Roland Dürre
Dienstag, der 3. Februar 2015

agile.ruhr Camp 2015

Vor kurzem habe ich mit Dominik Rose telefoniert. Da hat er mir berichtet, dass der Termin des von ihm gemeinsam mit Berthold Barth organisierten agile.ruhr Camp 2015 jetzt langsam näher rückt. Schon in weniger als drei Wochen ist es soweit!

„Agile“, das passt mir gut, denn meine Überzeugung ist ja, dass man alles wichtige immer „ALO“ angehen sollte. Wobei ALO als Abkürzung steht für Agile, Lean und Open.

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So freue ich mich, dass das Organisationsteam des agile.ruhr Camp in diesem Jahr erstmals zu einer „Unkonferenz“ für agiles Vorgehen im Projektumfeld und bei der Entwicklung von Software einlädt. Am 21. + 22. Februar 2015 ist es so weit, da findet das barcamp im Unperfekthaus in Essen statt.

Dass die InterFace AG mit von der Partie ist und das Orgateam als Sponsor unterstützt finde ich natürlich ganz besonders toll.

Das agile.ruhr Camp steht für Veränderung und Überzeugung. Ziel der Veranstaltung ist Menschen, Organisationen und Unternehmen eine moderne Plattform anzubieten, zum Teilen von Erfahrung und Wissen. Denn Wissen ist der einzige Rohstoff, der durch teilen mehr wird.

Wie kann man erfolgreich agile Methoden und Werkzeuge nutzen? Was wird durch agiles Bewusstsein und Handeln alles möglich? Wie schaffen wir die notwendige Veränderung? Und dies eben nicht nur bei der Entwicklung von Software!

Und natürlich bietet sich als der klassische Rahmen für eine freie Unkonferenz zu Agilität das Format „barcamp“ an, bei dem ganz bewusst im Gegensatz zur klassischen Konferenz auf eine einengende Agenda verzichtet wird und der redliche Diskurs im offenen Dialog überdurchschnittlichen Erkenntnisgewinn generiert.

Die Tagesordnung wird von den Besuchern festgelegt. Man duzt sich, Augenhöhe ist angesagt und Zuhören ist wichtiger als sprechen. Nur so werden können Teilhabe „ihre“ Sessions (zu einem Themenkomplex ihrer Wahl) anbieten und werden zu „Teilhabern“.

Leider kann ich persönlich am 13./14. Februar nicht dabei sein, da ich genau an den beiden Tagen bei einer ganz anderen „Unkonferenz“ sein möchte, bei der ich schon seit ein paar Jahren Stammgast bin – der „Biike“ in Westerland auf Sylt. Die „Biike“ ist nur ein Brauchtum, den Termin habe gute Freunde für ihre Nicht-Konferenz genutzt.
🙂 Das Leben ist eine Aneinanderreihung von verpassten Gelegenheiten.

Aber vielleicht kann ja der eine oder andere IF-Blog-Leser an meiner Stelle an diesem einzigartigen agile.ruhr Camp teilnehmen. Und dann in seinem Blog oder über Twitter darüber berichten.

RMD

P.S.
Wenn ich den Hashtag vom agile.ruhr Camp 2015 weiß, dann trage ich ihn hier nach.
Mein Vorschlag: #AgileRuhrCmp

P.S.1
In diesem Kontext etwas Lesenswertes zur InterFace AG.

Gerade habe ich mir ein wenig die Hintergründe zum SSL/TLS-Bug durchgelesen, der Apple diese Woche ereilt hat.

Wer grad nicht weiß, wovon ich spreche, hier ein paar Links:

Heise.de: „Ein Sicherheitsdesaster“: Hintergründe zu Apples schwerwiegendem SSL-Problem
Golem.de: iOS erhält SSL-Bugfix, OS X bald auch
Spiegel.de: Sicherheitslücke: Apples furchtbarer Fehler

Interessant dabei ist, daß dieser Bug nur auf eine einzige Code-Zeile hinausläuft. Er wäre einfach zu verhindern gewesen, hätte man die grundlegenden Regeln von „Clean Code“ befolgt.

