Chris WoodMittwoch, der 21. Juli 2010
Eine böse Atmosphäre
Die aktuelle New Scientist enthält einen Artikel über das Einbringen von SO2 in die Stratosphäre. Beobachtungen von riesigen Vulkanausbrüchen haben gezeigt, dass man dadurch die globale Temperatur für eine Dauer von 1 bis 2 Jahren um 1 bis 2 Grad reduzieren könnte.
Das wurde in 1998 in den USA ernsthaft vorgeschlagen. Es sollte die billigste Lösung für das Problem der globalen Erwärmung sein. Gruppen, die bisher meinten, dass es kein solches Problem gibt, unterstützen jetzt diese Idee. Die Russen planen einen großen Test.
New Scientist, mit Bedauern, erwartet dass dieser Albtraum Wirklichkeit wird! Viele Nationen und auch große Firmen sind im Stande, es zu tun. Es gibt keinen internationalen Abkommen oder Gesetz, die es verbieten.
Natürlich muss man dann diese Handlung regelmäßig wiederholen, bis eine bessere Lösung gefunden wird. Aber: SO2 in der Stratosphäre gemeinsam mit dem CO2-Gehalt in der Luft wird die Ozeane sauer machen.
cw
Roland DürreMontag, der 12. Juli 2010
Ist die Informatik ein Handwerk?
An unserem fachlichen IF-Forum am 24. Juni in Unterhaching hat Thomas Vallon unsere Gäste mit seinem Vortrag “Ist die Informatik ein Handwerk?” beeindruckt.
Im Vortrag beschrieb er Parallelen, die sich bei gründlicher Betrachtung von moderner Softwareentwicklung und dem Bau von Kathedralen ergeben. Der Bau von Kathedralen war im Mittelalter ein herausragendes Handwerk. Jede Kathedrale war ein echtes Großprojekt mit entsprechenden Herausforderungen.
In der Tat entdecken wir viele Gemeinsamkeiten mit großen Software-Projekten. Aber auch in unserem Selbstverständnis als Software-Entwickler entdecken wir erstaunliche “philosophische” Übereinstimmung mit diesen kühnen Bauherren und Handwerkern des Mittelalters.
So fand der Bau einer Kathedrale über sehr lange Zeiträume statt. Das führte in manchen Fällen dazu, dass die Bauzeit verschiedene architektonische Epochen berührte (z.B. Gotik statt Romanik). Das bedeutet, dass die noch im Bau befindliche Kathedrale daher auf einmal erschreckend altmodisch aussah und dringend überarbeitet werden musste.
Ganz agilen Werten verpflichtet wurden daher auch damals schon während des Baus Pläne geändert, Teile des Gebäudes umgebaut, abgerissen und/oder wieder neu aufgebaut. Es gibt so gut wie keine Kathedrale, bei der dies nicht der Fall war.
Und über den langen Zeitraum der “Entwicklung” (des Baus der Kathedrale) durfte der “Betrieb” (die eigentliche Funktion als Gotteshaus) nicht beeinträchtigt sein.
Auch von der “Ehre” der am Bau beteiligten Handwerker legen viele Kathedralen ein beeindruckendes Zeugnis ab. So sind z.B. viele der Figuren in der Fassade von Notre Dame auch auf der Rückseite und in großer Höhenoch mit demselben Detailgrad wie an der Vorderseite gearbeitet, obwohl dem Künstler sicherlich klar war, dass außer ihm wohl so schnell kein anderer Mensch mehr einen Blick darauf werfen wird.
Das aber nur zum Appetit machen, die Lektüre des Manuskripts zum Vortrag ist ungemein spannender.
Thomas Vallon – Ist die Informatik ein Handwerk?
Unbedingt lesen!
Die den Vortrag begleitenden Hintergrundbilder (designed by Johannes Naumann) sind genauso sehenswert:
Hintergrundbilder zum Vortrag (6)
Besonders berührt hat mich, dass Thomas diesen Vortrag mir zu meinem sechzigsten Geburtstag gewidmet hat.
Danke!
RMD
P.S.
Schade, dass wir von diesem Vortrag keine Video- oder Audioaufnahme haben. Aber vielleicht schaffen wir das ja beim nächsten Mal!
