Roland Dürre
Donnerstag, der 10. Mai 2012

IF-Forum – Heidi Schiller – Schwarz.Weiß.Bunt. – auf Video!

Frau Heidi Schiller war die Referentin bei unseres IF-Forums am 17. April 2012. Unserem Jahres-Thema “Nachhaltig (über-)leben” folgend schenkte sie uns mit ihrem perfekt vorbereiteten Vortrag “Schwarz.Weiß.Bunt.” viele schöne Anregungen und Impulse für einen etwas anderen Blick auf diese “Eine Welt”. Ein wenig allerdings machte sie mir auch ein schlechtes Gewissen. Da könnte ich noch einiges mehr tun.

Hier der Vortrag “Schwarz.Weiß.Bunt” von Frau Heidi Schiller in voller Länge!

Frau Heidi Schiller ist Unternehmerin auch in Afrika. Sie appelliert für ein “Neues Unternehmertum”, das wir für unsere Zukunft dringend brauchen.

Das Video wurde von Friedrich Lehn produziert. Weitere tolle Vorträge findet man in meinem “Channel” rolandduerre bei youtube. Frau Schiller selbst und weitere Spitzenreferenten finden Sie unter www.if-agora.de.

In unserer Serie Nachhaltig (über-)leben wird als nächstes Frau Susanne Hofmann vom Tölzer Kasladen im IF-Forum am am 21. Juni im IF-Forum sprechen. Der Titel ihres Vortrages wird sein:

Qualität vor Quantität.
Wie man gute Nahrungsmittel herstellen sollte!

Hier zur Vorankündigung/Anmeldung.

RMD

Roland Dürre
Mittwoch, der 18. April 2012

Auf geht’s: ISARNETZ!

ISARNETZ

Ich freue mich sehr, dass die “münchner webwoche” getragen vom ISARNETZ Fahrt aufnimmt. Die Münchner Webwoche wird vom 7. bis 13. Mai 2012 stattfinden.

Und schon jetzt gibt es eine Reihe von spannenden Veranstaltungen in dieser Woche. Alle zu finden auf ISARNETZ.com.

Herausragend wird sicherlich der “Empfang im Alten Rathaus mit Podiumsdiskussion und Verleihung des Isar-Netz-Awards”. Er findet am Mittwoch, den 9. Mai um 18:30 im Alten Rathaus zu München statt. Zu diesem Ereignis muss man sich anmelden, die Anmeldung geht auch auf ISARNETZ.com.

Wenn Sie auf der Seite vom ISARNETZ sind, dann schauen Sie sich aber ruhig auch die anderen Veranstaltung an. Auch da werden Sie viel Spannendes und Interessantes finden!

RMD

Roland Dürre
Montag, der 16. April 2012

Fünf mal Informatik

Informatik ist der deutsche Begriff für alles, was mit Kommunikations- und Informationstechnologie, Software, Hardware, Oberflächen und wie ich meine mittlerweile auch der Steuerung von komplexen Projekten zu tun hat.

Der Begriff ist an der TU München (TUM) von meinem verehrten Lehrer Herrn Professor F. L. Bauer geprägt worden und hat dann in den allgemeinen Sprachgebrauch Eingang gefunden.

Ich selbst hatte im Wintersemester 1969/1970 das große Glück, bei Professor Bauer die erste Vorlesung zu hören, die den Namen “Informatik” hatte. Zur Vorlesung brandneu erschien das Lehrbuch “Bauer-Goos – Informatik 1″!

Vieles aus dieser Vorlesung habe ich erst Jahre später verstanden und in wunderschönen Gesprächen mit F.L. Bauer (Friedrich Ludwig Bauer) vor gar nicht so langer Zeit vertiefen können. So wurde Informatik ein besonderer Begriff für mich.