Hier der Code-Auszug, der den Fehler beinhaltet. Ich habe ihn von Apple selbst, da der entsprechende Code unter einer OpenSource-Lizenz steht (siehe hier).

hashOut.data = hashes + SSL_MD5_DIGEST_LEN;
hashOut.length = SSL_SHA1_DIGEST_LEN;
if ((err = SSLFreeBuffer(&hashCtx)) != 0)
goto fail;


if ((err = ReadyHash(&SSLHashSHA1, &hashCtx)) != 0)
goto fail;
if ((err = SSLHashSHA1.update(&hashCtx, &clientRandom)) != 0)
goto fail;
if ((err = SSLHashSHA1.update(&hashCtx, &serverRandom)) != 0)
goto fail;
if ((err = SSLHashSHA1.update(&hashCtx, &signedParams)) != 0)
goto fail;
goto fail;
if ((err = SSLHashSHA1.final(&hashCtx, &hashOut)) != 0)
goto fail;

Warum ist nun aber genau dieser Code problematisch?

Schon gesehen?

Ich gebe zu, auch bei mir hat es ein wenig gedauert. Ich versuche es mal zu erklären:

Normalerweise ist es in der Programmiersprache C (in der dieser Code geschrieben ist) der Brauch, Anweisungen nach einem „If“-Statement in geschweifte Klammern zu setzen. In etwa so:

if (bedingung) {
Anweisung 1;
Anweisung 2;
Anweisung 3;
...
}

Es gibt jedoch die Möglichkeit, auf die geschweifte Klammer zu verzichten, wenn hinter der Bedingung nur eine einzige Anweisung folgt.

Also so:

if (bedingung)
Anweisung 1;

In diesem, zweiten Stil, sind auch alle „If“-Statements aus dem Code-Auszug von Apple geschrieben. Der Programmierer wollte sich so wohl einige Zeichen Tip-Arbeit sparen. Dummerweise hat sich aber nun ein kleiner Fehler eingeschlichen: Nach dem rot markierten If-Statement steht nicht eine, sondern 2 Anweisungen.

Was passiert nun in so einem Fall?

Nun, der Compiler wertet die Regel strikt aus: Steht hinter einem If-Statement keine Klammer, so folgt genau 1 Anweisung: Die erste Anweisung (in diesem Fall „goto fail;“) gehört also noch zum If-Statement. Die zweite Anweisung gehört für den Compiler jedoch nicht mehr zum If-Statement. Sie wird daher in jedem Fall ausgeführt. Ganz so, als sähe der Quellcode so aus:

if ((err = SSLHashSHA1.update(&hashCtx, &signedParams)) != 0)
goto fail;

goto fail;

if ((err = SSLHashSHA1.final(&hashCtx, &hashOut)) != 0)
goto fail;

Das zweite „goto fail;“ wird daher in jedem Fall ausgeführt, und damit die Textmarke „fail“ bereits angesprungen, bevor das letzte, blau hinterlegte if-Statement ausgeführt werden kann.

Was hat das nun aber mit Clean Code zu tun?

Aus meiner Sicht ist es kein guter Stil, in if-Statements auf die geschweifte Klammern zu verzichten. Zu welch schwerwiegenden Problemen das führen kann, sieht man z.B. genau mit diesem Beispiel hier. Besser ist es, man verwendet geschweifte Klammern, dann ist es auch eindeutig, was ausgeführt wird und was nicht. Wahrscheinlich hätte hier dann sogar der Compiler davor gewarnt, dass das zweite „goto fail;“ nicht erreicht werden kann („Dead Code“), und damit überflüssig ist.

So jedoch hatte der Compiler keine Chance. Auch die ganzen Tools zur statischen Quellcodeanalyse, die Apple sicherlich im Hintergrund anwendet, laufen hier ins Leere. Und die Wahrscheinlichkeit, daß ein anderer Programmierer das zufällig entdeckt, wenn er drüberschaut, ist ebenfalls nicht allzu hoch: Der Fehler ist gut versteckt. Man muß schon mehrmals hinsehen, um ihn zu entdecken.

Was kann man nun dagegen machen?

Die einfachste Methode ist es, sich solche „besseren“ Schreibweisen gar nicht erst anzugewöhnen, sondern beim Standard zu bleiben. Die meisten IDEs bieten dafür sogar Regeln an, die man hinterlegen kann. Dadurch werden entsprechende Code-Stellen als Warnung oder sogar als Fehler hinterlegt. Rutscht doch einmal eins durch, so wird es bei der automatischen Code-Formatierung (dessen Tastenkombination man während der Entwicklung ständig drückt) wieder in die Standard-Schreibweise aufgelöst.

