Roland Dürre
Dienstag, der 10. November 2015

Der Vortrag von Dr. Andreas Zeuch ist jetzt als Video verfügbar.

Dr. Andreas Zeuch war bei uns. Im IF-Forum am 29. Oktober. Mit

ALLE MACHT FÜR NIEMAND

Wir durften ihn

LIVE ERLEBEN!

Für die, die nicht dabei sein konnten, gibt es hier seinen Vortrag übers „DEMOKRATISCHE UNTERNEHMEN“ als Video:

Viel Spaß beim Anschauen!

ZeuchAlleMachtRMD

P.S.
Andreas Zeuch ist auch Autor verschiedener Buches so auch von
Alle Macht für Niemand – Aufbruch der Unternehmensdemokraten

 

Ich freue mich, dass jetzt das Video vom tollen Vortrag von Bruno Gantenbein aus St. Gallen auf unserem IF-Forum am 23. Juli 2015 auf Youtube veröffentlicht ist und von jedem angeschaut werden kann:

Der Vortrag „Lernen In Innovation“ von Bruno Gantenbein im IF-Forum hat bei mir einen tiefen Eindruck hinterlassen. So ging es auch vielen Zuhörern. Aber manche, die auch von Brunos Thesen sehr beeindruckt waren, haben als wichtigen Einwand gebracht, dass das Berichtete für „normale Menschen“ im „normalen Leben“ und in der „realen Welt“ nicht „lebbar“ wäre. Weil das der Normalbürger sich ja gar nicht leisten könne. Und das ja alles nicht gehen würde. Das klang ab und zu klang richtig resignierend.

Die Ursache scheinen mir zu sein, dass
„die meisten Menschen sich nicht mehr vorstellen können, in einer anderen Welt zu leben als in dieser“
und
„wir nicht mehr das Wichtige vom Unwichtigen unterscheiden können und so das Unwichtige unser Leben dominiert.“

Das scheint mir das Hauptproblem von uns und das unserer Gesellschaft zur sein. Eine in dieser Art nie dagewesene Fremdsteuerung durch Marketing und Lobbyismus manipuliert uns in völlig neuer Weise, ganz anders aber sicher nicht minder gefährlich wie z.B. die religiöse Indoktrination der Menschen im Mittelalter oder wenn wir Pech haben die Manipulation der Menschen durch die Nazis.

Die Formatierung unseres Lebens durch ein übermächtiges aber nicht fassbares Systems hat unsere Autonomie geschliffen. Jetzt bekommen wir Angst und schwafeln von Wandel und Veränderung. Uns fehlt aber jeder Wille, ein anderes Leben jenseits des unseren anzugehen. Wir sind ja oft gar nicht mehr in der Lage uns ein solches nur vorzustellen. So scheint die Kraft verloren gegangen zu sein um Utopien für die Zukunft mehr entwickeln. Die Suche nach Werten und Visionen spielt in unserer Gesellschaft keine Rolle sondern wird eher belächelt. Auch der Versuch, einen neuen „gesellschaftlichen Konsens“ zu schaffen unterbleibt immer wieder schon im Ansatz. So nehmen wir das Gegebene als wahr und alternativlos an.

Der Mut zur Veränderung ist verloren gegangen. Wir haben unsere Abhängigkeit akzeptiert und fügen uns in unser „Sklaven-Dasein“. Sei es von der Technik oder von sozialen Lebensgefügen (unseren Lebenslügen?) vorgegeben. Wir meinen, dass es ohne Auto, Fernsehen und überall elektrische Versorgung nicht mehr geht. Wir glauben, dass die Medizin alles vermag. Dass der Staat unsere Sicherheit garantieren muss und kann. Und dass der Planet das alles schon aushalten wird.

