Am 17. Juli hat ein ganz besonders IF-Forum bei der InterFace AG in Unterhaching stattgefunden. Dr. Stefan Gillessen berichtete in der Reihe „Galilei Galileo – Ein Besuch in der Gegenwart“ über den
Blick in den Kosmos.

Dr. Stefan Gillessen ist Physiker am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) und dort ein außergewöhnlich erfolgreicher Forscher.

Hier sein spannender Vortrag!

Viel Spaß beim Anschauen!

RMD

gillessenHeute Abend findet das zweite IF-Forum mit Dr. Stefan Gillessen statt. Er wird uns „aus dem Kosmos“ berichten, der Titel seines Vortrages ist

„Groß, größer, am schärfsten …“

Hier geht es zur Einladung.

Die Veranstaltung findet wie immer im Seminarbereich der InterFace AG in Unterhaching statt. Ab 18 Uhr heißen wir dort unsere Gäste willkommen.

Mit dem Vortrag wollen wir pünktlich um 18:30 starten.

Noch gibt es einige wenige freie Plätze. Für all die, die nicht kommen können, übertragen wir den Vortrag live im Internet.

InterFace_Icon_Galileo_mit-claim-rundUnter http://www.ustream.tv/channel/IF-Forum können Sie ab zirka 18:15 den Video-Stream zum Vortrag sehen.

Zusätzlich zur Übertragung werden wir einen Video-Mitschnitt anfertigen und auf youtube (Kanal InterFace AG) zur Verfügung stellen.

Wir freuen uns auf viele Gäste – live und im Internet.

RMD

Auf der InterFace 30 Jahre Feier war Gerhard Saeltzer einer unserer Ehrengäste. Als „Überraschungsgast aus Dresden“ hatte er eine wunderbare Rede vorbereitet. Im Trubel und Lärm des Festes fand sich leider keine Gelegenheit, dieser Ansprache den angemessenen Rahmen zu geben. Die Rede beschreibt im ersten Teil ein beeindruckendes Kapitel deutsch/deutscher Geschichte, an dem die InterFace und ich sehr früh teilhaben durfte.

Schön, dass es Euch alle gibt!

Lieber Roland Dürre, liebe InterFace’ler, liebe Gäste!

Heute feiern wir gemeinsam den 30. Geburtstag von InterFace. Für die Einladung danke ich herzlich und bin gleich aus dem fernen Dresden mit meiner Frau hierher geeilt

Schön, dass es Euch alle gibt und dass wir uns alle hier zusammengefunden haben!

Erinnern wir uns an Ereignisse, die 24 Jahre zurückliegen, an das Jahr der Deutschen Wiedervereinigung 1990. Was waren das für spannende und aufregende Zeiten! Und was für frustrierende Zeiten im Osten! Da kamen z.B. zu uns nach Sachsen Deutsche aus Bayern mit einer für unsere sächsischen Ohren so ganz anderen Sprache. Und das zweite Wort, was die Bayern von sich gaben, war eins, was im Osten ausgemerzt worden war: Gott. Überall hörte man „Grüß Gott“ – was die Sachsen nur verlegen und kleinlaut mit einem „Na goodden Taach“ erwidern konnten.

Und wir lernten, dass mit dem göttlichen Gruß auch etwas ganz anderes kam: Die Kirchensteuer übers Finanzamt und häufig schockierend hohe Nachzahlungen für die Ostler. Und dann geschah ganz Erstaunliches: In den Osten strömten scharenweise besondere Ritter – Glücksritter und Raubritter. Dazu überkluge Juristen und Politiker, Berater und Makler, die Funktionäre und Gewerkschaftler, darunter viele, die – sagen wir es deutlich – im Westen überflüssig oder ausgemustert waren. Da rückten im Eiltempo heran die Abzocker: Die Autohändler, die vierrädrigen Schrott als Neuwagen verkauften. Die Textilhändler, die gebrauchte Kleidung als neu verkauften. Die flinken Immobilienjäger, die große marode Ost-VEB‘s für 1 DM kauften, abwickelten und dann die Grundstücke für Millionen verkauften. Und die Vertreter für alles Mögliche und völlig Überflüssige, vor allem Versicherungen. Auch ich habe davon unnötig „genascht“.

