Roland Dürre
Mittwoch, der 6. Februar 2013

Unternehmertagebuch #87 – Es ist so einfach …

… und doch so schwer!

Heute gibt es nur einen Kurzbeitrag: Ich zitiere einfach ein paar bemerkenswerte Tweets von Nils Pflaeging:

Niels Pflaeging@BetaLeadership
If you want to kill connectedness: create functional division, departmentalize and allow hierarchy to invade the work #stoos

Niels Pflaeging@BetaLeadership
All that planning doesnt earn you any money. Improving the work and fighting waste does. #stoos

Niels Pflaeging@BetaLeadership
Functional division, divisionalization and matrix structures ALWAYS result in a loss of accountability. Period. #stoos

Das entspricht meiner Erfahrung und spricht mir aus dem Herzen. Also sage ich nichts mehr dazu.

RMD

P.S.
Alle Artikel meines Unternehmertagebuchs findet man in der Drehscheibe!

Ende letzter Woche war ich auf der Konferenz “interPM“. Diese stand unter dem Leitthema “IT-Projektmanagement 2012+ im Spagat zwischen Industrialisierung und Agilität?”.

Was mir dort aufgefallen ist: Vielen Menschen, ich selbst eingeschlossen, ist gar nicht richtig klar, was “agiles” Projektmanagement eigentlich kennzeichnet, und inwiefern es sich vom “klassischen” Projektmanagement unterscheidet. Das wird noch verstärkt dadurch, daß es eigentlich auch keine vernünftige Definition für “klassisches” Projektmanagement gibt.

Eine Abgrenzung ist daher schwierig. Nichtsdestotrotz möchte ich es trotzdem versuchen. Hier also meine ganz persönliche Meinung, was “Agilität” im Kern eigentlich ausmacht:

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Vor einiger Zeit habe ich hier auf dem Blog eine kurze Einführung in das Thema “Agiles Schätzen und Planen” gegeben und als Beispiel das aus vielen agilen “Standardwerken” bekannte Planning Poker verwendet (siehe hier (Teil 2) und hier (Teil 3)).

Doch in der letzten Zeit hat sich, zumindest für mich, gezeigt, daß sogar diese scheinbar einfache Methode in der Realität für mich oftmals zu schwergewichtig ist und somit nicht die erste Wahl darstellt. Deswegen möchte ich heute noch eine zweite Schätzmethode vorstellen, die ich in letzter Zeit immer häufiger in meinem täglichen Alltag verwende:

Das Schätzen in T-Shirt-Grössen.

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Bernhard Findeiss
Mittwoch, der 26. Oktober 2011

PM-Forum – Ein persönliches Fazit *Update*

Der letzte Vortrag des diesjährigen PM-Forums läuft gerade. Zeit, ein Fazit zu ziehen.
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Bernhard Findeiss
Donnerstag, der 8. September 2011

Der Software Craftsman auf Wanderschaft *Update*

In meinem letzten Artikel habe ich ja angedeutet, daß hinter dem Thema “Software Craftsmanship” ein eher mittelalterlich inspiriertes Verständnis von Handwerk steht.

Zu einer Handwerksausbildung im Mittelalter gehörte in vielen Berufen auch eine Verpflichtung zur Wanderschaft (schön beschrieben z.B. auf Wikipedia). Gesellen mussten teils für mehrere Jahre auf Wanderschaft gehen, bevor sie sich für die Prüfung zum Handwerksmeister einschreiben konnten. Meistens waren daran auch noch strenge Auflagen geknüpft. So wurde z.B. ein “Sperrgebiet” um den Heimatort vorgeschrieben, und ein Abbruch der Wanderschaft war nur in genau festgelegten Ausnahmefällen möglich. Im Gegenzug waren viele Zünfte dazu verpflichtet, Gesellen auf Wanderschaft aufzunehmen und ihnen Arbeit zu geben.

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Bernhard Findeiss
Freitag, der 2. September 2011

Software Craftsmanship – Was soll das eigentlich?