Dabei ist das vieles so leicht zu widerlegen. Sicherheit gibt es nicht. Das alles erleben wir immer wieder. Der plötzliche Tod eines wichtigen Partners oder die überraschende Krankheit werfen uns aus der Bahn. Ein Unglück kann uns schnell erwischen. Aber es gibt auch harmlose Beispiele. Die vom Großvater geerbte ehemals so wertvolle Briefmarkensammlung zeigt uns, für die nicht mal der Altpapierhändler etwas zahlt, zeigt uns, wie schwierig es mit der Sicherheit ist. Viele Dinge, die mal viel wert waren sind heute wertlos. Dieselbe Überraschung habe ich erlebt bei der Auszahlung meiner Direktversicherung erlebt: Wie weit war doch der Wert des ausgezahlte Betrag von der Erwartungshaltung von dem weg, was ich mir beim Abschluss vor Jahrzehnten da vorgestellt hatte. Aus der vorgestellten Eigentumswohnung wurde ein Mittelklassefahrzeug …

Trotzdem  generieren die (Schein-)Sicherheiten unserer modernen Finanzwelt bei manchen von uns die Überzeugung, wir hätten die Risiken unseres materiellen Leben durch Renten und Ersparnisse im Griff. Nur wo wird der EURO in 10 Jahren stehen. Werden wir damit die Probleme der Zukunft lösen können. Was wird Geld denn dann noch wert sein? Haben wir nicht schon von langem gelernt, dass man Geld nicht „fressen“ kann? Dies besonders dann nicht, wenn es virtuell ist und vielleicht einfach mal um die eine oder andere Null gekürzt werden muss.

Dafür kapitulieren wir vor der Angst vor dem Terrorismus. Und sind bereit wegen solcher Kopfgeburten unsere Freiheit in der Gegenwart drein zu geben. Aufgabe von Freiheit als vermeintliche Investition für mehr Sicherheit in Zukunft! Und sind dafür sogar bereit in den modernen (Kreuzzug-)Krieg zu begeben.

So folgen wir dumm-dreisten Parolen oft nicht mehr zurechnungsfähiger Politiker und Wirtschaftsführer. Wir schlucken sinnlose Gesetze, die uns serviert werden, obwohl wir wissen, dass diese mehr Schaden als Nutzen stiften. Und resignieren vor der Dummheit unserer „Volksvertreter“. Und ich sehe mich förmlich nach einem deutschen oder europäischen Frühling. Aber keinem, der wie in Nordafrika von Hunger und Armut getrieben wurde – und so natürlich scheitern musste.

Warum glauben wir unseren Politikern, dass es „ohne den Euro kein Europa gäbe“ und der sogenannte „Grexit“ uns alle ruinieren würde. Warum erzählen uns das die Politiker. Wir wie auch die Politiker wissen doch, dass der Euro denen nutzt, die im Licht stehen. Denen, die im Schatten steht aber schadet. So wie wir alle wissen, dass diese Ausbeutungsstrukturen global wie innerhalb von Europa und auch in Deutschland früher oder später scheitern bzw. zu neuen Konflikten führen müssen.

Aber wir fühlen uns ohnmächtig und sind es vielleicht auch schon und trauen uns nicht mehr, gegen die Strukturen der uns beherrschenden Systeme aus Administration und Wirtschaft auf zu begehren. Und stehen dagegen nicht auf, obwohl wir wissen, dass die Menschen – und das sind wir – im Mittelpunkt von Sozialität, Politik und Wirtschaft stehen sollten – und nicht die Interessen von Systemen, die sich ent-personalisiert und ent-menschlicht haben. Wirtschaft und Staat muss zuerst mal den Interessen der Menschen dienen. Ganz so wie es auch in der Bayerischen Verfassung steht.

Das System der Oligarchie der Parteien (siehe Jaspers) beherrscht uns und die Moral der kaufmännischen Metrik in der Wirtschaft verschärft die Randbedingungen unseres Handelns. So mahlen die systemischen Mühlen weiter und stricken die Netze der Unfreiheit in feinen Maschen immer enger. Dies in kleinen Scheiben so dass es oft gar nicht bemerkt und fast schon als normal empfunden werden kann.

Deshalb:
Lasst uns auch wieder daran denken, dass wir als „natürliche Wesen“ Teil einer „Naturwelt“ sind. Die „Kulturwelt“, die wir uns geschaffen haben, macht uns zwar manches einfacher, hat uns aber auch vieles genommen. Sie hat uns bequem gemacht. Und wir haben vergessen, dass der Preis, den wir gezahlt haben, ein sehr hoher ist.

Ich meine, wir müssen uns wieder mehr – und dies radikal – Gedanken machen, ob wir nicht auch in anderen Welten leben und dort vielleicht glücklicher sein könnten. Mein Lieblingsbeispiel ist ja das „weg vom Auto“ hin zur Freiheit der „aktiven Mobilität“. Es ist aber genauso wichtig, die Arbeits- und Lebenswelten zu betrachten, denen wir uns unterwerfen, sei es in den sozialen Systemen wie Familien. Alle scheinbaren Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen und Folgerungen daraus zu ziehen. Früher hätte man gesagt Macht kaputt, was Euch kaputt macht.