Ich lernte im Osten tolle Juristen und Beamte aus dem Westen kennen, die z.B. nicht einmal wussten, dass man eine Klage unterschreibt – bevor man sie beim Gericht einreicht. Und es kamen sogar Showmaster und Zauberer. Einer landete sogar direkt aus dem Himmel – mit einem geborgten Hubschrauber – in Dresden, wie ein Glücksgott. Er baute in einem Sumpfgebiet eine neue Vorstadt von Dresden, verkaufte die besten Fußballspieler und verschwand letztlich hinter Gittern. Und es kamen auch tolle IT-Berater, die von Tuten und Blasen keine Ahnung hatten und nicht einmal wussten, was Software-Engineering und Softwarequalität ist.

Ja, liebe Bayern, so gab es damals nach der Wende im Osten reichlich Frust und negative Kulturschocks. Wir mussten uns total umprogrammieren. Und dann geschah plötzlich ein Wunder, ich erlebte das Umgekehrte, eine Art positiven Kulturschock. Ich lernte in Dresden den Unternehmer Roland Dürre mit Teilen seiner jungen Mannschaft, seine Frau und sogar seinem jüngsten Sprössling Rupi, näher kennen.

Einen Mann, der so ganz anders war. Ein Unternehmer, der nicht nur groß schwätzte, sondern etwas von seiner Sache verstand, mit dem man reden konnte, von Mensch zu Mensch, ohne Arroganz – sondern partnerschaftlich, der nicht erst den Inhalt meines Portmonees prüfte (indem ich sowieso nichts hatte), bevor er mit mir redete. Und der sogar als Präsident ganz familiär in Filzpantoffeln seine Mitarbeiter aufsuchte. Mit einem sportlich bescheidenen Lebensstil, der zur der täglichen Körperpflege Kernseife aus Armeebeständen gewissen parfümierten Chef-Seifen vorzog. Roland Dürre, der Unternehmer, der so aufmerksam zuhören konnte, ein Mann mit dem das Gespräch, die Zusammenarbeit, Teamarbeit richtig Spaß machte, ein flexibler Teamplayer im besten Sinne.

Ich sage es frei heraus: Roland Dürre und sein Team kamen mir als Wende-frustrierten vor wie Außerirdische von einem anderen, positiven Stern. Und Sie haben erfolgreich die letzten 30 stürmischen Jahre gemeistert! Ich bewundere alle Beteiligten von InterFace.

Ihr seid einfach Klasse! Schön, dass es Euch alle noch gibt!

Herzlichen Dank InterFace und Roland Dürre für diesen erlebten Lichtblick, diesen positiven deutsch-deutschen Nach-Wende-Kulturschock! Lieber Roland Dürre! Wir waren damals beide verwegen und mutig und organisierten die erste deutsch-deutsche Fachtagung für moderne Software und Anwendungssysteme SoftSys 9/90 in Dresden. Wir waren beide – mit unseren bescheidenen Ressourcen – sogar schneller als die großmächtige Politik.

Schon 9 Tage vor der Wiedervereinigung, am 3.10.1990, fand unsere Ost-West-Deutsche Wiedervereinigung als Fachtagung in Dresden statt! Gute Kommunikation zwischen uns zeigte deutlich messbare Wirkung: Es lief alles schneller. Die Verbindung zwischen uns riss leider ab.

ComputerweltUmso wunderbarer war es, dass wir uns nach 24 Jahren plötzlich wieder fanden. Ich fand InterFace im Internet, als ich nach mir selbst suchte und zufällig eine Buchbesprechung über mein Informatikbuch für Kinder und späteres Schulbuch in Sachsen „Erstaunliche Computerwelt“ entdeckte.

Lieber Herr Dürre, liebes InterFace Team!

Wenn ich so zurückblicke, bin ich etwas traurig: In Deutschland und Europa gibt es gegenwärtig zu wenige, leider viel zu wenige Unternehmen mit einer so angenehmen, kommunikativen und fairen Kultur wie InterFace. In diesen Zeiten der Firmen-Insolvenzen und -Übernahmen bewiesen, wo so manches Unternehmen den Bach hinunter ging, konntet Ihr Euch erfolgreich am Markt behaupten. Wunderbar! Viele können von Euch lernen.

Ich bewundere Euch!