Aus gegebenem Anlass (die SoCraTes 2011 ist gerade in vollem Gange) möchte ich gerne mit dem Thema “Software Craftsmanship” beschäftigen: Was ist das? Was steht dahinter? Warum ist dieses Thema wichtig?

Dazu möchte ich ein klein wenig ausholen und einen Ausflug ins “echte” Handwerk machen:

Im Mittelalter war die Produktion von Gütern noch in Manufakturen organisiert. Meistens mit sehr wenigen Mitarbeitern. Geleitet wurde die Manufaktur üblicherweise von einem Meister, der in langjähriger Ausbildung alles über sein Handwerk gelernt hat. Die Qualität der von der Manufaktur gefertigten Waren hing damit auch direkt mit den Qualitäten und Fähigkeiten des Meisters zusammen.

Dann kam die Industrialisierung. Die komplexen Produktionsprozesse der Manufakturen wurden nun in ganz viele Einzelschritte aufgeteilt. Am besten so klein, daß sie auch von Menschen ohne grosse Ausbildung durchgeführt werden können. Meistens waren es tatsächlich nur wenige Handgriffe, die man in relativ kurzer Zeit lernen konnte.

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Roland Dürre
Donnerstag, der 21. Juli 2011

Vortrag – Projekt Management

Eine Auswahl von Schülern der Kolleg-Stufe will im Rahmen eines Förderungsprogramms für Eliten ein ehrgeiziges Projekt realisieren. Der im Bayerischen Kultusministerium dafür Verantwortliche ist ein guter Freund und hat mich gebeten, zu diesen aus ganz Bayern stammenden jungen Menschen über “Projekt Management” zu sprechen.

Dazu habe ich folgenden Vortrag entwickelt und versucht, ihn ganz einfach zu halten. Vor allem wollte ich meinen jungen Zuhörerinnen und Zuhörern klar machen, was zu einem Projekt so alles dazu gehört.

Hier das Manuskript. Viel Spaß beim Lesen!
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Roland Dürre
Montag, der 12. Juli 2010

Ist die Informatik ein Handwerk?

An unserem fachlichen IF-Forum am 24. Juni in Unterhaching hat Thomas Vallon unsere Gäste mit seinem Vortrag “Ist die Informatik ein Handwerk?” beeindruckt.

Im Vortrag beschrieb er Parallelen, die sich bei gründlicher Betrachtung von moderner Softwareentwicklung und dem Bau von Kathedralen ergeben. Der Bau von Kathedralen war im Mittelalter ein herausragendes Handwerk und jede Kathedrale wurde zu einem echten Großprojekt mit den entsprechenden Herausforderungen.

In der Tat entdecken wir viele Gemeinsamkeiten mit großen Software-Projekten. Aber auch in unserem Selbstverständnis als Software-Entwickler entdecken wir erstaunliche “philosophische” Übereinstimmung mit diesen kühnen Bauherren und Handwerkern des Mittelalters.

So fand der Bau einer Kathedrale über sehr lange Zeiträume statt. Das führte in manchen Fällen dazu, dass die Bauzeit verschiedene architektonische Epochen berührte (z.B. Gotik statt Romanik). Das bedeutet, dass die noch im Bau befindliche Kathedrale daher auf einmal erschreckend altmodisch aussah und dringend überarbeitet werden musste.

Ganz agilen Werten verpflichtet wurden daher auch damals schon während des Baus Pläne geändert, Teile des Gebäudes umgebaut, abgerissen und/oder wieder neu aufgebaut. Es gibt so gut wie keine Kathedrale, bei der dies nicht der Fall war.

Und über den langen Zeitraum der “Entwicklung” (des Baus der Kathedrale) durfte der “Betrieb” (die eigentliche Funktion als Gotteshaus) nicht beeinträchtigt sein.