Dazu gehört auch ein „Leben im Einklang mit der Natur“, so wie es Seneca formuliert hat. Und damit mehr gemeint hat, als sich biologisch zu ernähren und die Umwelt zu schützen. Sondern auch auf sich selber zu hören.

Denn Seneca war ein großer Lehrer, der seinen Schülern helfen wollte, erfolgreich und glücklich zu werden. Ich schließe ich diesen Artikel mit einem weiteren Satz von Seneca, der uns den Aufbruch in andere Welten vielleicht ein wenig leichter macht:

„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer!“

Und – es gibt auch Hoffnung. Was da im Internet auch zurzeit gerade wieder passiert, das gefällt mir durchaus.

RMD

Roland Dürre
Donnerstag, der 23. Juli 2015

Ada Lovelace und Unschooling?

Hier meine Hinführung zum Vortrag „Lernen in Innovation“ von Bruno Gantenbein (bei InterFace AG in Unterhaching am 24. Juli 2015, 18:00, zur Einladung), wie ich sie heute Abend halten möchte. Ich versuche, die Person von ADA LOVELACE, den Begriff des „unschooling“ und das Thema „Projekt-Management“ zu verbinden.

Ada Lovelace 1836, Gemälde von Margaret Sarah Carpenter (1793–1872)

Ada Lovelace 1836,
Gemälde von Margaret Sarah Carpenter (1793–1872)

ADA LOVELACE war eine sehr widersprüchliche Frau, die in meiner Wahrnehmung ein sehr bewegtes – ein erfolgreiches wie auch sehr verzweifeltes – Leben geführt hat. Bei der Beschäftigung mit ihrer Person hat schon die Lektüre ihres Artikels in Wikipedia bei mir eine Reihe von Assoziationen ausgelöst.

Wenn wir es in unserem Handwerk zur Meisterschaft bringen wollen, müssen wir uns in der „best practice“ großer Meister üben und die in „design pattern“ kondensierten Erfahrungen der Menschheit nutzen. Bis wir an einem Punkt kommen, wo es nicht weitergeht – und an dem wir uns vom Gelernten verabschieden müssen. Dann heißt es aufzubegehren und „die Dinge“ sowie das „Das macht man so!“ in Frage zu stellen.

Lernen heißt Muster zu verstehen und zu erfahren, an denen wir uns festhalten können. Lernen in Innovation aber verlangt das Brechen von Mustern. Das Brechen von Mustern und das Entwickeln neuer Muster führt zu kreativer Zerstörung. So zwingt uns das Leben in sozialer Gemeinschaft dazu, den anhaltenden Spagat zwischen individuellem Bedürfnis und kollektiver Vorgabe auszuhalten. Schöner wäre es natürlich wenn wir diese Spannkraft  zur Entfaltung unseres eigenen Lebens nutzen könnten.

Wir alle lieben das formatierte Leben, weil es sicher und bequem ist. Wir sind bereit, uns der Moral zu unterwerfen, weil wir gut sein wollen. Andererseits sehnen wir uns nach Freiheit und Neuem. Weil wir wissen und fühlen, dass eine moralisierte Gesellschaft uns genau die Freiheit nimmt und uns einengt und klein macht.

Das scheint mir in unserer Konsumgesellschaft noch schwieriger zu werden, versucht doch die Welt (Gesellschaft und Wirtschaft) mit Marketing uns  klar zu machen, wie wir uns individualisieren sollen. Das heißt, dass kollektive Manipulation versucht unsere individuellen Bedürfnisse vorzugeben.

So ist es im privaten Leben wie im beruflichen (wenn diese Unterscheidung in einer entwickelten Gesellschaft überhaupt noch zulässig ist). In den sozialen Gemeinschaften unsere privaten Lebens „lavieren“ wir permanent zwischen diesen oft paradoxen Positionen. Und genauso in unserem Berufsleben. Denn auch das Unternehmen, in dem wir „arbeiten“ ist ein soziales System, das halt einen ökonomischen Zweck hat und uns natürlich manipulieren will. Durch Führung. Aber Führung baut auf Kommunikation auf und Kommunikation ist auch wieder nur ein Kombination von Zuhören und Reden.