Ein paar Jahre später war ich gemeinsam mit meinem Freund Wolf-Rüdiger Gawron im Präsidium des (GChACM German Chapter of the ACM). Wolf-Rüdiger hatte damals schon die Vision eines deutschen Informatik-Portals, welches von allen deutschen “stakeholdern der Informatik” betrieben werden sollte. Er hatte die geniale Idee, sich für diesen Zweck die domain “informatik.org” zu reservieren.

Bis es mit dem Informatik-Portal soweit sei, hat er dies “informatik.org” dem German Chapter für die von uns damals neu geschaffene Website der Gesellschaft geliehen.

Jetzt habe ich mich entschlossen, das Projekt “Informatik-Portal” gemeinsam mit der InterFace AG anzugehen. Der erste Gedanke war natürlich, die domain “informatik.de” zu verwenden. Da musste ich aber schnell lernen, dass diese bei einem österreichischen Marketing-Unternehmen liegt, das vorzugsweise “Domänen-Handel” zu betreiben scheint. Und das wollte eine gute 7-stellige Anzahl Euros für die “informatik.de” haben.

Das geht natürlich nicht. Also habe ich mir fünf Domänen-Namen mit Informatik reserviert:

informatik.cc  informatik.co  informatik.io  informatik.me  informatik.mu

Das InterFace-Design-Team entwirft zurzeit eine ganz besondere Oberfläche und IF-Lab entwickelt eine völlig neue Technologie für personalisierte Webseiten. Nur für unser Informatik-Portal. Wir wollen noch diesen Sommer über eine erste Version verfügen. Und dann geht es los – wir werden unser Informatik-Portal mit den besten Links in die Welt der Informatik befüllen.

Dazu brauchen wir natürlich die Unterstützung der besten Informatiker der Welt – also von Ihnen!

RMD

Roland Dürre
Freitag, der 13. April 2012

IF-Forum live im Internet

Erstes IF-Forum 2012 – Nachhaltig (über-)leben – 17. April

Heidi SchillerEnergie-Unternehmerin in Afrika spricht über.

Schwarz – weiß – bunt.
Impulse für einen etwas anderen Blick auf diese Eine Welt.

Wir übertragen natürlich wieder “live” ins Internet!

Kurz nach 18:00 geht die “Übertragung” los.

Unter http://www.ustream.tv/channel/IF-Forum (link) ist der “Video-Stream zum Vortrag” sehen. Ob der Video-Stream in Ihrem Browser funktioniert, können Sie jederzeit testen. Rufen Sie die oben genannte Website auf.

Zusätzlich zur Übertragung werden wir einen Video-Mitschnitt anfertigen und auf youtube (Kanal rolandduerre) zur Verfügung stellen.

Ich freue mich aber schon jetzt auf viele Zuschauer aus dem Internet!

RMD

P.S.
Und ein paar Plätze für liebe Freunde sind auch immer noch frei.

Noch 4 Tage – IF-Forum – Es sind noch Plätze frei!

Heidi Schiller
Energie-Unternehmerin in Afrika.

Im  IF-Forum EXTRA haben wir am 25. Januar einen Ausflug in die Philosophie gemacht.

Ab sofort ist unser Motto für 2012

Nachhaltig (über-)leben!

Am 17. April findet der erste Vortrag dieser Reihe statt. Frau Heidi Schiller spricht im IF-Forum über

Schwarz – weiß – bunt.
Impulse für einen etwas anderen Blick auf diese Eine Welt.

Inhalte ihres Vortrages werden sein:

  • Warum ein Perspektiv-Wechsel nottut, und wie uns gesunder Menschenverstand und Vernunft dabei helfen können
  • Warum wir gerade die steinigsten Wege beschreiten müssen, und wie wir sie auch zu Ende gehen können
  • Warum der eigene Antrieb so wichtig ist, und wie man ihn rausfindet

:-) Hier die Kurzvorstellung von Frau Schiller in fünf plus achtzehn Worten:

Name:
Heidi Schiller.
Beruf:

Unternehmerin in Afrika.
Fokus:
Faires Unternehmertum.
Credo:
Erst anders denken, dann einfach machen.
Erfahrung:
Der erfolgreiche Aufbau von KAITO.

