In der Süddeutschen vom 28./29 August 2010 unter ESSAY auf der Seite V2/3 lese ich einen Artikel von Norbert Bolz:

Jeder ist seines Clickes Schmied!
Warum uns mit der Privatheit in der Internet-Gesellschaft auch die bürgerliche Freiheit abhanden kommt.

Auf so etwas stürze ich mich natürlich und lese diesen Artikel. Allein schon das schöne Wortspiel mit “seines Glückes Schmied”.

Und bin entsetzt. Ich finde nur intellektuelles Geblödel. Nach der Lektüre des Artikels weiß ich noch weniger als vorher, was denn Privatheit ist (in Wikipedia steht der Begriff übrigens auch nicht, man findet ihn aber indirekt unter privat).

Im Artikel finde ich dagegen Schlüsse, wie dass der Verlust der Privatheit die bürgerliche Freiheit bedroht oder dass Ein Angriff auf den Geheimniszustand stattfindet, der wiederum für die bürgerliche Privatsphäre wesentlich wäre. Oder dass Aus Bürokratie Software wird, die unser Verhalten kontrolliert.

Auch fehlen die so oft gehörten und kritischen Aussagen zum Neuromarketing nicht, wie Amazon es betreiben würde.
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Roland Dürre
Donnerstag, der 26. August 2010

Angst vor Google

Jetzt geht sie wieder um in Deutschland, die Angst vor Google. Street View ist das Unwort. Kann dann doch jeder von jedem die Luxusvilla im Internet sehen. Eine Reihe von Argumenten lese ich, wie Street View die Intimsphäre verletzten würde.

:-) Und in jeder Diskussion kommen die Bordellgänger vor. Zwar würden deren Gesichter unkenntlich gemacht, aber sehr wohl wären sie an ihrer Kleidung und Gestik erkennbar. Wirklich schlimm.

Und die Ausspähung der Objekte zur Planung eines Einbruchs würde immer leichter werden. Und nicht zuletzt würde man ja die Farbe der Vorhänge im Küchenfenster erkennen …

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In dieser Artikelserie beantworte ich die von Studenten gestellten Online-Fragen, die ich in meinem Vortrag

Lehren für Unternehmensführer – das Leben, das Wissen, die Informatik und die Ethik

im Rahmen der Vorlesungsreihe

„Innovative Unternehmer“ / Sommersemester 2010
Führung von wachstumsorientierten Unternehmen

nicht ausführlich behandeln konnte.

Thema: Studium und Weiterbildung

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Auch bei meinem letzten Vortrag vor doch zahlreichen Menschen habe ich wieder die Frage gestellt: Wer im Raum nutzt Wikipedia? Alle haben sich gemeldet – kein einziger Nichtnutzer war im Raum! Wikipedia ist eine ganz wichtige Geschichte geworden. Wikipedia ist nicht mehr weg zu denken.

In Wikipedia steht alles, meint man. Denn die Anzahl der in Wikipedia verfügbaren Begriffe ist ein Mehrfaches höher als in allen anderen Enzyklopädien. Natürlich kann in Wikipedia auch nicht alles stehen. Ab und zu entdeckt man relevantes Kulturgut, das in Wikipedia nicht vermerkt ist. Eigentlich wäre es eine “Bürgerpflicht”, das Entstehen der fehlenden Artikel dann zu unterstützen.

Wikipedia verändert die Welt. Techniken oder Begriffe, die in Wikipedia nicht gefunden werden oder dort schlecht beschrieben sind, verlieren an Bedeutung. Neues, das in Wikipedia nicht beschrieben ist, hat keine Chance, sich zu entwickeln.

Dank der demokratischen Struktur von Wikipedia gleicht sich das zum größten Teil selbst aus. Es gibt eine gute demokratische Kontrolle. Und die Vertreter aller Fachgebiete wissen natürlich, dass ihr Wissen in Wikipedia rein muss, damit es eine Chance bekommt, relevant zu bleiben. Denn in Wikipedia beschriebene Technologien und Kulturen aber auch Menschen und soziale Systeme bekommen eine andere Bedeutsamkeit.

Wikipedia ist aber massiv bedroht!

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In dieser Artikelserie beantworte ich die von Studenten gestellten Online-Fragen, die ich in meinem Vortrag

Lehren für Unternehmensführer – das Leben, das Wissen, die Informatik und die Ethik

im Rahmen der Vorlesungsreihe

„Innovative Unternehmer“ / Sommersemester 2010
Führung von wachstumsorientierten Unternehmen

nicht ausführlich behandeln konnte.

Thema: Standort

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In dieser Artikelserie beantworte ich die von Studenten gestellten Online-Fragen, die ich in meinem Vortrag

Lehren für Unternehmensführer – das Leben, das Wissen, die Informatik und die Ethik

im Rahmen der Vorlesungsreihe

„Innovative Unternehmer“ / Sommersemester 2010
Führung von wachstumsorientierten Unternehmen

nicht ausführlich behandeln konnte.