Selten habe ich den Konflikt zwischen autonomer Selbstbestimmung und Fremdsteuerung so intensiv erlebt wie bei der Lektüre der Biographie der großen Mathematikern. Mir fällt da im Moment nur noch Nietzsche ein, der knapp 30 Jahre nach ADA LOVELACE geboren wurde!

Ich meine:
Wir können nur „gute“ Projektleiter, Manager, Führungskräfte – und Menschen sein, wenn uns die wichtigen Projekte gelingen. Das wichtigste Projekt eines jeden Menschen ist sein eigenes Leben. Das muss als erstes Gelingen, erst dann macht es Sinn, sich in fremdes Leben einmischen.

Das eigene Leben kann aber nur gelingen, wenn wir bereit sind, uns auf die wichtigen Dinge zu besinnen und unsere dem Leben abträgliche Gewohnheiten zu ändern. So muss ich willens und fähig sein, mein eigenes Leben autonom zu entfalten und dort in Ordnung zu bringen, wo es nicht passt.

Ich habe mir da zum Beispiel auch meine Mobilität herausgesucht. Und versuche schädliche Art von Mobilität zu meiden, soweit dies nur möglich ist.

Weil ich mir ganz einfach die Frage stelle: Wie will ich in der Lage sein, mein Leben verantwortet zu führen, wenn ich das bei der Mobilität, für die ich so viel Zeit ausgebe, nicht schaffe? Also muss ich mich und mein Verhalten ändern. Verhalten beruht auf Gewohnheit, die eingeübt sit und die zu verändern so nur durch üben geht. Und beim üben muss ich vor allem lernen, störende Fremdsteuerung ausschalten.

Soweit meine Assoziationen zum zerrissenen Leben der ADA LOVELACE.

Beim folgenden Vortrag von Bruno Gantenbein empfehle ich, auf Parallelen zum eigenen Leben zu achten.

RMD

P.S.
Noch sind Plätze frei. Und das Bild von Lady Lovelace ist aus Wikipedia.

Roland Dürre
Mittwoch, der 1. Juli 2015

Bruno Gantenbein vom PM-Camp Zürich bei InterFace AG!

Mit leichter Verspätung, jedoch umso motivierter, eröffnet die InterFace AG das Jahr 2015 im Zeichen von Ada Lovelace und startet seine beliebte Vortragsreihe „IF-Forum“ direkt mit einem hochkarätigen Referenten und einer brisanten wie hochspannenden Thematik.

Ich möchte alle meine Freunde, gerade auch aus dem Umfeld PM-Camp ganz persönlich einladen, zu diesem Vortrag zu uns zu kommen. Es wird sich lohnen. Der Referent – Bruno Gantenberg – hat auf dem PM-Camp in Zürich im wahrsten Sinne des Wortes die Zuhörer tief berührt. Ich selber freue mich schon auf die Hinführung zum Vortrag, die ich halten darf.

Hier der Originaltext vom Coporate-Blog der InterFace AG.

Bruno GantenbeinAm 23. Juli referiert Bruno Gantenbein, seines Zeichens Senior Berater und Projektleiter bei der CSP AG, zum Thema „Auch Lernen ist Evolution“. Hierbei gibt uns der Schweizer Unschooling-Pionier einen Einblick in die Praxis dieser neuen Art von Lernen und schlägt dabei eine philosophische Brücke zum Projektmanagement. Am Beispiel seiner eigenen Familie und den dort herrschenden Umständen, erläutert Bruno Gantenbein den Unschooling-Ansatz und gibt Einblicke in das eigens entwickelte „Spirit-Hand-Herz-Kopf“-Modell, welches die Gantenbeins seit nunmehr 10 Jahren erfolgreich praktizieren. Ein Übertrag der in diesem Kontext gewonnen Erkenntnisse zum Projektmanagement, stellt einen relevanten Fachbezug zur IT und der InterFace AG her.

Was ist Unschooling?
Unschooling ist ein vom Kind geleitetes Lernen im normalen Wohn- und Lebensumfeld der Kinder, zusammen mit ihren Eltern oder nächsten Bezugspersonen, ohne jeglichen Versuch die traditionelle Schule und ihre Lehrpläne nachzuahmen. Es gibt daher keinen geplanten Unterricht oder bestimmte Zeiten am Tag, für die schulähnliche Aktivitäten vorgeschrieben sind. Themen werden behandelt, wenn das Interesse des Kindes es verlangt. Die Eltern – oder die Personen, mit denen das Kind zusammenlebt – sind weniger Lehrer als vielmehr Unterstützer und Begleiter der Lebens- und Lernprozesse.