Frau Schiller ist Unternehmerin aus Leidenschaft und Pionierin aus Überzeugung. Ich kenne sie als engagierte, eloquente und emotionale Referentin. Sie appelliert einen Aufbruch zu neuem Wirtschaften, egal in welchem Land der Welt. Ihre lebendigen Geschichten und schlüssigen Argumentationen wirken motivierend bis ansteckend für Ansteckungsbereite.

Heidi Schiller spricht über das, was sie tut. Sie überträgt Erfahrungen aus ihrem Unternehmertum in Afrika auf aktuelle wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragestellungen, die nach Veränderung rufen – und nach engagierten Unternehmern. Diesen gibt sie Tipps, wie sie “ins Tun” kommen und erfolgreich sein können mit Ideen und Geschäftsmodellen, die die üblichen Denkpfade verlassen.

Der Vortrag findet in der Seminarzone der InterFace AG in Unterhaching statt. Wir erwarten unsere Gäste wie immer ab 18:00 und starten mit der Veranstaltung um 18:15. Nach Vortrag und Diskussion sind wie immer in unseren Räumen Vorkehrungen für ein gemütliches Beisammensein getroffen.

Interessenten und natürlich besonders unsere “Stammgäste” dürfen sich ab sofort bei Claudia anmelden.

Und natürlich übertragen wir auch wieder live ins Internet. Wir verbessern dazu auch unsere technische Ausstattung, besonders für die Tonqualität. Und ein Video wird es auch wieder geben.

Hier noch ein paar Informationen zu unserer Referentin.

Heidi Schiller, Jahrgang 1973, ist Diplom-Kauffrau der Technischen Universität Berlin und der École Supérieure de Commerce (ESC) Toulouse. Acht Jahre lang bekleidete sie unterschiedliche Funktionen in deutschen Industrieunternehmen. Seit 2007 ist sie selbständige Unternehmerin mit KAITO, dem ersten privaten Energiedienstleister im westafrikanischen Senegal. Ihr Unternehmen wurde u.a. mit dem Deutschen Solarpreis 2009 ausgezeichnet und ist “Ausgewählter Ort 2011″ im bundesdeutschen Innovations-Wettbewerb “Deutschland – Land der Ideen”.

Die Unternehmerin lebt und arbeitet mit ihrem Partner Wolfgang Hofstätter und ihren zwei Kindern in München. In der BR-Mediathek finden Sie den Mitschnitt eines Interviews mit ihr (Audio) aus der Sendung: “Die Zukunftsmacherinnen”. Weiter finden Sie ein Unternehmerinnen-Porträt von Frau Schiller in der Women@Work.

RMD

Roland Dürre
Donnerstag, der 29. März 2012

Kindle für alle !

Unterhaching, 30. März 2012

Pressemitteilung

Kindle@InterFace

Im Rahmen des ersten „Blue Fridays“ 2012, des periodischen Treffens aller Kollegen in Unterhaching, überreichte die InterFace AG all ihren Mitarbeitern, Werkstudenten und Praktikanten je einen neuen Kindle 4 von Amazon.

Um die Kindle-Technolgie innerhalb und außerhalb von Amazon hat sich ein faszinierendes System zur Wissensverteilung mit vielfältigen Software-Werkzeugen gebildet. Es gibt freie Software, mit der man Texte verschiedener Formate ins Kindle-Format konvertieren und auf Kindle-Geräte verteilen kann.