Es ist wirklich schade, dass die Wissenschaft heute etwas Wichtiges noch nicht beherrscht. Das perfekte Klonen. Es würde Deutschland und Europa und der Welt besser gehen, wenn man Sie und Ihr Unternehmen klonen würde, sagen wir 5mal oder etwas unbescheidener 20mal! Und weil das leider noch nicht klappt, müsste man wenigstens ganz schnell ein Denkmal oder wenigstens eine Denktafel für InterFace hier in Unterhaching setzen. Auch wenn es noch nicht so schnell klappt: Wenigstens schnell noch meine herzlichen Glückwünsche, etwas angelehnt an Theodor Fontane:

„Kummer sei lahm! Sorge sei blind!
Weiter 30 gute Jahre in bester Gesundheit
wünschen wir dem Geburtstagskind!“

Und lieber Roland Dürre, noch eine kleine Bitte für die Zukunft – weil Zusammenarbeit mit Ihnen so großen Spaß macht, habe ich eine hübsche Idee für ein neues gemeinsames Projekt mit weltweitem Wirkungspotential mitgebracht. Doch darüber möchte ich noch gerne mit Ihnen reden.

Allen wünsche ich beste Gesundheit und viel Glück auf allen Wegen!

Grüß Gott! Godden Taach, und bis bald – vielleicht in der Session mit heiteren Anekdoten aus meinem Leben mit dem Computer im Osten! Herzlich lade ich alle ein!
Dr. Saeltzer, Unterhaching am 27.6.2014

Hochzeit im FlußDie Einladung erging zur Session „Faszinierendes und Anekdotisches rund um Gegenwart und Zukunft der Computeranwendung“ von Dr. Saeltzer auf unserer 30 Jahre Feier. In dieser Session berichtete er lustige Anekdoten vom Start der IT in der DDR in den sechzigern Jahren. Er betätigte sich auch als Mutmacher und zeigte mit kleinen Lesungen aus seinem Buch „Hochzeit im Fluss“ (einer „Anleitung zur Resilienz) wie Menschen selbst in schwierigen Situationen wie bei der Dresdener Hochwasser-Katastrophe Zuversicht bewahren können.

Beim Lesen dieses Textes habe ich rote Ohren bekommen, mich aber umso mehr sehr gefreut.

Einen ganz großen herzlichen und lieben Dank an Dr. Saeltzer.

RMD

P.S.
Ein paar Stichworte zu unserem „Überraschungsgast“ Dr. Gerhard Saeltzer:
Informatiker, Softwaretechnologe und Simulationsexperte, Autor, Dozent, Trainer (über 10 Bücher, auch ein Bestseller, 100 gedruckte Fachbeiträge, 1000 Vorträge und Kurse, Exposees für das Bildungsfernsehen), ganzseitige Auftritte und Interviews in der Tagespresse, Chairman großer Fachtagungen im Osten, Erfinder von Innovationen wie ProgFox, LEMA, zuletzt angestellt in der Position eines Regierungsdirektors beim Sächsischen Datenschutzbeauftragten in Dresden, jetzt im Unruhezustand, joggt in Dresden seit 45 Jahren täglich 20 Minuten zwischen 6:00 und 9:00 Uhr.

P.S.2
Der Text ist original von Dr. Gerhard Saeltzer. Die Bilder der beiden genannten Bücher habe ich eingefügt.

Roland Dürre
Samstag, der 12. Juli 2014

Wolfgang Menauer

Die Hinführung zu unserem fachlichen IF-Forum

“Selbstorganisation als Gestaltungsmodell für Unternehmen”

am 27. Juni 2014 ist jetzt frei verfügbar (creative commons licence – Namensnennung).

Viel Spaß beim Anschauen!

Einen großen Dank an unseren Referenten Wolfgang Menauer, der wieder mal perfekt die begriffliche Vorabeit zum fachlichen IF-Forum erbracht hat!

Einen großen Dank an Friedrich (Friedrich Lehn).

RMD

Roland Dürre
Mittwoch, der 9. Juli 2014

Dominik Rose – AGIL, LEAN & OPEN

Ein dritter Vortrag von unserem fachlichen IF-Forum

“Selbstorganisation als Gestaltungsmodell für Unternehmen”

am 27. Juni 2014 ist jetzt frei verfügbar (creative commons – Namensnennung).

