Roland Dürre
Samstag, der 11. Mai 2013

Referent bei Craftsmanship: Dr. Elmar Jürgens im IF-Forum

Dr. Elmar Jürgens ist einer der Referenten unseres Workshops Craftsmanship am 13. Juni. Sein Vortrag wird den Titel haben:

Wissenstransfer durch leichtgewichtige Reviews
Erfahrungen aus 6 Jahren Einsatz in einem heterogenen Team

Hier ist der “Abstract” seines Vortrages bei uns:

Erfahrung, Können, Kultur, Qualität und Wissen stehen im Zentrum des IF Forums zu Craftsmanship. Wie können wir in der Entwicklung von Software eine Kultur schaffen, die gegenseitigen Austausch von Erfahrung, Können und Wissen so fördert, dass die Qualität unserer Software profitiert?

Für mich ist die Antwort eine Kultur von leichtgewichtigen Peer-Reviews. Es gibt kaum eine Qualitätssicherungstechnik, deren Nutzen ausführlicher untersucht und besser belegt wurde, als Peer Reviews. Sie bieten außerdem ein effektives Werkzeug des Wissenstransfers. Wir setzen sie seit Jahren erfolgreich ein. Trotzdem führen viele Teams keine entwicklungsbegleitenden Peer-Reviews durch.

In diesem Vortrag stelle ich einen leichtgewichtigen Ansatz für kontinuierliche Code-Reviews vor, bei dem Programmierung und Review voneinander entkoppelt sind. Programmierer und Reviewer können dadurch selbst bestimmen, wann, wo und wie schnell sie arbeiten. Bei der Entwicklung des Open-Source Programmanalysewerkzeugs ConQAT setzen wir diese Reviews seit 7 Jahren zur Qualitätssicherung aller Code-Änderungen ein. Freiwillig. Wir sind überzeugt, dass sie der Hauptgrund für die Wartbarkeit und Flexibilität von ConQAT sind. Ich stelle unsere Erfahrungen vor und gehe dabei auch auf soziale Herausforderungen und Best Practices ein.

Zur Person:

Dr. Elmar Jürgens ist Gründer und Gesellschafter der CQSE GmbH. Elmar promovierte an der Technischen Universität München über Erkennung, Auswirkungen und Umgang mit Klonen und erhielt dafür 2011 den Software-Engineering-Preis der Ernst Denert-Stiftung. Als Mitgründer der CQSE GmbH unterstützt er Unternehmen bei der Analyse und Verbesserung der Qualität ihrer Softwaresysteme. Auf den Software Quality Days 2013 wurde er unter die fünf besten Referenten gewählt.

Des weiteren ist Elmar der Co-Chair des International Workshops on Software Clones, der in diesem Jahr am 19. Mai in San Francisco im Rahmen der “International Conference on Software Engineering” stattfindet.

Elmar hat auch eine ganz besondere Community begründet: Mit Doktoranden der TUM und Kollegen der CQSE GmbH veranstaltet er regelmäßig eine “Tasting Group”. Bei jedem Meeting “probiert” die “Tasting Group” eine Idee (in Form eines etablierten Forschungspapiers im Bereich Software Qualität) und einen Geschmack (z.B. in Form einer Weinprobe oder eines Test von besonderer Küche). Das empfinde ich wahrlich als ein innovatives Konzept!

RMD

Roland Dürre
Mittwoch, der 16. Januar 2013

Wissen und Spaß für Informatiker

Am 17. Januar 2013 startet eine neue Vortragsreihe im Rahmen von IF-Lab und IF-Akademie bei InterFace in Unterhaching.

Thomas Baldus von IF Blueprint AG eröffnet morgen um 18:00 (InterFace Schulungszone im Dachgeschoß) mit dem Thema:

APPetit auf Microsoft?!
Wie sieht die neue Geschmacksoffensive aus, die über den Teich geschwappt kommt?

Alle Informationen zur Vortragsreihe findet man im IF-OPEN. Ganz wichtig – es geht nicht nur um den Vortrag, sondern besonders um das “sich Treffen” im Rahmen eines modernen Vortragsformats mit anschließender “Happy Hour”.

Ich freue mich auf viele Besucher. Und suche auch Referenten, die gerne ihr Wissen weitergegeben wollen, für die weiteren Termine. Mit dem Motto:

Aus der Praxis für die Praxis.

Oder auch:

Informatik & Bier

RMD

Bernhard Findeiss
Dienstag, der 25. Oktober 2011

Handwerklich gut gemachte Software – für viele ein zu hoher Anspruch?

In den letzten Monaten habe ich mich zusehends mit Software Craftsmanship beschäftigt.  Eine der spannendsten Thesen darin ist die Forderung:

“Not only working software, but also well-crafted software” (siehe hier).

Hinter diesem so einfach klingenden Satz verbirgt sich für mich ein Thema mit einigem Diskussionspotential. Natürlich ist eine funktionierende Software immer besser als ein Schrank voller Ordner mit Spezifikationsdokumenten auf totem Baum.

Jedoch gehen bereits die Vorstellungen darüber, was man unter “funktionierender Software” zu verstehen hat, teils weit auseinander: Der einfachsten Definition nach würde es bereits ausreichen, einen kompilierfähigen Quellcode zu haben. Doch reicht das schon? Besser wäre es, den Quellcode vor der Auslieferung nicht nur zu kompilieren, sondern auch tatsächlich mal laufen zu lassen. Zudem besteht zumindest die entfernte Möglichkeit, daß die allererste Version der Software evtl. nicht der ganz große Wurf ist. Insofern wäre es auch nicht schlecht, sich zumindest im Grundsatz schon mal Gedanken zu den Themen Lesbarkeit, Wartbarkeit und Erweiterbarkeit zu machen.

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