Sogar ein alternatives Betriebssystem für den Kindle gibt es, das ergänzend oder anstatt des vorhandenen genutzt werden kann. Diese Technologie „riecht“ förmlich danach, in wissensbasierten Unternehmen bei co-working, co-laboration oder co-creation eingesetzt zu werden. So möchten wir im IF-Lab, aber auch im ganzen Unternehmen unsere Prozesse mit neuen Verfahren und Werkzeugen unterstützen und so für uns ausprobieren, was wir (und andere) besser machen können.

Das gilt für das Generieren neuen Wissens genauso wie für die Unterstützung von Kommunikation und Qualität innerhalb unseres Unternehmens. Deshalb und auch als kleines Dankeschön für die engagierte Unterstützung im erfolgreichen Jahr 2011 erhielt letzten Freitag jeder InterFace-Mitarbeiter sowie Werkstudent einen neuen Kindle 4 zur privaten Nutzung.

Vorstandsvorsitzender der InterFace AG Roland Dürre dazu: „Wir gehen davon aus, dass diese zwar nicht mehr ganz so neue Technologie in Zukunft eine große Rolle spielen wird. Die Paradigmen bei der Anwendung und dem Einsatz von IT werden sich weiter dramatisch verändern und erweitern.
 Mit der Ausstattung unserer Mitarbeiter mit Kindles wollen wir alle „InterFace’ler“ möglichst schnell an diese Technologie heranführen und so die Voraussetzungen weiter verbessern, dass unser Unternehmen kreativ, vital und technologisch führend bleibt.“

Kontakt: Roland Dürre Mail: roland@duerre.de Tel: 0171/4850115

Das Bild darf für die Veröffentlichung genutzt werden.

Roland Dürre
Montag, der 26. März 2012

Erinnerung ans IF-Forum

Am 17. April (ein bisschen mehr als vier Wochen von heute) ist wieder IF-Forum. Diesmal mit Frau Heidi Schiller, die über

Schwarz – weiß – bunt.

Impulse für einen etwas anderen Blick auf diese Eine Welt.

sprechen wird. Es geht um Nachhaltig (über-)leben!

Wir werden den Vortrag von Frau Schiller wieder live ins Internet übertragen und auch aufnehmen.

Zur Einstimmung an die letzten IF-Foren hier das Video vom IF-Forum EXTRA vom 25. Januar 2012 mit

Klaus-Jürgen Grün über “Die Kunst des Negativen Denkens”!

Und hier die Videos der drei Vorträge aus 2011 unter dem Motto “Mensch&Wissen(schaft)”.

“Nanotechnologie — die Zukunft der IT” von Dr. habil Walter Riess (18. November 2011)

“Evolution oder Schöpfung? – Versuch einer Synthese” von Prof. Dr. Gerhard Haszprunar (20. Juli 2011)

“Der Klang des Urknalls” von Dr. Stefan Gillessen (1. März 2011)

Viel Spaß beim Anschauen!

RMD

Zurück zu den “unvernünftigen Entscheidungen”!
Fortsetzung von Unternehmertagebuch #71:
Notwendigkeit von unvernünftigen Entscheidungen“.

Auch die InterFace hat ihren Anfangserfolg einer höchst unvernünftigen Entscheidung zu verdanken. Wehe, wenn wir damals  einen seriösen Aufpasser gehabt hätten. Der hätte uns für “wahnsinnig” gehalten. Wie man nur einer solchen Utopie nachjagen könne! Mit NULL Erfolgsaussichten.

Im Nachhinein wundere ich mich selbst, dass so etwas Verrücktes funktioniert hat. Sicher waren alle vernünftigen und rationalen Argumente gegen das, was wir vor hatten. Wahrscheinlich würde auch ich heute von dem abraten, was wir damals gemacht haben.

Unsere größte unvernünftige Entscheidung war, als “Newcomer” und “Nobody” ein Textsystem für UNIX entwickeln zu wollen. Zu zweit, mit ein paar Studenten. Und nebenher noch zu versuchen, genug Kohle zu verdienen, dass wir und die Studenten ganz gut davon leben konnten. So dass aus dem vorherigen Satz das “zu zweit” eigentlich gestrichen werden muss und nur die Studenten bleiben.