Auch von der “Ehre” der am Bau beteiligten Handwerker legen viele Kathedralen ein beeindruckendes Zeugnis ab. So sind z.B. viele der Figuren in der Fassade von Notre Dame auch auf der Rückseite und in großer Höhenoch mit demselben Detailgrad wie an der Vorderseite gearbeitet, obwohl dem Künstler sicherlich klar war, dass außer ihm wohl so schnell kein anderer Mensch mehr einen Blick darauf werfen wird.

Das aber nur zum Appetit machen, die Lektüre des Manuskripts zum Vortrag ist ungemein spannender.

Thomas Vallon – Ist die Informatik ein Handwerk?

Unbedingt lesen!

Die den Vortrag begleitenden Hintergrundbilder (designed by Johannes Naumann) sind genauso sehenswert:

Hintergrundbilder zum Vortrag (6)

Besonders berührt hat mich, dass Thomas diesen Vortrag mir zu meinem sechzigsten Geburtstag gewidmet hat.

Danke!

RMD

P.S.
Schade, dass wir von diesem Vortrag keine Video- oder Audioaufnahme haben. Aber vielleicht schaffen wir das ja beim nächsten Mal!

Wie mittlerweile garantiert auch der letzte Fussballmuffel mitbekommen hat, findet zur Zeit in Südafrika wieder die Fussball-WM statt. Neben der Möglichkeit, viele mehr oder weniger spannende und interessante Fussballspiele in einem kurzen Zeitraum zu sehen, bietet sie auch wieder die passende Gelegenheit, die Arbeitsweise verschiedener Teams zu vergleichen und gegenüber zustellen.

Fussballmannschaften sind ja selbstorganisierende Teams im besten Sinne: Alle Teammitglieder arbeiten auf ein gemeinsames Ziel hin (dem Gewinn des Spiels bzw. des Turniers), und es gibt einen Coach, bzw. (im Falle einer Nationalmannschaft) einen ganzen Trainerstab.

Dieser Coach sorgt dafür, daß das Team die Regeln des zugrunde liegenden Prozesses – hier natürlich ein Fussballspiel – versteht und alles dafür tut, sich stetig zu verbessern. Eine ganz ähnliche Aufgabe also wie ein ScrumMaster hat.

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Roland Dürre
Montag, der 21. Juni 2010

IF-Forum: Agile Softwareentwicklung am 24. Juni bei InterFace

Der Bericht zum Fachforum ist ab sofort hier zu sehen inklusive aller Tagungsunterlagen!

Fachforum Agile Software-Entwicklung bei InterFace!

Am Nachmittag des 24. Juni (Donnerstag, Beginn um 14:00) veranstalten wir bei InterFace unser erstes fachliches IF-Forum. Es geht um agile Methodik. Unsere Entwickler haben über Jahre in zahlreichen Projekten Erfahrungen mit agiler Softwareentwicklung gesammelt, die sie auch in einschlägige Arbeitskreise einbringen.

“Agile Softwareentwicklung” ist ein technologisches, methodisches und kulturelles Thema. Diese Erfahrung würden wir gerne mit unseren Kunden und Partnern teilen.

Eröffnet wird die Veranstaltung von dem Vorsitzenden unseres Aufsichtsrates, Professor Dr. Manfred Broy.

Hier die Agenda der Veranstaltung:

IF-Forum Agile SW-Entwicklung (24. Juni 2010) (369).

Natürlich würde ich mich über zahlreiche Teilnehmer freuen, besonders weil ich im Anschluss an das Forum ab 17:00 zu einem kleinen Umdruck anlässlich meines dann schon ein paar Tage zurückliegenden Geburtstages einlade.

Auch alle Freunde, die nicht am IF-Forum teilnehmen können, aber trotzdem mit mir anstoßen wollen, sind herzlich ab 17:00 willkommen. Ich freue mich über jeden Gast.

Um Anmeldung bei unserem Service Team zum Forum sowie zum Umtrunk danach wird gebeten, um die Organisation ein wenig zu erleichtern.

RMD