongress

😉 Da fängt das Problem schon an. Woher soll ich heute schon Wissen, was mich zum Thema Wissen bis November noch alles bewegen wird? Hätte heute schon Lust, ein paar Dinge am eingereichten Vortrag zu verändern. Hier der am 23. März von  mir ausgefüllte Referentenbogen im Wortlaut:

Referent/in
Name: Dürre
Vorname: Roland. M.
Akademischer Titel: Dipl. Math. Univ.
Position: Vorsitzender des Vorstands
Unternehmen (inkl. Rechtsform): InterFace AG
Postanschrift des Unternehmens: Leipziger Str. 16, 82008 Unterhaching (www.interface-ag.de)
Telefon: 089 – 61049-0
Fax: 089 – 61049-85
Mobil: 0171 48 50 115
E-Mail: roland.duerre@interface-ag.de

Biografie
Kurzlebenslauf, der Ihre berufliche Laufbahn im Überblick darstellt. Veröffentlichung im Internet. (max. 500 Zeichen)

Pionier der 3. Generation Informations- und Kommunikationstechnologie
1969 Studium Mathematik /Informatik bei F.L. Bauer (TUM). Bis 1979 bei Siemens UB D als Student (Entwicklung von IT-Basistechnologien) und in Festanstellung (Betriebssysteme für große „Sonderprojekte“.
Nach 2 Jahren bei Softlab gemeinsam mit Wolf Geldmacher 1983 Gründer der InterFace Connection GmbH, jetzt InterFace AG.
Als Mehrheitsaktionär zuständig für die Zukunft des Unternehmens. Nebenher Blogger und Netzaktivist 
(if-blog.de, duerre.de, pm-camp.org …)

Vortragstitel
„Neues Wissen braucht das Unternehmen“
Untertitel
Wie Werte und Kultur helfen, den Wandel anzunehmen und zu nutzen.

Schwerpunkte
4-6 Unterpunkte, die die Schwerpunkte Ihres Vortrags skizzieren

Menschen sind erfolgreich, wenn sie über Ausbildung & Wissen und Mut & Freude an der Arbeit verfügen.
Der Erfolg eines Unternehmens beruht auf Werten und Vertrauen.
Im Unternehmen sind strategische Klarheit und Kommunikation auf Augenhöhe die Herausforderung!
Das Wissen des Unternehmens darf nicht einsperrt sondern muss befreit werden!
„Social Media“ hilft nicht nur bei Wandel & Veränderung.

Abstract
(max. 500 Zeichen)

Die Welt ändert sich. Innovation wird zur „kreativen Zerstörung“.  Transparenz und Beteiligung werden eingefordert.
Wie wird Führung im Unternehmen 3.0 dieser Herausforderung gerecht?
Wie sieht eine belastbare Unternehmenskultur im „Heute“ aus?
Wie fällt man öfters die „richtige“ an Stelle der „falschen“ Entscheidung?
Wie erkennt man, was „gut“ und was „schlecht“ ist?
Welche Rolle spielt „Social Media“?

Inhalt
Eine ausführliche Inhaltsbeschreibung 
(250 bis 500 Wörter)

„Veränderung und Wandel sind evolutionär bedingt und werden im Unternehmen gemeinsam gelebt und unterstützt. Der immer notwendige kontinuierliche Verbesserungsprozess wird gemeinsam erarbeitet. …
… Die Menschen im Unternehmen wirken in enger Kollaboration zusammen. Die Veränderung wird gespeist aus Ideen, zu denen alle beitragen. Empowering of people ist die Basis für die Zukunft“.
(Zitat aus unseren Unternehmens-Prinzipien):

Problem oder Chance?

Mehr Wissen schafft Veränderung, Veränderung neues Wissen. Diese Entwicklung scheint sich zu beschleunigen. Die Anforderungen der „Welt“ verändern sich rasant. Das Wissen des Unternehmens muss dynamisch bleiben, es darf nicht zum Dogma werden.