Daraus wurde dann die Erfolgsstory HIT/CLOU. Und es gab ein paar Jahre später einen Zeitraum von 10 Jahren, in dem die Siemens AG mehr Umsatz mit HIT/CLOU machte als mit ihrem zweiten (auch in Lizenz genommenen) Produkt auf SINIX, der Datenbank Informix von RDS (so hieß die Firma Informix am Anfang noch eine Zeit lang).

Damals haben wir angefangen mit einem bunten Haufen junger Menschen HIT und CLOU zu entwickeln. Dies gegen jeden kaufmännischen Sachverstand, einfach dem Wunsch folgend, ein eigenes Software-Produkt zu besitzen.

Da Datenbanken zu komplex und die Kommunikationstechnologie gerade total im Umbruch war, haben wir uns entschieden, eine “elektronische Schreibmaschine” zu entwickeln … Das schien uns einfacher. Und haben uns unsere alte “Brother” und Textautomaten wie die von Triumph-Adler angeschaut und das ganze halt einfach ein wenig besser auf Unix neu implementiert. So einfach kann die Welt sein.

Und wir wurden wenige Jahre später zum Marktführer in Europa – nicht nur auf SINIX sondern auf ganz vielen Unix-Systemen vieler Hersteller!

Zeitgleich hat die Siemens AG eine ganze Reihe von Editoren zu entwickeln versucht. Dort war schon das Produktplanungsteam größer als bei uns die gesamte Entwicklungs-, Projekt- und Vertriebsmannschaft. Alles “vernünftig” geplant, klassisch entwickelt und mit größten Budgets ausgestattet. Mit teuren Entwicklern und Spitzenconsultants.

Und trotzdem sind sie immer wieder gescheitert!

Mit HIT/CLOU hat die Siemens AG in den erwähnten 10 Jahren übrigens 500 Millionen DM Umsatz gemacht. Kann gut sein, dass sie im gleichen Zeitraum für ihre technisch oder am Markt gescheiterten Neuentwicklungen mehr Geld ausgegeben haben.

Gescheitert sind diese Produkte aufgrund von mangelnden Sachkenntnissen wie zum Beispiel der Forderung nach einer gemeinsamen (!) Oberfläche für BS2000, UNIX und DOS. Kann mich da gut an Diskussionen über die Unsinnigkeit eines solchen Vorhabens erinneren, an denen ich beteiligt war.

Und wenn es mal technisch geklappt hat, sind sie im Markt gescheitert, wie mit ComfoText gegen Microsoft.

Und alle haben sich gefragt, wie es möglich sei, dass die kleine InterFace Connection GmbH mit einem überschaubaren Budget Dinge schafft, die von der großen Siemens AG mit ihren Investitions-Millionen und so vielen Planern, Ingenieuren, Entwicklern, Testern nicht erreicht werden konnten.

Die Gründe waren ganz einfach. Eine unvernünftige Entscheidung, die Begeisterung von tollen Menschen in einem Super-Team, ein agiles Vorgehen, viele Partner und natürlich ein wenig Glück – und schon funktionierts.

Deshalb hier der zweite Teil meines Appells für “unvernünftige Entscheidungen”. Auch wenn diese Geld kosten und Ergebnisse verschlechtern. Wir brauchen sie aber, um wirklich Großes zu vollbringen. Und ein Unternehmen ist eigentlich immer etwas Großes.

RMD

P.S.
Alle Artikel meines Unternehmertagebuchs findet man in der Drehscheibe!

Roland Dürre
Freitag, der 24. Februar 2012

Unternehmertagebuch #73 – Die Rolle des AR in der kleinen AG

Immer öfters nutzen mittelständische Unternehmen wie die InterFace AG die Rechtsform der Aktiengesellschaft (AG).