Der Bestseller-Autor Daniel H. Pink schreibt in seinem provokanten Buch „Drive: Was Sie wirklich motiviert“ über intrinsische Motivation und gibt darin einen interessanten Tipp: „Lassen Sie sich von den Unschoolern eine Lehrstunde geben!“

Das werden wir mit großem Vergnügen tun, Herr Gantenbein 🙂

Der Vortrag findet statt am Donnerstag, den 23. Juli 2015, um 18:30 in den Seminarräumen der InterFace AG in Unterhaching (Leipzigerstrasse 16). Gästeempfang ab 18:00 Uhr.

Die Anmeldung auch zu diesem IF-Forum geht wie immer ganz einfach per E-Mail. Wir freuen uns schon auf spannende Diskussionen und anregende Gespräche mit Ihnen!

RMD

Roland Dürre
Samstag, der 16. Mai 2015

Torturmtheater Sommerhausen & InterFace Teil 3

probenfoto_IIDas dritte mal hat das Torturmtheater ein neues Stück in den Räumen der InterFace AG in Unterhaching geprobt.

Nach “Fast Perfekt” von Nicole Moeller und „Sag nix! – den Liebesdialogen von Fitzgerald Kusz – war es diesmal der „Norman“ von Mike Stott. „Norman“ ist ein 1-Rollen Stück, das von Gerda Poschmann-Reichenau ins Deutsche übersetzt wurde.

Der Norman wird gespielt von Christian Buse, Regie hat Eos Schopohl geführt. Die beiden haben dann doch einige Wochen in unserem KreatIF hart gearbeitet.

Ich hatte das Glück, ein paar Minuten bei den Proben dabei zu sein und war tief beeindruckt. Und werde mir das Stück auf jeden Fall auch wieder anschauen.

probenfoto_VDie Premiere im Torturmtheater in Sommerhausen wird am Mittwoch, den 3. Junl 2015 um 20 Uhr sein. Und dann wird es wieder um die zwei Monate gespielt.

Angelika Relin ist die Chefin und kreative Muse des kleinsten aber vielleicht feinsten Theaters Deutschlands und schafft es immer wieder, großes Theater auf die Bühne unter dem Dach des Turms zu bringen.

Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.

Aber: Angelika hat im Probenraum Szenenfotos gemacht und mir ein paar davon gesendet. Ich finde diese großartig und darf sie hier veröffentlichen.

probenfoto_VIDer Ausflug nach Sommerhausen lohnt sich übrigens. Es ist zwar auch nur ein ganz kleines aber sehr hübsches Dorf. Es gibt ein paar schöne Hotels und man kann dort ausgezeichnet essen.

Die Anreise betreffend:

Da nimmt man am besten den Regional-Express nach Winterhausen (von Ansbach oder Würzburg). Vom Bahnhof Winterhausen kann man dann gemütlich über die Mainbrücke nach Sommerhausen zum Theater spazieren. Es ist gerade ein Kilometer.

Um zu vermeiden, dass Ihr jetzt beim Foto links recht lange herumrätselt – ja Christian Buse steht hier Kopf.

RMD

Gestern war unsere Weihnachtsfeier. Wir hatten ein volles Haus und tolle Musik. Im Trubel wollte ich die vorbereitete Weihnachtsrede nicht komplett halten und habe nur vom Start der InterFace in 1984 berichtet. Hier die nicht gehaltene Rede in vollem Umfang:

"Mein Leben nach InterFace ?"

„?? Mein Leben nach InterFace ??“

2014 ist/war für mich das letzte Jahr als Vorstand der InterFace AG. So ist dies heute meine letzte Ansprache.

Auf all die Jahre bei InterFace blicke ich gerne zurück, auch auf das Letzte. Obwohl dies sicher nicht das einfachste unserer Geschichte war.

Begonnen hat es Anfang der 80iger Jahre. Wolf Geldmacher und ich hatten uns gefunden und planten 1983 ein Unternehmen zu gründen. Im April 1984 gingen wir nach intensiver Vorbereitung an den Start.