Es ist eine gute Idee, einmal einen kompletten Satz solcher Code-Formatierungsregeln zu definieren, und dann anschliessend an alle Teammitglieder zu verteilen.

Man kann dies sogar so einstellen, daß es automatisch an alle verteilt wird, die das Projekt aus dem Versionsverwaltungssystem auschecken. Z.B. indem man etwa projektspezifische Regeln anlegt, und diese in ein Verzeichnis innerhalb des Projekts legt.

Sollten Sie das bisher noch nicht gemacht haben, so ist es eine gute Idee, nun damit anzufangen.

Ich kann mir vorstellen, bei Apple sind sie gerade voll dabei  😎

bfi

Roland Dürre
Sonntag, der 26. Januar 2014

Interview für die DOAG

„Da findet eine Evolution statt, die kaum vorhersehbar ist …“

Die Informationstechnologie entwickelt sich schneller als je zuvor. Dr. Dietmar Neugebauer, Vorstandsvorsitzender der DOAG, und Wolfgang Taschner, Chefredakteur der DOAG News, sprachen darüber mit Roland M. Dürre, Vorsitzendem des Vorstands der Interface AG, also mit mir :-). Das ganze anlässlich der großen DOAG-Konferenz 2013 in Nürnberg.

Sie haben die Interface AG gegründet. Was ist deren Geschäftsmodell?
Gestartet im Jahr 1984 als Produkt-Unternehmen sind wir mit der professionellen Textverarbeitungs-Software HIT/CLOU innerhalb weniger Jahre zum europäischen Markführer auf UNIX-Systemen aller Hersteller geworden. Um die Jahrtausend-Wende haben wir uns zum IT-basierten und Branchen-neutralen Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen gewandelt. HIT war das UNIX-Textsystem, CLOU die ergänzende 4GL-Maschine für Textgenerierung. Schon in den ersten CLOU-Versionen gab es die Möglichkeit, SQL-Scripten einzubetten, so dass der Textautomat aus der zugewiesenen Datenbank qualifiziert lesen und bei Bedarf auch in sie schreiben konnte. In vielen Einsätzen war dies die Oracle-Datenbank.

Neben der Interface AG gibt es unter dem Dach der IF-Group noch weitere Unternehmen. Was machen diese?
Unsere Tochter-Unternehmen sind spezialisiert auf Dienstleistung im Umfeld besonderer Hersteller-Technologien wie Microsoft oder allgemeiner IT-Technologien wie Virtualisierung. Ein Unternehmen fällt aus der Rolle, es ist die IF-Localization, die Übersetzungen in alle Sprachen organisiert und interkulturelle Anpassungen durchführt.

In welchem Rahmen setzen Sie bei Ihren Kunden Produkte der Firma Oracle ein?
Fast alle unsere Kunden setzen in den geschäftskritischen Prozessen die Oracle-Datenbanken ein. Diese Datenbanken sind die Basis für IT-Anwendungen aller Art.

In welchem Bereich sehen Sie die Stärken der Oracle-Produkte, wo die Schwächen?
Mein Eindruck ist, dass die Oracle-Produkte in der Regel immer sehr gut im Wettbewerb abschneiden. Bedauerlich ist aus meiner Sicht eher, dass es gerade im Middleware-Bereich keine Übersicht über die Vielfalt der Produkte gibt. Da ist noch viel Platz für Oracle nach oben.

Wie beurteilen Sie generell die Produkt-Strategie von Oracle?
Es steht mir nicht an, die Produkt-Strategie von Oracle zu bewerten. Zumal ich gar nicht in der Lage bin, die Vielfalt ganz zu überschauen. Vielleicht wäre da eine Produkt-Landkarte sinnvoll, die alle Produkte und ihre Möglichkeiten beschreibt.

Würden Sie Ihren Kunden empfehlen, ein Komplettsystem von der Hardware bis zu den Applikationen von einem einzigen Hersteller wie Oracle einzusetzen?
Warum sollte ich nicht? Ich bin schließlich ein alter Fan von Sun-Systemen. Aber im Ernst, eine integrierte und abgestimmte Architektur hat viele Vorteile, die sich wahrscheinlich auch rechnen. Eine Abhängigkeit vom Hersteller besteht ja immer, ganz gleich ob der Anbieter Microsoft, IBM, SAP oder Oracle oder anders heißt.