Roland DürreMontag, der 21. Juni 2010
IF-Forum: Agile Softwareentwicklung am 24. Juni bei InterFace
Der Bericht zum Fachforum ist ab sofort hier zu sehen inklusive aller Tagungsunterlagen!
Fachforum Agile Software-Entwicklung bei InterFace!
Am Nachmittag des 24. Juni (Donnerstag, Beginn um 14:00) veranstalten wir bei InterFace unser erstes fachliches IF-Forum. Es geht um agile Methodik. Unsere Entwickler haben über Jahre in zahlreichen Projekten Erfahrungen mit agiler Softwareentwicklung gesammelt, die sie auch in einschlägige Arbeitskreise einbringen.
“Agile Softwareentwicklung” ist ein technologisches, methodisches und kulturelles Thema. Diese Erfahrung würden wir gerne mit unseren Kunden und Partnern teilen.
Eröffnet wird die Veranstaltung von dem Vorsitzenden unseres Aufsichtsrates, Professor Dr. Manfred Broy.
Hier die Agenda der Veranstaltung:
IF-Forum Agile SW-Entwicklung (24. Juni 2010) (52).
Natürlich würde ich mich über zahlreiche Teilnehmer freuen, besonders weil ich im Anschluss an das Forum ab 17:00 zu einem kleinen Umdruck anlässlich meines dann schon ein paar Tage zurückliegenden Geburtstages einlade.
Auch alle Freunde, die nicht am IF-Forum teilnehmen können, aber trotzdem mit mir anstoßen wollen, sind herzlich ab 17:00 willkommen. Ich freue mich über jeden Gast.
Um Anmeldung bei unserem Service Team zum Forum sowie zum Umtrunk danach wird gebeten, um die Organisation ein wenig zu erleichtern.
RMD
Roland DürreFreitag, der 14. Mai 2010
Technologie
Technologie und Unfall sind unzertrennliche Geschwister. Denn es gibt keine sicheren Technologien.
Das gilt für die Kutsche, das Fahrrad, das Schiff, die Eisenbahn, den Flieger, die Elektrizität genauso wie für die Kernkraft, die Gen-Technologie oder die Erdölförderung. Sogar “100 % sichere” Technologien wie Seilbahnen verunfallen gelegentlich.
Sei es, dass ein Heizlüfter eine Standseilbahn in Brand setzt oder der Flügel eines Kampfjets die Seile einer Gondelbahn durchtrennt. Oft ist die Ursache menschliches Versagen, wie bei der ja auch absolut sicheren Magnetschienenbahn.
Roland DürreFreitag, der 7. Mai 2010
IT
IT-Leitfaden für den Mittelstand
Oft klagen mittelständische Unternehmer, dass IT so kompliziert wäre und zu hohe Kosten verursachen würde. Ich gebe Ihnen dann (mündlich) folgenden sehr pragmatischen Leitfaden mit:
Roland DürreMittwoch, der 5. Mai 2010
Elektro-Autos
Laut unserer Kanzlerin sollen 2020 auf deutschen Straßen 1.000.000 Elektroautos rollen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Zahl mit Autos erreicht werden kann, die auch nur annähernd dem Standard eines heutigen Kfz mit Verbrennungsmotor entsprechen (Fahrleistung, Heizung, Klimaanlage, elektrische Grundsysteme und -funktionen ganz zu schweigen von der Reichweite).
Roland DürreMontag, der 3. Mai 2010
Mitmachwissenschaft
Frau Prof. Dr. Kathrin M. Möslein im IF-Forum
Am 2. März 2010 hielt Professor Möslein bei uns in Unterhaching den ersten Vortrag des IF-Forums im Jahre 2010. Ihr Thema war:
“Auf dem Weg zur Mitmachwissenschaft!”
Wie haben ihren Vortrag gefilmt, daraus 3 Videos zusammengestellt und diese nach YouTube hoch geladen. So sind jetzt neben dem Bericht hier in IF-Blog auch die Videos zum Vortrag für Interessierte verfügbar.