Thema: Mitarbeiterverantwortung

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Roland Dürre
Dienstag, der 3. August 2010

IT-Befreiungsorganisation

Eine der schriftlichen Fragen eines Studenten zu meinem TUM-Vortrag war:

“Ihr Unternehmen hat eine Entwicklung von einem Produktunternehmen zu einer IT-Befreiungsorganisation genommen … Wie veränderten sich dabei Ihre persönlichen Aufgaben, Herausforderungen und Herangehensweisen?”

(Aus Fragen&Antworten zu InterFace)

Ich gehe mal davon aus, dass der Student IT-Beratungsorganisation anstelle von IT-Befreiungsorganisation gemeint hat und das nur ein Freud’scher Verschreiber war?

Der Gedanke ist aber alles anders als dumm!

Wenn wir das schaffen könnten:

IT-Berater als Befreier von IT!

Damit könnte man die Welt erobern. Und als Chef der Bewegung würde man sicher sehr reich werden. Da sehe ich mich doch schon wie so ein russischer Milliardär auf meiner 60-Meter-Yacht im Liegestuhl sitzen, unter mir die Meere der Welt, in der linken Hand das Glas Champagner und die rechte auf dem Knie der jungen Gespielin.

Aber daraus wird wohl nichts. Glaube nicht, dass ich es schaffen werde, eine weltweit tätige IT-Befreiungsorganisation aufzubauen. Und gehe dann doch heute früh wieder ins InterFace-Büro.

Doppelt schade, ich würde sicherlich viele Menschen glücklich machen.

RMD

Lehren für Unternehmensführer – das Leben, das Wissen, die Informatik und die Ethik

In dieser Artikelserie nehme ich Stellung zum schriftlichen Feedback, welches mich nach dem Vortrag erreicht hat und beantworte die von Studenten vorher gestellten Online-Fragen, die ich in meinem Vortrag nicht ausführlich behandeln konnte.

„Innovative Unternehmer“ / Sommersemester 2010
Führung von wachstumsorientierten Unternehmen

Eine andere, mir sehr wichtige Rückmeldung war

“der Prognose des Referenten, dass sich im “Gegenstand”-Bereich nicht mehr viel tun wird, stimme ich allerdings nicht zu”

Das ist absolut nachvollziehbar. Ich fürchte, dass ich im Vortrag nicht ausreichend klar gemacht habe, dass ich diese Prognose im Sinne der bisherigen Zielsetzung “weiter, schneller, höher” der “physikalischen” (alten) Technologien gemeint habe. Das “weiter, schneller, höher” dürfte tatsächlich am Ende angelangt sein. Vielmehr glaube ich, dass in den klassischen Ingenieursdisziplinen es um “sparsamer, leichter, einfacher” gehen wird.

In diesem Kontext verweise ich gerne auf “Cheap Design”, einen Begriff den Rolf Pfeifer, hier im Interview, kreiert und bekannt gemacht hat. Rolf Pfeifer ist Gründer und Leiter des Artificial Intelligence Laboratory, Department of Informatics, University of Zurich. Berühmt sind z.B. seine Billigroboter, die durch völlig neuartige Ansätze ganz neue Wege bei Robotik und Künstlicher Intelligenz aufgezeigt haben. Ich empfehle die inspririerende Lektüre seines Buches “How the Body Shapes the Way We Think: A New View of Intelligence” (Bradford Books).

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Lehren für Unternehmensführer – das Leben, das Wissen, die Informatik und die Ethik

„Innovative Unternehmer“ / Sommersemester 2010
Führung von wachstumsorientierten Unternehmen

Isabelle Kurth, die Organistorin dieser Vorlesungsreihe hat mir das Feedback der Zuhörer meines Vortrages zugeschickt. Da das Feedback überwiegend recht positiv war, habe ich mich zuerst mal sehr gefreut.

Zu einigen wichtigen Rückmeldungen möchte ich gleich Stellung nehmen:

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Chris Wood
Mittwoch, der 21. Juli 2010

Eine böse Atmosphäre

Die aktuelle New Scientist enthält einen Artikel über das Einbringen von SO2 in die Stratosphäre. Beobachtungen von riesigen Vulkanausbrüchen haben gezeigt, dass man dadurch die globale Temperatur für eine Dauer von 1 bis 2 Jahren um 1 bis 2 Grad reduzieren könnte.

Das wurde in 1998 in den USA ernsthaft vorgeschlagen. Es sollte die billigste Lösung für das Problem der globalen Erwärmung sein. Gruppen, die bisher meinten, dass es kein solches Problem gibt, unterstützen jetzt diese Idee. Die Russen planen einen großen Test.

New Scientist, mit Bedauern, erwartet dass dieser Albtraum Wirklichkeit wird! Viele Nationen und auch große Firmen sind im Stande, es zu tun. Es gibt keinen internationalen Abkommen oder Gesetz, die es verbieten.

Natürlich muss man dann diese Handlung regelmäßig wiederholen, bis eine bessere Lösung gefunden wird. Aber:  SO2 in der Stratosphäre gemeinsam mit dem CO2-Gehalt in der Luft wird die Ozeane sauer machen.

cw