Was hat Sie damals an Sun so beeindruckt?
Wir waren ja eine UNIX-Firma und ich war mir damals (fälschlicherweise) ziemlich sicher, dass Windows keine Chance im professionellen Einsatz hat. Da habe ich mich freilich gründlich geirrt. Sun war damals neu  und modern – in der grafischen Oberfläche der Sun-Workstations sah ich eine große Zukunft. Zudem waren mir die damaligen Sun-Mitarbeiter auf ihren Veranstaltungen sehr sympathisch.

Was ist Ihnen durch den Kopf gegangen, als Oracle Sun übernommen hat?
Einerseits war ich entsetzt, andererseits hatte ich die Hoffnung, dass diese Akquisition eine große Chance ist. Die große Performance der Oracle Engineered Systems sind ein gutes Beispiel dafür.

Die Interface AG setzt stark auf soziale Medien. Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?
Persönlich nur die besten. Allerdings ist es nicht immer einfach, die Menschen und auch zentrale Abteilungen zum Mitmachen zu bewegen. Witzigerweise erfahre ich oft aus Facebook, Google+ oder Twitter, was unsere Mitarbeiter gerade so machen, auch dienstlich.

Welche Vorteile sehen Sie im Einsatz der sozialen Medien im Unternehmen?
Ich betrachte das heute als ein unbedingtes Muss. Das Management hat sich über die Jahre verändert, an die Stelle des hierarchisch aufgebauten Systems gibt es heute eine vernetzte Struktur. Bei größeren zusammenarbeitenden Gruppen sind deshalb moderne Hilfsmittel erforderlich, um beispielsweise die zahllosen Besprechungen zu vermeiden. Entscheidend ist jedoch, alle Team-Mitglieder von den Vorteilen der sozialen Medien zu überzeugen.

In welche Richtung wird sich die IT in den kommenden Jahren entwickeln?
🙂 Wenn ich das wüsste, würde ich nicht hier sitzen, sondern auf einer schönen Yacht in der Karibik und einem Glas Champagner in der Hand. Seriös: ich gehe davon aus, dass die IT ihren Weg und dies sehr schnell gehen wird. Da findet eine Evolution statt, die kaum vorhersehbar oder gar bestimmbar ist. Ich gehe aber davon aus, dass die großen Impulse nicht mehr aus Europa und auch nicht mehr so stark wie bisher aus den USA kommen werden, sondern aus Asien. In der Pionierzeit von Unix war der große Nachteil für uns deutsche Anbieter, dass der deutsche Markt so viel kleiner als der Englisch-sprechende war. Heute bestimmen China und auch immer mehr Indien, wo es lang geht.

Was erwarten Sie dabei von einem IT-Unternehmen wie Oracle?
Die Kunst wäre, die richtige Mischung und/oder Gewichtung zwischen „open“ und „proprietär“ zu schaffen. Die Märkte in der IT wandeln sich schnell und sind nicht mehr von einem Unternehmen alleine beherrschbar. So sind technologische Offenheit und strategische Transparenz wünschenswert und bestimmt langfristig auch nützlich für IT-Unternehmen.

Wie sehen Sie den Stellenwert einer Anwendergruppe wie der DOAG?
Ich habe ja eigene Siemens-Erfahrungen, als Mitarbeiter wie als Lieferant. Bei Siemens gab es die Siemens Anwender-Vereinigung. Ich war immer beeindruckt, wie dadurch sehr konstruktive Beziehungen gerade mit Großkunden und Lieferant möglich waren und welcher Nutzen für beide Seiten entstanden ist.

Welche Erfahrungen aus Ihrem langen Berufsleben können Sie an andere Unternehmer weitergeben?
Vielleicht die wichtigste: Immer fähig sein, sich ein eigenes Urteil zu bilden. Und agil bleiben und dogmatische Entscheidungen und Handlungen um alles in der Welt verhindern. Ansonsten versuche ich die Regeln für modernes Management von Hans Ulrich, dem Erfinder des St. Gallener Management Modells zu beherzigen. Diese sind: Die Unvorsehbarkeit von Zukunft als Normalzustand zu akzeptieren, die Grenzen des Denkens weiter stecken, sich besser vom „sowohl als auch” als vom „entweder oder” leiten zu lassen, mehrdimensional zu denken, Selbstorganisation und Selbstlenkung als Gestaltungsmodell zu begreifen, Managen als sinngebende und sinnvermittelnde Funkton aufzufassen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und Gruppendynamik auszunutzen. Beachtenswert, dass diese Regeln aus den 1980ger Jahren stammen.