Ein wesentlicher Vorteil ist, dass mit dieser Rechtsform eine große Anzahl von Aktionären besser organisiert werden kann als bei einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH). Das ist zum Beispiel dann wichtig, wenn ehemalige und aktive Mitarbeiter zu den Aktionären gehören und so der Kreis der Aktionäre eine größere Anzahl umfasst.

Der Nachteil einer AG ist der höhere Aufwand. So muss man die erweiterten Regeln des Aktienrechts befolgen und benötigt einen Aufsichtsrat (AR). Die Mitglieder des AR müssen in ihrer Anzahl aus drei oder einem Vielfachen der Zahl drei bestehen (drei, sechs, neun …).

Welche Aufgaben hat ein Aufsichtsrat in einer kleinen Aktiengesellschaft?

Der AR sollte drei wichtige Aufnahmen übernehmen.

  • Er sollte die Interessen der Aktionäre und des Unternehmen verbinden. Eine notwendige Voraussetzung fürs Gelingen ist das Bilden einer “Firewall” zwischen den Aktionären und dem Unternehmen. So muss der AR darauf achten, dass die Aktionäre nicht zum Beispiel durch unbillige Dividendenforderungen dem Unternehmen schaden und dass der Vorstand die Interessen der Aktionäre in sein Handeln mit einbezieht.
  • Weiter muss der AR darauf achten, dass das Unternehmen auf Kurses bleibt. Ideal wäre es, wenn AR sich schon beim Festlegen des Kurses einbringen kann.
  • Der AR ist der Ansprechpartner der Vorstände in allen Angelegenheiten, die die Gesellschaft betreffen. Er muss die Vorstandsverträge aushandeln, mit denen sich die Vorstände an das Unternehmen binden. Daraus folgt natürlich, dass er auch dafür sorgen muss, dass neue Vorstände entwickelt werden.

Einem mittelständischen Unternehmen tut es gut, wenn es als AG einen AR hat, der aus Menschen besteht, die die Kompetenz, die Zeit und den Willen haben, gemeinsam mit dem Vorstand für das Wohl des Unternehmens zu wirken.

RMD

P.S.
Alle Artikel meines Unternehmertagebuchs findet man in der Drehscheibe!

Große Konzerne wie z.B. die Siemens AG verfügten in den letzten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts (Jahrtausends) über alle nur denkbaren Ressourcen. Im Unternehmen gab es beliebig viel Kapital und die besten Ingenieure der Welt waren hier zu Hause. Das Image war exzellent, die Marktzugänge optimal und die weltweite Vernetzung in Politik und Wirtschaft perfekt.

Trotzdem sind diese alten und ehemals so mächtigen Unternehmen in vielen Segmenten, die sie früher dominiert hatten, nicht mehr existent. In den wenigen Bereichen, die ihnen noch geblieben sind, werden sie arg bedrängt. um Teil droht ihnen auch dort mittelfristig die Bedeutungslosigkeit.

Gleichzeitig sind junge Firmen entstanden, von denen manche gerade mal ein paar Jahrzehnte weniger alt sind. Und die haben mit hohem Tempo den alten und ehemals so mächtigen Unternehmen den Rang abgelaufen. Eine wie ich finde faszinierende Entwicklung. Was ist da bloß passiert?

Mir fällt auf, dass diese Unternehmen mit großer Stringenz versucht haben, nur “vernünftige Entscheidungen” und “vernünftige Handlungen” zuzulassen. Mit hoher Systematik wurden die Organisationen förmlich darauf ausgerichtet, “unvernünftige Entscheidungen” soweit wie irgendwie möglich unmöglich zu machen.

Die neuen Firmen wie Amazon, Apple, Cisco, Ebay, Facebook, Google, Microsoft, Oracle und viele mehr, ja sogar SAP haben dagegen wesentlich von ihren “unvernünftigen Entscheidungen” profitiert.

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