Viel Spaß beim Anschauen!

Einen großen Dank an unseren Referenten Dominik Rose!

Ich gehe davon aus, dass ich jetzt jeden Tag einen weiteren Vortrag veröffentlichen kann. Dafür großen Dank an Friedrich (Friedrich Lehn).

RMD

Roland Dürre
Dienstag, der 8. Juli 2014

Bernhard Findeiss – Kanban oder Scrum

Ein zweiter Vortrag von unserem fachlichen IF-Forum

“Selbstorganisation als Gestaltungsmodell für Unternehmen”

am 27. Juni 2014 ist jetzt frei verfügbar (creative commons – Namensnennung).

Viel Spaß beim Anschauen!

Einen großen Dank an unseren Referenten Bernhard Findeiss!

Ich gehe davon aus, dass ich jetzt jeden Tag einen weiteren Vortrag veröffentlichen kann. Dafür großen Dank an Friedrich (Friedrich Lehn).

RMD

Betreff: Dreissig Jahre Feier der InterFace AG

InterFace_Icon_30Jahre_01-94Bei der Planung unserer Feier sind mir wie bei jedem Projekt leider auch Fehler unterlaufen. Einer davon ist, dass ich vergessen habe, den „Dresscode“ zu beschreiben und veröffentlichen. Und übermorgen am Freitag findet das Fest schon statt! Oh welch ein Schreck!

🙂 Diese Fehlleistung hat auch schon in der „InterFace-Küche“ zu Gerüchten geführt wie „Kurze Hosen für Männer sind Pflicht“ bis hin zu „sportlich/elegant“ oder gar „festlich/feierlich“. Diese Gerüchte sind aber alle falsch!

In der Hoffnung, dass es nie zu spät ist, hole ich mein Versäumnis ganz schnell nach und veröffentliche den „offiziellen Dresscode“ zur InterFace 30 Jahre Feier:

Es soll eine bunte Feier werden, die uns allen Spaß macht. Da darf keiner unter seiner Kleidung leiden. Und: Eines der Ergebnisse unseres Festes wird ein besonderes photographisches Kunstwerk des erfolgreichen Medien-Künstlers Wolf. N. Helzle sein. So wird es ja auch ein Photo- und Video-Fest werden. Also:

Der Dresscode umfasst zwei Regeln:

1. Jeder soll das anziehen, in dem er sich am wohlsten fühlt!

2. Vielfalt und Originalität ist erwünscht!

Es ist alles erlaubt und es darf durchaus aus dem üblichen Rahmen fallen (abgesehen von Verstößen gegen Sitte und Anstand, aber das macht in unseren Kreisen doch eh keiner).

Will heißen: Wer Lust hat, sich zu maskieren, soll das tun. Menschen mit Smoking, Bussiness-Kostümen oder -Anzügem mit Seidenkrawatten sind genauso herzlich willkommen wie in bayerischer oder sonstiger Tracht. Die Angehörigen beider Geschlechter dürfen Haut (kurze Hosen und Röcke, bauchfrei ist wunderschön) und ihre Tattoos zeigen. Wir freuen uns über schrille Fußball-Maskierungen – auch von schon ausgeschiedenen Mannschaften – genauso wie auf das dezente IF-Logo auf der Wange.

Summary:

Es gibt keinen Dress-Code. Nur die Bitte, sich ganz komfortabel zu fühlen. Wenn aber jemand sich für uns besonders kleiden will, dann freue ich mich darüber und bitte, dies mit Mut und Freude zu tun.

Das Organisations-Team freut sich auf ein wunderschönes Fest mit allen unseren Besuchern.

RMD

P.S.
🙂 Jetzt muss ich mich selbst noch entscheiden, was ich anziehe: Meinen italienischen Seidenanzug, die kurze Hose mit Bier-T-Shirt, das Trikot der Spielvereinigung …?