Das Interview ist mittlerweile bei DOAG veröffentlicht – so poste ich es auch mal hier.

RMD

Diese Woche ist es wieder soweit: Am 19. September 2013 um 18:00 findet in Rahmen unserer “IF-Akademie” bei der InterFace AG wieder ein spannendes IF-Forum mit einem aufregenden Vortrag statt. Diesmal ist das Thema

Mailserver & Mail-Client (Vorsicht E-MAIL!)
“Geschichte, Grundlagen, Spam&Viren” oder “Konzepte für den sicheren und zuverlässigen Betrieb eines eigenen Mailservers”
(Hans Bonfigt / Marc Haber – redoxSystems)

Und es gibt eine gute Nachricht:

HaberMarcII200911-Heidelfoto-A-orig-IMG_4678plus_v2Marc Haber kommt auch.

Mittlerweile ist sichergestellt, dass neben Hans Bonfigt auch Marc Haber anwesend sein wird. Die beiden kennen sich mit der Technik und den Abgründen unseres so viel benutzten Mediums E-Mail perfekt aus. Wir haben diesmal so zwei „Hochkaräter“ zu Gast, die höchst kompetente aber auch radikal kritische Fachleute „vom alten Schlage“ sind. Beide verfügen über die Gabe, auch komplexe Themen einfach zu erklären. Sie sind mir persönlich bekannt und werden im Ko-Referat Erstaunliches berichten.

So werden sie schlüssig ableiten, dass ein Unternehmen um den Betrieb eines eigenen Mailservers einfach nicht herumkommt. Sie werden zeigen, wie erstaunlich einfach dieser einzurichten ist und wie erstaunlich günstig das mit Freier Software funktioniert. Gleichzeitig werden die Referenten, quasi „aus erster Hand“, einmal von den ganz „alltäglichen“ „SINA-Boxen“ erzählen, mit denen tagtäglich Grundrechte verletzt werden können, ohne dass man auch nur die geringste Chance hätte, dies überhaupt zu bemerken.

Weil das Thema zurzeit ja höchst aktuell ist, haben wir den Vortrag im Rahmen der IF-Akademie zu einem fachlichen „Sonder-IF-Forum“ aufgewertet. Der Donnerstag Abend ist so für uns wieder eine sehr gute Gelegenheit, die InterFace AG unseren Freunden, Partnern, Kunden, sprich interessierten Menschen aber auch neuen Kollegen vorzustellen.

So bitte ich Euch alle, uns zu unterstützen, um aus IF-Forum eine lebendige Veranstaltung zu machen. Auch über kurzfristige Teilnehmer und „Spontan-Besucher“ freue ich mich.

Hier der LINK zu den Details und zur Anmeldung!

Ich freue mich auf zahlreiche Besucher!

RMD

Am 19. September 2013 um 18:00 findet in unserer „IF-Akademie“ bei der InterFace AG wieder ein spannender Vortrag statt:

Mailserver & Mail-Client
“Geschichte, Grundlagen, Spam&Viren” oder “Konzepte für den sicheren und zuverlässigen Betrieb eines eigenen Mailservers”
(Hans Bonfigt / Marc Haber – redoxSystems)

hansbonfigtHans Bonfigt ist der Referent, wir sind optimistisch, dass sein Mitautor Marc Haber auch kommen kann. Dieser Vortrag zu den Themen „E-Mail“ und Mailsecurity kommt vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse und in Zeiten von PRISM und Tempora genau zum richtigen Zeitpunkt. Deshalb und da mit Hans Bonfigt und Marc zwei der besten Kenner dieser Materie bei uns sind, haben wir aus dieser Veranstaltung der IF-Akademie ein fachliches IF-Forum gemacht und laden so im großen Verteiler ein.