Es war die “InterFace Connection Gesellschaft für Kommunikationssoftware und Datenverarbeitung mbH”.

Wir wussten, dass der Erfolg eines Unternehmens auf drei Voraussetzungen basiert:
“Nutzen stiften”
Unsere Dienstleistungen und Produkte soll der Markt brauchen.
“Bedürfnisse befriedigen”
Die Menschen im Unternehmen müssen mit Mut und Freude arbeiten können.
“Sinn ermöglichen”
Wir alle müssen unserer Arbeit einen Sinn geben können.

Vor mehr als 30 Jahren sind wir im Umfeld UNIX mit der Entwicklung unseres Textsystemes HIT-CLOU gestartet! Und das war ein Volltreffer, alle Menschen im Unternehmen folgten unserem Stern! Nur so konnten wir mit unserem kleinen Team ein großes Wunder vollbringen. Schnell ging es steil bergauf. Ich möchte ich an dieser Stelle ganz besonders die Kollegen der ersten Stunde begrüßen.

Auch nach dem Ausscheiden von Wolf sind wir unserem Leitstern gefolgt. Das war nicht einfach. So ein Stern verschwindet mal hinter den Wolken oder hinter einem Berg. Ab und zu kommt man in den Wald und muss weitergehen, ohne den Himmel zu sehen. Oder der gerade Weg ist versperrt und ein Umwege muss gegangen werden.

Im Lauf der Jahrzehnte ist die InterFace gewachsen. Menschen kamen und gingen. Aufgaben und Geschäftsmodelle haben sich verändert. Die Umwelt wirkte auf das Unternehmen kräftig ein. Die InterFace als (öko-)soziales System wird von Menschen gestaltet. Über all wo Menschen zusammen kommen, “menschelt” es. Systeme verselbständigen sich auch gerne. Auch wenn es nicht immer einfach war, aber wir haben das „System InterFace“ immer wieder auf Kurs gebracht.

Ziemlich genau 15 Jahre nach der Gründung hatten wir bei InterFace schon mal eine vergleichbare Situation. Das war vor 15 Jahren. Es scheint zu sein, das wir alle 15 Jahre in eine Krise geraten und diese überwinden müssen. So wünsche ich mir, dass die nächste Krise erst wieder in 15 Jahren eintreten möge :-). Ganz ohne Krisen geht es im Leben von Menschen wie von Unternehmen wohl nicht.

Vor ein paar Jahren kam die InterFace vom Kurs ab. Nur ein klein wenig und kaum merkbar. Dann ein wenig mehr. Gegen den Willen der Vorstände. Uns ging es wie dem konzentrierten Arbeiter im Zimmer, der nicht merkt, wie es dunkel wird. Und dann überrascht ist, dass die Dämmerung plötzlich da ist und er das Licht einschalten muss.

So fuhr das Schiff immer ein wenig mehr in eine ungewünschte Richtung. Die Ursachen waren nicht so recht erkennbar. In der Retrospektive hierzu gibt es viele verschiedene Erklärungen, die ich hier nicht strapazieren möchte.

Die Fähigkeit zum Handeln ging verloren, Unzufriedenheit machte sich im und um den Vorstand herum breit, Uneinigkeit führte zur Handlungsunfähigkeit, die für das Unternehmen gefährlich hätte werden können. Daran zerbrach der Vorstand in diesem Sommer, der Aufsichtsrat musste sich einschalten und die Folgen kennen wir.

Jetzt gehen wir wieder auf Kurs! Das ist für all die Menschen, die fürs Unternehmen arbeiten wichtig und natürlich auch fürs Unternehmen. Ich mag die InterFace genau dann wenn es ein Unternehmen ist, das folgende Bedingungen so in etwa erfüllt.