Zu den Videos:
1 – OpenInnovation
Roland DürreSamstag, der 17. April 2010
Eine interdisziplinäre Retrospektive von RE
Bericht von meinem Vortrag an der TUM
Am 13. April 2010 habe ich einen Vortrag bei “Hot Spots der Software-Entwicklung 2010″ gehalten zum Thema:
Requirements Engineering (RE) in Kleinen und Mittleren Unternehmen
Die Veranstaltung wurde von der TU München in Zusammenarbeit mit BICC-NET und VSEK organisiert.
Bei der Ausarbeitung des Vortrages hat mich unser Experte für Requirement Engineering, Michael Greulich und Johannes Naumann bei der Graphik unterstützt. Herzlichen Dank an Michael für seine wertvollen Beiträge und an Johannes für die schönen Folien zum Vortrag RE (75).
Motto des Vortrages war:
Reden über Probleme macht die Probleme größer.
Reden über Lösungen macht die Lösungen größer.
Dieser “große Seufzer” hat mich über Twitter erreicht. Autor des Tweets war ein geplagter Mensch aus unserer Branche.
Der Satz hat mich nachdenklich gemacht. Wünschen wir uns nicht, dass wenn wir über Probleme reden, diese dann auch kleiner werden? Und ist es nicht gerade im Mittelstand so, dass wir uns effiziente, einfache, kleine, smarte und vielleicht sogar schöne Lösungen wünschen. Und keine Riesensysteme, die uns letzten Endes dazu zwingen, unsere Prozesse ihren systemischen Vorgaben und Einschränkungen zu unterwerfen?
Roland DürreMittwoch, der 24. März 2010
Green IT 2
Eine Reihe von Rückmeldungen zeigen mir, dass ich mich in meinem Artikel Green IT doch ein wenig zu technisch ausgedrückt habe.
Deshalb noch mal ganz einfach und modellhaft bzw. in vereinfachter Architektur kann man IT heute in vier Ebenen gliedern:
- Storage
Unter Storage verstehen wir mächtige NAS- oder SAN-Systeme, die von den Servern in den Rechenzentren genutzt werden. Mittlerweile haben große Rechenzentrum terabytes an Speicher, man spricht sogar von petabytes. - Server
Mittlerweile sprechen wir von Serverfarmen. Beliebig viele Rechner erbringen in solchen Farmen eine gigantische Rechen- und Verarbeitungsleistung. Meistens werden auf einem solchen physikalischen Großsystem viele virtuelle Server simuliert, die dann für alle möglichen Zwecke eingesetzt werden. - Netzwerk
Das Internet basiert auf einem gigantischen Netzwerk. Die Zubringer zum Internet sind meistens eigene Netze, die wiederum über Leitungen verbunden werden. - Client
Clients sind die persönlichen PC’s, Laptops, SmartPhones und was es noch alles gibt, die entweder aus Netzwerken (VPNs, LAN, WLAN …) heraus oder über Leitungen zu Providern (FIBRE, UMTS …) am Internet hängen.
Jetzt behaupte ich, dass auf jeder dieser Ebene eine riesenhafte Verschwendung stattfindet.
Roland DürreSamstag, der 20. Februar 2010
Green IT
In der letzten Woche haben wir bei der InterFace AG die Bilanz für das Geschäftsjahr 2009 fertig gestellt. Da wir eine Aktiengesellschaft sind, haben wir eine Reihe von Formalitäten zu beachten, die der Gesetzgeber vorschreibt. So ist als Teil der Bilanz ein Lagebericht gefordert.
Der Lagebericht soll diverse Informationen rund ums Unternehmen enthalten, wie z.B. die Entwicklung des Unternehmens im alten und die Erwartung für das nächste Geschäftsjahr oder die Art des Risikomanagement. Auch ein Bericht über die Externalität (externen Effekte) des Unternehmens soll Teil des Lageberichts sein.
Da bin ich über den für uns zwar richtigen aber für meine Gedanken folgenschweren Satz gestolpert:
Den gesetzlichen Auflagen beim Umweltschutz ist das Unternehmen immer gefolgt. Dies gilt für die Beseitigung von Altlasten ebenso wie z.B. für die empfohlene Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel.
(Auszug aus dem Lagebericht der Bilanz 2009 der InterFace AG).