Täglich versenden und empfangen wir viele E-Mails, dies als ganz normale Routine und vielleicht oft zu gedankenlos. Die Technik dahinter erscheint uns wie selbstverständlich vorhanden, obwohl das oft gar nicht so einfach ist. Hans Bonfigt wird uns in die tiefen Geheimnisse und auch Abgründe der dem E-Mail-Verkehr zu Grunde liegenden Technologie einführen. Er schreibt uns zu seinem Vortrag:

Ich mache eine „historische“ Hinführung zum Thema ‚Mail‘. Die Wurzeln werden sichtbar, an denen Spammer, Viren und andere Parasiten nagen. Weiter werde ich die Begriffe Mail-Server und Mail-Client sauber differenzieren. Das ist wichtig, denn auch einen Mail-Client kann man zentral hosten. Schließlich werde ich zwei Betriebskonzepte vorstellen.

Der Vortrag wird sich gliedern in Einleitung, Grundlagen, Hinführung (knapp 20 Minuten), Konkrete Betriebskonzepte (kleiner 30 Minuten) und einer Live-Demo (10 Minuten). So sollte noch ausreichend Zeit für eine Diskussion bleiben.

Nach der Diskussion geht es natürlich wie im IF-Forum üblich in unsere „happy hour“. Ich bin mir sicher, dass da – gerade nach diesem Vortrag – für spannenden Gesprächsstoff gesorgt ist.

Zum Referenten:

Hans Bonfigt und ich haben uns über IF-Blog kennengelernt. Hans ist Programmierer und IT-Techniker aus Leidenschaft. Er hat sein Handwerk von der Pike auf gelernt und kennt auch die „verborgenen Schichten“ vieler Systeme. In IF-Blog findet man Artikel und Kommentare von ihm, die die Themen immer auf dem Punkt bringen. Er kritisiert Fehlentwicklungen und schlechte Technologie schonungslos und nennt die üblicherweise gemachten Fehler beim Namen. Ihn zeichnet so aus, dass er die Dinge auf den Punkt bringt.

Anmeldung:

Der Vortrag findet in wieder unserem Headquarter in Unterhaching in der Seminarzone im Dachgeschoss statt. Beginn ist um 18:00. Wir freuen uns auf unsere Gäste! Die Anmeldung auch zu diesem IF-Forum geht wie immer per E-Mail.

RMD

Roland Dürre
Mittwoch, der 26. Juni 2013

Bernhard Findeiss und Dr. Elmar Jürgens im IF-Forum (Video)

Das Kunstwerk von Wolf Nkole Helzle, entstanden bei unserem IF-Forum CRAFTSMANSHIP habe ich schon als „Danke Schön“ veröffentlicht. Auch die ersten beiden Vorträge des IF-Forums von Wolfgang Menauer und Kristin Block konnte ich vor ein paar Tagen „live“ stellen.

Heute folgen die beiden nächsten!

Zuerst sehen wir Bernhard Findeiss, „Technologie Evangelist“ bei der InterFace AG. Er berichtet „Von einem Tag im Leben eines Software-Handwerkers“:

Dr. Elmar Jürgens von CQSE berichtet über seine eigene Erfahrungen und die guten Ergebnisse im Team mit Peer2Peer-Reviews im Dienste der Qualität:

Vielen Dank an die beiden Referenten und Friedrich Lehn, der für die Aufnahme und Produktion der beiden Videos verantwortlich war.

Jetzt fehlen nur noch die Vorträge von Bernd Fiedler und Reimund Büttner. Aber die kommen auch bald!

RMD

Roland Dürre
Dienstag, der 16. April 2013

Video von „Bewegt Euch!“ ist da (Bier&Informatik)

In unserer Vortragsreihe

“IF-Technologie – von InformatikerInnen für InformatikerInnen”
(auch als Bier&Informatik bekannt)

hat Johannes Schmidt am 21. März 2013 einen Vortrag gehalten:
Bewegt euch!

Wie Videospiele und Bewegungssteuerungen uns wieder vom Sofa locken?

Diesen sehr schönen und interessanten Vortrag haben wir aufgenommen und zwei Videos daraus gemacht. Hier sind sie – sehr sehenswert!

Im ersten Teil des Vortrags berichtet uns Johannes Schmidt die geschichtliche Entwicklung der Bewegungssteuerung.

Was unterscheidet Sony EyeToy und Nitendo Wii von Microsoft Kinect?

Der zweite Teil zeigt, wie einfach mittlerweile die Programmierung dieses technisch so anspruchsvollen Themas ist.

Mit Live-Programierung!

Der nächste Vortrag in Bier&Informatik findet am 16. Mai 2013 wieder bei uns in Unterhaching statt.