  • Alle Menschen können dort ihre verschiedenen Rollen mit Mut und Freude erfüllen.
  • Einen angstfreien Raum anbietet und die Entfaltung von Leben fördert.
  • In seinen Strukturen einfach bleibt und Überregulierung vermeidet.
  • In dem eine Kultur des Miteinanders auf Augenhöhe gepflegt wird.
  • Die Teams im gemeinsamen Verständnis von Erfolg zusammenarbeiten.
  • In dem jeder seiner Arbeit einen Sinn geben kann.
  • In dem Selbstorganisation gelebt wird.
  • In dem kein hierarchischer Tannenbaum die eigentliche Organisation überdeckt.
  • Das sich vor allem um seine Kunden und Mitarbeiter kümmert und nicht mit sich selbst beschäftigt.
  • Das den richtigen Kompromiss zwischen “Büro-Cracy” und “Holo-Crazy” lebt (und da ist mir persönlich ein wenig mehr “Holy-Cracy” lieber als zu viel “Büro-Cracy”).
  • In dem der gesunde Menschenverstand das Sagen hat.
  • In dem Führung als Dienst gesehen wird und die Führenden sich nicht wie Sonnen-Könige und Fürsten gebärden.
  • In dem Geist und Haltung (Geisteshaltung) stimmen.
  • Das im Sinne von Gemeinwohl-Ökonomie wirtschaftet (wie in der Bayerischen Verfassung gefordert).
  • In dem die Gremien des Unternehmens fürs Unternehmen arbeiten (und nicht für persönliche Zwecke benutzt werden).
  • Das den Menschen dient und nicht zum Selbstzweck wird.

Ich kenne viele Unternehmen im IT-Markt und meine, dass wir im Schnitt gut abschneiden – sogar wenn wir mal schwächeln. Dies wird durch Vertrauen ermöglicht. Vertrauen entsteht aber nicht durch Beauftragung von Rechtsanwälten und Schreiben von Verträgen, sondern durch “Ehrliches Handeln”, “vertrauensvolle Zusammenarbeit” und “Offene Kommunikation”. Vertrauen hilft gegen naive Feindbilder und dumme Unterstellungen.

Die Feinde auch der InterFace sind “interne Politik machen”, “Bürokratie mehren” und “Dogmatik anwenden”. Schlimm wird es, wenn das Gemeinsame aus Eigennutz beschädigt wird, gleich ob vorsätzlich oder leichtfertig. Zu all diesen Auswüchsen sage ich mal NO!

Ich verabschiede mich jetzt aus dem Vorstand der InterFace. IHR bleibt dabei und Ihr seid das Unternehmen! Ihr habt es in der Hand. Sorgt dafür dafür, dass wir die erfolgreichen “Champions im Verbund” bleiben! Dann bleibe ich gerne beim Unternehmen und unterstütze Euch aus der Distanz des Aufsichtsrats mit voller Kraft.

Und bitte die (wenigen) von Euch, die es noch nicht verstanden haben, auch daran zu denken, dass man „den Ast, auf dem man sitzt, nicht absägen sollte“.

Meine Themen im AR werden sein:

  • Eine konstruktive Geisteshaltung zu untersützen.
  • Dafür zu sorgen, dass der “Kunde” im Mittelpunkt unseres Denkens bleibt.
  • Sinnkopplung von Leben und Arbeit für alle Kolleginnen und Kollegen zu ermöglichen.
  • Mein Netzwerk für die Zukunft der InterFace AG einzusetzen.
  • Als Aktionär werde ich nachhaltiges Wirtschaften einfordern.

Die IF braucht in Zukunft weniger “institution&constitution”. Vielmehr brauchen wir mehr Intuition, gesunden Menschenverstand und ein klares Commitment aller zu einem modernen, agilen, schlanken und transparenten Unternehmen. Hierzu ein klares GO!

Der Vorstand besteht jetzt aus Dr. Christof Stierlen, Maximilian Buchberger und Paul Schuster. Die drei Kollegen haben mein volles Vertrauen. Ihnen wünsche ich möglichst oft das richtige Händchen und uns allen das gewisse Quentchen Glück, das man im Leben immer so gut brauchen kann.

Vor allem wünsche ich jetzt aber Euch allen – liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Familien, liebe Freunde und liebe Gäste – und der InterFace nur das Beste. Und uns allen heute ein schönes Fest, ein frohes Weihnachten und ein gelingendes neues Jahr 2015.

🙂 Ja – so ist das Leben. 31 Weihnachtsfeiern habe ich für die IF gemacht, 31 Ansprachen gehalten – und jetzt ist das alles vorbei!

RMD

Das Video zum letzten Vortag im IF-Forum in 2014 aus unserer Reihe „Galileo Galilei – Ein Besuch in der Gegenwart“ von Thomas de Padova mit dem Thema “Das Weltgeheimnis”  steht jetzt in meinem YouTube-Channel RolandDuerre zum Download bereit.