Roland Dürre
Sonntag, der 15. Juni 2014

PM-Camp, München und InterFace AG

Im internen Social Media System der InterFace AG hat ein lieber Kollege die Frage gestellt, warum man bei der InterFace AG noch nicht mehr vom PM Camp in München hören würde. Und warum es dort noch so wenig Anmeldungen gäbe. Ich habe ihm so geantwortet:

Danke für Deinen Hinweis auf das PM-Camp 2014 in München #pmcamp14muc vom 24. bis 26. Juli an der LMU beginnend am Donnerstag Abend. Bisher hatte ich nicht zuletzt auch wegen der aufwendigen Vorbereitung aus unsere „30 Jahre Feier“ kaum Zeit für das PM-Camp. Das wird sich aber Ende Juni ändern.

Teilnehmer:

Um das PM-Camp in München müssen wir uns keine Sorgen machen. Das Orgateam besteht aus sieben Leuten, die unheimlich gut vernetzt sind (Barbara Bucksch, Helene Neugebauer (mit der ich bei PM-Camp München eng zusammenarbeite), Jolanta Czagin, Melania Melitopoulos, Martin Aigner, Michael Cramer und Sacha Storz). Die werden es auf jeden Fall schaffen, gerade in der IT-Hauptstadt München ein tolles PM-Camp zusammen zu bringen. Die Öffentlichkeitsarbeit läuft gerade an. Spätestens nach unserem doch recht aufwendigen „30 Jahre Fest“ werde ich auch persönlich stärker die Kampagne unterstützen. Auch auf unserem Fest möchte ich das PM-Camp in München ordentlich „promoten“.

Beim PM-Camp sind allerdings besonders Teilnehmer gesucht, die „mitmachen“ wollen. Das Mitmachen beginnt so ein wenig schon beim Finden vom PM-Camp. So wollen wir niemand zur Teilnahme überreden. Am besten ist es, wenn uns die Teilnehmer finden, weil sie auf der Suche sind nach einer modernen Unkonferenz im Format eines barcamps für Projekt Manager, Manager aller Art, Unternehmer oder Menschen, die Zukunft aktiv und positiv gestalten wollen.

Sponsoren:

Sowohl beim PM-Camp Kernteam – der normativen Ebene – wie auch in der PM-Camp-Klausur (der strategischen Ebene, hier treffen sich auch Vertreter der regionalen Orga-Teams) wie in den Orgateams (der operativen Ebene) gibt es zum Thema Sponsoring natürlich auch kritische Überlegungen. Sponsorengelder helfen die Veranstaltungen billiger zu machen und den Teilnehmern mehr zu bieten (Catering, Party). PM-Camp ist aber eine unabhängige „Graswurzel-Bewegung“, die nicht profitabel sein soll. Insofern wird mit Sponsoren immer sehr vorsichtig umgegangen, weil PM-Camp nicht von Interessen dritter beschädigt werden darf und auch die Ansprüchen von „normalen“ Sponsoren („Was bringt uns das“) nicht erfüllen kann und will. Insofern ist auch ein Sponsor, der PM-Camp „shanghait“, nicht erwünscht. So sponsort die InterFace auch nur, wenn es einen besonderen Grund hat oder um die Durchführung des PM-Camps zu gewährleisten.

Zu den einzelnen PM-Camps:

In diesem Jahr haben erst zwei PM-Camps stattgefunden: In Zürich und in Stuttgart. In Zürich wie in Stuttgart waren wir (die InterFace AG) vertreten, besonders gut in Stuttgart dank unserer dortigen Geschäftsstelle. Das nächste PM-Camp ist in Berlin vom 20. bis zum 22. Juni. Das ist übrigens das einzige, welches an einen Samstag/Sonntag stattfindet, üblich sind sonst Freitag und Samstag als Haupttage. Aber die Berliner Freiberufler wollen/können sich den Einnahmeausfall an einem Werktag nicht leisten. Auf Berlin freue ich mich besonders. Nach Berlin folgt Rhein-Main in Bad Homburg, hier überschneidet sich der Termin mit unserer „30 Jahre Feier“. Im Juli in München will ich auf jeden Fall auch wieder mitmachen. In diesem Jahr sind auch noch Dornbirn und weitere geplant. Wobei in Dornbirn im November 2011 alles anfing. Deshalb ist Dornbirn als PM-Camp für DACH auch das besondere Baby von Stefan (Dr. Stefan Hagen) und mir.

Eine Ergänzung:

Nach dem Ende meiner Zeit als Vorstand der InterFace AG zum 31. 12. 2014 möchte ich engagiert mithelfen, die PM-Camp-Bewegung weiter nach vorne zu bringen.