Immer mehr Unternehmen werden mit “individueller Hierarchie” scheitern. Am Markt können sie nur mit „neuem Denken“ bestehen,  entwickelt sich aus den Erkenntnissen des Unternehmengesamt. Beliebte und  wichtige Stichworte sind Crowd und Schwarm. Ein „Mergen&Morphen“ des individuellen zu gemeinsamen Wissen findet statt.

Warum ist das so?

Menschen leben in “Sozialen Systemen“. Soziale Systeme können NGOs, Verbände, Vereine, Kirchen oder eben Unternehmen sein.

Unternehmen verfolgen explizit ein ökonomisches Ziel. Dieses besteht darin, den Markt mit Gütern und Dienstleistungen zu versorgen und so seine Mitarbeiter zu ernähren. Sie sind dem permanenten Wandel ihres Umfeldes ausgesetzt und müssen flexibel reagieren.

Mängel sind zu finden, um sie abzustellen. Stärken müssen identifiziert werden, um sie zu nutzen. Risiken und Chancen müssen im Blickfeld bleiben. Ereignisse, die neutral oder nicht  bewertbar sind, können schnell relevant werden.

Erst wenn die wichtigen (richtigen) Fragen gefunden werden macht es Sinn, über Lösungen nachzudenken.“Zukunfts-Management” muss Teil der täglichen Routine werden.

Wie ist das zu erreichen?

Basis ist das gemeinsame Erleben und Erlernen der „Welt  in und außerhalb des Unternehmens“. Informationen müssen von allen gesammelt werden und allen Beteiligten zugänglich sein. Alle dürfen kommentieren, ergänzen, bewerten, und gewichten … Die „Unternehmens-Crowd” bewertet die Relevanz, entwickelt Strategie und entscheidet letzten Endes operative Maßnahmen.

Was brauchen wir?

Gerade in verteilten Welten sind solche Prozesse nur mit unterstützenden IT-Systemen möglich. Diese müssen wie ein “Spiel“ gestaltet sein („Gamification“). Das Spiel muss den Gewinn des Unternehmens und des Einzelnen garantieren. Im Spiel erworbene Credits müssen als echte “EUROs” Teil des Bonus werden. Der Erfolg steigert das Ansehen im Unternehmen und wird zum positiven Beitrag für Laufbahn und “Karriere”.

Natürlich gelingt so etwas nur in einer offenen, transparenten und freien Unternehmenskultur. Das Unternehmen muss angstfreie Räume realisieren. „Teilen von Wissen“ muss für alle Beteiligten sichtbar von Vorteil sein.

Bitte senden Sie uns außerdem ein Photo (Portrait) in digitaler Form (JPEG/GIF, 300 dpi)!
Vielen Dank.

Soweit das ausgefüllte Formular. Ich habe es dann gleich per E-Mail mit Foto an die vorgegebene Adresse gesendet.

Die Antwort kam zeitnah. In Form eines Angebotes, die Stuttgarter Wissensmanagement-Tage zu sponsern.

Das bringt mich ja fast in Versuchung. Denn wenn ich sponsere, könnte es ja sein, dass dies meine Einreichung stützen würde. Man kann ja schlecht einem Sponsor seinen Vortrag absagen.

Jetzt wundert es mich nicht, dass die Vorträge bei solchen Veranstaltungen so oft nach Werbung und Selbstdarstellung klingen. Und deshalb viele Menschen lieber auf barcamps gehen.

Ich werde auf jeden Fall nicht sponsern. Fast tut es mir leid, dass ich eingereicht habe. Wenn der Vortrag trotzdem genommen wird, dann halte ich ihn. Und werde mein bestes geben. Dabei nicht zu sehr frontal zu beschallen, sondern soweit in diesem Rahmen möglich die Zuhörer zum mitmachen einladen.

Und wenn er nicht angenommen wird, dann halte ich ihn halt woanders. Und habe eine gute Story für die Einleitung.

Bei dieser Aktivität habe ich auch die Deutsche Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM) entdeckt. Diese kooperiert mit dem Verlag von „wissensmanagement“. Die Verbands- und Lobbyisten-Strukturen des Wissensmanagement kenne ich noch nicht. Gehe aber mal davon aus, dass es dort ähnlich sein wird wie bei anderen solchen Verbänden im Umfeld Projekt- oder Qualitäts-Management. Da geht es vor allem um Macht und Kohle.