Jetzt können auch die, die nicht dabei sein konnten, dem interessanten Vortrag über Galileo Galilei und seinen Zeitgenossen Johannes Kepler folgen:

:

Ich wünsche viel Freude beim Anschauen!

RMD

InterFace_Icon_30Jahre_01-942014 ist bei der InterFace AG das Jahr des Galileo Galilei.

Die drei Vorträge im IF-Forum stehen in diesem Jahr unter dem Motto
„Kosmos, Mensch und Zeitenwende“.

Wir lassen Galilei Galileo bei uns „einen Besuch in der Gegenwart“ machen.

Im ersten IF-Forum am 27. Februar hat uns Jörg Schindler von der „dritten Zeitenwende“ berichtet. Am 17. Juli hatten wir Dr. Stefan Gillessen zu Gast. Er hat uns mit „Groß, größer, am schärfsten“ über den Kosmos gesprochen und uns erläutert, wie er mit seinen Kollegen diesen erforscht. Beide Vorträge können übrigens im Youtube-Channel der InterFace AG angeschaut werden.

Am 23. Oktober haben wir Thomas De Padova zu Gast. Sein Thema ist

ThomasdePadova„Das Weltgeheimnis“

Vor 400 Jahren durchbrechen zwei grundverschiedene Forscher die Grenzen der bekannten Welt. Galileo Galilei blickt in Venedig durch sein Fernrohr und entdeckt die Jupitermonde.

Seine aufsehenerregenden Erkenntnisse veröffentlicht er in »Der Sternenbote«. In Prag verschlingt Johannes Kepler das Büchlein, denn Galileis Beobachtungen passen zu seiner Theorie der Planetengesetze. Zwischen Kepler und Galilei entwickelt sich ein Briefwechsel über den neuen Kosmos. Eine spannende Expedition menschlichen Denkens beginnt – und mit ihr die Wende zur Moderne.

Thomas de Padova
(* 1965 in Neuwied am Rhein) ist ein deutscher Wissenschaftspublizist.

De Padova studierte Physik und Astronomie in Bonn und Bologna. Von 1997 bis 2005 war er als Wissenschaftsredakteur beim Tagesspiegel tätig. Seit 2005 arbeitet er als freier Wissenschaftspublizist. De Padova lebt in Berlin und ist dort seit 2006 Mitglied im Kuratorium des Magnus-Hauses der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und Mitglied im Programmbeirat der Urania. Im Januar und Februar 2014 war er „Journalist in Residence“ am Berlin Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte. [Text aus Wikipedia]

Thomas De Padova ist auch der Autor des Wissenschaftsbuchs des Jahres „Weltgeheimnis – Kepler, Galilei und die Vermessung des Himmels“, das in 2010 unter 20.000 Lesern zum besten Wissenschaftsbuch in der Kategorie Naturwissenschaft/Technik gewählt wurde.

Vortrag findet statt am Donnerstag, den 23. Oktober 2014 um 18:30, der Empfang ist ab 18 Uhr in der Seminarzone der InterFace AG in Unterhaching.

Die Anmeldung auch zu diesem IF-Forum geht wie immer ganz einfach per E-Mail. Wir freuen uns schon auf wie immer spannende Diskussionen und schöne Gespräche!

RMD

Roland Dürre
Sonntag, der 10. August 2014

Zwei kurze Rückblicke aufs 30 Jahre Fest der InterFace AG

Ende Juni haben wir 30 Jahre InterFace gefeiert. Es war ein buntes und lebensfrohes Fest, über 400 Menschen haben den Weg in den Sportpark Unterhaching zu uns gefunden.

Friedrich Lehn mit seinem Team hat gefilmt. Und neben viel tollem Bonus-Material hat er uns zwei schöne Potpourris geliefert.

Impressionen zum Fest

Stimmen zum Fest

Vielen Dank an alle, die so lieb waren, ein Interview zu geben.

Ich freue mich, wenn es Euch allen gefällt.

RMD

Am 17. Juli hat ein ganz besonders IF-Forum bei der InterFace AG in Unterhaching stattgefunden. Dr. Stefan Gillessen berichtete in der Reihe „Galilei Galileo – Ein Besuch in der Gegenwart“ über den
Blick in den Kosmos.

Dr. Stefan Gillessen ist Physiker am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) und dort ein außergewöhnlich erfolgreicher Forscher.

Hier sein spannender Vortrag!

Viel Spaß beim Anschauen!

RMD