RMD

Roland Dürre
Dienstag, der 13. Mai 2014

27. Juni bei InterFace AG: 30-Jahresfeier mit IF-Forum!

Am Tage unserer 30 Jahresfeier veranstalten wir auch unser viertes fachliches IF-Forum. Hans Ulrich (der „Erfinder“ des St. Gallener Management Modells) hat Anfang der 80iger Jahre in einem Aufsatz „Acht Thesen zum Wandel im Management“ genannt. Eine der Thesen war:

„Selbstorganisation als Gestaltungsmodell für Unternehmen“

Diese These wollen wir in unserem fachlichen IF-Forum 2014 debattieren.

Das IF-Forum startet am 27. Juni 2014 um 13:00 im Alpenbauer Sortpark in Unterhaching statt. Dort feiern wir anschließend unsere 30-Jahr-Feier. Das IF-Forum findet aber nicht im VIP-Bereich statt sondern im Seminarraum der SpVgg Unterhaching im 1. Stock über der Gaststätte im Sportpark noch außerhalb des Stadions.

Hier die vorläufige Agenda:

Ab 13:00 Unsere Gäste treffen ein …
Eintreffen / Welcome

13:15 Wolfgang Menauer, InterFace AG
Hinführung

13:45 Dr. Eberhard Huber, pentaeder
Resilienz vor Effizienz

14:15 Dominik Rose, InterFace AG
Agil, Lean und Open

Pause

15:00 Bernhard Findeiss, InterFace AG
Kanban und Scrum

15:30 Roger Dannenhauer, Turnaround
Geisteshaltung

16:00 Roland Dürre, InterFace AG
Hierarchie oder Netz

Um 17:00 geht es dann weiter zu unserer 30-Jahr-Feier in und um den VIP-Bereich des Alpenbauer Sportparks.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen. Anmeldung ans IF-Forum bitte per E-Mail!

RMD

Roland Dürre
Dienstag, der 6. Mai 2014

Die Zukunft der InterFace AG

Ende des Jahres 2014 werde ich die InterFace AG in meiner Rolle als aktiver Vorstand verlassen. An der InterFace AG ist meine Familie mehrheitlich beteiligt. Das soll so bleiben, um Kontinuität und Stabilität zu gewährleisten.

Auch aus diesem Grunde möchte ich für eine Übergangszeit die InterFace AG als Mitglied des Aufsichtsrates begleiten. Hier meine aktuelle Analyse.

Die InterFace AG ist ein Unternehmen, das sich zurzeit in Transformation befindet. Die Ursachen sind unterschiedliche:

  • Das Unternehmen wächst zurzeit sehr stark.

    Zwei Millionen € an Umsatz-Wachstum im Jahr heißt natürlich auch mehr Mitarbeiter, Kunden und Partner. Wie es ausschaut, werden wir auch in 2014 weiter wachsen. Das bedeutet mehr Verträge, mehr Kundenbetreuung, mehr Umsatzverantwortung, mehr Administration und Organisation. Wachstum kostet allgemein Kraft und Geld und bedeutet immer Veränderung.

  • Das Unternehmen regionalisiert sich.

    Unsere Regionen Darmstadt, Nürnberg, Stuttgart und Rhein.Ruhr sind recht erfolgreich. Hier entstehen eigene Kulturen mit auch unterschiedlichen kollektiven Konstrukten. In weiteren Regionen fassen wir Fuß. Die Regionalisierung hat auch Auswirkungen auf die Aufbau- und Ablauforganisationen (Strukturen und Prozesse).

  • Der Markt verändert sich.

    Modellhaft erbringen wir unsere Dienstleistung schon seit Jahren für Behörden, (Groß-)Unternehmen und IT-Lieferanten.
    Diese drei Märkte verändern sich wesentlich.
    Die Verpflichtung zur Ausschreibung bei den Behörden wird für alle Beteiligten immer rigider und ist in der Gesamtheit sicher nicht mittelstandsfreundlich.
    Große Konzerne ändern ihr Verhalten gegenüber Lieferanten. Oft geht das Senken von Kosten zu Lasten der gelieferten Qualität. IT-Budgets sinken, die Fachabteilungen gewinnen an Relevanz. „Kaufmännsiche Administration“ und „Legal Service“werden wie wohl auch in der Gesellschaft immer dominanter.
    Die klassischen IT-Hersteller sind unsere traditionellen Partner. Neue Player wie Google oder Amazon übernehmen immer mehr die Hoheit auf den IT-Märkten. Ich bin gespannt, welche Hersteller in Zukunft die IT-Technologie und Dienstleistung erbringen werden.
    Es scheint klar, dass wir immer neue Kunden finden müssen. Mittelstand und die „IT-Lieferanten der Zukunft“ könnten für die InterFace interessant sein.