So kommt mir der Gedanke, ein Barcamp für „Wissenteilen!“ (WI-Camp) zu gründen. Damit man sich zu Wissensmanagement genauso schön treffen und Wissen austauschen kann wie beim PM-Camp zu Themen rund um Projekt Management. Mitstreiter melden sich einfach bei mir.

RMD

Roland Dürre
Montag, der 25. März 2013

Bewegt Euch! – IF-Akademie – 21. März 2013

Bewegt Euch! in der IF-Akademie war 21. März 2013 ist vorbei. Es war ein sehr schöner Vortrag von Johannes Schmidt. Sobald das Video fertig ist, veröffentlichen wir es.

Nach „Bewegt Euch!“ kommt
„Ubuntu & Android im Business Einsatz
Der Praxis-Test – Was können die Windows Alternativen wirklich? Features, Probleme und Lösungen im Überblick.

Am 16. Mai 2013 wird uns Alexander Jachmann von der IF-Tech AG über den aktuellen Stand dazu berichten. Es wird sich wieder lohnen, also den Termin vormerken! Und die weiteren Termine stehen dann auch schon auf dem Plakat.

RMD

Roland Dürre
Sonntag, der 24. März 2013

„I like“ & Facebook oder „WiTuN“

I like Facebook, Google+, Twitter und manches mehr …

Immer wieder höre ich Sätze wie

„… das ganze Zeug wie Facebook und Twitter wäre schlimm … Persönlich würde man das social media ja absolut boykottieren … Virtuelle Freundschaft wäre doch Quatsch, denn man müsse sich doch auch noch persönlich sehen … Und das allerschlimmste wäre doch dieses I like!“

von ansonsten durchaus ernst zu nehmenden Menschen. Die dann in ihr Auto steigen und davon brausen oder sich wieder hinter den Fernseher zurück ziehen, also durchaus Technik nutzen, die mal modern und relevant war.

Zu ihren Aussagen sage ich dann besser nichts mehr. Weiß ich doch, dass jeder Versuch die Dinge (social media) ein wenig zu erklären, völlig sinnlos ist. Gegen dogmatische Besserwisserei kann man nichts ausrichten, besonders wenn die Besserwisser das Subjekt ihrer Besserwisserei gar nicht kennen und so nicht verstanden haben können. Das gilt ganz allgemein.

Im ifcamp (barcamp der InterFace) am letzten BlueFriday (22. März 2013) habe ich eine Session „Wissensmanagement“ gemacht. Es ging darum, wie wir Wissen frei machen und teilen können. Um es dann gemeinsam zu bewerten und das Relevante zu identifizieren. Mit dem Ziel in und aus der „crowd“ die richtigen oder vielleicht besseren Entscheidungen für die Zukunft zu finden.

Da kam das Gespräch auch auf das „I like“ von Facebook. Und wir waren der Meinung, dass dies wohl ein erstes und allereinfachstes Werkzeug für soziale Rückmeldung ist. Um Menschen zu zeigen, dass man etwas gut findet. Oder sie wertschätzt. Oder um einfach nur Sympathie zu zeigen  …

In der Session entstand die gemeinsame Bewertung, dass es für Anwendungen, die die „crowd“ nutzen wollen“ und „gute“ social web-Lösungen eine ausgefeilte und neutrale „Rückmeldungstechnologie“ braucht. Für solche Systeme ist das eine zwingend notwendige Funktionalität. Ohne eine solche Technologie werden solche Projekte nicht gelingen.

Spontan sind dann auch gleich Verbesserungsvorschläge für „I like“ entstanden. Hier ein paar Beispiele.