Es geht um:

“Ubuntu & Android im Business Einsatz
Der Praxis-Test – Was können die Windows Alternativen wirklich? Features, Probleme und Lösungen im Überblick.

Alexander Jachmann (IF-Tech AG) wird uns an diesem Donnerstag über den aktuellen Stand berichten. Und natürlich gibt es im Anschluss wieder Bier&Leberkäs.

Roland Dürre
Montag, der 25. März 2013

Bewegt Euch! – IF-Akademie – 21. März 2013

Bewegt Euch! in der IF-Akademie war 21. März 2013 ist vorbei. Es war ein sehr schöner Vortrag von Johannes Schmidt. Sobald das Video fertig ist, veröffentlichen wir es.

Nach „Bewegt Euch!“ kommt
„Ubuntu & Android im Business Einsatz
Der Praxis-Test – Was können die Windows Alternativen wirklich? Features, Probleme und Lösungen im Überblick.

Am 16. Mai 2013 wird uns Alexander Jachmann von der IF-Tech AG über den aktuellen Stand dazu berichten. Es wird sich wieder lohnen, also den Termin vormerken! Und die weiteren Termine stehen dann auch schon auf dem Plakat.

RMD

Roland Dürre
Donnerstag, der 14. März 2013

Vortrag von „STUDENTiNNEN für STUDENTiNNEN“

Hier aus aktuellem Anlass das aktuelle Plakat mit den nächsten Vorträgen der IF-Akademie. An den „aktuellen Anlass“ erinnere ich gerne:

Johannes Schmidt (TUM, IF-Lab/InterFace AG, Glassbox Games) trägt am Donnerstag, den 21. März 2013 um 18:00 bei InterFace in Unterhaching vor zum Thema
Bewegt euch!
Wie Videospiele und Bewegungssteuerungen uns wieder vom Sofa locken wollen!

Natürlich sind nicht nur StudentInnen eingeladen. Die Veranstaltung ist für alle kostenfrei. Im Anschluss an Vortrag und Diskussion machen wir eine kleine „happy hour“.

Mehr Informationen zur Vortragsreihe „Von INFORMATIKERiNNEN für INFORMATIKERiNNEN“ findet Ihr hier. Wenn Ihr das Plakat in hoher Qualität ausdrucken wollt, dann sendet eine E-Mail mich, ich sende dann das Druck-PDF zu.

RMD

Werner Lorbeer
Dienstag, der 5. März 2013

John von Neumann – elegant aber überfordert?

BKA Virus hat übernommen, Eigentum entzogen.

Die Daten sind das Programm!? So genial, so gefährlich.

Kurz zur Erfahrung: Bei laufendem AVIRA professionel übernahm der BKA Virus das Kommando. Ich konnte life erleben, wie die Windows registry umgeschrieben wurde und dann kam die übliche Aufforderung des Virus … 100 € oder kein Zugriff mehr.

Wie kann das sein?

Was ist überhaupt die Bedingung dafür, dass eine Zeichenkette, genannt Virus, auf meinem PC zum Status „ausführbar“ kommt? Ich wage die These, dass die Ursache letztlich ist, dass Programm und Daten ununterscheidbar sind, weil sie gleichen Status haben. Ich gehe zurück und komme bei den Turing-Bändern an, die dann die Vorlage der von Neumann Prinzipien zur Konstruktion des Computers wurden.

Ich vermute, dass hier der Schrott seinen Ursprung hat. Wenn jeder String durch einen Interpreter als Programmcode aufgewertet werden kann, dann ist eben allem Tür und Tor geöffnet. Insbesondere wird dem Besitzer durch die Netz-Kriminellen mit ein paar Textzeilen, denen ein wahnsinniger Interpreter das Recht zur Ausführung zubilligt, das Recht am Eigentum entzogen.

Betrachtet man die Technik der Patches (Flicken) und der Patchworker (Flickschuster) über die letzten Jahre, dann muss man feststellen, dass sie die Zivilisation „at risk“ stellen. Aber sie können nicht anders, weil die Maschinen, auf denen sie arbeiten müssen, durch ihre flache Datenlogik keine anderen Lösungen zulassen.

Wenn man bitten dürfte, dann wünscht man sich Post-von-Neumann Maschinen, die dem User den Besitz seiner Eigentumsrechte am PC garantieren können. Vermutlich sind diese Maschinen-Prinzipien schon vorhanden, wenn nicht, bei mir lagern die Blaupausen.

wl