  • Immer mehr Leistungen der IT werden „commodity“.

    Mit Dienstleistungen, die „commodity“ werden, ist es schwierig bis unmöglich Geld zu verdienen. Wahrscheinlich werden wir in drei Jahren wesentliche Teile des Umsatzes mit für uns ganz neuen Leistungen und Produkten erwirtschaften. Das heißt, vieles muss mutig ausprobiert und dann klug entwickelt werden.

  • Die Art des Geschäftes und die Spielregeln verändern sich.

    Die Zeiten von „Body / Expert leasing“ scheinen auch aufgrund von gesellschaftlicher und rechtlicher Veränderung langsam zu Ende zu gehen. Alternativen können Service-Modelle, Gewerke oder eine „echte“ Beratungsleistung sein.

  • Der Gründer verlässt das Unternehmen.
    🙂 Und in dieser Situation verlässt auch noch der Gründer das Unternehmen ….

Nun ist Zukunft immer unvorsehbar. Aber es ist leicht zu erkennen, dass sich die InterFace AG (wie vielleicht auch unsere Gesellschaft und viele Unternehmen in einer Phase starker Transformation befindet. Meine nächste Aufgabe soll so sein, diese Transformation zu begleiten.

Die Beobachtung anderer Firmen zeigt nämlich, dass ein personaler Wechsel dieser Art nicht ganz unproblematisch sein kann. Es gibt eine Reihe mir gut bekannter Unternehmen, die in solch einer Situation am Versuch einer positiven Transition gescheitert sind oder dabei zumindest wesentlichen Schaden genommen haben. Ich kenne aber auch ein paar Firmen, die eine ähnliche Situation erfolgreich gemeistert haben.

Im Leben muss man lernfähig sein. So meine ich, dass man von diesen anderen Unternehmen viel lernen kann und fremde Erfahrungen hilfreich sind. Die wichtigste Erkenntnis, die ich aus der Beobachtung solcher Prozesse gewonnen habe, ist trivial:

Alles hängt immer von den Menschen ab.

Unternehmen sind soziale Systeme, die sich nicht verselbstständigen dürfen, sondern die Bedürfnisse ihrer Menschen verstehen und berücksichtigen müssen. Sie müssen Menschen in ihrer Entwicklung stützen und sie größer aber nicht kleiner machen.

Menschen sind anfällig für Ängste und entwickeln leicht Sorgen, berechtigte wie unnötige. So können sich schnell schädliche Konstrukte verselbstständigen und Missverständnisse diversen Frust verursachen. Dann wird auch das Positive schnell vergessen. Gemeinsamkeiten und für alle wichtige Ziele können schnell zur Nebensache werden.

Ich möchte in meiner zukünftigen Rolle den unnötigen Ängsten und Kopfgeburten entgegen wirken. Und aus meiner Rolle als Aufsichtsrat heraus versuchen, alle Kollegen des Unternehmens, der „erweiterten Geschäftsführung“ und des Vorstandes zu integrieren. Dies auch als Brückendienst zwischen Mitarbeitern, Betriebsrat, Unternehmen und Aufsichtsrat.

Wir müssen bei InterFace unser gemeinsames Verständnis und Gefühl weiter entwickeln: Was wollen wir und wo wollen wir gemeinsam hin! Ein lebendiger und gelebter Konsens ist die „halbe Miete“ für eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens und seiner Mitarbeiter. Denn unser Hauptziel ist und muss bleiben, auch in schwierigen Zeiten auf einem gutem Niveau zu überleben und uns dabei selber treu zu bleiben.

An dieser Stelle ein großes „Danke Schön“ an alle meine Mitstreiter und Wegbegleiter!

RMD