  • Man gebe jedem Teilnehmer nur eine begrenzte Menge von zu vergebenden „I like“.
  • Man könnte jeden Monat wieder eine gewisse Anzahl verteilen.
  • Die Mitspieler bekommen dynamisch mehr oder weniger „Rückmeldeeinheiten“ entsprechend ihrer sozialen Relevanz, vielleicht wie bei Klout.
  • Oder es gibt so etwas wie einen „Page-Rank“ für die Mitglieder eines sozialen Systems.
  • Man könnte auch die „Rückmeldeeinheiten“ verschiedenen Gewichts einführen …

Kurzum, ich glaube, dass die „Rückmeldungstechnologie“ eine ganz wichtige und zentrale Komponente für crowd- und social web-Anwendungen verschiedenster Art ist. Allerdings ist das alles andere als ein triviales Thema; es lohn sich, sich damit zu beschäftigen. Mit Sicherheit gibt es eine Reihe auch von wissenschaftlichen Arbeiten, die hier gute Ideen beinhalten und die wir uns dringend mal anschauen sollten.

Dazu ein Beispiel aus einem anderen Segment, das mich verblüfft hat.
Ich schreibe gerne Stenografie. Mir kam der Gedanke, dass man diese über Hunderte von Jahren ausgereifte Technologie des „schnellen und ergonomischen (nicht verkrampfenden) Schreibens mit der Hand“ für die Texteingabe bei Tablets oder durch Gesten gesteuerte Systeme nutzen könnte. Und siehe da, ein Freund aus der Academica hat dann ganz schnell eine wunderbare Bachelorarbeit gefunden, die dieses Thema sehr gut analysiert hat.

Also – tun wirs;
Wissen Teilen – und Nutzen!
(WiTuN)

RMD

Anmerkung:
Dieser Artikel soll keinesfalls suggerieren, dass ich mit dem, was Facebook oder Twitter alles so treiben, einverstanden bin. Wenn ich z.B. bei Facebook gewisse Tendenzen des Eingriffs in die „sozialen Metriken“ beobachte, kann es gut sein, dass ich da schneller weg bin als mancher denkt.
Ein Umkippen von FB ändert aber nichts an meiner Annahme, dass soziale Netzwerke und gemeinsame Wissensanwendungen einen gesellschaftlichen Fortschritt bedeuten. Wäre nur wieder ein Anlass mehr, die alte philosophische und ethische Diskussion aufleben zu lassen: Wie kann man es erreichen, dass die Produktion von Gütern und Dienstleistungen auf anständige Art erfolgt. Was letzten Endes zu einer Diskussion führt über Privatisierung bzw. die soziale Verantwortung von Inhabern der Produktionsgüter.

Roland Dürre
Mittwoch, der 6. Februar 2013

Unternehmertagebuch #87 – Es ist so einfach …

… und doch so schwer!

Heute gibt es nur einen Kurzbeitrag: Ich zitiere einfach ein paar bemerkenswerte Tweets von Nils Pflaeging:

Niels Pflaeging@BetaLeadership
If you want to kill connectedness: create functional division, departmentalize and allow hierarchy to invade the work #stoos

Niels Pflaeging@BetaLeadership
All that planning doesnt earn you any money. Improving the work and fighting waste does. #stoos

Niels Pflaeging@BetaLeadership
Functional division, divisionalization and matrix structures ALWAYS result in a loss of accountability. Period. #stoos

Das entspricht meiner Erfahrung und spricht mir aus dem Herzen. Also sage ich nichts mehr dazu.

RMD

P.S.
Alle Artikel meines Unternehmertagebuchs findet man in der Drehscheibe!

Roland Dürre
Freitag, der 25. Januar 2013

Der Weg ins Fachidiotentum

Es geht um Qualitätssicherung für IT-Projekte. Da gilt es, Zertifikate zu erwerben. Hier eine Originalfrage aus einer Musterprüfung zum Üben.

„Das Qualitätsmanagement in einem Projekt setzt sich aus Qualitätssicherung, Qualitätsplanung und Qualitätssteuerung zusammen. Sie sind für die Qualitätssicherung in einem IT unterstützten Projekt verantwortlich. Nennen Sie drei zentrale Hilfsmittel für die Qualitätssicherung…“

Wenn Sie dies und die meisten solcher Fragen richtig beantworten, sind Sie zertifiziert im Qualitäts-Management.

Ja, was soll ich dazu sagen? Ich sage besser nichts. Würde mich aber über Kommentare freuen.

RMD

P.S.
Habe das Thema in einer Diskussion in Google+ entdeckt.